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777

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MAYA

Palenque

Calakmul

Talol

Tikal

Quiriguá

Copan

PIKTEN

KELTEN

Uí Néill

Ailech

Ulaid

Connacht

  • König Flaithrí mac Domnaill (773–777)
    Gemäss den Annalen stirbt Flaithrí, aber gemäss anderen Historikern dankt Flaithrí 777 nur ab und stirbt erst 779.
  • König Artgal mac Cathail (777-782)
    Artgal mac Cathail ist ein König von Connacht aus dem Uí Briúin-Zweig der Connachta. Er ist der Sohn von Cathal mac Muiredaig Muillethan und Bruder von Dub-Indrecht mac Cathail. Er gehört zum Síl Cathail-Sept der Uí Briúin. Die Uí Fiachrach, die von nun an vom Thron ausgeschlossen sind, schlachten die Calraige. Artgal mac Cathail herrscht von 777 bis 782.
  • Fortsetzung 778

Leinster

Uí Mháine

Dalriada

Gwynedd

Königreich Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

Mercia

East Anglia

Königreich Wessex

Königreich Essex

Königreich Kent

FRÄNKISCHES REICH

  • König Karl der Große (768–800)
    Reichsversammlung
    Karl der Große (29) beruft in Paderborn erstmals einen Reichstag auf sächsischem Boden ein. Dies ist zugleich das Jahr der ersten Erwähnung der Orte Esslingen am Neckar und Paderborn. Beschlossen wird die Aufteilung Sachsens in Missionssprengel, wobei die Mission unter anderem durch angelsächsische Prediger erfolgen soll. Eine Reihe anwesender Sachsen lassen sich taufen, doch bleibt Herzog Widukind der Versammlung fern; er geht zum dänischen König, um ihn um Unterstützung gegen die Franken zu bitten. Die Versammlung, an der Wilchar von Mentana, der höchste Würdenträger der fränkischen Kirche, und auch Abt Fulrad teilnehmen, steht im Zeichen der christlichen Mission in Sachsen. Das sächsische Gebiet wird für die christliche Missionierung in mehrere Sprengel eingeteilt. Die kirchliche Organisation geht damit der weltlichen etwa in Form der Grafschaftsverfassung voran. Bei der Reichsversammlung erscheinen unerwartet hochrangige Gesandte aus der arabisch beherrschten Iberischen Halbinsel. Der arabische Wālī Suleiman al-Arabi bittet zusammen mit zwei weiteren Gesandten Karl um Beistand gegen Abd ar-Rahman. Als Gegenleistung unterwerfen sich die drei arabischen Großen dem Frankenkönig.
    Noch im selben Jahr kommt es wiederholt zu Massentaufen, die entgegen dem Kirchenrecht teils unter Zwang stattfinden. Hinzukamen fränkische Abgabenforderungen, die für die Sachsen eine zusätzliche Belastung durch die fränkische Fremdherrschaft darstellen.
  • Karolingische Renaissance
    um 777: Die Karolingische Renaissance beginnt.
  • Abt Fulrad schenkt seinem Kloster Saint-Denis bei Paris zahlreiche Ländereien und Besitztümer. Die Schenkungsurkunde ist oftmals die erste urkundliche Erwähnung dieser Orte.
  • Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
  • Bischof Angilram (Metz, 768–791)
    Als Bischof von Metz wirkt Angilram sowohl in seiner Diözese als auch am fränkischen Königshof. Er nimmt an der Reichsversammlung von Paderborn teil und begleitet den Herrscher wiederholt auf Reisen und Reichsversammlungen.
  • Großblittersdorf (Siedlung)
    Großblittersdorf wird urkundlich erstmals als Blittharia villa erwähnt. Groß- und Kleinblittersdorf sind lediglich zwei an gegenüberliegenden Ufern der Saar gelegene Teile des lothringischen Ortes Bliederstorff.
  • Verweser 775–777, nun Bischof Alberich (Utrecht, 777-784)
    In den Jahren 777 oder 778 wird Alberich in Köln zum Bischof von Utrecht geweiht. Mit seiner Weihe zum Bischof von Utrecht wird das Bistum Utrecht vom Erzbistum Köln anerkannt. In der Folgezeit löst sich die friesische Kirche aus ihren alten angelsächsischen Bindungen und wird in das fränkische Kirchensystem überführt. Nach seiner Erhebung zum Bischof von Utrecht fördert Alberich die Mission unter den Friesen. In seinem Einflussbereich lässt er systematisch heidnische Kultstätten zerstören. Er entsendet Liudger, der später Bischof von Münster wird, in den Ostergau. Durch Liudger lässt Alberich die Kirche in Deventer wieder errichten. Alberich interessiert sich für die Wissenschaften und ist unter anderem mit Alkuin befreundet. In seinem Einflussgebiet reformiert er die Domschule in Utrecht.
  • Bischof Agilfried (Lüttich, 769–787)
  • Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)
  • Bischof Wiomad (Trier, 762-791)
  • Bischof Berowelf (Würzburg, 769–794)
  • Hammelburger Markbeschreibung
    Am 7. Januar schenkt Karl der Große in Herstal dem Kloster Fulda unter Abt Sturmi den fiscus Hammelburg im Saalgau. Im Jahr 777 entsteht im Bistum Würzburg die Hammelburger Markbeschreibung, die den Grenzverlauf der historischen Mark Hammelburg protokolliert und als Zeugnis der Besitzeinweisung durch die Grafen Nithard und Heimo sowie die königlichen Vasallen Finnold und Guntramn mit einer durch Befragung der Notablen des Territoriums ermittelten Grenzbeschreibung dient. Die Hammelburger Markbeschreibung zu den ältesten erhaltenen Dokumenten innerhalb der Gruppe der lateinischen Grenzbeschreibungen mit volkssprachigen Bestandteilen und damit zu den ältesten Denkmälern der althochdeutschen Sprache und der althochdeutschen Literatur.
  • Abt Sturmius (Fulda, 2. Amtszeit 765–779)
  • Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)
  • Fortsetzung 779

