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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pelayo König Pelayo (718–737)] <br /> | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Pelayo König Pelayo (718–737)] <br /> | ||
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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Anastasius_of_Constantinople '''Patriarch Anastasios (Konstantinopel, 730-754)'''] <br />Leo III. ernennt Anastasius 730 zum Patriarchen von Konstantinopel, hauptsächlich wegen dessen Unterstützung des Bilderverbots (Ikonoklasmus), und der Bilderstreit bestimmt seine gesamte Amtszeit und vertieft den Bruch zwischen der Ost- und der Westkirche. | *[https://en.wikipedia.org/wiki/Anastasius_of_Constantinople '''Patriarch Anastasios (Konstantinopel, 730-754)'''] <br />Leo III. ernennt Anastasius 730 zum Patriarchen von Konstantinopel, hauptsächlich wegen dessen Unterstützung des Bilderverbots (Ikonoklasmus), und der Bilderstreit bestimmt seine gesamte Amtszeit und vertieft den Bruch zwischen der Ost- und der Westkirche. | ||
*[[731#BYZANTINISCHES_REICH | Fortsetzung 731]] [[Kategorie:Byzantinisches Reich]] | *[[731#BYZANTINISCHES_REICH | Fortsetzung 731]] [[Kategorie:Byzantinisches Reich]] | ||
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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_III_of_Iberia Fürst Guaram III. (693–748)] <br /> | |||
*'''693:''' Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_II_of_Iberia Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)] | |||
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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmas_I_of_Alexandria Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)] <br /> | *[https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmas_I_of_Alexandria Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)] <br /> | ||
*[[731#ARABER | Fortsetzung 731]] [[Kategorie:Umayyaden]] | *[[731#ARABER | Fortsetzung 731]] [[Kategorie:Umayyaden]] | ||
*'''727:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Asad_ibn_Abdallah_al-Qasri '''Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727)'''] 727/728 (Ramadan 109 AH) endet seine erste Amtszeit abrupt, als er in einem Wutausbruch die führenden Vertreter der vier größten arabischen Stämme Chorasan – Ahl al‑ʿAlīya, Azd, Tamīm und Bakr – öffentlich auspeitschen lässt. Kalif Hišām verlangt daraufhin seine Absetzung. Asad wird durch al‑Ḥakam ibn ʿAwāna al‑Kalbī vertreten und kehrt zu seinem Bruder nach Irak zurück. Nach Asads Entlassung übernimmt zunächst Aschras ibn ʿAbdallāh as‑Sulamī (727–730) die Statthalterschaft und setzt anfangs die versöhnliche Linie Asads fort. Später nimmt er diese Politik jedoch zurück, was in Transoxanien zu einem umfassenden Aufstand führt, der zusammen mit erneuten Türgesch‑Angriffen die arabische Präsenz fast vollständig auf das Gebiet um Samarqand reduziert. Aschras gelingt es, Buchara vorübergehend zurückzugewinnen, doch sein Nachfolger Dschunaid ibn ʿAbd ar‑Raḥmān al‑Murrī führt die Armee 731 in das Desaster der „Schlacht der Engstelle“, das die chorasanische Streitmacht schwer trifft. Bis zu Dschunaids Tod 734 schrumpfen die muslimischen Besitzungen in Transoxanien auf Buchara und Teile Tucharistans. | |||
