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Schauspiel "Die Frösche" (Aristophanes)
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==LEXIKON==
==RÖMISCHE REPUBLIK==
(ab urbe condita CCCIL = 349)


[http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Fr%C3%B6sche '''Schauspiel "Die Frösche" (Aristophanes)''']
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Aulus_Manlius_Vulso_Capitolinus '''Konsulartribun Aulus Manlius Vulso Capitolinus (1. Amtszeit)'''] <br />Aulus Manlius Vulso Capitolinus ist einer von sechs konsularischen Tribunen der Römischen Republik. Manlius ist der einzige Neuling im Amt, da alle seine Kollegen bereits ehemalige Konsulare sind. Dieses Jahr markiert den Beginn der langen und zähen Belagerung von Veji. Diodoros nennt anstelle von Manlius Mamilius als konsularischen Tribunen und führt für dieses Jahr nur ein Kollegium aus drei Mitgliedern an; dies wird als Fehler des antiken Historikers oder späterer Abschreiber angesehen. Unter modernen Gelehrten besteht zudem Zweifel an der Historizität dieser konsularischen Kollegien aus sechs Mitgliedern, und für diese Zeit gibt es Hinweise auf einen höheren Grad an Interpolation.
*Was passiert, wenn man zwei berühmte Literaten offen gegeneinander antreten lässt und ihnen die Chance bietet, die Werke des anderen auseinanderzunehmen? Was in der Literatur oft in Form von Briefen geschah, holt Aristophanes auf die Bühne. In seinem Stück Die Frösche lässt er zwei der drei großen Tragödiendichter, Aischylos und Euripides, gegeneinander antreten: Wer benutzt zu viele Füllwörter? Wer macht sich mit undurchschaubaren Metaphern wichtig? Jeder der beiden Dichter hat einiges am Werk des anderen auszusetzen. Sie offenbaren sich als kleinliche, nach Anerkennung lechzende Kontrahenten – aber eben auch als Menschen. Helden als Menschen mit Makeln und Schwächen darzustellen, das war und ist bis heute die große Kunst der Komödie. Indem wir herzhaft über die hanebüchenen Abenteuer der komischen Helden lachen, lernen wir etwas über uns selbst. Und ganz nebenbei auch etwas über die großen Tragödiendichter und ihre Zeit: Denn Aristophanes’ Stücke sind eine wichtige, wenn auch unzuverlässige Quelle zum Leben in der Antike. [http://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/klassiker/die-froesche/31646 (getAbstract 2018)]
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Titus_Quinctius_Capitolinus_Barbatus_(consul_421_BC) Konsulartribun Titus Quinctius Capitolinus Barbatus (2. Amtszeit)] <br />Titus Quinctius Capitolinus Barbatus wird sechzehn Jahre nach seinem Konsulat als Konsulartribun gewählt und ist das ranghöchste Mitglied des Kollegiums. Seine Kollegen sind Quintus Quinctius Cincinnatus, Gaius Iulius Iulus, Aulus Manlius Vulso Capitolinus, Lucius Furius Medullinus und Manius Aemilius Mamercinus. Die Konsulartribunen setzen den im Vorjahr begonnenen Krieg gegen Veii fort, umzingeln die Stadt und beginnen die Belagerung, die zehn Jahre dauert.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Furius_Medullinus_(Konsulartribun_407_v._Chr.) Konsulartribun Lucius Furius Medullinus (2. Amtszeit)] <br />Lucius Furius Medullinus wird in diesem Jahr zum zweiten Mal Konsulartribun gewähltRom führt den Krieg nach Veii; Medullinus und seine Kollegen belagern die Stadt, die die anderen etruskischen Städte nicht zum Krieg gegen Rom bewegen kann. Kurz nach Beginn dieser Belagerung hält die Gesamtheit der Etrusker einen stark besuchten Rat am Heiligtum der Voltumna ab, kann aber keine Entscheidung darüber treffen, ob das ganze Volk zur Verteidigung der Veienter in den Krieg ziehen soll.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Quintus_Quinctius_Cincinnatus_(consular_tribune_415_BC) Konsulartribun Quintus Quinctius Cincinnatus (2. Amtszeit)] <br />Quintus Quinctius Cincinnatus wird nach 415 erneut Konsulartribun und gehört einem großen und erfahrenen Kollegium an. Das Kollegium setzt den im Vorjahr begonnenen Krieg gegen Veii fort, umschließt die Stadt und beginnt eine Belagerung, die zehn Jahre dauert.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Gaius_Julius_Iullus_(censor) Konsulartribun Gaius Iulius Iullus (2. Amtszeit)] <br />Gaius Julius Iullus ist zum zweiten Mal Militärtribun mit konsularischer Gewalt. Die Tribunen belagern Veii, wodurch andere etruskische Städte beunruhigt werden und über ein gemeinsames Eingreifen beraten.
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Manius_Aemilius_Mamercinus Konsulartribun Manius Aemilius Mamercinus (2. Amtszeit)] <br />Manius Aemilius Mamercinus erhält zum zweiten Mal das Imperium, diesmal als Konsulartribun.  Alle außer Manlius haben das Amt zuvor bereits bekleidet. Die Konsulartribunen erzielen Erfolge gegen Veji und beginnen die Belagerung von Veji, die zehn Jahre andauert.
*[[-404#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 404]] [[Kategorie:Römische Republik]]


