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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe Kaiser Karl der Große (800–814)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Heiligen '''Vertrag von Heiligen'''] <br />Im Jahr 809 hielt der dänische König Gudfred jenseits der Elbe in Badenfliot eine Konferenz mit fränkischen Adligen ab, bei der die Spannungen zwischen den Dänen und den Franken bestehen bleiben und nicht beigelegt werden. Im Vorjahr führte Gudfred Raubzüge gegen Friesland, prahlt damit, Karl den Großen in einer offenen Schlacht herausfordern zu wollen, wird jedoch, bevor Karl der Große reagieren kann, von einem seiner eigenen Gefolgsleute getötet.In diesem Jahr tritt Hemming die Nachfolge Gudfreds an, bietet Karl dem Großen Frieden an, lässt den Vertrag jedoch erst im folgenden Frühjahr, als die Straßen nach einem harten Frost wieder befahrbar sind, durch einen Eidtausch ratifizieren, wobei sich zwölf vornehme Dänen und eine zwölfköpfige Delegation fränkisch-sächsischer Grafen unter Leitung des Vetters Karls, Wala, am Fluss Eider an einem Ort namens Heiligen treffen, Geschenke austauschen und einen Friedensvertrag schließen, der als Vertrag von Heiligen in den Annales regni Francorum für dieses Jahr belegt ist und dem dänischen König Hemming sowie dem fränkischen Kaiser Karl dem Großen zugeschrieben wird. Im Jahr nach dem Abschluss des Vertrages von Heiligen stirbt Hemming, und unter den Dänen kommt es zu einem Bürgerkrieg. <br />Auf dem fränkischen Reichstag zu Aachen wird die Entsendung eines Heers nach Pannonien beschlossen, um die Streitigkeiten zwischen Awaren und Slawen zu schlichten. <br />Ein erneuter, achtjähriger Aufstand gegen die Muslime in Toledo beginnt. Karl der Große kontrolliert nun ganz Katalonien.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe Kaiser Karl der Große (800–814)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Heiligen '''Vertrag von Heiligen'''] <br />Im Jahr 809 hielt der dänische König Gudfred jenseits der Elbe in Badenfliot eine Konferenz mit fränkischen Adligen ab, bei der die Spannungen zwischen den Dänen und den Franken bestehen bleiben und nicht beigelegt werden. Im Vorjahr führte Gudfred Raubzüge gegen Friesland, prahlt damit, Karl den Großen in einer offenen Schlacht herausfordern zu wollen, wird jedoch, bevor Karl der Große reagieren kann, von einem seiner eigenen Gefolgsleute getötet.In diesem Jahr tritt Hemming die Nachfolge Gudfreds an, bietet Karl dem Großen Frieden an, lässt den Vertrag jedoch erst im folgenden Frühjahr, als die Straßen nach einem harten Frost wieder befahrbar sind, durch einen Eidtausch ratifizieren, wobei sich zwölf vornehme Dänen und eine zwölfköpfige Delegation fränkisch-sächsischer Grafen unter Leitung des Vetters Karls, Wala, am Fluss Eider an einem Ort namens Heiligen treffen, Geschenke austauschen und einen Friedensvertrag schließen, der als Vertrag von Heiligen in den Annales regni Francorum für dieses Jahr belegt ist und dem dänischen König Hemming sowie dem fränkischen Kaiser Karl dem Großen zugeschrieben wird. Im Jahr nach dem Abschluss des Vertrages von Heiligen stirbt Hemming, und unter den Dänen kommt es zu einem Bürgerkrieg. <br />Auf dem fränkischen Reichstag zu Aachen wird die Entsendung eines Heers nach Pannonien beschlossen, um die Streitigkeiten zwischen Awaren und Slawen zu schlichten. <br />Ein erneuter, achtjähriger Aufstand gegen die Muslime in Toledo beginnt. Karl der Große kontrolliert nun ganz Katalonien.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Wulfar_von_Reims Wulfar] <br />Nach dem Biographen Karls des Großen, Eginhard, ist Wulfar einer der Zeugen und Garanten des Testaments des Kaisers, durch das dieser sein Reich unter seinen überlebenden Söhnen aufteilt. Seit dem 8. Jahrhundert halten die Erzbischöfe von Reims Urkunden fest, die ordinatio servitiorum („Liste der Frondienste“) genannt werden, eine ursprüngliche Form des Polyptychons: Diese Dokumente führen das Verzeichnis der Grundbesitzungen des Erzbistums und erinnern sie nach und nach. „Wulfar, sagt uns Flodoard, fasst außerdem mehrere nach der Überlieferung begrenzte Höfe des Bistums zusammen, um daraus genau umgrenzte Dörfer zu machen“. Wulfar schafft ebenfalls das Amt des Gesandten der Kirche (advocatus ecclesiae) in der Provinz Reims.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_J%C3%BCngere König Karl der Jüngere (Franken, 781-811)] <br />811 stirbt zunächst Pippin der Bucklige als Mönch in Prüm, und am 4. Dezember stirbt schließlich Karl der Jüngere. Damit erlebt von den erwachsenen Söhnen des Kaisers nur der jüngste, Ludwig, die letzten Jahre seines Vaters. Nach diesen Todesfällen erklärt Karl der Große Pippins Sohn Bernhard zum Herrscher Italiens und seinen einzigen noch lebenden Sohn Ludwig zum Erben des restlichen Reiches. Ludwig wird 813 zum Kaiser gekrönt und tritt 814 nach Karls Tod die Nachfolge vollständig an.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_J%C3%BCngere König Karl der Jüngere (Franken, 781-811)] <br />811 stirbt zunächst Pippin der Bucklige als Mönch in Prüm, und am 4. Dezember stirbt schließlich Karl der Jüngere. Damit erlebt von den erwachsenen Söhnen des Kaisers nur der jüngste, Ludwig, die letzten Jahre seines Vaters. Nach diesen Todesfällen erklärt Karl der Große Pippins Sohn Bernhard zum Herrscher Italiens und seinen einzigen noch lebenden Sohn Ludwig zum Erben des restlichen Reiches. Ludwig wird 813 zum Kaiser gekrönt und tritt 814 nach Karls Tod die Nachfolge vollständig an.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_der_Fromme König Ludwig der Fromme (Aquitanien, 781–814)] <br />Im Jahr 811 folgt der überraschende Tod von Karl dem Jüngeren, sodass Ludwig als einziger legitimer Sohn und Erbe Karls des Großen übrig bleibt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_der_Fromme König Ludwig der Fromme (Aquitanien, 781–814)] <br />Im Jahr 811 folgt der überraschende Tod von Karl dem Jüngeren, sodass Ludwig als einziger legitimer Sohn und Erbe Karls des Großen übrig bleibt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alkuin Alkuin] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhard_(Italien) König Bernhard (Italien, 810–818)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Theodulf_von_Orl%C3%A9ans Bischof Theodulf (Orléans, 798-818)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Theodulf_von_Orl%C3%A9ans Bischof Theodulf (Orléans, 798-818)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Waltcaud Bischof Waltcaud (Lüttich, 810/811-831)] <br />Waltcaud wird als Nachfolger Gerobalds von Lüttich erstmals erwähnt. Er gehört zu den Zeugen, die das Testament Karls des Großen beglaubigen.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Waltcaud Bischof Waltcaud (Lüttich, 810/811-831)] <br />Waltcaud wird als Nachfolger Gerobalds von Lüttich erstmals erwähnt. Er gehört zu den Zeugen, die das Testament Karls des Großen beglaubigen.

