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* | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Spartanisch-persischer_Krieg Spartanisch-persischer_Krieg (399-394)] <br />Der Feldherr Derkyllidas nutzt einen vorübergehenden Waffenstillstand mit den persischen Satrapen, um Chersones gegen die Thraker beizustehen. Kurz darauf setzt er die Kämpfe in Kleinasien fort, nimmt Atarneus ein und erhält den Befehl, nach Karien zu marschieren. | ||
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Aktuelle Version vom 7. Mai 2026, 09:12 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita CCCLVI = 356)
- Konsulartribun Marcus Valerius Lactucinus (1. Amtszeit)
Marcus Valerius Lactucinus Maximus wird zum Konsulartribun gewählt. Die Römer setzen die Belagerung von Veji fort. Unter dem Kommando von Lucius Valerius Potitus und Marcus Furius Camillus plündern sie die Städte Falerii und Capena, die mit den Etruskern verbündet sind. Im selben Jahr kommt es zu einem ungewöhnlichen Anstieg des Wassers des Albaner Sees. Um die Bedeutung dieses Ereignisses zu klären, werden Gesandte entsandt, um das Orakel von Delphi zu befragen. Gleichzeitig äußert ein alter Seher aus Veji eine Weissagung, wonach die Römer Veji erst erobern werden, wenn das Wasser des Albaner Sees wieder auf sein normales Niveau zurückgekehrt ist. Die Amtszeit dieses Jahres ist in den Fasti Capitolini verzeichnet und wird auch bei Titus Livius erwähnt, jedoch nicht bei Diodor. - Konsulartribun Marcus Furius Camillus (2. Amtszeit)
Camillus ist nach 401 erneut Tribun mit konsularischer Gewalt, wiederum mit fünf patrizischen Kollegen. Die meisten Tribunen lösen die bisherigen Kommandeure des erfolglosen Belagerungsheeres vor Véies ab, ohne den Konflikt beenden zu können. Währenddessen führt Camillus einen Feldzug gegen die Capenaten, Verbündete der Véer, und kehrt mit reicher Beute nach Rom zurück, wodurch er sich einen Ruf als geschickter Feldherr erwirbt. - Konsulartribun Quintus Servilius Fidenas (2. Amtszeit)
Quintus Servilius Fidenas wird erneut zum Konsulartribun gewählt. - Konsulartribun Lucius Furius Medullinus (3. Amtszeit)
Lucius Furius Medullinus wird zum dritten Mal Konsulartribun gewählt. Medullinus und einige seiner Kollegen setzen die Belagerung von Veii fort, während Valerius Potitus und Medullinus’ Bruder Furius Camillus die mit den Etruskern verbündeten Städte Falerii und Capena plündern. - Konsulartribun Lucius Valerius Potitus (5. Amtszeit)
Valerius wird für seine fünfte und letzte Amtszeit als Konsulartribun gewählt. Der Krieg gegen die Falisker und die Vejer geht weiter, und Valerius führt den Befehl gegen die Falisker. Er kämpft erfolgreich und verwüstet das Gebiet der Falisker. Seine Kollegen setzen mit Ausnahme von Camillus, der in Rom bleibt, die Belagerung von Veji fort. Am Albaner See tritt ein Naturphänomen auf, woraufhin eine Gesandtschaft nach Delphi geschickt wird, um das Orakel des Apollon zu befragen. Es bleibt ungewiss, ob der unter den Gesandten genannte Valerius mit Lucius Valerius Potitus oder mit seinem nahen Verwandten Gaius Valerius Potitus Volusus identisch ist. Die übrigen Mitglieder der Gesandtschaft sind Gnaeus Cornelius Cossus, Publius Licinius Calvus Esquilinus und ein Fabius Ambustus, entweder Caeso oder Numerius, die alle mit Ausnahme des Licinius frühere Kollegen des Valerius sind. Die Gesandtschaft kehrt im Jahr 397 zurück. Valerius’ Rolle als Konsulartribun wird hier teilweise bezweifelt, da Diodorus ihn wie schon 401 aus diesem Kollegium auslässt und Livys Nennung des Valerius wie eine Wiederholung wirkt. Im selben Jahr wird Lucius Valerius Potitus außerdem vom Senat als Teilnehmer einer Gesandtschaft nach Delphi geschickt, um das dortige Orakel zu konsultieren. - Der sechste Konsulartribun ist Quintus Sulpicius Camerinus Cornutus, über den kein Wikipedia-Artikel vorhanden ist.
- Publius Licinius Calvus Esquilinus
Publius Licinius Calvus gehört möglicherweise einer römischen Gesandtschaft zum Orakel von Delphi an. - Fortsetzung 397
GRIECHEN
(2./3. Jahr der 95. Olympiade)
Syrakus
- Tyrann Dionysios I. (405–367)
Zunächst war Dionysios mit einer Tochter des Hermokrates verheiratet, die sich 405 nach Misshandlung im Zusammenhang mit einem gescheiterten Aufstand gegen Dionysios das Leben nahm. Um 398 oder nach anderer Datierung erst 393 heiratet er erneut und verbindet sich gleichzeitig oder kurz nacheinander mit zwei adligen Frauen: Doris aus Lokroi und Aristomache, der Tochter des Hipparinos. Diese Bigamie ist im griechischen Raum ungewöhnlich, scheint aber keinen Skandal auszulösen. Die Ehe mit Doris folgt vor allem bündnispolitischen Erwägungen: Dionysios will verhindern, dass die Griechenstädte Unteritaliens sich im Kampf gegen Karthago mit seinem Feind verbünden, bietet zunächst Rhegion ein Bündnis und eine Heirat an, wendet sich nach der Ablehnung durch die Rhegier aber an Lokroi und heiratet die Lokrerin Doris im Rahmen dieses Bündnisses. Aus der Ehe mit Doris gehen Dionysios II., der spätere Nachfolger, sowie ein jüngerer Sohn Hermokritos hervor. Aus der Verbindung mit Aristomache stammen die Söhne Hipparinos und Nysaios, die später ebenfalls kurzzeitig über Syrakus herrschen, sowie die Tochter Arete, die Dionysios mit dem Sohn des Hipparinos, Dion, verheiratet. Dion, der später Freund Platons wird, genießt das volle Vertrauen des Tyrannen. Mit Aristomache hat Dionysios zudem eine Tochter namens Sophrosyne, die ihren Halbbruder Dionysios II. heiratet. So schafft der Herrscher ein eng verflochtenes Netzwerk von Familienbindungen innerhalb der neuen Oberschicht. Im Frühjahr fordert Dionysios Karthago zur Kapitulation auf, nachdem er jahrelang den Friedensvertrag verletzt und seine Rüstungen betrieben hat. Er marschiert mit einem Heer von angeblich 80'000 Mann ohne Widerstand bis an die Westspitze Siziliens und belagert die karthagische Stadt Motye auf einer kleinen Insel. Der Bau eines Damms, über den seine Truppen zur Insel vordringen, stellt eine bedeutende technische Leistung dar; nach schweren und verlustreichen Kämpfen gelingt die Einnahme der Stadt. - Dion von Syrakus (13)
Dion wurde 409 in Syrakus geboren und wächst nach dem frühen Tod seines Vaters Hipparinos am Hof des Tyrannen Dionysios I. auf, der die Vormundschaft über ihn und seine Geschwister übernommen hat. Sein Vater hat bereits vor der Machtergreifung des Dionysios als dessen Gefährte und Vertrauter gegolten. 398 heiratet Dionysios Dions Schwester Aristomache und gleichzeitig Doris aus Lokroi; aus der Ehe mit Aristomache gehen Arete, Sophrosyne, Hipparinos und Nysaios hervor. Arete wird zunächst mit Thearides verheiratet und um 375 nach dessen Tod Dions Frau, so dass Dion zugleich Schwager und Schwiegersohn des Dionysios ist. - Fortsetzung 397
Molosser / Epirus
Makedonien
Pherai
Athen
Sparta
- König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)
- König der Agiaden: Pausanias (2. Amtszeit 408–395)
- Spartanisch-persischer_Krieg (399-394)
Der Feldherr Derkyllidas nutzt einen vorübergehenden Waffenstillstand mit den persischen Satrapen, um Chersones gegen die Thraker beizustehen. Kurz darauf setzt er die Kämpfe in Kleinasien fort, nimmt Atarneus ein und erhält den Befehl, nach Karien zu marschieren. - Fortsetzung 396
Bosporanisches Reich
Salamis
ODRYSEN
ACHÄMENIDENREICH
- Großkönig Artaxerxes II. (404–358)
- Im babylonischen Kalender fällt der Jahresbeginn des 1. Nisannu auf den 30.–31. März, der Vollmond im Nisannu auf den 11.–12. April und der 1. Tašritu auf den 22.–23. September.