[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_I._von_Syrakus '''Tyrann Dionysios I. von Syrakus''']
==GRIECHEN==
*Dionysios I. von Syrakus (* um 430 v. Chr.; † Früh­jahr 367 v. Chr.) war Tyrann von Syrakus. Er gehörte zu den mäch­tigsten Tyrannen der Antike und war der am längsten regierende unter ihnen. Seine Herrschaft dauerte von 405 v. Chr. bis zu seinem Tod. Daher und durch die Umstände seines Aufstiegs wurde er zum Muster­beispiel eines Gewalt­herrschers. Er begann seine Laufbahn im Rahmen der demo­kratischen Insti­tutionen und betätigte sich zunächst als Volks­redner und Agitator. Nach seiner Wahl ins Feldherrn­kollegium bootete er seine Amts­genossen aus, ließ sich von der Volks­versammlung mit Sonder­vollmachten ausstatten, baute seine Leibgarde zu einer privaten Miliz aus und ergriff schließlich mit einem Staats­streich die Macht. Formal blieb die Demokratie bestehen, faktisch nahm die Herrschaft des Machthabers monarchische Züge an. (Artikel des Tages)
(3./4. Jahr der 93. Olympiade)
 
'''Syrakus'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_I._von_Syrakus '''Tyrann Dionysios I. (405–367)'''] <br />Im Frühjahr 405 lässt die Volksversammlung Dionysios zum alleinigen Feldherrn mit unbegrenzten Vollmachten (strategos autokrator) wählen, ein in Krisenzeiten verfassungsgemäßes Ausnahmeamt. Von dieser Basis aus bereitet er im Sommer einen Staatsstreich vor, der die Verfassung de facto stürzt und ihn zum Tyrannen macht. Er inszeniert ein Attentat auf sich, nutzt die Erregung in der Heeresversammlung und erwirkt die Bewilligung einer persönlichen Leibgarde von 600 Mann, die er eigenmächtig auf über 1000 kampfstarke Männer erhöht. Diese nur ihm unterstellte Truppe verschafft ihm eine vom Willen der Bürgerschaft unabhängige Machtbasis. Dionysios gelingt der Machtzugriff, obwohl er formal die demokratischen Institutionen bestehen lässt; die Herrschaft nimmt aber monarchische Züge an. Schon Anfang Jahr, noch vor seiner Wahl zum Alleinfeldherrn, zieht Dionysios mit seinem Heer nach Gela, das von den Karthagern bedroht ist. In Gela unterstützt er die demokratische Partei gegen die Aristokraten, lässt reiche Angehörige der Oberschicht verurteilen und hinrichten und verwendet deren beschlagnahmte Güter zur Bezahlung seiner Söldner, was ihm in der armen Bevölkerung und im Heer Popularität einbringt. Im Juli beginnt der karthagische Feldherr Himilkon mit der Belagerung von Gela; Dionysios zieht mit einer zahlenmäßig deutlich unterlegenen Streitmacht heran und entwirft einen komplexen Angriffsplan, der militärhistorisch neuartig ist, aber an der Überforderung der griechischen Befehlshaber scheitert. Nach der Niederlage lässt er Gela evakuieren und ordnet auch die Räumung von Kamarina an, womit er die gesamte Südküste Siziliens den Karthagern überlässt Noch in diesem Jahr schließen Karthager und Syrakuser Frieden, nachdem im karthagischen Heer eine Seuche ausbricht. Die Friedensbedingungen erweitern den Machtbereich Karthagos erheblich, doch Dionysios wird als Herr von Syrakus anerkannt. Viele Städte, die er seinem Reich einverleiben will, müssen nun Karthago Tribut zahlen oder unbefestigt bleiben, andere gelten als autonom; der Vertrag ordnet die Machtverhältnisse auf der gesamten Insel und wird zum Vorbild späterer Vereinbarungen zwischen Karthago und den sizilischen Griechen. Die Bestimmung, wonach auch die unmittelbaren Nachbargemeinden von Syrakus autonom sein müssen, schränkt jedoch jede Expansion des Tyrannen ein. <br />Artikel des Tages: Dionysios I. von Syrakus (* um 430; † Früh­jahr 367) war Tyrann von Syrakus. Er gehörte zu den mäch­tigsten Tyrannen der Antike und war der am längsten regierende unter ihnen. Seine Herrschaft dauerte von 405 v. Chr. bis zu seinem Tod. Daher und durch die Umstände seines Aufstiegs wurde er zum Muster­beispiel eines Gewalt­herrschers. Er begann seine Laufbahn im Rahmen der demo­kratischen Insti­tutionen und betätigte sich zunächst als Volks­redner und Agitator. Nach seiner Wahl ins Feldherrn­kollegium bootete er seine Amts­genossen aus, ließ sich von der Volks­versammlung mit Sonder­vollmachten ausstatten, baute seine Leibgarde zu einer privaten Miliz aus und ergriff schließlich mit einem Staats­streich die Macht. Formal blieb die Demokratie bestehen, faktisch nahm die Herrschaft des Machthabers monarchische Züge an.:
*[[-404#GRIECHEN | Fortsetzung 404]] [[Kategorie:Syrakus]]
'''Molosser / Epirus'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tharyps König Tharyps (430–385)] <br />
 
'''Makedonien'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Archelaos_I. König Archelaos I. (413–399)] <br />
 
'''Pherai'''
 
*'''406:''' [http://de.wikipedia.org/wiki/Lykophron_von_Pherai Lykophron] In diesem Jahr entsteht in Thessalien eine allgemeine Unruhe. Ein Demagoge namens Prometheus versucht zusammen mit dem aus Athen verbannten Kritias, die Penesten zu bewaffnen, damit sie ihre Herren stürzen können. Auf diesem Hintergrund greift Lykophron in Pherai nach der Macht und setzt sich dort durch.
*[[-404#GRIECHEN | Fortsetzung 404]] [[Kategorie:Pherai]]
 
