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*Auf der Rückreise aus dem Heiligen Land hält Willibald, der spätere Bischof von Eichstätt, sich längere Zeit in Konstantinopel auf, vermutlich von 727 bis 729, lebt dort als Rekluse an der Apostelkirche und unternimmt einen Abstecher nach Nicäa. | *Auf der Rückreise aus dem Heiligen Land hält Willibald, der spätere Bischof von Eichstätt, sich längere Zeit in Konstantinopel auf, vermutlich von 727 bis 729, lebt dort als Rekluse an der Apostelkirche und unternimmt einen Abstecher nach Nicäa. | ||
*[[728#BYZANTINISCHES_REICH | Fortsetzung 728]] [[Kategorie:Byzantinisches Reich]] | *[[728#BYZANTINISCHES_REICH | Fortsetzung 728]] [[Kategorie:Byzantinisches Reich]] | ||
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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_III_of_Iberia Fürst Guaram III. (693–748)] <br /> | |||
*'''693:''' Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_II_of_Iberia Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)] | |||
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hisch%C4%81m_ibn_%CA%BFAbd_al-Malik Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik (724–743)] <br /> | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Hisch%C4%81m_ibn_%CA%BFAbd_al-Malik Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik (724–743)] <br /> | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_von_Nik%C3%A4a_(727) '''Belagerung von Nikäa'''] <br />Nach vierzig Tagen der Belagerung von Nikäa brechen die Umayyaden den Versuch ab, die byzantinische Stadt Nikäa, die Hauptstadt des Themas von Opsikion, zu erobern und kehren ins Kalifat zurück. Die erfolgreiche Verteidigung hilft Kaiser Leo III. bei der Durchsetzung seiner ikonoklastischen Politik. | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_von_Nik%C3%A4a_(727) '''Belagerung von Nikäa'''] <br />Nach vierzig Tagen der Belagerung von Nikäa brechen die Umayyaden den Versuch ab, die byzantinische Stadt Nikäa, die Hauptstadt des Themas von Opsikion, zu erobern und kehren ins Kalifat zurück. Die erfolgreiche Verteidigung hilft Kaiser Leo III. bei der Durchsetzung seiner ikonoklastischen Politik. | ||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Asad_ibn_Abdallah_al-Qasri '''Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727)'''] <br />727/728 (Ramadan 109 AH) endet Asads erste Amtszeit abrupt, als er in einem Wutausbruch die führenden Vertreter der vier größten arabischen Stämme Chorasan – Ahl al‑ʿAlīya, Azd, Tamīm und Bakr – öffentlich auspeitschen lässt. Kalif Hišām verlangt daraufhin seine Absetzung. Asad wird durch al‑Ḥakam ibn ʿAwāna al‑Kalbī vertreten und kehrt zu seinem Bruder nach Irak zurück. Nach Asads Entlassung übernimmt zunächst Aschras ibn ʿAbdallāh as‑Sulamī (727–730) die Statthalterschaft und setzt anfangs die versöhnliche Linie Asads fort. Später nimmt er diese Politik jedoch zurück, was in Transoxanien zu einem umfassenden Aufstand führt, der zusammen mit erneuten Türgesch‑Angriffen die arabische Präsenz fast vollständig auf das Gebiet um Samarqand reduziert. Aschras gelingt es, Buchara vorübergehend zurückzugewinnen, doch sein Nachfolger Dschunaid ibn ʿAbd ar‑Raḥmān al‑Murrī führt die Armee 731 in das Desaster der „Schlacht der Engstelle“, das die chorasanische Streitmacht schwer trifft. Bis zu Dschunaids Tod 734 schrumpfen die muslimischen Besitzungen in Transoxanien auf Buchara und Teile Tucharistans. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Malik_ibn_Rifa%27a_al-Fahmi Statthalter Abd al-Malik ibn Rifa'a al-Fahmi (Ägypten, 2. Amtszeit 727)] <br />Abd al-Malik wird erneut zum Gouverneur von Ägypten ernannt, diesmal unter dem Kalifen Hisham. Nur wenige Wochen nach Amtsantritt erkrankt er und stirbt | *[https://en.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Malik_ibn_Rifa%27a_al-Fahmi Statthalter Abd al-Malik ibn Rifa'a al-Fahmi (Ägypten, 2. Amtszeit 727)] <br />Abd al-Malik wird erneut zum Gouverneur von Ägypten ernannt, diesmal unter dem Kalifen Hisham. Nur wenige Wochen nach Amtsantritt erkrankt er und stirbt | ||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Walid_ibn_Rifa%27ah_al-Fahmi '''Statthalter Al-Walid ibn Rifa'ah al-Fahmi (Ägypten, 727–735)'''] <br />Al-Walid ibn Rifaʿah al-Fahmi gehört zum qaysitischen Clan der Banu Fahm. Während der Amtszeit seines Bruders ʿAbd al-Malik ibn Rifaʿah al-Fahmi war er von 715 bis 717 als Sicherheitschef (sahib al-shurtah) in Ägypten tätig. Al-Walid folgt nach dem Tod seines Bruders Abd al-Malik als Gouverneur von Ägypten nach und Kalif Hisham bestätigt ihn offiziell in diesem Amt. Während seiner Gouverneurszeit beginnt unter Aufsicht des Finanzverwalters ʿUbaydallah ibn al-Habhab und der Zentralregierung die erste großangelegte Ansiedlung von Qaysiten in Ägypten. In derselben Zeit lässt die Regierung eine reichsweite Volkszählung in Ägypten durchführen, um die Steuerverwaltung zu verbessern. Die Erhebungen dauern sechs Monate in Oberägypten und drei Monate in Unterägypten und führen dazu, dass alle Männer in Dörfern mit mehr als 500 Einwohnern besteuert werden. Der Kalif ordnet außerdem eine Reform mit der Einführung eines neuen Getreidemaßes in Ägypten an. Aufgrund des starken lokalen Widerstands wird diese Maßreform jedoch bald wieder aufgegeben. | *[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Walid_ibn_Rifa%27ah_al-Fahmi '''Statthalter Al-Walid ibn Rifa'ah al-Fahmi (Ägypten, 727–735)'''] <br />Al-Walid ibn Rifaʿah al-Fahmi gehört zum qaysitischen Clan der Banu Fahm. Während der Amtszeit seines Bruders ʿAbd al-Malik ibn Rifaʿah al-Fahmi war er von 715 bis 717 als Sicherheitschef (sahib al-shurtah) in Ägypten tätig. Al-Walid folgt nach dem Tod seines Bruders Abd al-Malik als Gouverneur von Ägypten nach und Kalif Hisham bestätigt ihn offiziell in diesem Amt. Während seiner Gouverneurszeit beginnt unter Aufsicht des Finanzverwalters ʿUbaydallah ibn al-Habhab und der Zentralregierung die erste großangelegte Ansiedlung von Qaysiten in Ägypten. In derselben Zeit lässt die Regierung eine reichsweite Volkszählung in Ägypten durchführen, um die Steuerverwaltung zu verbessern. Die Erhebungen dauern sechs Monate in Oberägypten und drei Monate in Unterägypten und führen dazu, dass alle Männer in Dörfern mit mehr als 500 Einwohnern besteuert werden. Der Kalif ordnet außerdem eine Reform mit der Einführung eines neuen Getreidemaßes in Ägypten an. Aufgrund des starken lokalen Widerstands wird diese Maßreform jedoch bald wieder aufgegeben. | ||
