Zum Inhalt springen

724: Unterschied zwischen den Versionen

Aus WikiReneKousz
Keine Bearbeitungszusammenfassung
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
(9 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 83: Zeile 83:
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Edgar_of_Lindsey Bischof Edgar (Lindsey 693-724)]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Edgar_of_Lindsey Bischof Edgar (Lindsey 693-724)]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Aldwine Bischof Aldwine (Lichfield und Leicester, 721-737)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Aldwine Bischof Aldwine (Lichfield und Leicester, 721-737)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Wilfrith_I. Bischof Wilfrith I. (Worchester, 718–743/745)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Wilfrith_I. Bischof Wilfrith I. (Worcester, 718–743/745)] <br />


'''East Anglia'''
'''East Anglia'''
Zeile 109: Zeile 109:
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Martell Hausmeier Karl Martell (717-741)] <br />Die Neustrer unter dem ehemaligen Hausmeier Raganfrid rebellieren erneut; er verteidigt Angers so effektiv, dass Karl Martell mit ihm verhandelt und ihm erlaubt, seine Grafschaft lebenslang zu behalten – unter der Bedingung, dass Ragenfrid seinen Sohn als Geisel stellt
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Martell Hausmeier Karl Martell (717-741)] <br />Die Neustrer unter dem ehemaligen Hausmeier Raganfrid rebellieren erneut; er verteidigt Angers so effektiv, dass Karl Martell mit ihm verhandelt und ihm erlaubt, seine Grafschaft lebenslang zu behalten – unter der Bedingung, dass Ragenfrid seinen Sohn als Geisel stellt
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_von_Rouen Bischof Hugo von Rouen (Rouen und Paris, 720–730, Bayeux 723-730)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_von_Rouen Bischof Hugo von Rouen (Rouen und Paris, 720–730, Bayeux 723-730)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigebald Bischof Sigebald (Metz, 716–741)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich Bischof Hubertus von Lüttich (716-727)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_von_L%C3%BCttich Bischof Hubertus von Lüttich (716-727)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Milo_von_Trier Bischof Milo von Trier (Trier 715–753, Reims 717-753)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Rigibertus_(Mainz) Bischof Rigibertus (Mainz, 708–724)]  
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Rigibertus_(Mainz) Bischof Rigibertus (Mainz, 708–724)]  
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Geroldus_(Mainz) '''Bischof Geroldus (Mainz, 724-743)'''] <br />Geroldus übernimmt das Bischofsamt in Mainz. Er steht damit an der Spitze der Mainzer Kirche in einer Phase, in der das Frankenreich unter Karl Martell und seinen Söhnen zunehmend zentralisiert wird.​ In Urkunden erscheint er als Zeuge neben adeligen Großen, was zeigt, dass er in wichtige Rechtsgeschäfte und Besitzübertragungen der Region eingebunden ist.​ Die Forschung hält es für möglich, dass Karl Martell Geroldus in Mainz einsetzt, um den vorherigen Bischof Rigibert politisch zu kontrollieren und die Hausmeierherrschaft auch kirchenpolitisch zu sichern. Geroldus schließt sich der Politik Karl Martells und später Karlmanns an und bewegt sich damit im Umfeld der fränkischen Hausmeier als verlässlicher geistlicher Partner.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Geroldus_(Mainz) '''Bischof Geroldus (Mainz, 724-743)'''] <br />Geroldus übernimmt das Bischofsamt in Mainz. Er steht damit an der Spitze der Mainzer Kirche in einer Phase, in der das Frankenreich unter Karl Martell und seinen Söhnen zunehmend zentralisiert wird.​ In Urkunden erscheint er als Zeuge neben adeligen Großen, was zeigt, dass er in wichtige Rechtsgeschäfte und Besitzübertragungen der Region eingebunden ist.​ Die Forschung hält es für möglich, dass Karl Martell Geroldus in Mainz einsetzt, um den vorherigen Bischof Rigibert politisch zu kontrollieren und die Hausmeierherrschaft auch kirchenpolitisch zu sichern. Geroldus schließt sich der Politik Karl Martells und später Karlmanns an und bewegt sich damit im Umfeld der fränkischen Hausmeier als verlässlicher geistlicher Partner.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sigebald Bischof Sigebald (Metz, 716–741)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Milo_von_Trier Bischof Milo von Trier (Trier 715–753, Reims 717-744)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Fritzlar '''Fritzlar (Siedlung)'''] <br />Bonifatius gründet Fritzlar. Auch Ohrdruf in Thüringen wird von ihm als Missionsstützpunkt eingerichtet.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Fritzlar '''Fritzlar (Siedlung)'''] <br />Bonifatius gründet Fritzlar. Auch Ohrdruf in Thüringen wird von ihm als Missionsstützpunkt eingerichtet.
*[[725#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 725]] [[Kategorie:Fränkisches Reich]]
*[[725#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 725]] [[Kategorie:Fränkisches Reich]]
Zeile 142: Zeile 142:


