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König Artaxerxes II. (Persisches Reich)
 
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==LEXIKON==
==CHRONIK==
 
0404D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_II. '''König Artaxerxes II. (Persisches Reich)''']
*4. oder 5. April: Nach dem Tod des persischen Großkönigs Dareios II. wird sein Sohn Artaxerxes II. Herrscher des Achämenidenreiches. Dessen jüngerer Bruder Kyros der Jüngere will sich mit der Nachfolgeregelung nicht abfinden und sammelt Truppen für einen Aufstand gegen Artaxerxes.
 
==WELTALL==
 
0903D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis_des_Ennius Sonnenfinsternis des Ennius] <br />Cicero gibt an, dass der Dichter Quintus Ennius die Sonnenfinsternis etwa auf das 350. Jahr nach der Stadtgründung Roms datierte. Die in Umrechnung auf der Basis der (allerdings erst nach Ennius aufgekommenen) Varronischen Ära im Jahr 404 zugehörige Sonnenfinsternis müsste im julianischen Kalendersystem in Rom am 3. September in den Morgenstunden stattgefunden haben, beginnend ab etwa 7:00 h. Gegenüber dem 5. Juni bedeutet diese Datierung allerdings eine Abweichung von etwa drei Monaten hinsichtlich der normalen jahreszeitlichen Monatsverteilung. Wahrscheinlicher ist deshalb das Jahr 400 als Datum dieser Sonnenfinsternis.
*[[-400#WELTALL | Fortsetzung 400]] [[Kategorie:Weltall]]
 
==RÖMISCHE REPUBLIK==
(ab urbe condita CCCL = 350)
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kaeso_Fabius_Ambustus '''Konsulartribun Kaeso Fabius Ambustus (1. Amtszeit)'''] <br />Kaeso Fabius Ambustus gehört erstmals dem obersten Magistratskollegium der Konsulartribunen an und wird zum Konsulartribun gewählt. Nach der Überlieferung erobern die Römer damals eine Stadt der Volsker namens Artena, wobei ihnen die Erstürmung der Zitadelle Probleme bereitet.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Manius_Sergius_Fidenas '''Konsulartribun Manius Sergius Fidenas (1. Amtszeit)'''] <br />Manius Sergius Fidenas bekleidet erstmals das Imperium als einer von sechs Konsulartribunen. . In diesem Jahr setzt sich der Krieg gegen Veji und die Volsker fort, Siege gegen die Volsker führen zur Einnahme der Stadt Artena. Die Konsulartribunen unterstützen außerdem eine Kolonisationsunternehmung in Velitrae. Livius gibt für Sergius in diesem Jahr das Praenomen Marcus an, während alle anderen Quellen übereinstimmend Manius nennen, und die moderne Forschung zweifelt insgesamt an der Historizität der Sechserkollegien sowie an Anzeichen stärkerer Interpolation für diese Zeit.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Maluginensis_(consular_tribune_404_BC) '''Konsulartribun Publius Cornelius Maluginensis'''] <br />Publius Cornelius Maluginensis hat als einer von sechs Konsulartribunen das Imperium inne, wobei die Konsulartribunen erfolgreich gegen die Volsker und Vejer kämpfen, Artena von den Volskern erobern, die Belagerung von Veji fortsetzen und unter ihrem Befehl eine erfolgreiche Kolonisation von Velitrae durchführen, während moderne Gelehrte die Historizität dieser Kollegien von sechs Konsulartribunen und mögliche Interpolationen in dieser Zeit kritisch hinterfragen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Cornelius_Cossus_(Konsulartribun_406_v._Chr.) Konsulartribun Gnaeus Cornelius Cossus (2. Amtszeit)] <br />Gnaeus Cornelius Cossus bekleidet sein zweites Konsulartribunat. Während das bereits im Vorjahr begonnene Veji-Belagerungsheer weiter gegen Veji im Einsatz ist, richtet Rom seine Aufmerksamkeit erneut gegen die Volsker, die in einer Feldschlacht zwischen Ferentinum und Ecetra geschlagen werden. Die Römer erobern anschließend die volskische Stadt Artena, nachdem ein Sklave den Soldaten einen Weg zur auf einer Höhe gelegenen Burg zeigt, in die sich die Verteidiger zurückgezogen haben.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gaius_Valerius_Potitus_Volusus Konsulartribun Gaius Valerius Potitus Volusus (3. Amtszeit)] <br />Gaius Valerius Potitus Volusus wrd zum dritten Mal zum Konsulartribunen gewählt. Rom setzt die Belagerung von Veji fort, die im Vorjahr begonnen hat, und wendet sich zugleich gegen die Volsker, die in einer Feldschlacht zwischen Ferentinum und Ecetra geschlagen werden, wobei die Römer anschließend die volskische Stadt Artena erobern, nachdem ein Sklave den Soldaten einen Zugang zur Burg verrät, in die sich die Verteidiger zurückgezogen haben.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Spurius_Nautius_Rutilus_(consular_tribune_419_BC) Konsulartribun Spurius Nautius Rutilus (3. Amtszeit)] <br />Spurius Nautius Rutilus wird zum dritten und letzten Mal zum Konsulartribun gewählt. In diesem Jahr amtiert er gemeinsam mit Gaius Valerius Potitus Volusus, Manius Sergius Fidenas, Publius Cornelius Maluginensis, Gnaeus Cornelius Cossus und Caeso Fabius Ambustus. Das Jahr ist geprägt von Krieg gegen die Volsker und gegen Veji, wobei die Volsker besiegt werden und die Stadt Artena erobert wird. Die bereits im Vorjahr begonnene Belagerung von Veji wird in diesem Jahr fortgeführt.
*[[-403#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 403]] [[Kategorie:Römische Rpublik]]
 