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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmas_I_of_Alexandria '''Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)'''] <br />Nach der muslimischen Eroberung Ägyptens in den 640er Jahren bleibt der chalkedonische (melkitische) Patriarchensitz von Alexandria zunächst über Jahrzehnte unbesetzt. Erst im 8. Jahrhundert setzt sich wieder ein residierender melkitischer Patriarch in Alexandria durch; <br />Kosmas I wird mit Zustimmung sowohl des Kalifen als auch des byzantinischen Kaisers zum Patriarchen von Alexandria eingesetzt. | *[https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmas_I_of_Alexandria '''Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)'''] <br />Nach der muslimischen Eroberung Ägyptens in den 640er Jahren bleibt der chalkedonische (melkitische) Patriarchensitz von Alexandria zunächst über Jahrzehnte unbesetzt. Erst im 8. Jahrhundert setzt sich wieder ein residierender melkitischer Patriarch in Alexandria durch; <br />Kosmas I wird mit Zustimmung sowohl des Kalifen als auch des byzantinischen Kaisers zum Patriarchen von Alexandria eingesetzt. | ||
*[[729#ARABER | Fortsetzung 729]] [[Kategorie:Umayyaden]] | *[[729#ARABER | Fortsetzung 729]] [[Kategorie:Umayyaden]] | ||
*'''726:''' Asad: Im lokalen Adel spielt Asad auch als Bekehrer eine Rolle: Saman Ḫudā, der Ahnherr der späteren Samaniden‑Dynastie, soll unter seinem Einfluss zum Islam übertreten; Samans ältester Sohn erhält zu Ehren des Gouverneurs den Namen Asad. 726 lässt Asad die Stadt Balch, die Qutayba ibn Muslim nach einem Aufstand zerstört hat, wiederaufbauen und verlegt die arabische Garnison von Barukhan dorthin. Etwa zur gleichen Zeit nimmt Asad nach fast einem Jahrzehnt wieder regelmäßige Gesandtschaften an den chinesischen Hof auf. Dieser Schritt ist deutlich mit der Türgesch‑Bedrohung verknüpft, da die Türgesch als chinesische Vasallen gelten und von den Transoxaniern als Werkzeuge des chinesischen Kaisers gesehen werden, die sie von der arabischen Herrschaft befreien sollen. Asad gründet zudem das Dorf Asadābād nahe Nischapur, das in der Hand seiner Nachkommen bis in die Zeit der Tahiriden bleibt. | |||
*'''725:''' Asad: In den Jahren 725/726 (107 AH) führt Asad einen Feldzug gegen Namrūn, den König von al‑Gharšistān nordöstlich von Herat, zwingt ihn zur Unterwerfung und zum Übertritt zum Islam und unterwirft anschließend das Gebiet von Ghur im heutigen Zentralafghanistan. Im folgenden Jahr zieht er nach Chuttal in Tucharistan; dort erscheint auf Bitte des lokalen Herrschers al‑Sabāl der Türgesch‑ḫāqān, der Oberherr der Türgesch. Die Überlieferung ist uneinheitlich: Nach einer Version zieht sich Asad über den Oxus zurück und setzt im nächsten Jahr seine erfolgreichen Operationen in Ghur fort, nach einer anderen Version erleidet er eine schwere Niederlage gegen die Türgesch. Insgesamt bleiben seine Feldzüge dieser ersten Amtszeit militärisch nur mäßig erfolgreich und beseitigen vor allem nicht die zunehmende Türgesch‑Gefahr. Parallel versucht Asad, die einheimische Bevölkerung für die muslimische Herrschaft zu gewinnen. Er setzt, in der Nachfolge seines Vorgängers, als Steuerbeamte Männer ein, die für ihre Ehrlichkeit bekannt sind, und bemüht sich, die Diskriminierung der mawālī, der einheimischen Konvertiten, zu beenden, indem er die Erhebung der ǧizya von ihnen einstellen lässt. Diese Steuerpolitik stößt auf heftigen Widerstand der arabischen Siedler in Chorasan. Gleichwohl kann die Maßnahme nach Einschätzung von Khalid Yahya Blankinship dazu beitragen, die Türken einige Jahre lang abzuschrecken, weil sie die Bevölkerung Transoxaniens eher auf die Seite der Muslime zieht. Trotz Asads Bemühungen und seiner guten Beziehungen zur iranischen Grundbesitzerschicht der dihqāne bleibt die Steuerlast für die Untertanen sehr hoch. Die Habgier und Grausamkeit arabischer wie iranischer Steuereintreiber macht Chorasan zu einem fruchtbaren Feld für die Propaganda schiitischer und abbasidischer Missionare der haschimitischen Bewegung. | |||
*'''724:''' Asad ibn ʿAbdallāh al-Qasrī gehört zum Qasr‑Clan, einer Untergruppe des Stammes der Badschila. Sein Urgroßvater Asad ibn Kurz al‑Qasrī gilt nach einem Teil der Überlieferungen als Stammesführer der Badschila zur Zeit des Propheten Mohammed und als einer seiner Gefährten. Andere, familienfeindliche Traditionen behaupten dagegen, dieser Ahnherr sei ein jüdischer entflohener Sklave. Asads Großvater Yazīd unterstützt früh und prominent die Umayyaden im Ersten Fitna, während Asads Vater ʿAbdallāh im Zweiten Fitna auf die Seite Ibn az‑Zubairs tritt, später aber von Kalif ʿAbd al‑Malik begnadigt wird. Als Hišām ibn ʿAbd al‑Malik 724 den Thron besteigt, ernennt er Asads Bruder Chālid al‑Qasrī zum Statthalter des Irak mit Verantwortung für den gesamten islamischen Osten. Chālid setzt seinen Bruder Asad als Gouverneur von Chorasan ein; die beiden Brüder gelten damit nach Patricia Crone als zwei der hervorstechendsten Persönlichkeiten der marwanidischen Umayyadenzeit. Asad übernimmt 724 das Amt des Gouverneurs von Chorasan und verfolgt zunächst eine Politik der Konsolidierung mit begrenzter militärischer Aktivität. Er konzentriert sich darauf, die Oberhoheit über kleinere lokale Machthaber durchzusetzen und eine direkte Konfrontation mit den Türgesch zu vermeiden, die mit lokalen Fürsten zusammenarbeiten und die Araber über den Oxus zurückzudrängen drohen. | |||
*'''724:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_ibn_Sa%27id_al-Kilabi Statthalter Muslim ibn Sa'id al-Kilabi (Chorasan, 723–724)] | |||
*'''724:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Nasr_ibn_Sayyar Nasr] führt ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie. | |||
*'''705:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Nasr_ibn_Sayyar Nasr] ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung. | |||
==TURK-SCHAHI== | ==TURK-SCHAHI== | ||
Aktuelle Version vom 9. Februar 2026, 15:05 Uhr
MAYA
Palenque
Calakmul
Tikal
Naranjo
Copan
PIKTEN
KELTEN
Uí Néill
Ulaid
Connacht
Leinster
- König Murchad mac Brain Mut (715-727)
Murchad stirbt. Vier seiner Söhne – Fáelán mac Murchado, Muiredach mac Murchado, Dúnchad mac Murchado und Bran Becc mac Murchado – werden später ebenfalls Könige von Leinster; von diesen erscheint Fáelán zum ersten Mal in den Annalen, als er an der Spitze der Männer vom Liffey in der Schlacht von Bairenn oder Inis Bregainn siegt. Dort besiegt er Eterscél mac Cellaig von den Uí Máil von Cualu und Congal mac Brain, die beide in dieser Schlacht fallen. - König Dúnchad mac Murchada (727-728)
Dúnchad mac Murchada folgt ihm noch im selben Jahr als König nach und besiegt seinen Rivalen Laidcnén mac Con Mella aus der Uí Cheinnselaig, der in der Schlacht von Maistiu (Mullaghmast im Süden von County Kildare) getötet wird. Dúnchad ist mit Taileflaith ingen Cathail verheiratet, einer Tochter von Cathal mac Finguine, dem König von Munster. Er gilt als Ahnherr des Uí‑Dúnchada‑Zweigs der Uí Dúnlainge, dessen Königssitz sich in Líamhain (Lyons Hill an der Grenze zwischen Dublin und Kildare) befindet. Dúnchads Sohn Cellach mac Dúnchada wird später ebenfalls König von Leinster. - Fortsetzung 728
Uí Mháine
- König Dluthach mac Fithcheallach (711–738)
- In Deilginis Cualann erscheint eine Kuh mit einem Kopf und einem Körper bis zu den Schultern, danach mit zwei Körpern, zwei Schwänzen und insgesamt sechs Beinen. Die Kuh wird dreimal täglich gemolken, wobei ihre Milchmenge jedes Mal zunimmt. Viele Personen kosten ihre Milch und Butter.
