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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_II._(Papst) Papst Gregor II. (715–731)] <br /> | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Gregor_II._(Papst) Papst Gregor II. (715–731)] <br /> | ||
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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_III_of_Iberia Fürst Guaram III. (693–748)] <br /> | |||
*'''693:''' Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_II_of_Iberia Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)] | |||
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Yazid_II. Kalif Yazid II. (720–724)] <br /> | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Yazid_II. Kalif Yazid II. (720–724)] <br /> | ||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Sa%27id_ibn_Amr_al-Harashi Statthalter Sa'id ibn Amr al-Harashi (Chorasan, 722–723)] | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_ibn_Sa%27id_al-Kilabi ''Statthalter Muslim ibn Sa'id al-Kilabi (Chorasan, 723–724)'''] <br />In den vergangenen Jahren hat sich Muslim dem Gouverneur des Irak, ʿUmar ibn Hubaira, angeschlossen. Im Jahr 722/723 beruft er Muslim zum Statthalter von Chorasan und ersetzt damit Saʿid ibn ʿAmr al-Haraschi, der durch eine harte Unterdrückungspolitik in Transoxanien für Unruhe gesorgt hat. Auf Anraten ʿUmars setzt Muslim auf einen Ausgleich mit der einheimischen Bevölkerung, insbesondere mit den zum Islam übergetretenen Mawali: Muslim wählt Verwaltungsbeamte, die von den Einheimischen akzeptiert werden; ein prägnantes Beispiel ist die Ernennung von Bahram Sis, eines zoroastrischen Adeligen, zum Marzban von Merw, also zum lokalen Grenzfürsten. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Hanzala_ibn_Safwan_al-Kalbi Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ägypten, 1. Amtszeit 721-724)] <br /> | *[https://en.wikipedia.org/wiki/Hanzala_ibn_Safwan_al-Kalbi Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ägypten, 1. Amtszeit 721-724)] <br /> | ||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Bishr_ibn_Safwan_al-Kalbi Statthalter Bischr ibn Safwan al-Kalbi (Ifriqiya, 721–727)] <br />Bischr bricht aus Ifriqiya auf, um den Kalifen persönlich zu treffen. Unterwegs erfährt er, dass Yazid gestorben ist und Hischam ibn ʿAbd al‑Malik die Nachfolge angetreten hat. Bischr überreicht dem neuen Kalifen die für Yazid bestimmte Tributzahlung; Hischam bestätigt ihn daraufhin im Amt des Gouverneurs von Ifriqiya und weist ihn an, in die Provinz zurückzukehren. | *[https://en.wikipedia.org/wiki/Bishr_ibn_Safwan_al-Kalbi Statthalter Bischr ibn Safwan al-Kalbi (Ifriqiya, 721–727)] <br />Bischr bricht aus Ifriqiya auf, um den Kalifen persönlich zu treffen. Unterwegs erfährt er, dass Yazid gestorben ist und Hischam ibn ʿAbd al‑Malik die Nachfolge angetreten hat. Bischr überreicht dem neuen Kalifen die für Yazid bestimmte Tributzahlung; Hischam bestätigt ihn daraufhin im Amt des Gouverneurs von Ifriqiya und weist ihn an, in die Provinz zurückzukehren. | ||
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*Von Rom aus unternimmt Willibald, der spätere Bischof von Eichstätt, mit Gefährten eine Pilgerreise über Sizilien nach Jerusalem und ins Heilige Land, die von etwa 723 bis 727 dauert. | *Von Rom aus unternimmt Willibald, der spätere Bischof von Eichstätt, mit Gefährten eine Pilgerreise über Sizilien nach Jerusalem und ins Heilige Land, die von etwa 723 bis 727 dauert. | ||
*[[724#ARABER | Fortsetzung 724]] [[Kategorie:Umayyaden]] | *[[724#ARABER | Fortsetzung 724]] [[Kategorie:Umayyaden]] | ||
*'''722:''' Saʿid: In den Jahren 722–723 übernimmt Saʿid ibn ʿAmr al‑Haraschī zusätzlich zum Amt in Basra das Statthalteramt von Chorasan. Er zieht nach Osten, wo die muslimische Herrschaft in Transoxanien durch einen groß angelegten sogdischen Aufstand und die ersten Angriffe der turgeschischen Nomaden in Gefahr gerät. Saʿid sammelt die in der Region verstreuten muslimischen Truppen, stärkt ihre Moral und geht in die Offensive. Er besiegt die sogdischen Rebellen in der Nähe von Samarkand, stellt dort die Oberhoheit des Kalifats wieder her und zieht anschließend weiter nach Chudschand, eine strategisch wichtige Stadt am Syrdarja. Mit der Einnahme von Chudschand stellt er die muslimische Kontrolle über den größten Teil Transoxaniens wieder her; nur das Ferganatal entzieht sich weiterhin der direkten Herrschaft. [über den Vorgänger ist kein Artikel vorhanden] | |||
*'''720:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_ibn_Sa%27id_al-Kilabi Muslim ibn Saʿid al-Kilabi] stammt aus einer angesehenen arabischen Familie aus dem Stamm der Kilab, deren Basra-Zweig sich von der überwiegend im Dschazira-Gebiet ansässigen Sippe abzweigt. Sein Großvater Aslam ist in den 670er Jahren Statthalter in Chorasan, sein Vater Saʿid dient als Gefolgsmann des irakischen Statthalters al-Haddschadsch ibn Yusuf und erhält dafür das Amt des Statthalters von Makran. Als der Vater während dieser Amtszeit getötet wird, nimmt al-Haddschadsch den jungen Muslim in seinem Haus auf und erzieht ihn wie einen Pflegesohn zusammen mit seinen eigenen Söhnen. Aus dieser Nähe zur Macht entsteht Muslïms späterer Aufstieg in die Verwaltung des umayyadischen Kalifats. Zu Beginn seiner politischen Laufbahn erhält Muslim ibn Saʿid ein erstes offizielles Amt als Unterstatthalter in einer Provinz unter dem Basraer Gouverneur ʿAdi ibn Artat. In dieser Funktion verwaltet er lokale Angelegenheiten und erwirbt sich den Ruf, seine Aufgaben zuverlässig und geschickt zu erfüllen. Als im Jahr 720 der Aufstand des Yazid ibn al-Muhallab gegen die Umayyaden ausbricht, entscheidet er sich, Basra nicht zu halten, sondern mit den Steuereinnahmen der Provinz nach Syrien zu fliehen, um sie der zentralen Regierung zu sichern. Dieses Verhalten zeigt seine Loyalität zur umayyadischen Führung sowie seine Bereitschaft, persönliche Risiken für die Sicherung der Staatseinnahmen einzugehen. | |||
*'''720:''' [https://en.wikipedia.org/wiki/Sa%27id_ibn_Amr_al-Harashi Sa'id ibn Amr al-Harashi] Im Jahr 720 befindet sich Sa'id ibn Amr al-Harashi als Qaysī aus Qinnasrīn in Syrien im Dienst des Umajjadenprinzen Maslama ibn ʿAbd al‑Malik. Maslama zieht in diesem Jahr nach Irak, um den Aufstand des Yazīd ibn al‑Muhallab niederzuschlagen, und Saʿid steht an seiner Seite. Nach der Niederschlagung des Aufstands setzt ʿUmar ibn Hubaira als neu eingesetzter Statthalter des Irak seine Autorität durch und erkennt in Saʿid einen fähigen Militär und Verwaltungsbeamten. In der Folge überträgt ʿUmar ibn Hubaira Saʿid das Amt des Statthalters von Basra, womit Saʿid erstmals eine große Provinzverwaltung im Osten des Kalifats übernimmt. | |||
*'''705:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Nasr_ibn_Sayyar Nasr] ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung. | |||
==TURK-SCHAHI== | ==TURK-SCHAHI== | ||
Version vom 19. Februar 2026, 14:37 Uhr
MAYA
Palenque
Calakmul
Tikal
Naranjo
Copan
PIKTEN
KELTEN
Uí Néill
Ulaid
Connacht
- König Indrechtach mac Muiredaig (707–723)
Indrechtach ist mit dem Kloster Clonmacnoise eng verbunden, das die Expansion der Uí Briúin unterstützt. Gegen Ende seines Lebens wird Indrechtach Pilger nach Clonmacnoise und stirbt dort friedlich im Jahr 723. Seine Kinder sind Áed Balb mac Indrechtaig, der später ebenfalls König von Connacht wird und 742 stirbt, sowie Muiredach (†732), Tadg und Murgal. Seine Tochter Medb heiratet laut dem Banshechas Áed Oirdnide und wird Mutter von Niall Caille. - König Domnall mac Cellaig (723–728)
Domnall mac Cellaig ist ein König von Connacht aus dem Uí Briúin-Zweig der Connachta. Er ist der Sohn von Cellach mac Rogallaig, einem früheren König, der 705 gestorben ist. Die Sippe, zu der Domnall gehört, ist die Síl Cellaig von Loch Cime. Domnall wird zwar aus den offiziellen Königlisten ausgelassen, aber seine Herrschaft ist in den Annalen bezeugt. Nach Indrechtach mac Muiredaig Muillethan folgt Domnall als König von Connacht. Er herrscht bis 728. Domnalls Sohn, Flaithrí mac Domnaill wird später ebenfalls König von Connacht. Quellen für diese Informationen sind die Annals of Tigernach, das Buch Irish Kings and High-Kings von Francis J. Byrne, das Book of Leinster, die Laud Synchronisms und The Chronology of the Irish Annals von Daniel P. McCarthy. - Fortsetzung 728
Leinster
Uí Mháine
- König Dluthach mac Fithcheallach (711–738)
Fachtna mac Folachtan, Abt von Cluain Fearta Brenainn (Clonfert) verstirbt. - Fortsetzung 727
Dalriada
- König Selbach (700–723) Selbachs Herrschaft endet, und sein Nachfolger wird Dungal.
- König Dúngal mac Selbaig (723–726)
- Fortsetzung 726
Königreich Strathclyde
Gwynedd
Königreich Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Osric (718-729)
- Bischof Acca von Hexham (709–732)
- Bischof Wilfrid II. von York (718–732)
- Bischof Æthelwald von Lindisfarne (721–740)
Mercia
- König Æthelbald (716–757)
- Bischof Edgar (Lindsey 693-724)
- Bischof Aldwine (Lichfield und Leicester, 721-737)
- Bischof Wilfrith I. (Worcester, 718–743/745)
East Anglia
Königreich Wessex
Königreich Essex
Königreich Kent
- König Wihtred (690/691–725)
- Erzbischof Behrtwald (Canterbury, 693–731)
- Bischof Tobias (Rochester, 699–726)
FRÄNKISCHES REICH
- König Theuderich IV. (721-737)
- Hausmeier Karl Martell (717-741)
Karl Martell lässt zwei Söhne seines Halbbruders Drogo inhaftieren, da er fürchtet, sie könnten Ansprüche auf den Familienbesitz oder das Hausmeieramt erheben. Damit schaltet Karl die letzten innerfamiliären Rivalen aus. Die pippinidisch-karolingische Sukzessionskrise findet ihr Ende.
Bajuwaren und Alamannen erheben sich unter Bruch ihrer Friedenseide gegen den fränkischen Hausmeier Karl Martell. - Bischof Hugo von Rouen (Rouen und Paris, 720–730, nun auch von Bayeux 723-730)
Der Karolinger Hugo von Champagne wird Bischof von Bayeux. - Bischof Sigebald (Metz, 716–741)
- Bischof Hubertus von Lüttich (716-727)
- Bischof Rigibertus (Mainz, 708–724)
- Bischof Milo von Trier (Trier 715–753, Reims 717-744)
- Donareiche
Bonifatius fällt die Donar-Eiche in Geismar bei Fritzlar und beginnt damit die Christianisierung der norddeutschen Stämme. - Fortsetzung 724
Herzogtum Aquitanien
Herzogtum Elsass
- Herzog Adalbert (690-722/723)
Spätestens in diesem Jahr stirbt Adalberts vermutlich auf dem Odilienberg. Seine Söhne Eberhard und Liutfrid treten das Erbe an und bestätigen die Klosterstiftungen. Adalbert wird in der Klosterkirche St. Stephan, Straßburg, bestattet - Herzog Liutfrid (723-743)
Liutfrid wurde um 700 als ältester Sohn des Elsässerherzogs Adalbert geboren. Sein Großvater Eticho war als Dux im burgundischen Pagus Attoriensis, dem Gebiet zwischen Dijon und Langres, begütert und einflussreich, bevor er die Herzogswürde des Elsass überträgt bekam. Väterlicherseits besteht eine direkte Verwandtschaft mit jener burgundischen Adelsfamilie, die in der Spätphase der Merowingerherrschaft und unter den folgenden Karolingern als Sippe der Waltriche zu einer der einflussreichsten Familien im Fränkischen Reich aufsteigen soll. Liutfrids Mutter Gerlindis ist eine Tochter des Herzogs Eudo von Aquitanien. Seine beiden Schwestern Attala und Gundlinda sind Äbtissinnen einflussreicher elsässischer Klöster. Auch die gemeinsame Tante Odilia wird als Heilige verehrt.
Nach dem Tod seines Vaters Adalbert folgt Liutfrid diesem als Herzog des Elsass nach. In einer Schenkungsurkunde der Abtei Honau vom 11. Dezember 723 wird er bereits als Dux bezeichnet. Ob Liutfrid vor der Verleihung der Herzogswürde das Amt eines Comes oder Grafen bekleidet, ist nicht sicher bestimmbar; es gibt dazu keine gesicherten Zeitzeugnisse. Gesichert ist, dass Liutfrid die Amtsgeschäfte von Straßburg aus führt, da die Mehrzahl der von ihm erhaltenen Urkunden und Schriftstücke in der dortigen herzoglichen Kanzlei unter der Leitung des Presbyters Ansgar gefertigt werden. Die von Eticho begründete Erbwürde des Herzogtums im Elsass kann bei der Ernennung Liutfrids letztmals geltend gemacht werden. Das Ende der pippinidisch-karolingischen Sukzessionskrise sowie die Ernennung Karl Martells zum Hausmeier des fränkischen Gesamtreiches im Jahr 718 beseitigen die Schwäche der königlichen Zentralgewalt in der Spätphase der Merowingerherrschaft und zwingen in den Folgejahren die de facto selbständig gewordenen Dukate unter die karolingische Herrschaft. Trotz der wachsenden Macht Karl Martells gelingt es Liutfrid, die Herrschaft über das Elsass und damit die etichonische Selbständigkeit noch einige Zeit zu wahren. - Fortsetzung 727
Herzogtum Alemannien
- Herzog Lantfrid (709-730)
- Herzog Theudebald (709–746)
- Abt Otmar von St. Gallen (Kloster St. Gallen, 719–759)
Herzogtum Baiern
FRIESEN
LANGOBARDENREICH
Herzogtum Friaul
Herzogtum Spoleto
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Königreich Asturien
REPUBLIK VENEDIG
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Leo III. (717–741)
- Papst Gregor II. (715–731)
- Patriarch Germanos I. von Konstantinopel (715–730)
IBERIEN
- 693: Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)
DABUYIDEN
ARABER
(104/105 - 9./10. Juni)
Umayyaden
- Kalif Yazid II. (720–724)
- Statthalter Sa'id ibn Amr al-Harashi (Chorasan, 722–723)
- Statthalter Muslim ibn Sa'id al-Kilabi (Chorasan, 723–724)'
