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829

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MAYA

Copan

PIKTEN

KELTEN

  • Der König von Meath ist gleichzeitig auch Hochkönig von Irland.

Ailech

Ulster

Connacht

Meath

Leinster

  • König Muiredach mac Ruadrach (818–829)
    Muiredach mac Ruadrach stirbt.
  • König Cellach mac Brain (829–834)
    Cellach mac Brain wird König von Leinster; seine Herrschaft dauert bis 834. Cellach gehört zur Uí-Muiredaig-Sippe des Uí-Dúnlainge-Zweigs der Laigin. Der Königssitz dieser Sippe liegt in Maistiu, auch Mullaghmast genannt, im südlichen Kildare. Die gemeinsame Feindschaft gegenüber Kildare könnte darauf hindeuten, dass Cellach aus politischen oder religiösen Gründen mit Feidlimid mac Cremthanin sympathisiert. Die späteren Könige der Uí Muiredaig stammen von Cellachs Bruder Muiredach ab. Der Text nennt ausserdem die Annalen von Ulster und das Buch von Leinster als Quellen.
  • Fortsetzung 832

Gwynedd

  • König Merfyn Frych (826–844)
  • Historia Brittonum
    um 829/830 entsteht die Historia Brittonum entsteht in Gwynedd. Die Historia Brittonum berichtet über die mythische Erstbesiedlung Britanniens durch Trojaner, die anschliessende frühe Geschichte der Insel und dort spielende Legenden. Sie liefert trotz ihrer häufigen Unzuverlässigkeit bedeutende Informationen zur damaligen Kultur Britanniens. Gemeinhin gilt der walisische Mönch Nennius als Verfasser, doch ist diese Zuschreibung sehr unsicher. Untersuchungen der Ausgaben zeigen, dass die Mehrzahl der erhaltenen 40 lateinischen Handschriften fälschlicherweise Gildas als Autor angibt. Nach David N. Dumvilles Forschungen stammt die Zuschreibung an Nennius aus dem 11. Jahrhundert und tritt nur in einem Zweig der Kopien auf. Der Text besteht aus Auszügen, chronologischen Berechnungen, Anmerkungen und Zusammenfassungen auf der Grundlage früherer Aufzeichnungen, von denen viele nicht mehr existieren; seine Zuverlässigkeit steht deshalb sowohl in Teilen als auch insgesamt infrage. Der Archäologe Leslie Alcock verweist darauf, dass der Autor in einer Ausgabe des Manuskripts seine Arbeit als Anhäufung alles Auffindbaren bezeichnet. Alcock vergleicht den Text mit einem unebenen, schlecht zusammenpassenden Steinhügel, dessen einzelne Steine sich jedoch untersuchen lassen. Dumville vertritt die Auffassung, dass der Text zwischen seiner Entstehung und den erhaltenen Handschriften mehrfach auf unterschiedliche Weise durchgesehen, ergänzt und neu geschrieben wird. Der Autor beabsichtigt demnach, eine stimmige Chronik nach Art der irischen Geschichtsschreiber seiner Zeit anzufertigen. Das Manuskript wird abgeschrieben und verändert, um diesem Anspruch zu genügen. Die Historia Brittonum ist die früheste erhaltene Quelle, die von angeblichen Taten des legendären Artus berichtet. Sie stellt ihn nicht als König, sondern als erfolgreichen dux bellorum, einen Heerführer, vor. Zu den von späteren Autoren aufgegriffenen und ausgebauten Erzählungen gehört die Geschichte von Vortigern, der den Angelsachsen als Gegenleistung für die Hand von Hengists Tochter die Niederlassung auf der britischen Insel erlaubt. In einer weiteren Erzählung will Vortigern in Snowdonia eine Festung bauen, doch der Bau misslingt; bei dem Versuch, das Problem zu lösen, begegnet er Ambrosius Aurelianus. Nach diesem trägt die Burg Dinas Emrys ihren Namen, während Geoffrey von Monmouth ihn in seiner Nacherzählung mit Merlin gleichsetzt. Ein weiterer Abschnitt zählt zwölf Schlachten auf, die Artus geschlagen haben soll; einige haben aber wohl nichts mit ihm zu tun. Diese Erzählabschnitte gehören zum Harleian-Manuskript, jedoch nicht zu allen erhaltenen Ausgaben. Die erwähnte Region Ercing ist das alte walisische Königreich Ergyng, das später mit Glamorgan vereint wird. Weitere Kapitel berichten von Ereignissen um Germanus von Auxerre und geben vor, Auszüge aus heute verlorenen Biografien über ihn zu sein. Der Text enthält ausserdem Überlieferungen zu Sankt Patrick und einen Abschnitt über Ereignisse im Norden Englands im 6. und 7. Jahrhundert. Dieser beginnt mit einem Absatz über die Anfänge der walisischen Literatur und nennt Talhaiarn Cataguen, Aneirin, Taliesin, Bluchbard und Cian, der Guenith Guaut genannt wird, als in der britischen Dichtkunst berühmt. Zu den mit der Historia Brittonum verbundenen Arbeiten gehören die Annales Cambriae, von denen eine Version als Anfang späterer walisischer Chroniken dient, eine walisische Genealogie mit der Stammfolge von Hywel Dda, dem König von Gwynedd, und einigen seiner Zeitgenossen sowie eine Sammlung der Genealogien der fünf frühenglischen Königreiche Bernicia, Deira, Kent, East Anglia und Mercia. Die Säule von Eliseg wird häufig im Zusammenhang mit den walisischen Genealogien diskutiert.
  • Fortsetzung 830

Powys

NORDGERMANEN

Schweden

  • Der fränkische Benediktinermönch Ansgar von Bremen kommt als erster christlicher Missionar nach Schweden.

Dänemark

ANGELSACHSEN

Northumbria

Mercia

  • König Wiglaf (1. Amtszeit 827–829)
    Egbert von Wessex fällt in Mercia ein und vertreibt Wiglaf von seinem Thron. Egberts Sieg über Wiglaf vollendet seine Vorherrschaft über Südengland. Später im selben Jahr nimmt Egbert in Dore an der Nordgrenze Mercias die Unterwerfung Eanreds von Northumbria entgegen. Diese Ereignisse veranlassen den anonymen Schreiber der Angelsächsischen Chronik, Egbert als achten Bretwalda, als „Herrscher Britanniens“, zu bezeichnen. Eine Urkunde aus der Zeit zwischen 829 und 837 nennt Sigeric, den König der Ostsachsen, einen minister Wiglafs.
  • Fortsetzung 830

East Anglia

Wessex

  • König Ecgberht (802–839)
    Egcberht besiegt Wiglaf, den König von Mercia, und vertreibt ihn aus seinem Königreich. Im Jahr 829 erobert Ecgberht das Königreich Mercia und alle Gebiete südlich des Humber. Nach diesem Sieg erhält Ecgberht die Kontrolle über die Münzstätte von London und prägt Münzen als König von Mercia. Im Eintrag der Angelsächsischen Chronik für das Jahr 829 wird berichtet, dass Ecgberht alle Gebiete südlich des Humber beherrscht und nun als bretwalda fungiert. Die Chronik bezeichnet Ecgberht im Jahr 829 als achten König, der „Bretenanwealda“ ist. Später im Jahr 829 erhält Ecgberht bei Dore die Unterwerfung der Northumbrier; der Northumbria-König ist wahrscheinlich Eanred.
  • Erzbischof Wulfred (Canterbury, 805-832)
  • Fortsetzung 830

FRÄNKISCHES REICH

  • König, Kaiser Ludwig der Fromme (814–840)
    Ludwig schickt, vermutlich auf Drängen von Kaiserin Judith, seinen ältesten Sohn und Mitkaiser Lothar nach Italien und verweist Wala, den Abt von Corbie, vom Hof.
  • Römischer Kaiser Lothar I. (817/823–855 (bis 840 als Mitkaiser), (Unter-)König von Italien / König der Langobarden Lothar I. (822–855)
    Im August bestimmt Ludwig der Fromme auf dem Reichstag zu Worms Alemannien für Karl den Kahlen. Daraufhin empören sich die drei Söhne aus erster Ehe, Lothar, Pippin und Ludwig, gegen den Vater und setzen ihn 830 ab.
  • Reichstag zu Worms
    Im August findet in Worms eine von König Ludwig dem Frommen einberufene Reichsversammlung statt. Sie befasst sich mit der Versorgung seines nachgeborenen Sohnes Karl des Kahlen, der zu diesem Zeitpunkt erst sechs Jahre alt ist. Ludwigs älterer Sohn Lothar I. ist bereits Mitregent. Aus Lothars Herrschaftsbereich werden Alemannien (Schwaben), Rhätien (Ostschweiz) und ein „Teil von Burgund“, vermutlich die Westschweiz, ausgegliedert und zu einem Herzogtum zusammengefasst. Inhaltlich läuft dies der Ordinatio imperii von 817 zuwider. Formal bleibt sie dadurch gewahrt, dass Karl „nur“ ein Herzogtum, aber kein Königreich erhält. Dieser Kompromiss ist Ausgangspunkt weiterer Auseinandersetzungen in der karolingischen Herrscherfamilie. Kaiser Ludwig sucht ihnen dadurch vorzubeugen, dass er Lothar nach Italien schickt; letztendlich bleibt dies vergeblich. Auf der Reichsversammlung werden offenbar auch einige Kapitularien verkündet, die die Sicherung kirchlichen Besitzes und kirchlicher Einkünfte sowie den Schutz der Armen betreffen. Das Jahr 829 bildet zugleich das Ende des Zeitraums, der im Titel der Annales Regni Francorum inde ab a. 741 usque ad a. 829 qui dicuntur annales Laurissenses maiores et Einhardi genannt wird.
  • Erzbischof Ebo (Reims, 1. Amtszeit 816-835)
    Nach der Pariser Synode, die sich gegen den Wirrwarr der verschiedenen im Gebrauch befindlichen Bußbücher ausspricht, verfasst Ebo eine Zusammenstellung der Amtspflichten von Pröpsten, Archidiakonen, Chorbischöfen und Bischöfen, in der er Stellung, Rechte und Pflichten präzisiert und scharf umgrenzt, er beauftragt seinen Suffraganbischof Halitgar von Cambrai, ein neues Bußbuch zu erarbeiten, um der herrschenden Verwirrung ein Ende zu bereiten, und im selben Jahr stößt Ludwig der Fromme die „Ordinatio imperii“ von 817 zugunsten seines 823 geborenen Sohnes Karl des Kahlen um, wobei Ebo und andere Kirchenfürsten sich auf der Pariser Synode gegen diese neuen Erbteilungspläne aussprechen.
  • Abt Hilduin (Saint-Denis, 814–840)
  • Abt Wala (Corvey, 826–831)
  • Bischof Friedrich I. (Utrecht, 826-838)
    Während der Synode von Mainz wird Friedrich für sein Wissen und sein Verständnis gelobt. Er steht in Briefwechsel mit Rabanus Maurus. Die Hagiographie Vita S. Bonifacii wird Friedrich zugeschrieben.
  • Bischof Drogo (Metz, 823–855)
  • Bockschaft (Siedlung)
    Bockschaft (später ein Ortsteil von Kirchardt) wird am 17. Juni unter dem Namen „Bughenscelp“ erstmals im Lorscher Codex (Codex Laureshamensis) in der Urkunde Nr. 2597 erwähnt. In dieser Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch wird festgehalten, dass ein Mann namens Engilbertus dem Kloster einen Herrenhof, eine Hofreite, 150 Morgen Land, eine Mühle und zehn Leibeigene übertrug. Die Originalurkunde sowie deren Übersetzungen lassen sich heute im digitalen Archiv der Universitätsbibliothek Heidelberg nachlesen.
    Artikel des Tages: Bockschaft ist ein Dorf mit rund 400 Ein­wohnern im Land­kreis Heil­bronn in Baden-Württem­berg, das seit 1971 zu Kirchardt gehört. Bockschaft liegt im nord­östlichen Kraichgau etwa einen Kilo­meter westlich von Kirchardt im Ittlinger Tal. Der Ort geht auf ein seit 829 über­liefertes, später reichs­ritter­schaft­liches Hofgut zurück, das sich seit 1718 in Stiftungs­besitz befindet, und war von 1841 bis 1971 selbst­ständige Gemeinde. Die Erhebung zur eigen­ständigen Gemeinde erfolgte mit Beschluss des badischen Innen­ministeriums vom 16. September 1841. Am 11. Dezember 1844 wurde erst­mals ein Bürger­meister gewählt. Im Zuge einer frei­willigen Verein­barung wurde Bockschaft am 1. Juli 1971 in die Gemeinde Kirchardt einge­gliedert. Seit der Ein­gemeindung besteht ein Ortschafts­rat mit vier Mit­gliedern. Auf seinen Vor­schlag hin wählt der Kirchardter Gemeinde­rat einen ehren­amtlichen Orts­vorsteher. In Bockschaft wird das alle zwei Jahre am letzten Juni-Wochen­ende statt­findende Kirchardter Dorffest ausge­tragen. Die Vereine der Gesamt­gemeinde bieten dabei im Gutshof und in der Orts­mitte ein buntes gastrono­misches und kultu­relles Angebot. (Artikel des Tages)
  • Bischof Waltcaud (Lüttich, 810/811-831)
  • Erzbischof Hadebald (Köln, 819–841)
    Hadebald weiht die Stephanskirche in Werden (Ruhr) und nimmt an einer Mainzer Synode teil.
  • Bischof Willerich (Bremen, 805–837)
  • Erzbischof Otgar (Mainz, 826–847)
  • Erzbischof Hetti (Trier, 814–847)
    Hetti nimmt zusammen mit einer Anzahl von Bischöfen an der Synode von Mainz teil, um den Fall des Mönchs Gottschalk von Orbais aus dem Kloster Fulda gegen den Abt Rabanus Maurus zu verhandeln. Gottschalks Vater hat ihn als Kinderoblaten zusammen mit einem Landgeschenk in das Kloster gegeben. Das Zehnte Konzil von Toledo von 656 verbietet zuvor die Annahme solcher Oblaten vor dem Alter von zehn Jahren und gewährt ihnen mit Erreichen der Pubertät freie Erlaubnis, das Kloster zu verlassen, wenn sie es wünschen. Gottschalk behauptet, der Abt habe ihn anschließend gezwungen, die Tonsur zu empfangen und die monastischen Gelübde abzulegen, und er verlangt seine Freiheit sowie die Rückgabe seines Landes. Er argumentiert, seine Oblation sei nach sächsischem Recht ungültig, da keine sächsischen Zeugen zugegen sind, wobei mehrere der anwesenden Bischöfe sächsische Bistümer innehaben. Das Konzil entscheidet zugunsten des Mönchs.
  • Bischof Wolfgar (Würzburg, 809–831)
  • Abt Hrabanus Maurus (Fulda, 822–842)
  • Bischof Wolfleoz (Konstanz, 811–838/39)
    Wolfleoz nimmt an der von Ludwig dem Frommen einberufenen Synode in Mainz teil, so dass er als Bischof von Konstanz in den überregionalen kirchenpolitischen Beratungen des Reiches präsent ist und an dieser Synode mitwirkt.
  • Abt Gozbert (St. Gallen, 816–837)
  • Bischof Udalricus (Basel, 823–835)
    Im Juni nimmt Udalricus an der im St.-Alban-Kloster in Mainz abgehaltenen Synode teil.
  • Abt Erlebald (Reichenau, 823–838)
  • Bischof David (Lausanne, 827–850)
    David nimmt am Konzil von Mainz teil.
  • Fortsetzung 830