Aktuelle Version vom 25. Juni 2026, 19:36 Uhr

808 | 809 | 810 | 811 | 812 | 813 | 814

WELTALL

  • Perseiden
    August: In Europa wird die erste Beobachtung der Perseiden bekannt, womit der Meteorstrom nun auch auf diesem Kontinent schriftlich fassbar ist.
  • Fortsetzung 993

PIKTEN

KELTEN

  • Der König von Ailech ist gleichzeitig auch Hochkönig von Irland

Ailech

Ulster

Connacht

Meath

Leinster

Gwynedd

Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

Mercia

Wessex

Essex

  • König Sigered (798–825)
    Sigered erscheint als Zeuge in Urkunden des Königs Cenwulf von Mercia und unterzeichnet diese als rex. Der Text nennt für dieses Jahr einige Chartas, die er in dieser Funktion bezeugt. Zu diesem Zeitpunkt steht Essex bereits unter mercischer Oberherrschaft.
  • Fortsetzung 812

FRÄNKISCHES REICH

  • Kaiser Karl der Große (800–814)
    Vertrag von Heiligen
    Im Jahr 809 hielt der dänische König Gudfred jenseits der Elbe in Badenfliot eine Konferenz mit fränkischen Adligen ab, bei der die Spannungen zwischen den Dänen und den Franken bestehen bleiben und nicht beigelegt werden. Im Vorjahr führte Gudfred Raubzüge gegen Friesland, prahlt damit, Karl den Großen in einer offenen Schlacht herausfordern zu wollen, wird jedoch, bevor Karl der Große reagieren kann, von einem seiner eigenen Gefolgsleute getötet.In diesem Jahr tritt Hemming die Nachfolge Gudfreds an, bietet Karl dem Großen Frieden an, lässt den Vertrag jedoch erst im folgenden Frühjahr, als die Straßen nach einem harten Frost wieder befahrbar sind, durch einen Eidtausch ratifizieren, wobei sich zwölf vornehme Dänen und eine zwölfköpfige Delegation fränkisch-sächsischer Grafen unter Leitung des Vetters Karls, Wala, am Fluss Eider an einem Ort namens Heiligen treffen, Geschenke austauschen und einen Friedensvertrag schließen, der als Vertrag von Heiligen in den Annales regni Francorum für dieses Jahr belegt ist und dem dänischen König Hemming sowie dem fränkischen Kaiser Karl dem Großen zugeschrieben wird. Im Jahr nach dem Abschluss des Vertrages von Heiligen stirbt Hemming, und unter den Dänen kommt es zu einem Bürgerkrieg.
    Auf dem fränkischen Reichstag zu Aachen wird die Entsendung eines Heers nach Pannonien beschlossen, um die Streitigkeiten zwischen Awaren und Slawen zu schlichten.
    Ein erneuter, achtjähriger Aufstand gegen die Muslime in Toledo beginnt. Karl der Große kontrolliert nun ganz Katalonien.
  • Wulfar
    Nach dem Biographen Karls des Großen, Eginhard, ist Wulfar einer der Zeugen und Garanten des Testaments des Kaisers, durch das dieser sein Reich unter seinen überlebenden Söhnen aufteilt. Seit dem 8. Jahrhundert halten die Erzbischöfe von Reims Urkunden fest, die ordinatio servitiorum („Liste der Frondienste“) genannt werden, eine ursprüngliche Form des Polyptychons: Diese Dokumente führen das Verzeichnis der Grundbesitzungen des Erzbistums und erinnern sie nach und nach. „Wulfar, sagt uns Flodoard, fasst außerdem mehrere nach der Überlieferung begrenzte Höfe des Bistums zusammen, um daraus genau umgrenzte Dörfer zu machen“. Wulfar schafft ebenfalls das Amt des Gesandten der Kirche (advocatus ecclesiae) in der Provinz Reims.
  • König Karl der Jüngere (Franken, 781-811)
    811 stirbt zunächst Pippin der Bucklige als Mönch in Prüm, und am 4. Dezember stirbt schließlich Karl der Jüngere. Damit erlebt von den erwachsenen Söhnen des Kaisers nur der jüngste, Ludwig, die letzten Jahre seines Vaters. Nach diesen Todesfällen erklärt Karl der Große Pippins Sohn Bernhard zum Herrscher Italiens und seinen einzigen noch lebenden Sohn Ludwig zum Erben des restlichen Reiches. Ludwig wird 813 zum Kaiser gekrönt und tritt 814 nach Karls Tod die Nachfolge vollständig an.
  • König Ludwig der Fromme (Aquitanien, 781–814)
    Im Jahr 811 folgt der überraschende Tod von Karl dem Jüngeren, sodass Ludwig als einziger legitimer Sohn und Erbe Karls des Großen übrig bleibt.
  • König Bernhard (Italien, 810–818)
  • Bischof Theodulf (Orléans, 798-818)
  • Bischof Waltcaud (Lüttich, 810/811-831)
    Waltcaud wird als Nachfolger Gerobalds von Lüttich erstmals erwähnt. Er gehört zu den Zeugen, die das Testament Karls des Großen beglaubigen.
  • Erzbischof Hildebold (Köln, 795–818)
    Hildebold unterzeichnet das Testament Kaiser Karls als erster Zeuge. In diesem Testament wird Köln an erster Stelle unter den fränkischen Erzbistümern genannt. Hildebold bestätigt mit seiner Unterschrift die letztwilligen Verfügungen des Kaisers. Karl erhält aus seinen Händen die Kommunion und die Krankensalbung, wenn Hildebold ihm die Sterbesakramente spendet. Hildebold steht damit in unmittelbarer Nähe zum sterbenden Kaiser und übt seine priesterlichen Aufgaben bis zum Ende von Karls Leben aus.
  • Bischof Willerich (Bremen, 805–837)
  • Erzbischof Richulf (Mainz, 787–813)
    Richulf erscheint in der exklusiven Zeugenliste des Testaments Karls des Großen.
  • Erzbischof Amalarius (Trier, 809–814)
  • Bischof Wolfgar (Würzburg, 809–831)
  • Abt Ratgar (Fulda, 802–817)
    Ratgar lässt eine erste Kirche an der Stelle der späteren Propstei Johannesberg errichten.
  • Bischof Egino (Konstanz, 782–811)
  • Bischof Wolfleoz (Konstanz, 811–838/39)
    Wolfleoz wird Bischof von Konstanz.
  • Abt Waldo von Reichenau (Saint-Denis 806–814)
  • Bischof Haito (Basel, 805-823)
    Haito unternimmt eine gescheiterte diplomatische Reise nach Byzanz und gehört zu den Zeugen, die das Testament Karls des Großen unterschreiben.
  • Fortsetzung 812

