Zum Inhalt springen

724: Unterschied zwischen den Versionen

Aus WikiReneKousz
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 179: Zeile 179:
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_III._(Byzanz) Kaiser Leo III. (717–741)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Leo_III._(Byzanz) Kaiser Leo III. (717–741)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_II._(Papst) Papst Gregor II. (715–731)] <br />Papst Gregor II. fordert die Thüringer auf, dem missionierenden Bonifatius ein „Haus“ zu bauen: den späteren Erfurter Dom.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_II._(Papst) Papst Gregor II. (715–731)] <br />Papst Gregor II. fordert die Thüringer auf, dem missionierenden Bonifatius ein „Haus“ zu bauen: den späteren Erfurter Dom.
==IBERIEN==
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_III_of_Iberia Fürst Guaram III. (693–748)] <br />
*'''693:''' Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_II_of_Iberia Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)]


==DABUYIDEN==
==DABUYIDEN==
Zeile 192: Zeile 198:
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hisch%C4%81m_ibn_%CA%BFAbd_al-Malik '''Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik (724–743)'''] <br />Hischām ibn ʿAbd al-Malik, 691 in Damaskus geboren, übernimmt die Herrschaft als zehnter Kalif der Umayyaden von seinem Bruder Yazid II. und regiert bis 743.​ Er stärkt zu Beginn seiner Herrschaft die Stellung der Dynastie, indem er Heer und Sicherheitsdienst ausbaut und die Macht des Kalifen gegenüber den Statthaltern festigt.​ Hischam entzieht den Provinzstatthaltern die Steuerverwaltung und unterstellt sie eigenständigen Steuerdirektoren, um die Finanzen zentral zu kontrollieren.​ Unter seiner Herrschaft breiten sich im Reich Lehren aus, nach denen nur Nachkommen des Propheten Mohammed Kalif sein dürfen, was die Legitimität der Umayyaden zunehmend in Frage stellt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hisch%C4%81m_ibn_%CA%BFAbd_al-Malik '''Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik (724–743)'''] <br />Hischām ibn ʿAbd al-Malik, 691 in Damaskus geboren, übernimmt die Herrschaft als zehnter Kalif der Umayyaden von seinem Bruder Yazid II. und regiert bis 743.​ Er stärkt zu Beginn seiner Herrschaft die Stellung der Dynastie, indem er Heer und Sicherheitsdienst ausbaut und die Macht des Kalifen gegenüber den Statthaltern festigt.​ Hischam entzieht den Provinzstatthaltern die Steuerverwaltung und unterstellt sie eigenständigen Steuerdirektoren, um die Finanzen zentral zu kontrollieren.​ Unter seiner Herrschaft breiten sich im Reich Lehren aus, nach denen nur Nachkommen des Propheten Mohammed Kalif sein dürfen, was die Legitimität der Umayyaden zunehmend in Frage stellt.
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Maslama_ibn_Abd_al-Malik Statthalter Maslama ibn Abd al-Malik (1. Amtszeit Al-Jazira, Armenien und Aserbaidschan 709–721, Iraq 720-721, 2. Amtszeit Armenien und Aserbaidschan 730-732)]
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Maslama_ibn_Abd_al-Malik Statthalter Maslama ibn Abd al-Malik (1. Amtszeit Al-Jazira, Armenien und Aserbaidschan 709–721, Iraq 720-721, 2. Amtszeit Armenien und Aserbaidschan 730-732)]
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Nasr_ibn_Sayyar Nasr] führt ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_ibn_Sa%27id_al-Kilabi Statthalter Muslim ibn Sa'id al-Kilabi (Chorasan, 723–724)] <br />In einem Feldzug, der als "Tag des Durstes" bekannt wird, erleiden Muslims Truppen gegen die Türgeschen eine schwere Niederlage; wegen Wassermangel endet der Feldzug in einer Katastrophe. Nach dieser Niederlage wächst in Chorasan die Kritik an Muslim, insbesondere unter den arabischen Truppen, die ihm die Verantwortung für die verfehlte Operation und die hohen Verluste zuschreiben. Schließlich wird er als Statthalter abberufen und durch Asad al-Qasri ersetzt, der die Führung in Chorasan übernimmt. Einige arabische Krieger misshandeln Muslim körperlich zu misshandeln und peitschen ihn aus Zorn über die Schlacht von Baruqan aus. Nur das Eingreifen des Offiziers al-Ghamidi beendet diese Bestrafung, und unter dem neuen Statthalter Asad al-Qasri erfährt Muslim eine korrekte Behandlung und erhält die Möglichkeit, nach Irak zurückzukehren und sich aus der aktiven Politik zurückzuziehen.