804
MAYA
Tikal
Copan
PIKTEN
KELTEN
- Der König von Ailech ist gleichzeitig auch Hochkönig von Irland
Ailech
- König von Ailech (788–819) und Hochkönig Áed Oirdnide (797–819)
Áed richtet seine Aufmerksamkeit auf Leinster und verwüstet das Gebiet zweimal in einem Monat. Fínsnechta Cethardec unterwirft sich ihm im selben Jahr. Ebenfalls 804 findet in Dún Cuair eine Versammlung der Synoden der Uí Néill statt, bei der die Geistlichkeit von militärischen Pflichten befreit wird; dort wird Áed möglicherweise auch als König geweiht. - Fortsetzung 805
Ulster
Connacht
Meath
Leinster
- König Fínsnechta Cethardec (795–808)
Der Oberkönig Áed Oirdnide mac Neill zieht mit dem Cenél nEógain nach Leinster und bringt Finsnechta zur Unterwerfung. Áed sammelt außerdem die Kräfte des Leath Cuinn in Dún Cuair an der Grenze von Leinster und greift Leinster zweimal innerhalb eines Monats an. - Fortsetzung 805
Gwynedd
Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Eardwulf (1. Amtszeit 796-806)
- Erzbischof Eanbald II. (York, 796–808)
- Bischof Egbert (Lindisfarne, 802–821)
Mercia
- König Cenwulf (796–821)
Ælfthryth ist durch Urkundenbelege als Cenwulfs Frau belegt; sie erscheint in den überlieferten Urkunden zwischen 804 und 817. - Fortsetzung 805
Wessex
Essex
Kent
- König Cuthred (798–807)
Cenwulf stellt die Chartas S159 und S160 aus und hebt darin jeweils die Übereinstimmung mit Cuthred hervor. Ab etwa diesem Jahr erscheint zusätzlich zum Namen ein Porträt des Königs auf den Münzen. - Erzbischof Æthelhard (Canterbury, 2. Amtszeit 798–805)
- Fortsetzung 805
FRÄNKISCHES REICH
- Kaiser Karl der Große (800–814)
Karl der Große (56) trifft Gesandte des dänischen Königs Gudfred und Drasco, den Fürsten der Abotriten in Hollenstedt südöstlich von Stade, wo er sein Hauptquartier im Kampf gegen die nordelbischen Sachsen aufgeschlagen hat. Er übergibt den Abodriten die überelbischen (nordelbischen) Gaue zur Herrschaft, nachdem er die vorher dort ansässigen, zu den Sachsen gehörenden Nordalbingier deportiert hat. - Abul Abbas (Elefant)
Anlässlich des Feldzugs Karls gegen die Friesen wird der Elefant Abul Abbas als Waffe mitgeführt, wobei sich dies laut Überlieferung als verhängnisvoll erweist. - Die Kapelle der Königspfalz in Aachen wird von Meister Odo von Metz vollendet und von Papst Leo III. geweiht.
- König Karl der Jüngere (Franken, 781-811)
Karl der Jüngere erhält das Privileg, Leo III. auf dessen letztem Besuch in Franken nach Norden zu begleiten. - König Ludwig der Fromme (Aquitanien, 781–814)
- Das Martyrologium Gellonense (auch bekannt als Gellone-Martyrologium) entsteht um das Jahr 804 im Kloster Gellone (später Saint-Guilhem-le-Désert) in der Diözese Lodève in Aquitanien. Das Skriptorium dieses Benediktinerklosters fertigt das Werk als eine bedeutende, lokal erweiterte Abschrift des älteren, lateinischen Martyrologium Hieronymianum an. Die originale, reich verzierte Handschrift wird in der Gegenwart dieser Chronik in der Französischen Nationalbibliothek in Paris unter der Signatur Codex lat. 12048 aufbewahrt.
- König Pippin (Italien, 781-810)
- Alkuin
- Liudger
- Bischof Theodulf (Orléans, 798-818)
- Bischof Hildegrim von Chalons-sur-Marne, 804–810)
Hildegrim ist Bischof von Châlons-sur-Marne. - Bischof Gerobald (Lüttich, 787-809)
Im Winter 804/805 hält sich Papst Leo III. in Aachen auf, und Gerobald befindet sich in der Begleitung Karls des Großen. Es gibt Zeugnisse, dass Gerobald vom Kaiser der Franken reiche Schenkungen für seine Diözese erhält, darunter Ländereien, die unter Karl Martell dem Bistum Lüttich entzogen worden waren. In erhaltenen Briefen fordert Karl der Große den Bischof von Lüttich auf, Kinder aus seiner Gemeinde nicht zu taufen, wenn ihre Angehörigen das Vaterunser und das Apostolische Glaubensbekenntnis nicht auswendig gelernt haben. Auf diese Weise versucht der Kaiser, für die religiöse Bildung seiner Untertanen zu sorgen. In diesen Schreiben werden die Orte genannt, über die sich die Gewalt des Lütticher Bischofs erstreckt: Condroz, Lomme, Esby und der Pagus Ardennen. - Erzbischof Hildebold (Köln, 795–818)
- Erzbischof Richulf (Mainz, 787–813)
- Erzbischof Richbod (Trier, 791–804)
Richbod stirbt am 1. Oktober in Trier, nur wenige Monate nach seinem Lehrer Alkuin. Er wird im Kloster Lorsch begraben - Erzbischof Wizzo (Trier, 804–809)
Wizzo ist Erzbischof von Trier. - Bischof Egilwart (Würzburg, 802–809)
- Abt Ratgar (Fulda, 802–817)
- Bischof Egino (Konstanz, 782–811)
- Abt Waldo von Reichenau (Reichenau 786–806, Saint-Denis 805–814)
- Fortsetzung 805
Grafschaft Barcelona
- Graf Bera (801-820)
Bera nimmt an einem Feldzug teil; Ludwig der Fromme führt ein Heer nach Tarragona, bei Santa Coloma teilt sich das Heer, und Bera greift Tortosa von Süden an. Nach dem Überschreiten des Ebro zieht sich das Heer über Vila Rubea und Vallis Ibana zurück, vereinigt sich wieder mit Ludwigs Truppen nach einer erfolglosen Belagerung von Tortosa und kehrt nach Barcelona zurück. - Fortsetzung 808
Grafschaft Urgell, Cerdaña und Osona
- Graf Borrell von Osona (798–820)
Borrell führt Expeditionen nach Tortosa an. Diese Unternehmungen der Franken zielen darauf, nach Süden vorzudringen und die muslimischen Positionen im Ebrogebiet zu schwächen. Tortosa ist dabei eine befestigte Stadt von großer Bedeutung für al-Andalus und dient als Verteidigungsposten gegen die christlichen Kräfte. - Fortsetzung 804
Herzogtum Gascogne
Grafschaft Toulouse
- Graf Wilhelm von Aquitanien (790-806)
Wilhelm gründet die Abtei Gellone bei Lodève in der Diözese Maguelonne. Er stattet das Kloster mit Besitz aus, unterstellt es der allgemeinen Aufsicht Benedikts von Aniane und erhält als Gabe ein Stück des Wahren Kreuzes, das ihm sein Vetter Karl der Große aus Jerusalem hat zukommen lassen. Im Dezember 804 wird die Abtei mit Mönchen aus dem nahegelegenen Aniane besiedelt. Sein am 28. Januar abgefasstes Testament nennt seine Frauen Kunigunde und Witburgis, seine verstorbenen Eltern Theoderich/Theodorich und Aldana, seine Brüder Theodino und Adalelmo, seine Schwestern Abbana und Bertana, vier Kinder, einen Neffen sowie weitere namentlich genannte Angehörige. - Fortsetzung 805
Abodriten
- Heerführer Drasco (795-804), Samtherrscher Drasco (804–810)
Drasco erhält im Sommerlager Karls des Großen bei Hollenstedt die Königswürde über den abodritischen Stammesverband. Ob die Einsetzung nur die Anerkennung einer bereits zuvor durch die einzelnen Fürsten der Kleinstämme getroffenen Entscheidung ist oder eine originäre Verleihung darstellt, bleibt umstritten. Die Metzer Annalen schildern, Karl der Große habe mit der Einsetzung Drascos einen Streit unter den abodritischen Fürsten um die Führung beendet. Zugleich unterstellt Karl die sächsischen Gaue in Nordalbingien, also Dithmarschen, Holstein und Stormarn, Drascos Herrschaft. Mit der Zuweisung des vordem sächsischen Siedlungsgebietes und einer, wenn auch archäologisch nur in Teilbereichen nachweisbaren, Ansiedlung der Abodriten will Karl die fränkische Nordgrenze vor den Dänen schützen und vor allem den Sachsen für den Fall einer erneuten Erhebung die Rückzugsmöglichkeit zu den Dänen abschneiden. - Fortsetzung 808
Herzogtum Sachsen
- Letzter Feldzug der Sachsenkriege: Die drei nordelbischen Sachsengaue der Holstengau (Mittel-)Holstein, Stormarn und Dithmarschen werden durch Karl den Großen erobert, und das Frankenreich wird bis zur Elbe und Saale erweitert.
- Gymnasium Carolinum (Osnabrück)
Karl der Große gründet in Osnabrück das Gymnasium Carolinum, das heute wahrscheinlich das älteste Gymnasium Deutschlands ist. - Bischof Erkanbert (Minden, 803-813)
- Bischof Wiho I. (Osnabrück, 803–804)
Wiho wird nach dem Vorjahr als Vuiho Osnabrugkensis episcopus in einer weiteren Urkunde Karls des Großen genannt. Auch diese Urkunde ist nachweislich eine Fälschung aus dem 11. Jahrhundert, die im Zuge des Osnabrücker Zehntstreits unter Benno II. gefälscht wird. - Bistum Halberstadt
Das Bistum Halberstadt wird durch Ludwig den Frommen gegründet. - Fortsetzung 805
Herzogtum Baiern
- Herzog Karl der Große (788–814)
- Erzbischof Arn (Salzburg, 798-821)
- Bischof Adalwin (Regensburg, 791–816)
- Bischof Gerhoh (Eichstätt, 787–806)
- Bischof Atto (Freising, 783/784–810/811)
- Bischof Waldrich (Passau, 777–804)
Am 22. August stirbt Waldrich. - Bischof Urolf (Passau, 804–806)
Urolf ist von ca. 804 bis 806 der 7. Bischof von Passau. Das Domstift kann unter seiner Herrschaft mehrere Schenkungen erwerben: zu Schärding, Machendorf, Schalchen und Andießen. - Bischof Simpert (Augsburg, 778–807)
- Fortsetzung 805
Herzogzum Mailand
Herzogtum Treviso
- Bischof Fortunatus II. (Treviso, 777-806)
Zunächst versucht Fortunatus, die beiden Dogen Johannes Galbaius und seinen Sohn Mauritius (II.) zu stürzen, um Rache an den Mördern seines Vorgängers zu nehmen. Doch scheitert der Plan. Stattdessen muss er zusammen mit seinem Verwandten und Verbündeten Obelerius nach Treviso fliehen, um sich dort unter den Schutz der Franken zu stellen. Nachdem die beiden Dogen 804 schließlich mit fränkischer Unterstützung gestürzt worden sind, tritt Fortunatus’ Vertrauter Obelerius das Amt des Dogen an. Fortunatus begibt sich nach dem venezianischen Militärschlag nach Istrien, wo er 804 zusammen mit fünf Bischöfen und anderen Vertretern aus seinem Geburtsort Triest, sowie von Istrien, den Beschluss von Risano, das Placito del Risano, initiiert. Der Patriarch und sein Gefolge legen den Königsboten (Missi Dominici) Kaiser Karls ihre Forderungen vor, die zum Großteil anerkannt werden. Der Region wird weitgehende Zollfreiheit gewährt, und – was im fränkischen Feudalsystem ein ungewöhnliches Recht ist – die Erlaubnis, seine inneren Angelegenheiten selbst zu regeln und seine Bischöfe und Beamten eigenständig zu wählen. - Fortsetzung 805
Markgrafschaft Friaul
- Markgraf Hunfrid (799-808)
- Bistum Mantua
Das Bistum Mantua wird gegründet - Fortsetzung 806
Herzogtum Spoleto
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Asturien
KIRCHENSTAAT
- Papst Leo III. (795–816)
Leo besucht den Kaiser, Entscheidungen oder Motivationen sind nicht bekannt. - Fortsetzung 808
REPUBLIK VENEDIG
- Doge Obelerio Antenoreo (804–810)
Nach dem Sturz der drei Dogen Mauritius, Johannes und Mauritius (II.), die ins Exil gehen, erheben ihre Gegner in Treviso den Tribunen von Metamaucum namens Obelerius zu ihrem Führer, der zum Dogen gewählt wird. Obelerius gelingt es, seinen byzanz-freundlichen Vorgänger Iohannes Galbaius und dessen Sohn Mauritius (II.) zu stürzen und zur Flucht ins Exil zu zwingen. Die Volksversammlung erhebt seine Brüder Beatus und Valentinus zu Mitdogen. - Fortsetzung 805
WESTSLAWEN
Sorben
SÜDSLAWEN
Kroatien
- Schließlich akzeptiert das Herzogtum, in dem Višeslav zuvor herrscht, durch den Frieden von Nikephoros (Pax Nicephorii) die fränkische Oberhoheit. Mit diesem Vertrag wird die fränkische Suzerenität über das Gebiet formell anerkannt. Das Herzogtum tritt damit in ein Verhältnis der Unterordnung gegenüber den Franken ein.
- Fortsetzung 810
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Nikephoros I. (802–811)
Nikephoros erleidet bei Krasos in Phrygien eine schwere Niederlage gegen die Araber, als diese seine Armee schlagen und er selbst nur knapp der Gefangennahme entgeht. Im selben Jahr proklamieren sich in Venedig die Brüder Obelerio und Beato zu Herzögen, nachdem sie versucht haben, Dalmatien an sich zu bringen. - Patriarch Fortunatus II. (Grado, 1. Amtszeit 802–805)
- Patriarch Tarasios (Konstantinopel, 784–806)
- Fortsetzung 805
KACHETIEN
ARABER
(188/189 = 7./8. Dezember)
Abbasiden
- Kalif Hārūn ar-Raschīd (786-809)
Um 804 verlegt Hārūn den Hof aus ar-Raqqa zeitweilig erneut nach ar-Ray, die Hauptstadt von Chorasan; damit kehrt er in die Region seiner Kindheit zurück. Während dieses Aufenthaltes begleitet ihn der berühmte Philologe und Leiter der Kufaner Schule, al-Kisāʾī, mit seinem Gefolge. In ar-Ray werden der Gelehrte al-Kisāʾī und der zuvor als Qadi eingesetzte, in ar-Raqqa entlassene Muhammad asch-Schaybani krank, und Hārūn besucht den erkrankten al-Kisāʾī täglich. Beide Gelehrten sterben schließlich am gleichen Tag in ar-Ray, was den Verlust zweier bedeutender Persönlichkeiten aus Rechtswissenschaft und Philologie markiert. - Imam der Ismailiten: Muhammad ibn Isma'il (775-813)
- Imam der Zwölferschiiten: ʿAlī ibn Mūsā ar-Ridā (799-818)
- Patriarch Georgios II. (Jerusalem, 797–807)
- Papst und Patriarch Markus II. (Alexandria, 799–819)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Politianos (Alexandria, 768–813)
- Fortsetzung 805
Rustamiden
Idrisiden
Aghlabiden
Emirat von Córdoba
CHASAREN
UIGURISCHES KAGANAT
- Kagan Qutluq II. (795–808)
Qutluq stellt den Manichäismus nach einem Besuch in einem manichäischen Tempel in Qocho wieder als Staatsreligion her. - Fortsetzung 805
INDIEN
Pratihara
Chauhan-Dynastie
Östliche Chalukya
Rashtrakuta
- König Govinda III. (793–814)
Aus der Someshvara-Inschrift von 804 geht hervor, dass „Gamundabbe“ Govindas Hauptkönigin ist. - Fortsetzung 813
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
TIBET
- König Sadnalegs (800-815)
Mutik Tsenpo (Sadnalegs) ist bis 804 gekrönt; ab diesem Jahr reisen Gesandte regelmäßig zwischen Lhasa und Chang’an. - Fortsetzung 805
KHMER
CHINA
(58./59. Zyklus - Jahr des Holz-Affen; am Beginn des Jahres Wasser-Schaf)
Tang-Dynastie
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
- Tennō Kammu (781–806)
Eine japanische Gesandtschaft unter dem Saichō erreicht China, in deren Folge der Tee und die auf der chinesischen Tiantai-Tradition basierende Tendai-shū-Schule in Japan Einzug hält. - Fortsetzung 806
QUELLEN
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13.08.2023 Artikel eröffnet
05.09.2023 Grundstock erstellt
30.05.2026 Grundstock ergänzt