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== | ==RÖMISCHE REPUBLIK== | ||
(ab urbe condita CCCLIX = 359) | |||
[http://de.wikipedia.org/wiki/ | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Cossus_(Konsulartribun_395_v._Chr.) '''Konsulartribun Publius Cornelius Cossus'''] <br />Publius Cornelius Cossus entstammt dem Geschlecht der Cornelier, genauer dem der Cornelii Cossi, und wird im Jahr 395 zum Tribunen mit konsularischer Gewalt gewählt. Den beiden Corneliern Maluginensis und Scipio wird die Kampagne gegen die Falisker anvertraut, die jedoch zu keinem konkreten Ergebnis führt. Gleichzeitig wird in der Stadt, wo die Auseinandersetzungen um die Verteilung der Beute aus dem Vorjahresfall von Veii andauern, eine weitere Polemik ausgelöst: der Volkstribun Veio Tito Sicinio schlägt vor, einen Teil der römischen Bevölkerung nach Veio zu verlegen, und die Senatoren widersprechen diesem Vorschlag entschieden. | ||
* | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_(Konsulartribun) '''Konsulartribun Publius Cornelius Scipio (1. Amtszeit)'''] <br />Publius Cornelius Scipio wird zum Konsulartribunen gewählt. Den beiden Brüdern Cornelius Maluginensis und Cornelius Scipio wird der Feldzug gegen die Falisker übertragen, der jedoch zu keinem greifbaren Ergebnis führt. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Valerius_Lactucinus_Maximus Konsulartribun Marcus Valerius Lactucinus (2. Amtszeit)] <br />Marcus Valerius Lactucinus Maximus wird nach 398 erneut zum Konsulartribun gewählt. Er führt zusammen mit Quintus Servilius Fidenas den Feldzug gegen die Kapenaten, die schließlich gezwungen werden, Rom um Frieden zu bitten. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Quintus_Servilius_Fidenas_(Konsulartribun_402_v._Chr.) Konsulartribun Quintus Servilius Fidenas (3. Amtszeit)] <br />Quintus Servilius Fidenas wird zum dritten Mal zum Konsulartribun gewählt. Im Vorjahr hat Camillus als Diktator Veji endgültig eingenommen, wodurch die Tribunen sich nun gegen die Verbündeten der zerstörten Stadt wenden können. Für die Angriffe auf die Verbündeten von Veji teilt der Senat die Aufgaben auf: Die beiden Cornelier sollen Falerii angreifen, Marcus Valerius und Servilius sollen Capena besiegen. Servilius und Valerius verwüsten das Gebiet von Capena, bis die Capenaten, vom Krieg erschöpft, um Frieden bitten, und die Römer gewähren diesen Frieden. Die Cornelier sind weniger erfolgreich, weshalb der Krieg gegen Falerii in das nächste Jahr fortgesetzt wird. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kaeso_Fabius_Ambustus Konsulartribun Kaeso Fabius Ambustus (3. Amtszeit)] <br />Kaeso Fabius Ambustus bekleidet das dritte Konsulartribunat. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Furius_Medullinus_(Konsulartribun_407_v._Chr.) Konsulartribun Lucius Furius Medullinus (5. Amtszeit)] <br />Lucius Furius Medullinus wird in diesem Jahr zum fünften Mal Konsulartribun gewählt. Es wird angenommen, dass Medullinus in Rom bleibt, wo er zusammen mit einigen seiner Kollegen die inneren Angelegenheiten weiter verwaltet. Währenddessen werden zwei Brüder, Cornelius Maluginensis und Cornelius Scipio, mit dem Feldzug gegen die Falisker beauftragt, der zu keinem konkreten Ergebnis führt. Valerius Lactucinus und Quintus Servilius erhalten den Feldzug gegen Capena, das schließlich Frieden mit Rom schließen muss. In Rom selbst dauern jedoch die Streitigkeiten über die Verteilung der im Vorjahr bei dem Fall von Veii erbeuteten Beute an. Hinzu kommt ein neuer Konflikt durch den Vorschlag des plebejischen Volkstribunen Titus Sicinius, einen Teil der römischen Bevölkerung nach Veii zu verlegen, was der römische Senat entschieden ablehnt., | |||
*[[-394#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 394]] [[Kategorie:Römische Republik]] | |||
[http://de.wikipedia.org/wiki/ | ==GRIECHEN== | ||
* | (1./2. Jahr der 96. Olympiade) | ||
'''Syrakus''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_I._von_Syrakus Tyrann Dionysios I. (405–367)] <br /> | |||