- Satrap Tiribazos (1. Amtszeit, 401-391)
- Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)
- Satrap Tissaphernes (Lydien, 2. Amtszeit 400-395)
- Fortsetzung 397
ÄGYPTEN
Spätzeit, 29. Dynastie
KUSCH
KARTHAGO
- Schofet Himilko II. (406-396)
Ohne stehendes Heer kann Himilko Motya nicht sofort entsetzen. Während Karthago Söldner anwirbt und die Logistik organisiert, schickt Himilko 10 Trieren nach Syrakus, um die Griechen von Motya abzulenken. Obwohl die Karthager alles im Hafen von Syrakus versenken, zieht Dionysios seine Truppen aus Westsizilien nicht ab. Himilko kann Syrakus nicht angreifen, weil ihm die Soldaten fehlen. Danach manövriert Himilko 100 Trieren nach Selinus und erscheint am folgenden Tag bei Motya. Die Griechen haben ihre Transporte südlich und ihre Kriegsschiffe nördlich von Motya an Land gezogen. Die Karthager verbrennen zunächst alle beidseits gelandeten Transporte und bringen dann die griechischen Schiffe in den seichten Gewässern nördlich der Insel Motya in Bedrängnis. Dionysios setzt katapultbewaffnete Schiffe und landgestützte Katapulte ein, sodass Himilkos Plan scheitert. Dionysios lässt 80 Trieren über die Landenge nördlich von Motya ins offene Meer ziehen. Die Karthager ziehen sich nach Karthago zurück, und Motya fällt nach schweren Straßenkämpfen. Nach der Einnahme von Motya hält Dionysios Segesta und Entella weiter belagert, legt dort Garnisonen an und zieht sich nach Syrakus zurück. Sein Bruder Leptines steht mit 120 Schiffen bei Eryx. Himilko sammelt ein Heer von 50'000 Fußsoldaten, 4000 Reitern und 400 Streitwagen, während die karthagische Flotte 400 Trieren und 600 Transporte mobilisiert. Nach Zahl der Kriegsschiffe ist dies die größte jemals von Karthago aufgebotene Flotte. Um Geheimhaltung zu sichern, schreibt Himilko die Ziele der Flotte in versiegelte Briefe, die die Kapitäne erst im Ernstfall öffnen sollen. Die Transportflotte steuert Panormus an, während die Kriegsschiffe nördlich segeln und dann ostwärts abbiegen. Leptines versenkt 50 Transporte mit 5000 Mann und 200 Streitwagen, doch der Rest erreicht Panormus. Die Karthager marschieren von Panormus nach Motya, verstärkt durch elymische und sikanische Soldaten. Eryx, das Dionysios durch Verrat gewonnen hatte, fällt an Himilko zurück. Himilko greift Motya an und erobert die Stadt erneut. Danach gründet er vor dem weiteren Vormarsch die Stadt Lilybaion als Ersatz für Motya. Als die Sikaneler sich weigern, Dionysios beizutreten oder ihre Städte zu verlassen, und die sikelische Stadt Halyciae die Seiten wechselt, zieht sich Dionysios nach der Verwüstung Westsiziliens nach Syrakus zurück. Die Belagerung von Segesta und Entella ist damit beendet. Himilko marschiert nicht über die Südküste nach Syrakus, weil Dionysios dort alle Ernten zerstört hat und feindliche griechische Städte auf seinem Weg liegen. Stattdessen sichert er durch Verträge mit Thermae und Kephaloidion seine Versorgungsroute an der Nordküste. Mit 300 Trieren und 300 Transporten greift er Lipari an, erobert die Insel und zwingt die Griechen zu einem Lösegeld von 30 Talenten. Danach landet er bei Kap Pelorum, zwölf Meilen nördlich von Messina. Er greift Messina nicht direkt an, sondern lässt 200 Trieren mit ausgewählten Ruderern und Soldaten in die Stadt fahren. Mithilfe günstiger Winde nehmen sie Messina ein, bevor die Griechen umkehren können. Die überlebenden Griechen fliehen in nahe Bergfestungen. - Fortsetzung 397
INDIEN
Shishunaga
Anuradhapura
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. Zyklus, Jahr des Wasser-Schafes; am Beginn des Jahres Wasser-Pferd
Qin
Zhou
Han
Zhao
- Regent: Herzog Wu (400-387)
- Markgraf Jing (400–375)
Wei
Qi
Chu
JAPAN
QUELLEN
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04.05.2026 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt