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Aktuelle Version vom 13. Januar 2026, 18:24 Uhr
MAYA
Tikal
Quiriguá
Copan
WARÄGER
- Staraja Ladoga (Siedlung)
Um 750 entsteht in Ladoga eine Siedlung, benannt nach dem Ladogasee oder dem kleinen linken Wolchow-Nebenfluss Ladoga (später Ladoschka bzw. Jelena), dessen Name vermutlich auf das altfinnische "aaldokas" für "wellig" zurückgeht. Eine dendrologische Datierung weist das älteste nachgewiesene Baudatum der Anlage ins Jahr 753 nach. Im 8. Jahrhundert entwickelt sich an dieser Stelle die älteste und größte Siedlung skandinavischer Waräger in Osteuropa; das Siedlungsgebiet umfasst bis zu 12 Hektar und wird damit die größte bekannte skandinavische Siedlung in Osteuropa, vergleichbar mit Birka und Haithabu. In der Siedlung entstehen Werkstätten, unter anderem zur Herstellung von Glas nach arabischem Vorbild.
PIKTEN
KELTEN
Uí Néill
- Hochkönig Domnall Midi (743–763)
Domnall setzt gemeinsam mit Sléibéne, dem Abt von Iona, das „Gesetz des Columba“ durch, was seine enge Verbindung zu den kolumbanischen Kirchen zeigt. Domnalls Förderung Ionas und anderer Columban‑Klöster trägt dazu bei, dass der Hauptsitz des Columban‑Verbandes in der Wikingerzeit nach Kells verlegt wird. - Fortsetzung 763
Ulaid
- König Fiachnae mac Áedo Róin (750–789)
In diesem Jahr erscheint im Annalenzeugnis der erste namentlich bezeugte Abt von Downpatrick, was darauf hinweist, dass Downpatrick bereits jetzt als königliches Kloster fungiert, entweder durch Fiachnae selbst oder schon durch seinen Vater eingerichtet. - Fortsetzung 759
Connacht
- König Forggus mac Cellaig (742–756)
Die Uí Aillelo werden von den Grecraige massakriert. Die Expansion der Uí Briúin nach Norden stößt auf den Widerstand des Cenél Coirpri-Zweigs der Uí Néill. - Fortsetzung 754
Leinster
Uí Mháine
Dalriada
Königreich Strathclyde
Gwynedd
Königreich Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Eadberht (737–758)
- Erzbischof Egbert (York, 735-766)
- Bischof Frithubeorht (Hexham, 734–766)
- Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)
Mercia
East Anglia
Königreich Wessex
- König Cuthred (740–756)
Es kommt anscheinend zu Kämpfen gegen die Briten in Cornwall, doch der Ausgang dieser Auseinandersetzung bleibt unbekannt. - Fortsetzung 756
Königreich Essex
- König Swithred (746-758) br />
Königreich Kent
- König Eardwulf (West-Kent, 748–vor 762)
- König Æthelberht II. (Ost-Kent, 725–762)
- Erzbischof Cuthberth (Canterbury, 740–758)
FRÄNKISCHES REICH
- König Pippin der Jüngere (751–768)
Pippin führt 753 und 757 Kriege gegen die Sachsen und vertreibt die Sarazenen über die Pyrenäen durch die Eroberung Narbonnes
Konstantinische Schenkung
Um 750 bis spätestens um 800 entsteht die gefälschte Urkunde, die später Konstantinische Schenkung heißt; die Forschung datiert sie insgesamt auf etwa das Jahr 800. In den 750er Jahren spielt sie möglicherweise bereits eine Rolle, als Papst Stephan II. sich in der Bedrohung durch die Langobarden an König Pippin III. wendet, ihm die gefälschte Urkunde der Konstantinischen Schenkung und so als Pippinsche Schenkung Herrschaft über langobardische Gebiete in Mittelitalien erhält. Um 870 erscheinen die frühesten sicheren Bezüge auf die Schenkung in der Chronik des Ado von Vienne und bei Aeneas von Paris; 882 folgt eine Bezugnahme in Hinkmars Schrift De Ordine Palatii, 979 lehnt sich eine Urkunde Papst Benedikts VII. für einen spanischen Empfänger in ihrer Poenformel ausführlich an den Text der Schenkung an, jedoch ohne rechtliche Wirkung. Die Urkunde trägt in den Quellen den Namen Constitutum Constantini; der gebräuchliche Ausdruck Konstantinische Schenkung leitet sich vom Donationsteil ab, während der Confessio-Teil den Glaubensbekenntnis- und Legendentext enthält. Das Dokument besteht aus zwei gleich großen Teilen, Confessio und Donatio, und ist in über 300 Handschriften in lateinischer, griechischer, syrischer, armenischer und weiteren volkssprachlichen Fassungen überliefert; diese Tradition sichert seine Wirkung bis in die Neuzeit. - Pippins Halbbruder Grifo, der sich gegen diesen aufgelehnt hat, fällt bei St. Jean-de-Maurienne in Burgund.