==GRIECHEN==
(4. Jahr der 93. / 1. Jahr der 94. Olympiade)
 
'''Syrakus'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_I._von_Syrakus Tyrann Dionysios I. (405–367)] <br />Dionysios akzeptiert die Vertragsklausel zur Autonomie der Nachbarstädte nicht und bricht den Frieden, indem er die Stadt Herbessos angreift. Während dieses Feldzuges meutern Teile seines Heeres; Dionysios wagt es nicht, mit seinen loyalen Söldnern gegen die Aufständischen im Gebiet des unbesiegten Herbessos vorzugehen, sondern eilt zurück nach Syrakus, um einer Ausweitung der Revolte zuvorzukommen. Die meuternden Truppen verbünden sich mit oligarchischen Gegnern des Tyrannen in Syrakus und mit den Städten Messana und Rhegion, die starke Seestreitkräfte besitzen. Dionysios kann Syrakus nicht halten und zieht sich auf die vorgelagerte Insel Ortygia zurück, wo er eine Festung gebaut hat, die den Hafen abschließt und seine Söldner beherbergt. Ortygia wird nun mehrere Monate lang von den Syrakusern belagert; die Lage des Tyrannen spitzt sich zu, und seine Söldner beginnen angesichts des Angebots syrakusischen Bürgerrechts zu den Gegnern überzulaufen. In dieser verzweifelten Situation fällt im Umfeld des Herrschers die später berühmte Bemerkung, die Tyrannis sei ein schönes Leichentuch. Dionysios täuscht Kapitulationsbereitschaft vor, gewinnt dadurch Zeit und wirbt in Westsizilien Söldner an, die zuvor für Karthago gekämpft haben und nun in seinen Dienst treten. Zugleich erhält er Unterstützung aus Sparta, das nach dem Sieg im Peloponnesischen Krieg die führende Macht in Griechenland ist; der spartanische Staatsmann Lysandros entsendet einen Gesandten, dessen Auftreten die Position des Tyrannen stärkt. Mit Hilfe der neuen Truppen gelingt Dionysios ein überraschender Ausfall, mit dem er das Festland zurückerobert; nach dem Sieg zeigt er sich gegenüber den Besiegten milde, und von nun an bis zu seinem Tod erhebt sich kein Aufstand mehr gegen seine Herrschaft.
*[[-400#GRIECHEN | Fortsetzung 400]] [[Kategorie:Syrakus]]
'''Molosser / Epirus'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tharyps König Tharyps (430–385)] <br />


[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_II. '''König Artaxerxes II. (Persisches Reich)''']
'''Makedonien'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Archelaos_I. König Archelaos I. (413–399)] <br />
 
'''Pherai'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lykophron_von_Pherai '''Tyrann Lykophron (404-390)'''] <br />Lykophron hat zu diesem Zeitpunkt bereits genügend Macht gesammelt, um möglicherweise mit Zustimmung der Spartaner ganz Thessalien unter seine Herrschaft bringen zu wollen. Im Laufe des Frühherbstes schlägt er das Heer der Aleuaden aus Larisa und richtet in der bedeutendsten thessalischen Stadt eine Demokratie ein. Der Sieg fällt nach Xenophon an einem Tag mit Sonnenfinsternis, was eine Datierung auf den 3. September 404 ermöglicht. (Allerdings steht aufgrund dieser Sonnenfinsternis auch das Jahr 400 zur Diskussion, siehe WELTALL)
*[[-402#GRIECHEN | Fortsetzung 402]] [[Kategorie:Pherai]]
 
