781
MAYA
Palenque
Calakmul
Talol
Tikal
Quiriguá
Copan
PIKTEN
- König Talorgan mac Unuist (778-782)
Nach Fraser regieren Talorgan mac Unuist und Drest mac Talorgan von 780 bis 781 jeweils auf unterschiedlichen Seiten des Mounth nebeneinander. Ab 781 sieht Fraser Talorgan mac Drust für 4/5 Jahre bis 785 als Mitkönig auf der anderen Seite des Mounth neben Talorgan mac Unuist. - Fortsetzung 782
KELTEN
Uí Néill
Ailech
Ulaid
Connacht
Leinster
- König Ruaidrí mac Fáeláin (776–785)
Im Jahr 781 kommt es zu Grenzkriegen mit den Síl nÁedo Sláine von Brega. In der Schlacht von Rig wird der König der Uí Garrchon, Cú Chongalt, getötet. - Fortsetzung 782
Uí Mháine
Dalriada
- König Fergus mac Echdach (778–781)
Gemäss der Annalen von Ulster stirbt Fergus mac Echdach in diesem Jahr. - Fortsetzung 782
Gwynedd
Königreich Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Ælfwald I. (778/779–788)
- Erzbischof Eanbald I. (York, 780-796)
- Bischof Alchmund (Hexham, 767–780/781)
- Higbald (Lindisfarne, 780–802)
Higbald wird zum Bischof geweiht, nachdem er im Vorjahr dazu ernannt worden ist. - Fortsetzung 782
Mercia
- König Offa (757–796)
- Bischof Unwona (Leicester, 781/785-801/803)
Zwischen 781 und 785 wird Unwona zum Bischof von Leicester geweiht. In dieser Zeit trägt er die seltene, möglicherweise einzigartige angelsächsische Namensform "Unwona", die sich vom Altenglischen "wana" (Mangel) ableitet und "nicht mangelnd" bedeutet. Hygeberht bezeugt eine Urkunde Offas über einen kirchlichen Anspruch auf eine Kirche in Worcester. - Bischof Hygeberht (Lichfield, 779–787)
- Fortsetzung 785
East Anglia
Königreich Wessex
Königreich Essex
Königreich Kent
- König Ecgberht II. (Westkent, 764/765–779/784)
- König Ealhmund (779/784–784/785)
- Erzbischof Jænberht (Canterbury, 765–792)
FRÄNKISCHES REICH
- König Karl der Große (768–800)
Karl der Große (33) reist nach Rom und empfängt dort gemeinsam mit seinen Söhnen von Papst Hadrian die Salbung und Krönung. Karl teilt seine Herrschaft neu, richtet Unterkönigtümer ein und weist seinem Sohn Pippin Italien sowie seinem Sohn Ludwig Aquitanien als Herrschaftsbereiche zu.
Thomas steht in enger Verbindung mit Karl dem Großen. Bereits vor 781 krönt er Karl im Dom von Monza zum König der Franken und salbt dessen Söhne Pippin und Ludwig zu Fürsten. Am 2. Juni 781 bittet Karl der Große, noch nicht als Kaiser gekrönt, Thomas darum, seine Tochter Gisela zu taufen. Karl nimmt persönlich an dieser Tauffeier teil, was die hohe Wertschätzung zeigt, die er dem Erzbischof von Mailand entgegenbringt. Im Gegenzug erkennt Karl der Große den Bischöfen von Mailand das Vorrecht zu, künftige fränkische Könige zu krönen. Dadurch gewinnt der mailändische Episkopat ein dauerhaftes politisch‑zeremonielles Gewicht im fränkischen Herrschaftsgebiet. - Reichstag zu Worms
Karl befindet sich in einer Auseinandersetzung mit dem baierischen Herzog Tassilo III., der zwar den Königstitel nicht annimmt, aber faktisch unabhängig von König Karl Politik macht, auch gegen den König. Unter Zusicherung freien Geleits und der Stellung von Geiseln durch König Karl gegenüber Herzog Tassilo III. begibt sich dieser nach Worms, wo im Rahmen einer Reichsversammlung ein Treffen stattfindet. Die Darstellung der Ergebnisse des Treffens weicht stark voneinander ab, je nachdem ob die Quelle dem Königshof nahesteht oder von diesem eher unabhängig ist. Die königsnahen Quellen behaupten, Tassilo III. leistet Karl den Treueeid und wiederholt alle Versprechungen, die er schon Karls Vater, König Pippin, gegeben hat. Außerdem stellt er nun seinerseits zwölf Geiseln als Garantie für sein künftiges Wohlverhalten. Die königsferneren Quellen berichten dagegen nur von der Tatsache des Treffens im Rahmen einer Reichsversammlung ohne die Unterwerfungshandlungen Tassilos. In dieser inhaltlichen Diskrepanz der Quellen bleibt das eigentliche Ergebnis der Reichsversammlung und des Treffens zwischen Karl und Tassilo recht undeutlich. Dauerhaft beseitigt es den Konflikt zwischen beiden nicht, aber er ist für die nächsten sechs Jahre „eingefroren“. - Die sechsjährige Rotrud, älteste Tochter Karls des Großen, wird auf Betreiben der byzantinischen Kaiserin Irene mit dem unter ihrer Regentschaft stehenden jungen Kaiser von Byzanz, Konstantin VI. verlobt, die Verlobung wird allerdings später wieder gelöst.