- Karl (später "der Große") (6)
- Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
- Bischof, nun Erzbischof Chrodegang (Metz, 742-766)
- Bischof Eoban (Utrecht, 753–754)
Der englische Priester Eoban, der mit Bonifatius nach Deutschland gekommen ist, wird Bischof von Utrecht. - Bischof Witta (Büraburg, 741-755)
- Bischof Adalar (Erfurt, 742-755)
- Erzbischof Bonifatius (Mainz, 745–754)
- Bischof Milo von Trier (Trier 715–753)
- Bischof Burkard (Würzburg, 742-754)
- Abt Sturmius (Fulda, 744–779)
- Bischof Sidonius (Konstanz, 746–760)
- Abt Otmar von St. Gallen (Kloster St. Gallen, 719–759)
- Fortsetzung 754
Herzogtum Aquitanien
Herzogtum Baiern
- Regentin Hiltrud (748-754)
- Herzog Tassilo III. (748–788)
- Bischof Gaubald (Regensburg, 739–761)
- Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
Willibald begegnet Bonifatius vermutlich zum letzten Mal im Juni, als beide in einer später nur in fälschlicher Überlieferung erhaltenen, aber auf eine verschollene Fuldaer Tradition zurückgehenden Zeugenreihe genannt werden. - Bischof Joseph von Verona (Freising, 747/748-764)
- Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)
- Sidonius wird Bischof von Passau.
- Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)
- Fortsetzung 754
LANGOBARDENREICH
- König Aistulf (749–756)
In diesem Jahr verhärten sich die Drohungen des Langobardenkönigs Aistulf gegen Rom, während das Oströmische Reich wegen der arabischen Kriege nicht in Italien eingreifen kann. Im Laufe des Jahres richtet sich Aistulfs Politik immer deutlicher auf Einschüchterung und Unterwerfung der Römer, was den Handlungsspielraum des Papstes stark einschränkt. Bereits Ende Juli oder Anfang August 753 überschreiten langobardische Truppen aus dem Herzogtum Benevent die südliche Grenze des römischen Gebietes und greifen das Kastell von Ceccano an. Sie besetzen das Kastell und reißen damit eine empfindliche Lücke in das römische Verteidigungssystem. Am 14. Oktober verlässt Papst Stephan II. Rom, um Hilfe gegen Aistulf im Frankenreich zu suchen. Er reist in Begleitung von Bischöfen, hohen Prälaten der römischen Kirche, Beamten der päpstlichen Zentralverwaltung, Vertretern der römischen Militäraristokratie, dem kaiserlichen Silentiarius und zwei fränkischen Gesandten ab. Am 15. November setzt Stephan seine Reise über die Alpen fort und versucht, mit seinem geistlichen Gefolge den Großen Sankt-Bernhard-Pass zu überschreiten. Die militärische Begleitung sowie der byzantinische Gesandte kehren hingegen nach Rom zurück, sodass Stephan nur mit kirchlichen Würdenträgern und päpstlichen Beamten weiterzieht. - Erzbischof Leto Marcellino (745-759)
Herzogtum Friaul
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Königreich Asturien
- König Alfons I. (Asturien, 739–757)
Alfons I. besiegt mit seinem Heer die Mauren, die sich aus Astorga zurückziehen müssen. - Fortsetzung 757
REPUBLIK VENEDIG
KARANTANIEN
ERSTES BULGARISCHES REICH
- Knjas Sewar (738–753/754)
Mit Sewars Tod oder Sturz erlischt der herrschende Dulo‑Clan, was eine Phase dynastischer Krisen und schneller Herrscherwechsel im Ersten Bulgarischen Reich einleitet. Als sein Nachfolger tritt Kormisosh aus dem Clan Vokil auf, der nach mehreren Chronologien unmittelbar an Sewars Regierungszeit anschließt. - Knjas Kormisosch (753/754–756)