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Asad_ibn_Abdallah_al-Qasri '''Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727)'''] <br />Asad ibn ʿAbdallāh al-Qasrī gehört zum Qasr‑Clan, einer Untergruppe des Stammes der Badschila. Sein Urgroßvater Asad ibn Kurz al‑Qasrī gilt nach einem Teil der Überlieferungen als Stammesführer der Badschila zur Zeit des Propheten Mohammed und als einer seiner Gefährten. Andere, familienfeindliche Traditionen behaupten dagegen, dieser Ahnherr sei ein jüdischer entflohener Sklave. Asads Großvater Yazīd unterstützte früh und prominent die Umayyaden im Ersten Fitna, während Asads Vater ʿAbdallāh im Zweiten Fitna auf die Seite Ibn az‑Zubairs trat, später aber von Kalif ʿAbd al‑Malik begnadigt wurde. Als Hišām ibn ʿAbd al‑Malik 724 den Thron besteigt, ernennt er Asads Bruder Chālid al‑Qasrī zum Statthalter des Irak mit Verantwortung für den gesamten islamischen Osten. Chālid setzt seinen Bruder Asad als Gouverneur von Chorasan ein; die beiden Brüder gelten damit nach Patricia Crone als zwei der hervorstechendsten Persönlichkeiten der marwanidischen Umayyadenzeit. Asad übernimmt das Amt des Gouverneurs von Chorasan und verfolgt zunächst eine Politik der Konsolidierung mit begrenzter militärischer Aktivität. Er konzentriert sich darauf, die Oberhoheit über kleinere lokale Machthaber durchzusetzen und eine direkte Konfrontation mit den Türgesch zu vermeiden, die mit lokalen Fürsten zusammenarbeiten und die Araber über den Oxus zurückzudrängen drohen.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Hanzala_ibn_Safwan_al-Kalbi Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ägypten, 1. Amtszeit 721-724)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Hanzala_ibn_Safwan_al-Kalbi Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ägypten, 1. Amtszeit 721-724)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Hurr_ibn_Yusuf Statthalter Al-Hurr ibn Yusuf (Ägypten 724–727)] <br />Al-Hurr ibn Yusuf stammt aus einem Seitenzweig der umayyadischen Dynastie, denn sein Großvater Yahya ibn al-Hakam ist der Bruder des vierten Umayyadenkalifen Marwan ibn al-Hakam (reg. 684–685). Sein Vater Yusuf hat unter dem Kalifen Abd al-Malik ibn Marwan (reg. 685–705) das Amt des Gouverneurs von Mossul inne. Seine Tante Amina bint Yahya ist mit Hisham ibn Abd al-Malik verheiratet, und eine weitere Tante bzw. nach al-Azdi Schwester, Umm Hakim, ist ebenfalls mit Hisham verheiratet und verschafft Al-Hurr später maßgeblich das Gouverneursamt in Mosul. Im Jahr 724 ernennt Hisham ibn Abd al-Malik Al-Hurr zum Gouverneur von Ägypten als Nachfolger seines Vetters zweiten Grades Muhammad ibn Abd al-Malik ibn Marwan. Al-Hurr trifft Anfang Mai in Ägypten ein und übernimmt die Verantwortung für die Sicherheit, während Ubaydallah ibn al-Habhab weiterhin die Finanzen der Provinz verwaltet.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Al-Hurr_ibn_Yusuf Statthalter Al-Hurr ibn Yusuf (Ägypten 724–727)] <br />Al-Hurr ibn Yusuf stammt aus einem Seitenzweig der umayyadischen Dynastie, denn sein Großvater Yahya ibn al-Hakam ist der Bruder des vierten Umayyadenkalifen Marwan ibn al-Hakam (reg. 684–685). Sein Vater Yusuf hat unter dem Kalifen Abd al-Malik ibn Marwan (reg. 685–705) das Amt des Gouverneurs von Mossul inne. Seine Tante Amina bint Yahya ist mit Hisham ibn Abd al-Malik verheiratet, und eine weitere Tante bzw. nach al-Azdi Schwester, Umm Hakim, ist ebenfalls mit Hisham verheiratet und verschafft Al-Hurr später maßgeblich das Gouverneursamt in Mosul. Im Jahr 724 ernennt Hisham ibn Abd al-Malik Al-Hurr zum Gouverneur von Ägypten als Nachfolger seines Vetters zweiten Grades Muhammad ibn Abd al-Malik ibn Marwan. Al-Hurr trifft Anfang Mai in Ägypten ein und übernimmt die Verantwortung für die Sicherheit, während Ubaydallah ibn al-Habhab weiterhin die Finanzen der Provinz verwaltet.