Grafschaft Aragón und Conflent

Grafschaft Barcelona

Grafschaft Urgell, Cerdaña und Osona

Herzogtum Gascogne

Grafschaft Toulouse

  • Graf Beggo I. (806-816)
    Beggo bleibt bis 811 Graf von Toulouse sowie Markgraf (marchio) von Septimanien. Im Jahr 811 stirbt sein älterer Bruder Graf Stephan von Paris, und Beggo wird nun auch noch dessen Nachfolger als Graf von Paris.
  • Fortsetzung 812

Abodriten

​ Herzogtum Sachsen

​ Herzogtum Baiern

Herzogtum Mailand

  • Erzbischof Odelperto (Mailand, 803-813)
    Odelperto wird von Kaiser Karl dem Großen aufgefordert, einige Fragen zum Wert der christlichen Taufe zu beantworten, und antwortet mit der Veröffentlichung des „Liber de Baptismo“, wobei er eine tiefgehende theologische Kenntnis und bemerkenswerte Vorbereitung zeigt.
  • Fortsetzung 813

Herzogtum Treviso

Markgrafschaft Friaul

  • Markgraf Aio (808?-817?)
    Karl der Große entsendet Aio gemeinsam mit Haido, Bischof von Basel, und Hugo, Graf von Tours, als missi dominici, um Gesandte aus Konstantinopel zu treffen und den Pax Nicephori zu bestätigen.
  • Fortsetzung 817

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

SPANIEN

Asturien

KIRCHENSTAAT

REPUBLIK VENEDIG

WESTSLAWEN

Obodriten

  • Fürst Slavomir (809/810-819)
    Slavomir versucht mit Hilfe der Franken und Sachsen, seine Herrschaft über die Stämme der Linonen und der Bethenici wiederherzustellen, die sich kurz nach Thrascos Tod von der Abhängigkeit von den Abodriten lösen und sich seiner Oberhoheit entziehen. Er führt gemeinsam mit fränkischen und sächsischen Kräften einen Zug gegen diese Stämme, um ihre frühere Unterordnung unter die Abodriten zurückzugewinnen, zeigt damit seinen Anspruch auf eine übergeordnete Stellung innerhalb der Region und demonstriert zugleich seine enge Anbindung an die militärische Unterstützung des Frankenreiches.
  • Fortsetzung 815

SÜDSLAWEN

Pannonien

Kroatien

ERSTES BULGARISCHES REICH

  • Khan Krum (803–814)
  • Schlacht am Warbiza-Pass
    Am 25. Juli laufen die byzantinischen Truppen im Balkangebirge in eine Barrikade, die die Bulgaren im Tal des Flusses Titscha errichtet haben, und Krum hat seine Truppen mit Awaren und Slawen verstärkt und greift am Morgen des 26. Juli die Byzantiner an, wobei er sich auf Nikephoros’ Stellung fokussiert, so dass die Byzantiner von dem Angriff im Schlaf überrascht werden und sich nicht zu einer wirksamen Verteidigung formieren können. Nikephoros wird vermutlich direkt zu Beginn getötet, jedenfalls wird sehr schnell behauptet, dass er tot ist, was den Rest der Truppen in Panik versetzt und zur Flucht veranlasst, viele byzantinische Soldaten ertrinken im nahegelegenen Titscha-Fluss oder werden getötet, als die Barrikade in Brand gesetzt wird, und die Niederlage gilt als die schwerste, die das Kaiserreich seit der Schlacht von Adrianopel im Jahr 378 erlitten hat. Krum benutzt den Schädel von Nikephoros als Trinkbecher und der Thronfolger Staurakios ist schwer verwundet und als Herrscher kaum tauglich, so dass er einen Monat später abgesetzt und durch seinen Schwager Michael I. ersetzt wird, während die Schlacht in die Reihe der byzantinisch-bulgarischen Kriege eingeordnet wird und als bulgarischer Sieg mit dem Tod des byzantinischen Kaisers und der vernichtenden Niederlage seines Heeres endet.
  • Fortsetzung 813

BYZANTINISCHES REICH

  • Kaiser Nikephoros I. (802–811)
    Im Sommer bricht Nikephoros von Markellai aus zu einem Feldzug nach Bulgarien auf, um dem Khan Krum entgegenzutreten, der die nördlichen Grenzen bedroht. Der Feldzug bewegt Krum zu Verhandlungsangeboten, doch in der Schlacht am Warbiza-Pass am 26. Juli gelingt es Krum, Nikephoros und viele seiner Soldaten zu töten. Es wird berichtet, dass Krum aus dem Schädel des Nikephoros einen versilberten Trinkbecher anfertigen lässt. Nach seinem Tod folgt ihm kurzzeitig Staurakios nach, der jedoch wegen schwerer Verwundungen aus der Schlacht von Pliska bald abgesetzt und durch seinen Schwager Michael Rangabes ersetzt wird.
  • Kaiser Staurakios (811)
    Staurakios nimmt an der Schlacht am Warbiza-Pass gegen die Bulgaren teil, in der sein Vater Kaiser Nikephoros I. im Kampf fällt. Staurakios entkommt nur schwer verwundet und wird am 28. Juli in Adrianopel zum Kaiser gekrönt. Nach seiner Krönung kehrt er nach Konstantinopel zurück und ernennt dort seine Gattin Theophano zur Mitregentin. Aufgrund seiner schweren Verletzungen wird er jedoch bereits Anfang Oktober 811 durch den Patriarchen Nikephoros abgesetzt und in ein Kloster verbannt. Sein Nachfolger wird Michael I. Rangabe, der die Schlacht unverletzt überlebt hat und mit Prokopia, der Schwester des Staurakios, verheiratet ist.
  • Kaiser Michael I. (811–813)
    Michael Rhangabe, der ebenfalls an der Schlacht teilgenommen und überlebt hat, wird durch den Tod von Nikephoros I. und die schwere Verwundung von Staurakios zu einem der aussichtsreichsten Anwärter auf den Thron. Nach der Niederlage von Pliska und der Rückkehr des schwer verletzten Staurakios nach Konstantinopel entsteht eine Phase politischer Instabilität, in der die Elite des Reiches sich nicht mit der Aussicht auf eine Regierung Theophanos von Athen abfinden mag, denn eine erneute Frauenherrschaft gilt als mit zu vielen Unsicherheiten behaftet und führt dazu, dass sich ein Konsens zugunsten Michaels Rhangabe herausbildet. Der Patriarch Nikephoros I. von Konstantinopel, der Domestikos der Scholen Stephanos und der Magister Theoktistos einigen sich auf Michael Rhangabe als geeigneten Kandidaten, während Prokopija, die Ehefrau Michaels und Tochter des Kaisers Nikephoros, vermutlich eine Schlüsselrolle in dieser Verschwörung spielt, indem sie zunächst versucht, ihren Bruder Staurakios zu überzeugen, Michael als Nachfolger zu bestimmen. Staurakios wird misstrauisch gegenüber dem Verhalten seiner Umgebung und lässt Stephanos am Abend eines nicht genauer datierten Tages zu sich kommen, um ihn zu fragen, wie er am leichtesten Michael Rhangabe ergreifen und blenden lassen könne, was in Byzanz eine übliche Strafe ist, um Thronanwärter auszuschalten, und Stephanos täuscht Loyalität vor, erklärt aber, der von Michael bewohnte Palast der Manganen sei derzeit zu gut gesichert, während er in Wahrheit die Bewegung zugunsten Michaels beschleunigt. In der Folge versammelt Stephanos Michael, dessen wichtigste Gefolgsleute und loyale Truppen im Hippodrom, und bei Tagesanbruch wird Michael zum Kaiser ausgerufen, während Staurakios nachgibt, bereit ist, das Mönchsgewand zu nehmen, den Patriarchen für seine Haltung zugunsten Michaels tadelt und Nikephoros dennoch Michael kurz darauf krönt, nachdem er sich von ihm eine schriftliche Verpflichtung hat geben lassen, die Orthodoxie zu verteidigen, kein christliches Blut zu vergießen und nicht in religiösen Angelegenheiten zu legis­lieren. Am 2. Oktober beginnt die Regierungszeit Michaels I. Rhangabe offiziell, als er nach der gewaltsamen Absetzung seines Schwagers Staurakios und der Krönung durch Patriarch Nikephoros den Thron besteigt, wobei diese Machtübernahme direkt aus den Folgen der Niederlage von Pliska und der schweren Verwundung des bisherigen Kaisers hervorgeht. Zu diesem Zeitpunkt ist die Lage des Reiches prekär, denn seit dem Tod Konstantins V. hat sich eine Instabilität an der Spitze des Staates entwickelt, die die unter den Isauriern begonnene Erneuerung schwächt, und der bulgarische Herrscher Chrum hat sich durch den Sieg von Pliska in die Lage versetzt, weitere Gebiete in Richtung Konstantinopel zu erobern. Unmittelbar nach seinem Regierungsantritt kehrt Michael I. Rhangabe die meisten politischen Linien Nikephoros’ um, nutzt den überschüssigen kaiserlichen Schatz aus den zahlreichen fiskalischen Maßnahmen seines Vorgängers und verteilt großzügige Schenkungen, indem er 3600 Nomismata an den Patriarchen und die Hälfte dieser Summe an den übrigen Klerus von Hagia Sophia gibt, die Opfer als ungerecht betrachteter Besteuerungen entschädigen will und insgesamt 36'000 Nomismata an die Witwen der in den Feldzügen des Nikephoros gefallenen Soldaten verteilt. Er gewinnt damit die Unterstützung weiter Teile der kaiserlichen Elite, stärkt seine Stellung und versucht, durch Großzügigkeit seine Herrschaft abzusichern, indem er auch Theophano, die faktisch vom Zugriff auf die Macht ausgeschlossen ist, mit einer bedeutenden Geldsumme bedenkt und ihr erlaubt, in einem in ein Kloster umgewandelten luxuriösen Palast zu leben, sobald sie das Ordenskleid angenommen hat. Zugleich ruft er eine Reihe von Würdenträgern aus dem Exil zurück, darunter Leon den Armenier, den er zum Strategen der Anatoliker, des wichtigsten Themas des Reiches, erhebt, und wendet diese Politik auch auf bedeutende Kirchenmänner an, die das Exil antreten mussten, wie Theodor Studites und dessen Schüler Platon von Sakkudion, deren Bewegung vom Studion-Kloster vorher unter Nikephoros häufig die kaiserliche Einmischung in religiöse Angelegenheiten kritisiert hat. Michael I. strebt nach einem Ausgleich zwischen weltlicher und geistlicher Autorität, wird schnell aufgefordert, verschiedenen Häresien im Reich ein Ende zu setzen, insbesondere den Paulikianern und Athingern in Kleinasien, gegen die Nikephoros I. untätig geblieben ist, während der Patriarch ihre Beseitigung verlangt, und Michael erlässt 812 ein Dekret, das die Behörden verpflichtet, jedes Mitglied dieser häretischen Bewegungen hinrichten zu lassen, stößt jedoch auf Widerstand Theodor Studites, der die Todesstrafe ablehnt, sodass Michael sich erneut zu einem Ausgleich entschließt und die Paulikianer sowie Athinger zwar an der Ausübung ihres Glaubens hindert, sie aber nicht mehr mit der Todesstrafe bedroht. In der Beurteilung durch moderne Historiker wie Ostrogorski erscheint Michael als Herrscher, der vor allem auf Ereignisse reagiert, nicht die Initiative ergreift und Probleme vorzugsweise durch das Befriedigen möglichst vieler Gruppen löst, was sich in der Verteilung von Geschenken an verschiedene Teile der byzantinischen Elite und in der Bereitschaft zeigt, auf unterschiedliche Forderungen einzugehen. Zugleich besitzt Prokopija offenbar erheblichen Einfluss auf ihn und damit auf die Regierung, was bei manchen Zeitgenossen Verachtung hervorruft, da seine Handlungsweise teilweise als von der Gemahlin gesteuert wahrgenommen wird.
  • Patriarch Fortunatus II. (Grado, 2. Amtszeit 809–820)
    Fortunatus übt bis zu diesem Jahr das Amt des Bischofs von Pola aus. König Pippin von Italien erobert mehrere Orte in der Lagune von Venedig. Trotz des Widerstands der Venezianer und des Rücktritts Obelerius’ kehrt Fortunatus nach Grado zurück. Karl erkennt an, dass die Lagune zum östlichen Kaiserreich gehört.
  • Patriarch Nikephoros I. (Konstantinopel, 806–815)
  • Fortsetzung 812