- Fortsetzung 736
Dalriada
- König Eochaid mac Echdach (726–733)
Der ehemalige König Selbach versucht danach, seinen Sohn wieder auf den Thron zu bringen und kämpft bei Irros Foichnae gegen die Anhänger Eochaids. Dieser Versuch scheitert jedoch offenbar. Während der Herrschaft Eochaids, oder möglicherweise der seines Nachfolgers, entsendet Dál Riata eine Flotte nach Irland, um Flaithbertach mac Loingsig im Krieg gegen Áed Allán zu unterstützen. - Fortsetzung 730
Königreich Strathclyde
Gwynedd
Königreich Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Osric (718-729)
- Bischof Acca von Hexham (709–732)
- Bischof Wilfrid II. von York (718–732)
- Bischof Æthelwald von Lindisfarne (721–740)
Mercia
- König Æthelbald (716–757)
- Bischof Aldwine (Lichfield und Leicester, 721-737)
- Bischof Wilfrith I. (Worcester, 718–743/745)
East Anglia
Königreich Wessex
Königreich Essex
Königreich Kent
- König Eadberht I. (West-Kent, 725-748)
1014D: Eadberht I. stellt eine erhaltene Urkunde aus. Diese ist das einzige vollständig erhaltene Originaldokument von ihm. Es gibt zwar weitere Urkunden, die ihm zugeschrieben werden, allerdings handelt es sich bei diesen entweder um Kopien von Urkunden seines Bruders Æthelberht II. oder um Fälschungen mit bewusst manipulierten Chronologien. - König Æthelberht II. (Ost-Kent, 725–762)
- Erzbischof Behrtwald (Canterbury, 693–731)
- Bischof Ealdwulf (Rochester, 727–739)
- Fortsetzung 739
FRÄNKISCHES REICH
- König Theuderich IV. (721-737)
- Hausmeier Karl Martell (717-741)
- Bischof Hugo von Rouen (Rouen und Paris, 720–730, Bayeux 723-730)
- Bischof Sigebald (Metz, 716–741)
- Bischof Hubertus von Lüttich (716-727)
0530D: Hubertus stirbt am 30. Mai er Überlieferung nach in Tervuren bei Brüssel. Sein Sohn Floribert folgt ihm als Bischof von Lüttich nach. - Bischof Floribert I. (Lüttich, 727–746)
- Bischof Geroldus (Mainz, 724-743)
- Bischof Milo von Trier (Trier 715–753, Reims 717-744)
- Liber Historiae Francorum
um 727: Die spätmerowingische Chronik Liber Historiae Francorum entsteht. Sie besteht aus 53 Kapiteln und befasst sich vor allem mit dem neustrischen Bereich. - Fortsetzung 728
Herzogtum Aquitanien
Herzogtum Elsass
- Herzog Liutfrid (723-743)
- Fürstabtei Murbach
Pirminius gründet nach seiner Vertreibung aus Reichenau das Kloster Murbach. Stifter der Abtei ist Graf Eberhard, Bruder des Herzogs Liutfrid, vom Stamme der Etichonen. Er stattet das Kloster reich aus und verschafft ihm umfangreiche Privilegien, darunter die freie Wahl des Abtes. Pirmin nennt das Kloster Vivarius Peregrinorum (lat. Hort der Wandermönche). - Kloster Gengenbach
Auf Initiative des Grafen Ruthard (evtl. eines frühen Welfen) wird von Pirminius auch das Kloster Gengenbach gegründet. - Fortsetzung 734
Herzogtum Alemannien
- Herzog Lantfrid (709-730)
- Herzog Theudebald (709–746)
Theudebald und Lantfrid vertreiben Bischof Pirminius ob odium Karoli (aus Hass gegen Karl Martell) aus dem Benediktinerkloster Reichenau, das dieser vor drei Jahren ohne ihre Zustimmung unter dem Schutz des fränkischen Hausmeiers Karl Martell auf der Insel Reichenau im Bodensee gegründet hat. Fünf Jahre später, 732, verbannt Theudebald auch dessen Nachfolger, Abt Heddo. - Abt Otmar von St. Gallen (Kloster St. Gallen, 719–759)
- Fortsetzung 730
Herzogtum Baiern
FRIESEN
LANGOBARDENREICH
Herzogtum Friaul
Herzogtum Spoleto
- Herzog Transamund II. (1. Amtszeit 719/720–739)
Um 727 unterwirft Transamund sich König Liutprand und leistet ihm einen Treueid.
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Königreich Asturien
REPUBLIK VENEDIG
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Leo III. (717–741)
- Papst Gregor II. (715–731)
Gregor beruft eine Synode ein und kritisiert die kaiserliche Einmischung in Glaubensfragen. - Patriarch Germanos I. von Konstantinopel (715–730)
- Auf der Rückreise aus dem Heiligen Land hält Willibald, der spätere Bischof von Eichstätt, sich längere Zeit in Konstantinopel auf, vermutlich von 727 bis 729, lebt dort als Rekluse an der Apostelkirche und unternimmt einen Abstecher nach Nicäa.
