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Aktuelle Version vom 19. Januar 2026, 09:40 Uhr
MAYA
Tikal
- Ajaw Yikʼin Chan Kʼawiil (734-755)
Die genaue Grabstätte von Yik'in Chan K'awiil ist unbekannt, aber die kleine Pyramide südlich von Tempel II (Struktur 5D-73, Begräbnis 196) wird als wahrscheinlich angesehen. Andere mögliche Grablagen sind Tempel IV und Tempel VI in Tikal. Er verstirbt vermutlich um das Jahr 755/766. Fortsetzung 766
Quiriguá
Copan
- Ajaw Kʼakʼ Yipyaj Chan Kʼawiil (749-763)
Im Verlauf seiner Regierungszeit baut er eine neue Version von Tempel 26, der als Struktur 10L‑26 bekannt ist. Auf der Westseite dieses Bauwerks verläuft die Hieroglyphentreppe, die 10 Meter breit ist, 62 Stufen besitzt und 21 Meter lang ist; diese Hieroglyphentreppe, ursprünglich 710 erbaut, wird im Jahr 755 in ihrer Länge verdoppelt. Fünf lebensgroße Statuen sitzender Herrscher werden auf den Stufen angebracht, wobei in der Mitte jeder zwölften Stufe eine große Figur steht, die wichtige Dynastieherrscher von Copán repräsentiert. Die Treppe erhält ihren Namen von rund 2200 Hieroglyphen, die zusammen den längsten bekannten Maya-Text bilden; dieser Text wird im 21. Jahrhundert immer noch rekonstruiert, da der Einsturz der Fassade die einzelnen Glyphenblöcke durcheinandergebracht hat. - Fortsetzung 763
PIKTEN
KELTEN
Uí Néill
Ulaid
Connacht
Leinster
Uí Mháine
Dalriada
Königreich Strathclyde
Gwynedd
Königreich Powys
- König Elisedd ap Gwylog (725–755)
Nach Elisedds Tod um 755 erinnert sich sein Urenkel Cyngen ap Cadell an Elisedds Leistungen und errichtet zur Ehrung die Säule des Eliseg (Elisedd) nahe dem späteren Kloster Valle Crucis in Denbighshire. Die Inschrift lobt Elisedds Siege gegen die Sachsen und verzeichnet die walisische Abstammung bis zurück zu Vortigern und Magnus Maximus. - König Brochfael ab Elisedd (755–773)
Brochfael ab Elisedd ist der Sohn von Elisedd ap Gwylog, der vor ihm als König von Powys regiert har und ihm den Thron hinterlässt. Brochfael gehört dem Herrscherhaus von Gwertherion an, das in Powys eine bedeutende Dynastie stellt. - Fortsetzung 773
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Eadberht (737–758)
- Erzbischof Egbert (York, 735-766)
- Bischof Frithubeorht (Hexham, 734–766)
- Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)
Mercia
- König Æthelbald (716–757)
- Bischof Milred (Worcester, 743/745–775)
In den frühen 750er Jahren reist Milred nach Deutschland und besucht dort den Missionsbischof Bonifatius sowie dessen Nachfolger Lull. Kurz nach seiner Rückkehr um 755 schreibt er einen Brief an Lull über das Martyrium des Bonifatius, in dem er seine Trauer ausdrückt und seine Vertrautheit mit den lateinischen Dichtern Vergil und Horaz erkennen lässt. - Fortsetzung 757
East Anglia
Königreich Wessex
Königreich Essex
- König Swithred (746-758) br />
Königreich Kent
- König Eardwulf (West-Kent, 748–vor 762)
- König Æthelberht II. (Ost-Kent, 725–762)
- Erzbischof Cuthberth (Canterbury, 740–758)
FRÄNKISCHES REICH
- König Pippin der Jüngere (751–768)
Frühjahr: Pippin zieht über die Alpen nach Italien gegen die Langobarden unter König Aistulf. Diese werden in Pavia belagert. Aistulf verspricht daraufhin, die von ihm eroberten Gebiete dem Papst zu erstatten. Pippin gibt sich damit zufrieden und kehrt ins Frankenreich zurück. - Der ehemalige König Childerich hat seine letzten Lebensjahre im Kloster verbracht und stirbt um 755.
- Der ehemalige Hausmeier Karlmann nimmt an der feierlichen Übertragung der Reliquien des heiligen Germanus in Saint-Denis teil.
- Karl (später "der Große") (7)
- Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
- Bischof, nun Erzbischof Chrodegang (Metz, 742-766)
- Bischof Gregor (Utrecht (754-775)
- Bischof Witta (Büraburg, 741-755)
Lullus gliedert das Bistum Büraburg gemeinsam mit dem Bistum Erfurt in den Sprengel des Erzbistums Mainz ein, weil man die Missionsaufgabe dieser Bistümer als erfüllt ansieht. Nach dieser Eingliederung verliert Büraburg den Rang eines selbständigen Bistums, bleibt jedoch als kirchliches Zentrum und Archidiakonat von Mainz in Nordhessen bedeutsam. - Bischof Adalar (Erfurt, 742-755)
Am 5. Juni 754 oder 755 wird Adalar zusammen mit Bonifatius und zahlreichen Gefährten, darunter Eoban, bei Dokkum in Friesland von heidnischen Friesen erschlagen. Die Gebeine Adalars kommen zusammen mit denen Eobans nach 756 von Utrecht in die Abtei Fulda und werden dort neben den Gebeinen des Bonifatius bestattet. Seine liturgischen Gedenktage werden: in der katholischen Kirche der 5. Juni, im Bistum Mainz der 20. April und im Bistum Fulda der 7. Juni als gebotener Gedenktag. Das von Bonifatius begründete Bistum Erfurt wird zusammen mit dem Bistum Büraburg aufgelöst und der Diözese Mainz eingegliedert. - Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)
- Bischof Megingaud (Würzburg, 754–769)
Megingaud weiht die Krypta des Neumünsters in Würzburg. - 0202D: Der ehemalige Bischof Burkard stirbt in Homburg am Main. Sein Todestag wird traditionell auf den 2. Februar 755 datiert.
- Abt Sturmius (Fulda, 744–779)
- Bischof Sidonius (Konstanz, 746–760)
- Abt Otmar von St. Gallen (Kloster St. Gallen, 719–759)
- Fortsetzung 756
Herzogtum Aquitanien
Herzogtum Baiern
- Regent Pippin der Jüngere (754-756)
- Herzog Tassilo III. (748–788)
- Bischof Gaubald (Regensburg, 739–761)
- Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
Um 755/56 bis spätestens 768 verfasst Willibald nach der Forschung von Heinrich Wagner im Auftrag von Lullus von Mainz und Megingaud von Würzburg die Vita Bonifatii (Vita prima) - Bischof Joseph von Verona (Freising, 747/748-764)
- Bischof Sidonius (Passau, 754–763/764)
- Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)
- Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)
- Fortsetzung 757
LANGOBARDENREICH
- König Aistulf (749–756)
Aistulf hält seit 750/751 das byzantinische Exarchat Ravenna besetzt, womit er große Teile Nord- und Mittelitaliens kontrolliert und sowohl die Reste der byzantinischen Herrschaft als auch die territorialen Ansprüche des Papsttums bedroht. Papst Stephan II. ist wegen der langobardischen Expansion nach Gallien gezogen und hat sich an König Pippin gewandt, um militärische Hilfe gegen Aistulf zu erbitten. Pippin hat dem Papst bereits zugesichert, die vom Langobardenkönig eroberten Gebiete – insbesondere das Exarchat Ravenna und die Pentapolis – zurückzugewinnen und dem Papst zu übergeben. Im Frühjahr ruft Pippin im Frankenreich das Heeraufgebot aus, um einen Feldzug nach Italien gegen Aistulf zu führen. Er sammelt sein Heer im Gebiet der westlichen Alpen und bezieht im Dora-Riparia-Tal bei Chiusa di San Michele oberhalb von Avigliana Stellung, um den Übergang nach Oberitalien zu sichern. Doch bevor es zur offenen Feldschlacht kommt, versucht Pippin, eine friedliche Lösung durch Verhandlungen zu erreichen: Er lässt Aistulf durch Gesandte ein sehr hohes Geldangebot von 12'000 Solidi unterbreiten, falls dieser bereit ist, die besetzten römisch-byzantinischen Gebiete an den Papst herauszugeben, darunter Städte wie Ceccano und Narni, die früher zum Herzogtum Spoleto gehören. Aistulf lehnt Pippins Forderungen ab und weigert sich, seine Eroberungen