*[http://en.wikipedia.org/wiki/Bubo,_Duke_of_the_Frisians Herzog Poppo (719–734)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Bubo,_Duke_of_the_Frisians Herzog Poppo (719–734)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Willibrord Bischof Willibrord (Utrecht, 695–739)] <br />


==LANGOBARDENREICH==
==LANGOBARDENREICH==
Zeile 162: Zeile 163:
==SPANIEN==
==SPANIEN==


Königreich Asturien'''
'''Königreich Asturien'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pelayo König Pelayo (718–737)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pelayo König Pelayo (718–737)] <br />
Zeile 178: Zeile 179:
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_III._(Byzanz) Kaiser Leo III. (717–741)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_III._(Byzanz) Kaiser Leo III. (717–741)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_II._(Papst) Papst Gregor II. (715–731)] <br />Papst Gregor II. fordert die Thüringer auf, dem missionierenden Bonifatius ein „Haus“ zu bauen: den späteren Erfurter Dom.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_II._(Papst) Papst Gregor II. (715–731)] <br />Papst Gregor II. fordert die Thüringer auf, dem missionierenden Bonifatius ein „Haus“ zu bauen: den späteren Erfurter Dom.
==IBERIEN==
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_III_of_Iberia Fürst Guaram III. (693–748)] <br />