*'''726:''' Asad: Im lokalen Adel spielt Asad auch als Bekehrer eine Rolle: Saman Ḫudā, der Ahnherr der späteren Samaniden‑Dynastie, soll unter seinem Einfluss zum Islam übertreten; Samans ältester Sohn erhält zu Ehren des Gouverneurs den Namen Asad. 726 lässt Asad die Stadt Balch, die Qutayba ibn Muslim nach einem Aufstand zerstört hat, wiederaufbauen und verlegt die arabische Garnison von Barukhan dorthin. Etwa zur gleichen Zeit nimmt Asad nach fast einem Jahrzehnt wieder regelmäßige Gesandtschaften an den chinesischen Hof auf. Dieser Schritt ist deutlich mit der Türgesch‑Bedrohung verknüpft, da die Türgesch als chinesische Vasallen gelten und von den Transoxaniern als Werkzeuge des chinesischen Kaisers gesehen werden, die sie von der arabischen Herrschaft befreien sollen. Asad gründet zudem das Dorf Asadābād nahe Nischapur, das in der Hand seiner Nachkommen bis in die Zeit der Tahiriden bleibt. | |||
*'''725:''' Asad: In den Jahren 725/726 (107 AH) führt Asad einen Feldzug gegen Namrūn, den König von al‑Gharšistān nordöstlich von Herat, zwingt ihn zur Unterwerfung und zum Übertritt zum Islam und unterwirft anschließend das Gebiet von Ghur im heutigen Zentralafghanistan. Im folgenden Jahr zieht er nach Chuttal in Tucharistan; dort erscheint auf Bitte des lokalen Herrschers al‑Sabāl der Türgesch‑ḫāqān, der Oberherr der Türgesch. Die Überlieferung ist uneinheitlich: Nach einer Version zieht sich Asad über den Oxus zurück und setzt im nächsten Jahr seine erfolgreichen Operationen in Ghur fort, nach einer anderen Version erleidet er eine schwere Niederlage gegen die Türgesch. Insgesamt bleiben seine Feldzüge dieser ersten Amtszeit militärisch nur mäßig erfolgreich und beseitigen vor allem nicht die zunehmende Türgesch‑Gefahr. Parallel versucht Asad, die einheimische Bevölkerung für die muslimische Herrschaft zu gewinnen. Er setzt, in der Nachfolge seines Vorgängers, als Steuerbeamte Männer ein, die für ihre Ehrlichkeit bekannt sind, und bemüht sich, die Diskriminierung der mawālī, der einheimischen Konvertiten, zu beenden, indem er die Erhebung der ǧizya von ihnen einstellen lässt. Diese Steuerpolitik stößt auf heftigen Widerstand der arabischen Siedler in Chorasan. Gleichwohl kann die Maßnahme nach Einschätzung von Khalid Yahya Blankinship dazu beitragen, die Türken einige Jahre lang abzuschrecken, weil sie die Bevölkerung Transoxaniens eher auf die Seite der Muslime zieht. Trotz Asads Bemühungen und seiner guten Beziehungen zur iranischen Grundbesitzerschicht der dihqāne bleibt die Steuerlast für die Untertanen sehr hoch. Die Habgier und Grausamkeit arabischer wie iranischer Steuereintreiber macht Chorasan zu einem fruchtbaren Feld für die Propaganda schiitischer und abbasidischer Missionare der haschimitischen Bewegung. | |||
*'''724:''' Asad ibn ʿAbdallāh al-Qasrī gehört zum Qasr‑Clan, einer Untergruppe des Stammes der Badschila. Sein Urgroßvater Asad ibn Kurz al‑Qasrī gilt nach einem Teil der Überlieferungen als Stammesführer der Badschila zur Zeit des Propheten Mohammed und als einer seiner Gefährten. Andere, familienfeindliche Traditionen behaupten dagegen, dieser Ahnherr sei ein jüdischer entflohener Sklave. Asads Großvater Yazīd unterstützt früh und prominent die Umayyaden im Ersten Fitna, während Asads Vater ʿAbdallāh im Zweiten Fitna auf die Seite Ibn az‑Zubairs tritt, später aber von Kalif ʿAbd al‑Malik begnadigt wird. Als Hišām ibn ʿAbd al‑Malik 724 den Thron besteigt, ernennt er Asads Bruder Chālid al‑Qasrī zum Statthalter des Irak mit Verantwortung für den gesamten islamischen Osten. Chālid setzt seinen Bruder Asad als Gouverneur von Chorasan ein; die beiden Brüder gelten damit nach Patricia Crone als zwei der hervorstechendsten Persönlichkeiten der marwanidischen Umayyadenzeit. Asad übernimmt 724 das Amt des Gouverneurs von Chorasan und verfolgt zunächst eine Politik der Konsolidierung mit begrenzter militärischer Aktivität. Er konzentriert sich darauf, die Oberhoheit über kleinere lokale Machthaber durchzusetzen und eine direkte Konfrontation mit den Türgesch zu vermeiden, die mit lokalen Fürsten zusammenarbeiten und die Araber über den Oxus zurückzudrängen drohen. | |||