- Adalhard
Adalhard, 752 geboren und seit 772 Mönch, ist ein Sohn des Karolingers Bernhard, des unehelichen Sohns Karl Martells, und einer Fränkin. Für Karl den Großen übernimmt er ab 781 als missus wichtige Aufgaben. - Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
- Bischof Angilram (Metz, 768–791)
- Bischof Alberich (Utrecht, 777-784)
- Bischof Agilfried (Lüttich, 769–787)
- Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)
- Bischof Wiomad (Trier, 762-791)
- Bischof Berowelf (Würzburg, 769–794)
- Megingaud
Eine Urkunde von Karl dem Großen bestätigt den Besitz der Klostermark Neustadt am Main unter Abt Megingaud: Am 22. August erfolgt die Weihe der karolingischen Klosteranlage mit der Abteikirche Peter und Paul an der "neuen Stätte" (Nivenstat, Nuovenstatt); Karl der Große nimmt daran teil. Auch die Bischöfe Willibald von Eichstätt und Lullus von Mainz sind bei dieser Weihe anwesend. - Abt Baugulf (Fulda, 779–802)
Die Klostergemeinschaft zählt 364 Mönche. Der Grundbesitz wächst dank der Schenkungen des Adels und Karls des Großen bis zum Beginn des 9. Jahrhunderts auf etwa 6000 Hufen und Mansen sowie rund 30'000 Morgen Salland an. - Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)
- Riegel am Kaiserstuhl
0713D: Urkundliche Ersterwähnung von Riegel am Kaiserstuhl; Hildegunt schenkt verschiedene Güter aus ihrem Besitz in Riegel dem Kloster Lorsch: Ich, Hildegunt, reiche im Namen Gottes dem heiligen Märtyrer N(azarius) eine Gabe. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dessen Vorsteher der ehrwürdige Abt Helmerich ist. Ich schenke alles, was ich in dem oben genannten Gau (Breisgau), im Dorf Reigula (Riegel nw. Freiburg) besitze, nämlich Hofreiten, Weingärten, Wohnhäuser und Wirtschaftsbauten, Pflanzland und Brachland, Wiesen und Wälder, gemäß nachfolgender Fertigung. Geschehen im monasterio laur(ishamensi = im Lorscher Kloster) am 13. Juli im 13. Jahr (781) des Königs Karl. - Fortsetzung 782
Aquitanien
- Unterkönig Ludwig der Fromme (Aquitanien, 781–814)
Am Ostersonntag, dem 15. April, salbt Papst Hadrian I. in Rom Ludwig zum Unterkönig von Aquitanien und Pippin zum Unterkönig von Italien, und die beiden trotz ihres Alters von vier bzw. drei Jahren werden zur Erziehung in ihre Unterkönigreiche geschickt. - Fortsetzung 783
Grafschaft Toulouse
Herzogtum Sachsen
Herzogtum Baiern
- Herzog Tassilo III. (748–788)
- Bischof Simpert (Regensburg, 768–791)
- Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
Am 22. August nimmt Willibald an der Weihe der neuen Benediktinerabtei in Neustadt am Main teil, wo neben Karl dem Großen und Megingaud auch er und Lullus von Mainz in der Stiftungsurkunde erscheinen. - Bischof Waldrich (Passau, 777–804)
- Bischof Simpert (Augsburg, 778–807)
- Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)
- Fortsetzung 782
Herzogzum Mailand
Herzogtum Treviso
Herzogtum Spoleto
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Königreich Asturien
KIRCHENSTAAT
REPUBLIK VENEDIG
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Regentin Irene (780-790)
Der Stratēge Elpidios versucht, sich in Sizilien zum Kaiser zu erheben; Irene lässt ihn absetzen und fliehen, und er schließt sich den Arabern an. 781/782 bricht Irene Verhandlungen über eine Heirat ihres Sohnes mit Rotrud, der Tochter Karls des Großen, ab, nachdem sie zunächst ein Verlöbnis eingeleitet hat. - Kaiser Konstantin VI. (780–797)
- Patriarch Johannes (Grado, 766–802)
- Patriarch Paulos IV. (780–784)
- Fortsetzung 781
IBERIEN
ARABER