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'''Molosser / Epirus''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tharyps König Tharyps (430–385)] <br /> | |||
'''Makedonien''' | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Aeropos_II. König Aeropos II. (396–393)] <br /> Aeropos II. tritt 395/394 in Zusammenhang mit Agesilaos auf, als dessen Heere nach dem Feldzug in Asien freien Durchzug durch Makedonien erhalten. Der Text nennt außerdem, dass er während seiner Herrschaft mit den Strategemen oder der Überheblichkeit des lakedaemonischen Königs konfrontiert ist. | |||
*[[-393#GRIECHEN | Fortsetzung 393]] [[Kategorie:Makedonien]] | |||
'''Pherai''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lykophron_von_Pherai Tyrann Lykophron (404-390)] <br />In diesem Jahr führt Medios bereits den Kampf der Aleuaden gegen Lykophron. Mit zweitausend Kriegern nimmt er Pharsalos ein und vertreibt die mit Pherai verbündeten Spartaner. Möglicherweise verliert Lykophron dabei für kurze Zeit auch in Pherai selbst die Macht. | |||
*[[-394#GRIECHEN | Fortsetzung 394]] [[Kategorie:Pherai]] | |||
'''Athen''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon (33)] <br /> | |||
'''Korinth''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Korinthischer_Krieg '''Korinthischer Krieg (395–387)'''] <br />Im Jahr 395 beginnt der Krieg mit den ersten unmittelbaren Spannungen und Kampfhandlungen zwischen Theben, Sparta und den mit ihnen verbundenen Mächten. Die Thebaner unterstützen zunächst ihre lokrischen Verbündeten bei der Einziehung von Abgaben in einem Gebiet, das zugleich von Lokris und Fokis beansprucht wird. Daraufhin fallen die Fokier in Lokris ein, Lokris bittet Theben um Hilfe, und die Thebaner dringen in das Gebiet von Fokis vor, worauf Fokis seinen Verbündeten Sparta anruft. Sparta sieht darin endlich den Anlass, gegen Theben vorzugehen, ordnet die allgemeine Mobilmachung an und schickt eine thebanische Gesandtschaft nach Athen, um Unterstützung zu erbitten. <br />Die Athener stimmen dafür, Theben zu helfen, und es wird ein ewiges Bündnis zwischen Athen und der böotischen Konföderation geschlossen. Der spartanische Plan sieht vor, zwei Heere unter Lysander und Pausanias gegen Haliartos zusammenzuführen. Lysander trifft vor Pausanias ein, bewegt Orchomenos zum Abfall von der böotischen Konföderation und marschiert mit eigenen Truppen und orkomenischen Kräften auf Haliartos zu. In der Schlacht bei Haliartos (Details siehe unter Sparta) kommt Lysander ums Leben; die Schlacht endet ohne klaren Sieger, wobei die Spartaner zunächst hohe Verluste erleiden und später eine Gruppe verfolgender Thebaner in schwierigerem Gelände schlagen. <br />Später weitet sich der Krieg aus. Gegen Ende des Jahres treten Korinth und Argos auf der Seite von Athen und Theben in den Krieg ein. In Korinth wird ein Rat gebildet, um die Angelegenheiten dieses Bündnisses zu leiten, und die Verbündeten senden Gesandte an mehrere kleinere Poleis, von denen viele ihre Unterstützung zusagen. Sparta reagiert mit der Vorbereitung eines Heeres gegen das neue Bündnis und ruft Agesilaos nach Griechenland zurück, der seine asiatische Kampagne abbricht und mit seinen Truppen über den Hellespont und durch Thrakien heimkehrt. | |||
*[[-393#GRIECHEN | Fortsetzung 393]] [[Kategorie:Korinth]] | |||
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'''Sparta''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Agesilaos_II. König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pausanias_(K%C3%B6nig) König der Agiaden: Pausanias (2. Amtszeit 408–395)] <br /> | |||