- Fortsetzung 728
IBERIEN
- 693: Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)
DABUYIDEN
ARABER
(108/109 - 27./28. April)
Umayyaden
- Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik (724–743)
- Belagerung von Nikäa
Nach vierzig Tagen der Belagerung von Nikäa brechen die Umayyaden den Versuch ab, die byzantinische Stadt Nikäa, die Hauptstadt des Themas von Opsikion, zu erobern und kehren ins Kalifat zurück. Die erfolgreiche Verteidigung hilft Kaiser Leo III. bei der Durchsetzung seiner ikonoklastischen Politik. - Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727)
727/728 (Ramadan 109 AH) endet Asads erste Amtszeit abrupt, als er in einem Wutausbruch die führenden Vertreter der vier größten arabischen Stämme Chorasan – Ahl al‑ʿAlīya, Azd, Tamīm und Bakr – öffentlich auspeitschen lässt. Kalif Hišām verlangt daraufhin seine Absetzung. Asad wird durch al‑Ḥakam ibn ʿAwāna al‑Kalbī vertreten und kehrt zu seinem Bruder nach Irak zurück. Nach Asads Entlassung übernimmt zunächst Aschras ibn ʿAbdallāh as‑Sulamī (727–730) die Statthalterschaft und setzt anfangs die versöhnliche Linie Asads fort. Später nimmt er diese Politik jedoch zurück, was in Transoxanien zu einem umfassenden Aufstand führt, der zusammen mit erneuten Türgesch‑Angriffen die arabische Präsenz fast vollständig auf das Gebiet um Samarqand reduziert. Aschras gelingt es, Buchara vorübergehend zurückzugewinnen, doch sein Nachfolger Dschunaid ibn ʿAbd ar‑Raḥmān al‑Murrī führt die Armee 731 in das Desaster der „Schlacht der Engstelle“, das die chorasanische Streitmacht schwer trifft. Bis zu Dschunaids Tod 734 schrumpfen die muslimischen Besitzungen in Transoxanien auf Buchara und Teile Tucharistans. - Statthalter Abd al-Malik ibn Rifa'a al-Fahmi (Ägypten, 2. Amtszeit 727)
Abd al-Malik wird erneut zum Gouverneur von Ägypten ernannt, diesmal unter dem Kalifen Hisham. Nur wenige Wochen nach Amtsantritt erkrankt er und stirbt - Statthalter Al-Walid ibn Rifa'ah al-Fahmi (Ägypten, 727–735)
Al-Walid ibn Rifaʿah al-Fahmi gehört zum qaysitischen Clan der Banu Fahm. Während der Amtszeit seines Bruders ʿAbd al-Malik ibn Rifaʿah al-Fahmi war er von 715 bis 717 als Sicherheitschef (sahib al-shurtah) in Ägypten tätig. Al-Walid folgt nach dem Tod seines Bruders Abd al-Malik als Gouverneur von Ägypten nach und Kalif Hisham bestätigt ihn offiziell in diesem Amt. Während seiner Gouverneurszeit beginnt unter Aufsicht des Finanzverwalters ʿUbaydallah ibn al-Habhab und der Zentralregierung die erste großangelegte Ansiedlung von Qaysiten in Ägypten. In derselben Zeit lässt die Regierung eine reichsweite Volkszählung in Ägypten durchführen, um die Steuerverwaltung zu verbessern. Die Erhebungen dauern sechs Monate in Oberägypten und drei Monate in Unterägypten und führen dazu, dass alle Männer in Dörfern mit mehr als 500 Einwohnern besteuert werden. Der Kalif ordnet außerdem eine Reform mit der Einführung eines neuen Getreidemaßes in Ägypten an. Aufgrund des starken lokalen Widerstands wird diese Maßreform jedoch bald wieder aufgegeben. - Statthalter Bischr ibn Safwan al-Kalbi (Ifriqiya, 721–727)
Während seiner gesamten Amtszeit in Ifriqiya entsendet Bischr regelmäßig seine Befehlshaber zu Feldzügen gegen byzantinische Ziele im Mittelmeer. 727 wird Sardinien nochmals von seinen Truppen angegriffen. In dieser Zeit führt Bischr selbst einen Feldzug gegen Sizilien an, bei dem Beute gemacht wird. Der Feldzug endet jedoch unglücklich, als Stürme seine Flotte treffen und ein großer Teil seines Heeres umkommt. Bischr erkrankt in Kairouan und stirbt dort. Nach seinem Tod wird er als Gouverneur von Ifriqiya durch ʿUbayda ibn ʿAbd ar‑Rahmān al‑Qaysi ersetzt - Imam Muhammad al-Baqir (712–732)
- Papst und Patriarch Alexandros II. (Alexandrien, 704–729)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)
Nach der muslimischen Eroberung Ägyptens in den 640er Jahren bleibt der chalkedonische (melkitische) Patriarchensitz von Alexandria zunächst über Jahrzehnte unbesetzt. Erst im 8. Jahrhundert setzt sich wieder ein residierender melkitischer Patriarch in Alexandria durch;
Kosmas I wird mit Zustimmung sowohl des Kalifen als auch des byzantinischen Kaisers zum Patriarchen von Alexandria eingesetzt. - Fortsetzung 729
- 726: Asad: Im lokalen Adel spielt Asad auch als Bekehrer eine Rolle: Saman Ḫudā, der Ahnherr der späteren Samaniden‑Dynastie, soll unter seinem Einfluss zum Islam übertreten; Samans ältester Sohn erhält zu Ehren des Gouverneurs den Namen Asad. 726 lässt Asad die Stadt Balch, die Qutayba ibn Muslim nach einem Aufstand zerstört hat, wiederaufbauen und verlegt die arabische Garnison von Barukhan dorthin. Etwa zur gleichen Zeit nimmt Asad nach fast einem Jahrzehnt wieder regelmäßige Gesandtschaften an den chinesischen Hof auf. Dieser Schritt ist deutlich mit der Türgesch‑Bedrohung verknüpft, da die Türgesch als chinesische Vasallen gelten und von den Transoxaniern als Werkzeuge des chinesischen Kaisers gesehen werden, die sie von der arabischen Herrschaft befreien sollen. Asad gründet zudem das Dorf Asadābād nahe Nischapur, das in der Hand seiner Nachkommen bis in die Zeit der Tahiriden bleibt.
