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* | ==RÖMISCHE REPUBLIK== | ||
(ab urbe condita CCCXCVIII = 398) | |||
*Für das Jahr 356 berichtet der römische Historiker Titus Livius, ein Gnaeus Manlius sei als Interrex eingesetzt, und diese Figur wird in der Überlieferung mit [http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Manlius_Capitolinus_Imperiosus Gnaeus Manlius Capitolinus Imperiosus] gleichgesetzt. In der modernen Forschung gilt diese Nachricht jedoch eher als nicht historisch zuverlässig, sodass seine Rolle als Interrex unsicher bleibt. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Popillius_Laenas_(Konsul_359_v._Chr.) Konsul Marcus Popillius Laenas (2. Amtszeit)] <br />Marcus Popillius Laenas ist zum zweiten Mal Konsul und führt erneut Krieg gegen die Tiburtiner, treibt sie in ihre Städte zurück und verwüstet ihre Felder. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Fabius_Ambustus_(Konsul_360_v._Chr.) Konsul Marcus Fabius Ambustus (2. Amtszeit)] <br />Marcus Fabius Ambustus ist nach 360 ebenfalls zum zweiten Mal Konsul und kämpft gegen die Falisker und die Tarquinier, deren Priester mit furchterregender Ausrüstung zunächst die römischen Soldaten einschüchtern, bis Fabius sie mit anspornenden Worten wieder sammelt und die Feinde vertreibt. Spätere Forschung hält diesen Sieg für ausgeschmückt oder teilweise erfunden, weil die Etrusker anschließend erfolgreich gegen römische Positionen vorstoßen, was bei Diodor als glaubwürdiger belegt ist und zur Ernennung eines Diktators führt, während Fabius den Krieg bis zum Ende seiner Amtszeit weiterführen muss. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Marcius_Rutilus '''Diktator Gaius Marcius Rutilus'''] <br />Gaius Marcius Rutilus wird zum Diktator ernannt (zum ersten Mal ein Plebejer), um eine Invasion der Etrusker abzuwehren, die in das römische Gebiet eindringt. Er greift das etruskische Heer in seinem Feldlager überraschend an, schlägt es, vertreibt die Etrusker aus dem römischen Territorium und erhält dafür auf Wunsch des Volkes, gegen den Willen des Senats, einen Triumphzug. | |||
*[[-355#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 355]] [[Kategorie:Römische Republik]] | |||
==ILLYRER== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pleuratus_I '''König Pleuratos I. (356–335)'''] <br />Pleuratos I. ist König des illyrischen Stammes der Taulantier und regiert von 356 bis 335 über das Taulantische Königreich an der Adria. | |||
*[[-344#ILLYRER | Fortsetzung 344]] [[Kategorie:Illyrer]] | |||
==GRIECHEN== | |||
(4. Jahr der 105. / 1. Jahr der 106. Olympiade) | |||
'''Syrakus''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dion_von_Syrakus Tyrann Dion von Syrakus (357-354)] <br />In Syrakus wachsen die Spannungen zwischen Dions Anhängern und jenen Kreisen, die ihn verdächtigen, eine neue Tyrannis anstreben zu wollen. Dions aristokratische Herkunft, sein Reichtum, seine lange Nähe zur Tyrannenfamilie und seine Weigerung, das Grab des Dionysios I. zu zerstören, erregen demokratisch gesinnte Misstrauen. Diese Gegner finden in Herakleides, dem populären Flottenbefehlshaber, einen Wortführer, der sich zunehmend als Rivale Dions profiliert. 356 beschließt die Volksversammlung eine Neuverteilung des Grundbesitzes, die Einstellung der Soldzahlungen an Dions Söldner und die Wahl neuer Befehlshaber, unter denen Herakleides, nicht aber Dion ist. Dion (63) zieht sich mit seinen Söldnern nach Leontinoi zurück, dessen Bürger sich der syrakusanischen Kontrolle entziehen wollen. Die dort angesiedelten ehemaligen Söldner Dionysios’ I. und ihre Nachkommen nehmen Dion freundlich auf und verleihen seinen Söldnern das Bürgerrecht. Als Dionysios’ Feldherr Nypsios von Ortygia aus einen Überraschungsangriff startet, geraten die Syrakuser in große Bedrängnis. Vornehme Bürger ("Ritter") und Bundesgenossen drängen auf einen Hilferuf an Dion, da sie bei einem Sieg des Tyrannen ihre Unabhängigkeit gefährdet sehen. Eine Delegation erreicht Dion in Leontinoi, der sofort mit seinen Söldnern aufbricht. In Syrakus versuchen seine Gegner zunächst, seine Rückkehr durch Besetzung der Stadttore zu verhindern, doch