*Frühjahr: Agesilaos II. dringt mit seiner Armee ins persische Lydien ein. Die Hauptstadt Sardes wird erobert. Der unterlegene Satrap Tissaphernes wird von Artaxerxes II. hingerichtet. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Haliartos '''Schlacht von Haliartos'''] <br />Pharnabazos schickt den Rhodier Timokrates als Unterhändler zu den führenden griechischen Städten, um ihnen finanzielle Unterstützung für den Fall einer Kriegserklärung gegen Sparta anzubieten. Sparta zieht bereits seit einiger Zeit den Unwillen der anderen Städte auf sich, und diese nehmen das Angebot bereitwillig an. Besonders Theben interessiert sich dafür, Sparta aus Böotien oder ganz Mittelgriechenland fernzuhalten, um die eigene Stellung dort auszubauen. Theben geht jedoch nicht direkt gegen Sparta vor, sondern überredet die verbündeten Lokrer, Phokis, einen Verbündeten Spartas, anzugreifen. Theben ist dadurch verpflichtet, seinem Bundesgenossen im Kampf beizustehen. Zugleich bittet Theben Athen um Hilfe, und zwischen Athen und Böotien wird ein ewiges Bündnis geschlossen. Phokis bittet inzwischen selbst Sparta um Unterstützung. Die Spartaner sehen darin eine günstige Gelegenheit, Theben als Konkurrenten in Mittelgriechenland auszuschalten, und planen, zwei Armeen gegen Theben zu führen. Eine Armee aus Spartanern und peloponnesischen Bundesgenossen ohne die Korinther soll unter Pausanias nach Norden ziehen. Gleichzeitig soll Lysander mit einer Armee aus Phokis, Orchomenos und anderen Verbündeten aus dem Nordwesten Griechenlands nach Süden führen. Beide Armeen sollen sich bei Haliartos vereinigen, um danach gegen Theben zu operieren. Da sich Pausanias’ Abmarsch aus der Peloponnes verzögert, trifft Lysander mit seiner Armee bei Haliartos ein, während die zweite Armee noch einen Tagesmarsch entfernt ist. Lysander wartet das Eintreffen des spartanischen Bürgerheeres nicht ab. Er lässt seine Bündnertruppen vor Haliartos aufmarschieren und fordert die Bevölkerung auf, sich von Theben loszusagen und ihm die Stadt zu übergeben. Nachdem ihm dies auf Betreiben der in Haliartos anwesenden Thebaner verweigert worden ist, greift er die Befestigungen an. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein thebanisches Heer aus Hopliten und Reiterei, das Lysander entweder nicht aufgeklärt hat oder dessen Angriffslust er unterschätzt. Dieses tritt unverzüglich gegen Lysander an, stellt seine Armee vor den Mauern der Stadt und schlägt sie, wobei Lysander fällt. Zunächst führungslos weicht die aus Bundesgenossen aufgestellte spartanische Armee in die nahe gelegenen Berge aus, sammelt sich dort aber wieder und fügt den zu heftig verfolgenden und auf schmale Pfade zusammengedrängten Thebanern empfindliche Verluste durch Speerwürfe, Pfeile und hinabgerollte Felsen zu. Die Verfolgung wird nach kurzer Zeit abgebrochen, und die Reste der thebanischen Armee ziehen sich nach Haliartos zurück. Am nächsten Tag löst sich die Armee des gefallenen Lysander auf, und die Kontingente ziehen in ihre Heimatstädte zurück. Der zunächst aufkommende Siegesjubel der Thebaner endet aber abrupt, als Pausanias kurz darauf mit seiner Armee vor den Toren Haliartos erscheint. Er greift jedoch nicht an, sondern lagert vor der Stadt. Auch in den nächsten drei Tagen bietet er keine Schlacht an, und die Thebaner fühlen sich ihrerseits zu schwach, es mit den Spartanern aufzunehmen. Nach Xenophon berät sich Pausanias mit seinen Offizieren, und als Ergebnis gilt, dass die Moral der Truppe angesichts der vielen Gefallenen vor der Stadt, darunter Lysander, ein Gefecht nicht zulasse; außerdem wird die starke böotische Reiterei als zwingendes Argument gegen eine erneute Schlacht angeführt. Gleichwohl verlangt die Tradition, die Gefallenen nicht unbestattet liegen zu lassen. Andererseits will man es der Truppe nicht zumuten, innerhalb Speerwurfweite vor den Mauern die Gefallenen zu bergen. Drei Tage nach der Schlacht erscheint ein athenisches Entsatzheer, das ebenfalls, nicht weit von den Spartanern, sein Lager aufschlägt. Nachdem sich das Kräfteverhältnis nun endgültig zu Ungunsten Spartas verschoben hat, verhandelt Pausanias mit den Thebanern über einen Waffenstillstand zur Bergung der Gefallenen. Dies wird ihm unter der Bedingung des sofortigen Abzuges aus Böotien zugesagt und so vereinbart. Bei der Rückkehr nach Sparta wird Pausanias von Lysanders Anhängern wegen seines verspäteten Eintreffens angeklagt und muss ins Exil gehen. Mit Lysanders Tod und Pausanias’ Exil bleibt von den Hauptakteuren spartanischer Politik nur noch Agesilaos übrig, der in den folgenden