-214: Unterschied zwischen den Versionen
Erscheinungsbild
Rk (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Rk (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt) | |||
| Zeile 9: | Zeile 9: | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Atilius_Regulus_(Konsul_227_v._Chr.) Zensor Marcus Atilius Regulus] <br />Der ehemalige Konsul Marcus Atilius Regulus bekleidet gemeinsam mit Publius Furius Philus das Amt des Zensors. Während dieser Zensur lassen die beiden zahlreiche Senatoren wegen staatsfeindlichen Verhaltens aus dem Senat ausschließen. Sein weiteres Schicksal und sein Todesdatum ist unbekannt. | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Atilius_Regulus_(Konsul_227_v._Chr.) Zensor Marcus Atilius Regulus] <br />Der ehemalige Konsul Marcus Atilius Regulus bekleidet gemeinsam mit Publius Furius Philus das Amt des Zensors. Während dieser Zensur lassen die beiden zahlreiche Senatoren wegen staatsfeindlichen Verhaltens aus dem Senat ausschließen. Sein weiteres Schicksal und sein Todesdatum ist unbekannt. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Furius_Philus_(Konsul_223_v._Chr.) Zensor Publius Furius Philus] <br />Der ehemalige Konsul Publius Furius Philus übt das Amt des Zensors aus. Nach der Niederlage von Cannae hat der gleichnamige Sohn des Furius von den Plänen des Lucius Caecilius Metellus und weiterer junger Adliger erfahren, aus Italien über das Meer zu fliehen, und berichtet darüber. Der Althistoriker Friedrich Münzer bezweifelt allerdings, dass dieser Sohn tatsächlich existiert, da er in den Quellen später nicht mehr erscheint. Furius und Atilius reagieren als Zensoren mit großer Strenge auf diese Fluchtpläne. Sie bestrafen den während ihrer Zensur als Quästor amtierenden Metellus und alle an dessen früheren Fluchtplänen Beteiligten, indem sie sie unter die Aerarier versetzen, also im Bürgerstatus herabstufen. Trotz dieser Degradierung wird Metellus für 213 zum Volkstribun gewählt und versucht nun, die Zensoren gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen. Dieses Vorhaben scheitert jedoch am Widerstand der übrigen Volkstribunen, die das Verfahren blockieren. Noch bevor das Lustrum, der Reinigungs- und Abschlussakt der Zensur, durchgeführt wird, stirbt Furius im Folgejahr. Sein Kollege Atilius legt daraufhin das Zensorenamt nieder. Bis zu seinem Tod hat Furius außerdem das religiöse Priesteramt eines Auguren bekleidet. | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Furius_Philus_(Konsul_223_v._Chr.) Zensor Publius Furius Philus] <br />Der ehemalige Konsul Publius Furius Philus übt das Amt des Zensors aus. Nach der Niederlage von Cannae hat der gleichnamige Sohn des Furius von den Plänen des Lucius Caecilius Metellus und weiterer junger Adliger erfahren, aus Italien über das Meer zu fliehen, und berichtet darüber. Der Althistoriker Friedrich Münzer bezweifelt allerdings, dass dieser Sohn tatsächlich existiert, da er in den Quellen später nicht mehr erscheint. Furius und Atilius reagieren als Zensoren mit großer Strenge auf diese Fluchtpläne. Sie bestrafen den während ihrer Zensur als Quästor amtierenden Metellus und alle an dessen früheren Fluchtplänen Beteiligten, indem sie sie unter die Aerarier versetzen, also im Bürgerstatus herabstufen. Trotz dieser Degradierung wird Metellus für 213 zum Volkstribun gewählt und versucht nun, die Zensoren gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen. Dieses Vorhaben scheitert jedoch am Widerstand der übrigen Volkstribunen, die das Verfahren blockieren. Noch bevor das Lustrum, der Reinigungs- und Abschlussakt der Zensur, durchgeführt wird, stirbt Furius im Folgejahr. Sein Kollege Atilius legt daraufhin das Zensorenamt nieder. Bis zu seinem Tod hat Furius außerdem das religiöse Priesteramt eines Auguren bekleidet. | ||