In den vergangenen Jahren hat sich Muslim dem Gouverneur des Irak, ʿUmar ibn Hubaira, angeschlossen. Im Jahr 722/723 beruft er Muslim zum Statthalter von Chorasan und ersetzt damit Saʿid ibn ʿAmr al-Haraschi, der durch eine harte Unterdrückungspolitik in Transoxanien für Unruhe gesorgt hat. Auf Anraten ʿUmars setzt Muslim auf einen Ausgleich mit der einheimischen Bevölkerung, insbesondere mit den zum Islam übergetretenen Mawali: Muslim wählt Verwaltungsbeamte, die von den Einheimischen akzeptiert werden; ein prägnantes Beispiel ist die Ernennung von Bahram Sis, eines zoroastrischen Adeligen, zum Marzban von Merw, also zum lokalen Grenzfürsten. - Statthalter Hanzala ibn Safwan al-Kalbi (Ägypten, 1. Amtszeit 721-724)
- Statthalter Bischr ibn Safwan al-Kalbi (Ifriqiya, 721–727)
Bischr bricht aus Ifriqiya auf, um den Kalifen persönlich zu treffen. Unterwegs erfährt er, dass Yazid gestorben ist und Hischam ibn ʿAbd al‑Malik die Nachfolge angetreten hat. Bischr überreicht dem neuen Kalifen die für Yazid bestimmte Tributzahlung; Hischam bestätigt ihn daraufhin im Amt des Gouverneurs von Ifriqiya und weist ihn an, in die Provinz zurückzukehren. - Statthalter ʿAnbasa ibn Suhaim al-Kalbī (al-Andalus, 721–726)
In al-Andalus kommt es zu einem Aufstand unter den Basken. - Imam Muhammad al-Baqir (712–732)
- Papst und Patriarch Alexandros II. (Alexandrien, 704–729)
- Von Rom aus unternimmt Willibald, der spätere Bischof von Eichstätt, mit Gefährten eine Pilgerreise über Sizilien nach Jerusalem und ins Heilige Land, die von etwa 723 bis 727 dauert.
- Fortsetzung 724
- 722: Saʿid: In den Jahren 722–723 übernimmt Saʿid ibn ʿAmr al‑Haraschī zusätzlich zum Amt in Basra das Statthalteramt von Chorasan. Er zieht nach Osten, wo die muslimische Herrschaft in Transoxanien durch einen groß angelegten sogdischen Aufstand und die ersten Angriffe der turgeschischen Nomaden in Gefahr gerät. Saʿid sammelt die in der Region verstreuten muslimischen Truppen, stärkt ihre Moral und geht in die Offensive. Er besiegt die sogdischen Rebellen in der Nähe von Samarkand, stellt dort die Oberhoheit des Kalifats wieder her und zieht anschließend weiter nach Chudschand, eine strategisch wichtige Stadt am Syrdarja. Mit der Einnahme von Chudschand stellt er die muslimische Kontrolle über den größten Teil Transoxaniens wieder her; nur das Ferganatal entzieht sich weiterhin der direkten Herrschaft. [über den Vorgänger ist kein Artikel vorhanden]
- 720: Muslim ibn Saʿid al-Kilabi stammt aus einer angesehenen arabischen Familie aus dem Stamm der Kilab, deren Basra-Zweig sich von der überwiegend im Dschazira-Gebiet ansässigen Sippe abzweigt. Sein Großvater Aslam ist in den 670er Jahren Statthalter in Chorasan, sein Vater Saʿid dient als Gefolgsmann des irakischen Statthalters al-Haddschadsch ibn Yusuf und erhält dafür das Amt des Statthalters von Makran. Als der Vater während dieser Amtszeit getötet wird, nimmt al-Haddschadsch den jungen Muslim in seinem Haus auf und erzieht ihn wie einen Pflegesohn zusammen mit seinen eigenen Söhnen. Aus dieser Nähe zur Macht entsteht Muslïms späterer Aufstieg in die Verwaltung des umayyadischen Kalifats. Zu Beginn seiner politischen Laufbahn erhält Muslim ibn Saʿid ein erstes offizielles Amt als Unterstatthalter in einer Provinz unter dem Basraer Gouverneur ʿAdi ibn Artat. In dieser Funktion verwaltet er lokale Angelegenheiten und erwirbt sich den Ruf, seine Aufgaben zuverlässig und geschickt zu erfüllen. Als im Jahr 720 der Aufstand des Yazid ibn al-Muhallab gegen die Umayyaden ausbricht, entscheidet er sich, Basra nicht zu halten, sondern mit den Steuereinnahmen der Provinz nach Syrien zu fliehen, um sie der zentralen Regierung zu sichern. Dieses Verhalten zeigt seine Loyalität zur umayyadischen Führung sowie seine Bereitschaft, persönliche Risiken für die Sicherung der Staatseinnahmen einzugehen.