'''Athen'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Peloponnesischer_Krieg Peloponnesischer_Krieg (431-404)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Aigospotamoi '''Schlacht bei Aigospotamoi'''] <br />Die Athener wählen neue Strategen, die die gesamte Flotte am Hellespont zusammenziehen, um die Versorgung durch die Meerengen zu sichern. Dort erregt die inkompetente Flottenführung der neuen Admirale Tydeus, Philokles, Konon, Adeimantos, Menandros, Kephisodotos und Eryximachos den Unmut des verbannten Alkibiades, der sich dem athenischen Schiffslager bei Aigospotamoi nähert, um die Strategen zu ermahnen. Diese glauben jedoch, auf seine Ratschläge verzichten zu können, und insbesondere Tydeus weist ihn mit groben Schmähungen aus dem Lager. Die athenische Flotte lagert mit 180 Schiffen bei Aigospotamoi an der Küste des Hellespont, statt im sicheren Hafen von Sestos, wie Alkibiades geraten hat. Das Oberkommando wechselt täglich. Die Athener nehmen Frischwasser auf und kontrollieren die annähernd gleich starke spartanische Flotte im gegenüberliegenden Lampsakos oder fordern sie zum Kampf. Der spartanische Befehlshaber Lysander geht mehrere Tage lang nicht auf die Herausforderung ein. Diese Hinhaltetaktik führt dazu, dass die Wachsamkeit der Athener nachlässt und sich ihre Ruderer an Land verteilen, um zu rasten und Nahrung zu beschaffen. Am fünften Tag nutzt Lysander die Nachlässigkeit und greift die athenische Flotte am ungeschützten Strand überraschend an. Seine auf die europäische Seite übergesetzten Landstreitkräfte unter dem Kommando des Thorax oder des Eteonikos begleiten ihn am Ufer. Den Oberbefehl über die Athener führt an diesem Tag Philokles. Er fordert die Spartaner zunächst mit 30 Schiffen heraus und wird nach seiner Rückkehr von deren Angriff überrascht. Das Wachgeschwader unter Konon signalisiert zwar die Ausfahrt der Spartaner, jedoch zu spät, sodass viele Ruderer und Soldaten nicht rechtzeitig auf ihre Schiffe gelangen. Die meisten athenischen Trieren stechen halb besetzt oder gar nicht in See und werden von Lysander und Thorax ohne Mühe genommen. Lysander macht 3000 Gefangene und erhöht mit den erbeuteten Booten seine Flottenstärke auf 200. Von etwa 180 athenischen Trieren entkommen nur neun unter Konon. Konon überfällt auf der Flucht das verlassene Schiffslager der Spartaner beim Vorgebirge Abarnis nahe Lampsakos und stiehlt die dort zurückgelassenen Großsegel, um eine Verfolgung zu verhindern. Nach der Niederlage sendet er das Staatsschiff Paralos nach Athen, kehrt selbst jedoch nicht zurück, sondern flieht zu König Euagoras I. nach Zypern. Nach der Schlacht beruft Lysander ein Gericht der Verbündeten ein, bei dem zahlreiche Beschuldigungen gegen die Athener erhoben werden. Nach Darstellung Xenophons handelt es sich offenbar um das erste Tribunal gegen einen unterlegenen Gegner wegen Verletzung des Völkerrechts und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Sieger beschließen, die athenischen Strategen hinzurichten und ebenso mit den attischen Bürgern unter den Gefangenen zu verfahren. Philokles wird wegen besonderer Grausamkeit angeklagt und von Lysander persönlich getötet. Adeimantos wird als einziger Athener begnadigt. Über das Schicksal von Tydeus, Menandros und den anderen ist nichts bekannt; sofern sie nicht in der Schlacht gefallen sind, werden sie hingerichtet. Der milesische Pirat Theopompos bringt im Auftrag Lysanders innerhalb von drei Tagen die Nachricht vom Sieg nach Lakonien. Die Beute aus der Schlacht lässt Lysander durch den Strategen Gylippos nach Sparta bringen. Dieser unterschlägt offenbar einen Teil des Geldes. Die spartanische Staatsführung bemerkt den Betrug, macht Gylippos den Prozess und verurteilt ihn in Abwesenheit zum Tode. Die Seemacht Athens wird vollständig vernichtet. Lysander blockiert nach seiner Ankunft im Saronischen Golf mit seiner Flotte den Piräus, wodurch das Attische Reich verloren ist und die Stadt nicht mehr zu verteidigen ist. Lysanders Sieg führt zu außergewöhnlichen Ehren. Oligarchen auf Samos benennen den Herakult in Lysandreia um, errichten ihm einen Altar und erweisen ihm göttliche Ehren. Die Samier errichten Ehrenstatuen in Olympia, im Artemision von Ephesos und in Sparta. Dichter verherrlichen seine Taten. Es entsteht das Nauarchendenkmal in Delphi am Anfang der Prozessionsstraße, gegenüber dem Athener Denkmal der Schlacht bei Marathon. Es zeigt eine große Zahl von Göttern und Menschen, darunter den Seher Agias, den Steuermann Hermon und Lysander, der von Poseidon bekränzt wird. Darstellungen von Apoll, Zeus, Artemis und den Dioskuren schmücken das Monument. Zudem stiftet Kyros ein goldelfenbeinernes Modell einer Triere.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Fr%C3%B6sche '''Die Frösche (Schauspiel von Aristophanes)'''] <br />Die Komödie ''Die Frösche'' von Aristophanes wird wahrscheinlich um 405 uraufgeführt. Athen befindet sich politisch wie kulturell in schlechtem Zustand, und Dionysos reist mit seinem Sklaven Xanthias in die Unterwelt, um einen bereits verstorbenen bedeutenden Dichter wieder ins Diesseits zu führen. Nach einer Diskussion mit Herakles über den besten Weg dorthin gelangen sie zu Charon, der nur Dionysos in seinem Boot akzeptiert, während Xanthias laufen muss; während der Überfahrt fühlt sich Dionysos von den quakenden Fröschen gestört. In der Unterwelt angekommen, verkleidet sich Dionysos als Herakles. Da diesem nicht alle Bewohner des Totenreichs wohlgesinnt sind, wechselt er mehrfach mit Xanthias die Kleidung und verwirrt damit auch Hades’ Diener Aiakos; selbst dessen Versuch, den Gott durch eine Folterprobe zu identifizieren, schlägt fehl. Ein Gespräch zwischen Xanthias und Aiakos zeigt, dass Aischylos den Ehrenplatz an Hades’ Seite innehat, jedoch nach Euripides’ Einzug in die Unterwelt ein ernsthafter Konkurrent entsteht. Dionysos lässt beide Dichter in einem Wettstreit antreten, ohne zunächst den Grund zu nennen. Sie loben ihre eigenen Werke und kritisieren die des jeweils anderen; da kein Ergebnis festgestellt werden kann, steigen sie auf Geheiß des Gottes in eine Waage und deklamieren kurze Verse, die stets zugunsten von Aischylos ausschlägt. Auch seine Lösungsvorschläge für politische und militärische Probleme finden mehr Anklang. Dionysos nennt nun die Ursache seines Kommens und erklärt Aischylos zum Sieger. Hades erlaubt ihm die Rückkehr auf die Erde und lässt ausrichten, die derzeitigen Beherrscher und Spitzenbeamten Athens mögen bald ins Totenreich eintreten. Die Dramaturgie verbindet zwei Handlungsstränge: die Fahrt des Dionysos in die Unterwelt als Abenteuergeschichte nach dem Muster des Herakles, die nicht zur Identifikation des Helden dient, sowie den Wettstreit der Dichter, der weder durch philologische noch naturwissenschaftliche Kriterien entschieden werden kann; erst das Eingreifen Plutons führt beide Stränge zusammen und lässt Aischylos obsiegen. <br />In der getAbstract-App ist eine Zusammenfassung und Interpretation vorhanden
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Bakchen Die Bakchen (Schauspiel)] <br />Mit seinem letzten Stück ''Die Bakchen'' gewinnt Euripides postum den ersten Preis bei den Tragödienwettbewerben in Athen.
*[[-404#GRIECHEN | Fortsetzung 404]] [[Kategorie:Athen]]
'''Sparta'''
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Agis_II. König der Eurypontiden: Agis II. (427–400)] <br />Der Oberbefehl bei der Belagerung Athens liegt bei Pausanias, während Agis II. sich in Dekeleia aufhält. Im Dezember schicken die Athener Gesandte mit Friedensvorschlägen zu ihm, doch er verweist sie an die Ephoren in Sparta.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pausanias_(K%C3%B6nig) König der Agiaden: Pausanias (2. Amtszeit 408–395)] <br />Pausanias wird erstmals als militärischer Führer genannt. Er führt das Hauptheer des Peloponnesischen Bundes zur Belagerung von Athen, während Agis bereits in Attika steht und die Garnison von Dekeleia befehligt. Athen weigert sich dennoch, sich zu ergeben, und Pausanias kehrt mit dem Heer nach Sparta zurück.
*[[-404#GRIECHEN | Fortsetzung 404]] [[Kategorie:Sparta]]
 