Grafschaft Aragón und Conflent

Grafschaft Urgell, Cerdaña und Osona

Grafschaft Nantes

Herzogtum Gascogne

Grafschaft Toulouse

Sachsen

Herzogtum Alemannien

  • Herzog Karl der Kahle ((829–831)
    Im August wird der sechsjährige Karl zum dux Alemanniae ernannt. Sein Beiname „der Kahle“ könnte darauf hindeuten, dass er vor dem Reichstag in Worms bei der Aufteilung des Frankenreiches anders als seine älteren Brüder nicht berücksichtigt wird und bis dahin „kahl“ im Sinne von „landlos“ oder „besitzlos“ ist. Die lange angenommene Erziehung Karls durch Walahfrid Strabo scheint nach neuerer Forschung widerlegt. Walahfrid Strabo wird an den Hof Ludwigs des Frommen nach Aachen berufen.
  • Fortsetzung 830

​ Baiern

Herzogtum Mailand

Markgrafschaft Friaul

  • Markgraf Unruoch II. (829-846)
    Unruoch II. wird Markgraf und Herzog von Friaul. Unruoch II. wird auch Unroch II. oder Unrich II. genannt. Seine Herkunft ist nicht vollständig geklärt: Er könnte ein Sohn Unruochs I. von Friaul oder des Grafen Berengar von Friaul sein. Er heiratet Engeltrud, die Tochter des Grafen Bego von Toulouse. Der Text nennt fünf Söhne und eine Tochter, führt darüber hinaus aber weitere mögliche Kinder auf: Eberhard (geb. um 815) heiratet Gisela, die Tochter Ludwigs des Frommen; Ternois (geb. 825) heiratet den Grafen Gebhard von Niederlahngau; Alhard ist Abt von Sankt Bertin; eine Tochter heiratet Suppo III., den Herzog von Spoleto. Odalrich I. wird nur möglicherweise als Kind Unruochs genannt.
  • Fortsetzung 830

Markgrafschaft Toskana

SPANIEN

Asturien

Navarra

Grafschaft Barcelona

  • Graf Bernhard von Septimanien (1. Amtszeit 626-832)
    Im August beabsichtigt Kaiser Ludwig der Fromme, seinen Sohn Lothar als König von Italien nach Pavia zu schicken. Um ihn zu ersetzen, beruft er auf Betreiben der Kaiserin Judith Bernhard als Kämmerer an den Hof und überträgt ihm die Erziehung seines Sohnes Karl, der später als Karl der Kahle bekannt ist. Bernhard vertraut die Verwaltung seiner Grafschaften seinem Bruder Gauzelm an, der deshalb auch Markgraf genannt wird. Bernhard schafft sich nach kurzer Zeit am Hof viele Feinde. Diese verbreiten das Gerücht einer Beziehung Bernhards mit Kaiserin Judith. Die drei älteren Söhne des Kaisers stehen in offener Gegnerschaft zu Bernhard und benutzen den Vorwurf des Ehebruchs, um die Legitimität ihres Halbbruders Karl anzuzweifeln. Bernhard reinigt sich durch Eid vom Vorwurf des Ehebruchs, sieht jedoch seine Sicherheit ernsthaft gefährdet, verlässt den Hof Ludwigs und kehrt zu seinen Besitzungen in Septimanien und Gothien zurück. Sein Bruder Heribert von Vivarais, der am Hof bleibt, wird geblendet und nach Italien verbannt.
  • Fortsetzung 830