==DABUYIDEN==
==DABUYIDEN==
Zeile 190: Zeile 195:
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Yazid_II. Kalif Yazid II. (720–724)] <br />Yazid stirbt am 26. Januar (24. Schaban 105 AH) in Irbid an Tuberkulose. Seine Beerdigung leitet entweder sein Sohn al-Walid oder Halbbruder Hisham. Auf Drängen von Maslama bestimmt Yazid Hisham als Nachfolger, sein Sohn al-Walid folgt später. Nachfolgende muslimische Quellen stellen Yazid als genussfrohen und verschwenderischen Herrscher dar – im Gegensatz zu seinem bescheidenen Vorgänger Umar und seinem strengen Nachfolger Hisham. Besonders seine Liebe zur Sängerin Hababa wird betont, deren Tod ihn in tiefe Trauer stürzt. Allerdings betrachten moderne Historiker dieses Bild als überzogen, erkennen aber an, dass Yazid einen Hang zu Kunst und dichterischer Kultur besitzt. Trotz innerer und äußerer Krisen festigt Hischam die Dynastie noch einmal und leitet eine intensive Bautätigkeit ein, die besonders auf Landwirtschaft und Repräsentation zielt.​ Er lässt Bewässerungsanlagen in Ägypten, Syrien und im Irak ausbauen und mehrere Wüstenschlösser errichten, darunter Qasr al-Heir al-Gharbi, Qasr al-Heir asch-Scharqi, Paläste am Euphrat bei ar-Raqqa, seine Residenz Resafa-Hischam mit großer Moschee sowie Chirbat al-Mafdjar im Jordantal bei Jericho.​
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Yazid_II. Kalif Yazid II. (720–724)] <br />Yazid stirbt am 26. Januar (24. Schaban 105 AH) in Irbid an Tuberkulose. Seine Beerdigung leitet entweder sein Sohn al-Walid oder Halbbruder Hisham. Auf Drängen von Maslama bestimmt Yazid Hisham als Nachfolger, sein Sohn al-Walid folgt später. Nachfolgende muslimische Quellen stellen Yazid als genussfrohen und verschwenderischen Herrscher dar – im Gegensatz zu seinem bescheidenen Vorgänger Umar und seinem strengen Nachfolger Hisham. Besonders seine Liebe zur Sängerin Hababa wird betont, deren Tod ihn in tiefe Trauer stürzt. Allerdings betrachten moderne Historiker dieses Bild als überzogen, erkennen aber an, dass Yazid einen Hang zu Kunst und dichterischer Kultur besitzt. Trotz innerer und äußerer Krisen festigt Hischam die Dynastie noch einmal und leitet eine intensive Bautätigkeit ein, die besonders auf Landwirtschaft und Repräsentation zielt.​ Er lässt Bewässerungsanlagen in Ägypten, Syrien und im Irak ausbauen und mehrere Wüstenschlösser errichten, darunter Qasr al-Heir al-Gharbi, Qasr al-Heir asch-Scharqi, Paläste am Euphrat bei ar-Raqqa, seine Residenz Resafa-Hischam mit großer Moschee sowie Chirbat al-Mafdjar im Jordantal bei Jericho.​
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hisch%C4%81m_ibn_%CA%BFAbd_al-Malik '''Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik (724–743)'''] <br />Hischām ibn ʿAbd al-Malik, 691 in Damaskus geboren, übernimmt die Herrschaft als zehnter Kalif der Umayyaden von seinem Bruder Yazid II. und regiert bis 743.​ Er stärkt zu Beginn seiner Herrschaft die Stellung der Dynastie, indem er Heer und Sicherheitsdienst ausbaut und die Macht des Kalifen gegenüber den Statthaltern festigt.​ Hischam entzieht den Provinzstatthaltern die Steuerverwaltung und unterstellt sie eigenständigen Steuerdirektoren, um die Finanzen zentral zu kontrollieren.​ Unter seiner Herrschaft breiten sich im Reich Lehren aus, nach denen nur Nachkommen des Propheten Mohammed Kalif sein dürfen, was die Legitimität der Umayyaden zunehmend in Frage stellt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hisch%C4%81m_ibn_%CA%BFAbd_al-Malik '''Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik (724–743)'''] <br />Hischām ibn ʿAbd al-Malik, 691 in Damaskus geboren, übernimmt die Herrschaft als zehnter Kalif der Umayyaden von seinem Bruder Yazid II. und regiert bis 743.​ Er stärkt zu Beginn seiner Herrschaft die Stellung der Dynastie, indem er Heer und Sicherheitsdienst ausbaut und die Macht des Kalifen gegenüber den Statthaltern festigt.​ Hischam entzieht den Provinzstatthaltern die Steuerverwaltung und unterstellt sie eigenständigen Steuerdirektoren, um die Finanzen zentral zu kontrollieren.​ Unter seiner Herrschaft breiten sich im Reich Lehren aus, nach denen nur Nachkommen des Propheten Mohammed Kalif sein dürfen, was die Legitimität der Umayyaden zunehmend in Frage stellt.
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Maslama_ibn_Abd_al-Malik Statthalter Maslama ibn Abd al-Malik (1. Amtszeit Al-Jazira, Armenien und Aserbaidschan 709–721, Iraq 720-721, 2. Amtszeit Armenien und Aserbaidschan 730-732)]