'''Bosporanisches Reich'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Satyrus_I König Satyros I. (432-389)] <br />
 
'''Salamis'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Evagoras_I König Euagoras I. (411-374)] <br />
 
==ODRYSEN==
 
*[https://sh.wikipedia.org/wiki/Amadok_I König Amadok I. (410–390)] <br />Die Odrysen bilden ein thrakisches Königreich, das sich in der Zeit um den Übergang vom 5. zum 4. Jahrhundert bereits in einer Phase der Zerfaserung befindet. In diesem Rahmen tritt Amadokus I. als König der Odrysen auf; für 405 sind mit ihm und Seuthes II. zwei Herrscher bezeugt, wobei Seuthes II. Amadokus I. zunächst als Oberherrn anerkennt. Die politische Lage in Thrakien ist damit nicht mehr von einem geschlossenen Reich geprägt, sondern von konkurrierenden Herrschaftsbereichen und wechselnden Abhängigkeiten. Im Jahr 405 v. Chr. ist Amadokus I. bereits als König der Odrysen genannt, zusammen mit einem Seuthes, der gewöhnlich mit Seuthes II. identifiziert wird. Zur selben Zeit beschreibt der athenische Staatsmann und Feldherr Alkibiades die thrakischen Könige Medokus und Seuthes als seine Verbündeten. Im Hintergrund steht die Schlacht bei Aigospotamoi im selben Jahr, die den Peloponnesischen Krieg faktisch entscheidet und die Machtverhältnisse in der griechischen Welt deutlich verschiebt. Für Thrakien bedeutet dies eine Lage, in der lokale Herrscher ihre Stellung gegenüber Athen und in Konkurrenz zueinander behaupten müssen. Amadokus I. führt auf den Münzen der odrysischen Herrscher das „heraldische“ Zeichen einer Doppelaxt ein, das bei mehreren Angehörigen seines dynastischen Zweigs weiterverwendet wird. Das passt zum Bild eines Herrschers, der nicht nur politisch, sondern auch durch sichtbare Herrschaftszeichen in der Tradition seiner Linie steht.
*[[-401#ODRYSEN | Fortsetzung 401]] [[Kategorie:Odrysen]]
 
