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Erscheinungsbild
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita CDX = 410)
- Konsul Gaius Marcius Rutilus (3. Amtszeit)
Gaius Marcius Rutilus wird zum dritten Mal Konsul und führt als Konsul die römische Armee in den Samnitenkriegen. - Fortsetzung 343
ILLYRER
- König Pleuratus I. (356–335)
Pleuratus I. kämpft gegen Philipp II. von Makedonien. Pleuratus wird zwar besiegt, verwundet aber Philipp und dessen Elitetruppen auf der Verfolgung. Philipp begnügt sich daher mit Dassaretia. Isokrates beschreibt daraufhin den Staat der Taulantier nur noch als Gebiet entlang der Adria. - Fortsetzung 337
GRIECHEN
(4. Jahr der 108. / 1. Jahr der 109. Olympiade)
Syrakus
Epirus
Makedonien
- König Philipp II. (359–336)
- Prinz Alexander (12)
Bukephalos (Pferd)
Das Pferd Bukephalos lebt etwa von 355 bis Juni 326; der Name bedeutet "ochsenköpfig" und spielt wahrscheinlich auf ein Brandzeichen, eine Blesse oder eine besonders breite Stirn an. Zur genauen Rasse, Fellfarbe, Zeichnung und selbst zum Geschlecht des Pferdes gibt es keine sicheren Informationen. In Dion wird Philipp II. ein besonders schönes, aber äußerst widerspenstiges Pferd zum Kauf angeboten, das niemand reiten kann. Mehrere Reiter scheitern, und Philipp ist bereits im Begriff, es zurückzuweisen. Alexander beobachtet die Szene aufmerksam und bemerkt, dass das Pferd vor allem vor dem eigenen Schatten scheut. Alexander tritt nun näher, wendet Bukephalos so zur Sonne, dass Pferd und Reiter keinen Schatten mehr vor sich sehen, und beruhigt das Tier dadurch. Anschließend gelingt es ihm, aufzusteigen und Bukephalos zu reiten, was zuvor niemand geschafft hat. Philipp kauft daraufhin das Pferd für den sehr hohen Preis von 13 Talenten, eine Summe, mit der man den Monatssold von etwa 1500 Soldaten bestreiten kann. Fortan ist Alexander der einzige, der Bukephalos reitet. Das Pferd begleitet ihn von nun an in allen seinen Feldzügen und Schlachten. Bukephalos wird dabei als außergewöhnlich treu und ausdauernd beschrieben und erreicht ein für ein Kriegspferd sehr hohes Alter von ungefähr 30 Jahren. - Regent Lyppeion (Paionien, 359/8–335)
- Fortsetzung 343
Athen
- Zweite Philippika
Als Reaktion auf die Klagen der peloponnesischen Städte tritt der athenische Redner Demosthenes in der Volksversammlung auf und hält im Jahr 344/343 die zweite Philippika. In dieser Rede greift er Philipp II. und dessen athenische Anhänger scharf an und erhebt als schwersten Vorwurf, dass Philipp die Bestimmungen des Friedens von 346 verletzt. Demosthenes erklärt, die Athener seien von philippfreundlichen Politikern irregeführt worden, die ihnen versprochen hätten, Philipp werde die Phoker retten und Theben demütigen. Gleichzeitig ist die Rede weniger leidenschaftlich als die erste Philippika, weil Demosthenes hier stärker zur Vorsicht mahnt und die Athener zu einem nüchternen politischen Kurs gegenüber Philipp anhalten will. - Fortsetzung 341
Sparta
- König der Agiaden: Kleomenes II. (370–309)
- König der Eurypontiden: Archidamos III. (359/358–338)
Um 344/343 bittet die von Lukanern und Messapiern bedrängte spartanische Tochterstadt Tarent Archidamos um militärische Unterstützung. Archidamos folgt der Bitte, wirbt für den Süditalienfeldzug ein Heer an, das hauptsächlich aus ehemaligen phokischen Söldnern besteht, segelt zunächst nach Kreta und stellt dort die von Phalaikos zerstörte Stadt Lyttos wieder her. - Fortsetzung 338
Atarneus
Bosporanisches Reich
Bithynien
Salamis
ODRYSEN
ACHÄMENIDENREICH
- Großkönig Artaxerxes III. (358–338)
Artaxerxes schlägt den Aufstand auf Zypern nieder. - Satrap Ariarathes I. (Nordkappadokien, 350?-322)
- Satrap Idrieus (Karien, 351–344)
Idrieus erkrankt und stirbt nach einer etwa siebenjährigen Regierungszeit. - Satrapin Ada (Karien, 344-340)
Nach dem Tod von Idrieus folgt ihm seine Schwester und Gattin Ada auf den Thron von Karien. - Satrap Mazaios (Kilikien, 351-333?)
