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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Germanos_I._von_Konstantinopel Patriarch Germanos I. von Konstantinopel (715–730)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Germanos_I._von_Konstantinopel Patriarch Germanos I. von Konstantinopel (715–730)] <br />
*[[730#BYZANTINISCHES_REICH | Fortsetzung 730]] [[Kategorie:Byzantinisches Reich]]
*[[730#BYZANTINISCHES_REICH | Fortsetzung 730]] [[Kategorie:Byzantinisches Reich]]
==IBERIEN==
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_III_of_Iberia Fürst Guaram III. (693–748)] <br />
*'''693:''' Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_II_of_Iberia Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)]


==DABUYIDEN==
==DABUYIDEN==
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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmas_I_of_Alexandria Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmas_I_of_Alexandria Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)] <br />
*[[730#ARABER | Fortsetzung 730]] [[Kategorie:Umayyaden]]
*[[730#ARABER | Fortsetzung 730]] [[Kategorie:Umayyaden]]
*'''727:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Asad_ibn_Abdallah_al-Qasri '''Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727)'''] 727/728 (Ramadan 109 AH) endet seine erste Amtszeit abrupt, als er in einem Wutausbruch die führenden Vertreter der vier größten arabischen Stämme Chorasan – Ahl al‑ʿAlīya, Azd, Tamīm und Bakr – öffentlich auspeitschen lässt. Kalif Hišām verlangt daraufhin seine Absetzung. Asad wird durch al‑Ḥakam ibn ʿAwāna al‑Kalbī vertreten und kehrt zu seinem Bruder nach Irak zurück. Nach Asads Entlassung übernimmt zunächst Aschras ibn ʿAbdallāh as‑Sulamī (727–730) die Statthalterschaft und setzt anfangs die versöhnliche Linie Asads fort. Später nimmt er diese Politik jedoch zurück, was in Transoxanien zu einem umfassenden Aufstand führt, der zusammen mit erneuten Türgesch‑Angriffen die arabische Präsenz fast vollständig auf das Gebiet um Samarqand reduziert. Aschras gelingt es, Buchara vorübergehend zurückzugewinnen, doch sein Nachfolger Dschunaid ibn ʿAbd ar‑Raḥmān al‑Murrī führt die Armee 731 in das Desaster der „Schlacht der Engstelle“, das die chorasanische Streitmacht schwer trifft. Bis zu Dschunaids Tod 734 schrumpfen die muslimischen Besitzungen in Transoxanien auf Buchara und Teile Tucharistans.
*'''726:''' Asad: Im lokalen Adel spielt Asad auch als Bekehrer eine Rolle: Saman Ḫudā, der Ahnherr der späteren Samaniden‑Dynastie, soll unter seinem Einfluss zum Islam übertreten; Samans ältester Sohn erhält zu Ehren des Gouverneurs den Namen Asad. 726 lässt Asad die Stadt Balch, die Qutayba ibn Muslim nach einem Aufstand zerstört hat, wiederaufbauen und verlegt die arabische Garnison von Barukhan dorthin. Etwa zur gleichen Zeit nimmt Asad nach fast einem Jahrzehnt wieder regelmäßige Gesandtschaften an den chinesischen Hof auf. Dieser Schritt ist deutlich mit der Türgesch‑Bedrohung verknüpft, da die Türgesch als chinesische Vasallen gelten und von den Transoxaniern als Werkzeuge des chinesischen Kaisers gesehen werden, die sie von der arabischen Herrschaft befreien sollen. Asad gründet zudem das Dorf Asadābād nahe Nischapur, das in der Hand seiner Nachkommen bis in die Zeit der Tahiriden bleibt.
*'''725:''' Asad: In den Jahren 725/726 (107 AH) führt Asad einen Feldzug gegen Namrūn, den König von al‑Gharšistān nordöstlich von Herat, zwingt ihn zur Unterwerfung und zum Übertritt zum Islam und unterwirft anschließend das Gebiet von Ghur im heutigen Zentralafghanistan. Im folgenden Jahr zieht er nach Chuttal in Tucharistan; dort erscheint auf Bitte des lokalen Herrschers al‑Sabāl der Türgesch‑ḫāqān, der Oberherr der Türgesch. Die Überlieferung ist uneinheitlich: Nach einer Version zieht sich Asad über den Oxus zurück und setzt im nächsten Jahr seine erfolgreichen Operationen in Ghur fort, nach einer anderen Version erleidet er eine schwere Niederlage gegen die Türgesch. Insgesamt bleiben seine Feldzüge dieser ersten Amtszeit militärisch nur mäßig erfolgreich und beseitigen vor allem nicht die zunehmende Türgesch‑Gefahr. Parallel versucht Asad, die einheimische Bevölkerung für die muslimische Herrschaft zu gewinnen. Er setzt, in der Nachfolge seines Vorgängers, als Steuerbeamte Männer ein, die für ihre Ehrlichkeit bekannt sind, und bemüht sich, die Diskriminierung der mawālī, der einheimischen Konvertiten, zu beenden, indem er die Erhebung der ǧizya von ihnen einstellen lässt. Diese Steuerpolitik stößt auf heftigen Widerstand der arabischen Siedler in Chorasan. Gleichwohl kann die Maßnahme nach Einschätzung von Khalid Yahya Blankinship dazu beitragen, die Türken einige Jahre lang abzuschrecken, weil sie die Bevölkerung Transoxaniens eher auf die Seite der Muslime zieht. Trotz Asads Bemühungen und seiner guten Beziehungen zur iranischen Grundbesitzerschicht der dihqāne bleibt die Steuerlast für die Untertanen sehr hoch. Die Habgier und Grausamkeit arabischer wie iranischer Steuereintreiber macht Chorasan zu einem fruchtbaren Feld für die Propaganda schiitischer und abbasidischer Missionare der haschimitischen Bewegung.
*'''724:''' Asad ibn ʿAbdallāh al-Qasrī gehört zum Qasr‑Clan, einer Untergruppe des Stammes der Badschila. Sein Urgroßvater Asad ibn Kurz al‑Qasrī gilt nach einem Teil der Überlieferungen als Stammesführer der Badschila zur Zeit des Propheten Mohammed und als einer seiner Gefährten. Andere, familienfeindliche Traditionen behaupten dagegen, dieser Ahnherr sei ein jüdischer entflohener Sklave. Asads Großvater Yazīd unterstützt früh und prominent die Umayyaden im Ersten Fitna, während Asads Vater ʿAbdallāh im Zweiten Fitna auf die Seite Ibn az‑Zubairs tritt, später aber von Kalif ʿAbd al‑Malik begnadigt wird. Als Hišām ibn ʿAbd al‑Malik 724 den Thron besteigt, ernennt er Asads Bruder Chālid al‑Qasrī zum Statthalter des Irak mit Verantwortung für den gesamten islamischen Osten. Chālid setzt seinen Bruder Asad als Gouverneur von Chorasan ein; die beiden Brüder gelten damit nach Patricia Crone als zwei der hervorstechendsten Persönlichkeiten der marwanidischen Umayyadenzeit. Asad übernimmt 724 das Amt des Gouverneurs von Chorasan und verfolgt zunächst eine Politik der Konsolidierung mit begrenzter militärischer Aktivität. Er konzentriert sich darauf, die Oberhoheit über kleinere lokale Machthaber durchzusetzen und eine direkte Konfrontation mit den Türgesch zu vermeiden, die mit lokalen Fürsten zusammenarbeiten und die Araber über den Oxus zurückzudrängen drohen.
*'''724:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_ibn_Sa%27id_al-Kilabi Statthalter Muslim ibn Sa'id al-Kilabi (Chorasan, 723–724)]
*'''724:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Nasr_ibn_Sayyar Nasr] führt ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie.
*'''705:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Nasr_ibn_Sayyar Nasr] ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung.


