817
NORDGERMANEN
Dänemark
- König Horik I. (813-854)
Harald gibt nicht auf und überfällt von seiner Basis im fränkischen Reich aus wiederholt das Reich der Söhne Gudfreds. 817 bitten die Söhne den Kaiser Ludwig um Frieden, um die Angriffe zu beenden. Der fränkische Hof hält dies jedoch für Heuchelei und Ludwig unterstützt weiterhin Haralds Sache. Der Obodritenfürst Slavomir, ein Vasall Ludwigs, läuft über, da der Kaiser ihn zwingt, die Macht mit einem anderen Fürsten namens Keadrag zu teilen. Stattdessen sendet Slavomir eine Botschaft an die Söhne Gudfreds und schlägt ein Bündnis vor. Tatsächlich segelt eine dänische Wikingerflotte die Elbe hinauf und verwüstet das Stör-Gebiet. Der dänische Grenzherr Glum greift mit einer Streitmacht aus Dänen und Obodriten die fränkische Festung Esesfeld an, muss sich jedoch angesichts entschlossenen fränkischen Widerstands zurückziehen. - Harald Klak: Die Söhne Gudfreds, König der Dänen, schicken wegen der fortgesetzten Angriffe Haralds eine Gesandtschaft an Ludwig, um Frieden zu erbitten, der Kaiser deutet als Heuchelei und unterstützt Harald weiterhin militärisch. 819 bringt ein neuer Versuch, wiederum mit obodritischer Hilfe, mehr Erfolg, denn Harald kehrt mit Hilfe der Obodriten per Schiff in seine Heimat zurück und übernimmt zusammen mit zwei Söhnen Gudfreds die Königsherrschaft, während zwei weitere vertrieben werden. Die Annalen betonen, dass diese Doppel- oder Dreifachherrschaft vermutlich durch List zustande kommt, doch 821 ist „alles ruhig an der dänischen Front“, und Harald wird ausdrücklich als Mitregent der Söhne Gudfreds beschrieben, was zu einem vorübergehend friedlichen Verhältnis führt. 822 erscheinen Gesandtschaften aus Nordmannien bei der Reichsversammlung in Frankfurt sowohl von Harald als auch von den Söhnen Gudfreds, was die fortbestehende Doppelherrschaft und die diplomatischen Beziehungen zu Ludwig dokumentiert. 823 kommt Harald erneut aus Nordmannien zu Ludwig und bittet um Hilfe, weil die Söhne Gudfreds ihn bedrohen und aus seinem Reich drängen wollen, worauf Ludwig die Grafen Theothari und Hruodmund und Erzbischof Ebo von Reims entsendet, um die Lage der dänischen Herrschaft zu prüfen und gleichzeitig eine Missionsreise zur Taufe zahlreicher Dänen zu unterstützen.
- Fortsetzung 819
PIKTEN
KELTEN
- Der König von Ailech ist gleichzeitig auch Hochkönig von Irland
Ailech
- König von Ailech (788–819) und Hochkönig Áed Oirdnide (797–819)
Es kommt zu einem weiteren Konflikt mit der Kirche: Die Columbanische Kirche geht nach Tara und exkommuniziert Áed. Anlass ist offenbar die Tötung von Mael Dúin, dem Vorsteher von Ráith Both, und der Vorgang steht wahrscheinlich mit Áeds Feldzug gegen Cenél Conaill im Jahr 815 in Zusammenhang. - Fortsetzung 818
Ulster
Connacht
Meath
Leinster
Gwynedd
Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Eardwulf (2. Amtszeit 808-810/812/830)
- König Eanred (810-840/841 oder 830-854)
- Erzbischof Wulfsige (York, 808-837)
- Bischof Egbert (Lindisfarne, 802–821)
- Bischof Tidfrith (Hexham, 813-821/822)
Mercia
- König Cenwulf (796–821)
Wulfred bezeugt zwei Urkunden, in denen Cenwulf Land an Deneberht, den Bischof von Worcester, verleiht. Im selben Jahr oder im Jahr 818 ist ein Kampf bei Anglesey überliefert, dessen Beteiligung der Merzier aber nicht sicher ist. - Erzbischof Wulfred (Canterbury, 805-832)
Wulfred zeichnet weiterhin als Erzbischof Urkunden, obwohl ihm wegen der Spannungen um die Klöster von Reculver und Minster‑in‑Thanet die Vollmacht vom König für einige Jahre entzogen wird. - Fortsetzung 818
Wessex
Essex
FRÄNKISCHES REICH
- König, Kaiser Ludwig der Fromme (814–840)
Ludwig greift in die monastische Reform im Kloster Fulda ein, lässt auf Bitte des Konvents im Supplex Libellus Abt Ratgar absetzen und stellt das Kloster für ein Jahr unter kommissarische Leitung zweier Mönche aus dem Westen, und im selben Jahr, möglicherweise durch einen Unfall veranlasst, ordnet er in der Ordinatio imperii die Nachfolge so, dass Lothar in Aachen zum Mitkaiser gekrönt wird und die außenpolitische Hoheit über das Gesamtreich erhält, während Pippin Aquitanien und Ludwig den östlichen Teil des Fränkischen Reiches bekommt, was Theodor Schieffer als absoluten Höhepunkt des karolingischen Zeitalters bezeichnet. - Ordinatio imperii (Fränkisches Reich)