Herzogtum Gascogne

Herzogtum Sachsen

  • Herzog Widukind (777-785)
    Der westfälische Edeling Widukind, bleibt, anders als die anderen Edelinge, gegen den Willen Karls des Großen der fränkischen Reichsversammlung in Paderborn fern und begibt sich für ein Jahr zum Dänenkönig Sigfrid. Widukind wird 777 anlässlich des Reichstags von Paderborn erstmals erwähnt. Widukind stammt aus einem westfälischen Adelsgeschlecht und führt als dux Saxonum, also als Herzog der Sachsen, in den Jahren 777 bis 785 den Widerstand gegen Karl den Großen in den Sachsenkriegen, wodurch der heutige Nordwesten Deutschlands dem Karolingerreich einverleibt und schließlich christianisiert wird. Der Name Widukind bedeutet Waldkind oder Kind des Waldes und gilt als Kenning für den Wolf, ein Tier, das mit Krieg oder Tod in Verbindung gebracht wird, so dass Widukind ursprünglich ein ehrender Beiname und kein Eigenname sein mag. Widukinds Herkunft ist ebenso wie sein Ende weitgehend unklar, offenbar gehört er aber einer vornehmen Familie des sächsischen Teilstamms der Westfalen an.
  • Fortsetzung 778

​ Herzogtum Baiern

  • Herzog Tassilo III. (748–788)
    Tassilo gründet das Stift Kremsmünster, das später zu einem wichtigen geistlichen und kulturellen Zentrum Baierns wird. Ebenfalls 777 entsteht der Legende nach das Kloster Neresheim, das ihm zugeschrieben wird, auch wenn die Überlieferung nicht eindeutig ist.​ Zwischen 777 und 784 erfolgt die Stiftung von Mattsee, das als weiteres Baustein seiner herzoglichen Klosterpolitik erscheint
  • Bischof Simpert (Regensburg, 768–791)
  • Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
    Am 24. September erhebt Willibald die Gebeine seines Bruders Wunibald, der bereits am 18. September 761 in Heidenheim in seiner Gegenwart gestorben ist.
  • Bischof Arbeo (Freising, 764–784)
  • Bischof Wisurich (Passau, 770–777)
  • Bischof Waldrich (Passau, 777–804)
    Im Jahr 777 beginnt Waldrich sein Amt als Bischof von Passau. Über das Leben und das Wirken von Waldrich ist nicht viel bekannt. In seine Amtszeit fällt die Erweiterung der Bistumsgrenzen nach Osten bis an die Flüsse March und Leitha. Außerdem wird Passau unter ihm der neuen Metropolie Salzburg als Suffraganbistum untergeordnet. Genauso wie viele seiner Nachfolger wehrt sich Waldrich vehement, aber im Ergebnis erfolglos gegen diese Unterordnung.
  • Stift Kremsmünster