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Nasr_ibn_Sayyar Nasr] führt ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_ibn_Sa%27id_al-Kilabi Statthalter Muslim ibn Sa'id al-Kilabi (Chorasan, 723–724)] <br />In einem Feldzug, der als "Tag des Durstes" bekannt wird, erleiden Muslims Truppen gegen die Türgeschen eine schwere Niederlage; wegen Wassermangel endet der Feldzug in einer Katastrophe. Nach dieser Niederlage wächst in Chorasan die Kritik an Muslim, insbesondere unter den arabischen Truppen, die ihm die Verantwortung für die verfehlte Operation und die hohen Verluste zuschreiben. Schließlich wird er als Statthalter abberufen und durch Asad al-Qasri ersetzt, der die Führung in Chorasan übernimmt. Einige arabische Krieger misshandeln Muslim körperlich zu misshandeln und peitschen ihn aus Zorn über die Schlacht von Baruqan aus. Nur das Eingreifen des Offiziers al-Ghamidi beendet diese Bestrafung, und unter dem neuen Statthalter Asad al-Qasri erfährt Muslim eine korrekte Behandlung und erhält die Möglichkeit, nach Irak zurückzukehren und sich aus der aktiven Politik zurückzuziehen.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Asad_ibn_Abdallah_al-Qasri '''Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727)'''] <br />Asad ibn ʿAbdallāh al-Qasrī gehört zum Qasr‑Clan, einer Untergruppe des Stammes der Badschila. Sein Urgroßvater Asad ibn Kurz al‑Qasrī gilt nach einem Teil der Überlieferungen als Stammesführer der Badschila zur Zeit des Propheten Mohammed und als einer seiner Gefährten. Andere, familienfeindliche Traditionen behaupten dagegen, dieser Ahnherr sei ein jüdischer entflohener Sklave. Asads Großvater Yazīd unterstützte früh und prominent die Umayyaden im Ersten Fitna, während Asads Vater ʿAbdallāh im Zweiten Fitna auf die Seite Ibn az‑Zubairs trat, später aber von Kalif ʿAbd al‑Malik begnadigt wurde. Als Hišām ibn ʿAbd al‑Malik 724 den Thron besteigt, ernennt er Asads Bruder Chālid al‑Qasrī zum Statthalter des Irak mit Verantwortung für den gesamten islamischen Osten. Chālid setzt seinen Bruder Asad als Gouverneur von Chorasan ein; die beiden Brüder gelten damit nach Patricia Crone als zwei der hervorstechendsten Persönlichkeiten der marwanidischen Umayyadenzeit. Asad übernimmt das Amt des Gouverneurs von Chorasan und verfolgt zunächst eine Politik der Konsolidierung mit begrenzter militärischer Aktivität. Er konzentriert sich darauf, die Oberhoheit über kleinere lokale Machthaber durchzusetzen und eine direkte Konfrontation mit den Türgesch zu vermeiden, die mit lokalen Fürsten zusammenarbeiten und die Araber über den Oxus zurückzudrängen drohen.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Hanzala_ibn_Safwan_al-Kalbi Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ägypten, 1. Amtszeit 721-724)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Hurr_ibn_Yusuf Statthalter Al-Hurr ibn Yusuf (Ägypten 724–727)] <br />Al-Hurr ibn Yusuf stammt aus einem Seitenzweig der umayyadischen Dynastie, denn sein Großvater Yahya ibn al-Hakam ist der Bruder des vierten Umayyadenkalifen Marwan ibn al-Hakam (reg. 684–685). Sein Vater Yusuf hat unter dem Kalifen Abd al-Malik ibn Marwan (reg. 685–705) das Amt des Gouverneurs von Mossul inne. Seine Tante Amina bint Yahya ist mit Hisham ibn Abd al-Malik verheiratet, und eine weitere Tante bzw. nach al-Azdi Schwester, Umm Hakim, ist ebenfalls mit Hisham verheiratet und verschafft Al-Hurr später maßgeblich das Gouverneursamt in Mosul. Im Jahr 724 ernennt Hisham ibn Abd al-Malik Al-Hurr zum Gouverneur von Ägypten als Nachfolger seines Vetters zweiten Grades Muhammad ibn Abd al-Malik ibn Marwan. Al-Hurr trifft Anfang Mai in Ägypten ein und übernimmt die Verantwortung für die Sicherheit, während Ubaydallah ibn al-Habhab weiterhin die Finanzen der Provinz verwaltet.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Bishr_ibn_Safwan_al-Kalbi Statthalter Bischr ibn Safwan al-Kalbi (Ifriqiya, 721–727)] <br />Bischr lässt erneut Flotten auslaufen, die Sardinien und Korsika angreifen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BFAnbasa_ibn_Suhaim_al-Kalb%C4%AB Statthalter ʿAnbasa ibn Suhaim al-Kalbī (al-Andalus, 721–726)] <br />In al-Andalus schließt sich Aragón den Aufständischen an.​ Rückblickend gelten diese Ereignisse als Beginn der Reconquista, des jahrhundertelangen Kampfes zur Rückeroberung Hispaniens.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%CA%BFAnbasa_ibn_Suhaim_al-Kalb%C4%AB Statthalter ʿAnbasa ibn Suhaim al-Kalbī (al-Andalus, 721–726)] <br />In al-Andalus schließt sich Aragón den Aufständischen an.​ Rückblickend gelten diese Ereignisse als Beginn der Reconquista, des jahrhundertelangen Kampfes zur Rückeroberung Hispaniens.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_al-Baqir Imam Muhammad al-Baqir (712–732)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muhammad_al-Baqir Imam Muhammad al-Baqir (712–732)] <br />
Zeile 200: Zeile 210:
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Tegin_Shah König Tegin Shah (680–739)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Tegin_Shah König Tegin Shah (680–739)] <br />