Kormisosch besteigt den Thron Bulgariens und etabliert die neue Herrscherfamilie Wokil. Die bulgarische Fürstenliste schreibt ihm eine Regierungszeit von 17 Jahren zu. - Fortsetzung 756
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Konstantin V. (741–775)
- Papst Stephan II. (752–757)
Zu Beginn seines Pontifikats ist die Lage Roms unsicher, weil die Langobarden unter König Aistulf nach der Eroberung Ravennas das Umland Roms bedrohen und hohe Abgaben verlangen. Stephan schließt mit Aistulf zwar einen auf 40 Jahre angelegten Waffenstillstand, doch Aistulf hält sich nicht daran und betrachtet Rom als sein Eigentum. Gleichzeitig verschärft der Bilderstreit mit Kaiser Konstantin V. den Gegensatz zu Byzanz, sodass der Papst von dort keine verlässliche militärische Hilfe erwarten kann. Stephan wendet sich nun dem fränkischen König Pippin dem Jüngeren zu, dessen Reich bereits über Bonifatius enge kirchliche Bindungen nach Rom besitzt. Pippin entsendet zunächst Bischof Chrodegang von Metz und dessen Schwager Autchar nach Rom, um Stephan zu begleiten und zu schützen. Am 14. Oktober bricht der Papst mit dieser fränkischen Gesandtschaft von Rom auf, um Pippin persönlich um Unterstützung gegen Aistulf zu bitten. Der Zug macht in Pavia Station, wo Stephan Aistulf vergeblich auffordert, die eroberten Gebiete an Rom zurückzugeben. Am 15. November setzt er seine Reise fort und überquert als erster Papst überhaupt am Großen Sankt Bernhard die Alpen. - Patriarch Anastasios (Konstantinopel, 730-754)
- Fortsetzung 754
IBERIEN
DABUYIDEN
ARABER
(135/136 - 6./7. Juli)
Abbasiden
- Kalif Abu l-Abbas as-Saffah (750-754)
- Statthalter Abd Allah ibn Ali (Syrien, 750–754)
- Statthalter Abu Awn Abd al-Malik ibn Yazid (Ägypten, 1. Amtszeit 751–753)
- Statthalter Salih ibn Ali (Ägypten, 2. Amtszeit 753-755)
Am 8. Oktober wird Salih erneut zum Gouverneur von Ägypten berufen und übt dieses Amt bis zum 21. Februar 755 aus. - Statthalter Abd al-Rahman ibn Habib al-Fihri (Ifrikiya, 745–755)
- Statthalter Yusuf ibn Abd ar-Rahman al-Fihri (al-Andalus, 747–756
- Imam Ja'far al-Sadiq (732–765)
- Patriarch Theodoros II. (Jerusalem, 745/749–770)
- Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)
- Fortsetzung 754
MAKURIA
UIGURISCHES KAGANAT
TÜRGESCH
- Kagan Tengri Ermish (753–755)
Tengri Eylemisch Qaghan ist der vorletzte Kagan der Türgesch und gehört dem Stamm der Schwarzen Türgesch an. Im Oktober erkennt der chinesische Kaiser Xuanzong von Tang ihn als Kagan der Türgesch an. - Fortsetzung 755
INDIEN
Kaschmir
Pratihara
Malla
Chauhan-Dynastie
Chalukya
- König Kirtivarman II. (746 –753)
Unter diesem doppelten Druck aus Süden durch die Pandyas und aus Norden durch die Raschtrakutas verliert Kirtivarman II kontinuierlich an Einfluss und militärischer Handlungsfreiheit. Schließlich führt Dantidurga in den frühen 750er‑Jahren einen entscheidenden Feldzug gegen das geschwächte Chalukya‑Reich und stürzt Kirtivarman II um 753, womit die Dynastie der Badami‑Chalukya ihr Ende findet. Kirtivarman bleibt damit der letzte König dieser Linie, und die Rashtrakutas übernehmen die Vorherrschaft im Dekkan
Rashtrakuta
- König Dantidurga (753–756)