Jahren tonangebend ist. Der Korinthische Krieg dauert in den folgenden acht Jahren weiter an. Trotz des taktischen Sieges der Thebaner und des anschließenden Rückzugs Spartas aus Böotien hat die Schlacht keine weitreichende Bedeutung. Da letztlich kein Sieg gegen die Spartaner erfochten worden ist, sondern lediglich gegen Verbündete Spartas unter spartanischer Führung, wird der Nimbus der Unbesiegbarkeit nicht angekratzt. Der einzige Gewinner ist Persien, da Agesilaos seine Truppen aus Ionien abziehen muss und Persien dort wieder freie Hand hat. | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Agesipolis_I. '''König der Agiaden: Agesipolis I. (395-380)'''] <br />Nach der Schlacht von Haliartos muss Agesipolis' Vater Pausanias in die Verbannung nach Tegea gehen. Daraufhin wird Agesipolis, um 410 geboren, König von Sparta aus dem Haus der Agiaden. Da Agesipolis und sein jüngerer Bruder Kleombrotos noch minderjährig sind, übernimmt ihr nächster Verwandter Aristodemos die Vormundschaft. Zur selben Zeit formiert sich eine Koalition aus Theben, Athen, Korinth und Argos gegen Sparta, wodurch der Korinthische Krieg ausbricht. Aus diesem Grund kehrt Agesilaos II., der König aus dem Hause der Eurypontiden, von seiner Expedition aus Kleinasien zurück. Noch bevor Agesilaos heimkehrt, führt Aristodemos die Spartaner in den Krieg gegen die Koalition und besiegt diese in der Schlacht von Nemea. | |||
*[[-394#GRIECHEN | Fortsetzung 394]] [[Kategorie:Sparta]] | |||
'''Bosporanisches Reich''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Satyrus_I König Satyros I. (432-389)] <br /> | |||
'''Salamis''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Evagoras_I König Euagoras I. (411-374)] <br /> | |||
==ODRYSEN== | |||
*[https://sh.wikipedia.org/wiki/Amadok_I König Amadok I. (410–390)] <br /> | |||
==ACHÄMENIDENREICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_II. Großkönig Artaxerxes II. (404–358)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tiribazos Satrap Tiribazos (1. Amtszeit, 401-391)] <br />Nachdem Sparta im Peloponnesischen Krieg Athen besiegt und als Hegemonialmacht abgelöst hat, versucht es seinen Einfluss auch in den griechisch besiedelten Küstengebieten Kleinasiens geltend zu machen. Ein spartanisches Heer unter König Agesilaos II. besiegt 395 den damaligen Satrapen Tissaphernes am Paktolos, woraufhin Tissaphernes u. a. wegen dieser Niederlage auf Befehl des persischen Großkönigs vom Chiliarchen Tithraustes umgebracht wird. Um 393 wird Tiribazos Tithraustes’ Nachfolger als Karanos in Kleinasien und wahrscheinlich auch Satrap von Lydien, dessen Hauptstadt Sardes ist. | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Mithridates_I._(Kios) Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Tissaphernes Satrap Tissaphernes (Lydien, 2. Amtszeit 400-395)] <br /> Der spartanische König und Feldherr Agesilaos II. erklärt, dass sein nächstes Ziel das reiche Land um die lydische Stadt Sardes sei. Tissaphernes nimmt an, dass Agesilaos, wenn er Sardes wirklich angreifen wolle, dies nicht angekündigt hätte, und glaubt deshalb, dass er nun doch Karien angreifen werde. Daher konzentriert Tissaphernes seine Truppen in diesem Gebiet, doch Agesilaos greift Sardes erfolgreich an, genau wie angekündigt. Der Perserkönig gibt den Vorstellungen des Pharnabazos II. nach, die stark von dem Chiliarchen Tithraustes und der Königinmutter Parysatis unterstützt werden, die Tissaphernes als Hauptursache für den Tod ihres Lieblingssohnes Kyros hasst. Tithraustes wird ausgesandt, um Tissaphernes zu ermorden. Tissaphernes wird zu Ariaios’ Wohnsitz in Kolossä gelockt und dort getötet. Als Nachfolger in der Satrapie Lydien wird Tiribazos ernannt. Tissaphernes wird in den griechischen Quellen negativ geschildert, was jedoch vor allem auf die feindliche Grundhaltung der Autoren gegenüber Persien zurückgeführt wird. Er erweist sich offenbar als fähiger persischer Statthalter, der die griechischen Machtkämpfe auszunutzen versteht. | |||
*[[-394#ACHÄMENIDENREICH | Fortsetzung 394]] [[Kategorie:Achämenidenreich]] | |||
==ÄGYPTEN== | |||
Spätzeit, 29. Dynastie | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Nepherites_I. Pharao Nepherites I. (399–393)] <br /> | |||
==KUSCH== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Harsiotef König Harsiotef (404-369)] <br /> | |||
==KARTHAGO== | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Mago_II_of_Carthage Schofet Mago II. (396-375)] <br /> | |||
==INDIEN== | |||
'''Shishunaga''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Shishunaga König Shishunaga (413-395)] | |||
'''Anuradhapura''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pandukabhaya König Pandukabhaya (437–367)] | |||
==CHINA== | |||
Zeit der Streitenden Reiche <br />(38./39. Zyklus, Jahr des Feuer-Hundes; am Beginn des Jahres Holz-Hahn) | |||
'''Qin''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Hui_II_of_Qin Herzog Hui II. (399–387)] <br /> | |||
'''Zhou''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_An_of_Zhou König An (401–376)] <br /> | |||
'''Han''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Lie_of_Han Markgraf Lie (399–387)] <br /> | |||
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'''Zhao''' | |||
*Regent: Herzog Wu (400-387) | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Jing_of_Zhao Markgraf Jing (400–375)] <br /> | |||
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'''Wei''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Wu_of_Wei Markgraf Wu (396–370)] <br /> | |||
'''Qi''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Kang_of_Qi Herzog Kang (404–386)] <br /> | |||
'''Chu''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Dao_of_Chu König Dao (401–381)] <br /> | |||
==JAPAN== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dsh%C5%8D Tennō Kōshō (475–393)] <br /> | |||
==QUELLEN== | ==QUELLEN== | ||
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13.06.2023 Grundstock erstellt | 13.06.2023 Grundstock erstellt | ||
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Aktuelle Version vom 30. April 2026, 13:08 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita CCCLIX = 359)
- Konsulartribun Publius Cornelius Cossus
Publius Cornelius Cossus entstammt dem Geschlecht der Cornelier, genauer dem der Cornelii Cossi, und wird im Jahr 395 zum Tribunen mit konsularischer Gewalt gewählt. Den beiden Corneliern Maluginensis und Scipio wird die Kampagne gegen die Falisker anvertraut, die jedoch zu keinem konkreten Ergebnis führt. Gleichzeitig wird in der Stadt, wo die Auseinandersetzungen um die Verteilung der Beute aus dem Vorjahresfall von Veii andauern, eine weitere Polemik ausgelöst: der Volkstribun Veio Tito Sicinio schlägt vor, einen Teil der römischen Bevölkerung nach Veio zu verlegen, und die Senatoren widersprechen diesem Vorschlag entschieden. - Konsulartribun Publius Cornelius Scipio (1. Amtszeit)
Publius Cornelius Scipio wird zum Konsulartribunen gewählt. Den beiden Brüdern Cornelius Maluginensis und Cornelius Scipio wird der Feldzug gegen die Falisker übertragen, der jedoch zu keinem greifbaren Ergebnis führt. - Konsulartribun Marcus Valerius Lactucinus (2. Amtszeit)
Marcus Valerius Lactucinus Maximus wird nach 398 erneut zum Konsulartribun gewählt. Er führt zusammen mit Quintus Servilius Fidenas den Feldzug gegen die Kapenaten, die schließlich gezwungen werden, Rom um Frieden zu bitten. - Konsulartribun Quintus Servilius Fidenas (3. Amtszeit)
Quintus Servilius Fidenas wird zum dritten Mal zum Konsulartribun gewählt. Im Vorjahr hat Camillus als Diktator Veji endgültig eingenommen, wodurch die Tribunen sich nun gegen die Verbündeten der zerstörten Stadt wenden können. Für die Angriffe auf die Verbündeten von Veji teilt der Senat die Aufgaben auf: Die beiden Cornelier sollen Falerii angreifen, Marcus Valerius und Servilius sollen Capena besiegen. Servilius und Valerius verwüsten das Gebiet von Capena, bis die Capenaten, vom Krieg erschöpft, um Frieden bitten, und die Römer gewähren diesen Frieden. Die Cornelier sind weniger erfolgreich, weshalb der Krieg gegen Falerii in das nächste Jahr fortgesetzt wird. - Konsulartribun Kaeso Fabius Ambustus (3. Amtszeit)
