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==CHRONIK==
==WELTALL==


0517D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Mondfinsternis_vom_17./18._Mai_371_v._Chr. '''Mondfinsternis''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Mondfinsternis_vom_17./18._Mai_371_v._Chr. '''Mondfinsternis'''] <br />0517D: Ein gelehrter Schreiber in Babylon beobachtet im zweiten Monat (Ajaru), im 34. Regierungsjahr des achämenidischen Königs Artaxerxes II., eine Mondfinsternis; es ist ein Schaltjahr des babylonischen Kalenders, sodass ein zusätzlicher Monat eingeschoben ist und die Datierung astronomischer Ereignisse besonders genau ermöglicht: In einer klaren Nacht beginnt nach Sonnenuntergang eine partielle Mondfinsternis, deren Verlauf der Schreiber präzise verfolgt. Die Bedeckung des Mondes beginnt 1,6 BERU nach dem Untergang der Sonne, was etwa 190 Minuten entspricht und so später erlaubt, den Beginn des Phänomens exakt zu bestimmen. Während sich der Erdschatten langsam über die Mondscheibe schiebt, beobachtet der babylonische Astronom aufmerksam die Stellung der Sterne am Himmel: Der Planet Saturn steht während der Finsternis über dem Sternbild Skorpion. Dank dieser präzisen wissenschaftlichen Beschreibung lässt sich die Mondfinsternis präzise auf 17./18. Mai 371 datieren. Der Schreiber hält diese Finsternis in Keilschrift auf eine Tafel, die heute im British Museum in London unter der Signatur BM 32238 aufbewahrt wird.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kreutz-Gruppe '''Kreutz-Gruppe'''] <br />Aristoteles und der Historiker Ephoros beobachten in Griechenland einen außerordentlich hellen Kometen, der sich langsam über den Nachthimmel bewegt und weithin sichtbar ist. Der Schweifstern nimmt stark an Helligkeit zu, dominiert den Himmel über mehrere Nächte und hebt sich deutlich von den gewöhnlichen Himmelserscheinungen der Planeten und Sterne ab. Der Komet bleibt aber nicht kompakt, sondern zerfällt in zwei deutlich erkennbare Teile, die weiterhin in ähnlicher Bahn am Himmel ziehen. Ohne es zu wissen, haben Aristoteles und Ephoros einen Ursprungskörper beobachtet, aus dessen Bruchstücken sich später zahlreiche Kometen entwickeln, deren Bahnen sich extrem nahe an die Sonne heranführen, und die später als Kreutz‑Gruppe bezeichnet werden.
*[[-370#WELTALL | Fortsetzung 370]]


0805D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Leuktra '''Schlacht bei Leuktra''']
==GRIECHEN==
*Die Weigerung Thebens, entsprechend dem Allgemeinen Frieden von 375 v. Chr. den Böotischen Bund aufzulösen, führt am 5. Juli zur Schlacht bei Leuktra gegen die spartanische Phalanx. Der thebanische Heerführer Epaminondas führt die Böoten durch die Anwendung einer schiefen Schlachtordnung zum Sieg. Der spartanische König Kleombrotos I. wird getötet. Großen Anteil am Sieg hat auch die von Pelopidas geführte Heilige Schar. Die Schlacht bedeutet das Ende der Vorherrschaft Spartas auf dem Peloponnes und den Beginn der kurzen thebanischen Hegemonie.  
(1./2. Jahr der 102. Olympiade)


==LEXIKON==
'''Syrakus'''


[http://de.wikipedia.org/wiki/Agesipolis_II. '''König Agesipolis II. (Sparta)''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_I._von_Syrakus Tyrann Dionysios I. (405–367)] <br />
*Agesipolis II. wird neuer König der spartanischen Agiaden-Dynastie.
'''Molosser'''


[http://de.wikipedia.org/wiki/Kreutz-Gruppe '''Kreutz-Gruppe''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alketas_I. König Alketas I. (385–370)] <br />
*Aristoteles und Ephorus beobachten einen Kometen von geschätzten 100 km Durchmesser, der in zwei Teile zerbricht. Dies könnte der Ursprung der Kreutz-Gruppe sein.  