==ACHÄMENIDENREICH==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dareios_II. Großkönig Dareios II. (423–404)] <br />In seinem 18. Regierungsjahr (406/405) lässt Dareios den Zusatzmonat Addaru II schalten, der am 16. März beginnt. Im babylonischen Kalender fällt der Jahresbeginn des 1. Nisannu auf den 15.–16. April; der Vollmond im Nisannu auf den 28.–29. April und der 1. Tašritu auf den 9.–10. Oktober.
*[https://fr.wikipedia.org/wiki/Ariobarzane_de_Cius Satrap Ariobarzanes (Kios, 420-402)] <br />Ariobarzanes begleitet athenische Gesandte, die zuvor auf Befehl des jüngeren Kyros drei Jahre lang festgehalten worden sind, in seine Hafenstadt Kios in Mysien. Kios fungiert in diesem Zusammenhang als sicherer Stützpunkt und Seestadt des Satrapenkreises, von dem aus Ariobarzanes seine Kontakte zu den griechischen Staaten organisiert. Diese Episode zeigt, dass er bereits vor seiner formellen Satrapenzeit einflussreiche Aufgaben im persischen Verwaltungs- und Diplomatiesystem übernimmt und zugleich die Rolle von Kios als Machtbasis seiner Linie festigt. Im späten 5. Jahrhundert v. Chr. teilt Pharnabazos, Satrap von Phrygien und Sohn des Pharnakes, seine Herrschaft und seine Territorien mit seinen Brüdern, um die pharnakidische Kontrolle über das Gebiet zu sichern. In diesem Zusammenhang erscheint Mithridates, Satrap von Kappadokien, wahrscheinlich als einer dieser Brüder, und Ariobarzanes von Kios könnte gleichfalls zu diesem Bruderkreis gehören. In den Quellen wird Ariobarzanes zunächst als Unter‑Satrap in Anatolien erwähnt, was bedeutet, dass er in der zweiten Führungsebene der persischen Provinzverwaltung tätig ist und Aufgaben im Namen des hauptverantwortlichen Satrapen wahrnimmt. Als Pharnabazos später an den Hof des Großkönigs geht, um Apama, eine Tochter des persischen Königs, zu heiraten, überträgt er nach den Berichten die Satrapie über Phrygien und Lydien an Ariobarzanes. Dadurch steigt Ariobarzanes zum Satrapen der hellespontischen Phrygien auf, einem Gebiet im Nordwesten des heutigen Anatolien, das die strategisch bedeutsame Region am Hellespont umfasst. Pharnabazos lebt noch bis weit in die 370er‑Jahre v. Chr. hinein und bekleidet in der persischen Monarchie höhere Ämter als das der lokalen Satrapie, sodass Ariobarzanes gewissermaßen als sein Stellvertreter und Nachfolger in der Region wirkt.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Ariarathes_I. Ariarathes] <br />Ariarathes wird 405/404 als Sohn von Ariamnes geboren. Er hat einen Bruder mit dem Namen Orophernes (auch Holophernes genannt). Er stammt aus einer iranischen Familie, die ihre Herkunft auf Kyros den Großen und Anaphas, einen der sieben persischen Verschwörer gegen den Pseudo-Smerdis, zurückführt.
*[[-404#ACHÄMENIDENREICH | Fortsetzung 404]] [[Kategorie:Achämenidenreich]]
 
==KUSCH==
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Amanineteyerike König Amanineteyerike (431–405)] <br />Amanineteyerike stirbt und wird im königlichen Friedhof von Nuri bestattet.
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Baskakeren '''König Baskakeren (405-404)'''] <br />Baskakeren ist König von Kusch. Er ist wahrscheinlich ein Sohn von Malewiebamani und der jüngere Bruder von Amanineteyerike. Er folgt Amanineteyerike auf den Thron. Baskakeren ist bisher nur durch seine kleine Pyramide in Nuri (Nu.17) bekannt, deren Größe darauf hinweist, dass er nur eine kurze Zeit regiert. Er ist außerdem durch eine Stele aus seiner Kapelle im Meroe-Museum in Khartum bekannt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Amanineteyerike König Amanineteyerike (431–405)]
*[[-404#KUSCH | Fortsetzung 404]] [[Kategorie:Kusch]]
 
==KARTHAGO==
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Himilco_(general) Schofet Himilko II. (406-396)] <br />Im Frühjahr zerstört Himilko Akragas und marschiert nach Osten nach Gela. Dionysios trifft mit einem Entsatzheer ein, und Himilko wartet zunächst ab. Nach drei Wochen griechischer Angriffe auf die karthagischen Versorgungslinien kommt es zur Schlacht bei Gela. Dionysios gibt Gela auf, zieht sich nach Kamarina zurück und verlässt dann auch diese Stadt. Beide Städte werden von Himilkos Truppen geplündert, während die Karthager weiter in Richtung Syrakus marschieren. Himilko rückt langsam auf Syrakus vor, verpasst jedoch die Gelegenheit, die Truppen des Dionysios zu vernichten. Er lagert vor Syrakus, ohne die Stadt zu belagern, und sendet nach einigen Wochen einen Herold mit einem Friedensangebot. Der Vertrag von 405 v. Chr. macht die Karthager in Sizilien zur führenden Macht. Karthago behält die volle Kontrolle über die phönizischen Städte in Sizilien. Die elymischen und sikanischen Städte gehören zur karthagischen Einflusssphäre. Die Griechen dürfen nach Selinus, Akragas, Kamarina und Gela zurückkehren; diese Städte, einschließlich der neuen Stadt Therma, leisten fortan Tribut an Karthago. Gela und Kamarina dürfen ihre Mauern nicht wieder aufbauen. Die Sikeler, Messina und Leontini sollen frei von karthagischem und syrakusanischem Einfluss bleiben, wodurch Syrakus von den übrigen Teilen Siziliens abgeschnitten wird. Dionysios wird als Herrscher von Syrakus bestätigt. Beide Seiten vereinbaren zudem die Freilassung von Gefangenen und erbeuteten Schiffen. Gela, Kamarina, Akragas und Himera werden tributpflichtige karthagische Vasallen. Himilko sichert damit die karthagische Herrschaft in Sizilien auf ihrem Höhepunkt und stationiert Garnisonen in Westsizilien, bevor er die Armee auflöst. Himilko wird zwischen 405 und 398 zum „König“ gewählt und hält sich in dieser Zeit teilweise in Karthago auf. Es ist nicht bekannt, ob er die sizilischen Gebiete selbst mitregiert. Als Dionysios 404 den Friedensvertrag bricht und die sikelische Stadt Herbessus angreift, reagiert Karthago möglicherweise wegen einer Seuche nicht. 403 stellt Karthago Söldner bereit, um Dionysios wieder an die Macht zu bringen, nachdem dieser in Syrakus von einer Koalition sizilisch-griechischer Städte und syrakusanischer Rebellen belagert worden ist.
*[[-404#KARTHAGO | Fortsetzung 404]] [[Kategorie:Karthago]]
 