'''Athen'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Peloponnesischer_Krieg Peloponnesischer_Krieg (431-404)] <br />Im Frühjahr kapituliert Athen ausgehungert. Die Langen Mauern werden niedergerissen, der Seebund aufgelöst und die Flotte bis auf zwölf Schiffe ausgeliefert. Mit der Herrschaft der Dreißig wird eine pro-spartanische Oligarchie eingesetzt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Herrschaft_der_Drei%C3%9Fig '''Herrschaft der Dreißig (404-403)'''] <br />Nach der Niederlage Athens im Peloponnesischen Krieg ist die Zukunft der Stadt ungewiss. Lysander kehrt mit Emigranten und Verbannten nach Athen zurück, darunter ehemalige Mitglieder des oligarchischen Rates der Vierhundert. Die Oligarchen setzen sich durch, lassen die Führer der demokratischen Kräfte verhaften und erzwingen unter Drohungen Lysanders in der Volksversammlung den Beschluss, dreißig Männer mit der Neufassung der Gesetze zu beauftragen. Unter dem Archonten Pythodoros werden die Dreißig gewählt, jeweils zehn aus jeder Partei, nach dem Vorschlag des Drakontides aus Aphida. Die Herrschaft der Dreißig beginnt Mitte bis Ende Augustund dauert acht Monate. Lysanders Fahrt nach Samos fällt mit einer Sonnenfinsternis am 3. September 404 zusammen. Die Dreißig schalten die Volksversammlung aus, dominieren den Rat und errichten eine Terrorherrschaft, in deren Verlauf mehr als 1500 Athener ermordet werden. Sie wählen aus Vorgewählten den Rat und besetzen Ämter mit Gefolgsleuten, schaffen Volksgerichte ab und übertragen die Rechtsprechung dem Rat. Gegner, darunter Strategen, Taxiarchen und angesehene Bürger, werden verurteilt und hingerichtet. Zur Sicherung ihrer Herrschaft fordern die Dreißig eine spartanische Besatzung unter Kallibios an, die ihnen bei der Kontrolle der Stadt hilft und zur Einschüchterung von Rat und Volk eingesetzt wird. Die Dreißig planen, das Volk gewaltsam zu beherrschen, verzögern die Niederschrift von Gesetzen und töten Bürger aufgrund von Vermögen, Herkunft oder Ansehen. Sie erstellen eine Liste von dreitausend Bürgern mit eingeschränkten Rechten und schließen die übrigen von politischer Teilhabe aus. Im Verlauf ihrer Herrschaft kommt es zu wachsender Gewalt, inneren Konflikten und Widerstand. Nach der Niederlage gegen Thrasybulos bei Phyle beginnt der Verfall ihrer Macht. Theramenes widerspricht den Maßnahmen der Dreißig, wird angeklagt, aus der Liste gestrichen und zum Tod verurteilt. Die Dreißig entwaffnen die Bürgerschaft, steigern ihre Gewaltherrschaft und vertreiben oder töten weitere Bürger. Sie besetzen Eleusis und Salamis, lassen dort Männer verhaften und hinrichten und versuchen vergeblich, Thrasybulos zu bestechen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sokrates Sokrates (65)] <br />404/403: Unter der Willkürherrschaft der Dreißig verweigert Sokrates den Befehl der Oligarchen, gemeinsam mit vier anderen die Verhaftung eines für unschuldig erachteten Gegners der Herrschenden durchzuführen. Er geht stattdessen nach Hause und betont dabei, dass es ihm daran liegt, nichts Unrechtes und Unfrommes zu tun. Der Text stellt dies als eine ähnliche Haltung wie beim Arginusen-Prozess dar.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Thukydides Thukydides (50)] <br />Thukydides’ Darstellung gilt als einzigartige Quelle für die Geschehensabläufe des innergriechischen Machtkampfes zwischen 431 und 411 und begründet maßgeblich die Sicht, das Gesamtgeschehen zwischen 431 und 404 als Einheit, als einen einzigen Krieg zu betrachten. Für die Unitarier in der Forschung steht die Annahme im Raum, dass Thukydides sein Werk in einem Zuge nach 404 umsetzt, während Analytiker von verschiedenen Abfassungsphasen ausgehen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon (24)] <br />Nach dem Kriegsende 404 beginnt in Athen die Terrorherrschaft der Dreißig, zu denen auch Verwandte Platons gehören; Platon wird zur Beteiligung am Regime eingeladen, lehnt aber ab, weil er es als verbrecherisch einschätzt.
*[[-403#GRIECHEN | Fortsetzung 403]] [[Kategorie:Athen]]
'''Sparta'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Agis_II. König der Eurypontiden: Agis II. (427–400)] <br />Im Frühjahr fällt Athen, der Peloponnesische Krieg endet, und Agis II. entlässt sein Heer und kehrt nach Sparta zurück.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pausanias_(K%C3%B6nig) König der Agiaden: Pausanias (2. Amtszeit 408–395)] <br />In diesem Jahr endet der Peloponnesische Krieg, nachdem Lysandros die athenische Kapitulation aushandelt, unter anderem mit Theramenes. Lysandros setzt in Athen eine spartanfreundliche Oligarchie ein, die als Dreißig Tyrannen bekannt wird. Dieses Regime wird rasch durch den athenischen demokratischen Widerstand unter Thrasubulos herausgefordert.
*[[-403#GRIECHEN | Fortsetzung 403]] [[Kategorie:Sparta]]
 
'''Bosporanisches Reich'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Satyrus_I König Satyros I. (432-389)] <br />
 
'''Salamis'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Evagoras_I König Euagoras I. (411-374)] <br />
 