- 720: Sa'id ibn Amr al-Harashi Im Jahr 720 befindet sich Sa'id ibn Amr al-Harashi als Qaysī aus Qinnasrīn in Syrien im Dienst des Umajjadenprinzen Maslama ibn ʿAbd al‑Malik. Maslama zieht in diesem Jahr nach Irak, um den Aufstand des Yazīd ibn al‑Muhallab niederzuschlagen, und Saʿid steht an seiner Seite. Nach der Niederschlagung des Aufstands setzt ʿUmar ibn Hubaira als neu eingesetzter Statthalter des Irak seine Autorität durch und erkennt in Saʿid einen fähigen Militär und Verwaltungsbeamten. In der Folge überträgt ʿUmar ibn Hubaira Saʿid das Amt des Statthalters von Basra, womit Saʿid erstmals eine große Provinzverwaltung im Osten des Kalifats übernimmt.
- 705: Nasr ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung.
TURK-SCHAHI
ZWEITES TÜRK-KAGANAT
TÜRGESCH
INDIEN
Kaschmir
- König Lalitaditya (723–760)
Lalitaditya, Sohn von König Dalahhaka und Königin Narendra Prabha, Bruder der früheren Könige Chundraida (Bajraaditya) und Tarapida (Oda Dity), besteigt als Herrscher von Kaschmir den Thron. Zu Beginn seiner Regenschaft organisiert Lalitaditya eine straffe Verwaltung und baut eine schlagkräftige Armee auf. Er bringt die lokalen Landadligen (Damaras) unter Kontrolle und betont: "Wer in diesem Land die Macht auszuüben wünscht, muss stets auf der Hut vor innerer Zwietracht sein. Jene, die dort in den schwer zugänglichen Bergen hausen, sollen bestraft werden, auch wenn sie sich keines Vergehens schuldig machen. Denn schwer sind sie in ihren Festungen zu besiegen, wenn sie erst einmal Reichtum erworben haben.". - Fortsetzung 730
Nepal
Malla
Chauhan-Dynastie
Chalukya
Pallava
Anuradhapura
TIBET
VIETNAM
- König Mai Thúc Loan (722-723)
Mai Thúc Loan stirbt 723, vermutlich im Wald nach einer Krankheit. Seine Leiche und die seiner Anhänger werden öffentlich zur Abschreckung vor weiteren Aufständen ausgestellt; damit steht Vietnam wieder unter der Herrschaft der Tang-Dynastie.
CHINA
(56./57. Zyklus - Jahr des Wasser-Schweins; am Beginn des Jahres Wasser-Hund)
Tang-Dynastie
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
- Tennō Genshō (715–724)
In diesem Jahr tritt das "Besitzgesetz für drei Generationen" in Kraft; auf Initiative von Prinz Nagaya dürfen Menschen neu kultiviertes Land für drei Generationen besitzen – ab der vierten Generation fällt das Land an den Staat zurück. Die Steuereinnahmen des Staates sind rückläufig, weswegen die neuen Besitzregelungen geschaffen worden sind, um die landwirtschaftliche Erschließung zu fördern. Das Gesetz bleibt etwa 20 Jahre in Kraft. - Fortsetzung 724
QUELLEN
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29.11.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
18.11.2025 Grundstock ergänzt