==INDIEN==
 
'''Shishunaga'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Shishunaga König Shishunaga (413-395)]
 
'''Anuradhapura'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pandukabhaya König Pandukabhaya (437–367)]
 
==CHINA==
Zeit der Streitenden Reiche <br />(38. (39.) Zyklus, Jahr der Feuer-Ratte; am Beginn des Jahres Holz-Schwein)
 
'''Jin'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Lie_of_Jin Herzog Lie (415–389)] <br />
 
'''Qin'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Jian_of_Qin Herzog Jian (414–400)] <br />
 
'''Zhou'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Weilie_of_Zhou König Weilie (425–402)] <br />
'''Wei'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Marquess_Wen_of_Wei Markgraf Wen (424-396)] <br />Im neunzehnten Jahr der Herrschaft von Herzog Lie von Jin bricht im Staat Qi ein innerer Aufstand um Tianhui in Linqiu aus. Die Rebellen bitten Wei, Zhao und Han um Hilfe, worauf Markgraf Wen Zhai Jue an die Spitze eines Bündnisheeres stellt und den Angriff auf die Große Mauer von Qi befiehlt. Nach der Gefangennahme von Herzog Kang von Qi haben die Herrscher der drei Jin-Vasallen eine Audienz beim Zhou-König, und Kang bittet den König, die Anführer von Wei, Han und Zhao zu Marquessen zu ernennen.
*[[-403#CHINA | Fortsetzung 403]] [[Kategorie:Wei]]
 
'''Qi'''
 
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Duke_Xuan_of_Qi Herzog Xuan (455–405)] <br />Herzog Xuan stirbt nach 51 Jahren Herrschaft. Sein Sohn Herzog Kang von Qi folgt ihm als Herrscher.
*[[-404#CHINA | Fortsetzung 404]] [[Kategorie:Qi]]
 
'''Chu'''
 
*[https://en.wikipedia.org/wiki/King_Sheng_of_Chu König Sheng (407–402)] <br />
 
==JAPAN==
 
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dsh%C5%8D Tennō Kōshō (475–393)] <br />


==QUELLEN==
==QUELLEN==


Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.
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31.12.2012 Artikel eröffnet
31.12.2012 Artikel eröffnet
05.06.2023 Grundstock erstellt
05.06.2026 Grundstock ergänzt
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Aktuelle Version vom 7. Juni 2026, 08:24 Uhr

-408 | -407 | -406 | -405 | -404 | -403 | -402

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita CCCIL = 349)

  • Konsulartribun Aulus Manlius Vulso Capitolinus (1. Amtszeit)
    Aulus Manlius Vulso Capitolinus ist einer von sechs konsularischen Tribunen der Römischen Republik. Manlius ist der einzige Neuling im Amt, da alle seine Kollegen bereits ehemalige Konsulare sind. Dieses Jahr markiert den Beginn der langen und zähen Belagerung von Veji. Diodoros nennt anstelle von Manlius Mamilius als konsularischen Tribunen und führt für dieses Jahr nur ein Kollegium aus drei Mitgliedern an; dies wird als Fehler des antiken Historikers oder späterer Abschreiber angesehen. Unter modernen Gelehrten besteht zudem Zweifel an der Historizität dieser konsularischen Kollegien aus sechs Mitgliedern, und für diese Zeit gibt es Hinweise auf einen höheren Grad an Interpolation.
  • Konsulartribun Titus Quinctius Capitolinus Barbatus (2. Amtszeit)
    Titus Quinctius Capitolinus Barbatus wird sechzehn Jahre nach seinem Konsulat als Konsulartribun gewählt und ist das ranghöchste Mitglied des Kollegiums. Seine Kollegen sind Quintus Quinctius Cincinnatus, Gaius Iulius Iulus, Aulus Manlius Vulso Capitolinus, Lucius Furius Medullinus und Manius Aemilius Mamercinus. Die Konsulartribunen setzen den im Vorjahr begonnenen Krieg gegen Veii fort, umzingeln die Stadt und beginnen die Belagerung, die zehn Jahre dauert.
  • Konsulartribun Lucius Furius Medullinus (2. Amtszeit)
    Lucius Furius Medullinus wird in diesem Jahr zum zweiten Mal Konsulartribun gewähltRom führt den Krieg nach Veii; Medullinus und seine Kollegen belagern die Stadt, die die anderen etruskischen Städte nicht zum Krieg gegen Rom bewegen kann. Kurz nach Beginn dieser Belagerung hält die Gesamtheit der Etrusker einen stark besuchten Rat am Heiligtum der Voltumna ab, kann aber keine Entscheidung darüber treffen, ob das ganze Volk zur Verteidigung der Veienter in den Krieg ziehen soll.
  • Konsulartribun Quintus Quinctius Cincinnatus (2. Amtszeit)
    Quintus Quinctius Cincinnatus wird nach 415 erneut Konsulartribun und gehört einem großen und erfahrenen Kollegium an. Das Kollegium setzt den im Vorjahr begonnenen Krieg gegen Veii fort, umschließt die Stadt und beginnt eine Belagerung, die zehn Jahre dauert.
  • Konsulartribun Gaius Iulius Iullus (2. Amtszeit)
    Gaius Julius Iullus ist zum zweiten Mal Militärtribun mit konsularischer Gewalt. Die Tribunen belagern Veii, wodurch andere etruskische Städte beunruhigt werden und über ein gemeinsames Eingreifen beraten.
  • Konsulartribun Manius Aemilius Mamercinus (2. Amtszeit)
    Manius Aemilius Mamercinus erhält zum zweiten Mal das Imperium, diesmal als Konsulartribun. Alle außer Manlius haben das Amt zuvor bereits bekleidet. Die Konsulartribunen erzielen Erfolge gegen Veji und beginnen die Belagerung von Veji, die zehn Jahre andauert.
  • Fortsetzung 404