==ODRYSEN==
 
*[https://sh.wikipedia.org/wiki/Amadok_I König Amadok I. (410–390)] <br />
 
==ACHÄMENIDENREICH==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dareios_II. Großkönig Dareios II. (423–404)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxes_II. '''Großkönig Artaxerxes II. (404–358)'''] <br />Als Dareios im Winter 405/404 im Sterben liegt, bemüht sich Parysatis, ihren Lieblingssohn Kyros nach dem Recht der Purpurgeburt zum Thronfolger zu machen, doch Dareios lehnt dies ab. Er bestimmt den erstgeborenen Arsakes zum Nachfolger, lässt Kyros aber seine Stellung als Satrap von Lydien und Oberbefehlshaber (karanos) in Kleinasien behalten. Nach babylonischen Quellen beginnt das erste Regierungsjahr des Artaxerxes offiziell am 1. Nisannu (8. April), sodass er nach dem Tod Dareios’ II. in Pasargadai als Artaxerxes II. zum Großkönig gekrönt wird. Unmittelbar nach der Thronbesteigung des Artaxerxes verliert das Perserreich Ägypten nach längeren Unruhen und Kämpfen, was die innere Lage zusätzlich belastet.
*Kyros der Jüngere schmiedet spätestens seit 404 Pläne zum Sturz seines königlichen Bruders Artaxerxes, um danach selbst die Herrschaft übernehmen zu können. Er ist mit dessen Einverständnis der faktische Machthaber Kleinasiens, verfolgt im Peloponnesischen Krieg eine prospartanische Politik und bekämpft den Satrapen Tissaphernes. Er gewinnt kleinasiatische Perser durch Wohltaten und rekrutiert aus griechischen Stadtstaaten zahlreiche Söldner, denen er hohe Löhne zahlt. Wichtigster Vertrauter ist der aus seiner Heimat verbannte spartanische Feldherr Klearchos, der für 10'000 Dareiken Söldner anwirbt, während Aristippos von Larisa in Thessalien ein Heer von 4000 Mann für Kyros unterhält. Weitere Söldnerführer im Dienst des Kyros sind unter anderem Sophainetos von Stymphalos und Proxenos von Theben.
*Im babylonischen Kalender fällt der Jahresbeginn des 1. Nisannu auf den 4.–5. April; der Vollmond im Nisannu auf den 18.–19. April und der 1. Tašritu auf den 28.–29. September.
*[https://fr.wikipedia.org/wiki/Ariobarzane_de_Cius Satrap Ariobarzanes (Kios, 420-402)] <br />
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tissaphernes Tissaphernes]  <br />Tissaphernes erfährt von dem Plan des Kyros des Jüngeren, seinen Bruder zu ermorden, und informiert den König über die Verschwörung, woraufhin Kyros eingesperrt wird. Durch die Fürsprache seiner Mutter Parysatis wird Kyros jedoch begnadigt und in seine Satrapie zurückgeschickt.
*Während der Regierungszeit von Artaxerxes II. dient Ariarathes' Familie als kleine Beamte in der Satrapie Kappadokien. Zu dieser Zeit verwaltet Datames das Gebiet.
*[[-403#ACHÄMENIDENREICH | Fortsetzung 403]] [[Kategorie:Achämenidenreich]]
 
==ÄGYPTEN==
Spätzeit, 28. Dynastie
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Amyrtaios '''Pharao Amyrtaios (404-399)'''] <br />Nach dem Tod des Darius erklärt sich Amyrtaios zum König. Seine Herrschaft in der westlichen Delta-Region ist bis 404 etabliert, während Artaxerxes II. in Elephantine noch bis 401 als König anerkannt wird; die aramäischen Papyri aus Elephantine beziehen sich im September 400 auf Regnal Year 5 von „Amortis“. Die Papyri zeigen außerdem, dass Oberägypten zwischen 404 und 400 weiterhin unter persischer Kontrolle bleibt, während die Truppen des Amyrtaios das Delta beherrschen. Amyrtaios herrscht von 404 bis 399 als einziger Pharao der 28. Dynastie Ägyptens. Sein erfolgreicher Aufstand leitet Ägyptens letzte bedeutende Phase der Unabhängigkeit unter einheimischen Herrschern ein, die etwa 60 Jahre dauert, bis die Perser das Land erneut erobern. Sextus Julius Africanus nennt ihn „Amyrteos“, Eusebius von Cäsarea nennt ihn „Amirtaios“; beide überliefern, dass er 6 Jahre regiert.
*[[-400#ÄGYPTEN | Fortsetzung 400]] [[Kategorie:Aegypten]]
 
==KUSCH==
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Baskakeren König Baskakeren (405-404)] <br />
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Harsiotef '''König Harsiotef (404-369)'''] <br />Harsiotef besteigt als König von Kusch den Thron von Meroë. Er wuchs als Sohn der Königin Atasamale und sehr wahrscheinlich des Königs Amanineteyerike auf und gehört damit zur herrschenden Dynastie der kuschitischen Könige. Gleich zu Beginn seiner Herrschaft übernimmt er die vollständige Titulatur eines ägyptischen Pharaos, er wählt also Thronname, Geburtsname und die weiteren Bestandteile der fünfteiligen Königstitulatur nach ägyptischem Vorbild. Damit zeigt er seinem Hof, seinen Untertanen und den Nachbarreichen, dass er in der Tradition der Pharaonen steht und dass sein Reich kulturell eng an Ägypten anknüpft. Noch in den ersten Regierungsjahren festigt er seine Position im Kernland von Kusch und stützt sich dabei auf den Adel von Napata und Meroë sowie auf die Priesterschaft der großen Reichsgottheiten. Er regelt die Verwaltung, überwacht die Abgaben aus den fruchtbaren Niltälern und sichert die Kontrolle über die wichtigen Handelsrouten, die Gold, Elfenbein und andere Waren aus dem Inneren Afrikas nach Norden bringen. Die Übernahme ägyptischer Formen zeigt sich nicht nur in der Titulatur, sondern auch in der Hofkultur, in der Kunst und in der Religion, wo ägyptische Götter mit kuschitischen Traditionen verschmelzen.
*[[-403#KUSCH | Fortsetzung 403]] [[Kategorie:Kusch]]
 
==KARTHAGO==
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Himilco_(general) Schofet Himilko II. (406-396)] <br />Als Dionysios den Friedensvertrag bricht und die sikelische Stadt Herbessus angreift, antwortet Karthago nicht; die mögliche Ursache ist eine durch die Seuche verursachte Schwächung Karthagos.
*[[-403#KARTHAGO | Fortsetzung 403]] [[Kategorie:Karthago]]
 
==INDIEN==
 
'''Shishunaga'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Shishunaga König Shishunaga (413-395)]
 
'''Anuradhapura'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pandukabhaya König Pandukabhaya (437–367)]
 
==CHINA==
Zeit der Streitenden Reiche <br />(38./39. Zyklus, Jahr des Feuer-Büffels; am Beginn des Jahres Feuer-Ratte
 
'''Jin'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Lie_of_Jin Herzog Lie (415–389)] <br />
 
'''Qin'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Jian_of_Qin Herzog Jian (414–400)] <br />
 
'''Zhou'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Weilie_of_Zhou König Weilie (425–402)] <br />
'''Wei'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Wen_of_Wei Markgraf Wen (424-396)] <br />
 
'''Qi'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Kang_of_Qi '''Herzog Kang (404–386)'''] <br />Lü Dai wird unter dem Herrschernamen Kang Herzog des Staates Qi. Er ist der letzte Herrscher von Qi aus dem Jiang‑Klan, der die Jiang‑Qi‑Dynastie stellt. Während seiner Herrschaft ist Tian He Führer des Tian‑Klan. Der Tian‑Klan ist seit der Tötung von Herzog Jian von Qi durch Tian Heng die faktische Herrscherfamilie des Staates Qi.
*Tian He folgt seinem älteren Bruder Tian Daozi als Oberhaupt des Clans Tian nach. Er dient nominell unter Herzog Kang von Qi, dem letzten Herrscher aus dem Haus Jiang, regiert den Staat Qi aber faktisch selbst.
*[[-400#CHINA | Fortsetzung 400]] [[Kategorie:Qi]]
 
'''Chu'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Sheng_of_Chu König Sheng (407–402)] <br />
 
==JAPAN==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dsh%C5%8D Tennō Kōshō (475–393)] <br />


==QUELLEN==
==QUELLEN==
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20.05.2023 Artikel eröffnet
20.05.2023 Artikel eröffnet
07.06.2023 Grundstock erstellt
01.06.2026 Grundstock ergänzt
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Aktuelle Version vom 6. Juni 2026, 21:31 Uhr

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CHRONIK

0404D: König Artaxerxes II. (Persisches Reich)

  • 4. oder 5. April: Nach dem Tod des persischen Großkönigs Dareios II. wird sein Sohn Artaxerxes II. Herrscher des Achämenidenreiches. Dessen jüngerer Bruder Kyros der Jüngere will sich mit der Nachfolgeregelung nicht abfinden und sammelt Truppen für einen Aufstand gegen Artaxerxes.

WELTALL

0903D: Sonnenfinsternis des Ennius
Cicero gibt an, dass der Dichter Quintus Ennius die Sonnenfinsternis etwa auf das 350. Jahr nach der Stadtgründung Roms datierte. Die in Umrechnung auf der Basis der (allerdings erst nach Ennius aufgekommenen) Varronischen Ära im Jahr 404 zugehörige Sonnenfinsternis müsste im julianischen Kalendersystem in Rom am 3. September in den Morgenstunden stattgefunden haben, beginnend ab etwa 7:00 h. Gegenüber dem 5. Juni bedeutet diese Datierung allerdings eine Abweichung von etwa drei Monaten hinsichtlich der normalen jahreszeitlichen Monatsverteilung. Wahrscheinlicher ist deshalb das Jahr 400 als Datum dieser Sonnenfinsternis.

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita CCCL = 350)

  • Konsulartribun Kaeso Fabius Ambustus (1. Amtszeit)
    Kaeso Fabius Ambustus gehört erstmals dem obersten Magistratskollegium der Konsulartribunen an und wird zum Konsulartribun gewählt. Nach der Überlieferung erobern die Römer damals eine Stadt der Volsker namens Artena, wobei ihnen die Erstürmung der Zitadelle Probleme bereitet.
  • Konsulartribun Manius Sergius Fidenas (1. Amtszeit)
    Manius Sergius Fidenas bekleidet erstmals das Imperium als einer von sechs Konsulartribunen. . In diesem Jahr setzt sich der Krieg gegen Veji und die Volsker fort, Siege gegen die Volsker führen zur Einnahme der Stadt Artena. Die Konsulartribunen unterstützen außerdem eine Kolonisationsunternehmung in Velitrae. Livius gibt für Sergius in diesem Jahr das Praenomen Marcus an, während alle anderen Quellen übereinstimmend Manius nennen, und die moderne Forschung zweifelt insgesamt an der Historizität der Sechserkollegien sowie an Anzeichen stärkerer Interpolation für diese Zeit.
  • Konsulartribun Publius Cornelius Maluginensis
    Publius Cornelius Maluginensis hat als einer von sechs Konsulartribunen das Imperium inne, wobei die Konsulartribunen erfolgreich gegen die Volsker und Vejer kämpfen, Artena von den Volskern erobern, die Belagerung von Veji fortsetzen und unter ihrem Befehl eine erfolgreiche Kolonisation von Velitrae durchführen, während moderne Gelehrte die Historizität dieser Kollegien von sechs Konsulartribunen und mögliche Interpolationen in dieser Zeit kritisch hinterfragen.
  • Konsulartribun Gnaeus Cornelius Cossus (2. Amtszeit)
    Gnaeus Cornelius Cossus bekleidet sein zweites Konsulartribunat. Während das bereits im Vorjahr begonnene Veji-Belagerungsheer weiter gegen Veji im Einsatz ist, richtet Rom seine Aufmerksamkeit erneut gegen die Volsker, die in einer Feldschlacht zwischen Ferentinum und Ecetra geschlagen werden. Die Römer erobern anschließend die volskische Stadt Artena, nachdem ein Sklave den Soldaten einen Weg zur auf einer Höhe gelegenen Burg zeigt, in die sich die Verteidiger zurückgezogen haben.
  • Konsulartribun Gaius Valerius Potitus Volusus (3. Amtszeit)
    Gaius Valerius Potitus Volusus wrd zum dritten Mal zum Konsulartribunen gewählt. Rom setzt die Belagerung von Veji fort, die im Vorjahr begonnen hat, und wendet sich zugleich gegen die Volsker, die in einer Feldschlacht zwischen Ferentinum und Ecetra geschlagen werden, wobei die Römer anschließend die volskische Stadt Artena erobern, nachdem ein Sklave den Soldaten einen Zugang zur Burg verrät, in die sich die Verteidiger zurückgezogen haben.
  • Konsulartribun Spurius Nautius Rutilus (3. Amtszeit)
    Spurius Nautius Rutilus wird zum dritten und letzten Mal zum Konsulartribun gewählt. In diesem Jahr amtiert er gemeinsam mit Gaius Valerius Potitus Volusus, Manius Sergius Fidenas, Publius Cornelius Maluginensis, Gnaeus Cornelius Cossus und Caeso Fabius Ambustus. Das Jahr ist geprägt von Krieg gegen die Volsker und gegen Veji, wobei die Volsker besiegt werden und die Stadt Artena erobert wird. Die bereits im Vorjahr begonnene Belagerung von Veji wird in diesem Jahr fortgeführt.
  • Fortsetzung 403