Kaeso Fabius Ambustus bekleidet das dritte Konsulartribunat. - Konsulartribun Lucius Furius Medullinus (5. Amtszeit)
Lucius Furius Medullinus wird in diesem Jahr zum fünften Mal Konsulartribun gewählt. Es wird angenommen, dass Medullinus in Rom bleibt, wo er zusammen mit einigen seiner Kollegen die inneren Angelegenheiten weiter verwaltet. Währenddessen werden zwei Brüder, Cornelius Maluginensis und Cornelius Scipio, mit dem Feldzug gegen die Falisker beauftragt, der zu keinem konkreten Ergebnis führt. Valerius Lactucinus und Quintus Servilius erhalten den Feldzug gegen Capena, das schließlich Frieden mit Rom schließen muss. In Rom selbst dauern jedoch die Streitigkeiten über die Verteilung der im Vorjahr bei dem Fall von Veii erbeuteten Beute an. Hinzu kommt ein neuer Konflikt durch den Vorschlag des plebejischen Volkstribunen Titus Sicinius, einen Teil der römischen Bevölkerung nach Veii zu verlegen, was der römische Senat entschieden ablehnt., - Fortsetzung 394
GRIECHEN
(1./2. Jahr der 96. Olympiade)
Syrakus
Molosser / Epirus
Makedonien
- König Aeropos II. (396–393)
Aeropos II. tritt 395/394 in Zusammenhang mit Agesilaos auf, als dessen Heere nach dem Feldzug in Asien freien Durchzug durch Makedonien erhalten. Der Text nennt außerdem, dass er während seiner Herrschaft mit den Strategemen oder der Überheblichkeit des lakedaemonischen Königs konfrontiert ist. - Fortsetzung 393
Pherai
- Tyrann Lykophron (404-390)
In diesem Jahr führt Medios bereits den Kampf der Aleuaden gegen Lykophron. Mit zweitausend Kriegern nimmt er Pharsalos ein und vertreibt die mit Pherai verbündeten Spartaner. Möglicherweise verliert Lykophron dabei für kurze Zeit auch in Pherai selbst die Macht. - Fortsetzung 394
Athen
Korinth
- Korinthischer Krieg (395–387)
Im Jahr 395 beginnt der Krieg mit den ersten unmittelbaren Spannungen und Kampfhandlungen zwischen Theben, Sparta und den mit ihnen verbundenen Mächten. Die Thebaner unterstützen zunächst ihre lokrischen Verbündeten bei der Einziehung von Abgaben in einem Gebiet, das zugleich von Lokris und Fokis beansprucht wird. Daraufhin fallen die Fokier in Lokris ein, Lokris bittet Theben um Hilfe, und die Thebaner dringen in das Gebiet von Fokis vor, worauf Fokis seinen Verbündeten Sparta anruft. Sparta sieht darin endlich den Anlass, gegen Theben vorzugehen, ordnet die allgemeine Mobilmachung an und schickt eine thebanische Gesandtschaft nach Athen, um Unterstützung zu erbitten.
Die Athener stimmen dafür, Theben zu helfen, und es wird ein ewiges Bündnis zwischen Athen und der böotischen Konföderation geschlossen. Der spartanische Plan sieht vor, zwei Heere unter Lysander und Pausanias gegen Haliartos zusammenzuführen. Lysander trifft vor Pausanias ein, bewegt Orchomenos zum Abfall von der böotischen Konföderation und marschiert mit eigenen Truppen und orkomenischen Kräften auf Haliartos zu. In der Schlacht bei Haliartos (Details siehe unter Sparta) kommt Lysander ums Leben; die Schlacht endet ohne klaren Sieger, wobei die Spartaner zunächst hohe Verluste erleiden und später eine Gruppe verfolgender Thebaner in schwierigerem Gelände schlagen.
Später weitet sich der Krieg aus. Gegen Ende des Jahres treten Korinth und Argos auf der Seite von Athen und Theben in den Krieg ein. In Korinth wird ein Rat gebildet, um die Angelegenheiten dieses Bündnisses zu leiten, und die Verbündeten senden Gesandte an mehrere kleinere Poleis, von denen viele ihre Unterstützung zusagen. Sparta reagiert mit der Vorbereitung eines Heeres gegen das neue Bündnis und ruft Agesilaos nach Griechenland zurück, der seine asiatische Kampagne abbricht und mit seinen Truppen über den Hellespont und durch Thrakien heimkehrt. - Fortsetzung 393
Sparta
- König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)
- König der Agiaden: Pausanias (2. Amtszeit 408–395)
- Frühjahr: Agesilaos II. dringt mit seiner Armee ins persische Lydien ein. Die Hauptstadt Sardes wird erobert. Der unterlegene Satrap Tissaphernes wird von Artaxerxes II. hingerichtet.