Im Jahr 817 wird die Ordinatio Imperii in einem Kapitular in 18 Kapiteln verfasst und auf dem Reformreichstag in Aachen unter Zustimmung der führenden Adelsschicht und der Kirche erlassen, und nach der Regelung soll der erstgeborene Sohn Ludwigs des Frommen, Lothar I., Kaiser des Reiches werden, während die Brüder Pippin und Ludwig der Deutsche dem Kaiser unterstellte Könige in Aquitanien, im Falle Pippins, und in Bayern, im Falle Ludwigs, werden. - König Bernhard (Italien, 810–818)
Ludwig der Fromme hat in der Ordinatio Imperii seinen Sohn Ludwig zum König in Bayern mit zusätzlicher Zuständigkeit über Karantanien, Böhmen und andere abhängige Slawen und Awaren ernannt. Da Karantanien zuvor der Zuständigkeit des Herzogtums Friaul unterstanden ist, das zum italienischen Reich Pippins gehört, deutet die Ankündigung seiner künftigen Übertragung in die bayerische Zuständigkeit auf eine Verringerung von Bernards Herrschaftsgebiet hin. Weitere Schwierigkeiten für Bernhard ergeben sich daraus, dass er im Gegensatz zu Ludwigs Söhnen in der Ordinatio Imperii nicht namentlich erwähnt wird, die eine mehrdeutige Klausel über den Status des italienischen Reiches enthält. Unter dieser Klausel wird festgelegt, dass Italien in derselben Weise regiert werden soll, wie es während der Herrschaft der Kaiser Karl der Große und Ludwig geschieht und geschehen ist, wobei betont wird, dass dieselben Regelungen unter Ludwigs ältestem Sohn und Mitkaiser Lothar aufrechterhalten werden sollen, falls dieser seinen Vater als neuer Kaiser beerbt. Diese Bestimmungen sind auslegungsfähig und versäumen es, Bernards Herrschaft über das italienische Reich ausdrücklich zu bestätigen und damit zu sichern, und werden in Italien als Anlass zur Sorge aufgenommen. Bestimmte von Bernards Ratgebern, darunter Graf Eggideo und Kämmerer Reginhard, überzeugen Bernard, dass diese Regelung seine Position bedroht. Weitere Würdenträger sind ebenfalls beteiligt, wie Reginhar, ein Enkel eines thüringischen Rebellen gegen Karl den Großen, und der Adlige Hardrad, während die Bischöfe Anshelm von Mailand und Theodulf von Orléans ebenfalls verdächtigt werden, beteiligt zu sein, aber es gibt im Fall Theodulfs weder Beweise dafür noch dagegen, während die Beteiligung Anshelms ungewiss bleibt. Zuvor scheint Bernards Verhältnis zu seinem Onkel väterlicherseits kooperativ zu sein, und es scheint, dass Bernards Hauptbeschwerde im Jahr 817 der Gedanke ist, auch Vasall des Mitkaisers Lothar zu werden. In praktischer Hinsicht hat sich seine tatsächliche Stellung durch die Bestimmungen des Dekrets überhaupt nicht verändert, und er kann unter einem solchen System sicher weiterregieren. Dennoch gelangen „teilweise wahre“ Berichte zu Ludwig dem Frommen, dass sein Neffe plane, in Italien ein „unrechtmäßiges“ (d. h. unabhängiges) Regime zu errichten. Ludwig der Fromme reagiert rasch auf die Verschwörung und marschiert nach Süden bis nach Chalon. Bernhard und seine Gefolgsleute werden überrascht; Bernhard reist nach Chalon, um zu versuchen, Bedingungen auszuhandeln, aber er und die Rädelsführer werden gezwungen, sich Ludwig zu ergeben, der sie nach Aachen bringen lässt, wo Bernhard wegen Hochverrats verurteilt, abgesetzt und zusammen mit anderen Verschwörern zum Tode verurteilt wird. Ludwig wandelt ihre Strafen in Blendung um, die Bernhard als Bedrohung ausschalten soll, ohne ihn tatsächlich zu töten. Bernhard ist mit Cunigunda von Laon verheiratet, aber das Jahr ihrer Ehe ist unklar. Sie haben einen Sohn, Pippin I., Graf von Vermandois, der 817 geboren wird. Ein Text mit dem Titel Die Vision der armen Frau von Laon kritisiert Ludwig wegen Bernards Tod. - Römischer Kaiser Lothar I. (817/823–855)
Im Juli wird Lothar bei der Teilung des Reichs durch Ludwig den Frommen Mitkaiser. - Erzbischof Ebo (Reims, 1. Amtszeit 816-835; Bischof von Hildesheim 845–851)
- Abt Hilduin (Saint-Denis, 814–840)