*'''724:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_ibn_Sa%27id_al-Kilabi Statthalter Muslim ibn Sa'id al-Kilabi (Chorasan, 723–724)] | |||
*'''724:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Nasr_ibn_Sayyar Nasr] führt ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie. | |||
*'''705:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Nasr_ibn_Sayyar Nasr] ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung. | |||
==TURK-SCHAHI== | ==TURK-SCHAHI== | ||
Version vom 31. Januar 2026, 13:13 Uhr
MAYA
Palenque
Calakmul
Tikal
Naranjo
Copan
PIKTEN
KELTEN
Uí Néill
Ulaid
Connacht
Leinster
Uí Mháine
Dalriada
- König Eochaid mac Echdach (726–733)
- Der ehemalige König Selbach stirbt.
- Fortsetzung 731
Königreich Strathclyde
Gwynedd
Königreich Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Ceolwulf (729–737)
- Bischof Acca von Hexham (709–732)
- Bischof Wilfrid II. von York (718–732)
- Bischof Æthelwald von Lindisfarne (721–740)
Um 730 lässt Æthelwald zu Ehren des Heiligen Cuthbert ein kunstvolles Steinkreuz errichten, auf dem auch sein eigener Name eingemeißelt wird. - Fortsetzung 731
Mercia
- König Æthelbald (716–757)
- Bischof Aldwine (Lichfield und Leicester, 721-737)
- Bischof Wilfrith I. (Worcester, 718–743/745)
East Anglia
Königreich Wessex
Königreich Essex
Königreich Kent
- König Eadberht I. (West-Kent, 725-748)
- König Æthelberht II. (Ost-Kent, 725–762)
- Erzbischof Behrtwald (Canterbury, 693–731)
- Bischof Ealdwulf (Rochester, 727–739)
FRÄNKISCHES REICH
- König Theuderich IV. (721-737)
- Hausmeier Karl Martell (717-741)
In Alemannien versucht Karl Martell die Integration des Gebietes ins Frankenreich: Nach dem Tod des Herzogs Gotfrid 709 unterstützen karolingische Adlige die Klostergründung von Reichenau (724) und Murbach (728) mit Pirmin. Nach Konflikten ab 730 setzt Karl sich zunehmend durch. - Bischof Hugo von Rouen (Rouen und Paris, 720–730, Bayeux 723-730)
Gegen Ende seines Lebens zieht sich Hugo ins Kloster Jumièges zurück, wo er am 8. oder 9. April 730 stirbt. Seine Gebeine werden im neunten Jahrhundert wegen der Gefahr durch Wikinger von Jumièges nach Belgien gebracht. Hugo wird als Heiliger verehrt, sein Gedenktag ist der 9. April. - Bischof Sigebald (Metz, 716–741)
- Bischof Floribert I. (Lüttich, 727–746)
- Bischof Geroldus (Mainz, 724-743)
- Bischof Milo von Trier (Trier 715–753, Reims 717-744)
- Fortsetzung 731
Herzogtum Aquitanien
Herzogtum Elsass
Herzogtum Alemannien
- Herzog Lantfrid (709-730)
Karl Martell unternimmt einen weiteren Feldzug gegen die Herzöge Lantfrid und Theudebald. In diesem Jahr stirbt Lantfrid. Theudebald übernimmt daraufhin allein die Herrschaft über Alamannien. In den Jahren nach Lantfrids Tod werden die Alamannen militärisch besiegt und wieder fest in den fränkischen Reichsverband eingegliedert. - Herzog Theudebald (709–746)
- Abt Otmar von St. Gallen (Kloster St. Gallen, 719–759)
- Fortsetzung 732
Herzogtum Baiern
FRIESEN
LANGOBARDENREICH
Herzogtum Friaul
Herzogtum Spoleto
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Königreich Asturien
REPUBLIK VENEDIG
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Leo III. (717–741)
Leo erlässt den Ikonoklasmus-Erlass und ordnet die Zerstörung religiöser Bilder (Ikonen) in der Kirche an, was zu heftigen Konflikten mit der Kirche und Teilen der Bevölkerung führt. - Der Gegenkaiser Tiberios Petasius wird mit Unterstützung von Papst Gregor II. durch Exarch Eutychios in Monterano gefangen genommen und exekutiert. Sein Kopf wird als Trophäe nach Konstantinopel geschickt.
- Papst Gregor II. (715–731)
Gregor vermittelt den Frieden zwischen Langobarden und Byzantinern und erhält mit dem "Donationsvertrag von Sutri" Gebiete erstmals als päpstliches Territorium außerhalb des Herzogtums Rom.
Gregor unterstützt den Kampf gegen einen weiteren Usurpator in der Toskana. - Patriarch Germanos I. von Konstantinopel (715–730)
Nach dem Verbot von Ikonen tritt Germanus I. zurück, da er sich dem kaiserlichen Willen widersetzt. Er zieht sich in das Haus seiner Familie zurück - Patriarch Anastasios (Konstantinopel, 730-754)
Leo III. ernennt Anastasius 730 zum Patriarchen von Konstantinopel, hauptsächlich wegen dessen Unterstützung des Bilderverbots (Ikonoklasmus), und der Bilderstreit bestimmt seine gesamte Amtszeit und vertieft den Bruch zwischen der Ost- und der Westkirche. - Fortsetzung 731
IBERIEN
- 693: Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)
DABUYIDEN
ARABER
(111/112 - 25./26. März)
Umayyaden
- Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik (724–743)
- Nach der schweren Niederlage der Muslime gegen die Chazaren bei Ardabīl wird Sa'id ibn Amr al-Harashi von Kalif Hischam beauftragt, die Invasion im Kaukasus zu stoppen. Er sammelt in Raqqa Truppen, schlägt die verstreuten chazarischen Abteilungen nacheinander, erobert Orte wie Aḫlāt zurück und befreit zahlreiche muslimische Gefangene. Seine schnellen Erfolge sichern die Grenzregion vorübergehend, provozieren aber Eifersucht bei Maslama, sodass Saʿid bald wieder von diesem abgelöst und vorübergehend inhaftiert wird, bevor der Kalif ihn rehabilitiert.
- Statthalter Maslama ibn Abd al-Malik (Armenien und Aserbaidschan, 2. Amtszeit 730-732)
Ende Jahr, nach einer Niederlage bei Ardabil, beruft Hisham Maslama erneut als Gouverneur von Armenien und Aserbaidschan. Maslama stellt die muslimische Herrschaft in Albanien wieder her, erobert mehrere Festungen und geht als Sieger aus der Konfrontation mit den Khazaren hervor. Er gründet Derbent als arabische Militärkolonie und übergibt das Kommando an Marwan ibn Muhammad. Im März 732 ersetzt Hisham ihn durch Marwan. - Statthalter Al-Hurr ibn Yusuf (Mossul 727–731)
- Statthalter Al-Walid ibn Rifa'ah al-Fahmi (Ägypten, 727–735)
- Statthalter Abd ar-Rahmān al-Ghāfiqī (al-Andalus, 2. Amtszeit 730–732)
Im März/April setzt Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik Abd ar-Rahman erneut als Statthalter von Al-Andalus ein. - Imam Muhammad al-Baqir (712–732)
- Papst und Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 729–730)
0528D: Kosmas stirbt am 3. Paoni 446 A.M., ein Jahr, zwei Monate und zwei Tage nach seiner Inthronisation. - Papst und Patriarch Theodoros I. (Alexandria, 730–742)