==ZWEITES TÜRK-KHAGANAT==  
==ZWEITES TÜRK-KAGANAT==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Bilge_Qaghan Kagan Bilge (717-734)] <br />
 
==TÜRGESCH==


*[https://en.wikipedia.org/wiki/Bilge_Qaghan Khagan Bilge Khan (717-734)] <br />
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Suluk_(T%C3%BCrgesh_khagan) Kagan Suluk (715–738)] <br />Zwischen 721 und 731 setzt Suluk überwiegend auf schnelle Überfälle und Bewegungskrieg, bei denen er arabische Armeen von Wasserquellen und Versorgungslinien abschneidet. 724 fügt er den Umayyaden in der sogenannten "Tag-des-Durstes"-Schlacht eine schwere Niederlage zu, indem er ihnen den Zugang zu Wasser verweigert und ihre Armee zur Aufgabe zwingt.
*[[726#TÜRGESCH | Fortsetzung 726]] [[Kategorie:Türgesch]]


==INDIEN==
==INDIEN==

Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 14:33 Uhr

721 | 722 | 723 | 724 | 725 | 726 | 727

MAYA

Palenque

Calakmul

Tikal

Naranjo

Copan

PIKTEN

  • König Nechtan mac Der-Ilei (1. Amtszeit 706–724)
    Nechtan dankt zugunsten seines Neffen Drest ab und tritt in ein Kloster ein. Zwei seiner Söhne sind schon früher, etwa 710, gestorben und seine Nachkommenschaft bleibt unklar.
  • König Drest VII. (724–726)
    Drest übernimmt unmittelbar danach die Königswürde der Pikten. In einigen Deutungen gilt Drest als Sohn des Talorg Sohn des Drostan, der als „Bruder Nechtans“ bezeichnet und bereits 713 gefangen genommen wird.​ Mit dem Machtantritt Drests beginnt eine Phase der Doppel- oder Mehrfachherrschaft, in der die Quellen Drest und Elpin gemeinsam als Könige nennen. Diese unsichere Konstellation bereitet den Boden für weitere Thronkämpfe in den folgenden Jahren.​
  • Fortsetzung 725

KELTEN

Uí Néill

Ulaid

Connacht

Leinster

Uí Mháine

Dalriada

Königreich Strathclyde

Gwynedd

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

Mercia

East Anglia

Königreich Wessex

Königreich Essex

Königreich Kent

FRÄNKISCHES REICH

Herzogtum Aquitanien

Herzogtum Elsass

Herzogtum Alemannien

Herzogtum Baiern

FRIESEN

LANGOBARDENREICH

Herzogtum Friaul

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

SPANIEN

Königreich Asturien

REPUBLIK VENEDIG

ERSTES BULGARISCHES REICH

BYZANTINISCHES REICH

IBERIEN

DABUYIDEN

ARABER

(105/106 - 28./29. Mai)