KACHETIEN

ARABER

(195/196 - 22./23. September)

Abbasiden

Rustamiden

  • Imam Abd al-Wahhab ibn Abd al-Rahman (788–823)
    811 bricht ein Konflikt zwischen den Ibāditen von Tahert und ihren zénetischen Nachbarn aus, die den Mu'tazilismus in seiner wāṣilitischen Form vertreten, vor allem bei den Houaras und den Louata. Die zénetische Koalition beschränkt Abd al-Wahhabs Macht in der Region Tlemcen und ist besonders in den Bergen aktiv. Im Norden setzt sich der Ibādismus jedoch fest und beherrscht die gesamte Küstenzone nördlich von Tahert sowie den Norden des heutigen Marokko bis nach Ceuta und Tanger. Die Nukkar, die sich in der Umgebung des heutigen Al-Hoceïma zurückgezogen haben, besetzen ein für das Imamat lebenswichtiges Gebiet. Abd al-Wahhab bekämpft sie mit besonderer Härte und versucht, jede Opposition im Westen zu zerschlagen.
  • Fortsetzung 812

Idrisiden

Aghlabiden

Emirat von Córdoba

CHASAREN

UIGURISCHES KAGANAT

INDIEN

Pratihara

Chauhan-Dynastie

Östliche Chalukya

Rashtrakuta

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

TIBET

KHMER

CHINA

(58. (59.) Zyklus - Jahr des Metall-Hasen; am Beginn des Jahres Metall-Tiger)

Tang-Dynastie

  • Kaiser Tang Xianzong (805–820)
    Auf Vorschlag von Li Jifu lässt Kaiser Xianzong die Regierungsstruktur überprüfen und reformieren. Gleichzeitig wird Li Jiang zum Kanzler ernannt, um ein Gegengewicht zu Li Jifu zu schaffen.
  • Fortsetzung 812

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.

31.07.2021 Artikel eröffnet

30.08.2023 Grundstock erstellt

22.06.2026 Grundstock ergänzt

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