GRIECHEN

(3./4. Jahr der 93. Olympiade)

Syrakus

  • Tyrann Dionysios I. (405–367)
    Im Frühjahr 405 lässt die Volksversammlung Dionysios zum alleinigen Feldherrn mit unbegrenzten Vollmachten (strategos autokrator) wählen, ein in Krisenzeiten verfassungsgemäßes Ausnahmeamt. Von dieser Basis aus bereitet er im Sommer einen Staatsstreich vor, der die Verfassung de facto stürzt und ihn zum Tyrannen macht. Er inszeniert ein Attentat auf sich, nutzt die Erregung in der Heeresversammlung und erwirkt die Bewilligung einer persönlichen Leibgarde von 600 Mann, die er eigenmächtig auf über 1000 kampfstarke Männer erhöht. Diese nur ihm unterstellte Truppe verschafft ihm eine vom Willen der Bürgerschaft unabhängige Machtbasis. Dionysios gelingt der Machtzugriff, obwohl er formal die demokratischen Institutionen bestehen lässt; die Herrschaft nimmt aber monarchische Züge an. Schon Anfang Jahr, noch vor seiner Wahl zum Alleinfeldherrn, zieht Dionysios mit seinem Heer nach Gela, das von den Karthagern bedroht ist. In Gela unterstützt er die demokratische Partei gegen die Aristokraten, lässt reiche Angehörige der Oberschicht verurteilen und hinrichten und verwendet deren beschlagnahmte Güter zur Bezahlung seiner Söldner, was ihm in der armen Bevölkerung und im Heer Popularität einbringt. Im Juli beginnt der karthagische Feldherr Himilkon mit der Belagerung von Gela; Dionysios zieht mit einer zahlenmäßig deutlich unterlegenen Streitmacht heran und entwirft einen komplexen Angriffsplan, der militärhistorisch neuartig ist, aber an der Überforderung der griechischen Befehlshaber scheitert. Nach der Niederlage lässt er Gela evakuieren und ordnet auch die Räumung von Kamarina an, womit er die gesamte Südküste Siziliens den Karthagern überlässt Noch in diesem Jahr schließen Karthager und Syrakuser Frieden, nachdem im karthagischen Heer eine Seuche ausbricht. Die Friedensbedingungen erweitern den Machtbereich Karthagos erheblich, doch Dionysios wird als Herr von Syrakus anerkannt. Viele Städte, die er seinem Reich einverleiben will, müssen nun Karthago Tribut zahlen oder unbefestigt bleiben, andere gelten als autonom; der Vertrag ordnet die Machtverhältnisse auf der gesamten Insel und wird zum Vorbild späterer Vereinbarungen zwischen Karthago und den sizilischen Griechen. Die Bestimmung, wonach auch die unmittelbaren Nachbargemeinden von Syrakus autonom sein müssen, schränkt jedoch jede Expansion des Tyrannen ein.
    Artikel des Tages: Dionysios I. von Syrakus (* um 430; † Früh­jahr 367) war Tyrann von Syrakus. Er gehörte zu den mäch­tigsten Tyrannen der Antike und war der am längsten regierende unter ihnen. Seine Herrschaft dauerte von 405 v. Chr. bis zu seinem Tod. Daher und durch die Umstände seines Aufstiegs wurde er zum Muster­beispiel eines Gewalt­herrschers. Er begann seine Laufbahn im Rahmen der demo­kratischen Insti­tutionen und betätigte sich zunächst als Volks­redner und Agitator. Nach seiner Wahl ins Feldherrn­kollegium bootete er seine Amts­genossen aus, ließ sich von der Volks­versammlung mit Sonder­vollmachten ausstatten, baute seine Leibgarde zu einer privaten Miliz aus und ergriff schließlich mit einem Staats­streich die Macht. Formal blieb die Demokratie bestehen, faktisch nahm die Herrschaft des Machthabers monarchische Züge an.:
  • Fortsetzung 404

Molosser / Epirus

Makedonien

Pherai

  • 406: Lykophron In diesem Jahr entsteht in Thessalien eine allgemeine Unruhe. Ein Demagoge namens Prometheus versucht zusammen mit dem aus Athen verbannten Kritias, die Penesten zu bewaffnen, damit sie ihre Herren stürzen können. Auf diesem Hintergrund greift Lykophron in Pherai nach der Macht und setzt sich dort durch.
  • Fortsetzung 404