*Der ehemalige Konsul Marcus Valerius Laevinus sichert mit seiner Flotte Tarent. Als ihn ein Hilferuf der Stadt Orikos erreicht, setzt er über die Adria, erobert Orikos zurück und entsetzt zusätzlich Apollonia; bis zum Vertrag mit den Aitolern 211 bleibt er für diesen Kriegsschauplatz verantwortlich. | |||
*Marcus Fabius Buteo wird princeps senatus. | *Marcus Fabius Buteo wird princeps senatus. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Punischer_Krieg Zweiter Punischer Krieg (218-201)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Dritte_Schlacht_von_Nola '''Dritte Schlacht von Nola'''] <br />Die dritte Schlacht von Nola ist der letzte Versuch Hannibals, Nola, die Bastion der Römer in Mittelitalien gegen die Karthager, einzunehmen. Die Schlacht endet mit sehr vielen Toten auf Seiten der Karthager, was zu einem klaren Sieg des Konsuls Marcus Claudius Marcellus führt <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Erste_Schlacht_von_Beneventum '''Erste Schlacht von Beneventum'''] <br />Die erste Schlacht von Beneventum, ein Gefecht zwischen einem Heer aus Sklaven unter Tiberius Sempronius Gracchus auf römischer Seite und Hanno auf karthagischer Seite, endet mit einem klaren römischen Sieg. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_von_Syrakus_(214%E2%80%93212_v._Chr.) '''Belagerung von Syrakus'''] <br />Die zweijährige Belagerung von Syrakus durch die Römer unter Marcus Claudius Marcellus beginnt. | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Punischer_Krieg Zweiter Punischer Krieg (218-201)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Dritte_Schlacht_von_Nola '''Dritte Schlacht von Nola'''] <br />Die dritte Schlacht von Nola ist der letzte Versuch Hannibals, Nola, die Bastion der Römer in Mittelitalien gegen die Karthager, einzunehmen. Die Schlacht endet mit sehr vielen Toten auf Seiten der Karthager, was zu einem klaren Sieg des Konsuls Marcus Claudius Marcellus führt <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Erste_Schlacht_von_Beneventum '''Erste Schlacht von Beneventum'''] <br />Die erste Schlacht von Beneventum, ein Gefecht zwischen einem Heer aus Sklaven unter Tiberius Sempronius Gracchus auf römischer Seite und Hanno auf karthagischer Seite, endet mit einem klaren römischen Sieg. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_von_Syrakus_(214%E2%80%93212_v._Chr.) '''Belagerung von Syrakus'''] <br />Die zweijährige Belagerung von Syrakus durch die Römer unter Marcus Claudius Marcellus beginnt. | ||
| Zeile 106: | Zeile 107: | ||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Qin_Shihuangdi Kaiser Qin Shihuangdi (221-210)] <br /> | *[https://de.wikipedia.org/wiki/Qin_Shihuangdi Kaiser Qin Shihuangdi (221-210)] <br /> | ||
* | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Chinesische_Mauer '''Chinesische Mauer'''] <br />Um 214 lässt Qin Shihuangdi Schutzwälle und Mauern an der Nordgrenze errichten, die ältere Befestigungen verbinden und das Reich gegen nördliche Völker wie die Xiongnu sichern. Diese Qin-Mauer verläuft unterhalb von Gebirgskämmen an Nordhängen und besteht mangels Lehm überwiegend aus aufgeschichteten Natursteinplatten. | ||
*Der General Zhao Tuo wird Magistrat (ling) von Longchuan (heute Guangdong) | *Der General Zhao Tuo wird Magistrat (ling) von Longchuan (heute Guangdong) | ||
*[[-213#CHINA | Fortsetzung 213]] [[Kategorie:Qin-Dynastie]] | *[[-213#CHINA | Fortsetzung 213]] [[Kategorie:Qin-Dynastie]] | ||
Aktuelle Version vom 14. Januar 2026, 14:44 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita DXL = 540)
- Konsul Quintus Fabius Maximus Verrucosus (4. Amtszeit)
Als bei den Konsulwahlen zwei militärisch weniger geeignete Kandidaten im Begriff stehen, gewählt zu werden, bricht Fabius als Wahlleiter die Abstimmung ab und erreicht sein viertes Konsulat, erneut mit Marcellus. Beide gelten wegen ihrer bisherigen Erfolge als wichtigste Stützen Roms im Kampf gegen Hannibal und werden später als Schild (Fabius) und Schwert (Marcellus) der Republik bezeichnet. Im Amt konzentrieren sie sich auf Truppenverstärkungen und erobern gemeinsam Casilinum, bevor Fabius in eigenständigen Kommandos weitere abgefallene Städte zurückgewinnt. - Konsul Marcus Claudius Marcellus (3. Amtszeit)
Marcellus wird wieder zum Konsul gewählt, nun gemeinsam mit Quintus Fabius Maximus. Er verteidigt Nola ein weiteres Mal gegen Hannibal und hält damit den römischen Einfluss in Süditalien. Ab 214/213 übernimmt Marcellus das Kommando auf Sizilien, wo Teile der Insel zu Karthago übergehen. Er greift zunächst Leontini an, erobert die Stadt und setzt ein Zeichen für die römische Entschlossenheit. Er beginnt anschließend die Belagerung von Syrakus, die sich über etwa drei Jahre hinzieht und zu den berühmtesten Belagerungen der Antike gehört. Die von Archimedes konstruierten Kriegsmaschinen bereiten den römischen Belagerern erhebliche Schwierigkeiten und verzögern den Fall der Stadt. Marcellus geht nach schweren Rückschlägen zu einer achtmonatigen Blockade über, die von der zweiten Hälfte 213 bis in den Frühling 212 dauert. Wegen der großen Ausdehnung Syrakus’ kann er die Stadt jedoch nur unvollständig abschnüren. Schließlich gelingt den Römern 212 der Einbruch in Syrakus, und Marcellus nimmt die Stadt ein. Trotz der Anweisung, den Gelehrten Archimedes zu schonen, wird dieser bei der Eroberung von einem römischen Soldaten getötet. Marcellus lässt zahlreiche Kunstwerke aus Syrakus nach Rom bringen und prägt damit nachhaltig die römische Wahrnehmung griechischer Kunst. Für seine Siege auf Sizilien und die Einnahme von Syrakus erhält er 211 einen Triumph. - Zensor Marcus Atilius Regulus
Der ehemalige Konsul Marcus Atilius Regulus bekleidet gemeinsam mit Publius Furius Philus das Amt des Zensors. Während dieser Zensur lassen die beiden zahlreiche Senatoren wegen staatsfeindlichen Verhaltens aus dem Senat ausschließen. Sein weiteres Schicksal und sein Todesdatum ist unbekannt. - Zensor Publius Furius Philus
Der ehemalige Konsul Publius Furius Philus übt das Amt des Zensors aus. Nach der Niederlage von Cannae hat der gleichnamige Sohn des Furius von den Plänen des Lucius Caecilius Metellus und weiterer junger Adliger erfahren, aus Italien über das Meer zu fliehen, und berichtet darüber. Der Althistoriker Friedrich Münzer bezweifelt allerdings, dass dieser Sohn tatsächlich existiert, da er in den Quellen später nicht mehr erscheint. Furius und Atilius reagieren als Zensoren mit großer Strenge auf diese Fluchtpläne. Sie bestrafen den während ihrer Zensur als Quästor amtierenden Metellus und alle an dessen früheren Fluchtplänen Beteiligten, indem sie sie unter die Aerarier versetzen, also im Bürgerstatus herabstufen. Trotz dieser Degradierung wird Metellus für 213 zum Volkstribun gewählt und versucht nun, die Zensoren gerichtlich zur Verantwortung zu ziehen. Dieses Vorhaben scheitert jedoch am Widerstand der übrigen Volkstribunen, die das Verfahren blockieren. Noch bevor das Lustrum, der Reinigungs- und Abschlussakt der Zensur, durchgeführt wird, stirbt Furius im Folgejahr. Sein Kollege Atilius legt daraufhin das Zensorenamt nieder. Bis zu seinem Tod hat Furius außerdem das religiöse Priesteramt eines Auguren bekleidet. - Der ehemalige Konsul Marcus Valerius Laevinus sichert mit seiner Flotte Tarent. Als ihn ein Hilferuf der Stadt Orikos erreicht, setzt er über die Adria, erobert Orikos zurück und entsetzt zusätzlich Apollonia; bis zum Vertrag mit den Aitolern 211 bleibt er für diesen Kriegsschauplatz verantwortlich.
- Marcus Fabius Buteo wird princeps senatus.
- Zweiter Punischer Krieg (218-201)
Dritte Schlacht von Nola
Die dritte Schlacht von Nola ist der letzte Versuch Hannibals, Nola, die Bastion der Römer in Mittelitalien gegen die Karthager, einzunehmen. Die Schlacht endet mit sehr vielen Toten auf Seiten der Karthager, was zu einem klaren Sieg des Konsuls Marcus Claudius Marcellus führt
Erste Schlacht von Beneventum
Die erste Schlacht von Beneventum, ein Gefecht zwischen einem Heer aus Sklaven unter Tiberius Sempronius Gracchus auf römischer Seite und Hanno auf karthagischer Seite, endet mit einem klaren römischen Sieg.
Belagerung von Syrakus
Die zweijährige Belagerung von Syrakus durch die Römer unter Marcus Claudius Marcellus beginnt. - Fortsetzung 213
ILLYRER
- König Scerdilaidas (218–206)
- 214–210: Philipp V. versucht, Südillyrien zu erobern und dringt mehrfach in das Ardiaei-Reich ein
- Fortsetzung 211
GRIECHEN
(2./3. Jahr der 141. Olympiade)
Syrakus
- Tyrann Hieronymus (215-214)
Im Sommer wird Hieronymus während eines Besuchs in Leontinoi von einer Soldatenverschwörung unter Führung seines Leibwächters Deinomenes ermordet. Nach seinem Tod brechen in Syrakus Unruhen aus. Die prokarthagische Partei verliert an Einfluss, dennoch bleibt Syrakus im Konflikt mit Rom. - Tyrann Adranodoros (214)
Adranodoros wird zusammen mit Themistos zum Feldherrn (Strategos) von Syrakus ernannt. Er befestigt die Insel Ortygia, den Kern der Stadt, und versucht, die Macht an sich zu reißen.
Es kommt zu politischen Unruhen und Machtkämpfen innerhalb der Stadt - Tyrann Epicydes (214-212)
Nach dem Tod von König Hiero II. und der Ermordung seines Enkels Hieronymos übernehmen Hippokrates und Epicydes die Macht in Syrakus. Sie werden zu Feldherren gewählt und setzen eine pro-karthagische Politik durch. - Fortsetzung 213
Makedonien
- König Philipp V. (221–179)
- Erster Makedonisch-Römischer Krieg (215-205)
Philipp V., erobert die Stadt Oricum in Illyrien und im Folgejahr die Stadt Lissos an der Adriaküste, Philipps Berater Demetrios stirbt bei einem Versuch, Messene (auf dem Peloponnes) einzunehmen. - Fortsetzung 212
Sparta
Bosporanisches Reich
Pergamon
Pontos
Bithynien
Kappadokien
Seleukidenreich
- König Antiochos III. (223–187)
- König (Usurpator) Achaios (220-214/213)
214/213: Achaios wird durch eine List gefangen genommen, vor Antiochos und den Kronrat gebracht und nach Beratung brutal hingerichtet. Sein Leichnam wird zerstückelt und öffentlich zur Schau gestellt - Fortsetzung 213
Griechisch-Baktrisches Königreich
Ägypten
IBERIA
PARTHERREICH
MASSÄSYLIER
INDIEN
Maurya-Reich
Anuradhapura
XIONGNU
CHINA
(41/42. Zyklus - Jahr des Feuer-Schweins; am Beginn des Jahres Feuer-Hund)
Qin-Dynastie
- Kaiser Qin Shihuangdi (221-210)
- Chinesische Mauer
Um 214 lässt Qin Shihuangdi Schutzwälle und Mauern an der Nordgrenze errichten, die ältere Befestigungen verbinden und das Reich gegen nördliche Völker wie die Xiongnu sichern. Diese Qin-Mauer verläuft unterhalb von Gebirgskämmen an Nordhängen und besteht mangels Lehm überwiegend aus aufgeschichteten Natursteinplatten. - Der General Zhao Tuo wird Magistrat (ling) von Longchuan (heute Guangdong)
- Fortsetzung 213
JAPAN
- Tennō Kōgen (214–158) Kōgen wird als legendärer Kaiser geführt, d.h. es gibt keine gesicherten historischen Belege für seine Existenz oder Regierungszeit. Die Angaben entstammen der japanischen Mythologie und den frühen Chroniken wie dem Kojiki und Nihon Shoki.
- Fortsetzung 157
QUELLEN
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.
15.12.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
04.07.2025 Grundstock ergänzt