Schlacht von Haliartos
Pharnabazos schickt den Rhodier Timokrates als Unterhändler zu den führenden griechischen Städten, um ihnen finanzielle Unterstützung für den Fall einer Kriegserklärung gegen Sparta anzubieten. Sparta zieht bereits seit einiger Zeit den Unwillen der anderen Städte auf sich, und diese nehmen das Angebot bereitwillig an. Besonders Theben interessiert sich dafür, Sparta aus Böotien oder ganz Mittelgriechenland fernzuhalten, um die eigene Stellung dort auszubauen. Theben geht jedoch nicht direkt gegen Sparta vor, sondern überredet die verbündeten Lokrer, Phokis, einen Verbündeten Spartas, anzugreifen. Theben ist dadurch verpflichtet, seinem Bundesgenossen im Kampf beizustehen. Zugleich bittet Theben Athen um Hilfe, und zwischen Athen und Böotien wird ein ewiges Bündnis geschlossen. Phokis bittet inzwischen selbst Sparta um Unterstützung. Die Spartaner sehen darin eine günstige Gelegenheit, Theben als Konkurrenten in Mittelgriechenland auszuschalten, und planen, zwei Armeen gegen Theben zu führen. Eine Armee aus Spartanern und peloponnesischen Bundesgenossen ohne die Korinther soll unter Pausanias nach Norden ziehen. Gleichzeitig soll Lysander mit einer Armee aus Phokis, Orchomenos und anderen Verbündeten aus dem Nordwesten Griechenlands nach Süden führen. Beide Armeen sollen sich bei Haliartos vereinigen, um danach gegen Theben zu operieren. Da sich Pausanias’ Abmarsch aus der Peloponnes verzögert, trifft Lysander mit seiner Armee bei Haliartos ein, während die zweite Armee noch einen Tagesmarsch entfernt ist. Lysander wartet das Eintreffen des spartanischen Bürgerheeres nicht ab. Er lässt seine Bündnertruppen vor Haliartos aufmarschieren und fordert die Bevölkerung auf, sich von Theben loszusagen und ihm die Stadt zu übergeben. Nachdem ihm dies auf Betreiben der in Haliartos anwesenden Thebaner verweigert worden ist, greift er die Befestigungen an. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein thebanisches Heer aus Hopliten und Reiterei, das Lysander entweder nicht aufgeklärt hat oder dessen Angriffslust er unterschätzt. Dieses tritt unverzüglich gegen Lysander an, stellt seine Armee vor den Mauern der Stadt und schlägt sie, wobei Lysander fällt. Zunächst führungslos weicht die aus Bundesgenossen aufgestellte spartanische Armee in die nahe gelegenen Berge aus, sammelt sich dort aber wieder und fügt den zu heftig verfolgenden und auf schmale Pfade zusammengedrängten Thebanern empfindliche Verluste durch Speerwürfe, Pfeile und hinabgerollte Felsen zu. Die Verfolgung wird nach kurzer Zeit abgebrochen, und die Reste der thebanischen Armee ziehen sich nach Haliartos zurück. Am nächsten Tag löst sich die Armee des gefallenen Lysander auf, und die Kontingente ziehen in ihre Heimatstädte zurück. Der zunächst aufkommende Siegesjubel der Thebaner endet aber abrupt, als Pausanias kurz darauf mit seiner Armee vor den Toren Haliartos erscheint. Er greift jedoch nicht an, sondern lagert vor der Stadt. Auch in den nächsten drei Tagen bietet er keine Schlacht an, und die Thebaner fühlen sich ihrerseits zu schwach, es mit den Spartanern aufzunehmen. Nach Xenophon berät sich Pausanias mit seinen Offizieren, und als Ergebnis gilt, dass die Moral der Truppe angesichts der vielen Gefallenen vor der Stadt, darunter Lysander, ein Gefecht nicht zulasse; außerdem wird die starke böotische Reiterei als zwingendes Argument gegen eine erneute Schlacht angeführt. Gleichwohl verlangt die Tradition, die Gefallenen nicht unbestattet liegen zu lassen. Andererseits will man es der Truppe nicht zumuten, innerhalb Speerwurfweite vor den Mauern die Gefallenen zu bergen. Drei Tage nach der Schlacht erscheint ein athenisches Entsatzheer, das ebenfalls, nicht weit von den Spartanern, sein Lager aufschlägt. Nachdem sich das Kräfteverhältnis nun endgültig zu Ungunsten Spartas verschoben hat, verhandelt Pausanias mit den Thebanern über einen Waffenstillstand zur Bergung der Gefallenen. Dies wird ihm unter der Bedingung des sofortigen Abzuges aus Böotien zugesagt und so vereinbart. Bei der