- Bischof Theodulf (Orléans, 798-818)
Theodulf gerät unter Verdacht, in die Rebellion Bernhards von Italien gegen Ludwig im Jahr 817 verwickelt gewesen zu sein. Im selben Jahr findet auf dem Reichstag eine Auseinandersetzung statt, in der Theodulf möglicherweise die Sache Bernhards scharfzüngig vertritt; einem gewaltsamen Aufruhr redet er jedoch sicher nicht das Wort. - Bischof Gondulf (Metz, 816–823)
- Bischof Waltcaud (Lüttich, 810/811-831)
Waltcaud ersetzt die Kanoniker in d’Andage durch Benediktinermönche. Im Kloster Nivelles gelingt es ihm nicht, die bisherigen Regeln durch die Benediktinerregel zu ersetzen. Die Äbtissin organisiert Widerstand auch in anderen Stiften bis nach Köln. Die Stifte wenden sich an den Papst. Ludwig der Fromme bittet den Papst, die Beschlüsse des Konzils auch im Fall von Nivelle zu bestätigen. Die beteiligten Stifte bleiben jedoch ablehnend. Später werden mehrere Äbtissinnen abgesetzt. - Erzbischof Hildebold (Köln, 795–818)
- Bischof Willerich (Bremen, 805–837)
- Erzbischof Haistulph (Mainz, 813–825)
- Erzbischof Hetti (Trier, 814–847)
Hetti fordert als Legat des Kaisers Ludwig des Frommen und als Erzbischof von Trier den Bischof Frothat von Toul auf, Truppen für einen möglichen Heerzug nach Italien bereitzuhalten. - Bischof Wolfgar (Würzburg, 809–831)
- Abt Ratgar (Fulda, 802–817)
Supplex Libellus
Der Supplex Libellus (Bittbüchlein) ist ein Beschwerdebrief des Konvents des Klosters Fulda gegen seinen Abt Ratgar, der im Jahr 812 Kaiser Karl dem Großen vorgelegt worden ist und in diesem Jahr nun in einer erweiterten Fassung Ludwig dem Frommen vorgelegt wird. Ziel der Verfasser ist es, ein Eingreifen des Kaisers in den schweren Konflikt zwischen Abt und Konvent zu erreichen, der aus dem autoritären Führungsstil Ratgars, aus den Belastungen durch sein ehrgeiziges Bauprogramm und aus den damit verbundenen administrativen Maßnahmen sowie Eingriffen in die überlieferte Liturgie und die Consuetudines (ergänzende Ausführungsbestimmungen zur Regel) des Klosters Fulda resultiert und nach mehreren vergeblichen Schlichtungsversuchen (für 809 und 812 sind Visitationen unter Leitung des Mainzer Erzbischofs Richulf bezeugt) schließlich in der Flucht eines Teils der Mönche aus dem Kloster gipfelt. Obwohl sich Ratgar zu seiner Rechtfertigung auf die Beschlüsse der vom Kaiser einberufenen Reformsynoden berufen hat, ist seine Stellung nun nicht länger haltbar. Ludwig der Fromme verfügte seine Absetzung und Verbannung. Das Kloster wird für etwa ein Jahr unter kommissarische Leitung durch kaiserliche Missi (Sendboten) gestellt. In dieser Zeit wurde von diesen, Mönchen aus der Umgebung Benedikts von Aniane, die anianische Reform in Fulda eingeführt. Auf Initiative seines Nachfolgers, Abt Eigil, der als Verwandter des Gründerabtes Sturmi wahrscheinlich zu den Autoren des Supplex Libellus zählt, wird Ratgar begnadigt und verbringt den Rest seines Lebens († 835) als Mönch im Fuldaer Nebenkloster Frauenberg. - Bischof Wolfleoz (Konstanz, 811–838/39)
- Abt Gozbert (St. Gallen, 816–837)
- Bischof Haito (Basel, 805-823)
- Fortsetzung 818
Grafschaft Aragón und Conflent
Grafschaft Barcelona
- Graf Bera (801-820)
Im Februar wird mit dem Wali von Zaragoza ein neuer dreijähriger Waffenstillstand abgeschlossen. - Fortsetzung 820
Grafschaft Urgell, Cerdaña und Osona
Herzogtum Gascogne
- Graf Semen (816-818)
Ludwig der Fromme überträgt das Königreich Aquitanien seinem Sohn Pippin I, der von seinen Verwandten Guérin, Graf von Auvergne, und Bernard von Septimanien, Graf von Toulouse, unterstützt wird. Pippin I begeht rasch zahlreiche Ungeschicklichkeiten, indem er lokale Herren aus dem Amt drängt und in Ungnade bringt sowie Bischöfe ermorden lässt, darunter Johannes von Auch im Jahr 820. - Fortsetzung 818
Grafschaft Toulouse
Abodriten
- Samtherrscher Sclaomir (810–819)
