779
WELTALL
- 0816D: Totale Sonnenfinsternis im Süden Spaniens und in Algerien.
- Fortsetzung 993
MAYA
Palenque
Calakmul
Talol
Tikal
Quiriguá
Copan
PIKTEN
KELTEN
Uí Néill
- Hochkönig Donnchad Midi (766/778-793/797)
Donnchad Midi führt einen Feldzug gegen die nördlichen Uí Néill, zwingt Domnall, Sohn Áed Muindergs und "König des Nordens", zur Unterwerfung und bestätigt damit seine Stellung als überlegenes Oberhaupt der Uí‑Néill‑Gruppen. - Fortsetzung 795
Ailech
- König Máel Dúin mac Áedo Alláin (770-788)
In der Zeit der Herrschaft Donnchad Midis verschiebt sich die tatsächliche Macht im Norden zeitweise zugunsten eines Rivalengeschlechts. Die Autorität im Norden liegt nun offenbar bei den Cenél Conaill, repräsentiert durch Domnall mac Áeda Muindeirg. Domnall trägt im Jahr 779 in den Annalen ausdrücklich den Titel "König im Norden". Der Norden ist damit zwischen zwei mächtigen Linien, Cenél nEógain und Cenél Conaill, umkämpft, während Donnchad Midi als Hochkönig weiterhin die Gesamtoberherrschaft beansprucht. - Fortsetzung 787
Ulaid
Connacht
Leinster
Uí Mháine
Dalriada
Gwynedd
Königreich Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Æthelred I. (1. Amtszeit 774–778/779)
- König Ælfwald I. (778/779–788)
- Erzbischof Æthelbert (York, 766–780)
- Bischof Alchmund (Hexham, 767–780/781)
- Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)
Mercia
- König Offa (757–796)
Nachdem Offa seine Stellung im Südosten gefestigt hat, wendet er sich stärker dem großen Rivalen Wessex zu. Zu diesem Zeitpunkt stellt Mercia bereits wieder eine beherrschende Macht unter den angelsächsischen Reichen südlich des Humber dar. 779 kommt es zur Schlacht von Bensington in Oxfordshire, in der Offa König Cynewulf von Wessex schlägt und die Grafschaft Berkshire zurückerobert, die früher zu Mercia gehört. Nach dieser Niederlage gerät Wessex erneut in den mercischen Einflussbereich, auch wenn an der Grenze zwischen Mercia und Wessex offenbar eine Phase relativer Ruhe einsetzt. An der gemeinsamen Grenze, etwa beim Bau einer Brücke in Oxford, verzichtet man auf zusätzliche Befestigungen, was auf ein eher stabiles Verhältnis hindeutet. Dagegen entstehen im walisischen Grenzraum – etwa in Hereford – neue Befestigungsanlagen, was zeigt, wo Offa militärische Gefährdung erwartet. - Bischof Hygeberht (Lichfield, 779–787) Hygeberht wird Bischof von Lichfield. Er nimmt an einer merzischen Synode in Hartleford teil und führt dort die Bezeichnung "electus praesul" (gewählter Bischof).