Rückkehr nach Sparta wird Pausanias von Lysanders Anhängern wegen seines verspäteten Eintreffens angeklagt und muss ins Exil gehen. Mit Lysanders Tod und Pausanias’ Exil bleibt von den Hauptakteuren spartanischer Politik nur noch Agesilaos übrig, der in den folgenden Jahren tonangebend ist. Der Korinthische Krieg dauert in den folgenden acht Jahren weiter an. Trotz des taktischen Sieges der Thebaner und des anschließenden Rückzugs Spartas aus Böotien hat die Schlacht keine weitreichende Bedeutung. Da letztlich kein Sieg gegen die Spartaner erfochten worden ist, sondern lediglich gegen Verbündete Spartas unter spartanischer Führung, wird der Nimbus der Unbesiegbarkeit nicht angekratzt. Der einzige Gewinner ist Persien, da Agesilaos seine Truppen aus Ionien abziehen muss und Persien dort wieder freie Hand hat. - König der Agiaden: Agesipolis I. (395-380)
Nach der Schlacht von Haliartos muss Agesipolis' Vater Pausanias in die Verbannung nach Tegea gehen. Daraufhin wird Agesipolis, um 410 geboren, König von Sparta aus dem Haus der Agiaden. Da Agesipolis und sein jüngerer Bruder Kleombrotos noch minderjährig sind, übernimmt ihr nächster Verwandter Aristodemos die Vormundschaft. Zur selben Zeit formiert sich eine Koalition aus Theben, Athen, Korinth und Argos gegen Sparta, wodurch der Korinthische Krieg ausbricht. Aus diesem Grund kehrt Agesilaos II., der König aus dem Hause der Eurypontiden, von seiner Expedition aus Kleinasien zurück. Noch bevor Agesilaos heimkehrt, führt Aristodemos die Spartaner in den Krieg gegen die Koalition und besiegt diese in der Schlacht von Nemea. - Fortsetzung 394
Bosporanisches Reich
Salamis
ODRYSEN
ACHÄMENIDENREICH
- Großkönig Artaxerxes II. (404–358)
- Satrap Tiribazos (1. Amtszeit, 401-391)
Nachdem Sparta im Peloponnesischen Krieg Athen besiegt und als Hegemonialmacht abgelöst hat, versucht es seinen Einfluss auch in den griechisch besiedelten Küstengebieten Kleinasiens geltend zu machen. Ein spartanisches Heer unter König Agesilaos II. besiegt 395 den damaligen Satrapen Tissaphernes am Paktolos, woraufhin Tissaphernes u. a. wegen dieser Niederlage auf Befehl des persischen Großkönigs vom Chiliarchen Tithraustes umgebracht wird. Um 393 wird Tiribazos Tithraustes’ Nachfolger als Karanos in Kleinasien und wahrscheinlich auch Satrap von Lydien, dessen Hauptstadt Sardes ist. - Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)
- Satrap Tissaphernes (Lydien, 2. Amtszeit 400-395)
Der spartanische König und Feldherr Agesilaos II. erklärt, dass sein nächstes Ziel das reiche Land um die lydische Stadt Sardes sei. Tissaphernes nimmt an, dass Agesilaos, wenn er Sardes wirklich angreifen wolle, dies nicht angekündigt hätte, und glaubt deshalb, dass er nun doch Karien angreifen werde. Daher konzentriert Tissaphernes seine Truppen in diesem Gebiet, doch Agesilaos greift Sardes erfolgreich an, genau wie angekündigt. Der Perserkönig gibt den Vorstellungen des Pharnabazos II. nach, die stark von dem Chiliarchen Tithraustes und der Königinmutter Parysatis unterstützt werden, die Tissaphernes als Hauptursache für den Tod ihres Lieblingssohnes Kyros hasst. Tithraustes wird ausgesandt, um Tissaphernes zu ermorden. Tissaphernes wird zu Ariaios’ Wohnsitz in Kolossä gelockt und dort getötet. Als Nachfolger in der Satrapie Lydien wird Tiribazos ernannt. Tissaphernes wird in den griechischen Quellen negativ geschildert, was jedoch vor allem auf die feindliche Grundhaltung der Autoren gegenüber Persien zurückgeführt wird. Er erweist sich offenbar als fähiger persischer Statthalter, der die griechischen Machtkämpfe auszunutzen versteht. - Fortsetzung 394
ÄGYPTEN
Spätzeit, 29. Dynastie
KUSCH
KARTHAGO
INDIEN
Shishunaga
Anuradhapura
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. Zyklus, Jahr des Feuer-Hundes; am Beginn des Jahres Holz-Hahn)
Qin
Zhou
Han
Zhao
- Regent: Herzog Wu (400-387)
- Markgraf Jing (400–375)
Wei
Qi
Chu
JAPAN
QUELLEN
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06.05.2023 Artikel eröffnet
13.06.2023 Grundstock erstellt
25.04.2026 Grundstock ergänzt