wieder aufzugeben. Daraufhin setzt Pippin seinen Feldzug fort und zieht mit seinem Heer über die Alpen nach Oberitalien. Nach dem Alpenübergang dringen die Franken rasch in langobardisches Territorium vor und bedrohen die Kerngebiete des Reiches sowie die Hauptstadt Pavia; das fränkische Heer setzt Aistulf militärisch so unter Druck, dass er sich zu Verhandlungen gezwungen sieht; er schließ mit Pippin einen Friedensvertrag, um den unmittelbaren militärischen Zusammenbruch zu vermeiden; er schwört eidlich, das von ihm besetzte römische Gebiet – insbesondere das Exarchat Ravenna und die Pentapolis – an den Papst zu übergeben, außerdem verpflichtet er sich, die noch byzantinisch oder päpstlich kontrollierten Gebiete, wie die Lagune von Venedig, Istrien und weitere päpstliche Territorien, künftig nicht mehr anzugreifen. Nach Abschluss des Friedens ziehen die fränkischen Truppen aus Oberitalien ab und kehren in das Frankenreich zurück. Pippin datiert bereits im Juli ein Kapitular in Nordostfrankreich, was zeigt, dass sein Heer in diesem Monat nicht mehr in Italien steht. Da nun keine fränkischen Truppen mehr im Land sind, sieht Aistulf wenig Anlass, sich an seine eidliche Verpflichtung zu halten. Er bricht den Eid, übergibt die eroberten Gebiete nicht an den Papst und nimmt in Kauf, dass die fränkischen Geiseln, die zur Sicherung des Vertrages gestellt worden sind, damit in Lebensgefahr geraten. Gegen Ende des Jahres nutzt Aistulf die Abwesenheit des fränkischen Heeres und bereitet sich auf neue militärische Aktionen gegen Rom vor. Er geht davon aus, dass ein erneuter fränkischer Eingriff im Winter aufgrund der verschneiten Alpen kaum möglich ist und Italien militärisch isoliert bleibt.
Der ehemalige Herzog Anselm begleitet Aistulf von Dezember 755 bis Januar 756 während der Belagerung Roms. Mit der Schändung von Gräbern durch die bei der Via Salaria lagernden Truppen steht wahrscheinlich auch der Diebstahl einer Reliquie des heiligen Silvester aus nahegelegenen Katakomben in Zusammenhang. - Erzbischof Leto Marcellino (745-759)
Herzogtum Friaul
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Königreich Asturien
REPUBLIK VENEDIG
- Doge Diodato Ipato (742-755)
Nachdem der Frankenkönig Pippin der Jüngere Ravenna erobert und Aistulf zur Anerkennung der fränkischen Oberherrschaft gezwungen hat, womit das Exarchat von Ravenna an den Papst übergegangen ist, sehen sich die bisher mit den Langobarden verbündeten Venezianer plötzlich in einer isolierten und äußerst gefährdeten Lage und revoltieren gegen den Dogen Diodato Ipato. An die Spitze der Revolte setzt sich der byzantinische Parteigänger Galla Lupanio. Diodato Ipato wird abgesetzt, geblendet und verjagt, Gemäss einer andern Überlieferung, etwa bei Hazlitt, haben Anhänger Galla Gaulos ihn ermordet. Galla wird fünfter Doge von Venedig - Doge Galla (755–756)
Die wenigen zeitnahen Quellen zeichnen Galla als Mann mit schlechter Reputation, ihn treffen Bezeichnungen wie infidelis und vir sceleratissimus, und er bleibt der einzige Doge ohne fest zugeordneten Familiennamen. In der Tradition wird er später unter Zusätzen wie "Lupanio" oder "Gaulo/Gaulio" geführt, seine Herkunft wird teils nach Iesolo verlegt, ohne dass dies gesichert ist. Galla gehört zunächst zum Lager des regierenden Dogen Diodato Ipato und ist dessen Gefolgsmann. In einer Phase ungeklärter Machtverhältnisse zwischen Franken und Langobarden und unter dem Eindruck der anti-byzantinischen Politik der Langobardenkönige Aistulf und Ratchis nutzt er jedoch eine Gelegenheit, um seinen eigenen Herrn zu stürzen. Der Diakon Johannes berichtet in der Istoria Veneticorum, Diodato will aus Gründen des Ansehens eine Befestigung bei Brondolo an einem Arm der Etsch errichten, wird dort aber von einem "treulosen Mann" namens Galla überfallen, dem die Arbeiter anhängen, und verliert durch Blendung seine Augen. Galla nimmt daraufhin Diodatos Amt an sich und führt etwa ein Jahr lang den Dogentitel. Während Gallas Regierungszeit ist der Hauptort der Lagune Metamaucum auf den Lidi, nicht das spätere Malamocco, mit dem der Ort später fälschlich gleichgesetzt wird. Galla regiert nach der Überlieferung gewaltsam "quasi per forza et a modo di tirania", stützt sich auf eine Streitmacht und zwingt die Inseln zur Unterwerfung. - Fortsetzung 756
KARANTANIEN
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Konstantin V. (741–775)
- Papst Stephan II. (752–757)
- Patriarch Konstantin II. (Konstantinopel, 754-766)
In Italien greift der Langobardenkönig Aistulf Ravenna an und beendet die byzantinische Herrschaft dort. Konstantin bringt zwar diplomatische Initiativen gegenüber Langobarden, Franken und Papst, bleibt aber militärisch untätig, was langfristig zum Niedergang des byzantinischen Einflusses in Mittelitalien und zur Entstehung des Papststaats sowie des künftigen Kaisertums Karls des Großen führt. - Fortsetzung 755
IBERIEN
DABUYIDEN
- Spahbod Khurshid (740–760)
Als al-Mansur Abu Muslim ermorden lässt, schließt sich Khurshid der antiabbasidischen Erhebung des Sunbadh an. Sunbadh vertraut Khurshid einen Teil des Schatzes Abu Muslims zur Verwahrung an, was Khurshid in eine Schlüsselposition bringt. Nach der Niederschlagung des Sunbadh-Aufstandes flieht Sunbadh nach Tabaristan, wo einer von Khurshids Vettern ihn tötet, angeblich, weil Sunbadh ihm nicht den gebührenden Respekt erwiesen hat. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass Khurshid die Ermordung Sunbadhs selbst veranlasst, um sich auch des restlichen Schatzes Abu Muslims zu bemächtigen. Al-Mansur entsendet daraufhin seinen Sohn und Thronfolger al-Mahdi (später Kalif 775–785) nach Tabaristan, um den Schatz Abu Muslims einzuziehen. Khurshid bestreitet, den Schatz zu besitzen, was das Verhältnis zum Kalifat weiter belastet. Al-Mansur versucht, Khurshid zu stürzen, indem er einen von Khurshids Vettern zum konkurrierenden Ispahbadh krönt, doch die Untertanen Khurshids lassen sich dadurch nicht in ihrer Loyalität erschüttern. Khurshid sieht sich dennoch gezwungen, den Abbasiden entgegenzukommen, und akzeptiert eine Erhöhung des jährlichen Tributs, der nun ungefähr dem Niveau der Zahlungen an die Sasaniden entspricht. - Fortsetzung 759
ARABER
(137/138 - 15./16. Juni)
Abbasiden
- Kalif al-Mansūr (754–775)
Nach einem längeren Briefwechsel, in dem der Kalif ihm unter Androhung des Todes befiehlt, in die Hauptstadt zu kommen, und nach Vermittlungsversuchen lässt sich Abū Muslim im Februar doch überreden, den Kalifen aufzusuchen. Al-Mansūr lässt ihn daraufhin im Palast durch den Chef seiner Leibgarde, ʿUthmān ibn Nahīk al-ʿAkkī, und vier weitere Männer ermorden. In Chorasan versucht der Zoroastrier Sunbādh anschließend, den Mord an Abū Muslim zu rächen, und zettelt einen Aufstand an. Dieser Aufstand wird jedoch sehr bald niedergeschlagen. - Statthalter Humayd ibn Qahtaba (Dschazīra, 754–755)
- Statthalter Salih ibn Ali (Ägypten, 2. Amtszeit 753-755)
- Statthalter Abu Awn Abd al-Malik ibn Yazid (Ägypten, 2. Amtszeit 755–758)
Ein weiteres Mal ist Abu ʿAwn dann von 755 bis 758 Gouverneur von Ägypten. - August: Abd ar-Rahman, letzter Überlebender der Umayyaden, der vor den Nachstellungen der Abbasiden-Kalifen nach Nordafrika geflohen ist, setzt nach al-Andalus und landet zwischen Málaga und Almería.
- Statthalter Abd al-Rahman ibn Habib al-Fihri (Ifrikiya, 745–755)
- Statthalter Habib ibn Abd al-Rahman al-Fihri (Ifriqiya, 755–757)
Habib ibn Abd ar-Rahman al-Fihri ist der Sohn und vorgesehene Erbe des Ifriqiya-Herrschers Abd ar-Rahman ibn Habib al-Fihri, der seit 745 die Provinz weitgehend eigenständig regiert. Habib übt im Auftrag seines Vaters das Amt des Wali (Gouverneurs) in Barqa (Kyrenaika) aus und gehört damit schon früh zur politischen Führungsschicht Ifriqiyas. Im Jahr 755 ermorden die Brüder von Abd ar-Rahman, Ilyas ibn Habib und Abd al-Wareth ibn Habib, ihren Bruder in einem Palastputsch und beseitigen so den amtierenden Emir. Ilyas ruft sich unmittelbar danach selbst zum Herrscher von Ifriqiya aus, während der junge Habib aus Kairuan flieht und bei seinem Onkel Amran ibn Habib in Tunis Zuflucht findet, der über den Brudermord entsetzt ist. Amran hilft Habib, ein Heer aufzustellen, um den Mord an dessen Vater zu rächen, und die beiden Lager stehen sich Ende Jahr südlich von Tunis gegenüber. Noch vor Beginn der Schlacht einigen sich die Fihriden jedoch auf eine Teilung Ifriqiyas: Amran soll Tunis und Umgebung regieren, Habib die südlicheren Gebiete um Gafsa und Nafzawa, während Ilyas Kairuan und den übrigen Teil Ifriqiyas behält. Nach dieser Vereinbarung zieht Habib nach Kairuan, während Ilyas Amran nach Tunis begleitet, wo Ilyas ihn plötzlich verhaften lässt und ihn mitsamt seinem Gefolge in Ketten nach al-Andalus abschicken lässt. Anschließend marschiert Ilyas auf Kairuan zu und setzt Habib so unter Druck, dass dieser sich bereit erklärt, nach al-Andalus abzureisen. Ein Schiff wird ausgerüstet und sticht in See, doch widrige Winde zwingen es zur Rückkehr in den Hafen, wodurch sich eine fast farsenhafte Situation ergibt. In dieser Zwischenphase greifen Anhänger des verstorbenen Abd ar-Rahman ein, nehmen Habib in ihre Obhut, rufen ihn zum Emir von Ifriqiya aus und stellen in seinem Namen ein Heer auf. Die Truppen von Habib und Ilyas treffen sich bei Laribus, doch bevor es zur eigentlichen Schlacht kommt, fordert Habib seinen Onkel zum Zweikampf auf, um den Streit im Einzelkampf zu entscheiden. Ilyas zögert zunächst, stimmt dann aber auf Drängen seiner eigenen Kommandeure zu, wird im Zweikampf von Habib besiegt und getötet, und Habib trägt seinen Kopf als Trophäe in einem Triumphzug nach Kairuan; dies geschieht im Dezember. Als Abd al-Wareth vom Tod des Ilyas hört, flieht er mit den übrigen Anhängern Ilyas’ nach Süden und sucht Schutz bei den Berbern der Warfajuma. Die Warfajuma, ein Unterstamm der Nafzawa, sind unter dem Einfluss charidschitischer (sufritischer) Lehren während des großen Berberaufstands der 740er Jahre von der bisherigen Ordnung abgerückt. Abd al-Wareth beginnt gemeinsam mit ihrem Anführer Asim ibn Dschamil al-Warfadschumi zu planen, Kairuan zu erobern und seinen Neffen Habib zu stürzen, wobei sie zur Gewinnung von Unterstützung den abbasidischen Kalifen al-Mansur als ihren legitimen Oberherrn ausrufen. - Statthalter Yusuf ibn Abd ar-Rahman al-Fihri (al-Andalus, 747–756
