Pliozän

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LEXIKON

Afghanfuchs

  • Der Afghanfuchs (Vulpes cana) ist eine Raubtierart der Echten Füchse (Vulpini) innerhalb der Hunde (Canidae). Er ist in Zentralasien und Teilen der Arabischen Halbinsel beheimatet und zählt neben dem Fennek zu den kleinsten Vertretern dieser Gruppe. Er lebt in trockenen Gebirgsregionen bis in 2000 Meter Höhe sowie in Wüsten- und Steppengebieten. Der Fuchs ernährt sich vor allem von Insekten und nutzt darüber hinaus zu einem großen Anteil Früchte und andere pflanzliche Nahrungsquellen. Gesicherte Angaben zur Bestandsgröße oder zur Bestandsentwicklung gibt es nicht. Der Afghanfuchs wird jedoch aufgrund des großen Verbreitungsgebietes und der derzeit fehlenden ernsthaften Gefährdungen von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) als „nicht gefährdet“ (least concern) eingestuft. (Artikel des Tages)

Afrikanischer Elefant

  • Der Afrikanische Elefant (Loxodonta africana), auch Afrikanischer Steppenelefant, ist eine Art der Familie der Elefanten. Er ist das größte gegenwärtig lebende Landsäugetier. Der früher als Unterart des Afrikanischen Elefanten betrachtete Waldelefant (Loxodonta cyclotis) wird heute als selbstständige Art angesehen. Im Gegensatz zum Asiatischen oder Indischen Elefanten besitzen sowohl die Männchen als auch die Weibchen in aller Regel Stoßzähne. Ein äußerer Unterschied zum Asiatischen Elefanten sind die deutlich größeren Ohren, die eine Länge von 2 Metern erreichen können. Am Rüsselende besitzt der Afrikanische Elefant zwei „Finger“, der Indische Elefant nur einen. Einst waren Afrikanische Elefanten von der Mittelmeerküste bis zum Kap der Guten Hoffnung verbreitet. Wegen Elfenbeinwilderei und Lebensraumzerstörung ist der Afrikanische Elefant mittlerweile aus großen Teilen seines einstigen Verbreitungsgebietes verschwunden, so im südlichen und westlichen Afrika. (Artikel des Tages)

Dinofelis

Elefanten

  • Die Elefanten (Elephan­tidae) sind eine Fami­lie aus der Ord­nung der Rüssel­tiere. Die Fami­lie stellt die größ­ten gegen­wärtig leben­den Land­tiere und schließt außer­dem die einzi­gen heute noch leben­den Vertre­ter der Ord­nungs­gruppe ein. Es werden drei rezente Arten unter­schie­den: der Afrika­nische Elefant, der die weit­gehend offe­nen Land­schaf­ten Afrikas süd­lich der Sahara be­wohnt, der eben­falls in Afrika heimi­sche, aber weit­gehend auf tropi­sche Regen­wälder be­schränk­te Wald­elefant und der im süd­lichen und süd­öst­lichen Asien vor­kom­mende Asiati­sche Elefant, der eine Viel­zahl von Land­schafts­räumen nutzt. Alle Elefan­ten sind durch ihren Rüssel, ein musku­löses Organ, das aus der Ver­wach­sung der Nase mit der Ober­lippe hervor­gegan­gen ist, und durch ihre aus den oberen Schneide­zäh­nen gebilde­ten Stoß­zähne gekenn­zeich­net. Weitere auf­fällige Merk­male finden sich in dem massi­ven Körper­bau mit säulen­förmi­gen Beinen und der grauen, wenig behaar­ten Haut. (Artikel des Tages)

Ferkelskunk

  • Der Ferkelskunk (Conepatus leuconotus) ist eine von vier Arten der Weißrüsselskunks innerhalb der als „Stinktiere“ bekannten Skunks. Er ist vom Süden der Vereinigten Staaten bis nach Mittelamerika verbreitet. Wie die meisten Skunks ist auch der Ferkelskunk ein Allesfresser, er ernährt sich jedoch zu einem sehr großen Anteil von Insekten und Insektenlarven. Aufgrund des relativ großen Verbreitungsgebietes sowie der Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Lebensräume wird der Ferkelskunk von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) als nicht gefährdet („least concern“) eingestuft. In Teilen seines Verbreitungsgebietes kommt es jedoch aufgrund von Lebensraumveränderungen und der Konkurrenz mit Wildschweinen und Streifenskunks zu deutlichen Bestandsrückgängen. Der Ferkelskunk ist etwa gleich groß wie bis etwas größer als der bekannte Streifenskunk (Mephitis mephitis). (Artikel des Tages)

Glossotherium

  • Glossotherium ist eine Gattung aus der ausge­storbe­nen Familie der Mylodon­tidae, die große boden­lebende Faul­tiere umfasst. Sie stellt neben Mylodon einen der bekann­testen Vertre­ter der Familie dar. Rekon­struiert wurden die Tiere zwischen 3 und 4 m lang und mög­licher­weise bis zu 1700 kg schwer. Der überwie­gende Teil der Funde von Glosso­therium stammt aus dem Mittle­ren und Oberen Pleisto­zän vor circa 300.000 bis 10.000 Jahren, einige wenige datie­ren älter, mög­licher­weise bis in das Plio­zän vor rund 3 Millio­nen Jahren zurück. Das Verbrei­tungs­gebiet um­fasste weite Teile Süd­ameri­kas, öst­lich der Anden etwa vom 20. bis zum 40. Grad süd­licher Breite, wobei im Norden das Ama­zonas­becken ausge­spart blieb. Im west­lichen Süd­amerika sind Funde auch nörd­lich des Äqua­tors belegt. Die Tiere bewohn­ten weit­gehend die offe­nen Land­schaften der Pampa und der nörd­lichen Savannen­regionen. Wie andere Mylodon­ten war auch Glosso­therium an eine mehr oder weniger grashal­tige Nahrung ange­passt, worauf die breite Schnauze und die Gestal­tung der Zähne hinwei­sen. Bestä­tigt wird diese Ansicht durch Iso­topen­untersu­chungen. Der anato­mische Bau des Bewe­gungs­appara­tes lässt auf sich vier­füßig fortbe­wegende Tiere schließen, die aber auch befähigt waren, in einen zwei­füßigen Stand zu wechseln. (Artikel des Tages)

Grasfrosch

  • Der Grasfrosch (Rana temporaria) gehört zur Gattung der Echten Frösche in der Familie der Echten Frösche. Weitere, allerdings kaum mehr gebräuchliche Trivial­namen sind unter anderem „Taufrosch“ und „Märzfrosch“. Zusammen mit ähnlich aussehenden und ebenfalls eher terrestrisch lebenden Arten wie dem Spring­frosch und dem Moor­frosch wird er außerdem unter dem Sammel­begriff „Braunfrösche“ geführt. Die Kopf-Rumpf-Länge der erwachsenen Tiere (Adulte) erreicht maximal elf Zentimeter, wobei die Weibchen aufgrund des etwas späteren Eintritts der Geschlechts­reife im Durchschnitt gering­fügig größer werden als die Männchen. Die meisten Exemplare sind allerdings zwischen sieben und neun Zentimetern groß und wirken recht plump. Die Oberseite kann gelb-, rot- oder dunkel­braun gefärbt sein. Bei manchen Tieren ist diese nur wenig gezeichnet, andere weisen unregel­mäßige schwarze Flecken auf, die gelegentlich die Grundfarbe fast verdecken können. (Artikel des Tages)

Großer Amerikanischer Faunenaustausch

Homotherium

Mammute

Megantereon

Megatherium

  • Megatherium ist eine Gattung aus der ausge­stor­benen Familie der Mega­therii­dae, einer Gruppe von teils rie­sigen Faul­tieren. Vor allem das ele­fanten­große M. americanum gehört zu den bekann­testen und am besten unter­suchten Formen und stellte einen der größten bekannten Ver­treter der großen Boden­faul­tiere dar. Die Gattung trat vom frühen Pliozän vor rund 5 Millio­nen Jahren bis zum frühen Holozän vor etwa 8000 Jahren auf. Dabei sind inner­halb der Gattung zwei Ent­wick­lungs­linien zu unter­schei­den. Die eine bildet die Tief­land­form M. ameri­canum, welche die zen­tralen bis teils südlichen Gebiete von Süd­amerika bewohnte, vornehm­lich die Pampa­region im heutigen Argen­tinien, die andere trat über­wiegend in den Hoch­gebirgs­lagen der Anden auf und schloss mehrere Arten ein. Die Ent­deckung von Fossil­resten von Megatherium geht bis in das aus­gehende 18. Jahr­hundert zurück. Ein Skelett aus Luján im heu­tigen Argen­tinien führte 1796 zur wissen­schaft­lichen Erst­be­schrei­bung der Gattung durch Georges Cuvier. Mega­therium spielte eine bedeu­tende Rolle in der Ent­wick­lung und Eta­blie­rung der Palä­onto­logie als Wissen­schafts­zweig im Verlauf des 19. Jahrhunderts. (Artikel des Tages)