- Fortsetzung 780
East Anglia
Königreich Wessex
- König Cynewulf (757–786)
Nach der Phase der Schwäche in Mercia setzt sich der machtbewusste König Offa durch und stellt das Übergewicht seines Reiches wieder her; damit entsteht ein direkter Gegensatz zwischen Wessex unter Cynewulf und Mercia unter Offa. 779 kommt es zur Schlacht bei Bensington: Offa besiegt Cynewulf militärisch, nimmt dem Westsachsenkönig die Grafschaft Berkshire und vermutlich auch die Kontrolle über London. Trotz dieser Niederlage behält Cynewulf seine Königswürde und bleibt formell unabhängig; es gibt keine Hinweise darauf, dass er nach 779 als Unterkönig Offas regiert, doch die merkische Macht ist im Südosten klar spürbar. In den 780er Jahren setzt er seine Kämpfe und seine Politik gegenüber Adel und Kirche fort, bis sich ein alter Konflikt mit Cyneheard, dem Bruder des abgesetzten Sigeberht, zuspitzt. - Bischof Æthelhard (Winchester, 765?–793)
- Fortsetzung 786
Königreich Essex
Königreich Kent
- König Ecgberht II. (Westkent, 764/765–779/784)
Mit einer im Jahr 779 ausgestellten Charta tritt Ecgberht ein letztes Mal in den schriftlichen Quellen auf, danach verschwindet er aus der Überlieferung. Sein Todesjahr bleibt unbekannt. - König Ealhmund (779/784–784/785)
- Erzbischof Jænberht (Canterbury, 765–792)
- Fortsetzung 780
FRÄNKISCHES REICH
- König Karl der Große (768–800)
Im Sommer sammelt Karl der Große (31) Truppen und zieht erneut gegen die Sachsen. Er besiegt die Sachsen bei Bocholt in einer der seltenen offenen Schlachten dieses Konflikts, dringt weiter nach Sachsen vor und empfängt erneut die Unterwerfung mehrerer Aufständischer, die wieder Geiseln stellen müssen. - Kapitular von Herstal
Im März beruft Karl der Große in Herstal – seiner seit vierzehn Jahren bevorzugten Residenz – eine Versammlung von Grafen, Äbten und Bischöfen ein. Diese Reichsversammlung soll die Ordnung in Kirche und Staat festigen und die königliche Autorität stärken. Während dieser Zusammenkunft entstehen zwei Kapitularien: das Capitulare Haristalense und das Capitulare episcoporum. Beide werden im Zusammenhang dieses Treffens in Herstal ausgearbeitet, weshalb man sie gemeinsam auch als das "Doppelte Kapitular von Herstal" bezeichnet. Das Capitulare Haristalense umfasst 23 Artikel. Die ersten sieben betreffen kirchliche Angelegenheiten, die übrigen richten sich an die Laien. Zehntzahlungen werden im gesamten Frankenreich verpflichtend eingeführt, wobei ein Teil den Armen zugutekommen soll. Die Unterordnung der Priester unter ihre Bischöfe und der Bischöfe unter ihre Metropoliten wird betont. Karl verpflichtet seine Vasallen unter Androhung des Amtsverlusts, die Gerechtigkeit gegen Mörder, Räuber und Meineidige unparteiisch zu wahren. Die fränkischen Grafen erhalten die Befugnis, Straftäter hinzurichten oder zu verstümmeln, sofern dies im Dienste der Gerechtigkeit geschieht und nicht privaten Interessen dient. Die Bildung bewaffneter Banden wird verboten, und Fehden sollen künftig durch Schadensersatz geregelt werden. Dieses Kapitular von Herstal ist zugleich der erste Text, der den Begriff "capitulare" in der Bedeutung von "constitutio", "decretum" oder "edictum" verwendet – also in einem Sinne, der an die gesetzgeberische Autorität des spätrömischen Reichs erinnert. - Abtei Sainte-Marie de Lagrasse
Der erste Abt des Klosters Sainte-Marie de Lagrasse, Nebridius, errichtet im Auftrag Karls des Großen einen einfachen Vorgängerbau des Kloster; Nebridius ist zu diesem Zeitpunkt Abt und wird später Erzbischof von Narbonne. - Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
- Bischof Angilram (Metz, 768–791)
- Bischof Alberich (Utrecht, 777-784)
- Bischof Agilfried (Lüttich, 769–787)
- Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)
- Bischof Wiomad (Trier, 762-791)
- Bischof Berowelf (Würzburg, 769–794)
- Kürnach (Siedlung)
Die erste urkundliche Erwähnung von Kürnach steht in direktem Zusammenhang mit der Würzburger Gemarkung, als Feldgeschworene den Bachlauf der Kürnach bei einem Umgang um das Würzburger Gebiet überqueren.