Dantidurga stammt aus einer Rashtrakuta-Linie, die zunächst als Vasallen der Chalukya von Badami im westlichen Dekkan herrscht. Die Inschrift von Ellora bezeichnet ihn als Sohn von Indra II., während die Samangad-Inschrift seine Mutter als Bhavanaga nennt, eine Chalukya-Prinzessin aus Gujarat. In seiner Jugend muss sich Dantidurga gegen seine Onkel Karka und Krishna behaupten, was die Stellung seiner Familie innerhalb der Rashtrakuta-Linie widerspiegelt. Durch diese familiären Auseinandersetzungen und die Unterstützung seiner Mutter gewinnt er allmählich eigenständige Macht. Dantidurga ist zunächst ein "Rashtrakuta-Fürst aus Berar", der den Chalukya-Königen als untergeordneter Herrscher dient. Er nimmt an Feldzügen seiner Oberherren teil und gewinnt militärische Erfahrung, während die Chalukya-Macht bereits Schwächezeichen zeigt. Als Vasall der Chalukya spielt Dantidurga eine Rolle in Kämpfen gegen eine arabische (Tājika) Armee, die mehrere westindische Reiche wie Kacchella, Saindhava, Saurashtra, Cavotaka, Maurya und Gurjara angreift. Um die Mitte des 8. Jahrhunderts wendet sich Dantidurga gegen seinen bisherigen Oberherrn, den Chalukya-König Kirtivarman II. Im Jahr 753 besiegt er die Chalukya und führt einen Feldzug, in dessen Verlauf er deren Kernland angreift. Die Ellora-Inschrift berichtet, dass Dantidurga nach diesem Sieg die Titel Rājadhirāja (König der Könige) und Parameśvara annimmt. Seine Hauptstadt liegt im Gebiet von Kalaburagi (Gulbarga) im heutigen Bundesstaat Karnataka. Die Samangad-Inschrift erwähnt, dass Dantidurga das "unendliche und unbesiegbare Karnataka-Heer" (Karnataka-bala) der Badami-Chalukya schlägt. Danach besiegt er die Könige von Lata (Gujarat), Malwa, Tanka, Kalinga und die Sheshas (Nagas) in Zentralindien und führt mehrere groß angelegte Opferzeremonien durch. Nachdem Dantidurga Kirtivarman II. entmachtet und einen großen Teil des Chalukya-Gebiets erobert hat, begründet er das Rashtrakuta-Reich im Dekkan. Um 750 bis 753 bringt er Madhya Pradesh und das südliche Gujarat unter seine Kontrolle und weitet seinen Einfluss auf weite Teile des westlichen und zentralen Indiens aus. Die Macht der Chalukya ist zwar gebrochen, doch der Vakkaleri-Eintrag von 757 zeigt, dass Kirtivarman II. bis zu diesem Jahr noch einige südliche Provinzen behält. Trotz dieser Restherrschaft gilt Dantidurga als derjenige, der die Vormacht der Chalukya beendet und die Rashtrakuta-Dynastie zur entscheidenden Kraft im Dekkan macht. Dantidurgas Tochter heiratet den Pallava-König Nandivarman II. von Kanchi. Dantidurga unterstützt Nandivarman militärisch, indem er gegen die Chalukya kämpft und Nandivarman so die Rückeroberung von Kanchi ermöglicht. Die Texte schreiben ihm die Durchführung zahlreicher Opferhandlungen zu, die seine königliche Legitimation stärken. Diese Rituale unterstreichen sein Bild als rechtmäßiger und von den Göttern begünstigter Monarch, der ein großes und vielfältiges Reich regiert. - Fortsetzung 756
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
TIBET
CHINA
(57./58. Zyklus - Jahr der Wasser-Schlange; am Beginn des Jahres Wasser-Drache)
Tang-Dynastie
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
KALINGGA
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QUELLEN
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27.10.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
12.01.2026 Grundstock ergänzt