Yusuf schlägt einen Aufstand in Saragossa nieder und stellt dort seine Autorität erneut her. Unmittelbar danach bricht er zu einem Feldzug gegen die Basken in Pamplona auf, doch der dorthin entsandte Trupp wird vollständig vernichtet, was seine militärische Stellung deutlich schwächt. Zur gleichen Zeit landet der umayyadische Prinz Abd ar‑Rahman ibn Muʿawiya, der vor den Abbasiden aus Syrien geflohen ist, an der Südküste der Iberischen Halbinsel. Mit Unterstützung von Berbern und jemenitischen Einheiten erobert er wichtige Stützpunkte wie Málaga und Sevilla und gewinnt damit rasch an Einfluss in al‑Andalus. Die Truppen in al‑Andalus spalten sich nun; sowohl Yusuf als auch Abd ar‑Rahman beanspruchen die Loyalität der Berber und der syrischen Garnisonstruppen (junds). Im Allgemeinen schließen sich die jemenitischen Kontingente Abd ar‑Rahman an, während Mudar‑ und Qais‑Gruppen überwiegend Yusuf die Treue halten und den bestehenden Machthaber stützen. Yusuf versucht, den Konflikt zunächst diplomatisch zu lösen, bietet Abd ar‑Rahman Verhandlungen an und schlägt vor, dass der Umayyadenprinz ihn nach seinem Tod als Herrscher beerbt. Abd ar‑Rahman lehnt dieses Arrangement ab, und die Spannungen eskalieren zu einem offenen militärischen Konflikt um die Vorherrschaft in al‑Andalus - Imam Ja'far al-Sadiq (732–765)
- Patriarch Theodoros II. (Jerusalem, 745/749–770)
- Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)
Michael stellt sich gegen die Inthronisation von Bischof Isaac zum syrisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochia nach dem Tod von Iwannis I, weil Isaac bereits Bischof der Eparchie von Harran ist. - Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)
- Fortsetzung 756
MAKURIA
UIGURISCHES KAGANAT
TÜRGESCH
- Kagan Tengri Ermish (753–755)
- Kagan Ata Boyla (755-766)
Ata Boyla ist der letzte bekannte Khagan der Türgesh - Fortsetzung 759
INDIEN
Kaschmir
Pratihara
Chauhan-Dynastie
Rashtrakuta
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
TIBET
- König Mé Aktsom (705–755)
Mé Aktsom fällt einem Palastkomplott zum Opfer und wird ermordet; gemäss einer anderen Überlieferung soll er auf der Rückreise von einer Expedition vom Pferd gefallen sein (siehe hierzu 754). Sein Sohn Trisong Detsen besteigt den Thron und setzt die Linie fort. - König Trisong Detsen (755–797)
Trisong Detsen besteigt im Alter von 13 Jahren den Thron. - Fortsetzung 756
CHINA
(57./58. Zyklus - Jahr des Holz-Schafes; am Beginn des Jahres Holz-Pferd)
Tang-Dynastie
- Kaiser Xuanzong (712–756)
- An-Lushan-Rebellion (755-763)
1216D: An Lushan ist im 8. Jahrhundert ein hochrangiger General und Oberkommandeur der Garnison von Fan-yang im Gebiet des heutigen Peking. Er stammt väterlicherseits aus einer sogdischen, mütterlicherseits aus einer turkvölkischen Familie; sein Vater An Yanyan dient als Offizier im türkischen Bereich, seine Mutter gehört zum Clan der Aschina. Kanzler Li Linfu fördert gezielt Offiziere nichtchinesischer Herkunft wie die Sogder, um ein Gegengewicht zu als korrupt geltenden chinesischen Beamten zu schaffen. An Lushan erhält nacheinander die Verantwortung über drei Kommandanturen, wird in das Zensorat berufen, kaiserlicher Berater, Statthalter der nördlichen Provinzen und von der kaiserlichen Lieblingskonkubine Yang Guifei adoptiert. Im Jahr 755 herrscht in Zentralchina eine schwere Hungersnot, was die Unzufriedenheit in der Bevölkerung massiv verstärkt. In dieser Lage entscheidet sich An Lushan, gegen den Kaiser aufzubegehren, und löst am 16. Dezember den Aufstand aus. Um seine Position zu legitimieren, sammelt er zahlreiche Anhänger, vor allem unter den von Not und Misswirtschaft betroffenen Menschen, und ruft einen eigenen innerchinesischen Staat namens Yan aus. Dadurch entsteht eine zweite Macht im Reich, die direkt mit der Tang-Dynastie konkurriert. - Fortsetzung 756
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
QUELLEN
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22.09.2023 Artikel eröffnet
25.10.2023 Grundstock erstellt
15.01.2026 Grundstock ergänzt