Eozän

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Paläozän | Eozän | Oligozän

Lexikon

Amphicyonidae

Anoplotheriidae

Anthracotheriidae

Arsinoitherium

Bartonium (Geologische Stufe)

Bembridge-Limestone-Formation

Biber

Bouldnor-Formation

Brontotheriidae

  • Die Brontotheriidae (Gr.: bronte = Donner; theríon = Tier; Syn.: Titanotheriidae) sind eine ausgestorbene Familie nashornähnlicher Unpaarhufer aus der chronostratigraphischen Serie des Eozän. Fossilien wurden in Nordamerika, Asien und, sehr selten, in Osteuropa gefunden. Charakteristisches Kennzeichen war ein massiger Körperbau. Bei größeren und häufig auch bekannteren Gattungen der Gruppe befand sich ein paariges oder rammbockartiges Horn über der Schnauze, welches im Gegensatz zu jenem der Nashörner aus Knochensubstanz bestand; das Merkmal kommt jedoch nicht bei allen Mitgliedern der Familie vor. Brontotherien lebten in dichten Wäldern und waren allesamt Pflanzenfresser mit weitgehender Spezialisierung auf Blattnahrung. Über ihr Sozialverhalten ist nur wenig bekannt. Ihre Stammesgeschichte währte fast 20 Millionen Jahre und begann höchstwahrscheinlich in Nordamerika vor rund 53 Millionen Jahren mit noch recht kleinen, tapirgroßen Vertretern. Zum Ende des Eozäns kam es zu klimatischen Veränderungen mit im Vergleich kühleren Bedingungen und damit verbunden zu offeneren Landschaften, was möglicherweise der Grund ihres Aussterbens war. (Artikel des Tages)

Bumbanian

Chalicotherien

Entelodontidae

Eusmilus

Fledertiere

Fossillagerstätte Geiseltal

  • Die Fossillagerstätte Geiseltal befindet sich im ehema­ligen Braun­kohle­revier des Geisel­tales südlich der Stadt Halle in Sachsen-Anhalt. Sie stellt eine bedeutende Fund­stelle heute ausge­storbener Pflanzen und Tiere aus der Zeit des Mittleren Eozäns vor 48 bis 41 Millionen Jahren dar. Die Braun­kohle des Geisel­tales wird in vier Haupt­flöze unter­gliedert, fossil­führend waren haupt­sächlich die drei unteren. Der Schwer­punkt der Fossil­verteilung liegt im süd­lichen und zentra­len Geisel­tal. Die Funde umfassen Reste von Pflanzen und Tieren. Eine Besonder­heit stellen dabei nahezu voll­ständige Funde dar, mit Blättern, Früch­ten und Stämmen, aber auch Skeletten von Wirbel­tieren und Resten von Insekten. Zu den bekann­testen Funden gehört der eines voll­ständigen Skelettes des Urpferd­chens Propalae­otherium aus dem Jahr 1933. Hinzu kommen Wirbel­tiere wie Paar­hufer, Klein­säuge­tiere wie Insekten­fresser und Fleder­mäuse sowie Vögel, Kroko­dile, Schild­kröten, Schlangen, Amphibien und Fische. Insge­samt sind über 80 Einzel­fund­stellen mit mehr als 30.000 Fund­objekten bekannt, darunter 36 mit einer nennens­werten Anzahl von Wirbel­tieren. Auf­grund der guten und umfang­reichen Fossil­erhal­tung gilt das Geisel­tal als Konser­vat- und Kon­zentrat­lager­stätte. (Artikel des Tages)

Glyptodontidae

  • Die Glyptodontidae oder Glypto­donten sind eine ausge­stor­bene Fami­lie der Neben­gelenk­tiere (Xenar­thra) und waren in Süd­ame­rika und in eini­gen Teilen Nord­ame­rikas ver­brei­tet. Sie stehen in der nähe­ren Ver­wandt­schaft mit den heute noch leben­den Gürtel­tieren und besaßen wie diese einen ausge­bilde­ten Körper­panzer, der aber im Gegen­satz zu dem der Gürtel­tiere starr war und über keine beweg­lichen Bänder ver­fügte. Darüber hinaus war auch der Schwanz voll­ständig gepan­zert, einige Formen wiesen ein keulen­arti­ges, ver­länger­tes Ende auf. Die Ver­treter der Familie erreich­ten vor allem im Pleisto­zän teil­weise riesige Aus­maße und wogen bis zu 2 t, womit sie die größ­ten Mit­glie­der der Ge­panzer­ten Neben­gelenk­tiere stell­ten. Neben eini­gen Merk­malen des Schädels verfüg­ten die Glypto­donten auch über Be­sonder­heiten im Skelett­bau. (Artikel des Tages)

Grande Coupure

Gürteltiere

  • Die Gürteltiere (Dasypodidae) bilden die einzige überlebende Säuge­tier­familie der so genannten Gepanzerten Nebengelenk­tiere (Cingulata), denen darüber hinaus drei weitere, rezent ausgestorbene Familien zugeordnet werden. Heute sind die Gürtel­tiere mit 21 Arten über den südamerika­nischen Kontinent und die südöstlichen Teile Nordamerikas verbreitet; der Großteil der Arten konzentriert sich im zentralen Südamerika, fossil sind aber noch zahlreiche weitere Vertreter bekannt. Ihre nächsten Verwandten sind die Ameisen­bären und Faultiere. Alle drei Gruppen weisen besondere Skelett­bildungen an der Wirbel­säule auf, die sie gemeinsam die Überordnung der Neben­gelenk­tiere (Xenarthra) formen lassen, einer der vier großen Hauptlinien der Höheren Säugetiere. Als einzige bekannte Säugetier­gruppe der heutigen Zeit verfügen die Gürtel­tiere über eine knöcherne, äußere Panzer­bildung. Sie sind zudem weitgehend an eine einzel­gängerische Lebensweise angepasst und leben in unterschied­lichem Maße unterirdisch in Erdbauen, wobei sie an diese Lebensweise durch mehrere Skelett­modifikationen angepasst sind. (Artikel des Tages)

Headonium (Landsäugetierzone)

Headon-Hill-Formation

Hoplophoneus

Hunde

Hyaenodon

Koboldmakis

  • Die Koboldmakis (Tarsiidae) sind eine Familie und Gattung der Primaten. Es sind kleine, nacht­aktive, baum­bewohnende Tiere, die auf den südost­asiatischen Inseln verbreitet sind. Kennzeichen sind die stark vergrößerten Augen, der sehr bewegliche Hals und die verlängerten Hinter­beine, mit denen sie sehr weit springen können. Früher wurden sie zu den (heute nicht mehr anerkannten) „Halbaffen“ gezählt, sie sind aber näher mit den Affen verwandt und bilden mit diesen die Trockennasen­primaten (Haplorhini). Derzeit sind zehn Arten bekannt, die sich nach aktuellem Stand in drei Gattungen aufteilen (Tarsius, Carlito und Cephalo­pachus). Kobold­makis sind sehr kleine Primaten. Sie erreichen eine Kopfrumpf­länge von 9 bis 16 Zentimetern, der Schwanz ist mit 13 bis 28 Zentimetern nahezu doppelt so lang wie der Rumpf. Das Gewicht der meisten Arten liegt zwischen 90 und 130 Gramm, der Zwergkobold­maki erreicht nur 50, die schwersten Arten bis zu 150 Gramm. (Artikel des Tages)

Lippfische

  • Die Lippfische (Labridae) sind eine Familie von Meeresfischen aus der Gruppe der Barschverwandten (Percomorphaceae). Lippfische sind oft außergewöhnlich farbenfroh und zeigen eine große Vielfalt in Größe, Gestalt und Farben. Sie leben im flachen, küstennahen Wasser aller Weltmeere, vor allem in den tropischen Korallenriffen, aber auch, mit wenigen Arten, im Mittelmeer und in der Nordsee. Die ersten Lippfische wurden schon 1758 durch den Begründer der modernen Taxonomie, Carl von Linné, wissenschaftlich beschrieben, die Familie selbst wurde 1816 durch den französischen Naturforscher Georges Cuvier aufgestellt. Die Bezeichnung Lippfische kommt von den wulstartigen Lippen, die besonders die größer werdenden Arten auszeichnet (lat. labrum „Lippe“). Mit mehr als 65 Gattungen und über 500 Arten sind sie nach den Grundeln (Gobiidae) die zweitgrößte Familie mariner Fische. Nach neueren Untersuchungen zählen auch die Papageifische und die Odaciden zur Familie der Lippfische, die damit über 600 Arten umfassen würde. (Artikel des Tages)

Lophiodon

Lophiodontidae

Lutetium (Geologische Stufe)

Marder

Maulwürfe

Mesohippus

Nagetiere

Nashörner

Nimravidae

Paarhufer

Palaeotheriidae

Palaeotherium

Parictis

Pechelbronner Schichten

Pinguine

  • Die Pinguine (Spheniscidae) sind eine Gruppe flugunfähiger Seevögel der Südhalbkugel und bilden die einzige Familie in der Ordnung Spheni­sciformes. Ihre stammes­geschichtliche Schwester­gruppe bilden wahrscheinlich die Seetaucher (Gaviiformes) und Röhren­nasen (Procellariiformes). Pinguine sind leicht von allen anderen Vögeln zu unter­scheiden und in heraus­ragender Weise an das Leben im Meer und in den teilweise extremen Kälte­zonen der Erde angepasst. Der deutsche Name Pinguin stammt direkt von dem englischen Wort penguin ab, dessen Herkunft umstritten ist. Das Wort bezog sich wohl ursprünglich auf den auf der Nordhalb­kugel im Atlantik beheimateten, heute ausgestorbenen flug­unfähigen Riesenalk (ehemals Pinguinus impennis). Die ersten Aufzeich­nungen über Pinguine aus dem späten 15. Jahrhundert in Afrika und dem frühen 16. Jahrhundert in Südamerika verwenden den Namen Pinguin noch nicht. (Artikel des Tages)

Priabonium (Geologische Stufe)

Primaten

Propalaeotherium

Riesenhai

  • Der Riesenhai (Cetorhinus maximus) ist mit einer Körper­länge bis zu zehn Metern und einem Gewicht bis zu rund vier Tonnen nach dem Walhai der zweit­größte bekannte Fisch der Erde. Wie dieser ernährt sich auch der Riesenhai von Plankton. Im Gegensatz zum Walhai, der das Wasser einsaugt und durch seine Kiemen filtriert, schwimmt der Riesenhai mit geöffnetem Maul und lässt so das Wasser durch die Kiemen strömen. Mit dieser Methode ist er in der Lage, rund 1800 Tonnen Wasser in der Stunde nach Nahrung zu filtern. Er ist die einzige Art der gleich­namigen Familie innerhalb der Makrelen­haiartigen (Lamni­formes), zu denen einige der größten und bekann­testen Arten räube­rischer Haie wie etwa der Weiße Hai, die Makohaie und die Herings­haie gehören. Der Riesenhai erreicht eine Körper­länge von durch­schnitt­lich 6,70 Metern bis 8,80 Metern und kann maximal bis zu 10 Meter, nach anderen Quellen auch 12 Meter lang werden. Rund 25 Prozent des Körper­gewichtes des Riesenhais macht die ölhaltige Leber aus, die den Tieren den Auftrieb im Wasser ermöglicht. (Artikel des Tages)

Ronzotherium

Rüsselspringer

  • Rüsselspringer (Macroscelididae) sind eine Familie der Säugetiere, die zudem die im Deutschen gleichnamige Ordnung der Macroscelidea bilden. Sie bewohnen den zentralen, östlichen und südlichen und mit einem Vertreter auch den nördlichen Bereich von Afrika. Gegenwärtig umfasst die Gruppe 19 Arten in 4 Gattungen. Die Tiere sind kleine Bodenbewohner, die durch einen großen Kopf mit rüsselartig verlängerter Nase sowie durch einen langen Schwanz und dünne Gliedmaßen charakterisiert sind. Die Hinterbeine übertreffen dabei die Vorderbeine deutlich an Länge, ebenso sind die Füße und unteren Gliedmaßenabschnitte verlängert. Dadurch besitzen die Rüsselspringer ausgesprochen gute Laufeigenschaften, sodass sie sich schnell laufend oder springend fortbewegen können. Die Hauptnahrung besteht vorwiegend aus Insekten und anderen Wirbellosen, zusätzlich kommt noch ein geringer Anteil an Pflanzen hinzu. Männchen und Weibchen bilden monogame Paare, deren Bindung über das gesamte Leben anhält. (Artikel des Tages)

Unpaarhufer

Wühler

Ypresium (Geologische Stufe)

ANMERKUNGEN

Quellen: Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.

Schöpfung oder Evolution? Gerade heute wird diese Frage wieder dringender als auch schon (federführend die USA), an dieser Stelle zur Entschärfung der Fronten nur soviel: wenn uns nur schon der nächste Stern aus über 4 Millionen Lichtjahren Entfernung entgegenfunkelt, heisst das doch nicht weniger, dass er schon seit mindestens eben diesen 4 Millionen Jahren existiert; umso länger natürlich die uns weiter entfernten Objekte. Wir haben es vermutlich tatsächlich mit solchen Zeiträumen zu tun wie sie in dieser Chronik auftauchen. Auch lassen sich geologische Schichtungen feststellen, welche eine gewisse Reihenfolge des Auftretens unserer Lebensformen nahelegen. - Andererseits: Auch ein Autofriedhof, der schon über hundert Jahre in Betrieb wäre, hätte eine klare Schichtung: zuunterst die Kutschen, gefolgt von den ersten Automobilen bis hin zu den heutigen Modellen. Nur mit dem Unterschied, dass niemand auf die Idee käme, dass die Autos aus Zufall entstanden sein sollen. Es ist so, wie wenn ein Plattenspieler eine Beethovensonate abspielt: alles ist technisch messbar und erklärbar und doch würde eine wichtige Dimension fehlen, nämlich die Musik; andererseits braucht die Musik eine physische, also wissenschaftlich messbare und erklärbare Manifestation, um sich akustisch überhaupt hörbar zu machen. Genau so sehe ich es mit der Erdgeschichte: vor uns liegt fein säuberlich eine Kette von Trilobiten, Panzerfischen, Sauriern, Mammuts, Neanderthalern und Homines sapientes. Wer oder was aber als treibende Kraft dahintersteht, kann kein einziger Mensch ehrlich beweisen; es ist stets eine Frage des Blicks, welche Antwort uns die Natur zu dieser Frage zu geben scheint. Und jetzt, genau hier, wird's persönlich: Mein subjektiver Blick sagt mir: da ist mehr als nur Zufall...

30.10.2009 Artikel eröffnet

11.04.2017 Grundstock erstellt