Paläozän

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Kreide | Paläozän | Eozän

LEXIKON

Danium (Geologische Stufe)

Dinocerata

Embrithopoda

Gastornis

  • Gastornis ist eine ausge­storbene Gattung flug­unfähi­ger Vögel aus der nähe­ren Verwandt­schaft der Gänse­vögel. Sie war vom Mittle­ren Paläozän bis zum Mittle­ren Eozän vor 62 bis 43 Millio­nen Jahren sowohl im heuti­gen Eura­sien als auch in Nord­amerika verbrei­tet. Die ersten Fossi­lien wurden 1855 ent­deckt und noch im selben Jahr erst­beschrie­ben. Über lange Zeit wurde Gastornis als wendi­ger, auf Fleisch­nahrung spezia­lisier­ter Beute­greifer ange­sehen, der vor allem Jagd auf kleinere Säuge­tiere machte und in Verbin­dung mit seiner Größe, die bis knapp über 2 m betrug, einen Spitzen­präda­tor seiner Zeit repräsen­tierte. Erst in den 1970er Jahren konnte durch Neu­funde von Fuß­knochen das Bild des wendi­gen Läufers korri­giert werden. Dem­nach stellte Gastornis auf­grund des Körper­baus einen sich eher lang­sam fort­bewegen­den, boden­bewohnen­den Vogel dar. Mehrere unab­hängige Unter­suchungen aus dem Jahr 2013 bestäti­gen vorerst die Ansicht der Spezia­lisie­rung auf Pflanzennahrung. (Artikel des Tages)

Gürtel­tiere

  • Die Gürtel­tiere (Dasypoda) sind die ein­zige über­lebende Säuge­tier­gruppe der Ge­panzer­ten Neben­gelenk­tiere (Cingulata). Sie werden heute in zwei Fami­lien mit insge­samt rund 20 gegen­wärtig vor­kommen­den Arten unter­schie­den, darüber hinaus sind zahl­reiche weitere ausge­storbene Ver­treter bekannt. Die Gruppe ist über den süd­ame­rikani­schen Konti­nent und die süd­öst­lichen Teile Nord­ameri­kas ver­brei­tet; ein Groß­teil der heuti­gen Arten konzen­triert sich im zentra­len und nörd­lichen Süd­ame­rika. Als ein­zige be­kann­te Säuge­tier­gruppe der heuti­gen Zeit verfü­gen die Gürtel­tiere über eine knö­cherne äußere Panzer­bil­dung. Gürtel­tiere treten weit­gehend einzel­gänge­risch auf und leben in unter­schied­lichem Maße unter­irdisch in Erd­bauen, wobei sie an diese gra­bende Lebens­weise durch mehrere Skelett­modifi­katio­nen ange­passt sind. Als Haupt­nah­rung werden ver­schie­denste Insek­ten konsu­miert, einige Arten verzeh­ren aber auch pflanz­liche Nah­rung oder ver­til­gen kleinere Wirbel­tiere. Das Fleisch der Tiere wird von Men­schen teil­weise als Nah­rungs­ressource ge­nutzt, manche Skelett­teile werden lokal auch als hand­werk­liche Roh­stoffe verwendet. (Artikel des Tages)

Hyaenodontidae

Paläogen (Geologische Stufe)

Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum

Phorusrhacidae

Riesen­krabben­spinnen

  • Die Riesen­krabben­spinnen (Sparassidae) sind eine zahlen­mäßig große Familie inner­halb der Unter­ordnung der Echten Web­spinnen (Araneo­morphae). Bei Riesen­krabben­spinnen handelt es sich je nach Art um mittel- bis sehr große Echte Web­spinnen. Die im Verhältnis zum Körper langen und zur Seite gerich­teten Beine sowie der bei vielen Arten abge­flachte Körper­bau sind heraus­ragende Merk­male der Riesen­krabben­spinnen gegenüber anderen Spinnen. Die Familie der Riesen­krabben­spinnen ist fast weltweit verbreitet, wobei ihr Verbrei­tungs­schwer­punkt in den Tropen und Subtropen liegt. In Mittel­europa kommt lediglich die Grüne Husch­spinne (Micrommata virescens) natürlich vor. Die verschie­denen Arten bewohnen eine Viel­zahl von Lebens­räumen und einige Arten sind auch in mensch­lichen Siedlungs­bereichen häufig zu finden. Für den Menschen geht von diesen Spinnen im Regel­fall keine große Gefahr aus. Bisse größerer Vertreter der Familie sind über­liefert und gelten als schmerz­haft, verlaufen jedoch ohne medizinisch relevante Symptome. Ansonsten haben Riesen­krabben­spinnen wie andere Spinnen einen großen Nutzen im Rahmen der biolo­gischen Schädlings­bekämpfung. (Artikel des Tages)

