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*[ | *[https://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Aemilius_Papus_(Konsul) '''Konsul Lucius Aemilius Papus'''] <br />Lucius Aemilius Papus stammt nach der Filiation der Konsularfasten aus der Familie der Aemilier und ist vermutlich der Sohn des Quintus Aemilius Papus, des Gegenspielers des Königs Pyrrhos von Epirus; er wird ein einziges Mal Konsul und erhält aufgrund der erwarteten keltischen Invasion ein Kommando gegen die Gallier. Da Rom mit einem Einfall keltischer Stämme rechnet, zieht Papus mit seinen Truppen nach Ariminum, um von dort aus die nördlichen Zugänge Italiens zu sichern. Als Papus erfährt, dass die feindlichen keltischen Truppen bereits in Etrurien einfallen, bricht er von Ariminum auf und marschiert in Eilmärschen nach Etrurien, um ihnen entgegenzutreten (siehe Römisch-gallische Kriege). | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Atilius_Regulus_(Konsul_225_v._Chr.) '''Konsul Gaius Atilius Regulus'''] | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Atilius_Regulus_(Konsul_225_v._Chr.) '''Konsul Gaius Atilius Regulus'''] <br />Gaius Atilius Regulus wächst als Sohn des bedeutenden Feldherrn Marcus Atilius Regulus und entstammt einer aus Süditalien stammenden Familie, die seit vier Generationen Konsuln stellt. Im Jahr 225 wird Atilius selbst zum Konsul gewählt, und zwar als plebejischer Konsul neben dem patrizischen Papus, und erhält den Auftrag, einen Aufstand auf Sardinien niederzuschlagen, was ihm rasch gelingt. | ||
*Römisch-gallische Kriege: <br />Von Sardinien aus setzt Attilius nach Pisa über und marschiert mit seinen Legionen auf dem Weg nach Rom, während gleichzeitig Kelten nach Etrurien einbrechen: Keltische Krieger aus dem Stamm der Boier und der Insubrer fallen in das von Rom beherrschte Etrurien ein und marschieren bis Clevsin/Clusium. Veneter, Samniten, Etrusker und Cenomanen verbünden sich mit Rom gegen die Kelten. Bei Faesulum gelingt den Kelten ein Sieg, doch rücken sie beim Herannahen der römischen Hauptstreitmacht wieder ab. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Telamon '''Schlacht bei Telamon'''] <br />Als sich die Kelten bei Telamon in Etrurien aufhalten, gerät ihr Vortrupp in der Nähe der Stadt in die Vorhut des Heeres des Atilius, wird gefangen genommen und berichtet dem Konsul nach Verhören die jüngsten Ereignisse, die Nähe des gallischen Heeres und die Stellung der beiden römischen Armeen mit Lucius Aemilius Papus im Rücken der Kelten. Die Nachricht überrascht Atilius, stimmt ihn aber zugleich hoffnungsvoll, weil er glaubt, die Gallier nun marschierend zwischen zwei römische Heere zu bekommen, und er befiehlt seinen Tribunen, die Legionen in Schlachtordnung zu bringen und in dieser Formation so weit vorzugehen, wie es das Gelände zulässt. Er bemerkt einen Hügel oberhalb der Straße, die die Kelten passieren müssen, und reitet mit seiner Reiterei im Eilmarsch dorthin, um den Kamm noch vor dem Eintreffen der Kelten zu besetzen und als Erster die Schlacht zu eröffnen, in der Erwartung, so den größten Anteil am Ruhm des zu erwartenden Sieges zu gewinnen. Zuvor hat er bereits beschlossen, die Kelten eigenständig anzugreifen, um sich einen größeren Teil der Anerkennung für den Sieg zu sichern. Zunächst konzentriert sich das Gefecht auf den Hügel, während beide Heere zuschauen und zahlreiche Reiter beider Seiten dort in einem wilden Durcheinander kämpfen. In diesem Reitergefecht fällt Atilius, der mit verzweifelter Tapferkeit kämpft, und die Kelten bringen seinen abgeschlagenen Kopf zu ihren Königen.Trotz des Todes ihres Kommandeurs setzen seine Offiziere den Kampf unbeirrt fort, und die römische Reiterei ringt nach hartnäckigem Kampf die keltischen Reiter nieder und gewinnt schließlich die Kontrolle über den Hügel. Der römische Gesamtsieg bei Telamon geht jedoch entscheidend darauf zurück, dass die Gallier sich dazu entschließen, in zwei Richtungen zu kämpfen und damit ihre Kräfte spalten, wie der Historiker Aryeh Nusbacher betont, während Papus als überlebender Konsul alleinigen Ruhm beansprucht. Nach dem Sieg führt Papus noch einen Plünderungszug gegen die Boier durch und kehrt danach nach Rom zurück, wo er für diesen Erfolg einen glänzenden Triumph feiert. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Iunius_Pera Zensor Marcus Iunius Pera] <br />Der ehemalige Konsul Marcus Iunius wird Zensor, zusammen mit Gaius Claudius Centho. | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Iunius_Pera Zensor Marcus Iunius Pera] <br />Der ehemalige Konsul Marcus Iunius wird Zensor, zusammen mit Gaius Claudius Centho. | ||
*um 225: Die Römer beginnen mit der Prägung von Goldmünzen. | *um 225: Die Römer beginnen mit der Prägung von Goldmünzen. | ||
