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815

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NORDGERMANEN

Dänemark

  • König Horik I. (813-854)
    Im Mai ziehen die Truppen Ludwigs des Frommen über die Elbe nach Norden und erreichen Sinlendi in Südjütland. Dann marschieren sie sieben Tage, bis sie eine Küste erreichen, drei Meilen von einer Insel entfernt, die möglicherweise Fünen ist. Die vier brüderlichen Könige haben eine Flotte von 200 Schiffen versammelt und beziehen auf der Insel Stellung, wobei sie den kaiserlichen Truppen die Schlacht verweigern. Der kaiserliche Gesandte Baldrich lässt seine Truppen die umliegenden Bezirke verwüsten, nimmt 40 Geiseln und kehrt zurück, ohne viel erreicht zu haben.
  • Fortsetzung 817

PIKTEN

KELTEN

  • Der König von Ailech ist gleichzeitig auch Hochkönig von Irland

Ailech

Ulster

Connacht

  • König Muirgius mac Tommaltach (796–815)
  • König Diarmait mac Tommaltaig (815–833)
    Muirgius mac Tommaltaig stirbt. Im selben Jahr geht die Königswürde von Connacht von Muirgius mac Tommaltaig auf seinen Bruder Diarmait mac Tommaltaig über, der nun die Herrschaft übernimmt. Zwischen 815 und 833 regiert Diarmait mac Tommaltaig als König von Connacht aus dem Uí‑Briúin‑Zweig der Connachta und seine Zugehörigkeit zur Síl‑Muiredaig‑Sippe innerhalb der Uí Briúin bleibt während dieser gesamten Regierungszeit bestehen.
  • Fortsetzung 833

Meath

Leinster

Dalriada

Gwynedd

Powys

ANGELSACHSEN

Northumbria

Mercia

Wessex

Essex

FRÄNKISCHES REICH

Grafschaft Aragón und Conflent

Grafschaft Barcelona

Grafschaft Urgell, Cerdaña und Osona

Herzogtum Gascogne

Grafschaft Toulouse

Abodriten

​ Herzogtum Sachsen

  • Bischof Hardward (Minden, 813–853)
  • Bischof Meginhard (Osnabrück, 805–829)
  • Domkapitel Hildesheim
    Im Sommer entscheidet Kaiser Ludwig der Fromme auf der Reichsversammlung in Paderborn die Verlegung des zunächst von Karl dem Großen bestimmten Bischofssitzes von Elze nach Hildesheim, konstituiert das Bistum Hildesheim, stattet es mit Königsschutz- und Immunitätsprivilegien aus und begründet zugleich das Domkapitel Hildesheim als geistliche Korporation am Hildesheimer Dom.
    Bistum Hildesheim
    Gunthar wird erster Bischof des neuen Bistums. In Hildesheim erfolgt der Bau einer Marienkapelle aufgrund eines angeblichen Rosenwunders. Die moderne Forschung hält die Gründungsurkunde für gefälscht, doass das Datum 815 unsicher ist.
    Bischof Gunthar (Hildesheim, um 815-835)
    Gunthar, der zuvor bereits Missionsbischof gewesen ist, wird als römisch-katholischer Bischof von Hildesheim geführt, seine Amtszeit wird in einer tabellarischen Angabe mit ca. 815 bis ca. 835 umrissen, wobei diese Datierung durch die als gefälscht erkannte Gründungsurkunde problematisch ist.
    Dombibliothek Hildesheim
    Mit der Gründung des Bistums Hildesheim entsteht die Dombibliothek Hildesheim als wissenschaftliche Bibliothek in Trägerschaft des Bistums Hildesheim und besteht seit der Bistumsgründung ununterbrochen als Dombibliothek und damit als älteste Bibliothek Norddeutschlands mit über 120'000 Bänden von zum Teil unersetzlichem historischem Wert.
    Gymnasium Josephinum Hildesheim
    Ludwig der Fromme gründet mit der Stiftung des Bistums Hildesheim die Hildesheimer Domschule am Dom, indem er als Sohn und Nachfolger Karls des Großen die in der „Admonitio generalis“ von 789 formulierten Bestrebungen seines Vaters nach geförderter Bildung für Diener Gottes aufgreift und im Rahmen der bei der Errichtung eines Bistums üblichen Verbindung von Domkirche und Schulbetrieb eine der bedeutendsten Domschulen des Mittelalters entstehen lässt.
  • Bischof Gerfried (Münster, 809–839)
  • Kloster Liesborn
    Um 815 wird das Kloster Liesborn, später in der Gemeinde Wadersloh im Kreis Warendorf, als Damenstift gegründet, wobei diese konkrete Gründung nach einer wahrscheinlicheren Auffassung durch die sächsischen Adeligen Boso und Bardo erfolgt, die im Memorienbuch des Klosters als Gründer genannt werden und mit der Gründungsausstattung die vier Haupthöfe Hollenhorst, Haskebrügge, Hentrup und Liesborn verbinden.
  • Bischof Hathumar (Paderborn, 806–815)
    In Hethis erfolgt unter Ludwig dem Frommen vermutlich durch Hathumar als Dependance der Abtei Corbie die erste Klostergründung in Sachsen. Die Gründung erfolgt wenige Jahre nach der Unterwerfung und Christianisierung der Sachsen. Wo sich Hethis befindet, ist bis heute ungeklärt. Hathumar stirbt am 9. August in Paderborn und wird in der Krypta des Hohen Domes zu Paderborn begraben.
  • Bischof Badurad (Paderborn, 815–862)
    Badurad wird auf Vorschlag seines kaiserlichen Freundes Ludwig des Frommen zum zweiten Bischof von Paderborn erhoben und übernimmt das Bischofsamt dort. Von 815 bis 862 wirkt Badurad als zweiter Bischof von Paderborn und übt in dieser Zeit ohne Unterbrechung sein Bischofsamt aus. Während seines Episkopats bleibt Paderborn sein Wirkungsort, und die Bezeichnung als zweiter Bischof von Paderborn bezieht sich für diesen gesamten Zeitraum auf seine Stellung im Bistum.
  • Fortsetzung 822

​ Herzogtum Baiern

Herzogtum Mailand

Herzogtum Treviso

Markgrafschaft Friaul

Markgrafschaft Toskana

Herzogtum Spoleto

  • Herzog Winigis (789–822)
    Papst Leo III. erkrankt schwer, und die Verschwörer von 799 versuchen erneut, ihn zu stürzen. Winigis wird von König Bernhard von Italien nach Rom geschickt, um den Papst zu schützen, und lässt dort mehrere Verschwörer festnehmen und hinrichten, wodurch der Aufstand im Keim erstickt wird.
  • Fortsetzung 821

Herzogtum Benevent

SPANIEN

Asturien

KIRCHENSTAAT

REPUBLIK VENEDIG

WESTSLAWEN

Obodriten

  • Fürst Slavomir (809/810-819)
    Slavomir unterstützt Kaiser Ludwig den Frommen bei einem fränkischen Eingreifen in Dänemark, indem er mit einem sächsisch‑abodritischen Heer an einem Feldzug teilnimmt, der unter dem Befehl des Missus Baldric von Friaul steht und das Ziel verfolgt, Harald Klak wieder auf den dänischen Thron zu bringen. Das sächsisch‑abodritische Heer verwüstet bei diesem Unternehmen das zentrale Dänemark, der Versuch, Harald Klak wieder einzusetzen, bleibt jedoch erfolglos, sodass das Heer sich anschließend nach Sachsen zurückzieht und Slavomir damit zwar seine Loyalität gegenüber dem Kaiser demonstriert, aber keinen dauerhaften Erfolg in Dänemark erzielt. Im selben Zeitraum, im Juli, befindet sich zudem eine abodritische Gesandtschaft am kaiserlichen Hof, wodurch Ludwig der Fromme die Position von Cedragus, dem Sohn Thrascos, und der ihn unterstützenden Adligen kennenlernt, und diese Kontakte bereiten eine spätere kaiserliche Entscheidung über die Machtverteilung im abodritischen Reich vor.
  • Fortsetzung 817

SÜDSLAWEN

Pannonien

Kroatien

Serbien

ERSTES BULGARISCHES REICH

  • Khan Omurtag (814–831)
    Ende 815 oder Anfang 816 schliesst Omurtag mit dem byzantinischen Kaiser Leon V. einen auf 30 Jahre befristeten Friedensvertrag. Der Vertrag leitet eine Phase der Annäherung Bulgariens an Byzanz ein. Omurtag hält sich an die vertraglichen Verpflichtungen.
    Bulgarien kontrolliert weiterhin die gesamte Region Ostäthrakien mit Ausnahme einiger weniger Burgen, die in byzantinischer Hand bleiben, bis zum Abschluss des byzantinisch‑bulgarischen Vertrages von 815. Leo V. schließt mit Krums Nachfolger Omurtag, der seit 814 herrscht, einen auf 30 Jahre angelegten Friedensvertrag, der die Kämpfe zwischen Byzanz und Bulgarien für längere Zeit beendet.
  • Fortsetzung 818

BYZANTINISCHES REICH

  • Kaiser Leo V, (813–820)
    Leo setzt den Patriarchen Nikephoros ab und verbannt ihn, er ernennt Theodotos I., einen laienhaften Ikonoklasten, zum Patriarchen, Theodotos hält eine Synode ab, in der das Zweite Konzil von Nicäa von 787 verworfen und das Konzil von Hieria von 754 als siebtes ökumenisches Konzil bestätigt wird. Leo erlässt eine Kompromisspolitik zur Bilderfrage, er lässt die Bilder, die tief in den Kirchen hängen und verehrt werden können, entfernen und ersetzt besonders auffällige Bilder, etwa die Christusikone am Chalketor, durch ein Kreuz, die Synode von Konstantinopel betont, dass Bilder weder ehrwürdig noch nützlich sind, ohne Bilderverehrer ausdrücklich der Götzendienerei zu beschuldigen. In diesem Jahr proklamiert Leo die Verehrung von Bildern als Irrlehre, seine Maßnahmen führen dazu, dass nahezu der gesamte Klerus Konstantinopels sowie viele Bischöfe und Laien im Reich die kaiserliche Position annehmen, Gegner verweigern die Kommunion mit Patriarch Theodotos, werden verbannt oder gefoltert, darunter Theodor Studites, Anthony der Bekenner und Theophanes der Bekenner, die Klöster und Güter der Bilderverehrer, etwa das reiche Studioskloster, werden eingezogen.
  • Byzantinisch-bulgarischer Vertrag
    Anfang Jahr sendet Khan Omurtag Gesandte nach Konstantinopel, um über den Frieden mit dem Byzantinischen Reich zu verhandeln, wobei in Konstantinopel ein 30-jähriger byzantinisch-bulgarischer Friedensvertrag zwischen dem bulgarischen Khan Omurtag und dem byzantinischen Kaiser Leo V. unterzeichnet wird; die Unterzeichnungszeremonie ist ein feierliches Ereignis in Anwesenheit zahlreicher Menschen, und das Abkommen sieht vor, dass der byzantinische Kaiser nach den heidnischen bulgarischen Bräuchen und Omurtags Gesandte nach den christlichen Gesetzen schwören müssen, was die byzantinischen Historiker empört, da die Vertragsunterzeichnung heidnische Praktiken enthält, wobei nach einem Historiker Leo V. sogar Hunde als Zeugen seines Gelübdes opfern muss, während im selben Zusammenhang der 1. Artikel des Vertrages die Grenze zwischen Bulgarien und Byzanz festlegt, die bei Debelt nahe der Schwarzmeerküste beginnt, entlang des alten Grabens von Erkesiya bis zum Oberlauf des Flusses Owtschariza, einem Nebenfluss der Tundscha, verläuft, von dort den Fluss Mariza nördlich von Charmanli in der Nähe der antiken Stadt Constantia erreicht und weiter nach Westen bis zum heutigen Dorf Uzundschowo zieht, um danach weiter zu einem nicht identifizierten Berg zu verlaufen, höchstwahrscheinlich einem der Bergrücken des östlichen Rhodopengebirges, wobei laut der Inschrift von Süleymanköy die Grenze zu diesem Berg ratifiziert wird, und mit diesem Artikel die Ausdehnung der bulgarischen Grenzen nach Süden offiziell anerkannt wird, obwohl die Bulgaren einige der besetzten Städte, insbesondere Adrianopel, zurückgeben müssen.
  • Patriarch Fortunatus II. (Grado, 2. Amtszeit 809–820)
    Ludwig der Fromme erneuert auf Veranlassung von Fortunatus das Recht der istrischen Region, ihre Bischöfe und Beamten selbst zu erheben.
  • Patriarch Nikephoros I. (Konstantinopel, 806–815)
    Vom Kloster aus führt Nikephoros eine literarische Polemik zugunsten der Ikonodulen gegen die Synode von 815.
  • Patriarch Theodotos I. (Konstantinopel)
    Theodotos Melissenos wird im 8. Jahrhundert geboren, sein Vater ist der Patrikios Michael Melissenos, ein Schwager des Kaisers Konstantin V., er erhält eine standesgemäße gute Erziehung, ist vermutlich in der kaiserlichen Verwaltung tätig und eine Quelle bezeichnet ihn als Protasekretis, Vorsteher der kaiserlichen Kanzlei, sein Beiname lautet ho Kassiteras, „Kesselflicker“. Im Jahr 813 befindet sich Theodotos bereits in der kaiserlichen Verwaltung und ist an den Hof und die Bürokratie gebunden, er gilt als Vertrauter des Kaisers Michael I. Rangabe. Im Jahr 815 setzt Kaiser Leo V. den Patriarchen Nikephoros I. ab, weil dieser sich seiner bilderfeindlichen Kirchenpolitik widersetzt, der Senat bestimmt Theodotos als dessen Nachfolger zum Patriarchen von Konstantinopel, Theodor Studites und sein Kreis protestieren, ansonsten finden die Neuerungen relativ wenig Widerstand, am Ostersonntag, dem 1. April, wird Theodotos zum Patriarchen gewählt, im Anschluss leitet er ein Konzil in der Hagia Sophia in Konstantinopel, dessen fragmentarisch erhaltene Akten zeigen, dass das Konzil von Nicäa 787 für ungültig erklärt wird, dass die Beschlüsse der ikonoklastischen Synode von Hiereia 754 bekräftigt werden, dass Bischöfe und Patriarchen, die Ikonen verehren, mit dem Anathema belegt und verbannt werden und dass der Zweite Ikonoklasmus mit diesem Konzil sein Programm formuliert, indem er theologisch und theoretisch argumentiert, die Bilderverehrung nicht zum Götzendienst erklärt und keine Aussagen zur Zerstörung von Bildern enthält.
  • Konzil von Konstantinopel
    Das Konzil von Konstantinopel findet in der byzantinischen Hauptstadt in der Sophienkirche (Hagia Sophia) statt und leitet eine zweite Phase des Byzantinischen Bilderstreits ein (815–843).
  • Fortsetzung 816

IBERIEN

KACHETIEN

ARABER

(199/200 - 10./11. August)

Abbasiden

Rustamiden

Idrisiden

Aghlabiden

Emirat von Córdoba

CHASAREN

UIGURISCHES KAGANAT

INDIEN

Pratihara

Chauhan-Dynastie

Östliche Chalukya

Rashtrakuta

  • König Amoghavarsha (814-878)
    Im Jahr 815 besteigt Amoghavarsha I. im Alter von 14 Jahren nach dem Tod seines Vaters Govinda III. den Thron, wie aus den Sirur-Tafeln hervorgeht, und von diesem Zeitpunkt an bezeichnen alle seine Inschriften ihn als Amoghavarsha I.; im selben Zeitraum führt eine von einigen Verwandten und Lehnsfürsten des Reiches angeführte Revolte dazu, dass er vorübergehend vom Thron verdrängt wird, bis er sich mit Hilfe seines Vetters Karka, auch Patamalla genannt, bis 821 wieder als Kaiser durchsetzt, wobei der erste Aufstand vom westlichen Ganga-Lehnsfürsten unter König Shivamara II. ausgeht.
  • Fortsetzung 816

Westliche Ganga-Dynastie

Pallava

Pandya

  • König Srimara Srivallabha (815–862)
    Um etwa 815 ist Srimara Srivallabha als König der Pandya-Dynastie in Südindien eingesetzt. Er trägt den Beinamen Parachakra Kolahala („Verwirrer des Kreises seiner Feinde“) und wird in den größeren Sinnamanur-Kupferplatten als bedeutender Pandya-König überliefert. Er ist Sohn des Pandya-Königs Parantaka Nedunchadaiyan, auch Varaguna I genannt, und heiratet Akkalanimmati, die Tochter des Königs Srikantha Chola aus der Pottapi-Chola-Familie. Srimara Srivallabha, auch Sadayan Maran genannt, führt mehrere Ehrentitel, darunter Ekavira („unvergleichlicher Krieger“), Paracakra-kolahala („der Verwirrung unter den feindlichen Kräften stiftet“) und Avanipasekhara („Beschützer der Erde“), die aus seinen militärischen Erfolgen hervorgehen und den Anlass zur Führung des Titels Paracakra-kolahala bieten.
    Während seiner Regierungszeit führt Srimara Srivallabha Feldzüge, die in den größeren Sinnamanur-Kupferplatten überliefert sind, und besiegt einen Mayapandya sowie die Kerala (Chera), den König von Simhala, die Pallava und die Vallabha. In der tamilischen Textpassage dieser Platten werden seine Siege bei Kunnur und Vizhinjam sowie in Sri Lanka genannt, und seine Zurückweisung eines Bündnisses aus Gangas, Pallavas, Cholas, Kalingas und Magadhas in der Schlacht bei Kudamukku (Kumbakonam) hervorgehoben. Die Dalavayapuram-Kupferplatten berichten, dass Srimara Srivallabha die Pallavas (Kadavas) in der Schlacht von Anur entscheidend schlägt und dadurch die Pandya-Herrschaft über die Kongu-Region nahe dem Vaigai-Fluss durchsetzt. In Inschriften wird Srimara Srivallabha außerdem als Feldherr in Venad beschrieben, in dessen Verlauf er den Kerala-Herrscher in den Schlachten bei Kunnur und Vizhinjam besiegt.
    Während der Regierungszeit von Sena I. von Anuradhapura fällt Srimara Srivallabha nach Sri Lanka ein, verwüstet nordwärts gelegene Länder und plündert die Stadt Anuradhapura, wobei der König Sena I aus seiner Hauptstadt flieht und im Malaya-Land Zuflucht sucht. Die Mahavamsa bestätigt einen Pandya-Einfall in Ceylon zu dieser Zeit und schildert, dass die Pandya-Truppen unter einem König Pandu einen vollständigen Sieg bei Mahatalita erringen, das Land verwüsten, die Hauptstadt besetzen, reichlich Beute erlangen und Lanka „wertlos“ machen. Der König Sena I zieht sich ins Malaya-Land zurück, der Prinz Mahinda, als Unterkönig bezeichnet, vollzieht rituellen Selbstmord, weitere Personen folgen diesem Beispiel, und der Prinz Kassapa flieht nach einer Demonstration persönlicher Tapferkeit. Srimara Srivallabha schließt schließlich einen Vertrag mit dem geflüchteten König von Ceylon und zieht die tamilischen Truppen aus Sri Lanka zurück, wodurch das Land dem singhalesischen Herrscher wieder überlassen wird.
    Historiographische Darstellungen verbinden Srimara Srivallabha mit dem Pala-Kaiser Devapala im Rahmen von militärischen Unternehmungen im frühmittelalterlichen Indien, indem die Sinnamanur-Kupferplatten den Sieg über ein Bündnis aus Gangas, Pallavas, Cholas, Kalingas und Magadhas nennen und den Ausdruck „Magadhas“ als Hinweis auf Truppen des Pala-Reiches unter Devapala deuten. Die Monghyr-Kupferplatte des Devapala berichtet, dass er den Stolz eines „Dravida“-Herrschers demütigt, wobei einige Historiker diese Bezeichnung auf die Rashtrakutas beziehen, andere, darunter R. C. Majumdar, sie als Hinweis auf den Pandya-Herrscher Srimara Srivallabha verstehen. R. C. Majumdar beurteilt die Angaben zu den südlichen Eroberungen Devapalas als möglicherweise übertreibend, hält es jedoch für schwierig, die Möglichkeit eines Feldzuges bis in den fernen Süden völlig auszuschließen, während die königlichen Inschriften beider Seiten als überhöht gelten und ein gesichertes Ergebnis des Konfliktes zwischen beiden Herrschern ausbleibt. Aufgrund der Art solcher Königsinschriften und fehlender ergänzender Belege bleibt die Forschung darüber uneinig, ob Devapala Srimara Srivallabha besiegt oder umgekehrt Srimara Srivallabha Devapala schlägt.
  • Fortsetzung 830

Anuradhapura

TIBET

  • König Sadnalegs (800-815)
    Sadnalegs stirbt wahrscheinlich 815; er hat fünf Söhne, von denen der erste Mönch wird und die letzten beiden in der Kindheit sterben, während Langdarma übergangen wird und die königliche Macht an Ralpacan übergeht.
  • König Ralpachen (815–838)
    Ralpachen, 802 geboren, beginnt als vierzigster König, als Tsenpo, von Tibet zu regieren, und er tritt die Herrschaft nach dem Tod seines Vaters Sadnalegs an. Während seiner Regierung wächst das tibetische Reich zu seiner größten Ausdehnung.
  • Fortsetzung 815

KHMER

CHINA

(58. (59.) Zyklus - Jahr des Holz-Schafes; am Beginn des Jahres Holz-Pferd)

Tang-Dynastie

KOREA

Silla

Balhae

JAPAN

QUELLEN

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08.07.2023 Artikel des Tages

26.08.2023 Grundstock erstellt

08.07.2026 Grundstock ergänzt

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