Theodoros lebt als Mönch in einem Kloster bei Mariout, dem Kloster Tanboura, unter der geistlichen Leitung des frommen Altvaters Yoannis. Yoannis erkennt im Gebet, dass sein Jünger Theodoros eines Tages Papst wird, und teilt diese Eingebung den Verantwortlichen mit. Theodoros bemüht sich beständig im Gebet und Gottesdienst und zeichnet sich durch Demut und Sanftmut aus. Wegen seines heiligen Lebens wird er zum Papst von Alexandria und Patriarchen des Stuhls des heiligen Markus gewählt. Als Papst weidet er seine Herde, indem er viel liest und predigt, besonders an Sonntagen und an Festtagen. Er regiert die Kirche zwölf Jahre lang. - Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)
- Fortsetzung 731
- 727: Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727) 727/728 (Ramadan 109 AH) endet seine erste Amtszeit abrupt, als er in einem Wutausbruch die führenden Vertreter der vier größten arabischen Stämme Chorasan – Ahl al‑ʿAlīya, Azd, Tamīm und Bakr – öffentlich auspeitschen lässt. Kalif Hišām verlangt daraufhin seine Absetzung. Asad wird durch al‑Ḥakam ibn ʿAwāna al‑Kalbī vertreten und kehrt zu seinem Bruder nach Irak zurück. Nach Asads Entlassung übernimmt zunächst Aschras ibn ʿAbdallāh as‑Sulamī (727–730) die Statthalterschaft und setzt anfangs die versöhnliche Linie Asads fort. Später nimmt er diese Politik jedoch zurück, was in Transoxanien zu einem umfassenden Aufstand führt, der zusammen mit erneuten Türgesch‑Angriffen die arabische Präsenz fast vollständig auf das Gebiet um Samarqand reduziert. Aschras gelingt es, Buchara vorübergehend zurückzugewinnen, doch sein Nachfolger Dschunaid ibn ʿAbd ar‑Raḥmān al‑Murrī führt die Armee 731 in das Desaster der „Schlacht der Engstelle“, das die chorasanische Streitmacht schwer trifft. Bis zu Dschunaids Tod 734 schrumpfen die muslimischen Besitzungen in Transoxanien auf Buchara und Teile Tucharistans.
- 726: Asad: Im lokalen Adel spielt Asad auch als Bekehrer eine Rolle: Saman Ḫudā, der Ahnherr der späteren Samaniden‑Dynastie, soll unter seinem Einfluss zum Islam übertreten; Samans ältester Sohn erhält zu Ehren des Gouverneurs den Namen Asad. 726 lässt Asad die Stadt Balch, die Qutayba ibn Muslim nach einem Aufstand zerstört hat, wiederaufbauen und verlegt die arabische Garnison von Barukhan dorthin. Etwa zur gleichen Zeit nimmt Asad nach fast einem Jahrzehnt wieder regelmäßige Gesandtschaften an den chinesischen Hof auf. Dieser Schritt ist deutlich mit der Türgesch‑Bedrohung verknüpft, da die Türgesch als chinesische Vasallen gelten und von den Transoxaniern als Werkzeuge des chinesischen Kaisers gesehen werden, die sie von der arabischen Herrschaft befreien sollen. Asad gründet zudem das Dorf Asadābād nahe Nischapur, das in der Hand seiner Nachkommen bis in die Zeit der Tahiriden bleibt.
- 725: Asad: In den Jahren 725/726 (107 AH) führt Asad einen Feldzug gegen Namrūn, den König von al‑Gharšistān nordöstlich von Herat, zwingt ihn zur Unterwerfung und zum Übertritt zum Islam und unterwirft anschließend das Gebiet von Ghur im heutigen Zentralafghanistan. Im folgenden Jahr zieht er nach Chuttal in Tucharistan; dort erscheint auf Bitte des lokalen Herrschers al‑Sabāl der Türgesch‑ḫāqān, der Oberherr der Türgesch. Die Überlieferung ist uneinheitlich: Nach einer Version zieht sich Asad über den Oxus zurück und setzt im nächsten Jahr seine erfolgreichen Operationen in Ghur fort, nach einer anderen Version erleidet er eine schwere Niederlage gegen die Türgesch. Insgesamt bleiben seine Feldzüge dieser ersten Amtszeit militärisch nur mäßig erfolgreich und beseitigen vor allem nicht die zunehmende Türgesch‑Gefahr. Parallel versucht Asad, die einheimische Bevölkerung für die muslimische Herrschaft zu gewinnen. Er setzt, in der Nachfolge seines Vorgängers, als Steuerbeamte Männer ein, die für ihre Ehrlichkeit bekannt sind, und bemüht sich, die Diskriminierung der mawālī, der einheimischen Konvertiten, zu beenden, indem er die Erhebung der ǧizya von ihnen einstellen lässt. Diese Steuerpolitik stößt auf heftigen Widerstand der arabischen Siedler in Chorasan. Gleichwohl kann die Maßnahme nach Einschätzung von Khalid Yahya Blankinship dazu beitragen, die Türken einige Jahre lang abzuschrecken, weil sie die Bevölkerung Transoxaniens eher auf die Seite der Muslime zieht. Trotz Asads Bemühungen und seiner guten Beziehungen zur iranischen Grundbesitzerschicht der dihqāne bleibt die Steuerlast für die Untertanen sehr hoch. Die Habgier und Grausamkeit arabischer wie iranischer Steuereintreiber macht Chorasan zu einem fruchtbaren Feld für die Propaganda schiitischer und abbasidischer Missionare der haschimitischen Bewegung.
- 724: Asad ibn ʿAbdallāh al-Qasrī gehört zum Qasr‑Clan, einer Untergruppe des Stammes der Badschila. Sein Urgroßvater Asad ibn Kurz al‑Qasrī gilt nach einem Teil der Überlieferungen als Stammesführer der Badschila zur Zeit des Propheten Mohammed und als einer seiner Gefährten. Andere, familienfeindliche Traditionen behaupten dagegen, dieser Ahnherr sei ein jüdischer entflohener Sklave. Asads Großvater Yazīd unterstützt früh und prominent die Umayyaden im Ersten Fitna, während Asads Vater ʿAbdallāh im Zweiten Fitna auf die Seite Ibn az‑Zubairs tritt, später aber von Kalif ʿAbd al‑Malik begnadigt wird. Als Hišām ibn ʿAbd al‑Malik 724 den Thron besteigt, ernennt er Asads Bruder Chālid al‑Qasrī zum Statthalter des Irak mit Verantwortung für den gesamten islamischen Osten. Chālid setzt seinen Bruder Asad als Gouverneur von Chorasan ein; die beiden Brüder gelten damit nach Patricia Crone als zwei der hervorstechendsten Persönlichkeiten der marwanidischen Umayyadenzeit. Asad übernimmt 724 das Amt des Gouverneurs von Chorasan und verfolgt zunächst eine Politik der Konsolidierung mit begrenzter militärischer Aktivität. Er konzentriert sich darauf, die Oberhoheit über kleinere lokale Machthaber durchzusetzen und eine direkte Konfrontation mit den Türgesch zu vermeiden, die mit lokalen Fürsten zusammenarbeiten und die Araber über den Oxus zurückzudrängen drohen.
- 724: Statthalter Muslim ibn Sa'id al-Kilabi (Chorasan, 723–724)
- 724: Nasr führt ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie.
- 705: Nasr ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung.