ITALIEN

Republik Venedig

  • Doge Giustiniano Particiaco (827–829)
    Giustiniano Particiaco setzt sein Testament auf. Dieses Testament belegt, dass er eine Flotte von Handelsgaleeren unterhält. Er besitzt außerdem umfangreiche Güter, auf denen Vieh gezüchtet, Getreide angebaut und Gartenwirtschaft betrieben wird. Dabei stehen ihm zahlreiche Knechte und Mägde zur Verfügung, wohl Hörige. Das Testament weist Besitz im Dukat Venedig aus, nämlich auf Rialto, in Iesolo, Torcello und Cittanova, auf den Lidi sowie auf zahlreichen Inseln. Die Familie besitzt außerdem Ländereien im karolingischen Treviso und um Pola auf Istrien. Ein Teil des Vermögens ist im Handel angelegt; weitere Vermögensteile bestehen in kirchlichen Stiftungen für Sant’Ilario, San Zaccaria und für das noch im Bau befindliche San Marco. Giustiniano setzt seine Ehefrau Felicitas als Nachlassverwalterin und Erbin ein. Sie soll zudem für eine geeignete Stätte für die Reliquien des heiligen Markus Sorge tragen. Testamentarisch hinterlässt Giustiniano den Klöstern von Sant’Ilario und San Zaccaria umfangreiche Besitzungen und verfügt über den Ausbau der Markuskirche.
    Im Jahr 829 versucht Giustiniano am Ende seines Lebens, das Einvernehmen mit seinem Bruder Iohannes wiederherzustellen. Er ruft Iohannes aus Konstantinopel zurück, erhebt ihn nach dessen Rückkehr zum Mitdogen und bestimmt ihn damit zu seinem Nachfolger. Giustiniano stirbt im selben Jahr. Nach der historiographischen Tradition regiert er zunächst als Mitherrscher seines Vaters Agnellus und danach von 827 bis 829 allein. Das Chronicon Altinate beziehungsweise Chronicon Venetum gibt für Iustinianus Particiacus eine Amtsdauer von zwei Jahren und zwei Monaten an. Nach Giustinianos Tod folgt ihm sein Bruder Iohannes als Doge. Obelerius, der um 810 vom Vater der beiden Brüder aus dem Dogenamt verdrängt worden ist, versucht nach fast zwei Jahrzehnten im Exil nach Malamocco zurückzukehren, genauer nach Metamaucum. Dort reaktiviert er seine Machtbasis. Johannes besiegt die Rebellen und lässt die Stadt zerstören. Er lässt den Kopf seines Gegners aufspießen und demonstrativ an der Grenze zum fränkischen Regnum Italicum aufstellen. Anschließend rebelliert der Tribun Caroso, dessen Name unter den Zeugen von Giustinianos Testament erscheint. Johannes muss daraufhin an den fränkischen Hof fliehen. Caroso wird nach wenigen Monaten von den Anhängern des Iohannes besiegt und geblendet; seine Anhänger werden vertrieben. Vor der Rückkehr des exilierten Johannes regiert für eine gewisse Zeit der Bischof Ursus, auch Orso genannt, möglicherweise ein Angehöriger des Particiaco-Clans, gemeinsam mit zwei Tribunen.
  • Doge Johannes I. Particiaco (829–836)
    Johannes ist nach der im Artikel wiedergegebenen historiographischen Tradition von 829 bis 836 Doge von Venedig. Nach Emmanuele Antonio Cicognas Darstellung holt Justinian seinen jüngeren Bruder Johannes kurz vor seinem Tod zurück und macht ihn noch zu Lebzeiten zum Dogen, bevor er 829 stirbt. Johannes Diaconus führt den Sturz des Dogen durch die Familie der Mastalici im Jahr 829 ausdrücklich auf eine „teuflische Eingebung“ zurück; der Artikel weist darauf hin, dass dieser Bericht den Vorgang auf einen Feiertag und an einen sakralen Ort legt. Gian Giacomo Caroldo schreibt, Johannes beginne im Jahr 829 zu regieren. In der im Artikel genannten Edition rechtsetzender Quellen wird das Testament Justinians auf 829 datiert. Nach Gfrörers Darstellung stirbt Kaiser Michael 829; erst danach setzt sich Obelerius auf Veglia fest. Johannes zieht gegen ihn, während sich Malamocco, Obelerius’ Herkunftsort, in seinem Rücken erhebt. Johannes lässt die Stadt zerstören, nimmt anschließend Veglia ein, lässt Obelerius hinrichten und dessen Haupt nach Gfrörers Darstellung in Malamocco aufpflanzen. Gfrörer folgert aus dem Zeitpunkt des Vorgehens, Obelerius handle nicht auf kaiserliche Anweisung.
  • Obelerio Antenoreo
    Der ehemalige Doge Obelerius kehrt aus dem Exil zurück, landet bei Metamaucum und sammelt seine Anhänger. Die Truppen aus Metamaucum desertieren, woraufhin der regierende Doge Metamaucum zerstört. Obelerius wird hingerichtet, sein Haupt zur Abschreckung bei Mestre aufgestellt.
  • Fortsetzung 830

Kirchenstaat

  • Papst Gregor IV. (827-844.)
    Im Januar gerät Gregor mit der Abtei Farfa in einen Streit über den Besitz örtlicher Klosterländereien durch die römische Kirche. In einem Gericht, dem ein Bischof und ein Vertreter des Kaisers vorsitzen und in dessen Gegenwart Gregor erscheint, erklärt Abt Ingoald von Farfa, die fränkischen Kaiser hätten der Abtei die Ländereien verliehen, während die Päpste Hadrian I. und Leo III. sie unrechtmäßig in Besitz genommen hätten. Der kaiserliche Vertreter entscheidet zugunsten der Abtei und bestimmt, dass die Ländereien dem Kloster zurückgegeben werden sollen. Gregor akzeptiert das Urteil nicht; es gibt jedoch keinen Beleg dafür, dass er die Entscheidung aufheben kann. Ludwig der Fromme verwirft zudem die Vereinbarung von 817 über die Reichsteilung, indem er seinem jüngsten Sohn Karl dem Kahlen ein Königreich zuweist. Gregor kritisiert diesen Schritt in einem Brief an die fränkischen Bischöfe.
  • Fortsetzung 830

Herzogtum Spoleto

Herzogtum Benevent

WESTSLAWEN

Abodriten

SÜDSLAWEN

Unterpannonien

  • Fürst Ratimir (829/831-838)
    Ratimir beginnt möglicherweise 829 oder 830 seine Herrschaft als Knez über Pannonisch-Kroatien mit Sitz in Sisak; Sein Vorgänger ist Ljudevit.