- 725: Asad: In den Jahren 725/726 (107 AH) führt Asad einen Feldzug gegen Namrūn, den König von al‑Gharšistān nordöstlich von Herat, zwingt ihn zur Unterwerfung und zum Übertritt zum Islam und unterwirft anschließend das Gebiet von Ghur im heutigen Zentralafghanistan. Im folgenden Jahr zieht er nach Chuttal in Tucharistan; dort erscheint auf Bitte des lokalen Herrschers al‑Sabāl der Türgesch‑ḫāqān, der Oberherr der Türgesch. Die Überlieferung ist uneinheitlich: Nach einer Version zieht sich Asad über den Oxus zurück und setzt im nächsten Jahr seine erfolgreichen Operationen in Ghur fort, nach einer anderen Version erleidet er eine schwere Niederlage gegen die Türgesch. Insgesamt bleiben seine Feldzüge dieser ersten Amtszeit militärisch nur mäßig erfolgreich und beseitigen vor allem nicht die zunehmende Türgesch‑Gefahr. Parallel versucht Asad, die einheimische Bevölkerung für die muslimische Herrschaft zu gewinnen. Er setzt, in der Nachfolge seines Vorgängers, als Steuerbeamte Männer ein, die für ihre Ehrlichkeit bekannt sind, und bemüht sich, die Diskriminierung der mawālī, der einheimischen Konvertiten, zu beenden, indem er die Erhebung der ǧizya von ihnen einstellen lässt. Diese Steuerpolitik stößt auf heftigen Widerstand der arabischen Siedler in Chorasan. Gleichwohl kann die Maßnahme nach Einschätzung von Khalid Yahya Blankinship dazu beitragen, die Türken einige Jahre lang abzuschrecken, weil sie die Bevölkerung Transoxaniens eher auf die Seite der Muslime zieht. Trotz Asads Bemühungen und seiner guten Beziehungen zur iranischen Grundbesitzerschicht der dihqāne bleibt die Steuerlast für die Untertanen sehr hoch. Die Habgier und Grausamkeit arabischer wie iranischer Steuereintreiber macht Chorasan zu einem fruchtbaren Feld für die Propaganda schiitischer und abbasidischer Missionare der haschimitischen Bewegung.
- 724: Asad ibn ʿAbdallāh al-Qasrī gehört zum Qasr‑Clan, einer Untergruppe des Stammes der Badschila. Sein Urgroßvater Asad ibn Kurz al‑Qasrī gilt nach einem Teil der Überlieferungen als Stammesführer der Badschila zur Zeit des Propheten Mohammed und als einer seiner Gefährten. Andere, familienfeindliche Traditionen behaupten dagegen, dieser Ahnherr sei ein jüdischer entflohener Sklave. Asads Großvater Yazīd unterstützt früh und prominent die Umayyaden im Ersten Fitna, während Asads Vater ʿAbdallāh im Zweiten Fitna auf die Seite Ibn az‑Zubairs tritt, später aber von Kalif ʿAbd al‑Malik begnadigt wird. Als Hišām ibn ʿAbd al‑Malik 724 den Thron besteigt, ernennt er Asads Bruder Chālid al‑Qasrī zum Statthalter des Irak mit Verantwortung für den gesamten islamischen Osten. Chālid setzt seinen Bruder Asad als Gouverneur von Chorasan ein; die beiden Brüder gelten damit nach Patricia Crone als zwei der hervorstechendsten Persönlichkeiten der marwanidischen Umayyadenzeit. Asad übernimmt 724 das Amt des Gouverneurs von Chorasan und verfolgt zunächst eine Politik der Konsolidierung mit begrenzter militärischer Aktivität. Er konzentriert sich darauf, die Oberhoheit über kleinere lokale Machthaber durchzusetzen und eine direkte Konfrontation mit den Türgesch zu vermeiden, die mit lokalen Fürsten zusammenarbeiten und die Araber über den Oxus zurückzudrängen drohen.
- 724: Statthalter Muslim ibn Sa'id al-Kilabi (Chorasan, 723–724)
- 724: Nasr führt ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie.
- 705: Nasr ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung.
TURK-SCHAHI
ZWEITES TÜRK-KAGANAT
- Kagan Bilge (717-734)
Bilge schickt Buyruk Chor als Botschafter mit 30 Pferden als Geschenk an Kaiser Xuanzong und informiert ihn über die feindlichen Bündnispläne der Tibeter. Die Warnung erweist sich als richtig, denn im gleichen Jahr greift der tibetische General We Tadra Khonglo China an. - Fortsetzung 731
TÜRGESCH
INDIEN
Kaschmir
Nepal
Malla
- zuletzt 720
Chauhan-Dynastie
Chalukya
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
TIBET
CHINA
(57./58. Zyklus - Jahr des Feuer-Hasen; am Beginn des Jahres Feuer-Tiger)
Tang-Dynastie
- Kaiser Xuanzong (712–756)
- Bayanchur, der spätere Kagan der Uiguren, wurde 713 in der Hanhai-Protektoratszone nahe Ganzhou und Lanzhou als Sohn von Kutlug Boyla geboren. Zu dieser Zeit verlegte der Sippenführer Yaoluoge Dujiezhi seinen Stamm nahe an die Tang-Grenze, um der Expansion des Zweiten Türk-Kaghanats auszuweichen. 715 starb Yaoluoge Dujiezhi, sein Sohn Yaoluoge Fudifu folgte ihm, später wiederum dessen Sohn Yaoluoge Chengzong. In den 720er Jahren festigte die Sippe der Yaoluoge damit ihre Führungsrolle im uigurischen Verband an der Tang-Grenze. Ende 726 dringt das Tibetische Reich in das Tang-Gebiet ein. 727 beauftragt Kaiser Xuanzong auf Vorschlag des Generals Wang Junchuo diesen mit einem Gegenangriff gegen Tibet; Wang fügt den tibetischen Truppen unter Xinuoluogonglu zunächst Verluste zu. Noch im gleichen Jahr greifen Xinuoluogonglu und der General Zhulongmangbuzhi Wangs Heimatpräfektur Gua an, erobern sie und nehmen Wangs Vater Wang Shou gefangen. Wang Junchuo wagt danach keinen Gegenangriff, schiebt die Schuld auf mehrere lokale Stammesführer und lässt sie verbannen. Als Reaktion darauf überfällt Bayanchurs Großvater Yaoluoge Hushu, ein Neffe Yaoluoge Chengzongs, Wang Junchuo und tötet ihn. Yaoluoge Hushu muss anschließend fliehen, und die Tang-Dynastie verzichtet für mehrere Jahre auf Offensivoperationen in dieser Grenzregion. Der 14‑jährige Bayanchur und seine Brüder folgen ihrem Großvater Yaoluoge Hushu ins Exil.
- Fortsetzung 738
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
- Tennō Shōmu (724–749)
Motoi kommt zur Welt und wird bald zum Kronprinzen bestimmt. Nach dem frühen Tod Motois bleibt die Thronfolge unklar. Eine andere Möglichkeit ist Prinz Asaka, was Unruhe im Hof verursacht. Nach einer politischen Krise macht Kaiser Shōmu seine Frau zur Kaiserin Kōmyō und sichert so die Thronansprüche ihrer Nachkommen. In den 730er Jahren bricht eine Pockenepidemie aus, an deren Folgen alle vier Brüder von Kaiserin Kōmyō sterben. - Fortsetzung 729
QUELLEN
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24.11.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
25.11.2025 Grundstock ergänzt