Pachycrocuta

Paramylodon

  • Paramylodon ist eine aus­gestor­bene Gattung der Faul­tiere und gehört zur eben­falls erlo­schenen Familie der Mylo­dontidae. Es war ein großes, boden­lebendes Faul­tier, das haupt­sächlich im Pleistozän vor rund 1,8 Millionen Jahren bis vor etwa 11.000 Jahren in Nord­amerika lebte. Die Gattung ist über zahl­reiche Fossil­funde belegt; ihre An­zahl nimmt in der Spät­phase des Auf­tretens sichtlich zu. Sie stammen über­wiegend aus dem Süden der heutigen USA; im west­lichen Bereich streuen sie aber auch bis in den Süden von Kanada. Einen heraus­ragenden Fund­platz stellen die Asphalt­gruben von Rancho La Brea bei Los Angeles in Kali­fornien dar, wo die Gattung recht häufig belegt ist. Anhand der Fossil­reste lässt sich eine Länge der Tiere von knapp 280 cm und ein Gewicht von gut 1,4 t rekonstruieren. Aufgrund der teils sehr guten Fossil­er­haltung ist bei den Tieren die für die Mylo­donten typische Körper­panzerung in Form von Osteo­dermen über­liefert. Zudem lässt sich ein geschlechts­spezifischer Unter­schied im Schädel­bau nach­weisen. (Artikel des Tages)

Pferde

  • Die Pferde (Equus) sind die einzige rezente Gattung der Familie der Equidae. Zur Gattung gehören die wild­leben­den Pferde und Esel ein­schließ­lich ihrer Haus­formen sowie die Zebras. Die Abgren­zung der Arten ist umstrit­ten. Insge­samt werden meist sieben oder acht Arten unter­schie­den, von denen die Mehr­zahl in ihrem Be­stand gefähr­det ist. Die Tiere kom­men heute im Afrika süd­lich der Sahara und im süd­lichen sowie zentra­len und öst­lichen Asien vor. Inner­halb des komple­xen Sozial­gefüges der Pferde lassen sich zwei Grund­typen unter­schei­den: einerseits Mutter-Jung­tier-Gruppen und einzel­gängeri­sche Hengste, anderer­seits größere Gruppen­ver­bände unter Ein­schluss eines männ­lichen Tieres, der soge­nannte Harem. Die Haupt­nah­rung besteht aus Gräsern, deren Aufnah­me den Groß­teil der akti­ven Zeit bean­sprucht. Stammes­geschicht­lich reicht der Ur­sprung der Gattung rund dreiein­halb Millio­nen Jahre zurück. In der mensch­lichen Ver­gangen­heit spiel­ten Pferde als Nah­rungs- und Roh­stoff­quelle eine wichtige Rolle. Mit dem Haus­pferd und dem Haus­esel wurden zwei Arten domes­tiziert, die im Gefolge des Men­schen eine welt­weite Verbrei­tung erlangten. (Artikel des Tages)

Piacenzium (Geologische Stufe)

Rhizosmilodon

  • Rhizosmilodon ist eine Gattung der ausgestorbenen Säbelzahnkatzen (Machairodontinae), die bislang nur durch einzelne Unterkieferbruchstücke sowie Teile der Gliedmaßen der Art Rhizosmilodon fiteae aus Florida dokumentiert ist. Die Fossilien stammen aus einer Phosphatmine der Upper-Bone-Valley-Formation bei Fort Meade in Florida. Sie werden der sogenannten Palmetto-Fauna oder Whidden Creek Local Fauna zugeordnet, die vor etwa fünf Millionen Jahren im heutigen Zentralflorida lebte. Der etwa pumagroße Rhizosmilodon war wie andere Säbelzahnkatzen ein Fleischfresser, der wahrscheinlich aktiv seine Beute jagte und tötete. Der Lebensraum in Zentralflorida bestand wahrscheinlich aus Überschwemmungs- und Auengebieten mit einem Mosaik von Wäldern mit geschlossenem Kronendach, offenerem Waldland und offenen Grasflächen. (Artikel des Tages)

Schwertwal

  • Der (Große) Schwertwal (Orcinus orca), auch Orca, Killerwal, Mörderwal oder Butzkopf (auch Butskopf) genannt, ist eine Art der Wale aus der Familie der Delfine (Delphinidae). Die Art ist welt­weit verbreitet, bewohnt jedoch bevor­zugt küstennahe Gewässer in höheren Breiten. Schwertwale sind soziale Tiere, die eine komplexe Populations­struktur aufweisen. Die kleinste Einheit ist die Mutter­linie, ein sehr enger Verband von mütterlicher­seits verwandten Walen. Sowohl auf der Ebene der Mutter­linie als auch auf höheren Populations­ebenen lässt sich eine Weiter­gabe von bestimmten Jagd­taktiken und Laut­äußerungen an Jung­tiere beobachten, was zuweilen als Kultur bewertet wird. Die weltweite Schwert­wal­population lässt sich in verschiedene Öko­typen aufteilen, die sich in ihrem Körperbau, ihren Laut­äußerungen und in ihrem Verhalten unterscheiden. Ob die Ökotypen einzelne Arten darstellen, ist Gegenstand wissen­schaft­licher Diskussionen – insbesondere ist jedoch auffallend, dass sich Mitglieder verschiedener Ökotypen nicht kreuzen. DNA-Analysen aus dem Jahr 2010 legen nahe, dass mehrere Arten und Unterarten unter­schieden werden müssen. (Artikel des Tages)

