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RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita CDXI = 411)

  • Konsul Marcus Valerius Corvus (3. Amtszeit)
    Marcus Valerius Corvus wird zum dritten Mal Konsul und kämpft im Ersten Samnitenkrieg mit.
  • Erster Samnitenkrieg (343-341)
    Die Samniten greifen ohne römische Beteiligung zunächst die Sidiciner um Teanum Sidicinum an; diese rufen die kampanischen Städte um Hilfe.​ Die Samniten schlagen die Kampaner zweimal, erobern die Tifata‑Hügel über Capua, schlagen sie erneut in der Ebene und zwingen sie in die Stadtmauern Capuas.​ Die Kampaner schicken Gesandte nach Rom, bieten ein Bündnis an und weisen auf ihren Reichtum und ihre Nützlichkeit gegen die Volsker hin.​ Der römische Senat lehnt ein formelles Bündnis ab, weil er dem Vertrag mit den Samniten treu bleiben will; daraufhin "übergeben" die Kampaner Capua und Kampanien bedingungslos Rom.​ Rom erklärt nun, aus Ehrenpflicht sein neues "Besitzgebiet" schützen zu müssen, und fordert die Samniten auf, Capua und Kampanien zu verschonen.​ Die samnitische Volksversammlung weist die römische Mahnung schroff zurück und befiehlt laut hörbar den sofortigen Einmarsch in Kampanien; nach ergebnisloser Forderung auf Genugtuung erklärt Rom den Krieg.​ Die Konsuln Marcus Valerius Corvus und Aulus Cornelius Cossus Arvina marschieren gegen die Samniten: Valerius nach Kampanien, Cornelius nach Samnium (Lager bei Saticula).​
    Schlacht am Berg Gaurus
    Valerius besiegt die Samniten nach schwerem Kampf bei Berg Gaurus nahe Cumae; beide Seiten erleiden schwere Verluste.​
    Cornelius gerät mit seinem Heer in einer Gebirgsschlucht in eine Falle; der Militärtribun Publius Decius Mus nimmt mit einem kleinen Trupp eine Anhöhe, lenkt die Samniten ab und ermöglicht dem Heer den Ausbruch, das am nächsten Tag die unvorbereiteten Samniten schlägt.​ Die Samniten sammeln sich und belagern Suessula; Valerius erreicht mit Gewaltmärschen die Stadt, nutzt die Zersplitterung des samnitischen Heeres beim Plündern, erobert das Lager und schlägt die verstreuten Forager.​ Für die Rettung des eingeschlossenen Heeres erhält Decius Mus von seinem eigenen Heer und von dem Heer, das er befreit, die Grasskrone, die höchste militärische Auszeichnung der Republik.
    Falerii wandelt seine 40‑jährige Waffenruhe mit Rom in einen dauerhaften Frieden um, die Latiner geben ihren geplanten Krieg gegen Rom auf und ziehen gegen die Paeligner; Karthago schickt eine Gesandtschaft mit einer Goldkrone für den Jupitertempel.​ Beide Konsuln feiern Triumph über die Samniten (21. und 22. September).
  • Fortsetzung 342

ILLYRER

GRIECHEN

(1./2. Jahr der 109. Olympiade)

Syrakus

  • Tyrann Dionysios II. (2. Amtszeit 346-344/343)
  • Tyrann Timoleon (345–337)
    Timoleon führt seine Truppen ins Landesinnere und schlägt Hiketas, den Tyrannen von Leontinoi, bei Adranon, sodass dieser sich auf Syrakus zurückziehen muss. Dionysios II. übergibt die Insel Ortygia an Timoleon, erhält dafür freies Geleit nach Korinth. Hiketas erhält nun Unterstützung aus Karthago, wobei antike Quellen von rund 60'000 Mann sprechen. Die militärischen Erfolge bleiben jedoch aus, es kommt zu Spannungen, und schließlich lassen die Karthager Hiketas fallen; er wird in Leontinoi belagert und muss kapitulieren, während Timoleon zum unangefochtenen Herrn von Syrakus wird. Timoleon beginnt sofort mit der Wiederherstellung der stark geschwächten Stadt Syrakus. Er ruft neue Siedler aus Korinth und anderen Teilen Griechenlands, um Bevölkerung und Wirtschaft zu stärken. Politisch führt er eine Volksregierung auf Grundlage demokratischer Gesetze ein, die der Gesetzgeber Diokles erlassen hat. Um nicht selbst wie ein Tyrann zu erscheinen, lässt er die Festung auf Ortygia schleifen und an ihrer Stelle ein Gerichtsgebäude errichten. Der jährlich aus einer von drei Familien gewählte Priester des Zeus von Olympia, der sogenannte amphi-polos, wird als oberster Magistrat eingesetzt. Die Reformen erweisen sich als langlebig und gelten der Überlieferung nach in ihren Grundzügen bis in die Zeit des Augustus.
  • Fortsetzung 340

Leontinoi

  • Tyrann Hiketas (343?-338)
    Timoleon erreicht die Kapitulation des Dionysios, der ihm Ortygia übergibt. Hiketas gibt Syrakus auf und zieht sich nach Leontinoi zurück, wo er als Tyrann herrscht, ohne seine Ambitionen auf Syrakus ganz aufzugeben.​
  • Fortsetzung 342

Epirus

  • König Arybbas (370-343/342)
    Das Bündnis mit Makedonien verschafft Arybbas zunächst Rückhalt, doch Philipp II. fördert zunehmend den jungen Alexander, den Bruder der Olympias, als Gegenkandidaten. Philipp beeinflusst Alexander und setzt ihn schließlich als neuen König der Molosser ein; um 343/342 marschiert er in Epirus ein, entthront Arybbas und vertreibt ihn ins Exil. Arybbas geht nach seiner Absetzung ins Exil, unter anderem nach Athen, wo seine Lage in den Reden des Demosthenes erwähnt wird. Er stirbt im Exil nach 342/341 im Archontat des Sosigenes und hinterlässt den Sohn Aiakides, der später selbst König von Epirus wird und der Vater des berühmten Pyrrhos sein wird.
  • König Alexander I. (343/342–331)
  • Fortsetzung 342

Makedonien

  • König Philipp II. (359–336)
    Philipp schließt einen Nichtangriffspakt mit dem persischen Großkönig Artaxerxes III., um jede unmittelbare Gefahr eines Konflikts mit dem Perserreich auszuschalten und sich im Westen frei bewegen zu können. Dieser Vertrag sichert ihm die persische Neutralität und ermöglicht es ihm, seine Expansion in Griechenland und Thrakien fortzusetzen, ohne einen Zweifrontenkrieg befürchten zu müssen.
    Konflikt um Kardia auf der Chersones. Die Stadt ist mit Philipp verbündet; dennoch schickt Athen Siedler (Kleruchen) nach Kardia, um die Halbinsel, die an der für Athen lebenswichtigen Getreideroute zum Schwarzen Meer liegt, zu sichern. Philipp nimmt dies zum Anlass, einzugreifen; wenig später kontrolliert er ganz Thrakien.
    Die Stadt Knossos auf Kreta verbündet sich mit Makedonien; daraufhin schickt Sparta Truppen gegen die Stadt.
    In Eretria auf Euböa gewinnt die pro-makedonische Partei die Oberhand.
  • Prinz Alexander (13)
    In den folgenden drei Jahren lebt der 13-jährige Alexander zur Ausbildung gemeinsam mit befreundeten Söhnen der Aristokratie bei dem (noch nicht berühmten) Gelehrten Aristoteles.
  • Regent Lyppeion (Paionien, 359/8–335)
  • Aristoteles (43)
    Um 343/342 lädt Philipp II. Aristoteles nach Pella ein, um seinen dreizehnjährigen Sohn Alexander zu unterrichten. Der Unterricht findet in Mieza statt und umfasst Ethik, Politik sowie Literatur wie Homer und Euripides. Angeblich schenkt Aristoteles Alexander ein kommentiertes Exemplar der Ilias. Auch andere Adlige wie Ptolemaios und Kassander nehmen an seinen Lehrstunden teil. Die Tätigkeit als Erzieher dauert nur wenige Jahre, bevor Alexander als etwa Sechzehnjähriger nach Pella zurückkehrt und als Regent von Makedonien eingesetzt wird. Aristoteles lässt für Alexander eine Abschrift der Ilias anfertigen, die der König als Verehrer des Achilleus später auf seinen Eroberungszügen mit sich führen wird. Nach Abschluss dieser Aufgabe bleibt Aristoteles noch etwa fünf Jahre am Hof. Alexander schenkt ihm Tiere von seinen Jagden und Expeditionen, damit Aristoteles sie für seine naturwissenschaftlichen Werke untersucht.
  • Fortsetzung 342

Sparta

Atarneus

Bosporanisches Reich

Bithynien

Salamis

ODRYSEN

ACHÄMENIDENREICH

ÄGYPTEN

Spätzeit, 30. Dynastie

KUSCH

INDIEN

Magadha

Anuradhapura

CHINA

Zeit der Streitenden Reiche
(39./40. Zyklus - Jahr des Erde-Tigers; am Beginn des Jahres Feuer-Büffel)

Qin

Zhou

Zhao

Wei

Qi

Chu

JAPAN

QUELLEN

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27.07.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

26.12.2025 Grundstock ergänzt

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