Zeile 199: Zeile 208:
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_Alexander_II_of_Alexandria Papst und Patriarch Alexandros II. (Alexandrien, 704–729)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_Alexander_II_of_Alexandria Papst und Patriarch Alexandros II. (Alexandrien, 704–729)] <br />
*[[725#ARABER | Fortsetzung 725]] [[Kategorie:Umayyaden]]
*[[725#ARABER | Fortsetzung 725]] [[Kategorie:Umayyaden]]
*'''723:''' Muslim: In den folgenden Jahren schließt sich Muslim dem Gouverneur des Irak, ʿUmar ibn Hubaira, an und wird einer seiner engen Gefolgsleute und Begleiter. ʿUmar ibn Hubaira steht als Statthalter über Irak und dem gesamten östlichen Teil des Kalifats und verfügt damit über die Befugnis, die Statthalter von Chorasan zu ernennen. Im Jahr 722/723 beruft er Muslim zum Statthalter von Chorasan und ersetzt damit Saʿid ibn ʿAmr al-Haraschi, der durch eine harte Unterdrückungspolitik in Transoxanien für Unruhe gesorgt hat. Zu Beginn seiner Statthalterschaft in Chorasan folgt Muslim ibn Saʿid dem Rat ʿUmars ibn Hubaira, der ihm eindringlich empfiehlt, auf Ausgleich mit der einheimischen Bevölkerung zu setzen, besonders mit den zum Islam übergetretenen Mawali. Muslim wählt Verwaltungsbeamte, die bei den Einheimischen auf Akzeptanz stoßen, und versucht so, Vertrauen zurückzugewinnen. Ein prägnantes Beispiel ist die Ernennung von Bahram Sis, eines zoroastrischen Adeligen, zum Marzban von Merw, also zum lokalen Grenzfürsten. Mit solchen Entscheidungen signalisiert Muslim, dass er nicht ausschließlich auf arabische Eliten setzt, sondern die lokalen Kräfte in die Verwaltung einbindet und ihre Interessen berücksichtigt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Sa%27id_ibn_Amr_al-Harashi Statthalter Sa'id ibn Amr al-Harashi (722–723)]
*'''720:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_ibn_Sa%27id_al-Kilabi Muslim ibn Saʿid al-Kilabi] stammt aus einer angesehenen arabischen Familie aus dem Stamm der Kilab, deren Basra-Zweig sich von der überwiegend im Dschazira-Gebiet ansässigen Sippe abzweigt. Sein Großvater Aslam ist in den 670er Jahren Statthalter in Chorasan, sein Vater Saʿid dient als Gefolgsmann des irakischen Statthalters al-Haddschadsch ibn Yusuf und erhält dafür das Amt des Statthalters von Makran. Als der Vater während dieser Amtszeit getötet wird, nimmt al-Haddschadsch den jungen Muslim in seinem Haus auf und erzieht ihn wie einen Pflegesohn zusammen mit seinen eigenen Söhnen. Aus dieser Nähe zur Macht entsteht Muslïms späterer Aufstieg in die Verwaltung des umayyadischen Kalifats. Zu Beginn seiner politischen Laufbahn erhält Muslim ibn Saʿid ein erstes offizielles Amt als Unterstatthalter in einer Provinz unter dem Basraer Gouverneur ʿAdi ibn Artat. In dieser Funktion verwaltet er lokale Angelegenheiten und erwirbt sich den Ruf, seine Aufgaben zuverlässig und geschickt zu erfüllen. Als im Jahr 720 der Aufstand des Yazid ibn al-Muhallab gegen die Umayyaden ausbricht, entscheidet er sich, Basra nicht zu halten, sondern mit den Steuereinnahmen der Provinz nach Syrien zu fliehen, um sie der zentralen Regierung zu sichern. Dieses Verhalten zeigt seine Loyalität zur umayyadischen Führung sowie seine Bereitschaft, persönliche Risiken für die Sicherung der Staatseinnahmen einzugehen.
*'''705:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Nasr_ibn_Sayyar Nasr] ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung.


