365
Erscheinungsbild
ALAMANNEN
Breisgauer
RÖMISCHES REICH
(ab urbe condita MCXVIII = 1118)
- Kaiser im Westen: Valentinian I. (364–375) (gleichzeitig Konsul)
Im Kampf gegen weit nach Gallien eingedrungene Alamannen fällt der römische Heermeister Charietto, ein Franke. Valentinian I. eilt nach Gallien um die eingedrungenen Alamannen und Burgunder zu stoppen. - Kaiser im Osten: Valens (364–378)] (gleichzeitig Konsul)
- Kaiser im Osten: Procopius (365-366)
0928D: Procopius erklärt sich zum (Gegen-)Kaiser des römischen Reiches. Er hat schnell die Provinz Thrakien und später auch Bithynien sowie die Generäle Gomoarius und Agilo auf seiner Seite. - Bischof Liberius (Rom, 358–366)
Gallia Belgica
Creta et Cyrene
- Erdbeben vor Kreta
Vor Kreta kommt es laut Überlieferung durch den römischen Historiker Ammianus Marcellinus zu einem schweren Erdbeben, das im östlichen Mittelmeer einen Tsunami auslöst. Mehrere Tausend Menschen sterben zusammengenommen allein im Nildelta und in Alexandria. Auf Kreta werden nahezu alle Städte beschädigt oder zerstört. So unter anderem Phalasarna, wo das Hafenbecken durch eine tektonische Hebung der Landmasse um sechs bis neun Meter trockenfällt. Marcellinus beschreibt, wie der Tsunami Alexandria und andere Orte in den frühen Stunden des 21. Juli trifft. Sein Bericht ist besonders bemerkenswert wegen der klaren Unterscheidung der drei Hauptphasen eines Tsunamis, nämlich des anfänglichen Erdbebens, des plötzlichen Rückzugs des Meeres und der darauf folgenden gigantischen Flutwelle, die in das Landesinnere rollt. Der Tsunami ist so vernichtend, dass man sich noch am Ende des 6. Jahrhunderts in Alexandria am Jahrestag der Katastrophe an den „Tag des Schreckens“ zurückerinnert. Die Zerstörungen reichen aber auch deutlich weiter westlich zu entfernten Küstenstädten der afrikanischen Küste, wie zum Beispiel Neapolis im heutigen Tunesien, das schwer zerstört wird, wie Unterwasserarchäologen 2017 feststellen können. Sichtbare Spuren des Erdbebens der Antike überdauern bis heute. Auf Kreta werden fast alle Städte beschädigt oder zerstört. Das Beben hinterlässt einen tiefen Eindruck im kollektiven Gedächtnis der spätantiken Bevölkerung, und viele der damaligen Schriftsteller beziehen sich auf dieses Ereignis.
Cappadocia
Aegyptus
- Bischof Athanasius der Große (Alexandria, 5. Amtszeit 363-365)
Kaiser Valens verbannt Athanasius ein letztes Mal, der nun sein fünftes Exil antritt (bis 366)
ARMENIEN
- König Arschak II. (338–367)
- Nerses I. der Große, Katholikos der Armenischen Apostolischen Kirche (353–373)
SASSANIDENREICH
AKSUMITISCHES REICH
GUPTAREICH
CHINA
(51./52. Zyklus, Jahr des Holz-Büffels; am Beginn des Jahres Holz-Ratte)
Östliche Jin-Dynastie
Sechzehn Reiche
JAPAN
QUELLEN
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.
06.12.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt