798
MAYA
Talol
Tikal
Copan
PIKTEN
KELTEN
- Der König von Ailech ist gleichzeitig auch Hochkönig von Irland
Ailech
Ulster
Connacht
Meath
Leinster
Gwynedd
- König Caradog ap Meirion (754-798)
Die einzigen gesicherten Hinweise auf Caradog in der historischen Überlieferung sind zum einen das Auftauchen seines Namens in Genealogien, etwa in der Handschrift Jesus College MS. 20, und zum anderen der Eintrag zu seinem Tod in den Annales Cambriae (bei Phillimore unter dem Jahr 798), der berichtet, dass er von Angelsachsen, vermutlich den Merciern, getötet bzw. "die Kehle durchgeschnitten" wird. Die Genealogie in Jesus College MS. 20 hält fest, dass der spätere König Hywel (Regierungszeit etwa 816 bis 825) der Sohn Caradogs ist. Demgegenüber vertreten historische Darstellungen wie die von John Edward Lloyd die Auffassung, Hywel sei der Sohn von Caradogs Vorgänger und der Bruder seines Nachfolgers, König Cynan (Regierungszeit etwa 798 bis 816), ohne dass Lloyd für diese Behauptung Quellen nennt. - König Cynan Dindaethwy (798-816)
Im Jahr 798 stirbt König Caradog ap Meirion. Daraufhin besteigt Cynan ap Rhodri den Thron von Gwynedd. - Fortsetzung 810
Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Eardwulf (1. Amtszeit 796-806)
Der Ealdorman Wada, der sich den Mördern König Æthelreds angeschlossen hat, führt eine Revolte gegen Eardwulf an. Die Revolte wird möglicherweise von Osbald unterstützt. In der Schlacht von Billingahoth bei Walalege in Lancashire besiegt Eardwulf am 2. April die Aufständischen. Die Schlacht ist für beide Seiten verlustreich. Eardwulfs königliche Macht erhält zunächst wieder Geltung. - Erzbischof Eanbald II. (York, 796–808)
Eanbald versammelt seinen Klerus zu einer Synode in Finchale bei Durham. Dort erlässt er mehrere Regelungen zu den kirchlichen Gerichten und zur Osterfeier. Er unterstützt Æthelhard, den Erzbischof von Canterbury, bei der Wiedererlangung der Rechte des Bischofssitzes von Canterbury, die von Offa enteignet worden sind. Er schreibt möglicherweise als Erster das Römische Ritus in der Kirche von York ein. - Fortsetzung 799
Mercia
- König Cenwulf (796–821)
Cenwulf erhält die päpstliche Ermächtigung, gegen Eadberht vorzugehen, nachdem Papst Leo III. Eadberht als Thronprätendenten verurteilt hat. Cenwulf greift daraufhin Kent an, erobert das Königreich zurück und lässt Eadberht gefangen nehmen, blenden und die Hände abschlagen. Im selben Jahr wird die päpstliche Zustimmung zur Absetzung Eadberhts wirksam, und Cenwulf setzt seinen Bruder Cuthred als König von Kent ein. Ebenfalls 798 führt Cenwulf mit Papst Leo III. einen Briefwechsel über das von Offa eingerichtete Erzbistum Lichfield und über die Verlegung des südlichen Erzbistums nach London. In Wales kommt es 796 oder 797 zu Kämpfen bei Rhuddlan; 798 ist Cenwulf dann in der Lage, zurückzuschlagen und Caradog ap Meirion, den König von Gwynedd, zu töten. - Bischof Unwona (Leicester, 781/785-801/803)
- Erzbischof Hygeberht (Lichfield, 787–799)
- Fortsetzung 799
East Anglia
- König Eadwald (796–798)
Cenwulf wird König von Mercia, und die East Angles werden danach erneut unter mercische Herrschaft gebracht. Die East Angles haben zuvor nach dem Tod von Ecgfrith für kurze Zeit ihre Unabhängigkeit wiedererlangt, mit Eadwald als ihrem König. Zur selben Zeit wird auch das Königreich Kent im Rahmen eines Feldzugs wieder unter mercische Kontrolle gebracht. Fortsetzung unter Mercia
Wessex
- König Beorhtric (786–802)
Beorhtric stimmt zu, dass Cynehelm, ein Sohn Cenwulfs von Mercia, die Herrschaft über Glastonbury Abbey übernimmt. Die näheren Umstände dieses Vorgangs sind unklar, und es erscheint unwahrscheinlich, dass Beorhtric dies aus freien Stücken bewilligt. Dennoch bleibt seine Macht in Somerset unbeeinträchtigt, wie Urkunden belegen, in denen er über dortige Ländereien verfügt, ohne Bezug auf Mercia zu nehmen. - Fortsetzung 799
Essex
- König Sigerich I. (758-798)
Sigerich legt sein Königsamt nieder; nach der Abdankung bricht er als Pilger nach Rom auf; sein weiteres Schicksal ist unbekannt. - König Sigered (798–825)
Sigered tritt die Nachfolge seines Vaters Sigerich als König von Essex an. - Fortsetzung 811
Kent
- König Eadberht III. Præn (796–798)
Cenwulf marschiert mit seiner Armee plündernd und zerstörend in Kent ein. Er nimmt König Eadberht gefangen und bringt ihn in Ketten nach Mercia. Eadberht wird verstümmelt, indem ihm die Hände abgehackt und die Augen herausgerissen werden, doch sein Leben bleibt verschont. Spätere Überlieferungen berichten, dass er in Winchcombe bei Tewkesbury in Klosterhaft gehalten wird. Nachdem die Rebellion niedergeschlagen ist, setzt Cenwulf seinen Bruder Cuthred als Unterkönig in Kent ein. - König Cuthred (798–807)
- Erzbischof Æthelhard (Canterbury, 2. Amtszeit 798–805)
Nach Cenwulfs Einmarsch in Kent wird Æthelhard als Erzbischof nach Canterbury zurückgeführt und beginnt damit, die Besitzungen und Rechte seines Erzbistums wiederherzustellen. Er sichert sich Gehorsamserklärungen mehrerer südlicher Bischöfe, darunter Eadwulf von Lindsey und Tidferth von Dummoc, um die kirchliche Ordnung in seinem Sprengel neu zu festigen. Dennoch führt Hygberht auch im Jahr 799 weiterhin den Titel eines Erzbischofs, was zeigt, dass die Frage um Lichfield noch nicht abschließend geregelt ist. Da Papst Leo in den Jahren 799 und 800 durch Konflikte in Rom stark gebunden ist, unterbleiben vorerst weitere päpstliche Entscheidungen zu der englischen Streitfrage. Æthelhard entschließt sich schließlich, persönlich nach Rom zu reisen, um die Lage seiner Erzdiözese direkt mit dem Papst zu klären. Er begibt sich zusammen mit Bischof Cyneberht von Winchester nach Rom und nimmt zwei weitere Schreiben Coenwulfs an den Papst mit, in denen die Lage ausführlich geschildert wird. Nach Verhandlungen entscheidet sich Papst Leo III. für Canterbury: Er erkennt Æthelhards Vorrang an und stuft Lichfield wieder zu einem einfachen Bistum herab. Es gibt Hinweise, dass das Domkapitel von Canterbury die Erhebung Lichfields zum Erzbistum niemals wirklich akzeptiert hat und stets an der besonderen Stellung Canterburys festhält. Damit bereitet diese päpstliche Entscheidung die endgültige Wiederherstellung Canterburys als einzigem Metropolitensitz südlich des Humber vor. - Fortsetzung 800
FRÄNKISCHES REICH
- König Karl der Große (768–800)
Karl der Große (50) baut ab den 790er Jahren Aachen zu seiner ständigen Winterpfalz und damit zu einer der wichtigsten Residenzen des Reiches aus. Im Jahr 798 hält er sich mit seinem Hof in Aachen auf und setzt die Entwicklung dieser Residenz fort. - Liudger
Zum Ende der Sachsenkriege begleitet Liudger Karl den Großen einmal auf einem Feldzug nach Minden, bleibt ansonsten aber einer friedlichen Missionsweise verpflichtet. - Mauren und Franken kämpfen um die Vorherrschaft auf den Balearen, die bis 1228 maurisch beherrscht bleiben.
- Unterkönig Karl der Jüngere (Franken, 781-811)
- Unterkönig Ludwig der Fromme (Aquitanien, 781–814)
- Unterkönig Pippin (Italien, 781-810)
- Alkuin
- Bischof Theodulf (Orléans, 798-818)
Um 798 wird Theodulf zum Bischof von Orléans ernannt. Zeitgleich übernimmt er die Leitung mehrerer Klöster, darunter Saint-Benoît-de-Fleury, St-Aignan in Orléans und Saint-Liphard in Meung-sur-Loire. Im selben Jahr wird er als missus dominicus gemeinsam mit Leidrad von Lyon nach Südfrankreich entsandt, vor allem nach Septimanien und Narbonne. Dort soll er Recht sprechen, Missstände im Klerus untersuchen und die Integration der romanisch geprägten Gebiete ins fränkische Reichsgefüge festigen. - Bischof Gerobald (Lüttich, 787-809)
- Erzbischof Hildebold (Köln, 795–818)
- Erzbischof Richulf (Mainz, 787–813)
Richulf erhält das Amt des Abtes des Klosters Hersfeld und verwaltet dieses Kloster bis zu seinem Tod. - Mittelbuchen
In einer Schenkungsurkunde vom 1. Juni an das Kloster Lorsch wird Mittelbuchen erstmals urkundlich erwähnt. - Erzbischof Richbod (Trier, 791–804)
Vier Jahre nach der Synode von Frankfurt 794 kommt der Glaubensstreit mit Vertretern des Adoptianismus erneut auf. Alkuin veranlasst, dass auch Richbod ein Exemplar einer Streitschrift des katalanischen Bischofs Felix von Urgell erhält, um eine Widerlegung zu verfassen. Es ist nicht bekannt, ob Richbod diesem Aufruf folgt. - Bischof Liutrit (Würzburg, 795–802)
- Abt Baugulf (Fulda, 779–802)
- Bischof Egino (Konstanz, 782–811)
- Abt Waldo von Reichenau (Reichenau 786–806)
- Fortsetzung 799
Grafschaft Urgell und Cerdaña
- Graf Borrell von Osona (798–820)
Borrell I. ist nach der Unterwerfung von Urgell und Cerdaña zum Grafen dieser beiden Regionen ernannt. Er ist ein westgotischer Adeliger, wahrscheinlich aus Cerretana beziehungsweise Cerdaña, und er übernimmt damit die Verwaltung von Cerdaña und Urgel im Auftrag der Franken. Diese Ernennung erfolgt im Zusammenhang mit der Ausweitung und Festigung der Marca Hispánica unter Karl dem Großen und Ludwig dem Frommen. - Fortsetzung 799
Grafschaft Toulouse
Abodriten
- Heerführer Drasco (795-804)
- Schlacht auf dem Sventanafeld
Karl der Große nähert sich Nordalbingien mit einem großen Heeresaufgebot von Süden. Gleichzeitig versammelt Drasco auf Veranlassung des fränkischen Militärberaters Eburis ein Heer im slawischen Ostholstein, um die Sachsen von Nordosten anzugreifen. Die Sachsen bemerken die Aufmarschbewegungen und treten den Abodriten am Grenzsaum auf der Ebene des Schwentinefeldes entgegen. Drasco führt das abodritische Aufgebot in die Schlacht, während Eburis den rechten Flügel befehligt, möglicherweise mit fränkischen Hilfstruppen. Der Kampf wird als offene Feldschlacht geführt. Über den Verlauf bestehen unterschiedliche Angaben: Nach den Annales regni Francorum fallen 4000 der angreifenden Sachsen, die angesichts der Niederlage vom Schlachtfeld fliehen; viele der Flüchtenden werden anschließend ergriffen und hingerichtet. Die Chronik von Moissac berichtet dagegen von einem Angriff der Abodriten und 2901 getöteten Sachsen. Schriftzeugnisse der Abodriten oder Sachsen liegen nicht vor.Mit der Niederlage der nordelbischen Sachsen ist der Widerstand gegen das Frankenreich Karls des Großen in Nordalbingien gebrochen. Die Franken vertreiben eine bedeutende Anzahl von Sachsen nach Süden und überlassen große Teile Nordalbingiens den Abodriten. Karl der Große erhofft sich davon einen Schutz der fränkischen Nordgrenze gegen die Dänen. Im Jahr 808 wird diese Hoffnung enttäuscht, als die Dänen unter Göttrick die Abodriten besiegen und tributpflichtig machen. Daraufhin besetzen die Franken Nordalbingien mit treuen sächsischen Truppen und errichten im Jahr 809 die Burg Esesfelth als Grenzburg gegen die Dänen. Die zuvor vertriebenen Sachsen werden zurückgeführt und sollen nun die Rolle übernehmen, die ursprünglich den Abodriten zugedacht war. Nach Osten grenzen die Franken ihr politisches Einflussgebiet gegen die Abodriten durch den Limes Saxoniae ab. - Fortsetzung 804
Herzogtum Baiern
- Herzog Karl der Große (788–814)
- Bischof (Salzburg 785–798), nun Erzbischof Arn (Salzburg, 798-821)
Erzdiözese Salzburg
Am 20. April erreicht Arn die Erhebung Salzburgs zum Erzbistum; er selbst wird erster Erzbischof der neuen Erzdiözese. Der neuen Kirchenprovinz unterstehen als Suffraganbistümer Freising, Neuburg, Passau, Regensburg und Säben. Arn lässt um 798/800 noch ein weiteres Güterverzeichnis, die Breves Notitiae, anfertigen. Über die bloße Aufstellung der Güter hinaus finden sich darin weiterführende historische Informationen zu den bayerischen Herzögen und zu den Salzburger Bischöfen. - Bischof Adalwin (Regensburg, 791–816)
- Bischof Gerhoh (Eichstätt, 787–806)
Mit der Auflösung des Bistums Neuburg an der Donau im Jahr 798 werden die Bistumsgrenzen neu festgesetzt. In diesem Zusammenhang kann Gerhoh den nördlich der Donau gelegenen Sualafeldgau in sein Bistum Eichstätt einverleiben. Während seiner späteren Amtsjahren baut Gerhoh wahrscheinlich den ersten Eichstätter Dom. Innerhalb seiner Mauern verfügt das Willibaldinische Kloster über einen eigenen Sakralraum. - Bischof Atto (Freising, 783/784–810/811)
- Niederbachem
Niederbachem wird am 19. Juli als Bachheim erstmals urkundlich erwähnt. - Bischof Waldrich (Passau, 777–804)
- Bischof Simpert (Augsburg, 778–807)
- Fortsetzung 799
Herzogzum Mailand
Herzogtum Treviso
Markgrafschaft Friaul
Herzogtum Spoleto
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Asturien
- König Alfons II. (791-842)
Es gibt zwei weitere Gesandtschaften an die Franken: eine im Frühjahr 798 und eine im Winter 798. Im Frühjahr geht es um die adoptionistische Häresie, im Winter um den Bericht über die Plünderung von Lissabon und um die Übergabe von Beute.
Alfons besiegt die Umayyaden bei Lugo und erobert Lissabon vom Emirat von Córdoba. - Fortsetzung 800
KIRCHENSTAAT
- Papst Leo III. (795–816)
Schon 798 greift Karl der Große in den kirchlichen Bereich ein und sendet eine Gesandtschaft nach Rom. Dort wird dem Papst der Plan zur Neuordnung der Kirche in Baiern vorgelegt, mit der Erhebung der Diözese Salzburg zu einem erzbischöflichen Sitz und der Ernennung des Bischofs Arn zum Inhaber dieses Sitzes. Leo III. nimmt dies zur Kenntnis und setzt den Plan Karls einfach um. - Fortsetzung 799
REPUBLIK VENEDIG
WESTSLAWEN
Sorben
SÜDSLAWEN
Kroatien
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiserin Irene (797-802)
- Patriarch Johannes (Grado, 766–802)
- Patriarch Tarasios (Konstantinopel, 784–806)
IBERIEN
ARABER
(181/182 - 21./22. Februar)
Abbasiden
- Kalif Hārūn ar-Raschīd (786-809)
- Imam der Ismailiten: Muhammad ibn Isma'il (775-813)
- Imam der Zwölferschiiten: Mūsā al-Kāzim (765–799)
- Patriarch Georgios II. (797–807)
- Papst und Patriarch Johannes IV. (Alexandria, 777–799)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Politianos (Alexandria, 768–813)
Rustamiden
Emirat Noukour
Idrisiden
Emirat von Córdoba
- Emir al-Hakam I. (796–822)
Seit diesem Jahr sind die Balearen zwischen Muslimen und Franken umkämpft. Al-Hakam kann wegen der inneren Unruhen nicht aktiv gegen die Franken vorgehen. - Fortsetzung 799
CHASAREN
UIGURISCHES KAGANAT
- Kagan Qutluq II. (795–808)
Im Jahr 798 werden Karashar und Kucha erobert . - Fortsetzung 804
INDIEN
Pratihara
Chauhan-Dynastie
Östliche Chalukya
Rashtrakuta
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
TIBET
CHINA
(58./59. Zyklus - Jahr des Erde-Tigers; am Beginn des Jahres Feuer-Büffel)
Tang-Dynastie
KOREA
Silla
- König Wonseong (785–798)
Wongseong stirbt und wird südlich von Bongdeoksa bestattet. - König Soseong (798-800)
Soseong übernimmt die Herrschaft über das Königreich Silla. Er ist der 39. König von Silla. - Fortsetzung 800
Balhae
JAPAN
QUELLEN
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20.04.2012 Artikel eröffnet
11.09.2023 Grundstock erstellt
03.05.2026 Grundstock ergänzt