==TURK-SCHAHI==
==TURK-SCHAHI==

Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 15:47 Uhr

721 | 722 | 723 | 724 | 725 | 726 | 727

MAYA

Palenque

Calakmul

Tikal

Naranjo

Copan

PIKTEN

  • König Nechtan mac Der-Ilei (1. Amtszeit 706–724)
    Nechtan dankt zugunsten seines Neffen Drest ab und tritt in ein Kloster ein. Zwei seiner Söhne sind schon früher, etwa 710, gestorben und seine Nachkommenschaft bleibt unklar.
  • König Drest VII. (724–726)
    Drest übernimmt unmittelbar danach die Königswürde der Pikten. In einigen Deutungen gilt Drest als Sohn des Talorg Sohn des Drostan, der als „Bruder Nechtans“ bezeichnet und bereits 713 gefangen genommen wird.​ Mit dem Machtantritt Drests beginnt eine Phase der Doppel- oder Mehrfachherrschaft, in der die Quellen Drest und Elpin gemeinsam als Könige nennen. Diese unsichere Konstellation bereitet den Boden für weitere Thronkämpfe in den folgenden Jahren.​
  • Fortsetzung 725

KELTEN

Uí Néill

Ulaid

Connacht

Leinster

Uí Mháine

Dalriada

Königreich Strathclyde

Gwynedd

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

Mercia

East Anglia

Königreich Wessex

Königreich Essex

Königreich Kent

FRÄNKISCHES REICH

Herzogtum Aquitanien

Herzogtum Elsass

Herzogtum Alemannien

Herzogtum Baiern

FRIESEN

LANGOBARDENREICH

Herzogtum Friaul

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

SPANIEN

Königreich Asturien

REPUBLIK VENEDIG

ERSTES BULGARISCHES REICH

BYZANTINISCHES REICH

IBERIEN

  • 693: Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)

DABUYIDEN

ARABER

(105/106 - 28./29. Mai)