Umayyaden

  • Kalif Yazid II. (720–724)
    Yazid stirbt am 26. Januar (24. Schaban 105 AH) in Irbid an Tuberkulose. Seine Beerdigung leitet entweder sein Sohn al-Walid oder Halbbruder Hisham. Auf Drängen von Maslama bestimmt Yazid Hisham als Nachfolger, sein Sohn al-Walid folgt später. Nachfolgende muslimische Quellen stellen Yazid als genussfrohen und verschwenderischen Herrscher dar – im Gegensatz zu seinem bescheidenen Vorgänger Umar und seinem strengen Nachfolger Hisham. Besonders seine Liebe zur Sängerin Hababa wird betont, deren Tod ihn in tiefe Trauer stürzt. Allerdings betrachten moderne Historiker dieses Bild als überzogen, erkennen aber an, dass Yazid einen Hang zu Kunst und dichterischer Kultur besitzt. Trotz innerer und äußerer Krisen festigt Hischam die Dynastie noch einmal und leitet eine intensive Bautätigkeit ein, die besonders auf Landwirtschaft und Repräsentation zielt.​ Er lässt Bewässerungsanlagen in Ägypten, Syrien und im Irak ausbauen und mehrere Wüstenschlösser errichten, darunter Qasr al-Heir al-Gharbi, Qasr al-Heir asch-Scharqi, Paläste am Euphrat bei ar-Raqqa, seine Residenz Resafa-Hischam mit großer Moschee sowie Chirbat al-Mafdjar im Jordantal bei Jericho.​
  • Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik (724–743)
    Hischām ibn ʿAbd al-Malik, 691 in Damaskus geboren, übernimmt die Herrschaft als zehnter Kalif der Umayyaden von seinem Bruder Yazid II. und regiert bis 743.​ Er stärkt zu Beginn seiner Herrschaft die Stellung der Dynastie, indem er Heer und Sicherheitsdienst ausbaut und die Macht des Kalifen gegenüber den Statthaltern festigt.​ Hischam entzieht den Provinzstatthaltern die Steuerverwaltung und unterstellt sie eigenständigen Steuerdirektoren, um die Finanzen zentral zu kontrollieren.​ Unter seiner Herrschaft breiten sich im Reich Lehren aus, nach denen nur Nachkommen des Propheten Mohammed Kalif sein dürfen, was die Legitimität der Umayyaden zunehmend in Frage stellt.
  • Nasr führt ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie.
  • Statthalter Muslim ibn Sa'id al-Kilabi (Chorasan, 723–724)
    In einem Feldzug, der als "Tag des Durstes" bekannt wird, erleiden Muslims Truppen gegen die Türgeschen eine schwere Niederlage; wegen Wassermangel endet der Feldzug in einer Katastrophe. Nach dieser Niederlage wächst in Chorasan die Kritik an Muslim, insbesondere unter den arabischen Truppen, die ihm die Verantwortung für die verfehlte Operation und die hohen Verluste zuschreiben. Schließlich wird er als Statthalter abberufen und durch Asad al-Qasri ersetzt, der die Führung in Chorasan übernimmt. Einige arabische Krieger misshandeln Muslim körperlich zu misshandeln und peitschen ihn aus Zorn über die Schlacht von Baruqan aus. Nur das Eingreifen des Offiziers al-Ghamidi beendet diese Bestrafung, und unter dem neuen Statthalter Asad al-Qasri erfährt Muslim eine korrekte Behandlung und erhält die Möglichkeit, nach Irak zurückzukehren und sich aus der aktiven Politik zurückzuziehen.
  • Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727)
    Asad ibn ʿAbdallāh al-Qasrī gehört zum Qasr‑Clan, einer Untergruppe des Stammes der Badschila. Sein Urgroßvater Asad ibn Kurz al‑Qasrī gilt nach einem Teil der Überlieferungen als Stammesführer der Badschila zur Zeit des Propheten Mohammed und als einer seiner Gefährten. Andere, familienfeindliche Traditionen behaupten dagegen, dieser Ahnherr sei ein jüdischer entflohener Sklave. Asads Großvater Yazīd unterstützte früh und prominent die Umayyaden im Ersten Fitna, während Asads Vater ʿAbdallāh im Zweiten Fitna auf die Seite Ibn az‑Zubairs trat, später aber von Kalif ʿAbd al‑Malik begnadigt wurde. Als Hišām ibn ʿAbd al‑Malik 724 den Thron besteigt, ernennt er Asads Bruder Chālid al‑Qasrī zum Statthalter des Irak mit Verantwortung für den gesamten islamischen Osten. Chālid setzt seinen Bruder Asad als Gouverneur von Chorasan ein; die beiden Brüder gelten damit nach Patricia Crone als zwei der hervorstechendsten Persönlichkeiten der marwanidischen Umayyadenzeit. Asad übernimmt das Amt des Gouverneurs von Chorasan und verfolgt zunächst eine Politik der Konsolidierung mit begrenzter militärischer Aktivität. Er konzentriert sich darauf, die Oberhoheit über kleinere lokale Machthaber durchzusetzen und eine direkte Konfrontation mit den Türgesch zu vermeiden, die mit lokalen Fürsten zusammenarbeiten und die Araber über den Oxus zurückzudrängen drohen.
  • Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ägypten, 1. Amtszeit 721-724)
  • Statthalter Al-Hurr ibn Yusuf (Ägypten 724–727)
    Al-Hurr ibn Yusuf stammt aus einem Seitenzweig der umayyadischen Dynastie, denn sein Großvater Yahya ibn al-Hakam ist der Bruder des vierten Umayyadenkalifen Marwan ibn al-Hakam (reg. 684–685). Sein Vater Yusuf hat unter dem Kalifen Abd al-Malik ibn Marwan (reg. 685–705) das Amt des Gouverneurs von Mossul inne. Seine Tante Amina bint Yahya ist mit Hisham ibn Abd al-Malik verheiratet, und eine weitere Tante bzw. nach al-Azdi Schwester, Umm Hakim, ist ebenfalls mit Hisham verheiratet und verschafft Al-Hurr später maßgeblich das Gouverneursamt in Mosul. Im Jahr 724 ernennt Hisham ibn Abd al-Malik Al-Hurr zum Gouverneur von Ägypten als Nachfolger seines Vetters zweiten Grades Muhammad ibn Abd al-Malik ibn Marwan. Al-Hurr trifft Anfang Mai in Ägypten ein und übernimmt die Verantwortung für die Sicherheit, während Ubaydallah ibn al-Habhab weiterhin die Finanzen der Provinz verwaltet.
  • Statthalter Bischr ibn Safwan al-Kalbi (Ifriqiya, 721–727)
    Bischr lässt erneut Flotten auslaufen, die Sardinien und Korsika angreifen.
  • Statthalter ʿAnbasa ibn Suhaim al-Kalbī (al-Andalus, 721–726)
    In al-Andalus schließt sich Aragón den Aufständischen an.​ Rückblickend gelten diese Ereignisse als Beginn der Reconquista, des jahrhundertelangen Kampfes zur Rückeroberung Hispaniens.
  • Imam Muhammad al-Baqir (712–732)
  • Papst und Patriarch Alexandros II. (Alexandrien, 704–729)
  • Fortsetzung 725