(164/165 - 25./26. August)
Abbasiden
- Kalif al-Mahdi (775–785)
Im Juni sammelt sich das arabische Invasionsheer unter Abd al‑Kabir bei Hadath, einem Ururenkel des Kalifen Umar, um den jährlichen Raubzug erneut zu beginnen. Kaiserin Irene zieht die Thema‑Heere Kleinasiens zusammen und stellt sie unter den Eunuchen und Sakellarios Johannes. Die Muslime überschreiten über den Pass von Hadath die Grenze nach kappadokischem Byzanz und werden bei Caesarea von den vereinigten byzantinischen Truppen unter Lachanodrakon gestellt; in der anschließenden Schlacht erleiden sie eine verlustreiche Niederlage und Abd al‑Kabir muss den Feldzug abbrechen und nach Syrien zurückweichen. Die Niederlage erzürnt al‑Mahdi, der daraufhin ein neues, als Machtdemonstration gedachtes Expeditionsheer vorbereitet. Dieses Heer ist das größte, das in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts gegen Byzanz gesandt wird, umfasst angeblich 95'793 Mann, kostet den abbasidischen Staat etwa 1,6 Millionen Nomismata, nahezu dem gesamten Jahreseinkommen des Byzantinischen Reiches entsprechend, und wird nominell von Harun geführt, dem erfahrene Offiziere beigegeben werden. - Imam der Ismailiten: Muhammad ibn Isma'il (775-813)
- Imam der Zwölferschiiten: Mūsā al-Kāzim (765–799)
- Patriarch Elias II. (Jerusalem, 770–797)
- Papst und Patriarch Johannes IV. (Alexandria, 777–799)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Politianos (768–813)
- Fortsetzung 782
Tahert
Emirat Noukour
Emirat von Córdoba
TURK-SCHAHI
UIGURISCHES KAGANAT
INDIEN
Pratihara
Chauhan-Dynastie
Östliche Chalukya
Rashtrakuta
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
- König Aggabodhi VI. (741–781)
Im vierzigsten Jahr seiner Herrschaft stirbt Aggabodhi VI. Nach seinem Tod folgt ihm sein Vetter Aggabodhi VII. auf den Thron von Anuradhapura - König Aggabodhi VII. (781-787)
Aggabodhi VII. ist König von Anuradhapura und regiert von 781 bis 787. Er folgt seinem Cousin Aggabodhi VI., der auch als König Silamegha bekannt ist. Sein Vater ist König Mahinda I. Mahinda I. setzte Aggabodhi zuvor als Adipada von Ruhuna ein. Sein Cousin Aggabodhi, ein Sohn von König Kassapa III., war Unterkönig (Yuva Raja) und verwaltete den Osten des Landes. Nach dem Tod Mahindas I. befand sich Prinz Aggabodhi in der Hauptstadt, und die Verwaltung des Reiches fiel zunächst in seine Hände. Er lud jedoch den Unterkönig Aggabodhi ein, König zu werden, und krönte ihn als König Silamegha (Aggabodhi VI.). Prinz Aggabodhi wurde selbst zum Unterkönig ernannt und übernimmt die Verwaltung des gesamten Landes. Personen, die beim Unterkönig in Ungnade fielen, vergifteten den Geist Silameghas gegen ihn. Daraufhin floh Unterkönig Aggabodhi nach Ruhuna, sammelte ein großes Heer und begann einen Bürgerkrieg. In der Schlacht von Kadalinivatha erlitt er jedoch eine schwere Niederlage. Er entkam und versteckte sich in Malaya Rata im Bergland. König Silamegha erkannte bald, dass es ein Fehler war, sich gegen den Unterkönig zu wenden. Er reiste allein nach Malaya Rata, traf Prinz Aggabodhi und schloss Frieden mit ihm. Aggabodhi kehrte in die Hauptstadt zurück, und die Tochter des Königs, Sangha, wurde ihm zur Frau gegeben. Die Ehe verlief jedoch unglücklich, da Sangha ihren Mann verliess und in ein Kloster eintrat. Von dort floh sie mit ihrem Cousin Dappula. Der Unterkönig Aggabodhi führte mit Unterstützung des Königs Krieg gegen Dappula und brachte seine Frau zurück. Danach versöhnten sich beide und lebten zufrieden zusammen.