Ludwig der Fromme ordnet als Kompromiss die Mitregentschaft Ceadrags neben Sclaomir an. Diese Beschränkung seiner Macht gedemütigt Sclaomir so weit, dass er sich von den Franken lossagt. Sclaomir kündigt an, nie mehr über die Elbe zu gehen und bei Hofe zu erscheinen, und verweigert damit dem Kaiser die Huldigung durch Hoffahrt. Sclaomir lässt daraufhin sofort Botschafter über die Ostsee zu den Söhnen Göttriks aufbrechen. Er verbündet sich mit den Söhnen Göttriks und überzeugt sie, ein Heer nach Nordalbingien zu entsenden. Zugleich fährt die dänische Flotte die Elbe hinauf bis vor die Feste Esesfeld und verwüstet das Land an der Stör. Währenddessen zieht Gluomi, der Befehlshaber im dänischen Grenzbezirk, mit seinen Fußtruppen und den Abodriten zu Lande vor die Festung. Esesfeld hält der Belagerung stand, wird jedoch bald darauf von den nordalbingischen Sachsen aufgelassen und geräumt. - Fortsetzung 819
Herzogtum Sachsen
- Bischof Hardward (Minden, 813–853)
- Bischof Meginhard (Osnabrück, 805–829)
- Bischof Gunthar (Hildesheim, um 815-835)
- Bischof Gerfried (Münster, 809–839)
- Bischof Badurad (Paderborn, 815–862)
Herzogtum Baiern
- Herzog Karl der Große (788–814)
- Herzog? König? Lothar I. (814-817)
- Erzbischof Arn (Salzburg, 798-821)
- Bischof Baturich (Regensburg, 817–847)
Baturich entstammt wie einige seiner Vorgänger, zum Beispiel Sigirih, der hochadeligen Familie der Hachilinga und gehört damit gemäß der Lex Baiuvariorum zu einem der sechs bairischen Urgeschlechter, wobei auch Hechlingen genannt ist, er studiert und lehrt im Kloster Fulda, dort ist Rabanus Maurus sein Schüler und Freund, dieser gilt als eine der bedeutendsten Gestalten der Karolingischen Renaissance und preist in einem Gedicht an Baturich die himmelragenden Mauern der Stadt Regensburg, nach dem Tod von Hatto wird Reginhar zum Bischof von Bistum Passau gewählt, dabei dürfte es zu Unruhen kommen, denn der Salzburger Metropolit Arn beanstandet die Wahl und hat Baturich für dieses Amt vorgesehen, der Streit dürfte erst mit der Übernahme des Bischofsamtes in Regensburg durch Baturich geendet haben, er ist wie die anderen ersten Regensburger Bischöfe zugleich Vorsteher von Sankt Emmeram, die Amtszeit Baturichs ist geprägt von der unruhigen Zeit der Kämpfe innerhalb der Familie der Karolinger, die schließlich in die kriegerischen Auseinandersetzungen münden, obwohl er nicht mit König Ludwig dem Deutschen in den Krieg zieht, unterstützt er seinen Herrn König Ludwig den Deutschen mit seinem Rat sowie mit Geld und Leuten, wie sein Nachfolger als Erzkaplan Grimald von Weißenburg wird Baturich zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten in der Regierung Ludwigs, die Kunst des Schreibens erlernt er als Mönch des Klosters Sankt Emmeram, mit der Amtsübernahme als Bischof lässt sich in Regensburg eine Vereinheitlichung und verbesserte Stilsicherheit in der Schrift feststellen, es wird von einer bewussten Schriftreform in Regensburg ausgegangen, die vielleicht auf den Bischof persönlich zurückgeht, um dem Kloster gute Handschriften zu verschaffen, bedient sich Baturich seiner Kleriker und Notare, von einem seiner Kleriker namens Engyldeo stammt vermutlich die älteste überlieferte Aufzeichnung in Neumenzeichen, es haben sich Schriften aus dem Besitz des Bischofs erhalten, diese werden heute in der Bayerischen Staatsbibliothek in München aufbewahrt. Im Jahr 817 übernimmt Baturich das Bischofsamts in Regensburg, damit endet der Streit um die Besetzung des Bistums Passau, er ist von 817 an bis zu seinem Tod Bischof von Regensburg und zugleich Vorsteher von Sankt Emmeram, später wird er von König Ludwig dem Deutschen, der häufig in Regensburg residiert, zu seinem ersten Erzkaplan bestellt. - Bischof Agan (Eichstätt, 806–822)
- Bischof Hitto (Freising, 810/12–835)
Das Kloster Schliersee steht im Zusammenhang mit der von Hitto angestrebten bischöflichen Oberherrschaft über bisher meist adlige Eigenklöster. Hitto setzt seine Bemühungen um die Sicherung dieser Oberherrschaft im Bistum Freising fort. - Bischof Hatto (Passau, 806–817)
Hatto stirbt. - Bischof Reginhar (Passau, 817–838)
Reginhar ist der 9. Bischof von Passau, seine Herkunft ist nicht bekannt, in älterem Schrifttum werden seine Gelehrsamkeit und sein musterhafter Lebenswandel gerühmt. - Die Benediktinerabtei Ellwangen wird Reichsabtei.
- Fortsetzung 821
Herzogtum Mailand
- Erzbischof Anselmo (Mailand, 813-818)
Im Herbst 817 stellt sich der Karolinger Bernardo gegen seinen Onkel Ludwig den Frommen. Der Bischof von Cremona, Walfredo beziehungsweise Wolodolfo, schliesst sich Bernardo an. Ebenso schliesst sich der Mailänder Erzbischof Anselmo Bernardo an. Anselmo und Wolodolfo wollen die konstante fränkische Druckausübung auf die Verwaltung der Mailänder Kurie entgegenwirken. Bernardo hat im Konflikt die schlechteren Karten und sieht sich besiegt. Er liefert sich daraufhin seinen Gegnern aus und hofft auf ein mildes Urteil, das jedoch nicht erfolgt. - Fortsetzung 818
Herzogtum Treviso
Markgrafschaft Friaul
- Markgraf Aio (808?-817?)
- Herzog Kadolah (817–819)
Kadolah stiftet erneut Besitz an das Kloster Sankt Gallen, wobei er zu diesem Zeitpunkt den Titel Graf trägt, und am 17. Novemberordnet er an, dass sein Sohn Berthold nach seinem Tod in seinem Namen weitere Schenkungen vornimmt; irgendwann nach dem Durchzug der Gesandtschaft aus Konstantinopel, wahrscheinlich im Jahr 817, wird er zum Herzog von Friaul ernannt. Kadolah, auch Cadalaus genannt und unter den Formen Cadolach, Chadalhoh und Chadolah bezeugt, ist Sohn des Grafen Berthold, auch Perathold geschrieben, aus dem Geschlecht der Ahalolfinger; Historiker identifizieren Kadolah häufig mit Kotzil aus der Darstellung im De Administrando Imperio, in der berichtet wird, dass die Kroaten sich gegen die Franken erheben, deren Behandlung nicht länger ertragen, ihre fränkischen Archonten töten und nach einem siebenjährigen Kampf schließlich mit Mühe die Franken und ihren Archonten namens Kotzil schlagen. - Fortsetzung 818
Markgrafschaft Toskana
Herzogtum Spoleto
Herzogtum Benevent
- Herzog Grimoald IV. (806–817)
Grimoald IV. wird von Adligen ermordet, die um seinen Thron konkurrieren. - Herzog Sico (817-832)
Sico ist vor seiner Tätigkeit als Herzog Gastald von Acerenza. Nach der Ermordung von Grimoald IV. übernimmt er den Thron und macht gegenüber Kaiser Ludwig dem Frommen die gleichen leeren Zusagen von Tribut und Treue, wie sie Grimoald gemacht hat. Sico versucht, das Fürstentum auf Kosten der Byzantiner zu erweitern und belagert Neapel zu einem unbekannten Zeitpunkt, möglicherweise um 831, kann die Stadt aber nicht einnehmen, entfernt jedoch den Leichnam des neapolitanischen Schutzheiligen, des aus Benevent stammenden Heiligen Januarius. Es ist Sico, der eine Herrscherlinie in Capua begründet, indem er die alte Festung Capua an Landulf I. als Gastald überträgt; Landulf ehrt seinen Wohltäter, indem er seine erste Burg Sicopolis nennt. Wenn Sico stirbt, folgt ihm sein Sohn Sicard nach. Seine Tochter Itta, auch Ita oder Itana geschrieben, heiratet Guido I., Herzog von Spoleto. Sico wird manchmal als „Sico I.“ bezeichnet, während Sico von Salerno als „Sico II.“ bezeichnet wird. - Fortsetzung 831
SPANIEN
Asturien
KIRCHENSTAAT
- Papst Stephan IV. (816–817)
Am 24. Januar stirbt Stephan in Rom und wird in der Basilika des heiligen Petrus bestattet. - Papst Paschalis I. (817–824)
Paschalis ist Mitglied einer aristokratischen römischen Familie und ist vor seiner Wahl zum Papst Abt des Klosters St. Stephan, das Pilger betreut, und seine Eltern sind Bonusus und Theodora Episcopa. Papst Leo III. setzte Paschalis an die Spitze des Klosters St. Stephan der Abessinier, wo er für die Versorgung der Rom besuchenden Pilger verantwortlich war, und nach frühneuzeitlichen Darstellungen wurde er möglicherweise als Kardinalpriester von Santa Prassede erhoben, wobei Goodson diese Darstellung auf den Wunsch zurückführt, die spätere, auffällige Zuwendung des Papstes zu dieser Kirche zu erklären. Am 25. Januar wird Paschalis I. in Rom zum Papst gewählt, wobei diese Entscheidung ohne die Zustimmung von Kaiser Ludwig dem Frommen erfolgt. Paschalis I. beginnt sein Pontifikat, indem er für dieses Vorgehen um Entschuldigung bittet und betont, dass ihm das Amt aufgedrängt ist, wobei er darlegt, dass die Entscheidung zur schnellen Wahl getroffen ist, um Fraktionskämpfe in Rom zu vermeiden. Laut dem Liber Pontificalis kehrt sein Legat Theodor mit einem Dokument mit dem Titel „Pactum cum Paschali pontifice“ zurück, in dem der Kaiser Paschalis I. gratuliert, seine Souveränität über den Kirchenstaat anerkennt und die freie Wahl zukünftiger Päpste garantiert, wobei der Text festhält, dass dieses Dokument von Historikern später als Fälschung angesehen wird. In diesem Jahr erhält Paschalis I. der deutschen Seite zufolge von Kaiser Ludwig dem Frommen die bereits mit seinem Vorgänger ausgehandelte Garantie der Selbständigkeit des Kirchenstaates und der freien Papstwahl.