GRIECHEN

(4. Jahr der 93. / 1. Jahr der 94. Olympiade)

Syrakus

  • Tyrann Dionysios I. (405–367)
    Dionysios akzeptiert die Vertragsklausel zur Autonomie der Nachbarstädte nicht und bricht den Frieden, indem er die Stadt Herbessos angreift. Während dieses Feldzuges meutern Teile seines Heeres; Dionysios wagt es nicht, mit seinen loyalen Söldnern gegen die Aufständischen im Gebiet des unbesiegten Herbessos vorzugehen, sondern eilt zurück nach Syrakus, um einer Ausweitung der Revolte zuvorzukommen. Die meuternden Truppen verbünden sich mit oligarchischen Gegnern des Tyrannen in Syrakus und mit den Städten Messana und Rhegion, die starke Seestreitkräfte besitzen. Dionysios kann Syrakus nicht halten und zieht sich auf die vorgelagerte Insel Ortygia zurück, wo er eine Festung gebaut hat, die den Hafen abschließt und seine Söldner beherbergt. Ortygia wird nun mehrere Monate lang von den Syrakusern belagert; die Lage des Tyrannen spitzt sich zu, und seine Söldner beginnen angesichts des Angebots syrakusischen Bürgerrechts zu den Gegnern überzulaufen. In dieser verzweifelten Situation fällt im Umfeld des Herrschers die später berühmte Bemerkung, die Tyrannis sei ein schönes Leichentuch. Dionysios täuscht Kapitulationsbereitschaft vor, gewinnt dadurch Zeit und wirbt in Westsizilien Söldner an, die zuvor für Karthago gekämpft haben und nun in seinen Dienst treten. Zugleich erhält er Unterstützung aus Sparta, das nach dem Sieg im Peloponnesischen Krieg die führende Macht in Griechenland ist; der spartanische Staatsmann Lysandros entsendet einen Gesandten, dessen Auftreten die Position des Tyrannen stärkt. Mit Hilfe der neuen Truppen gelingt Dionysios ein überraschender Ausfall, mit dem er das Festland zurückerobert; nach dem Sieg zeigt er sich gegenüber den Besiegten milde, und von nun an bis zu seinem Tod erhebt sich kein Aufstand mehr gegen seine Herrschaft.
  • Fortsetzung 400

Molosser / Epirus

Makedonien

Pherai

  • Tyrann Lykophron (404-390)
    Lykophron hat zu diesem Zeitpunkt bereits genügend Macht gesammelt, um möglicherweise mit Zustimmung der Spartaner ganz Thessalien unter seine Herrschaft bringen zu wollen. Im Laufe des Frühherbstes schlägt er das Heer der Aleuaden aus Larisa und richtet in der bedeutendsten thessalischen Stadt eine Demokratie ein. Der Sieg fällt nach Xenophon an einem Tag mit Sonnenfinsternis, was eine Datierung auf den 3. September 404 ermöglicht. (Allerdings steht aufgrund dieser Sonnenfinsternis auch das Jahr 400 zur Diskussion, siehe WELTALL)
  • Fortsetzung 402