[http://de.wikipedia.org/wiki/Megalopoli '''Megalopoli (Siedlung)''']
'''Makedonien'''
*Epaminondas veranlasst die Gründung von Megalopolis in Arkadien, wo die Bewohner von 40 umliegenden Orten angesiedelt werden, um ein politisches Gegengewicht zu Sparta zu schaffen.
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Amyntas_III. König Amyntas III. (2. Amtszeit 392–370)] <br />Amyntas nimmt an einem panhellenischen Kongress der lakedaimonischen Bundesgenossen teil, bei dem über die Neuordnung der Machtverhältnisse in Griechenland beraten wird. Er stimmt in diesem Rahmen für den Anspruch Athens auf Amphipolis und schließt sich anderen Griechen an, die beschließen, Athen bei der Rückgewinnung dieser wichtigen Stadt zu unterstützen.
*[[-370#GRIECHEN | Fortsetzung 370]] [[Kategorie:Makedonien]]
 
'''Pherai'''
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Jason_von_Pherai Tyrann Jason (390-370)] <br />
 
'''Böotischer Bund''' (seit 379)
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Leuktra '''Schlacht bei Leuktra'''] <br /> Vorgeschichte: Im Jahr 371 erreicht der Gegensatz zwischen Sparta und Theben einen Höhepunkt: Sparta fordert von Theben, im Rahmen eines Allgemeinen Friedens seine Vorherrschaft über den Böotischen Bund aufzugeben, was Theben verweigert. Um Theben zu zwingen, entsendet Sparta ein Heer nach Böotien, dessen Kern aus spartanischen Vollbürgern und verbündeten Kontingenten besteht. Theben stützt sich auf den Böotischen Bund und mobilisiert ein Heer von rund 7000 schwerbewaffneten Hopliten, zu denen Reiterei und leichtbewaffnete Truppen treten. Im Sommer marschieren die spartanischen Truppen unter König Kleombrotos nach Böotien und bewegen sich auf das Gebiet bei Leuktra zu, einem Ort in Böotien. Das spartanische Heer umfasst etwa 10'000 Mann, darunter ungefähr 700 spartanische Vollbürger, deren militärische Erfahrung und gesellschaftliches Prestige besonders hoch sind. Epameinondas stellt das böotische Heer bei Leuktra auf: Auf dem linken Flügel konzentriert er seine stärksten Truppen, darunter die Heilige Schar, eine Eliteeinheit von ausgewählten Hopliten. Anders als in der traditionellen griechischen Schlachtordnung macht Epameinondas nicht den rechten, sondern den linken Flügel zur Hauptangriffsspitze und bildet dort eine ungewöhnlich tiefe Phalanx von etwa fünfzig Schilden. Die Mitte und der rechte Flügel bleiben relativ schwach und defensiv ausgerichtet, durch leichte Truppen und Reiterei gedeckt. <br />0805D Die Schlacht: Zuerst gehen die spartanischen Peltasten und anderen Plänkler vor und bedrängen böotische Nachzügler und Kämpfer, was viele der Böoter in die eigene Schlachtordnung zurückzwingt. Anschließend entwickelt sich ein Gefecht der Reiterei: Kleombrotos hat die spartanische Kavallerie vor seiner Front positioniert, möglicherweise, um einen Flankenmarsch der Thebaner zu verhindern. Die spartanischen Reiter treffen auf die böotische Reiterei, und es kommt zu einem unübersichtlichen Handgemenge, das sich vor den Fronten der Hoplitenlinien abspielt. Die thebanische Reiterei erweist sich als beweglicher und drängt die spartanische Kavallerie zurück, wodurch vor der spartanischen Hauptlinie Unordnung entsteht. Nachdem die Reiterei sich zurückgezogen hat oder zur Seite weicht, rücken die Hoplitenphalanxen zum entscheidenden Zusammenstoß vor; Epameinondas lässt die verstärkte linke Flanke, in der die Heilige Schar steht, geschlossen gegen den spartanischen rechten Flügel vorgehen. Die thebanische Phalanx umfasst dort rund fünfzig Glieder und prallt mit erheblicher Wucht auf die spartanische Linie, die traditionell etwa zwölf Glieder tief steht. Die spartanische Phalanx am rechten Flügel gerät in Bedrängnis und kann der Masse der angreifenden Schilde nicht standhalten. Der Nahkampf ist heftig; die Elite der Spartaner kämpft an dieser Stelle, denn der rechte Flügel gilt als Ehrenplatz und ist mit den erfahrensten Kriegern besetzt. Die thebanische Mitte und der rechte Flügel bleiben vorerst zurück und halten sich eher defensiv, während Plänkler und Reiterei sie abschirmen. So entsteht eine schiefe Schlachtordnung, in der der thebanische linke Flügel den entscheidenden Schlag führt, während die übrigen Teile des Heeres Zeit gewinnen. Im Zentrum der heftigsten Kämpfe auf dem spartanischen rechten Flügel fällt König Kleombrotos. Mit ihm sterben zahlreiche seiner nächsten Begleiter; eine Garde von rund dreihundert jungen spartanischen Kriegern wird nahezu vollständig aufgerieben. Der Tod des Königs trifft die Moral des spartanischen Heeres schwer. Die thebanische Heilige Schar dringt unterdessen weiter in die spartanische Formation ein und vergrößert die Unordnung. Die spartanische Linie am rechten Flügel beginnt zu weichen und löst sich schließlich auf. Der restliche Teil der peloponnesischen Verbündeten, der ohnehin nur widerwillig an der Seite Spartas kämpft, erkennt den zu erwartenden Ausgang der Schlacht und zieht sich zurück. Der linke Flügel der spartanischen Phalanx hat bisher kaum in die Schlacht eingegriffen und kann den Zusammenbruch des rechten Flügels nicht mehr ausgleichen. Am Ende behält das thebanische Heer das Schlachtfeld in Besitz; Sparta erleidet eine schwere Niederlage. <br />Folgen: Die Bilanz der Schlacht fällt für Sparta verheerend aus. Von den etwa 700 spartanischen Vollbürgern, die in Leuktra kämpfen, fallen rund 400 Mann. Insgesamt verliert das spartanische Heer und seine Verbündeten nach einer Darstellung etwa 4000 Soldaten, während die Verluste der Thebaner deutlich geringer bleiben. Die Zahl der gefallenen Spartaner ist besonders schwerwiegend, weil Vollbürger zahlenmäßig begrenzt sind und den Kern der politischen und militärischen Elite bilden. Darüber hinaus geraten Hunderte von Spartanern in Gefangenschaft, was für Spartaner als äußerst beschämend gilt. In Griechenland verbreitet sich die Nachricht von der Niederlage schnell, und der Nimbus der spartanischen Unüberwindlichkeit zerbricht. Theben dagegen gewinnt erhebliches Ansehen und sichert sich mit dem Sieg bei Leuktra eine neue Stellung in der griechischen Staatenwelt. Mit dem Sieg bei Leuktra bricht die spartanische Hegemonie über Griechenland, die seit dem Ende des Peloponnesischen Krieges besteht, faktisch zusammen.
*[[-370#GRIECHEN | Fortsetzung 370]] [[Kategorie:Böotischer Bund]]
 