Ab 344/343 prägt Mazaios als Stadtherr von Sidon etwa elf Jahre lang Münzen und festigt damit seine Stellung in der Region. Eine Zeitlang verwaltet Mazaios laut seinen Münzzeugnissen neben Kilikien auch die Satrapie Syrien westlich des Euphrat anstelle des in Ungnade gefallenen Belesys. Später gibt er Kilikien an Arsames ab und dient unter Dareios III. als Satrap von Koilesyrien und „Syrien zwischen den Strömen“, womit Syrien und Mesopotamien gemeint sind, sowie als Philos (Freund) des Königs am Hof. - Aristoteles (42)
Aristoteles hält sich in Mytilene auf Lesbos auf und arbeitet systematisch an naturwissenschaftlichen Untersuchungen. Er beobachtet die Natur der Insel, sammelt Beispiele aus der Tierwelt und beginnt, diese Beobachtungen theoretisch zu ordnen, was später in seine biologischen Schriften einfließt. Gemeinsam mit Theophrast widmet er sich der Beschreibung und Klassifikation von Lebewesen und entwickelt methodische Zugänge, mit denen er äußere Merkmale, Lebensweisen und Funktionen der Organismen erfasst. Danach reist er nach Stageira, seine Heimatstadt. - Fortsetzung 342
ÄGYPTEN
Spätzeit, 30. Dynastie
- Pharao Nektanebos II. (359-341)
Ende Jahr entsendet Artaxerxes III. Gesandte nach Griechenland, um Verbündete für einen Feldzug gegen Ägypten zu gewinnen; Athen und Sparta bleiben zwar höflich, schließen aber kein Bündnis, während andere Städte wie Theben 1000 Hopliten und Argos 3000 Krieger stellen. - Fortsetzung 342
KUSCH
INDIEN
Magadha
Anuradhapura
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(39./40. Zyklus - Jahr des Feuer-Büffels; am Beginn des Jahres Feuer-Ratte)
Qin
- Herzog Xiao (361-338)
Um Zeit für die inneren Reformen zu gewinnen, beruft Herzog Xiao 350 v. Chr. ein Friedensreffen mit König Hui von Wei in Tongdi ein, was die Spannungen vorübergehend entschärft. Einige Jahre später, unter dem Vorwand eines Tributs an den Zhou‑König, sammelt König Hui von Wei die „Zwölf Fürsten von Sishang“, um eine Koalition gegen Qin zu schmieden. Als Reaktion setzt Herzog Xiao Shang Yangs Strategie um, Wei durch höfische Ehrung zu besänftigen: 344 v. Chr. reist Shang Yang nach Wei, rät König Hui, formell den Königstitel anzunehmen, nördliche Allianzen zu suchen, Qi im Osten zu schlagen, Qin im Westen zu verbünden und Chu im Süden anzugreifen, um wahre Hegemonie zu erringen. König Hui folgt dem Rat, proklamiert sich zum König, baut prächtige Paläste, führt königliche Insignien ein und veranstaltet die Fengze‑Versammlung bei heutigem Kaifeng, an der auch ein qin‑ischer Prinz und der Zhao‑Herrscher teilnehmen. Dieser Bruch mit der Ritualordnung erzürnt jedoch Qi und Chu, sodass viele Fürsten ihre Loyalität in Richtung Qi verschieben und Weis Stellung schwächer wird. 343 v. Chr. baut Qin eine Festung in Wucheng, was seine Position an der Westgrenze von Wei weiter stärkt. - Fortsetzung 341
Zhou
Zhao
Wei
- Markgraf (369–344), nun König Hui 344–319)
Hui erhebt den Staat Wei vom Marchen zum Königreich und nimmt selbst den Königstitel an. - Fortsetzung 342
Qi
Chu
JAPAN
QUELLEN
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26.07.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
29.12.2025 Grundstock ergänzt