Rosen

  • Die Rosen (aus lateinisch rosa) sind die namens­gebende Pflanzen­gattung der Familie der Rosen­gewächse (Rosaceae). Die Gattung umfasst je nach Auffassung zwischen 100 und 250 Arten. Diese bilden durch ihre typischen Merk­male Stacheln, Hage­butten und unpaarig gefie­derte Blätter eine sehr gut abge­grenzte Gattung. Es sind Sträucher mit meist auffälligen, fünf­zähli­gen Blüten. Die meisten Arten sind nur in der Holarktis ver­breitet und wachsen bevor­zugt auf kalkhal­tigen Böden. Die Wissen­schaft von den Rosen wird als Rhodo­logie bezeich­net. Gärtne­risch wird zwischen Wild­rosen und Kultur­rosen unter­schieden. Die Rose wird seit der griechi­schen Antike als „Königin der Blumen“ bezeich­net. Rosen werden seit mehr als 2000 Jahren als Zier­pflanzen gezüchtet. Das aus den Kron­blättern gewon­nene Rosenöl ist ein wich­tiger Grund­stoff der Parfumindustrie. (Artikel des Tages)

Rüsseltiere

  • Die Rüsseltiere (Proboscidea) sind eine Ord­nung der Säuge­tiere, der heute mit dem Afri­kani­schen Elefan­ten, dem Wald­elefan­ten und dem Asiati­schen Elefan­ten drei Arten inner­halb einer Fami­lie, der Elefan­ten, ange­hören. Benannt wurde die Gruppe nach ihrem Rüssel als auf­fälligs­tem äuße­rem Merk­mal. Die rezen­ten Elefan­ten sind in den tropi­schen Regio­nen des Afrikas süd­lich der Sahara, in Süd- und Süd­ost­asien wie auch in Teilen Ost­asiens ver­brei­tet und nutzen eine Viel­zahl unter­schied­licher Land­schafts­räume. Sie leben in komple­xen Sozial­verbän­den mit Herden aus Mutter- und Jung­tieren sowie einzel­gängeri­schen männ­lichen Tieren, die mit­unter aber auch Jung­gesellen­verbände bilden können. Zwi­schen den einzel­nen Indivi­duen findet eine kom­plexe Kom­munika­tion statt. Die Nah­rung besteht über­wiegend aus Pflan­zen, hier­bei sowohl Gräser als auch Blätter, Früchte und Ähnli­ches. Die genaue Zusam­men­setzung vari­iert mit den Jahres­zeiten. In der Regel wird in einem Ab­stand von mehre­ren Jahren ein Junges geboren, das in der Herde aufwächst. (Artikel des Tages)

Seelandium (Geologische Stufe)

Thanetium (Geologische Stufe)

Unpaarhufer

  • Die Unpaarhufer oder Unpaar­zeher (Perisso­dactyla) sind eine Ord­nung der Säuge­tiere. Im Gegen­satz zu den Paar­hufern sind sie durch eine meist unge­rade Anzahl von Zehen charak­teri­siert. Die Ord­nung umfasst drei rezente Familien: die Pferde, Nas­hörner und Tapire mit insgesamt rund 17 Arten. Dass diese drei sehr unter­schied­lich aussehen­den Fami­lien miteinan­der ver­wandt sind, erkannte als Erster der Zoo­loge Richard Owen im 19. Jahr­hun­dert, der auch den Begriff Unpaar­hufer prägte. Als Anpas­sung an verschie­dene Habitate und Lebens­weisen haben die Unpaar­hufer deut­liche Unter­schiede im Körper­bau ent­wickelt. Gemein­same Merk­male gibt es im Bau der Glied­maßen und der Zähne. Bei allen leben­den und der über­wiegen­den Mehr­zahl der ausge­storbe­nen Arten handelt es sich um recht große Tiere. Mit den Nas­hörnern gehö­ren die nach den Elefan­ten zweit­größten land­leben­den Säuge­tiere zu dieser Gruppe. Abge­sehen von Zwerg­züch­tungen des Haus­pferdes und des Haus­esels erreichen die heuti­gen Unpaar­hufer eine Kopf­rumpf­länge von 180 bis 420 Zenti­meter und ein Gewicht von 150 bis 3500 Kilo­gramm. (Artikel des Tages)

