830

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LEXIKON

König Mojmir I. (Mährer)

  • Mojmir I. (auch Moimir, Moymir; † wahr­schein­lich Au­gust 846) war von spätes­tens um 830 bis 846 der erste histo­risch beleg­te Herr­scher der Mäh­rer (dux Ma­ra­vo­rum) und Namens­geber der mähri­schen Mojmi­riden-Dynas­tie. Über sei­ne Her­kunft und Herr­schafts­füh­rung ist nichts be­kannt, je­doch wird ihm von Histo­ri­kern die spätes­tens um 833 erfolg­te Ver­eini­gung der mähri­schen Sla­wen in einem gemein­sa­men Mährer­reich zuge­schrie­ben. Die Fra­gen nach der Annah­me des Christen­tums durch Moj­mir und sei­ner Rolle bei der Chris­tia­ni­sie­rung Mäh­rens sind Gegen­stand wissen­schaft­licher Debat­ten. Histo­ri­ker, die Moj­mir als christ­lichen Herr­scher betrach­ten, füh­ren die von einer spä­ten Quel­le über­lie­ferte Tau­fe „aller Mäh­rer“ durch den Pas­sau­er Bi­schof Regin­har im Jahr 831 auf sein Wir­ken zurück. Im Jahr 846 wurde er vom ost­frän­kischen Kö­nig Lud­wig dem Deut­schen durch sei­nen Nef­fen Ras­tis­lav er­setzt. Die im späten 18. Jahr­hun­dert auf­kom­men­de slowa­ki­sche Nati­onal­be­we­gung nahm das von Moj­mir ge­schaf­fene „Groß­mäh­ri­sche Reich“ als Ba­sis einer sich heraus­bil­den­den Natio­nal­iden­ti­tät an. 1948 be­nann­te man die Stadt Urmín nach Mojmir in Moj­mí­rov­ce um. (Artikel des Tages)

QUELLEN

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28.10.2018 Artikel eröffnet