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*[https://de.wikipedia.org/wiki/Qin_Shihuangdi König Ying Zheng (247-221)] <br />Qin | *[https://de.wikipedia.org/wiki/Qin_Shihuangdi König Ying Zheng (247-221)] <br />Nach der Niederwerfung von Han und der Bedrohung durch Qin schließen die übrigen Staaten Verteidigungsbündnisse, um sich abzusichern. Qin setzt seine Expansion dennoch fort und nutzt die vorhandene militärische und administrative Stärke, um nacheinander Wei, Zhao, Chu, Yan und Qi zu bedrängen. Im Jahr 225 fällt das Reich Wei an die Truppen des Königs von Qin; Qin erweitert damit seine Kontrolle weit nach Osten in Richtung Gelber Fluss. | ||
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Aktuelle Version vom 5. Januar 2026, 19:02 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita DXXIX = 529)
- Konsul Lucius Aemilius Papus
Lucius Aemilius Papus stammt nach der Filiation der Konsularfasten aus der Familie der Aemilier und ist vermutlich der Sohn des Quintus Aemilius Papus, des Gegenspielers des Königs Pyrrhos von Epirus; er wird ein einziges Mal Konsul und erhält aufgrund der erwarteten keltischen Invasion ein Kommando gegen die Gallier. Da Rom mit einem Einfall keltischer Stämme rechnet, zieht Papus mit seinen Truppen nach Ariminum, um von dort aus die nördlichen Zugänge Italiens zu sichern. Als Papus erfährt, dass die feindlichen keltischen Truppen bereits in Etrurien einfallen, bricht er von Ariminum auf und marschiert in Eilmärschen nach Etrurien, um ihnen entgegenzutreten (siehe Römisch-gallische Kriege). - Konsul Gaius Atilius Regulus
Gaius Atilius Regulus wächst als Sohn des bedeutenden Feldherrn Marcus Atilius Regulus und entstammt einer aus Süditalien stammenden Familie, die seit vier Generationen Konsuln stellt. Im Jahr 225 wird Atilius selbst zum Konsul gewählt, und zwar als plebejischer Konsul neben dem patrizischen Papus, und erhält den Auftrag, einen Aufstand auf Sardinien niederzuschlagen, was ihm rasch gelingt. - Römisch-gallische Kriege:
Von Sardinien aus setzt Attilius nach Pisa über und marschiert mit seinen Legionen auf dem Weg nach Rom, während gleichzeitig Kelten nach Etrurien einbrechen: Keltische Krieger aus dem Stamm der Boier und der Insubrer fallen in das von Rom beherrschte Etrurien ein und marschieren bis Clevsin/Clusium. Veneter, Samniten, Etrusker und Cenomanen verbünden sich mit Rom gegen die Kelten. Bei Faesulum gelingt den Kelten ein Sieg, doch rücken sie beim Herannahen der römischen Hauptstreitmacht wieder ab.
Schlacht bei Telamon
Als sich die Kelten bei Telamon in Etrurien aufhalten, gerät ihr Vortrupp in der Nähe der Stadt in die Vorhut des Heeres des Atilius, wird gefangen genommen und berichtet dem Konsul nach Verhören die jüngsten Ereignisse, die Nähe des gallischen Heeres und die Stellung der beiden römischen Armeen mit Lucius Aemilius Papus im Rücken der Kelten. Die Nachricht überrascht Atilius, stimmt ihn aber zugleich hoffnungsvoll, weil er glaubt, die Gallier nun marschierend zwischen zwei römische Heere zu bekommen, und er befiehlt seinen Tribunen, die Legionen in Schlachtordnung zu bringen und in dieser Formation so weit vorzugehen, wie es das Gelände zulässt. Er bemerkt einen Hügel oberhalb der Straße, die die Kelten passieren müssen, und reitet mit seiner Reiterei im Eilmarsch dorthin, um den Kamm noch vor dem Eintreffen der Kelten zu besetzen und als Erster die Schlacht zu eröffnen, in der Erwartung, so den größten Anteil am Ruhm des zu erwartenden Sieges zu gewinnen. Zuvor hat er bereits beschlossen, die Kelten eigenständig anzugreifen, um sich einen größeren Teil der Anerkennung für den Sieg zu sichern. Zunächst konzentriert sich das Gefecht auf den Hügel, während beide Heere zuschauen und zahlreiche Reiter beider Seiten dort in einem wilden Durcheinander kämpfen. In diesem Reitergefecht fällt Atilius, der mit verzweifelter Tapferkeit kämpft, und die Kelten bringen seinen abgeschlagenen Kopf zu ihren Königen.Trotz des Todes ihres Kommandeurs setzen seine Offiziere den Kampf unbeirrt fort, und die römische Reiterei ringt nach hartnäckigem Kampf die keltischen Reiter nieder und gewinnt schließlich die Kontrolle über den Hügel. Der römische Gesamtsieg bei Telamon geht jedoch entscheidend darauf zurück, dass die Gallier sich dazu entschließen, in zwei Richtungen zu kämpfen und damit ihre Kräfte spalten, wie der Historiker Aryeh Nusbacher betont, während Papus als überlebender Konsul alleinigen Ruhm beansprucht. Nach dem Sieg führt Papus noch einen Plünderungszug gegen die Boier durch und kehrt danach nach Rom zurück, wo er für diesen Erfolg einen glänzenden Triumph feiert. - Zensor Marcus Iunius Pera
Der ehemalige Konsul Marcus Iunius wird Zensor, zusammen mit Gaius Claudius Centho. - um 225: Die Römer beginnen mit der Prägung von Goldmünzen.
- Schlacht bei Telamon
Keltische Krieger aus dem Stamm der Boier und der Insubrer fallen in das von Rom beherrschte Etrurien ein und marschieren bis Clevsin/Clusium. Veneter, Samniten, Etrusker und Cenomanen verbünden sich mit Rom gegen die Kelten. Bei Faesulum gelingt den Kelten ein Sieg, doch rücken sie beim Herannahen der römischen Hauptstreitmacht wieder ab, werden aber in der Schlacht bei Telamon gestellt und von den Römern geschlagen. Angeblich kommen 40.000 Kelten ums Leben; auch der römische Konsul Atilius fällt in der Schlacht. Anschließend stößt das römische Heer unter Aemilius auf das Gebiet der Boier am Po vor. Im Zuge des Keltenkrieges wird das antike Pisae erstmals erwähnt. Brixia wird nach der Unterwerfung der Cenomanen römisch. - Fortsetzung 224
ILLYRER
GRIECHEN
(3./4. Jahr der 138. Olympiade)
Syrakus
Makedonien
Sparta
- König der Eurypontiden: Eukleidas (227-222)
- König der Agiaden: Kleomenes III. (235-222)
- Kleomenischer Krieg (228-222)
Argos und zahlreiche weitere Städte der Peloponnes (Kaphyai, Pellene, Pheneos, Phlios, Kleonai, Epidauros, Hermione und Troizen) schließen sich Kleomenes III., der schließlich auch Korinth für sich gewinnen kann. Der Achaiische Bund appelliert daraufhin an Antigonos III. Doson von Makedonien, dem die Herrschaft über Korinth zugesagt wird, wenn er den Achaiiern gegen Sparta zu Hilfe komme. - Fortsetzung 224
Bosporanisches Reich
Pergamon
Bithynien
Kappadokien
Pontos
Seleukidenreich
- König Seleukos III. (226–223)
- um 225: Apollonios von Perge verfasst ein wegweisendes Werk über die Kegelschnitte.
- Fortsetzung 223
Griechisch-Baktrisches Königreich
Ägypten
- König Ptolemaios III. (246-222)
- um 225: Eratosthenes, Direktor der Bibliothek von Alexandria, berechnet aus den unterschiedlichen Sonnenständen in Alexandria und Syene den Erdumfang zu 252'000 Stadien, was dem tatsächlichen Wert recht nahekommt.
- Fortsetzung 222
IBERIA
PARTHERREICH
INDIEN
Maurya-Reich
Anuradhapura
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(41/42. Zyklus - Jahr der Feuer-Ratte; am Beginn des Jahres Holz-Schwein)
Qin
- König Ying Zheng (247-221)
Nach der Niederwerfung von Han und der Bedrohung durch Qin schließen die übrigen Staaten Verteidigungsbündnisse, um sich abzusichern. Qin setzt seine Expansion dennoch fort und nutzt die vorhandene militärische und administrative Stärke, um nacheinander Wei, Zhao, Chu, Yan und Qi zu bedrängen. Im Jahr 225 fällt das Reich Wei an die Truppen des Königs von Qin; Qin erweitert damit seine Kontrolle weit nach Osten in Richtung Gelber Fluss. - Fortsetzung 223
Dai
Wei
- König Jingmin (242–228)
Wei wird durch den Staat Qin erobert; Jingmin stirbt oder wird abgelöst.
Qi
Yan
Chu
JAPAN
QUELLEN
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27.11.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
22.07.2025 Grundstock ergänzt