'''Attischer Seebund'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon (57)] <br />
 
'''Arkadischer Bund'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Megalopoli '''Megalopoli (Siedlung)'''] <br />In Arkadien wird eine neue Stadt mit dem programmatischen Namen Megalopolis ("Große Stadt") gegründet. Der thebanische Feldherr Epaminondas lässt sie nach seinem Sieg über Sparta gründen, um ein politisches Gegengewicht zu der lange vorherrschenden Militärmacht Sparta auf dem Peloponnes zu bilden. Er veranlasst, dass die Bewohner von ungefähr vierzig kleineren Orten und Gemeinden ihre angestammten Siedlungen aufgeben und sich an diesem neuen Standort am Ufer des Flusses Elisson ansiedeln.
*beim nächsten Eintrag [[-371#GRIECHEN | Fortsetzung 371]] [[Kategorie:Arkadischer Bund]]
'''Sparta'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Agesilaos_II. König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)] <br />Agesilaos wirkt an der gewaltsamen Niederschlagung mehrerer Verschwörungen und Aufstände mit, einschließlich von Erhebungen der Heloten und Unruhen unter Periöken und sogar Spartanern, womit er vorerst den inneren Zusammenhalt Spartas sichert, gleichzeitig aber das Bild eines starr konservativen Regimes verstärkt. 371 kommt es zum entscheidenden Bruch: Auf einer Friedenskonferenz weigert sich Agesilaos, den Thebanern zu gestatten, den Vertrag im Namen ganz Böotiens zu unterzeichnen, was zur Fortsetzung des Konflikts führt. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Archidamos_III. Archidamos (später Archidamos III.)] wird um 400 v. Chr. in das spartanische Königsgeschlecht der Eurypontiden geboren; er ist Sohn des Königs Agesilaos II. und Enkel des Archidamos II.. Schon als Prinz vertritt er mehrfach seinen alt gewordenen Vater und übernimmt bei Feldzügen den Oberbefehl über das spartanische Heer.​ Im Jahr 371 rückt Archidamos anstelle des erkrankten Agesilaos mit dem restlichen spartanischen Aufgebot aus, um die Überlebenden des bei Leuktra von den Thebanern geschlagenen spartanischen Heeres zu retten. Jason von Pherai vermittelt jedoch bereits zwischen den Thebanern und den geschlagenen Spartanern, sodass Archidamos die eigenen Truppen, die sich schon auf dem Heimweg befinden, bei Aigosthena an der Grenze von Megara und Böotien trifft und mit ihnen nach Sparta zurückkehrt.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kleombrotos_I. König der Agiaden: Kleombrotos I. (380–371)] <br />Nach dem Friedensschluss mit Athen erhält Kleombrotos den Auftrag, erneut gegen Theben zu Felde zu ziehen und die spartanische Hegemonie in Griechenland zu sichern. Epaminondas hat den Pass von Koroneia besetzt, doch Kleombrotos umgeht diesen Weg; stattdessen führt er sein Heer über eine alternative Route, nimmt zunächst die Hafenstadt Kreusis ein und erbeutet dort zwölf Trieren, die Theben als Flottenstützpunkt dienen. Von Kreusis aus marschiert Kleombrotos weiter in Richtung Theben, bis er bei Leuktra auf das thebanische Heer trifft. Die thebanischen Streitkräfte stehen unter dem gemeinsamen Befehl der Feldherren Epaminondas und Pelopidas, die über hohe militärische Erfahrung verfügen. Aus Sparta eilt Archidamos, der Sohn des Agesilaos, herbei, um Kleombrotos mit zusätzlichen Truppen zu unterstützen und die Chancen auf einen Sieg zu erhöhen. Bald kommt es zur Schlacht von Leuktra, in der die beiden Heere in einer entscheidenden Auseinandersetzung aufeinandertreffen. Schon zu Beginn der Schlacht gehört Kleombrotos zu den ersten Gefallenen, was die Moral und die Führung der spartanischen Truppen schwer erschüttert. Die Schlacht endet in einem Debakel für Sparta: Die spartanische Armee verliert etwa 1000 Soldaten, während auf der Seite der Thebaner nur 47 Kämpfer fallen.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Agesipolis_II. '''König der Agiaden: Agesipolis II. (371-370)'''] <br />Nach dem Tod des Kleombrotos übernimmt sein ältester Sohn Agesipolis die Königswürde, während sein jüngerer Sohn Kleomenes als weiterer Nachfolger im agiadischen Haus bereitsteht.
*[[-370#GRIECHEN | Fortsetzung 370]] [[Kategorie:Sparta]]
 
'''Bosporanisches Reich'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Leucon_I König Leukon I. (389–349)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Gorgippus König Gorgippos (389–349)] <br />
 
'''Bithynien'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bas_(Bithynien) Regent Bas (376-326)] <br />
 
'''Salamis'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Nicocles_of_Salamis Nikokles (374/373–361)] <br />
 
==ODRYSEN==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cotys_I_(Odrysian) König Kotys I. (384–360)] <br />
 
==ACHÄMENIDENREICH==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_II. Großkönig Artaxerxes II. (404–358)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_I._(Kios) Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ariobarzanes_(Phrygien) Satrap Ariobarzanes (Phrygien, 388-362)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Datames Satrap Datames (Kappadokien, 380-362)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mausolus Satrap Mausolus (Karien, 377–353)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles (11)] <br />Nach dem Tod seines Vaters im Alter von 11 Jahren wächst Aristoteles bei seinem Stiefbruder Proxenos von Atarneus in Mysien auf.​ Aristoteles freundet sich schon früh mit Hermias von Atarneus an, dem späteren Tyrannen der Stadt.​
*[[-370#ACHÄMENIDENREICH | Fortsetzung 370]] [[Kategorie:Achämenidenreich]]
 
==ÄGYPTEN==
Spätzeit, 30. Dynastie
 
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Nektanebos_I. Pharao Nektanebos I. (379-360)] <br />
 
==KUSCH==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Harsiotef König Harsiotef (404-369)] <br />
 
==INDIEN==
 
'''Anuradhapura'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pandukabhaya König Pandukabhaya (437–367)]
 
==CHINA==
Zeit der Streitenden Reiche <br />(38./39. Zyklus, Jahr des Metall-Hundes; am Beginn des Jahres Erde-Hahn)
 
'''Qin'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Xian_of_Qin_(424%E2%80%93362_BC) Herzog Xian (384–362)] <br />
 
'''Zhou'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Lie_of_Zhou König Lie (375–369)] <br />Herzog Xian von Qi zieht gegen den Staat Han und erobert dabei sechs Städte des Han-Staates. Die Verlagerung der qinischen Hauptstadt nach Yueyang (im Gebiet des späteren Stadtbezirks Yanliang von Xi’an) ist vollzogen. Die Expansion von Qin vollzieht sich zwar immer noch unter der nominellen Oberhoheit König Lies, aber die faktische Macht von der Zhou-Zentralherrschaft geht allmählich zu den Regionalmächten.
*[[-370#CHINA | Fortsetzung 370]] [[Kategorie:Zhou]]
 
'''Zhao'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Cheng_of_Zhao Markgraf Cheng (374–350)] <br />
'''Wei'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Wu_of_Wei Markgraf Wu (396–370)] <br />
 
'''Qi'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Huan_of_Tian_Qi Herzog Huan (374–357)] <br />
 
'''Chu'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Su_of_Chu König Su (380–370)] <br />
==JAPAN==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dan_(Tenn%C5%8D) Tennō Kōan (392-291)] <br />


==QUELLEN==
==QUELLEN==
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Aktuelle Version vom 24. Februar 2026, 10:51 Uhr

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WELTALL

  • Mondfinsternis
    0517D: Ein gelehrter Schreiber in Babylon beobachtet im zweiten Monat (Ajaru), im 34. Regierungsjahr des achämenidischen Königs Artaxerxes II., eine Mondfinsternis; es ist ein Schaltjahr des babylonischen Kalenders, sodass ein zusätzlicher Monat eingeschoben ist und die Datierung astronomischer Ereignisse besonders genau ermöglicht: In einer klaren Nacht beginnt nach Sonnenuntergang eine partielle Mondfinsternis, deren Verlauf der Schreiber präzise verfolgt. Die Bedeckung des Mondes beginnt 1,6 BERU nach dem Untergang der Sonne, was etwa 190 Minuten entspricht und so später erlaubt, den Beginn des Phänomens exakt zu bestimmen. Während sich der Erdschatten langsam über die Mondscheibe schiebt, beobachtet der babylonische Astronom aufmerksam die Stellung der Sterne am Himmel: Der Planet Saturn steht während der Finsternis über dem Sternbild Skorpion. Dank dieser präzisen wissenschaftlichen Beschreibung lässt sich die Mondfinsternis präzise auf 17./18. Mai 371 datieren. Der Schreiber hält diese Finsternis in Keilschrift auf eine Tafel, die heute im British Museum in London unter der Signatur BM 32238 aufbewahrt wird.
  • Kreutz-Gruppe
    Aristoteles und der Historiker Ephoros beobachten in Griechenland einen außerordentlich hellen Kometen, der sich langsam über den Nachthimmel bewegt und weithin sichtbar ist. Der Schweifstern nimmt stark an Helligkeit zu, dominiert den Himmel über mehrere Nächte und hebt sich deutlich von den gewöhnlichen Himmelserscheinungen der Planeten und Sterne ab. Der Komet bleibt aber nicht kompakt, sondern zerfällt in zwei deutlich erkennbare Teile, die weiterhin in ähnlicher Bahn am Himmel ziehen. Ohne es zu wissen, haben Aristoteles und Ephoros einen Ursprungskörper beobachtet, aus dessen Bruchstücken sich später zahlreiche Kometen entwickeln, deren Bahnen sich extrem nahe an die Sonne heranführen, und die später als Kreutz‑Gruppe bezeichnet werden.
  • Fortsetzung 370