Nach dem Tod von König Silamegha besteigt Aggabodhi den Thron als König Aggabodhi VII. Er ist bereits weit fortgeschrittenen Alters, als er König wird. Während seiner Herrschaft widmet er sich sechs Jahre lang der Förderung des Buddhismus. Er lässt das Bildhaus beim Sri-Maha-Bodhi-Baum ausbessern und verstärken. Außerdem gründet er zwei Viharas, Kollanda und Molla Vaataka. Durch Erlasse reinigt er den Orden der Bhikkhus und legt fest, wie Feste und Bestattungen abzuhalten sind. Darüber hinaus führt er die Verteilung von Reistickets (Salaka Dana) für die drei Kapitel der Sangha ein: Maha Vihara, Abhayagiri und Jetavana, mit den Sekten Theriya, Dhammaruchi und Sagali. - Fortsetzung 787
TIBET
CHINA
(57./58. Zyklus - Jahr des Metall-Hahns - am Beginn des Jahres Metall-Affe)
Tang-Dynastie
- Kaiser Tang Dezong (779–805)
Beim Regierungsantritt Dezongs existieren vier große, faktisch autonome Militärbezirke: Pinglu unter Li Zhengji, Weibo unter Tian Yue, Chengde unter Li Baochen und Shannan Ost unter Liang Chongyi. Diese Gouverneure sind miteinander verbündet und wollen ihre Herrschaften erblich in der Familie weitergeben. 781 stirbt Li Baochen, sein Sohn Li Weiyue bittet formell um Bestätigung als Nachfolger, doch Dezong verweigert dies und nutzt den Fall zum Angriff auf das erblich gewordene Militärgouverneurswesen. Die vier Regionen rüsten daraufhin zum Krieg, und als noch im selben Jahr Li Zhengji stirbt, wird auch dessen Sohn Li Na nicht anerkannt. Dezong setzt Li Xilie von Huaixi gegen Shannan Ost ein, Ma Sui, Li Baozhen und Li Sheng gegen Weibo und Zhu Tao von Lulong gegen Chengde. Ma, Li Baozhen und Li Sheng schlagen Tian Yues Truppen, belagern dessen Hauptstadt Wei‑Zhou, Li Xilie treibt Liang Chongyi in den Selbstmord, und Zhu Tao gewinnt mit Hilfe von Zhang Xiaozhong, der Li Weiyue verrät, die Oberhand; Wang Wujun tötet Li Weiyue und ergibt sich, während Li Na bei Pu‑Zhou eingeschlossen wird. - Fortsetzung 782
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
- Tennō Kōnin (770–781)
Im ersten Jahr der Ära Ten’ō legt Kōnin nach etwa elf Regierungsjahren sein Amt nieder und dankt zugunsten seines Sohnes Yamabe ab, der als Tennō Kanmu den Thron besteigt. Im zwölften Monat desselben Jahres 781/782 (nach westlicher Zählung im Januar 782) stirbt Kōnin im Alter von etwa 73 Jahren. - Tennō Kammu (781–806)
Kammu besteigt im Alter von etwa 45 Jahren den Thron und wird der 50. Tennō von Japan. Seine Thronbesteigung stößt auf Widerstand, weil seine Mutter nicht-japanische Wurzeln hat; wichtiger politischer Förderer ist Fujiwara no Momokawa. Zu Beginn seiner Herrschaft versucht Kammu, die kaiserliche Macht zu stärken, Verwaltungsstrukturen zu ordnen und das Reich militärisch zu festigen. Er führt Feldzüge gegen die Emishi im Norden Honshūs, stützt sich dabei auf regionale Clans und etabliert in diesem Zusammenhang den Titel Shōgun. - Ten’ō (Japan)
0130D: Der erste Tag der Ten’ō-Ära entspricht dem 30. Januar 781, der letzte Tag ist der 29. September 782. Die Ten’ō-Ära dauert nur zwei Jahre oder 608 Tage. - Fortsetzung 782
QUELLEN
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28.09.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
14.03.2026 Grundstock ergänzt