TURK-SCHAHI

ZWEITES TÜRK-KAGANAT

TÜRGESCH

  • Kagan Suluk (715–738)
    Zwischen 721 und 731 setzt Suluk überwiegend auf schnelle Überfälle und Bewegungskrieg, bei denen er arabische Armeen von Wasserquellen und Versorgungslinien abschneidet. 724 fügt er den Umayyaden in der sogenannten "Tag-des-Durstes"-Schlacht eine schwere Niederlage zu, indem er ihnen den Zugang zu Wasser verweigert und ihre Armee zur Aufgabe zwingt.
  • Fortsetzung 726

INDIEN

Kaschmir

Nepal

Malla

  • zuletzt 720

Chauhan-Dynastie

Chalukya

Pallava

Anuradhapura

TIBET

CHINA

(56./57. / 57./58. Zyklus - Jahr der Holz-Ratte; am Beginn des Jahres Wasser-Schwein)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

  • Tennō Genshō (715–724)
    Genshō dankt ab, und ihr Neffe Obito wird als Kaiser Shōmu ihr Nachfolger. Sie bleibt unverheiratet und bekommt keine Kinder. Nach ihrer Abdankung lebt Genshō weitere 25 Jahre
  • Tennō Shōmu (724–749)
    0303D: Als Prinz Obito erwachsen wird, löst er seine Tante Genshō auf dem Thron als Tennō von Japan ab, wobei er den Thronnamen Shōmu annimmt. Er wohnt weiter im Heizei-Palast und macht Fujiwara no Asukabe-hime (Kōmyō) zur Kaiserin und ist damit der erste Kaiser, dessen Hauptgemahlin nicht aus dem kaiserlichen Haus stammt; für sie entsteht ein eigenes Ritsuryō‑Amt, das Kogogushiki.
  • Jinki (Japan)
    0303D: Ende der Yōrō-Zeit in Japan (seit November 717), nach der der Yōrō-Kodex von 718 benannt wurde – eine Altjapan prägende Gesetzessammlung; Beginn der Jinki-Zeit.
  • Fortsetzung 725

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.

06.11.2023 Artikel eröffnet

28.11.2023 Grundstock erstellt

19.11.2025 Grundstock ergänzt

721 | 722 | 723 | 724 | 725 | 726 | 727