GRIECHEN

(1./2. Jahr der 102. Olympiade)

Syrakus

Molosser

Makedonien

  • König Amyntas III. (2. Amtszeit 392–370)
    Amyntas nimmt an einem panhellenischen Kongress der lakedaimonischen Bundesgenossen teil, bei dem über die Neuordnung der Machtverhältnisse in Griechenland beraten wird. Er stimmt in diesem Rahmen für den Anspruch Athens auf Amphipolis und schließt sich anderen Griechen an, die beschließen, Athen bei der Rückgewinnung dieser wichtigen Stadt zu unterstützen.
  • Fortsetzung 370

Pherai

Böotischer Bund (seit 379)

  • Schlacht bei Leuktra
    Vorgeschichte: Im Jahr 371 erreicht der Gegensatz zwischen Sparta und Theben einen Höhepunkt: Sparta fordert von Theben, im Rahmen eines Allgemeinen Friedens seine Vorherrschaft über den Böotischen Bund aufzugeben, was Theben verweigert. Um Theben zu zwingen, entsendet Sparta ein Heer nach Böotien, dessen Kern aus spartanischen Vollbürgern und verbündeten Kontingenten besteht. Theben stützt sich auf den Böotischen Bund und mobilisiert ein Heer von rund 7000 schwerbewaffneten Hopliten, zu denen Reiterei und leichtbewaffnete Truppen treten. Im Sommer marschieren die spartanischen Truppen unter König Kleombrotos nach Böotien und bewegen sich auf das Gebiet bei Leuktra zu, einem Ort in Böotien. Das spartanische Heer umfasst etwa 10'000 Mann, darunter ungefähr 700 spartanische Vollbürger, deren militärische Erfahrung und gesellschaftliches Prestige besonders hoch sind. Epameinondas stellt das böotische Heer bei Leuktra auf: Auf dem linken Flügel konzentriert er seine stärksten Truppen, darunter die Heilige Schar, eine Eliteeinheit von ausgewählten Hopliten. Anders als in der traditionellen griechischen Schlachtordnung macht Epameinondas nicht den rechten, sondern den linken Flügel zur Hauptangriffsspitze und bildet dort eine ungewöhnlich tiefe Phalanx von etwa fünfzig Schilden. Die Mitte und der rechte Flügel bleiben relativ schwach und defensiv ausgerichtet, durch leichte Truppen und Reiterei gedeckt.
    0805D Die Schlacht: Zuerst gehen die spartanischen Peltasten und anderen Plänkler vor und bedrängen böotische Nachzügler und Kämpfer, was viele der Böoter in die eigene Schlachtordnung zurückzwingt. Anschließend entwickelt sich ein Gefecht der Reiterei: Kleombrotos hat die spartanische Kavallerie vor seiner Front positioniert, möglicherweise, um einen Flankenmarsch der Thebaner zu verhindern. Die spartanischen Reiter treffen auf die böotische Reiterei, und es kommt zu einem unübersichtlichen Handgemenge, das sich vor den Fronten der Hoplitenlinien abspielt. Die thebanische Reiterei erweist sich als beweglicher und drängt die spartanische Kavallerie zurück, wodurch vor der spartanischen Hauptlinie Unordnung entsteht. Nachdem die Reiterei sich zurückgezogen hat oder zur Seite weicht, rücken die Hoplitenphalanxen zum entscheidenden Zusammenstoß vor; Epameinondas lässt die verstärkte linke