    Tassilo III. gründet am 9. November das Kloster Kremsmünster; anwesend sind die Bischöfe Virgil von Salzburg, Simpert von Regensburg und Waldrich von Passau. Ebenfalls anwesend sind die Äbte von Mondsee (Oportunus), Niederalteich (Wolfperth), Schlehdorf (Atto) und Chiemsee (Gaozrih und Hrodhart). Von den bayerischen Adeligen sind die Grafen Utih, Megilo und Salucho sowie die zu Tassilos Gefolge zählenden Reginold, Adalker und Hertnid vertreten. Auch Theodo III., der bereits gesalbte Sohn Tassilos, approbiert die Gründungsurkunde, was seine erste offizielle Amtshandlung als Nachfolger seines Vaters ist. Tassilos Sohn Gunther soll der Legende nach während eines Jagdausrittes von einem Eber angefallen und getötet werden. Die Klostergründung dient dazu, die Binnenkolonisation im waldreichen und von Bajuwaren und Slawen besiedelten Traungau voranzutreiben. Slawen haben im herzoglichen Forst von Dietach, Sierning und Eberstalzell einige Gebiete gerodet, Tassilo übergibt sie und andere etwas entlegenere Besitzungen als Dotation an das Kloster. Erster Abt ist Fater, der zuvor der Kaplan des Herzogs gewesen ist. Vermutlich anlässlich der Gründung wird auch der Tassilokelch gestiftet.
  • Bischof Tozzo (Augsburg, 772–778)
  • Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)
  • Fortsetzung 778

Herzogzum Mailand

Herzogtum Treviso

  • Bischof Fortunatus II. (Treviso, 777-806)
    Der in Triest geborene Fortunatus wird möglicherweise zum Bischof von Treviso erhoben, das die Franken kurz zuvor von den Langobarden erobert und zur Hauptstadt ihrer Markgrafschaft Verona gemacht haben. Fortunatus sucht im Laufe der darauf folgenden Jahre erfolgreich das Bündnis mit den Franken unter Karl dem Großen. Nicht bestätigen lässt sich, wie es in einer Anmerkung des 12. Jahrhunderts in der ältesten Patriarchenliste heißt, eine Erhebung zum Bischof von Triest.
  • Fortsetzung 802

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

SPANIEN

Königreich Asturien

KIRCHENSTAAT

REPUBLIK VENEDIG

ERSTES BULGARISCHES REICH

  • Knjas Telerig (768–777)
    Im Jahr 777 täuscht Telerig den byzantinischen Kaiser Leo IV., indem er ihm mitteilt, er wolle nach Konstantinopel fliehen und bitte um Auskunft über die heimlichen bulgarischen Anhänger im Kaiserreich, auf deren Unterstützung er zählen könne. Leo IV. glaubt ihm, offenbart die Namen der im Reich lebenden bulgarischen Sympathisanten, und Telerig lässt alle diese Personen in Bulgarien töten. Trotz dieses scheinbaren Erfolgs sieht Telerig sich gezwungen, tatsächlich zu Leo IV. zu fliehen. Die byzantinische Regierung gewährt ihm Asyl und verleiht ihm den Titel eines Patrikios, Telerig lässt sich taufen, nimmt den Namen Theophylaktos an und heiratet eine Cousine der Kaiserin Irene von Athen
  • Khan Kardam (777–803)
    Kardam wird nach dem Exil von Telerig Khan von Bulgarien. Als Quelle für diese Nachfolge gilt allein Sigebert von Gembloux.
  • Fortsetzung 790

BYZANTINISCHES REICH

IBERIEN

ARABER

(160/161 - 8./9. Oktober)