Wolfspinnen

  • Die Wolfspinnen (Lycosidae) bilden eine Familie innerhalb der Ordnung der Webspinnen und zählen dort zur Überfamilie der Wolfspinnenartigen (Lycosoidea). Die prominente Spinnenfamilie zählt zu den zahlenmäßig größten der Ordnung und setzt sich aus kleinen bis sehr großen Arten zusammen, von denen die Mehrheit ohne Fangnetz jagt und stattdessen freilaufend lebt. Einige Arten legen jedoch Unterschlüpfe in Form von selbst gegrabenen Wohnröhren an, die mit Gespinsten versehen werden. Viele Wolfspinnen leben allerdings nomadisch und nutzen bereits vorhandene Versteckmöglichkeiten, etwa die Unterseite von Steinen oder Gehölz als temporären Aufenthaltsort. Die Mitglieder der weltweit verbreiteten Familie der Wolfspinnen sind langbeinig und kräftig gebaut. Auffällig sind die vergrößerten hinteren Mittelaugen, die direkt nach vorn angeordnet sind. Der Sehsinn ist bei ihnen für die Jagd und die Balz von Bedeutung, aber nicht so gut entwickelt wie bei Springspinnen. Die Balz bei Wolfspinnen setzt sich aus rhythmischen und tanzartigen Bewegungen seitens der Männchen zusammen, für die die vorderen Extremitäten beansprucht werden. Eine weitere Eigenart der Wolfspinnen ist die ausgeprägte Form der Brutpflege. Die Eikokons werden von den Weibchen nach deren Fertigstellung an den Spinnwarzen angeheftet mit sich getragen und die Jungtiere klettern nach dem Schlupf auf das Opisthosoma (Hinterleib) ihrer Mutter und lassen sich von ihr für einige Zeit tragen, ehe sie sich vom Muttertier trennen und selbstständig heranwachsen. (Wolfsspinnen)

ANMERKUNGEN

Quellen: Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.

Schöpfung oder Evolution? Gerade heute wird diese Frage wieder dringender als auch schon (federführend die USA), an dieser Stelle zur Entschärfung der Fronten nur soviel: wenn uns nur schon der nächste Stern aus über 4 Millionen Lichtjahren Entfernung entgegenfunkelt, heisst das doch nicht weniger, dass er schon seit mindestens eben diesen 4 Millionen Jahren existiert; umso länger natürlich die uns weiter entfernten Objekte. Wir haben es vermutlich tatsächlich mit solchen Zeiträumen zu tun wie sie in dieser Chronik auftauchen. Auch lassen sich geologische Schichtungen feststellen, welche eine gewisse Reihenfolge des Auftretens unserer Lebensformen nahelegen. - Andererseits: Auch ein Autofriedhof, der schon über hundert Jahre in Betrieb wäre, hätte eine klare Schichtung: zuunterst die Kutschen, gefolgt von den ersten Automobilen bis hin zu den heutigen Modellen. Nur mit dem Unterschied, dass niemand auf die Idee käme, dass die Autos aus Zufall entstanden sein sollen. Es ist so, wie wenn ein Plattenspieler eine Beethovensonate abspielt: alles ist technisch messbar und erklärbar und doch würde eine wichtige Dimension fehlen, nämlich die Musik; andererseits braucht die Musik eine physische, also wissenschaftlich messbare und erklärbare Manifestation, um sich akustisch überhaupt hörbar zu machen. Genau so sehe ich es mit der Erdgeschichte: vor uns liegt fein säuberlich eine Kette von Trilobiten, Panzerfischen, Sauriern, Mammuts, Neanderthalern und Homines sapientes. Wer oder was aber als treibende Kraft dahintersteht, kann kein einziger Mensch ehrlich beweisen; es ist stets eine Frage des Blicks, welche Antwort uns die Natur zu dieser Frage zu geben scheint. Und jetzt, genau hier, wird's persönlich: Mein subjektiver Blick sagt mir: da ist mehr als nur Zufall...

01.11.2009 Artikel eröffnet

25.02.2017 Grundstock erstellt