Flanke, in der die Heilige Schar steht, geschlossen gegen den spartanischen rechten Flügel vorgehen. Die thebanische Phalanx umfasst dort rund fünfzig Glieder und prallt mit erheblicher Wucht auf die spartanische Linie, die traditionell etwa zwölf Glieder tief steht. Die spartanische Phalanx am rechten Flügel gerät in Bedrängnis und kann der Masse der angreifenden Schilde nicht standhalten. Der Nahkampf ist heftig; die Elite der Spartaner kämpft an dieser Stelle, denn der rechte Flügel gilt als Ehrenplatz und ist mit den erfahrensten Kriegern besetzt. Die thebanische Mitte und der rechte Flügel bleiben vorerst zurück und halten sich eher defensiv, während Plänkler und Reiterei sie abschirmen. So entsteht eine schiefe Schlachtordnung, in der der thebanische linke Flügel den entscheidenden Schlag führt, während die übrigen Teile des Heeres Zeit gewinnen. Im Zentrum der heftigsten Kämpfe auf dem spartanischen rechten Flügel fällt König Kleombrotos. Mit ihm sterben zahlreiche seiner nächsten Begleiter; eine Garde von rund dreihundert jungen spartanischen Kriegern wird nahezu vollständig aufgerieben. Der Tod des Königs trifft die Moral des spartanischen Heeres schwer. Die thebanische Heilige Schar dringt unterdessen weiter in die spartanische Formation ein und vergrößert die Unordnung. Die spartanische Linie am rechten Flügel beginnt zu weichen und löst sich schließlich auf. Der restliche Teil der peloponnesischen Verbündeten, der ohnehin nur widerwillig an der Seite Spartas kämpft, erkennt den zu erwartenden Ausgang der Schlacht und zieht sich zurück. Der linke Flügel der spartanischen Phalanx hat bisher kaum in die Schlacht eingegriffen und kann den Zusammenbruch des rechten Flügels nicht mehr ausgleichen. Am Ende behält das thebanische Heer das Schlachtfeld in Besitz; Sparta erleidet eine schwere Niederlage.
    Folgen: Die Bilanz der Schlacht fällt für Sparta verheerend aus. Von den etwa 700 spartanischen Vollbürgern, die in Leuktra kämpfen, fallen rund 400 Mann. Insgesamt verliert das spartanische Heer und seine Verbündeten nach einer Darstellung etwa 4000 Soldaten, während die Verluste der Thebaner deutlich geringer bleiben. Die Zahl der gefallenen Spartaner ist besonders schwerwiegend, weil Vollbürger zahlenmäßig begrenzt sind und den Kern der politischen und militärischen Elite bilden. Darüber hinaus geraten Hunderte von Spartanern in Gefangenschaft, was für Spartaner als äußerst beschämend gilt. In Griechenland verbreitet sich die Nachricht von der Niederlage schnell, und der Nimbus der spartanischen Unüberwindlichkeit zerbricht. Theben dagegen gewinnt erhebliches Ansehen und sichert sich mit dem Sieg bei Leuktra eine neue Stellung in der griechischen Staatenwelt. Mit dem Sieg bei Leuktra bricht die spartanische Hegemonie über Griechenland, die seit dem Ende des Peloponnesischen Krieges besteht, faktisch zusammen.
  • Fortsetzung 370

Attischer Seebund

Arkadischer Bund

  • Megalopoli (Siedlung)
    In Arkadien wird eine neue Stadt mit dem programmatischen Namen Megalopolis ("Große Stadt") gegründet. Der thebanische Feldherr Epaminondas lässt sie nach seinem Sieg über Sparta gründen, um ein politisches Gegengewicht zu der lange vorherrschenden Militärmacht Sparta auf dem Peloponnes zu bilden. Er veranlasst, dass die Bewohner von ungefähr vierzig kleineren Orten und Gemeinden ihre angestammten Siedlungen aufgeben und sich an diesem neuen Standort am Ufer des Flusses Elisson ansiedeln.
  • beim nächsten Eintrag Fortsetzung 371

Sparta

  • König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)
    Agesilaos wirkt an der gewaltsamen Niederschlagung mehrerer Verschwörungen und Aufstände mit, einschließlich von Erhebungen der Heloten und Unruhen unter Periöken und sogar Spartanern, womit er vorerst den inneren Zusammenhalt Spartas sichert, gleichzeitig aber das Bild eines starr konservativen Regimes verstärkt. 371 kommt es zum entscheidenden Bruch: Auf einer Friedenskonferenz weigert sich Agesilaos, den Thebanern zu gestatten, den Vertrag im Namen ganz Böotiens zu unterzeichnen, was zur Fortsetzung des Konflikts führt.
    Archidamos (später Archidamos III.) wird um 400 v. Chr. in das spartanische Königsgeschlecht der Eurypontiden geboren; er ist Sohn des Königs Agesilaos II. und Enkel des Archidamos II.. Schon als Prinz vertritt er mehrfach seinen alt gewordenen Vater und übernimmt bei Feldzügen den Oberbefehl über das spartanische Heer.​ Im Jahr 371 rückt Archidamos anstelle des erkrankten Agesilaos mit dem restlichen spartanischen Aufgebot aus, um die Überlebenden des bei Leuktra von den Thebanern geschlagenen spartanischen Heeres zu retten. Jason von Pherai vermittelt jedoch bereits zwischen den Thebanern und den geschlagenen Spartanern, sodass Archidamos die eigenen Truppen, die sich schon auf dem Heimweg befinden, bei Aigosthena an der Grenze von Megara und Böotien trifft und mit ihnen nach Sparta zurückkehrt.
  • König der Agiaden: Kleombrotos I. (380–371)
    Nach dem Friedensschluss mit Athen erhält Kleombrotos den Auftrag, erneut gegen Theben zu Felde zu ziehen und die spartanische Hegemonie in Griechenland zu sichern. Epaminondas hat den Pass von Koroneia besetzt, doch Kleombrotos umgeht diesen Weg; stattdessen führt er sein Heer über eine alternative Route, nimmt zunächst die Hafenstadt Kreusis ein und erbeutet dort zwölf Trieren, die Theben als Flottenstützpunkt dienen. Von Kreusis aus marschiert Kleombrotos weiter in Richtung Theben, bis er bei Leuktra auf das thebanische Heer trifft. Die thebanischen Streitkräfte stehen unter dem gemeinsamen Befehl der Feldherren Epaminondas und Pelopidas, die über hohe militärische Erfahrung verfügen. Aus Sparta eilt Archidamos, der Sohn des Agesilaos, herbei, um Kleombrotos mit zusätzlichen Truppen zu unterstützen und die Chancen auf einen Sieg zu erhöhen. Bald kommt es zur Schlacht von Leuktra, in der die beiden Heere in einer entscheidenden Auseinandersetzung aufeinandertreffen. Schon zu Beginn der Schlacht gehört Kleombrotos zu den ersten Gefallenen, was die Moral und die Führung der spartanischen Truppen schwer erschüttert. Die Schlacht endet in einem Debakel für Sparta: Die spartanische Armee verliert etwa 1000 Soldaten, während auf der Seite der Thebaner nur 47 Kämpfer fallen.
  • König der Agiaden: Agesipolis II. (371-370)
    Nach dem Tod des Kleombrotos übernimmt sein ältester Sohn Agesipolis die Königswürde, während sein jüngerer Sohn Kleomenes als weiterer Nachfolger im agiadischen Haus bereitsteht.
  • Fortsetzung 370

Bosporanisches Reich

Bithynien

Salamis

ODRYSEN

ACHÄMENIDENREICH

ÄGYPTEN

Spätzeit, 30. Dynastie

KUSCH

INDIEN

Anuradhapura

CHINA

Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. Zyklus, Jahr des Metall-Hundes; am Beginn des Jahres Erde-Hahn)

Qin

Zhou

  • König Lie (375–369)
    Herzog Xian von Qi zieht gegen den Staat Han und erobert dabei sechs Städte des Han-Staates. Die Verlagerung der qinischen Hauptstadt nach Yueyang (im Gebiet des späteren Stadtbezirks Yanliang von Xi’an) ist vollzogen. Die Expansion von Qin vollzieht sich zwar immer noch unter der nominellen Oberhoheit König Lies, aber die faktische Macht von der Zhou-Zentralherrschaft geht allmählich zu den Regionalmächten.
  • Fortsetzung 370

Zhao

Wei

Qi

Chu

JAPAN

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.

14.08.2021 Artikel eröffnet

04.07.2023 Grundstock erstellt

20.02.2026 Grundstock ergänzt

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