Artikel des Tages: Kürnach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg in Bayern. Die 779 erstmals urkundlich erwähnte Gemeinde wurde seit Ende des 20. Jahrhunderts von einem ländlich strukturierten Dorf zu einer modernen Stadtrandgemeinde im Umfeld des Oberzentrums Würzburg, an der Entwicklungsachse Würzburg–Schweinfurt. Durch die zahlreichen Wohngebiete, die rund um den Ortskern entstanden, stieg die Einwohnerzahl von rund 1300 im Jahr 1950 auf rund 5000 im Jahr 2019. Mit der Einwohnerentwicklung ging eine stetige Verbesserung der Infrastruktur einher. Der Ort Kürnach liegt im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken, acht Kilometer nordöstlich von Würzburg und 25 Kilometer südwestlich von Schweinfurt. Die Gemeinde grenzt direkt an den Landkreis Kitzingen. Die Kürnach entspringt östlich der gleichnamigen Gemeinde. Sie fließt durch Estenfeld und Lengfeld, bis sie schließlich nach 11,6 Kilometern in die Pleichach mündet. Die mittlere Höhenlage beträgt 250 Meter über Normalnull. - Abt Sturmius (Fulda, 2. Amtszeit 765–779)
Sturmius begleitet Karl den Großen auf einem Feldzug nach Sachsen, wo er erkrankt. Bald nach seiner Rückkehr nach Fulda stirbt er um den 17. Dezember in Fulda und wird im Ostchor der Salvatorbasilika in Fulda bestattet; kurz darauf wird dort auch die Bonifatius‑Nichte Lioba beigesetzt.. - Abt Baugulf (Fulda, 779–802)
Baugulf stammt aus rheinfränkischem Adel. Wie sein Bruder, der Bischof Erkanbert von Minden, ist er zuvor Mönch im Kloster Fulda gewesen. Unter seinem Vorgänger Sturmius hat das Kloster bereits begonnen, an der Unterwerfung und Missionierung der Sachsen teilzunehmen. Baugulf wird 779 Abt von Fulda; das Kloster setzt seine Beteiligung an der Unterwerfung und Missionierung der Sachsen fort. Unter Karls des Großen Herrschaft erhält Fulda zahlreiche Schenkungen, die den Klosterbesitz stark vergrößern. - Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)
- Fortsetzung 780
Grafschaft Toulouse
Herzogtum Sachsen
- Herzog Widukind (777-785)
In den Jahren 779 bis 781 beginnt in Sachsen, dem späteren Westfalen, ein zermürbender Kleinkrieg, der sich auch gegen die frankenfreundlichen Edelinge richtet. - Fortsetzung 782
Herzogtum Baiern
- Herzog Tassilo III. (748–788)
- Bischof Simpert (Regensburg, 768–791)
- Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
Am 25. Februar 779 (unsicher datiert) bestattet Willibald seine verstorbene Schwester Walburga in Heidenheim, woraufhin er zumindest zeitweise die Leitung beider Konvente übernimmt. - Kloster Schliersee
0121D: Das Kloster Schliersee wird als "Zelle am Slyrse“ erstmals in einer Urkunde erwähnt. Nach der Gründungslegende wählten die Brüder Adalunc, Hiltipalt, Kerpalt, Antoni und Otakar – der weltlichen Geschäfte überdrüssig – den locus Schliersee im Bistum Freising, um dort eine cellula zu errichten. Die Weihe der dazugehörigen kleinen Kirche wurde vom Freisinger Bischof Arbeo vorgenommen. Da dessen Amtszeit 764 begann und auf der Synode von Dingolfing von 772 bereits ein Abt von Schliersee anwesend war, muss die Klostergründung zwischen 764 und 772 erfolgt sein. - Bischof Waldrich (Passau, 777–804)
- Bischof Simpert (Augsburg, 778–807)
- Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)
- Fortsetzung 780
Herzogzum Mailand
Herzogtum Treviso
Herzogtum Spoleto
- Herzog Hildeprand (774–789)