Kroatien

Serbien

ERSTES BULGARISCHES REICH

  • Khan Omurtag (814–831)
    Omurtag gliedert das zuvor eroberte Gebiet endgültig seinem Herrschaftsgebiet ein. Im Jahr 829 berichten Quellen erneut von bulgarischen Überfällen im Drautal.
  • Fortsetzung 831

BYZANTINISCHES REICH

IBERIEN

KACHETIEN

ARABER

(213/214 (10./11. März)

Abbasiden

Emirat von Kreta

  • Emir Abu Hafs Umar al-Iqritishi (827-855)
  • Seeschlacht von Thasos
    Im Oktober findet die Seeschlacht von Thasos zwischen der byzantinischen Flotte und der Flotte des Emirats von Kreta statt. Die Araber erringen einen großen Sieg. Theophanes Continuatus berichtet, dass fast die gesamte kaiserliche Flotte vernichtet wird. Der Sieg öffnet den Arabern das Ägäische Meer. Die Kykladen und andere Inseln werden geplündert; der Berg Athos wird so verwüstet, dass er für mehrere Jahre verlassen ist.
  • Fortsetzung 835

Samaniden

Rustamiden

Aghlabiden

Idrisiden

Emirat von Córdoba

CHASAREN

UIGURISCHES KAGANAT

INDIEN

Pratihara

Chauhan-Dynastie

Rashtrakuta

Pallava

Pandya

Anuradhapura

TIBET

KHMER

CHINA

(58. (59.) Zyklus - Jahr des Erde-Hahns; am Beginn des Jahres Erde-Affe)

Tang-Dynastie

  • Kaiser Wenzong (826–840)
    Li Tongjie, der Sohn des verstorbenen Li Quanlüe, hat nach dem Tod seines Vaters die Kontrolle über den Bezirk Henghai mit Sitz im heutigen Cangzhou in Hebei ohne kaiserliche Genehmigung an sich gerissen und erhofft sich die Nachfolge seines Vaters. Nach der Thronbesteigung Kaiser Wenzongs entsendet Li Tongjie seinen Sekretär Cui Congzhang sowie seine Brüder Li Tongzhi und Li Tongsun in die Hauptstadt Chang’an, um Kaiser Wenzong zu huldigen und dessen Zustimmung zu seiner Nachfolge zu erlangen. Kaiser Wenzong ernennt Li Tongjie stattdessen zum Militärgouverneur des Bezirks Yanhai mit Sitz im heutigen Jining in Shandong und versetzt Wu Chongyin, einen früheren Militärgouverneur von Henghai, nach Henghai. Li Tongjie beschließt, militärischen Widerstand zu leisten. Der Kriegsherr Wang Tingcou, Militärgouverneur des benachbarten Bezirks Chengde mit Sitz im heutigen Shijiazhuang in Hebei, unterstützt ihn. Kaiser Wenzong mobilisiert mehrere Bezirke in der Umgebung Henghais zum Angriff, erzielt jedoch zunächst keinen Erfolg. Erst im Jahr 829 wird Li Tongjie durch den kaiserlichen General Li You besiegt. Ende des Jahres 829 greift Nanzhao den Bezirk Xichuan mit Sitz im heutigen Chengdu in Sichuan in großem Umfang an. Nanzhao ist über Einfälle von Truppen Xichuans verärgert. Diese Truppen sind infolge der Gehaltskürzungen ihres Militärgouverneurs, des ehemaligen Kanzlers Du Yuanying, gezwungen, die Grenzgebiete Nanzhaos zu plündern. Die Truppen Nanzhaos dringen bis nach Chengdu vor und nehmen die Stadt beinahe ein. Nanzhao fordert Kaiser Wenzong auf, gegen Du Yuanying vorzugehen. Kaiser Wenzong verbannt Du Yuanying und schließt anschließend einen Friedensvertrag mit Nanzhao. Die Truppen Nanzhaos nehmen dennoch Zehntausende Menschen aus Xichuan gefangen und bringen sie nach Nanzhao. Li Zongmin wirkt von 829 bis 833 als Kanzler.
  • Fortsetzung 830

KOREA

Balhae

Silla

JAPAN

  • Tennõ Junna (823–833)
    Prinz Tsunefusa, der vierte Sohn Junnas und der Kaiserin Prinzessin Shōshi beziehungsweise Masako, wird geboren. Fujiwara no Mimori wird Dainagon und bleibt es bis 838.
  • Fortsetzung 830

QUELLEN

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23.07.2023 Artikel eröffnet

11.08.2023 Grundstock erstellt

27.09.2026 Grundstock ergänzt

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