nach einem noch verheerenderen Angriff des Nypsios mit Massakern und Bränden lässt die Bürgerschaft Dion einziehen. Dion schlägt die Truppen des Nypsios zurück, die sich wieder in die Festung Ortygia zurückziehen. Die Gegner Dions sind nun geschwächt, da sie die Krise militärisch nicht meistern konnten. Es kommt zu einer Machtteilung: Dion wird erneut zum Oberbefehlshaber zu Lande gewählt, Herakleides erhält das Kommando über die Flotte. Die Konflikte über Grundbesitzordnung und Verfassung bleiben jedoch ungelöst, und Dion setzt die Wiederherstellung der früheren Besitzverhältnisse durch. Nach weiteren wechselhaften Kämpfen zu Land und zur See wird die Lage für die Besatzung von Ortygia unhaltbar, man einigt sich auf freien Abzug, und Dions Familie wird freigelassen. Nun kontrolliert Dion ganz Syrakus. Dion beginnt, seine politischen Vorstellungen zu verwirklichen, lässt die syrakusanische Flotte als angeblich nicht mehr benötigte, demokratieanfällige Institution auflösen und beruft ein Synhedrion zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung ein. In diesem Kollegium sitzen neben Syrakusern auch Korinther aus der oligarchisch regierten Mutterstadt, was die Demokraten zusätzlich verstimmt. Dion versucht, Herakleides zu integrieren, indem er ihn in das Synhedrion beruft, doch Herakleides weigert sich, mitzuarbeiten, und setzt seine Agitation gegen Dion fort. Dions Weigerung, den Oberbefehl nach dem Sieg niederzulegen und die Festung zu zerstören, verstärkt den Verdacht, er wolle selbst Tyrann werden. Der Konflikt eskaliert, und Herakleides wird von Anhängern Dions ermordet, vermutlich mit dessen Billigung, wenn auch vielleicht ohne ausdrücklichen Befehl. Der Mord erzeugt ungeheures Aufsehen und bestärkt viele Syrakuser in der Überzeugung, dass Dion bereits faktisch eine Gewaltherrschaft ausübt. Das Synhedrion arbeitet zwar weiter und entwirft eine Verfassung mit überwiegend aristokratischen Elementen im Sinne Dions, doch der Rückhalt in der Bürgerschaft ist stark geschwunden. Die Finanzierung der Söldner, auf deren Loyalität seine Macht nun beruht, wird zum Hauptproblem, da sie nach dem Sieg über Dionysios militärisch nicht mehr benötigt werden und die Volksversammlung keine weiteren Soldzahlungen bewilligt. | |||
*[[-355#GRIECHEN | Fortsetzung 355]] [[Kategorie:Syrakus]] | |||
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'''Epirus''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arybbas_(Epirus) König Arybbas (370-343/342)] <br /> | |||
'''Makedonien''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_II._(Makedonien) König Philipp II. (359–336)] <br />Philipp II. eignet sich den makedonischen Thron vollständig an und verdrängt Amyntas faktisch aus der Herrscherposition. Trotz dieser Usurpation behandelt er seinen Neffen weiterhin als vollwertiges Mitglied des Königshauses und hält ihn am Hof; er lässt Amyntas mehrere adlige Söhne als Jugendgefährten, sogenannte syntrophoi, zur Seite stellen; einer dieser Gefährten ist Philotas. Amyntas führt offenbar den Königstitel, was eine inschriftlich erhaltene Ehrung durch die böotische Stadt Lebadeia nahelegt, wobei auch denkbar ist, dass die Einwohner ihm den Titel fälschlich beilegen. Die Stadt Oropos verleiht Amyntas die Ehrenbürgerwürde (Proxenie). <br />Philipp II. von Makedonien erobert die Stadt Potidaia und lässt sie zerstören. Das Gebiet wird Olynth zugesprochen. Weiterhin erobern die Makedonier die Stadt Pydna.<br />Eine makedonische Armee unter dem Heerführer Parmenion unternimmt einen erfolgreichen Feldzug gegen die Illyrer. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_der_Gro%C3%9Fe Prinz Alexander] <br />Alexander (später "der Grosse") wird als Sohn König Philipps II. und der Königin Olympias, einer Tochter des Königs Neoptolemos I. von Epeiros, geboren. | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Lyppeius Regent Lyppeion (Paionien, 359/8–335)] | |||
*[[-355#GRIECHEN | Fortsetzung 355]] [[Kategorie:Makedonien]] | |||
[http://de.wikipedia.org/wiki/Dritter_Heiliger_Krieg '''Dritter Heiliger Krieg (356–346)'''] | |||
*Der alte Stammeshass der Thessalier und der neu aufflammende Hass der Thebaner auf die Phoker bildet den Hintergrund, wobei Grenzstreitigkeiten an der Grenze zwischen Phokis und Boiotien entstehen. Die Amphiktyonen verhängen daraufhin eine sehr hohe Geldstrafe gegen die Phoker, weil diese nach thebanischen Anschuldigungen heiliges Land der früheren Stadt Kirrha landwirtschaftlich nutzen, obwohl die Bebauung dieser sakralen Fläche verboten ist. Philomelos, ein angesehener Phoker und Sohn des Theotimos, erklärt, dass die Strafe unmöglich zu bezahlen ist, und schlägt vor, die Schätze des delphischen Heiligtums zu nutzen, da das Heiligtum seiner Ansicht nach den Phokern zusteht. Die Phoker folgen diesem Rat, besetzen unter dem Oberbefehl des Philomelos Delphi, rauben den Tempelschatz und lassen Teile daraus sogar einschmelzen, um daraus Mittel zu gewinnen. - Wegen der Besetzung Delphis erklären die Amphiktyonen im Herbst 356 den Heiligen Krieg gegen die Phoker. Philomelos sichert sich die Unterstützung des spartanischen Königs Archidamos III., und auch Athen tritt als Alliierter Phokis auf, während Thebaner, Thessaler, Perrhaiber, Dorer und weitere Griechen auf der Gegenseite stehen. Mit dem Gold aus dem delphischen Tempelschatz bezahlt Phokis ein großes Söldnerheer, das die phokische Kriegsführung stärkt. | |||
*[[-355#GRIECHEN | Fortsetzung 355]] [[Kategorie:Dritter Heiliger Krieg]] | |||
'''Attischer Seebund''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesgenossenkrieg_(Attischer_Seebund) Bundesgenossenkrieg (357-355)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon (71)] <br />um 356: Platon beginnt mit dem Verfassen seines Dialogs ''Kritias''. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Aristoteles Aristoteles (30)] <br /> | |||
*[[-355#GRIECHEN | Fortsetzung 355]] [[Kategorie:Attischer Seebund]] | |||
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'''Sparta''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cleomenes_II König der Agiaden: Kleomenes II. (370–309)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Archidamos_III. König der Eurypontiden: Archidamos III. (359/358–338)] <br /> | |||
'''Bosporanisches Reich''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Leucon_I König Leukon I. (389–349)] <br />Als Athen wegen von Sparta auferlegter Beschränkungen im Nachklang des Peloponnesischen Krieges seine Zahlungen nicht leisten kann, schenkt Leukon der Stadt 400'000 Medimnoi Getreide, etwa 16'380 Tonnen. Für diese großzügige Gabe erhält er in Athen das Bürgerrecht, und es werden Statuen von ihm und seinen Söhnen errichtet. Athens Schiffe genießen in seinen Häfen zudem Abgabenfreiheit und besondere Privilegien. Die von Leukon begründete getreidepolitische Freundschaft mit Athen setzt sich unter seinen Nachkommen fort. So schenkt etwa Spartokos III Athen weitere 15'000 Medimnoi Getreide, rund 590 Tonnen, als symbolische Bekräftigung der Verbindung. Auf diese Weise bleibt das bosporanische Reich ein wichtiger Partner für die Versorgung der attischen Bevölkerung. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Gorgippus König Gorgippos (389–349)] <br /> | |||
*[[-349#GRIECHEN | Fortsetzung 349]] [[Kategorie:Bosporanisches Reich]] | |||
'''Bithynien''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bas_(Bithynien) Regent Bas (376-326)] <br /> | |||
'''Salamis''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Evagoras_II König Euagoras II. (361–351)] <br /> | |||
==ODRYSEN== | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Amadocus_II König Amadokos II. (360-351)] <br /> | |||
==ACHÄMENIDENREICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_III. Großkönig Artaxerxes III. (358–338)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Ariamnes Satrap Ariamnes (Nordkappadokien, 362-350)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mausolus Satrap Mausolus (Karien, 377–353)] <br />Mausolos führt seine Machtpolitik darüber hinaus auf See und an der kleinasiatischen Küste fort, insbesondere in der Zeit des sogenannten Bundesgenossenkriegs (Sozialkriegs) 357–355. Nach Gründung des Zweiten Attischen Seebunds 378 und der späteren Belastung der Bundesgenossen durch Athener Beiträge und eine Kleruchie auf Samos schließen sich Rhodos, Chios und Byzanz 357 zum Aufstand gegen Athen zusammen. Demosthenes schildert in der Rede „Über die Freiheit der Rhodier“, dass Mausolos in dieser Krise der Hauptanstifter und Anreger ist und zusammen mit Artemisia die Rebellen im Seekrieg gegen Athen unterstützt, vermutlich auch, um den eigenen Einfluss in der Dodekanesregion auszuweiten. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Herostratos '''Herostratos'''] <br />0721D: Herostratos den Tempel der Artemis in Ephesos, das Artemision, absichtlich in Brand. Der Tempel ist etwa 200 Jahre alt und wurde unter finanzieller Beteiligung von König Kroisos erbaut. Der Brand ereignet sich gemäss der späteren Überlieferung von Cicero und Plutarch in derselben Nacht, in der Alexander der Große geboren wird, wobei sich beide auf den Historiker Timaios von Tauromenion stützen. Herostratos gesteht unter Folter, dass er das Heiligtum nur deshalb anzündet hat, um seinen Namen unsterblich zu machen. Die Behörden von Ephesos verurteilen Herostrat zum Tode; gleichzeitig beschließen sie eine damnatio memoriae, also ein Verbot, seine Tat und sogar seinen Namen überhaupt zu erwähnen, um die erhoffte Berühmtheit zu verhindern. Der zeitgenössische Historiker Theopompos von Chios berichtet in seinem Werk trotzdem ausdrücklich über die Tat und nennt Herostrat beim Namen. Später wird "Herostrat" zu einem festen Ausdruck im Deutschen, womit man einen Menschen bezeichnet, der aus reiner Geltungssucht Kulturgüter zerstört oder andere Untaten begeht. | |||
*[[-355#ACHÄMENIDENREICH | Fortsetzung 355]] [[Kategorie:Achämenidenreich]] | |||
==ÄGYPTEN== | |||
Spätzeit, 30. Dynastie | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Nektanebos_II. Pharao Nektanebos II. (359-341)] <br /> | |||
==INDIEN== | |||
'''Anuradhapura''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mutasiva König Mutasiva (367–307)] <br /> | |||
==CHINA== | |||
Zeit der Streitenden Reiche <br />(39./40. Zyklus - Jahr des Holz-Büffels; am Beginn des Jahres Holz-Ratte) | |||
'''Qin''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Xiao_of_Qin Herzog Xiao (361-338)] <br />Xiao ernennt Shang Yang zum linken Hilfskanzler (zuo shuzhang) und startet damit die erste große Reformphase. Nun folgen Maßnahmen wie die Neuordnung der Haushaltsregistrierung, Einführung einer strengen Kollektivhaftung (Lianzuo‑System), drakonische Militärgesetze mit klaren Belohnungen für Kampferfolge, Abschaffung erblicher Adelsprivilegien und Aufbau eines Zwanzigrang‑Systems militärischer Adelstitel. Parallel werden Landwirtschaft und Weberei gefördert, Privatfehden hart bestraft, das Qin‑Recht kodifiziert und die Kernfamilie gegenüber Großsippen gestärkt. | |||
*[[-355#CHINA | Fortsetzung 355]] [[Kategorie:Qin]] | |||
'''Zhou''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Xian_of_Zhou König Xian (368–321)] <br /> | |||
'''Zhao''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Cheng_of_Zhao Markgraf Cheng (374–350)] <br /> | |||
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'''Wei''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Hui_of_Wei Markgraf Hui (369–344)] <br /> | |||
'''Qi''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Wei_of_Qi '''König Wei (356–320)'''] <br />Wei übernimmt um 356 die Herrschaft in Qi nach dem Tod seines Vaters. Er nennt sich als Erster Herrscher von Qi "König". Er erweist sich als würdiger Herrscher mit großem Einfluss und Wohlstand im Staat. Die Bürger gelten als fähig, die Generäle als entschlossen und die Armee als stark. Er geht sehr besonnen mit seinen Untergebenen um. Als Spione berichten, dass der General Zhangzi zum Feind (Qin) übergelaufen ist, glaubt König Wei dies nicht und behält Vertrauen. Bald darauf gewinnt Qi einen entscheidenden Sieg; Zhangzi wird als treu erwiesen und der König von Qin bittet Qi um Entschuldigung. Darüber hinaus ermuntert König Wei Kritik an seiner Person und belohnt nach einem gestaffelten System: Wer ihn persönlich kritisiert, erhält die höchste Belohnung, schriftliche Kritik bringt die zweithöchste und weitergeleitete Kritik die geringste Belohnung. Dies führt zunächst zu reger Kritik ("wie ein Marktplatz" vor seinem Zimmer). Nach einem Jahr existieren keine Petitionen mehr, weil alle Probleme gelöst sind und die Staaten Yan, Zhao, Han und Wei seinem Hof ihre Referenz erweisen. - Wei setzt Sun Bin als militärischen Berater ein. Sun Bin ist zuvor von Pang Juan (Wei) bestraft und an den Knien verstümmelt worden. Tian Ji, ein Befehlshaber von Qi, bringt Sun Bin auf Weisung des Königs nach Qi. Da Sun Bin nicht reiten kann, lehnt er den Armeebefehl ab, aber entwickelt in der Folge die Strategien zum Sieg von Qi in der Schlacht von Maling 342, was den Rivalenstaat Wei schwächt und Pang Juan den Tod bringt. Später in der Herrschaft führt König Wei militärische Aktionen gegen Qin und Zhao. - Wei lässt ein bronzenes Ritualgefäß gießen, das die früheste bekannte Erwähnung des Gelben Kaisers trägt (Chen Hou Yinqi dui). - Wei ist verheiratet mit Königin Wei; zudem gibt es Wey Ji (Clan von Wey), Mutter des Prinzen Jiaoshi, sowie Yu Ji (Clan von Yu, mit Namen Juanzhi). Seine Söhne sind Kronprinz Pijiang (regiert später als König Xuan von Qi), Prinz Ying (Vater von Lord Mengchang), Lord Jingguo (Premierminister, erhält das Lehen Xue 322 v. Chr.) und Prinz Jiaoshi. | |||
*[[-354#CHINA | Fortsetzung 354]] [[Kategorie:Qi]] | |||
'''Chu''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Xuan_of_Chu König Xuan (369–340)] <br /> | |||
==JAPAN== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dan_(Tenn%C5%8D) Tennō Kōan (392-291)] <br /> | |||
==QUELLEN== | |||
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14.07.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt | |||
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Aktuelle Version vom 18. Januar 2026, 13:57 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita CCCXCVIII = 398)
- Für das Jahr 356 berichtet der römische Historiker Titus Livius, ein Gnaeus Manlius sei als Interrex eingesetzt, und diese Figur wird in der Überlieferung mit Gnaeus Manlius Capitolinus Imperiosus gleichgesetzt. In der modernen Forschung gilt diese Nachricht jedoch eher als nicht historisch zuverlässig, sodass seine Rolle als Interrex unsicher bleibt.
- Konsul Marcus Popillius Laenas (2. Amtszeit)
Marcus Popillius Laenas ist zum zweiten Mal Konsul und führt erneut Krieg gegen die Tiburtiner, treibt sie in ihre Städte zurück und verwüstet ihre Felder. - Konsul Marcus Fabius Ambustus (2. Amtszeit)
Marcus Fabius Ambustus ist nach 360 ebenfalls zum zweiten Mal Konsul und kämpft gegen die Falisker und die Tarquinier, deren Priester mit furchterregender Ausrüstung zunächst die römischen Soldaten einschüchtern, bis Fabius sie mit anspornenden Worten wieder sammelt und die Feinde vertreibt. Spätere Forschung hält diesen Sieg für ausgeschmückt oder teilweise erfunden, weil die Etrusker anschließend erfolgreich gegen römische Positionen vorstoßen, was bei Diodor als glaubwürdiger belegt ist und zur Ernennung eines Diktators führt, während Fabius den Krieg bis zum Ende seiner Amtszeit weiterführen muss. - Diktator Gaius Marcius Rutilus
Gaius Marcius Rutilus wird zum Diktator ernannt (zum ersten Mal ein Plebejer), um eine Invasion der Etrusker abzuwehren, die in das römische Gebiet eindringt. Er greift das etruskische Heer in seinem Feldlager überraschend an, schlägt es, vertreibt die Etrusker aus dem römischen Territorium und erhält dafür auf Wunsch des Volkes, gegen den Willen des Senats, einen Triumphzug. - Fortsetzung 355
ILLYRER
- König Pleuratos I. (356–335)
Pleuratos I. ist König des illyrischen Stammes der Taulantier und regiert von 356 bis 335 über das Taulantische Königreich an der Adria. - Fortsetzung 344
GRIECHEN
(4. Jahr der 105. / 1. Jahr der 106. Olympiade)
Syrakus
- Tyrann Dion von Syrakus (357-354)
In Syrakus wachsen die Spannungen zwischen Dions Anhängern und jenen Kreisen, die ihn verdächtigen, eine neue Tyrannis anstreben zu wollen. Dions aristokratische Herkunft, sein Reichtum, seine lange Nähe zur Tyrannenfamilie und seine Weigerung, das Grab des Dionysios I. zu zerstören, erregen demokratisch gesinnte Misstrauen. Diese Gegner finden in Herakleides, dem populären Flottenbefehlshaber, einen Wortführer, der sich zunehmend als Rivale Dions profiliert. 356 beschließt die Volksversammlung eine Neuverteilung des Grundbesitzes, die Einstellung der Soldzahlungen an Dions Söldner und die Wahl neuer Befehlshaber, unter denen Herakleides, nicht aber Dion ist. Dion (63) zieht sich mit seinen Söldnern nach Leontinoi zurück, dessen Bürger sich der syrakusanischen Kontrolle entziehen wollen. Die dort angesiedelten ehemaligen Söldner Dionysios’ I. und ihre Nachkommen nehmen Dion freundlich auf und verleihen seinen Söldnern das Bürgerrecht. Als Dionysios’ Feldherr Nypsios von Ortygia aus einen Überraschungsangriff startet, geraten die Syrakuser in große Bedrängnis. Vornehme Bürger ("Ritter") und Bundesgenossen drängen auf einen Hilferuf an Dion, da sie bei einem Sieg des Tyrannen ihre Unabhängigkeit gefährdet sehen. Eine Delegation erreicht Dion in Leontinoi, der sofort mit seinen Söldnern aufbricht. In Syrakus versuchen seine Gegner zunächst, seine Rückkehr durch Besetzung der Stadttore zu verhindern, doch nach einem noch verheerenderen Angriff des Nypsios mit Massakern und Bränden lässt die Bürgerschaft Dion einziehen. Dion schlägt die Truppen des Nypsios zurück, die sich wieder in die Festung Ortygia zurückziehen. Die Gegner Dions sind nun geschwächt, da sie die Krise militärisch nicht meistern konnten. Es kommt zu einer Machtteilung: Dion wird erneut zum Oberbefehlshaber zu Lande gewählt, Herakleides erhält das Kommando über die Flotte. Die Konflikte über Grundbesitzordnung und Verfassung bleiben jedoch ungelöst, und Dion setzt die Wiederherstellung der früheren Besitzverhältnisse durch. Nach weiteren wechselhaften Kämpfen zu Land und zur See wird die Lage für die Besatzung von Ortygia unhaltbar, man einigt sich auf freien Abzug, und Dions Familie wird freigelassen. Nun kontrolliert Dion ganz Syrakus. Dion beginnt, seine politischen Vorstellungen zu verwirklichen, lässt die syrakusanische Flotte als angeblich nicht mehr benötigte, demokratieanfällige Institution auflösen und beruft ein Synhedrion zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung ein. In diesem Kollegium sitzen neben Syrakusern auch Korinther aus der oligarchisch regierten Mutterstadt, was die Demokraten zusätzlich verstimmt. Dion versucht, Herakleides zu integrieren, indem er ihn in das Synhedrion beruft, doch Herakleides weigert sich, mitzuarbeiten, und setzt seine Agitation gegen Dion fort. Dions Weigerung, den Oberbefehl nach dem Sieg niederzulegen und die Festung zu zerstören, verstärkt den Verdacht, er wolle selbst Tyrann werden. Der Konflikt eskaliert, und Herakleides wird von Anhängern Dions ermordet, vermutlich mit dessen Billigung, wenn auch vielleicht ohne ausdrücklichen Befehl. Der Mord erzeugt ungeheures Aufsehen und bestärkt viele Syrakuser in der Überzeugung, dass Dion bereits faktisch eine Gewaltherrschaft ausübt. Das Synhedrion arbeitet zwar weiter und entwirft eine Verfassung mit überwiegend aristokratischen Elementen im Sinne Dions, doch der Rückhalt in der Bürgerschaft ist stark geschwunden. Die Finanzierung der Söldner, auf deren Loyalität seine Macht nun beruht, wird zum Hauptproblem, da sie nach dem Sieg über Dionysios militärisch nicht mehr benötigt werden und die Volksversammlung keine weiteren Soldzahlungen bewilligt. - Fortsetzung 355
Epirus
Makedonien
- König Philipp II. (359–336)
Philipp II. eignet sich den makedonischen Thron vollständig an und verdrängt Amyntas faktisch aus der Herrscherposition. Trotz dieser Usurpation behandelt er seinen Neffen weiterhin als vollwertiges Mitglied des Königshauses und hält ihn am Hof; er lässt Amyntas mehrere adlige Söhne als Jugendgefährten, sogenannte syntrophoi, zur Seite stellen; einer dieser Gefährten ist Philotas. Amyntas führt offenbar den Königstitel, was eine inschriftlich erhaltene Ehrung durch die böotische Stadt Lebadeia nahelegt, wobei auch denkbar ist, dass die Einwohner ihm den Titel fälschlich beilegen. Die Stadt Oropos verleiht Amyntas die Ehrenbürgerwürde (Proxenie).
Philipp II. von Makedonien erobert die Stadt Potidaia und lässt sie zerstören. Das Gebiet wird Olynth zugesprochen. Weiterhin erobern die Makedonier die Stadt Pydna.
Eine makedonische Armee unter dem Heerführer Parmenion unternimmt einen erfolgreichen Feldzug gegen die Illyrer. - Prinz Alexander
Alexander (später "der Grosse") wird als Sohn König Philipps II. und der Königin Olympias, einer Tochter des Königs Neoptolemos I. von Epeiros, geboren. - Regent Lyppeion (Paionien, 359/8–335)
- Fortsetzung 355
Dritter Heiliger Krieg (356–346)
- Der alte Stammeshass der Thessalier und der neu aufflammende Hass der Thebaner auf die Phoker bildet den Hintergrund, wobei Grenzstreitigkeiten an der Grenze zwischen Phokis und Boiotien entstehen. Die Amphiktyonen verhängen daraufhin eine sehr hohe Geldstrafe gegen die Phoker, weil diese nach thebanischen Anschuldigungen heiliges Land der früheren Stadt Kirrha landwirtschaftlich nutzen, obwohl die Bebauung dieser sakralen Fläche verboten ist. Philomelos, ein angesehener Phoker und Sohn des Theotimos, erklärt, dass die Strafe unmöglich zu bezahlen ist, und schlägt vor, die Schätze des delphischen Heiligtums zu nutzen, da das Heiligtum seiner Ansicht nach den Phokern zusteht. Die Phoker folgen diesem Rat, besetzen unter dem Oberbefehl des Philomelos Delphi, rauben den Tempelschatz und lassen Teile daraus sogar einschmelzen, um daraus Mittel zu gewinnen. - Wegen der Besetzung Delphis erklären die Amphiktyonen im Herbst 356 den Heiligen Krieg gegen die Phoker. Philomelos sichert sich die Unterstützung des spartanischen Königs Archidamos III., und auch Athen tritt als Alliierter Phokis auf, während Thebaner, Thessaler, Perrhaiber, Dorer und weitere Griechen auf der Gegenseite stehen. Mit dem Gold aus dem delphischen Tempelschatz bezahlt Phokis ein großes Söldnerheer, das die phokische Kriegsführung stärkt.
- Fortsetzung 355
Attischer Seebund
- Bundesgenossenkrieg (357-355)
- Platon (71)
um 356: Platon beginnt mit dem Verfassen seines Dialogs Kritias. - Aristoteles (30)
- Fortsetzung 355
Sparta
Bosporanisches Reich
- König Leukon I. (389–349)
Als Athen wegen von Sparta auferlegter Beschränkungen im Nachklang des Peloponnesischen Krieges seine Zahlungen nicht leisten kann, schenkt Leukon der Stadt 400'000 Medimnoi Getreide, etwa 16'380 Tonnen. Für diese großzügige Gabe erhält er in Athen das Bürgerrecht, und es werden Statuen von ihm und seinen Söhnen errichtet. Athens Schiffe genießen in seinen Häfen zudem Abgabenfreiheit und besondere Privilegien. Die von Leukon begründete getreidepolitische Freundschaft mit Athen setzt sich unter seinen Nachkommen fort. So schenkt etwa Spartokos III Athen weitere 15'000 Medimnoi Getreide, rund 590 Tonnen, als symbolische Bekräftigung der Verbindung. Auf diese Weise bleibt das bosporanische Reich ein wichtiger Partner für die Versorgung der attischen Bevölkerung. - König Gorgippos (389–349)
- Fortsetzung 349
Bithynien
Salamis
ODRYSEN
ACHÄMENIDENREICH
- Großkönig Artaxerxes III. (358–338)
- Satrap Ariamnes (Nordkappadokien, 362-350)
- Satrap Mausolus (Karien, 377–353)
Mausolos führt seine Machtpolitik darüber hinaus auf See und an der kleinasiatischen Küste fort, insbesondere in der Zeit des sogenannten Bundesgenossenkriegs (Sozialkriegs) 357–355. Nach Gründung des Zweiten Attischen Seebunds 378 und der späteren Belastung der Bundesgenossen durch Athener Beiträge und eine Kleruchie auf Samos schließen sich Rhodos, Chios und Byzanz 357 zum Aufstand gegen Athen zusammen. Demosthenes schildert in der Rede „Über die Freiheit der Rhodier“, dass Mausolos in dieser Krise der Hauptanstifter und Anreger ist und zusammen mit Artemisia die Rebellen im Seekrieg gegen Athen unterstützt, vermutlich auch, um den eigenen Einfluss in der Dodekanesregion auszuweiten. - Herostratos
0721D: Herostratos den Tempel der Artemis in Ephesos, das Artemision, absichtlich in Brand. Der Tempel ist etwa 200 Jahre alt und wurde unter finanzieller Beteiligung von König Kroisos erbaut. Der Brand ereignet sich gemäss der späteren Überlieferung von Cicero und Plutarch in derselben Nacht, in der Alexander der Große geboren wird, wobei sich beide auf den Historiker Timaios von Tauromenion stützen. Herostratos gesteht unter Folter, dass er das Heiligtum nur deshalb anzündet hat, um seinen Namen unsterblich zu machen. Die Behörden von Ephesos verurteilen Herostrat zum Tode; gleichzeitig beschließen sie eine damnatio memoriae, also ein Verbot, seine Tat und sogar seinen Namen überhaupt zu erwähnen, um die erhoffte Berühmtheit zu verhindern. Der zeitgenössische Historiker Theopompos von Chios berichtet in seinem Werk trotzdem ausdrücklich über die Tat und nennt Herostrat beim Namen. Später wird "Herostrat" zu einem festen Ausdruck im Deutschen, womit man einen Menschen bezeichnet, der aus reiner Geltungssucht Kulturgüter zerstört oder andere Untaten begeht. - Fortsetzung 355
ÄGYPTEN
Spätzeit, 30. Dynastie
INDIEN
Anuradhapura
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(39./40. Zyklus - Jahr des Holz-Büffels; am Beginn des Jahres Holz-Ratte)
Qin
- Herzog Xiao (361-338)
Xiao ernennt Shang Yang zum linken Hilfskanzler (zuo shuzhang) und startet damit die erste große Reformphase. Nun folgen Maßnahmen wie die Neuordnung der Haushaltsregistrierung, Einführung einer strengen Kollektivhaftung (Lianzuo‑System), drakonische Militärgesetze mit klaren Belohnungen für Kampferfolge, Abschaffung erblicher Adelsprivilegien und Aufbau eines Zwanzigrang‑Systems militärischer Adelstitel. Parallel werden Landwirtschaft und Weberei gefördert, Privatfehden hart bestraft, das Qin‑Recht kodifiziert und die Kernfamilie gegenüber Großsippen gestärkt. - Fortsetzung 355
Zhou
Zhao
Wei
Qi
- König Wei (356–320)
Wei übernimmt um 356 die Herrschaft in Qi nach dem Tod seines Vaters. Er nennt sich als Erster Herrscher von Qi "König". Er erweist sich als würdiger Herrscher mit großem Einfluss und Wohlstand im Staat. Die Bürger gelten als fähig, die Generäle als entschlossen und die Armee als stark. Er geht sehr besonnen mit seinen Untergebenen um. Als Spione berichten, dass der General Zhangzi zum Feind (Qin) übergelaufen ist, glaubt König Wei dies nicht und behält Vertrauen. Bald darauf gewinnt Qi einen entscheidenden Sieg; Zhangzi wird als treu erwiesen und der König von Qin bittet Qi um Entschuldigung. Darüber hinaus ermuntert König Wei Kritik an seiner Person und belohnt nach einem gestaffelten System: Wer ihn persönlich kritisiert, erhält die höchste Belohnung, schriftliche Kritik bringt die zweithöchste und weitergeleitete Kritik die geringste Belohnung. Dies führt zunächst zu reger Kritik ("wie ein Marktplatz" vor seinem Zimmer). Nach einem Jahr existieren keine Petitionen mehr, weil alle Probleme gelöst sind und die Staaten Yan, Zhao, Han und Wei seinem Hof ihre Referenz erweisen. - Wei setzt Sun Bin als militärischen Berater ein. Sun Bin ist zuvor von Pang Juan (Wei) bestraft und an den Knien verstümmelt worden. Tian Ji, ein Befehlshaber von Qi, bringt Sun Bin auf Weisung des Königs nach Qi. Da Sun Bin nicht reiten kann, lehnt er den Armeebefehl ab, aber entwickelt in der Folge die Strategien zum Sieg von Qi in der Schlacht von Maling 342, was den Rivalenstaat Wei schwächt und Pang Juan den Tod bringt. Später in der Herrschaft führt König Wei militärische Aktionen gegen Qin und Zhao. - Wei lässt ein bronzenes Ritualgefäß gießen, das die früheste bekannte Erwähnung des Gelben Kaisers trägt (Chen Hou Yinqi dui). - Wei ist verheiratet mit Königin Wei; zudem gibt es Wey Ji (Clan von Wey), Mutter des Prinzen Jiaoshi, sowie Yu Ji (Clan von Yu, mit Namen Juanzhi). Seine Söhne sind Kronprinz Pijiang (regiert später als König Xuan von Qi), Prinz Ying (Vater von Lord Mengchang), Lord Jingguo (Premierminister, erhält das Lehen Xue 322 v. Chr.) und Prinz Jiaoshi. - Fortsetzung 354
Chu
JAPAN
QUELLEN
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14.07.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
18.01.2026 Grundstock ergänzt