Athen

  • Peloponnesischer_Krieg (431-404)
    Im Frühjahr kapituliert Athen ausgehungert. Die Langen Mauern werden niedergerissen, der Seebund aufgelöst und die Flotte bis auf zwölf Schiffe ausgeliefert. Mit der Herrschaft der Dreißig wird eine pro-spartanische Oligarchie eingesetzt.
  • Herrschaft der Dreißig (404-403)
    Nach der Niederlage Athens im Peloponnesischen Krieg ist die Zukunft der Stadt ungewiss. Lysander kehrt mit Emigranten und Verbannten nach Athen zurück, darunter ehemalige Mitglieder des oligarchischen Rates der Vierhundert. Die Oligarchen setzen sich durch, lassen die Führer der demokratischen Kräfte verhaften und erzwingen unter Drohungen Lysanders in der Volksversammlung den Beschluss, dreißig Männer mit der Neufassung der Gesetze zu beauftragen. Unter dem Archonten Pythodoros werden die Dreißig gewählt, jeweils zehn aus jeder Partei, nach dem Vorschlag des Drakontides aus Aphida. Die Herrschaft der Dreißig beginnt Mitte bis Ende Augustund dauert acht Monate. Lysanders Fahrt nach Samos fällt mit einer Sonnenfinsternis am 3. September 404 zusammen. Die Dreißig schalten die Volksversammlung aus, dominieren den Rat und errichten eine Terrorherrschaft, in deren Verlauf mehr als 1500 Athener ermordet werden. Sie wählen aus Vorgewählten den Rat und besetzen Ämter mit Gefolgsleuten, schaffen Volksgerichte ab und übertragen die Rechtsprechung dem Rat. Gegner, darunter Strategen, Taxiarchen und angesehene Bürger, werden verurteilt und hingerichtet. Zur Sicherung ihrer Herrschaft fordern die Dreißig eine spartanische Besatzung unter Kallibios an, die ihnen bei der Kontrolle der Stadt hilft und zur Einschüchterung von Rat und Volk eingesetzt wird. Die Dreißig planen, das Volk gewaltsam zu beherrschen, verzögern die Niederschrift von Gesetzen und töten Bürger aufgrund von Vermögen, Herkunft oder Ansehen. Sie erstellen eine Liste von dreitausend Bürgern mit eingeschränkten Rechten und schließen die übrigen von politischer Teilhabe aus. Im Verlauf ihrer Herrschaft kommt es zu wachsender Gewalt, inneren Konflikten und Widerstand. Nach der Niederlage gegen Thrasybulos bei Phyle beginnt der Verfall ihrer Macht. Theramenes widerspricht den Maßnahmen der Dreißig, wird angeklagt, aus der Liste gestrichen und zum Tod verurteilt. Die Dreißig entwaffnen die Bürgerschaft, steigern ihre Gewaltherrschaft und vertreiben oder töten weitere Bürger. Sie besetzen Eleusis und Salamis, lassen dort Männer verhaften und hinrichten und versuchen vergeblich, Thrasybulos zu bestechen.
  • Sokrates (65)
    404/403: Unter der Willkürherrschaft der Dreißig verweigert Sokrates den Befehl der Oligarchen, gemeinsam mit vier anderen die Verhaftung eines für unschuldig erachteten Gegners der Herrschenden durchzuführen. Er geht stattdessen nach Hause und betont dabei, dass es ihm daran liegt, nichts Unrechtes und Unfrommes zu tun. Der Text stellt dies als eine ähnliche Haltung wie beim Arginusen-Prozess dar.
  • Thukydides (50)
    Thukydides’ Darstellung gilt als einzigartige Quelle für die Geschehensabläufe des innergriechischen Machtkampfes zwischen 431 und 411 und begründet maßgeblich die Sicht, das Gesamtgeschehen zwischen 431 und 404 als Einheit, als einen einzigen Krieg zu betrachten. Für die Unitarier in der Forschung steht die Annahme im Raum, dass Thukydides sein Werk in einem Zuge nach 404 umsetzt, während Analytiker von verschiedenen Abfassungsphasen ausgehen.
  • Platon (24)
    Nach dem Kriegsende 404 beginnt in Athen die Terrorherrschaft der Dreißig, zu denen auch Verwandte Platons gehören; Platon wird zur Beteiligung am Regime eingeladen, lehnt aber ab, weil er es als verbrecherisch einschätzt.
  • Fortsetzung 403

Sparta

  • König der Eurypontiden: Agis II. (427–400)
    Im Frühjahr fällt Athen, der Peloponnesische Krieg endet, und Agis II. entlässt sein Heer und kehrt nach Sparta zurück.
  • König der Agiaden: Pausanias (2. Amtszeit 408–395)
    In diesem Jahr endet der Peloponnesische Krieg, nachdem Lysandros die athenische Kapitulation aushandelt, unter anderem mit Theramenes. Lysandros setzt in Athen eine spartanfreundliche Oligarchie ein, die als Dreißig Tyrannen bekannt wird. Dieses Regime wird rasch durch den athenischen demokratischen Widerstand unter Thrasubulos herausgefordert.
  • Fortsetzung 403

Bosporanisches Reich

Salamis

ODRYSEN

ACHÄMENIDENREICH

  • Großkönig Dareios II. (423–404)
  • Großkönig Artaxerxes II. (404–358)
    Als Dareios im Winter 405/404 im Sterben liegt, bemüht sich Parysatis, ihren Lieblingssohn Kyros nach dem Recht der Purpurgeburt zum Thronfolger zu machen, doch Dareios lehnt dies ab. Er bestimmt den erstgeborenen Arsakes zum Nachfolger, lässt Kyros aber seine Stellung als Satrap von Lydien und Oberbefehlshaber (karanos) in Kleinasien behalten. Nach babylonischen Quellen beginnt das erste Regierungsjahr des Artaxerxes offiziell am 1. Nisannu (8. April), sodass er nach dem Tod Dareios’ II. in Pasargadai als Artaxerxes II. zum Großkönig gekrönt wird. Unmittelbar nach der Thronbesteigung des Artaxerxes verliert das Perserreich Ägypten nach längeren Unruhen und Kämpfen, was die innere Lage zusätzlich belastet.
  • Kyros der Jüngere schmiedet spätestens seit 404 Pläne zum Sturz seines königlichen Bruders Artaxerxes, um danach selbst die Herrschaft übernehmen zu können. Er ist mit dessen Einverständnis der faktische Machthaber Kleinasiens, verfolgt im Peloponnesischen Krieg eine prospartanische Politik und bekämpft den Satrapen Tissaphernes. Er gewinnt kleinasiatische Perser durch Wohltaten und rekrutiert aus griechischen Stadtstaaten zahlreiche Söldner, denen er hohe Löhne zahlt. Wichtigster Vertrauter ist der aus seiner Heimat verbannte spartanische Feldherr Klearchos, der für 10'000 Dareiken Söldner anwirbt, während Aristippos von Larisa in Thessalien ein Heer von 4000 Mann für Kyros unterhält. Weitere Söldnerführer im Dienst des Kyros sind unter anderem Sophainetos von Stymphalos und Proxenos von Theben.
  • Im babylonischen Kalender fällt der Jahresbeginn des 1. Nisannu auf den 4.–5. April; der Vollmond im Nisannu auf den 18.–19. April und der 1. Tašritu auf den 28.–29. September.
  • Satrap Ariobarzanes (Kios, 420-402)
  • Tissaphernes
    Tissaphernes erfährt von dem Plan des Kyros des Jüngeren, seinen Bruder zu ermorden, und informiert den König über die Verschwörung, woraufhin Kyros eingesperrt wird. Durch die Fürsprache seiner Mutter Parysatis wird Kyros jedoch begnadigt und in seine Satrapie zurückgeschickt.
  • Während der Regierungszeit von Artaxerxes II. dient Ariarathes' Familie als kleine Beamte in der Satrapie Kappadokien. Zu dieser Zeit verwaltet Datames das Gebiet.
  • Fortsetzung 403