==TURK-SCHAHI==
==TURK-SCHAHI==

Aktuelle Version vom 3. Februar 2026, 19:16 Uhr

726 | 727 | 728 | 729 | 730 | 731 | 732

MAYA

Palenque

Calakmul

Tikal

Naranjo

Copan

PIKTEN

KELTEN

Uí Néill

Ulaid

Connacht

Leinster

Uí Mháine

Dalriada

Königreich Strathclyde

Gwynedd

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

  • König Osric (718-729)
    Osric bestimmt kurz vor seinem Tod Ceolwulf, den Bruder seines Vorgängers Cenred und ebenfalls aus dem Haus Occa stammend, zu seinem Nachfolger. Damit beerbt das Haus Occa endgültig die bisherige Dynastie.
    0509D: Osric stirbt eines gewaltsamen Todes.
  • König Ceolwulf (729–737)
    Ceolwulf, um 700 als Sohn Cuthwines geboren, entstammt einer Nebenlinie des northumbrischen Königshauses, die ihre Abstammung auf Ocga, den Sohn des Dynastiegründers Ida, zurückführt. In der Königsliste erscheint er damit als Angehöriger des Hauses Ocga, das zunächst nicht die Hauptlinie der Herrscher stellt.​ Bis 716 herrschten die Nachkommen Æthelrics in Northumbria, bevor nach dem Tod Osreds I. im Jahr 716 Ceolwulfs älterer Bruder Cenred die Königswürde übernahm und bis 718 regierte. Nach Cenreds Tod folgte Osric, wahrscheinlich ein jüngerer Bruder Osreds I., und regiert von 718 bis 729 über Northumbria.​ Während Osrics Regierungszeit hielt sich Ceolwulf vermutlich im Exil auf, blieb aber als Angehöriger des Königshauses im Hintergrund politisch bedeutsam. Mit Ceolwulf setzt sich das Haus Ocga endgültig an die Stelle der bisherigen Dynastie. Die innerdynastischen Machtverhältnisse bleiben jedoch wechselhaft, was auf eine anhaltende politische Instabilität während seiner Herrschaft hinweist.
  • Bischof Acca von Hexham (709–732)
  • Bischof Wilfrid II. von York (718–732)
  • Bischof Æthelwald von Lindisfarne (721–740)
  • Fortsetzung 730

Mercia

East Anglia

Königreich Wessex

Königreich Essex

Königreich Kent

FRÄNKISCHES REICH

Herzogtum Aquitanien

Herzogtum Elsass

Herzogtum Alemannien

Herzogtum Baiern

FRIESEN

LANGOBARDENREICH

Herzogtum Friaul

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

  • Herzog Romuald II. (706–731)
  • Von 729 bis 739 wirkt Willibald, der spätere Bischof von Eichstätt, am äußeren und inneren Wiederaufbau des damals zerstörten benediktinischen Ursprungsklosters Montecassino mit. In Montecassino dient er als Küster der Kirche, als Dekan sowie jeweils vier Jahre lang als Pförtner des oberen und des unteren Klosters.​

Fortsetzung 731

SPANIEN

Königreich Asturien

REPUBLIK VENEDIG

ERSTES BULGARISCHES REICH

BYZANTINISCHES REICH

IBERIEN

  • 693: Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)

DABUYIDEN

ARABER

(110/111 - 4./5. April)

Umayyaden

  • 727: Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727) 727/728 (Ramadan 109 AH) endet seine erste Amtszeit abrupt, als er in einem Wutausbruch die führenden Vertreter der vier größten arabischen Stämme Chorasan – Ahl al‑ʿAlīya, Azd, Tamīm und Bakr – öffentlich auspeitschen lässt. Kalif Hišām verlangt daraufhin seine Absetzung. Asad wird durch al‑Ḥakam ibn ʿAwāna al‑Kalbī vertreten und kehrt zu seinem Bruder nach Irak zurück. Nach Asads Entlassung übernimmt zunächst Aschras ibn ʿAbdallāh as‑Sulamī (727–730) die Statthalterschaft und setzt anfangs die versöhnliche Linie Asads fort. Später nimmt er diese Politik jedoch zurück, was in Transoxanien zu einem umfassenden Aufstand führt, der zusammen mit erneuten Türgesch‑Angriffen die arabische Präsenz fast vollständig auf das Gebiet um Samarqand reduziert. Aschras gelingt es, Buchara vorübergehend zurückzugewinnen, doch sein Nachfolger Dschunaid ibn ʿAbd ar‑Raḥmān al‑Murrī führt die Armee 731 in das Desaster der „Schlacht der Engstelle“, das die chorasanische Streitmacht schwer trifft. Bis zu Dschunaids Tod 734 schrumpfen die muslimischen Besitzungen in Transoxanien auf Buchara und Teile Tucharistans.
  • 726: Asad: Im lokalen Adel spielt Asad auch als Bekehrer eine Rolle: Saman Ḫudā, der Ahnherr der späteren Samaniden‑Dynastie, soll unter seinem Einfluss zum Islam übertreten; Samans ältester Sohn erhält zu Ehren des Gouverneurs den Namen Asad. 726 lässt Asad die Stadt Balch, die Qutayba ibn Muslim nach einem Aufstand zerstört hat, wiederaufbauen und verlegt die arabische Garnison von Barukhan dorthin. Etwa zur gleichen Zeit nimmt Asad nach fast einem Jahrzehnt wieder regelmäßige Gesandtschaften an den chinesischen Hof auf. Dieser Schritt ist deutlich mit der Türgesch‑Bedrohung verknüpft, da die Türgesch als chinesische Vasallen gelten und von den Transoxaniern als Werkzeuge des chinesischen Kaisers gesehen werden, die sie von der arabischen Herrschaft befreien sollen. Asad gründet zudem das Dorf Asadābād nahe Nischapur, das in der Hand seiner Nachkommen bis in die Zeit der Tahiriden bleibt.
  • 725: Asad: In den Jahren 725/726 (107 AH) führt Asad einen Feldzug gegen Namrūn, den König von al‑Gharšistān nordöstlich von Herat, zwingt ihn zur Unterwerfung und zum Übertritt zum Islam und unterwirft anschließend das Gebiet von Ghur im heutigen Zentralafghanistan. Im folgenden Jahr zieht er nach Chuttal in Tucharistan; dort erscheint auf Bitte des lokalen Herrschers al‑Sabāl der Türgesch‑ḫāqān, der Oberherr der Türgesch. Die Überlieferung ist uneinheitlich: Nach einer Version zieht sich Asad über den Oxus zurück und setzt im nächsten Jahr seine erfolgreichen Operationen in Ghur fort, nach einer anderen