Abbasiden

  • Kalif al-Mahdi (775–785)
    Im Jahr 777 (160 AH) schlägt al‑Mahdi den Aufstand von Yusuf ibn Ibrahim in Chorasan nieder. Im selben Jahr setzt er Isa ibn Musa als designierten Nachfolger ab, ernennt seinen eigenen Sohn Musa al‑Hadi an seiner Stelle und nimmt für ihn den Treueid der Vornehmen entgegen.
  • Abd ar-Rahman I., Prinz der Umayyaden und erster Emir von Córdoba, wehrt einen neuerlichen Eroberungsversuch der Abbasiden ab. Im Winter 777/778 wendet sich außerdem der Statthalter von Saragossa, Ibn Arabi, an Karl den Großen in Paderborn, um von diesem Unterstützung gegen seinen Herren Abd ar-Rahman zu erlangen. Dies ist Anlass für Karls Feldzug über die Pyrenäen im nächsten Jahr.
  • Imam der Ismailiten: Muhammad ibn Isma'il (775-813)
  • Imam der Zwölferschiiten: Mūsā al-Kāzim (765–799)
  • Patriarch Elias II. (Jerusalem, 770–797)
  • Papst und Patriarch Johannes IV. (Alexandria, 777–799)
    Johannes lebt als Mönch im Kloster des heiligen Makarios. Er widmet sich intensiv dem Gebet und führt ein asketisches Leben. Der 46. Papst von Alexandrien, Michael, erkennt seine Frömmigkeit und befähigt ihn, Priester der Kirche des heiligen Mina zu werden; er betraut ihn mit der Verwaltung der kirchlichen Angelegenheiten, mit der Leitung der Gläubigen und mit der Verantwortung über das Eigentum und die Gaben der Kirche. Johannes erfüllt seine Aufgaben mit großer Sorgfalt und Hingabe. Nach dem Tod des 47. Papstes von Alexandrien, Anba Mina, versammeln sich die Bischöfe, Priester und Gelehrten der Stadt Alexandrien. Sie nominieren mehrere Mönche, deren Namen sie jeweils auf Zettel schreiben. Auch der Name des Priesters Johannes befindet sich darunter. Drei Tage lang beten die Bischöfe und feiern die göttliche Liturgie. Am dritten Tag bringen sie ein Kind, um einen Namen zu ziehen. Der gezogene Zettel trägt den Namen Johannes. Sie mischen die Zettel erneut und lassen ein zweites Kind ziehen – wieder fällt die Wahl auf Johannes. Dasselbe wiederholt sich ein drittes Mal. Für alle steht fest, dass der Herr Johannes zum Papst bestimmt hat. Sie nehmen ihn und weihen ihn im Jahr 777 zum Patriarchen von Alexandrien. Als Papst Johannes IV. führt er seine Herde gewissenhaft, predigt eifrig und stärkt die Gläubigen im orthodoxen Glauben. Er zeigt besondere Barmherzigkeit gegenüber Armen und Bedürftigen.
    Während seiner Amtszeit tritt eine große Hungersnot auf. Der Preis für ein Maß Korn steigt auf zwei Dinar. Viele Arme aus verschiedenen Glaubensrichtungen suchen täglich die Tür des Papstes auf. Johannes beauftragt seinen Schüler Markus, das Geld der Kirchen zu verwenden, um die Hungernden zu speisen und ihre Not zu lindern. Er lässt allen helfen, ohne nach ihrem Glauben zu unterscheiden, bis Gott die Hungersnot beendet. Johannes widmet sich zugleich dem Bau mehrerer Kirchen.
  • Griechisch-orthodoxer Patriarch Politianos (768–813)
  • Fortsetzung 778

Tahert

Emirat Noukour

Kalifat von Tlemcen

Emirat von Córdoba

TURK-SCHAHI

UIGURISCHES KAGANAT

INDIEN

Pratihara

Chauhan-Dynastie

Östliche Chalukya

Rashtrakuta

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Anuradhapura

TIBET

CHINA

(57./58. Zyklus - Jahr der Feuer-Schlange; am Beginn des Jahres Feuer-Drache)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

QUELLEN

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05.09.2023 Artikel eröffnet

01.10.2023 Grundstock erstellt

04.03.3036 Grundstock ergänzt

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