Spitzmaulnashorn

Toxodon

Waschbär

  • Der Waschbär (Procyon lotor) ist ein in Nord­amerika heimi­sches mittel­großes Säuge­tier. Seit Mitte des 20. Jahr­hun­derts ist er als Neozoon auch auf dem euro­päi­schen Fest­land, dem Kau­kasus und in Japan ver­treten, nachdem er dort aus Gehegen ent­kommen ist oder aus­gesetzt wurde. Wasch­bären sind über­wiegend nacht­aktive Raub­tiere und leben bevor­zugt in gewäs­ser­reichen Laub- und Misch­wäldern. Auf­grund ihrer Anpas­sungs­fähig­keit leben sie zu­nehmend auch in Berg­wäldern, Salz­wiesen und urbanen Gebie­ten. Mit einer Körper­länge zwi­schen 41 und 71 Zenti­metern und einem Gewicht zwi­schen 3,6 und 9,0 Kilo­gramm ist der Wasch­bär der größte Ver­treter der Familie der Klein­bären. Typisch für den Wasch­bären sind das ausge­prägte hap­tische Wahr­neh­mungs­vermö­gen der Vorder­pfoten und die schwarze Ge­sichts­maske. Hervor­zuheben ist ferner das gute Gedächt­nis der Tiere, die sich in Ver­suchen auch noch nach drei Jahren an die Lösung einer früher ge­stell­ten Aufgabe erin­nern konn­ten. Wasch­bären sind Alles­fresser und ernäh­ren sich von pflanz­licher Kost, Weich­tieren und Wirbel­tieren. Während der Wasch­bär früher als Einzel­gänger ange­sehen wurde, gibt es heute Belege dafür, dass er ein ge­schlechts­spezi­fisches Sozial­verhal­ten zeigt.

Zancleum (Geologische Stufe)

ANMERKUNGEN

Quellen: Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.

Schöpfung oder Evolution? Gerade heute wird diese Frage wieder dringender als auch schon (federführend die USA), an dieser Stelle zur Entschärfung der Fronten nur soviel: wenn uns nur schon der nächste Stern aus über 4 Millionen Lichtjahren Entfernung entgegenfunkelt, heisst das doch nicht weniger, dass er schon seit mindestens eben diesen 4 Millionen Jahren existiert; umso länger natürlich die uns weiter entfernten Objekte. Wir haben es vermutlich tatsächlich mit solchen Zeiträumen zu tun wie sie in dieser Chronik auftauchen. Auch lassen sich geologische Schichtungen feststellen, welche eine gewisse Reihenfolge des Auftretens unserer Lebensformen nahelegen. - Andererseits: Auch ein Autofriedhof, der schon über hundert Jahre in Betrieb wäre, hätte eine klare Schichtung: zuunterst die Kutschen, gefolgt von den ersten Automobilen bis hin zu den heutigen Modellen. Nur mit dem Unterschied, dass niemand auf die Idee käme, dass die Autos aus Zufall entstanden sein sollen. Es ist so, wie wenn ein Plattenspieler eine Beethovensonate abspielt: alles ist technisch messbar und erklärbar und doch würde eine wichtige Dimension fehlen, nämlich die Musik; andererseits braucht die Musik eine physische, also wissenschaftlich messbare und erklärbare Manifestation, um sich akustisch überhaupt hörbar zu machen. Genau so sehe ich es mit der Erdgeschichte: vor uns liegt fein säuberlich eine Kette von Trilobiten, Panzerfischen, Sauriern, Mammuts, Neanderthalern und Homines sapientes. Wer oder was aber als treibende Kraft dahintersteht, kann kein einziger Mensch ehrlich beweisen; es ist stets eine Frage des Blicks, welche Antwort uns die Natur zu dieser Frage zu geben scheint. Und jetzt, genau hier, wird's persönlich: Mein subjektiver Blick sagt mir: da ist mehr als nur Zufall...

06.05.2009 Artikel eröffnet

29.07.2017 Grundstock erstellt