Version erleidet er eine schwere Niederlage gegen die Türgesch. Insgesamt bleiben seine Feldzüge dieser ersten Amtszeit militärisch nur mäßig erfolgreich und beseitigen vor allem nicht die zunehmende Türgesch‑Gefahr. Parallel versucht Asad, die einheimische Bevölkerung für die muslimische Herrschaft zu gewinnen. Er setzt, in der Nachfolge seines Vorgängers, als Steuerbeamte Männer ein, die für ihre Ehrlichkeit bekannt sind, und bemüht sich, die Diskriminierung der mawālī, der einheimischen Konvertiten, zu beenden, indem er die Erhebung der ǧizya von ihnen einstellen lässt. Diese Steuerpolitik stößt auf heftigen Widerstand der arabischen Siedler in Chorasan. Gleichwohl kann die Maßnahme nach Einschätzung von Khalid Yahya Blankinship dazu beitragen, die Türken einige Jahre lang abzuschrecken, weil sie die Bevölkerung Transoxaniens eher auf die Seite der Muslime zieht. Trotz Asads Bemühungen und seiner guten Beziehungen zur iranischen Grundbesitzerschicht der dihqāne bleibt die Steuerlast für die Untertanen sehr hoch. Die Habgier und Grausamkeit arabischer wie iranischer Steuereintreiber macht Chorasan zu einem fruchtbaren Feld für die Propaganda schiitischer und abbasidischer Missionare der haschimitischen Bewegung.
  • 724: Asad ibn ʿAbdallāh al-Qasrī gehört zum Qasr‑Clan, einer Untergruppe des Stammes der Badschila. Sein Urgroßvater Asad ibn Kurz al‑Qasrī gilt nach einem Teil der Überlieferungen als Stammesführer der Badschila zur Zeit des Propheten Mohammed und als einer seiner Gefährten. Andere, familienfeindliche Traditionen behaupten dagegen, dieser Ahnherr sei ein jüdischer entflohener Sklave. Asads Großvater Yazīd unterstützt früh und prominent die Umayyaden im Ersten Fitna, während Asads Vater ʿAbdallāh im Zweiten Fitna auf die Seite Ibn az‑Zubairs tritt, später aber von Kalif ʿAbd al‑Malik begnadigt wird. Als Hišām ibn ʿAbd al‑Malik 724 den Thron besteigt, ernennt er Asads Bruder Chālid al‑Qasrī zum Statthalter des Irak mit Verantwortung für den gesamten islamischen Osten. Chālid setzt seinen Bruder Asad als Gouverneur von Chorasan ein; die beiden Brüder gelten damit nach Patricia Crone als zwei der hervorstechendsten Persönlichkeiten der marwanidischen Umayyadenzeit. Asad übernimmt 724 das Amt des Gouverneurs von Chorasan und verfolgt zunächst eine Politik der Konsolidierung mit begrenzter militärischer Aktivität. Er konzentriert sich darauf, die Oberhoheit über kleinere lokale Machthaber durchzusetzen und eine direkte Konfrontation mit den Türgesch zu vermeiden, die mit lokalen Fürsten zusammenarbeiten und die Araber über den Oxus zurückzudrängen drohen.
  • 724: Statthalter Muslim ibn Sa'id al-Kilabi (Chorasan, 723–724)
  • 724: Nasr führt ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie.
  • 705: Nasr ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung.

TURK-SCHAHI

ZWEITES TÜRK-KAGANAT

TÜRGESCH

  • Kagan Suluk (715–738)
  • Der spätere Kagan Kül-chor gehört bei der Belagerung von Kamarja zu den hochrangigen Türgesch-Geiseln, die der arabischen Garnison als Garantie für freien Abzug gestellt werden.
  • Fortsetzung 731

INDIEN

Kaschmir

Nepal

Malla

Chauhan-Dynastie

Chalukya

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

TIBET

CHINA

(57./58. Zyklus - Jahr der Erde-Schlange; am Beginn des Jahres Erde-Drache)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

QUELLEN

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22.11.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

27.11.2025 Grunsstock ergänzt

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