ÄGYPTEN

Spätzeit, 28. Dynastie

  • Pharao Amyrtaios (404-399)
    Nach dem Tod des Darius erklärt sich Amyrtaios zum König. Seine Herrschaft in der westlichen Delta-Region ist bis 404 etabliert, während Artaxerxes II. in Elephantine noch bis 401 als König anerkannt wird; die aramäischen Papyri aus Elephantine beziehen sich im September 400 auf Regnal Year 5 von „Amortis“. Die Papyri zeigen außerdem, dass Oberägypten zwischen 404 und 400 weiterhin unter persischer Kontrolle bleibt, während die Truppen des Amyrtaios das Delta beherrschen. Amyrtaios herrscht von 404 bis 399 als einziger Pharao der 28. Dynastie Ägyptens. Sein erfolgreicher Aufstand leitet Ägyptens letzte bedeutende Phase der Unabhängigkeit unter einheimischen Herrschern ein, die etwa 60 Jahre dauert, bis die Perser das Land erneut erobern. Sextus Julius Africanus nennt ihn „Amyrteos“, Eusebius von Cäsarea nennt ihn „Amirtaios“; beide überliefern, dass er 6 Jahre regiert.
  • Fortsetzung 400

KUSCH

  • König Baskakeren (405-404)
  • König Harsiotef (404-369)
    Harsiotef besteigt als König von Kusch den Thron von Meroë. Er wuchs als Sohn der Königin Atasamale und sehr wahrscheinlich des Königs Amanineteyerike auf und gehört damit zur herrschenden Dynastie der kuschitischen Könige. Gleich zu Beginn seiner Herrschaft übernimmt er die vollständige Titulatur eines ägyptischen Pharaos, er wählt also Thronname, Geburtsname und die weiteren Bestandteile der fünfteiligen Königstitulatur nach ägyptischem Vorbild. Damit zeigt er seinem Hof, seinen Untertanen und den Nachbarreichen, dass er in der Tradition der Pharaonen steht und dass sein Reich kulturell eng an Ägypten anknüpft. Noch in den ersten Regierungsjahren festigt er seine Position im Kernland von Kusch und stützt sich dabei auf den Adel von Napata und Meroë sowie auf die Priesterschaft der großen Reichsgottheiten. Er regelt die Verwaltung, überwacht die Abgaben aus den fruchtbaren Niltälern und sichert die Kontrolle über die wichtigen Handelsrouten, die Gold, Elfenbein und andere Waren aus dem Inneren Afrikas nach Norden bringen. Die Übernahme ägyptischer Formen zeigt sich nicht nur in der Titulatur, sondern auch in der Hofkultur, in der Kunst und in der Religion, wo ägyptische Götter mit kuschitischen Traditionen verschmelzen.
  • Fortsetzung 403

KARTHAGO

  • Schofet Himilko II. (406-396)
    Als Dionysios den Friedensvertrag bricht und die sikelische Stadt Herbessus angreift, antwortet Karthago nicht; die mögliche Ursache ist eine durch die Seuche verursachte Schwächung Karthagos.
  • Fortsetzung 403

INDIEN

Shishunaga

Anuradhapura

CHINA

Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. Zyklus, Jahr des Feuer-Büffels; am Beginn des Jahres Feuer-Ratte

Jin

Qin

Zhou

Wei

Qi

  • Herzog Kang (404–386)
    Lü Dai wird unter dem Herrschernamen Kang Herzog des Staates Qi. Er ist der letzte Herrscher von Qi aus dem Jiang‑Klan, der die Jiang‑Qi‑Dynastie stellt. Während seiner Herrschaft ist Tian He Führer des Tian‑Klan. Der Tian‑Klan ist seit der Tötung von Herzog Jian von Qi durch Tian Heng die faktische Herrscherfamilie des Staates Qi.
  • Tian He folgt seinem älteren Bruder Tian Daozi als Oberhaupt des Clans Tian nach. Er dient nominell unter Herzog Kang von Qi, dem letzten Herrscher aus dem Haus Jiang, regiert den Staat Qi aber faktisch selbst.
  • Fortsetzung 400

Chu

JAPAN

QUELLEN

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20.05.2023 Artikel eröffnet

07.06.2023 Grundstock erstellt

01.06.2026 Grundstock ergänzt

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