Paschalis I. ist um Kooperation mit dem westlichen Kaisertum bemüht und gilt als einer der wesentlichen Förderer der Missionierung Nordeuropas, und kulturell ist er aktiv, indem er sich um die Gründung und Restauration römischer Kirchen kümmert, die teils mit Mosaiken in spätantiker Tradition geschmückt sind. Er gewährt verfolgten Mönchen aus dem Byzantinischen Reich, die wegen ihres Widerstandes gegen den Ikonoklasmus fliehen, Zuflucht in Rom, beschäftigt die aus dem Byzantinischen Reich stammenden Mosaikkünstler mit der Ausgestaltung von Kirchen in Rom und schreibt an Ludwig den Frommen sowie an den byzantinischen Kaiser Leo den Armenier zugunsten der Gegner des Ikonoklasmus. Er veranlasst den Wiederaufbau der römischen Basiliken Santa Prassede, Santa Maria in Domnica und Santa Cecilia in Trastevere, deren Mosaiken lebensechte Porträts von ihm zeigen, findet den Leib der heiligen Cäcilia in den Katakomben des Callistus und überführt ihn zur wiederaufgebauten Basilika Santa Cecilia in Trastevere. Er nimmt zudem umfangreiche Renovierungen an der Basilica di Santa Maria Maggiore vor und fügt der alten Peterskirche zwei Oratorien hinzu, SS. Processus et Martinianus und SS. Xistus et Fabianus, die bei der Renovierung der Peterskirche im 16. Jahrhundert nicht erhalten bleiben. Frühneuzeitliche Quellen schreiben ihm auch die Renovierung von Santo Stefano del Cacco zu. Paschalis verfasst sechs überlieferte Briefe, von denen der erste den Besitz der Territorialabtei Farfa bestätigt, der zweite und der dritte an einen fränkischen Abt vor und nach dessen Erhebung zum Erzbischof von Vienne gerichtet sind, der vierte an Ludwig den Frommen gerichtet ist, der fünfte die Privilegien der Kirche von Ravenna bestätigt und der sechste an Ebbo, den Erzbischof von Reims, gerichtet ist. - Fortsetzung 822
REPUBLIK VENEDIG
WESTSLAWEN
Obodriten
- Fürst Slavomir (809/810-819)
Ludwig der Fromme fordert von Slavomir, dass er die Macht über die Abodriten mit Cedragus, dem Sohn Thrascos, teilen soll, wobei es möglich ist, dass der Kaiser mit dieser Teilung die abodritische Herrschergewalt bewusst schwächen will oder den Bitten von Cedragus und den ihn stützenden Großen nachkommt, deren Haltung er bereits 815 durch die Gesandtschaft kennengelernt hat. Slavomir schwört zwar, nie wieder die Elbe zu überschreiten, verweigert jedoch zugleich den kaiserlichen Anordnungen die Gefolgschaft und tritt in offenen Gegensatz zur fränkischen Einflussnahme tritt, sodass sich im selben Jahr ein offener Widerstand der Abodriten gegen die fränkische Oberhoheit entfaltet. Parallel dazu sendet Slavomir eine Gesandtschaft zu den Söhnen des dänischen Königs Gudfred, schließt mit ihnen ein militärisches Bündnis und vereinbart einen gemeinsamen Angriffsplan auf kaiserliche Gebiete, der vorsieht, die eroberten von Nordalbingiern bewohnten Ländereien zwischen Dänen und Abodriten aufzuteilen, während die Söhne Gudfreds eine Flotte die Elbe hinaufführen und die abodritischen und dänischen Landstreitkräfte die angrenzenden Provinzen plündern, ohne jedoch über eine erfolglose Belagerung der Grenzfestung Itzehoe hinauszukommen. - Fortsetzung 819
SÜDSLAWEN
Pannonien
Kroatien
Serbien
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Leo V, (813–820)
Im Jahr 817 verschlechtert sich das Verhältnis Leos zu den Franken und zum Papsttum, Patriarch Theodotos versucht, freundschaftliche Kontakte zu Papst Paschalis I. herzustellen, wird jedoch abgewiesen, zuvor hat Theodor Studites den Papst in Briefen vor dem ikonoklastischen Patriarchen gewarnt und die Wiederherstellung der Bilderverehrung gefordert. Leo setzt seine Bemühungen zur Konsolidierung des Reiches fort, er baut das Thrakesische und das Makedonische Thema wieder auf, im selben Jahr entsendet er Flottenverbände, die das geschwächte Abbasidenkalifat überfallen, und führt ein Heer, das die Grenzfestung Kamachon zurückerobert, die unter Kaiser Konstantin VI. verloren gegangen war. - Patriarch Fortunatus II. (Grado, 2. Amtszeit 809–820)
- Patriarch Theodotos I. (Konstantinopel, 815–821)
- Fortsetzung 818
IBERIEN
KACHETIEN
ARABER
(201/202 - 19./20. Juli)
Abbasiden
- Kalif al-Ma'mūn (813–833)
Im März ruft al-Ma'mūn den Husainiden ʿAlī ibn Mūsā ar-Ridā zu seinem Nachfolger aus, verfasst ein Ernennungsschreiben, das als authentisch gilt, spricht von der Wahl des besten Kandidaten unter Abbasiden und Aliden und verleiht ʿAlī den Beinamen ar-Ridā, wobei er eine Idee der haschimitischen Daʿwa aufgreift. Die schwarzen Banner der Abbasiden werden durch grüne des Prophetenhauses ersetzt, und Amtsträger werden angewiesen, grüne Kleidung zu tragen. Kopien des Dekrets gehen nach Medina, Irak und Ägypten, das Dekret wird in Medina am Grab des Propheten öffentlich verlesen. Im Juli 817 wird es auch im Irak verlesen, worauf abbasidische Prinzen revoltieren und al-Ma'mūns Onkel Ibrāhīm ibn al-Mahdī zum Gegenkalifen mit dem Thronnamen al-Mubārak ausrufen, der neben Bagdad auch Kufa kontrolliert und die Anerkennung des ägyptischen Gouverneurs erhält. - Imam der Ismailiten: Ahmad al-Wafi (813–828)
- Imam der Zwölferschiiten: ʿAlī ibn Mūsā ar-Ridā (799-818)
Im März erfolgt in Merw die Ausrufung zum Nachfolger des Kalifen. ʿAlī ibn Mūsā wird mit der Tochter al-Ma'mūns, Umm Habib, verheiratet, und sein Sohn Muhammad wird mit al-Ma'mūns Tochter Umm al-Fadl verheiratet. Al-Ma'mūn verleiht ihm den Ehrentitel ar-Ridā, und ʿAlī lebt in Marw in einem Haus direkt neben der Residenz des Kalifen. Die meisten abbasidischen Gouverneure verhalten sich loyal, doch der abbasidische Regent in Basra verweigert die Gefolgschaft und die abbasidischen Prinzen in Bagdad schließen sich einem Aufstand im Irak an. Im selben Jahr bringt al-Ma'mūn ʿAlī nach Chorasan und bestimmt ihn zum Nachfolger; die Quellen schildern, dass ʿAlī die Nominierung nur widerwillig annimmt. - Patriarch Thomas I. (Jerusalem, 807–821)
- Papst und Patriarch Markus II. (Alexandria, 799–819)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Eustatios (Alexandria, 813–817)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Christophoros I. (Alexandria, 817–841)
Christophoros I. wird orthodoxer Patriarch von Alexandria; er unterstützt in seinem Amt die Verehrung von Ikonen in der Kirche. - Fortsetzung 818
Rustamiden
Idrisiden
Aghlabiden
- Emir 'Abdallah I. ibn Ibrahim (812–817)
Als 'Abdallah I. stirbt, gilt dies weithin als göttliche Strafe. - Emir Ziyadat Allah I. (817–838)
Ziyādat Allāh I. tritt nach dem Tod seines Bruders ʿAbd Allāh die Herrschaft über Ifrīqiya an, übernimmt dessen Position und sieht sich zu Beginn seiner Regierungszeit mit einer Lage konfrontiert, in der im Kalifat der Abbasiden in Bagdad kein Kalif eingesetzt ist, was zu einem Zustand der Unsicherheit führt, in dem die Randprovinzen sich zunehmend selbst überlassen sind, sodass die Aghlabiden gezwungen sind, als unabhängige Herrscher die Kontrolle über Ifrīqiya ohne die übliche finanzielle und militärische Unterstützung aus anderen Teilen des Reiches zu sichern. Ziyādat Allāh I. steht als Emir von Ifrīqiya vor denselben strukturellen Problemen, mit denen schon seine Vorgänger als Statthalter unter dem Abbasiden-Kalifat zu kämpfen haben, nämlich Aufständen des Dschund und Spannungen mit den Berbern, wobei unter seiner Herrschaft eine große Erhebung des Dschund stattfindet, die sich als die letzte ihrer Art erweist und sich über weite Teile Ifrīqiyas erstreckt, während Ziyādat Allāh durch ein funktionierendes Verhältnis zu den Berbern in die Lage versetzt wird, diese als Verbündete gegen den rebellierenden Dschund einzusetzen, wodurch er den drohenden Zusammenbruch abwendet, seine Stellung festigt und nach der Niederschlagung des Aufstands die Kräfte des Aghlabidenstaates auf Eroberungen richtet, insbesondere auf die Eroberung Siziliens, die eine neue Epoche für die Aghlabiden einläutet und ihm in der Überlieferung den Charakter eines „zweiten Gründers“ des Aghlabidenregimes verleiht, weil seine Lösung des Doppelproblems aus Dschund und Berbern, das alle vorangehenden Emire belastet hat, den Weg zu einer stabileren Herrschaft der Dynastie ebnet, während Sizilien unter aghlabidischer Herrschaft bleibt, bis die Fatimiden die Aghlabiden im frühen 9. Jahrhundert stürzen und damit diese Phase beenden.