TURK-SCHAHI
ZWEITES TÜRK-KAGANAT
TÜRGESCH
INDIEN
Kaschmir
- König Lalitaditya (723–760)
Um 730 beginnt Lalitaditya mit militärischen Feldzügen und sichert die Vorherrschaft in Nordindien: Er besiegt Yasovarman, den König von Kannauj, und unterwirft ganz Nordindien, darunter auch die Turki-Shahi von Afghanistan. Dardistan, Teile Nordpakistans sowie Regionen in Turkestan bis nach Transoxiana (Teile Zentralasiens) geraten unter seine Kontrolle. Die Araber werden zurückgeschlagen, als sie versuchen, nach Indien und Kaschmir vorzudringen. - Fortsetzung 733
Nepal
Pratihara
- König Nagabhata I. (730–760)
Nagabhata I. regiert ungefähr von 730 bis 760 und begründet als Herrscher von Ujjain die Gurjara‑Pratihara‑Dynastie, die in Malwa entsteht und sich möglicherweise nach Gujarat und Rajasthan ausdehnt. Um 730 besteigt Nagabhata I den Thron von Avanti mit der Hauptstadt Ujjain, wobei spätere Inschriften ihn als Dynastiegründer nennen. Seine Familie führt ihre Herkunft legendär auf Lakshmana zurück, und spätere Quellen zeigen, dass die Heimat der Dynastie entweder in Ujjain oder nach anderer Forschung in der Region Jalor in Rajasthan liegt. Vor seiner festen Etablierung setzt Nagabhata sich gegen "unbesiegbare Gurjaras" durch, was ihm frühen Ruhm als erfolgreicher Eroberer einbringt. Daraus entwickelt sich ein Reich, das über Malwa hinausweist und die Grundlage für seinen späteren Titel als Herr der Gurjaras schafft, obwohl die Herrscher selbst wohl nicht dem Gurjara‑Stamm angehören.
In den 730er Jahren stößt ein arabisches Heer aus Sindh in Richtung Ujjain vor, vermutlich unter Junayd ibn Abd ar‑Rahman al‑Murri oder al‑Hakam ibn Awana, während der Herrschaft des Umayyadenkalifen Hisham ibn Abd al‑Malik. Nagabhata I schlägt diesen Angriff auf Ujjain zurück, und spätere muslimische Berichte erwähnen zwar den Vorstoß, aber keine Eroberung, was auf das Scheitern der Invasion hindeutet; wahrscheinlich beteiligt sich auch der Guhila‑Herrscher Bappa Rawal im Rahmen eines anti‑arabischen Bündnisses.
In der Mitte seiner Regierungszeit wird der Herrscher von Malwa – wohl Nagabhata – vom Rashtrakuta‑König Dantidurga besiegt, der in Ujjain ein Ritual abhält, bei dem der "Herr von Gurjara" nur als Türhüter auftritt, was seine zeitweilige Unterwerfung symbolisiert. Nachdem die Rashtrakutas wieder abziehen, gewinnt Nagabhata unter dem Namen Nagavaloka offenbar seine Macht zurück, etabliert seine Oberhoheit über eine Chahamana‑Linie bei Bharuch und erobert wohl Gebiete in Gujarat von einem chalukidischen Vasallen.
Spätestens in den 750er Jahren umfasst Nagabhatas Herrschaft Malwa sowie Teile des heutigen Gujarat und Rajasthan, wodurch ein regional bedeutendes Königreich entsteht.
Malla
Chauhan-Dynastie
Chalukya
- König Vijayaditya (696–733)
ca. 730: Schenkung des Dorfes Kadamma an einen Jain-Tempel zum Bau von Tempeln - Fortsetzung 733
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
TIBET
- König Mé Aktsom (705–755)
Mé Aktsom schließt einen Friedensvertrag mit China, dessen Grenzverlauf am Chiling-Pass festgelegt wird. - Fortsetzung 733
CHINA
(57./58. Zyklus - Jahr des Metall-Pferdes; am Beginn des Jahres Erde-Schlange)
Tang-Dynastie
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
QUELLEN
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.
10.11.2023 Artikel eröffnet
20.11.2023 Grundstock erstellt
29.11.2025 Grundstock ergänzt