Umayyaden

  • Kalif Yazid II. (720–724)
    Yazid stirbt am 26. Januar (24. Schaban 105 AH) in Irbid an Tuberkulose. Seine Beerdigung leitet entweder sein Sohn al-Walid oder Halbbruder Hisham. Auf Drängen von Maslama bestimmt Yazid Hisham als Nachfolger, sein Sohn al-Walid folgt später. Nachfolgende muslimische Quellen stellen Yazid als genussfrohen und verschwenderischen Herrscher dar – im Gegensatz zu seinem bescheidenen Vorgänger Umar und seinem strengen Nachfolger Hisham. Besonders seine Liebe zur Sängerin Hababa wird betont, deren Tod ihn in tiefe Trauer stürzt. Allerdings betrachten moderne Historiker dieses Bild als überzogen, erkennen aber an, dass Yazid einen Hang zu Kunst und dichterischer Kultur besitzt. Trotz innerer und äußerer Krisen festigt Hischam die Dynastie noch einmal und leitet eine intensive Bautätigkeit ein, die besonders auf Landwirtschaft und Repräsentation zielt.​ Er lässt Bewässerungsanlagen in Ägypten, Syrien und im Irak ausbauen und mehrere Wüstenschlösser errichten, darunter Qasr al-Heir al-Gharbi, Qasr al-Heir asch-Scharqi, Paläste am Euphrat bei ar-Raqqa, seine Residenz Resafa-Hischam mit großer Moschee sowie Chirbat al-Mafdjar im Jordantal bei Jericho.​
  • Kalif Hischām ibn ʿAbd al-Malik (724–743)
    Hischām ibn ʿAbd al-Malik, 691 in Damaskus geboren, übernimmt die Herrschaft als zehnter Kalif der Umayyaden von seinem Bruder Yazid II. und regiert bis 743.​ Er stärkt zu Beginn seiner Herrschaft die Stellung der Dynastie, indem er Heer und Sicherheitsdienst ausbaut und die Macht des Kalifen gegenüber den Statthaltern festigt.​ Hischam entzieht den Provinzstatthaltern die Steuerverwaltung und unterstellt sie eigenständigen Steuerdirektoren, um die Finanzen zentral zu kontrollieren.​ Unter seiner Herrschaft breiten sich im Reich Lehren aus, nach denen nur Nachkommen des Propheten Mohammed Kalif sein dürfen, was die Legitimität der Umayyaden zunehmend in Frage stellt.
  • Statthalter Maslama ibn Abd al-Malik (1. Amtszeit Al-Jazira, Armenien und Aserbaidschan 709–721, Iraq 720-721, 2. Amtszeit Armenien und Aserbaidschan 730-732)
  • Nasr führt ein mudaritisches Heer gegen Balkh, weil dort yamanitische Truppen den Dienst im Feldzug gegen Farghana verweigern. Seine Truppen, verstärkt durch Kontingente aus dem hephthalitischen Fürstentum Chaghaniyan, treffen die Yaman in Baruqan und schlagen sie.
  • Statthalter Muslim ibn Sa'id al-Kilabi (Chorasan, 723–724)
    In einem Feldzug, der als "Tag des Durstes" bekannt wird, erleiden Muslims Truppen gegen die Türgeschen eine schwere Niederlage; wegen Wassermangel endet der Feldzug in einer Katastrophe. Nach dieser Niederlage wächst in Chorasan die Kritik an Muslim, insbesondere unter den arabischen Truppen, die ihm die Verantwortung für die verfehlte Operation und die hohen Verluste zuschreiben. Schließlich wird er als Statthalter abberufen und durch Asad al-Qasri ersetzt, der die Führung in Chorasan übernimmt. Einige arabische Krieger misshandeln Muslim körperlich zu misshandeln und peitschen ihn aus Zorn über die Schlacht von Baruqan aus. Nur das Eingreifen des Offiziers al-Ghamidi beendet diese Bestrafung, und unter dem neuen Statthalter Asad al-Qasri erfährt Muslim eine korrekte Behandlung und erhält die Möglichkeit, nach Irak zurückzukehren und sich aus der aktiven Politik zurückzuziehen.
  • Statthalter Asad ibn Abdallah al-Qasri (Chorasan, 1. Amtszeit 724–727)
    Asad ibn ʿAbdallāh al-Qasrī gehört zum Qasr‑Clan, einer Untergruppe des Stammes der Badschila. Sein Urgroßvater Asad ibn Kurz al‑Qasrī gilt nach einem Teil der Überlieferungen als Stammesführer der Badschila zur Zeit des Propheten Mohammed und als einer seiner Gefährten. Andere, familienfeindliche Traditionen behaupten dagegen, dieser Ahnherr sei ein jüdischer entflohener Sklave. Asads Großvater Yazīd unterstützte früh und prominent die Umayyaden im Ersten Fitna, während Asads Vater ʿAbdallāh im Zweiten Fitna auf die Seite Ibn az‑Zubairs trat, später aber von Kalif ʿAbd al‑Malik begnadigt wurde. Als Hišām ibn ʿAbd al‑Malik 724 den Thron besteigt, ernennt er Asads Bruder Chālid al‑Qasrī zum Statthalter des Irak mit Verantwortung für den gesamten islamischen Osten. Chālid setzt seinen Bruder Asad als Gouverneur von Chorasan ein; die beiden Brüder gelten damit nach Patricia Crone als zwei der hervorstechendsten Persönlichkeiten der marwanidischen Umayyadenzeit. Asad übernimmt das Amt des Gouverneurs von Chorasan und verfolgt zunächst eine Politik der Konsolidierung mit begrenzter militärischer Aktivität. Er konzentriert sich darauf, die Oberhoheit über kleinere lokale Machthaber durchzusetzen und eine direkte Konfrontation mit den Türgesch zu vermeiden, die mit lokalen Fürsten zusammenarbeiten und die Araber über den Oxus zurückzudrängen drohen.
  • Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ägypten, 1. Amtszeit 721-724)
  • Statthalter Al-Hurr ibn Yusuf (Ägypten 724–727)
    Al-Hurr ibn Yusuf stammt aus einem Seitenzweig der umayyadischen Dynastie, denn sein Großvater Yahya ibn al-Hakam ist der Bruder des vierten Umayyadenkalifen Marwan ibn al-Hakam (reg. 684–685). Sein Vater Yusuf hat unter dem Kalifen Abd al-Malik ibn Marwan (reg. 685–705) das Amt des Gouverneurs von Mossul inne. Seine Tante Amina bint Yahya ist mit Hisham ibn Abd al-Malik verheiratet, und eine weitere Tante bzw. nach al-Azdi Schwester, Umm Hakim, ist ebenfalls mit Hisham verheiratet und verschafft Al-Hurr später maßgeblich das Gouverneursamt in Mosul. Im Jahr 724 ernennt Hisham ibn Abd al-Malik Al-Hurr zum Gouverneur von Ägypten als Nachfolger seines Vetters zweiten Grades Muhammad ibn Abd al-Malik ibn Marwan. Al-Hurr trifft Anfang Mai in Ägypten ein und übernimmt die Verantwortung für die Sicherheit, während Ubaydallah ibn al-Habhab weiterhin die Finanzen der Provinz verwaltet.
  • Statthalter Bischr ibn Safwan al-Kalbi (Ifriqiya, 721–727)
    Bischr lässt erneut Flotten auslaufen, die Sardinien und Korsika angreifen.
  • Statthalter ʿAnbasa ibn Suhaim al-Kalbī (al-Andalus, 721–726)
    In al-Andalus schließt sich Aragón den Aufständischen an.​ Rückblickend gelten diese Ereignisse als Beginn der Reconquista, des jahrhundertelangen Kampfes zur Rückeroberung Hispaniens.
  • Imam Muhammad al-Baqir (712–732)
  • Papst und Patriarch Alexandros II. (Alexandrien, 704–729)
  • Fortsetzung 725
  • 723: Muslim: In den folgenden Jahren schließt sich Muslim dem Gouverneur des Irak, ʿUmar ibn Hubaira, an und wird einer seiner engen Gefolgsleute und Begleiter. ʿUmar ibn Hubaira steht als Statthalter über Irak und dem gesamten östlichen Teil des Kalifats und verfügt damit über die Befugnis, die Statthalter von Chorasan zu ernennen. Im Jahr 722/723 beruft er Muslim zum Statthalter von Chorasan und ersetzt damit Saʿid ibn ʿAmr al-Haraschi, der durch eine harte Unterdrückungspolitik in Transoxanien für Unruhe gesorgt hat. Zu Beginn seiner Statthalterschaft in Chorasan folgt Muslim ibn Saʿid dem Rat ʿUmars ibn Hubaira, der ihm eindringlich empfiehlt, auf Ausgleich mit der einheimischen Bevölkerung zu setzen, besonders mit den zum Islam übergetretenen Mawali. Muslim wählt Verwaltungsbeamte, die bei den Einheimischen auf Akzeptanz stoßen, und versucht so, Vertrauen zurückzugewinnen. Ein prägnantes Beispiel ist die Ernennung von Bahram Sis, eines zoroastrischen Adeligen, zum Marzban von Merw, also zum lokalen Grenzfürsten. Mit solchen Entscheidungen signalisiert Muslim, dass er nicht ausschließlich auf arabische Eliten setzt, sondern die lokalen Kräfte in die Verwaltung einbindet und ihre Interessen berücksichtigt. Statthalter Sa'id ibn Amr al-Harashi (722–723)
  • 720: Muslim ibn Saʿid al-Kilabi stammt aus einer angesehenen arabischen Familie aus dem Stamm der Kilab, deren Basra-Zweig sich von der überwiegend im Dschazira-Gebiet ansässigen Sippe abzweigt. Sein Großvater Aslam ist in den 670er Jahren Statthalter in Chorasan, sein Vater Saʿid dient als Gefolgsmann des irakischen Statthalters al-Haddschadsch ibn Yusuf und erhält dafür das Amt des Statthalters von Makran. Als der Vater während dieser Amtszeit getötet wird, nimmt al-Haddschadsch den jungen Muslim in seinem Haus auf und erzieht ihn wie einen Pflegesohn zusammen mit seinen eigenen Söhnen. Aus dieser Nähe zur Macht entsteht Muslïms späterer Aufstieg in die Verwaltung des umayyadischen Kalifats. Zu Beginn seiner politischen Laufbahn erhält Muslim ibn Saʿid ein erstes offizielles Amt als Unterstatthalter in einer Provinz unter dem Basraer Gouverneur ʿAdi ibn Artat. In dieser Funktion verwaltet er lokale Angelegenheiten und erwirbt sich den Ruf, seine Aufgaben zuverlässig und geschickt zu erfüllen. Als im Jahr 720 der Aufstand des Yazid ibn al-Muhallab gegen die Umayyaden ausbricht, entscheidet er sich, Basra nicht zu halten, sondern mit den Steuereinnahmen der Provinz nach Syrien zu fliehen, um sie der zentralen Regierung zu sichern. Dieses Verhalten zeigt seine Loyalität zur umayyadischen Führung sowie seine Bereitschaft, persönliche Risiken für die Sicherung der Staatseinnahmen einzugehen.
  • 705: Nasr ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung.

TURK-SCHAHI

ZWEITES TÜRK-KAGANAT

TÜRGESCH

  • Kagan Suluk (715–738)
    Zwischen 721 und 731 setzt Suluk überwiegend auf schnelle Überfälle und Bewegungskrieg, bei denen er arabische Armeen von Wasserquellen und Versorgungslinien abschneidet. 724 fügt er den Umayyaden in der sogenannten "Tag-des-Durstes"-Schlacht eine schwere Niederlage zu, indem er ihnen den Zugang zu Wasser verweigert und ihre Armee zur Aufgabe zwingt.
  • Fortsetzung 726

INDIEN

Kaschmir

Nepal

Malla

  • zuletzt 720

Chauhan-Dynastie

Chalukya

Pallava

Anuradhapura

TIBET

CHINA

(56./57. / 57./58. Zyklus - Jahr der Holz-Ratte; am Beginn des Jahres Wasser-Schwein)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

  • Tennō Genshō (715–724)
    Genshō dankt ab, und ihr Neffe Obito wird als Kaiser Shōmu ihr Nachfolger. Sie bleibt unverheiratet und bekommt keine Kinder. Nach ihrer Abdankung lebt Genshō weitere 25 Jahre
  • Tennō Shōmu (724–749)
    0303D: Als Prinz Obito erwachsen wird, löst er seine Tante Genshō auf dem Thron als Tennō von Japan ab, wobei er den Thronnamen Shōmu annimmt. Er wohnt weiter im Heizei-Palast und macht Fujiwara no Asukabe-hime (Kōmyō) zur Kaiserin und ist damit der erste Kaiser, dessen Hauptgemahlin nicht aus dem kaiserlichen Haus stammt; für sie entsteht ein eigenes Ritsuryō‑Amt, das Kogogushiki.
  • Jinki (Japan)
    0303D: Ende der Yōrō-Zeit in Japan (seit November 717), nach der der Yōrō-Kodex von 718 benannt wurde – eine Altjapan prägende Gesetzessammlung; Beginn der Jinki-Zeit.
  • Fortsetzung 725

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.

06.11.2023 Artikel eröffnet

28.11.2023 Grundstock erstellt

19.11.2025 Grundstock ergänzt

721 | 722 | 723 | 724 | 725 | 726 | 727