Für die moderne Erforschung der Geschichte der Aghlabiden und Ziyādat Allāhs ist die Quellenlage problematisch, weil ein großer Teil des Wissens aus Schriften islamischer Historiker wie al‑Ṭabarī stammt, dessen Darstellung stark auf das Abbasiden‑Kalifat fokussiert ist und der als enger Freund des Kalifen al‑Muʿtazz in Bagdad sowie als Lehrer von dessen Sohn eine Perspektive einnimmt, die die Ereignisse im Zentrum des Reiches betont, wodurch ein geographischer Bias entsteht, der sich in der späteren Forschung dadurch niederschlägt, dass manche Gelehrte in der Deutung der Aghlabiden den Bürgerkrieg ab 809 als entscheidenden Grund ihrer Autonomie hervorheben und den Einfluss der zentralen Politik betonen, während andere Forscher stärker von einer eigenen Handlungsfähigkeit der Aghlabiden ausgehen und daher die Leistungen einzelner Herrscher wie Ziyādat Allāh weniger hervorheben oder gar nicht erfassen, was unter anderem dazu beiträgt, dass die Überlieferung zu seiner Person insgesamt spärlich ist, wobei zusätzliche Unsicherheiten aus der Tatsache resultieren, dass Primärquellen wie al‑Balādhurī lange nach dem Ende der Aghlabidenherrschaft schreiben, im Fall al‑Balādhurīs rund ein Jahrhundert nach dem Untergang der Dynastie, und häufig lange Ketten mündlicher Überlieferung anführen, deren einzelne Glieder nicht immer überprüfbar sind, sodass der Grad der Verlässlichkeit schwer zu bestimmen ist, wie sich an einem Beispiel aus einem über zweihundert Jahre nach Ziyādat Allāhs Tod verfassten Bericht al‑Bakrīs zeigt, der erzählt, Ziyādat Allāh habe 10 000 Idrisiden‑Golddinar an den Kalifen al‑Maʾmūn gesandt, um die von den Idrisiden ausgehende Bedrohung zu illustrieren, ein Vorgang, den die Forschung bezweifelt und der zugleich die Neigung späterer Quellen verdeutlicht, die Rolle des Kalifen in Ifrīqiya zu überbetonen, während das tatsächlich von Ziyādat Allāh bewältigte Problem des Dschund‑Aufstands und die Art seiner Reaktion eher auf eine geringe äußere Einmischung hinweisen und in der Gesamtschau die Historiographie über Ifrīqiya vor die Schwierigkeit stellen, islamische Geschichte anhand eines überwiegend europäisch geprägten konzeptionellen Rahmens zu deuten, der auf regionale Eliten wie Ziyādat Allāh angewendet wird, obgleich deren Stellung und das Verhältnis zwischen Kalif und Emir im islamischen Kontext anders funktionieren können als jene zwischen Herrschern und Eliten in europäischen Gesellschaften, sodass die Rekonstruktion der gegenseitigen Beziehungen zwischen Kalif und Emir und insbesondere die Einschätzung des Grades an Autonomie, den Ziyādat Allāh in Ifrīqiya besitzt, durch diese methodischen Probleme zusätzlich erschwert wird. - Fortsetzung 824
Emirat von Córdoba
CHASAREN
UIGURISCHES KAGANAT
INDIEN
Pratihara
Chauhan-Dynastie
Rashtrakuta
Pallava
Pandya
Anuradhapura
TIBET
KHMER
CHINA
(58. (59.) Zyklus - Jahr des Feuer-Hahns; am Beginn des Jahres Feuer-Affe)
Tang-Dynastie
- Kaiser Tang Xianzong (805–820)
Xianzong beendet den Feldzug gegen Chengde, um sich auf Zhangyi zu konzentrieren. Li Su erobert überraschend die Hauptstadt von Zhangyi und nimmt Wu Yuanji gefangen, der anschließend hingerichtet wird. - Fortsetzung 818
KOREA
Silla
Balhae
- König Hŭi (812–817)
Hui stirbt 817. - König Kan (817–818)
Kan ist der neunte König von Balhae und herrscht über Balhae. Er ist der Sohn des sechsten Königs Kang und der Enkel von Mun. Er ist der jüngere Bruder von König Hui und von König Chong. Er wählt den Äranamen Taesi mit der Bedeutung „majestic beginning“. Er ist verheiratet mit Kaiserin Sunmok aus dem Clan Tae, und aus dieser Ehe gehen keine Nachkommen hervor. Kan gehört zum Volk der Mohe. Sein Name erscheint in der Aufstellung der Könige von Balhae nach Go, Mu, Mun, Tae Wŏnŭi, Sŏng, Kang, Chong, Hui und vor Sŏn, Tae Ijin, Tae Kŏnhwang, Tae Hyŏnsŏk, Tae Wihae und Tae Insŏn. - Fortsetzung 818
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23.07.2023 Artikel eröffnet
24.08.2023 Grundstock erstellt
15.07.2026 Grundstock ergänzt