Hildeprand reist nach Virciniacum, dem späteren Verzenay, vermutlich in der Nähe von Compiègne. Dort bekennt er gegenüber Karl dem Großen seine Treue. Er bringt Geschenke mit und erhält im Gegenzug Zusagen, dass der König seine Interessen gegenüber denen des Papstes schützen wird. - Fortsetzung 788
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Königreich Asturien
KIRCHENSTAAT
REPUBLIK VENEDIG
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Leo IV. (775–780)
Leo wehrt einen Angriff der Abbasiden auf Kleinasien erfolgreich ab. - Patriarch Johannes (Grado, 766–802)
- Patriarch Niketas I. (Konstantinopel, 766–780)
- Fortsetzung 780
IBERIEN
- Fürst Nerse (2. Amtszeit 775–779/80)
779/780: Nerse sieht sich nach anhaltenden Schwierigkeiten mit den Arabern gezwungen, seine Heimat zu verlassen und flieht durch den Darial-Pass zu den Chasaren im Norden. Bei den Chasaren wird er ehrenvoll aufgenommen, doch es gelingt ihm nicht, von dort aus ausreichende militärische oder politische Unterstützung zu gewinnen, um seine Lage in Iberien nachhaltig zu verbessern. Daraufhin zieht er weiter nach Abchasien, wohin sich seine Familie bereits in Sicherheit gebracht hat, während in Iberien inzwischen die politische Neuordnung erfolgt. Das Kalifat überträgt das fürstliche Amt nun nicht mehr an Nerse, sondern an seinen Neffen Stephan III., den Sohn seiner Schwester, der damit als neuer Fürst von Iberien eingesetzt wird. Nerse akzeptiert diese vollzogene Veränderung und verzichtet auf weitere Ansprüche auf die aktive Herrschaft über Iberien, um größere Konflikte mit den Arabern zu vermeiden. Mit Zustimmung der arabischen Autoritäten kehrt er schließlich nach Iberien zurück, zieht sich jedoch aus der aktiven Politik zurück und lebt fortan ohne Regierungsamt. - Fürst Stephan III. (779/80–786)
Stephan III. ist von 779/780 bis 786 aus der Guaramiden-Dynastie regierender Fürst von Iberien (Kartli, Ostgeorgien), er ist der Sohn von Guaram IV. von Iberien. - Fortsetzung 786
ARABER
(162/163 - 16./17. September)
Abbasiden
- Kalif al-Mahdi (775–785)
Die Byzantiner nehmen und zerstören die Festungsstadt Hadath, worauf al‑Mahdi den passiven Thumama durch den erfahrenen al‑Hasan ibn Qahtaba ersetzt. Hasan führt über 30'000 Mann in byzantinisches Gebiet, doch die Byzantiner ziehen sich in gut befestigte Städte und Zufluchten zurück, bis Versorgungsmangel Hasan zum ergebnislosen Rückzug zwingt. Al‑Mahdi unternimmt zwei bedeutende Kriegszüge, einen 779 und einen 781, zusammen mit seinem Sohn Harun. Die Gewinne aus der von Tarath gebauten Mühle fließen diesem offenbar bis zu seinem Tod im Jahr 780 weiter zu. Im Jahr 780 begleitet al‑Fadl ibn Salih al‑Mahdi als Mitglied seines Gefolges nach Jerusalem und kehrt danach nach Damaskus zurück. - Imam der Ismailiten: Muhammad ibn Isma'il (775-813)
- Imam der Zwölferschiiten: Mūsā al-Kāzim (765–799)
- Patriarch Elias II. (Jerusalem, 770–797)
- Papst und Patriarch Johannes IV. (Alexandria, 777–799)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Politianos (768–813)
- Fortsetzung 780
Tahert
Emirat Noukour
Emirat von Córdoba
TURK-SCHAHI
UIGURISCHES KAGANAT
- Kagan Bögü (759–780)
Innerhalb des uigurischen Hofes gewinnt die manichäische Partei an Einfluss, und Bögüs religiöse Berater drängen ihn nach dem Tod Daizongs im Jahr 779, die Gelegenheit zu nutzen und das Tang‑Reich anzugreifen. Diese Forderung nach einem neuen großen Krieg setzt jedoch andere Eliten unter Druck, insbesondere Anhänger der traditionellen tengristischen Religion und Pragmatiker, die einen Bruch mit der Tang‑Dynastie vermeiden wollen. Der führende Vertreter dieser oppositionellen Richtung ist Tun Baga Tarkhan, ein hochrangiger Heerführer und überzeugter Tengrist, der strikt gegen einen erneuten Feldzug gegen die Tang ist. Er betrachtet sowohl den Manichäismus als auch die Kriegspläne als Bedrohung für die Stabilität des uigurischen Reiches und beginnt, einen Staatsstreich zu planen. - Fortsetzung 780
INDIEN
Pratihara
Chauhan-Dynastie
Östliche Chalukya
Rashtrakuta
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
TIBET
- König Trisong Detsen (755–797)
Śāntarakṣita initiiert sieben Tibeter zu Mönchen, darunter vermutlich frühere Soldaten, und begründet damit eine erste ordensmäßige Sangha in Tibet. In dieser Zeit entwickelt sich unter Trisong Detsens Schirmherrschaft auch Sowa Rigpa, die traditionelle tibetische Medizin. - Samye (Kloster)
Im "Hasenjahr", das entweder dem Jahr 763 oder 775 entspricht, legt man den Grundstein des Tempels Samye. Unter der Herrschaft des tibetischen Königs Thrisong Detsen entsteht am Fuße des Berges Hepori das älteste buddhistische Kloster Tibets. Der Bau beginnt auf Initiative indischer Gelehrter, die der König nach Tibet holt, um den Buddhismus im Land zu festigen. Im "Schafjahr", das dem Jahr 779 entspricht, ist der Hauptschrein von Samye vollendet und wird geweiht. - Fortsetzung 783
CHINA
(57./58. Zyklus - Jahr des Erde-Schafes - am Beginn des Jahres Erde-Pferd)
Tang-Dynastie
- Kaiser Daizong (762–779)
- Kaiser Tang Dezong (779–805)
Daizong erkrankt schwer, Li Kuo regiert kurzzeitig als Regent und tritt nach Daizongs Tod noch im selben Jahr als Kaiser Dezong die Nachfolge an. Unmittelbar nach seinem Herrschaftsantritt setzt Dezong eine Reihe markanter Akzente zur Abgrenzung von der Politik seines Vaters. Er verbannt den Kanzler Chang Gun, ersetzt ihn durch Cui Youfu und lässt auf Cuīs Empfehlung Yang Yan zum Kanzler ernennen. Den mächtigen Feldherrn Guo Ziyi drängt er, wenn auch mit vielen Ehrentiteln, in den Ruhestand und verteilt dessen Kommandos auf Li Huaiguang, Chang Qianguang und Hun Jian. Dezong lässt die Tiere des kaiserlichen Tiergartens freilassen, entlässt zahlreiche Palastdamen und verbietet Eunuchen in Kurierfunktion das Annehmen von Geschenken. Den lange halbautonomen Militärgouverneur Cui Ning von Xichuan lässt er nach Chang’an kommen und entzieht ihm de facto die Kontrolle über die Region. Auf Vorschlag Yang Yans reformiert er das Steuersystem grundlegend und führt das Gesetz der "Zwei Steuern" (Liangshui fa) ein, das Grundeigentümer entlastet und nun auch Händler besteuert. Dezong nimmt die Suche nach seiner Mutter Shen wieder auf, ehrt sie in Abwesenheit als Kaiserinwitwe und beauftragt Beamte und Mitglieder des Shen‑Clans mit der Suche, die zugleich mit Titeln bedacht werden. 781 halten die Suchenden fälschlich eine Adoptivtochter des alten Eunuchen Gao Lishi für die Kaiserinwitwe, bringen sie nach Chang’an und ehren sie, bis ihr Bruder Gao Chengyue die Täuschung meldet und die Frau gesteht. Dezong verzichtet bewusst auf Bestrafung, um zukünftige Hinweise nicht zu ersticken; auch spätere angebliche „Kaiserinmütter Shen“ erweisen sich als Betrügerinnen, die echte Shen bleibt verschwunden. - Fortsetzung 780
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
QUELLEN
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26.09.2022 Artikel eröffnet
30.09.2023 Grundstock erstellt
08.03.2026 Grundstock ergänzt