Athen

  • Peloponnesischer_Krieg (431-404)
    Schlacht bei Aigospotamoi
    Die Athener wählen neue Strategen, die die gesamte Flotte am Hellespont zusammenziehen, um die Versorgung durch die Meerengen zu sichern. Dort erregt die inkompetente Flottenführung der neuen Admirale Tydeus, Philokles, Konon, Adeimantos, Menandros, Kephisodotos und Eryximachos den Unmut des verbannten Alkibiades, der sich dem athenischen Schiffslager bei Aigospotamoi nähert, um die Strategen zu ermahnen. Diese glauben jedoch, auf seine Ratschläge verzichten zu können, und insbesondere Tydeus weist ihn mit groben Schmähungen aus dem Lager. Die athenische Flotte lagert mit 180 Schiffen bei Aigospotamoi an der Küste des Hellespont, statt im sicheren Hafen von Sestos, wie Alkibiades geraten hat. Das Oberkommando wechselt täglich. Die Athener nehmen Frischwasser auf und kontrollieren die annähernd gleich starke spartanische Flotte im gegenüberliegenden Lampsakos oder fordern sie zum Kampf. Der spartanische Befehlshaber Lysander geht mehrere Tage lang nicht auf die Herausforderung ein. Diese Hinhaltetaktik führt dazu, dass die Wachsamkeit der Athener nachlässt und sich ihre Ruderer an Land verteilen, um zu rasten und Nahrung zu beschaffen. Am fünften Tag nutzt Lysander die Nachlässigkeit und greift die athenische Flotte am ungeschützten Strand überraschend an. Seine auf die europäische Seite übergesetzten Landstreitkräfte unter dem Kommando des Thorax oder des Eteonikos begleiten ihn am Ufer. Den Oberbefehl über die Athener führt an diesem Tag Philokles. Er fordert die Spartaner zunächst mit 30 Schiffen heraus und wird nach seiner Rückkehr von deren Angriff überrascht. Das Wachgeschwader unter Konon signalisiert zwar die Ausfahrt der Spartaner, jedoch zu spät, sodass viele Ruderer und Soldaten nicht rechtzeitig auf ihre Schiffe gelangen. Die meisten athenischen Trieren stechen halb besetzt oder gar nicht in See und werden von Lysander und Thorax ohne Mühe genommen. Lysander macht 3000 Gefangene und erhöht mit den erbeuteten Booten seine Flottenstärke auf 200. Von etwa 180 athenischen Trieren entkommen nur neun unter Konon. Konon überfällt auf der Flucht das verlassene Schiffslager der Spartaner beim Vorgebirge Abarnis nahe Lampsakos und stiehlt die dort zurückgelassenen Großsegel, um eine Verfolgung zu verhindern. Nach der Niederlage sendet er das Staatsschiff Paralos nach Athen, kehrt selbst jedoch nicht zurück, sondern flieht zu König Euagoras I. nach Zypern. Nach der Schlacht beruft Lysander ein Gericht der Verbündeten ein, bei dem zahlreiche Beschuldigungen gegen die Athener erhoben werden. Nach Darstellung Xenophons handelt es sich offenbar um das erste Tribunal gegen einen unterlegenen Gegner wegen Verletzung des Völkerrechts und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Sieger beschließen, die athenischen Strategen hinzurichten und ebenso mit den attischen Bürgern unter den Gefangenen zu verfahren. Philokles wird wegen besonderer Grausamkeit angeklagt und von Lysander persönlich getötet. Adeimantos wird als einziger Athener begnadigt. Über das Schicksal von Tydeus, Menandros und den anderen ist nichts bekannt; sofern sie nicht in der Schlacht gefallen sind, werden sie hingerichtet. Der milesische Pirat Theopompos bringt im Auftrag Lysanders innerhalb von drei Tagen die Nachricht vom Sieg nach Lakonien. Die Beute aus der Schlacht lässt Lysander durch den Strategen Gylippos nach Sparta bringen. Dieser unterschlägt offenbar einen Teil des Geldes. Die spartanische Staatsführung bemerkt den Betrug, macht Gylippos den Prozess und verurteilt ihn in Abwesenheit zum Tode. Die Seemacht Athens wird vollständig vernichtet. Lysander blockiert nach seiner Ankunft im Saronischen Golf mit seiner Flotte den Piräus, wodurch das Attische Reich verloren ist und die Stadt nicht mehr zu verteidigen ist. Lysanders Sieg führt zu außergewöhnlichen Ehren. Oligarchen auf Samos benennen den Herakult in Lysandreia um, errichten ihm einen Altar und erweisen ihm göttliche Ehren. Die Samier errichten Ehrenstatuen in Olympia, im Artemision von Ephesos und in Sparta. Dichter verherrlichen seine Taten. Es entsteht das Nauarchendenkmal in Delphi am Anfang der Prozessionsstraße, gegenüber dem Athener Denkmal der Schlacht bei Marathon. Es zeigt eine große Zahl von Göttern und Menschen, darunter den Seher Agias, den Steuermann Hermon und Lysander, der von Poseidon bekränzt wird. Darstellungen von Apoll, Zeus, Artemis und den Dioskuren schmücken das Monument. Zudem stiftet Kyros ein goldelfenbeinernes Modell einer Triere.
  • Die Frösche (Schauspiel von Aristophanes)
    Die Komödie Die Frösche von Aristophanes wird wahrscheinlich um 405 uraufgeführt. Athen befindet sich politisch wie kulturell in schlechtem Zustand, und Dionysos reist mit seinem Sklaven Xanthias in die Unterwelt, um einen bereits verstorbenen bedeutenden Dichter wieder ins Diesseits zu führen. Nach einer Diskussion mit Herakles über den besten Weg dorthin gelangen sie zu Charon, der nur Dionysos in seinem Boot akzeptiert, während Xanthias laufen muss; während der Überfahrt fühlt sich Dionysos von den quakenden Fröschen gestört. In der Unterwelt angekommen, verkleidet sich Dionysos als Herakles. Da diesem nicht alle Bewohner des Totenreichs wohlgesinnt sind, wechselt er mehrfach mit Xanthias die Kleidung und verwirrt damit auch Hades’ Diener Aiakos; selbst dessen Versuch, den Gott durch eine Folterprobe zu identifizieren, schlägt fehl. Ein Gespräch zwischen Xanthias und Aiakos zeigt, dass Aischylos den Ehrenplatz an Hades’ Seite innehat, jedoch nach Euripides’ Einzug in die Unterwelt ein ernsthafter Konkurrent entsteht. Dionysos lässt beide Dichter in einem Wettstreit antreten, ohne zunächst den Grund zu nennen. Sie loben ihre eigenen Werke und kritisieren die des jeweils anderen; da kein Ergebnis festgestellt werden kann, steigen sie auf Geheiß des Gottes in eine Waage und deklamieren kurze Verse, die stets zugunsten von Aischylos ausschlägt. Auch seine Lösungsvorschläge für politische und militärische Probleme finden mehr Anklang. Dionysos nennt nun die Ursache seines Kommens und erklärt Aischylos zum Sieger. Hades erlaubt ihm die Rückkehr auf die Erde und lässt ausrichten, die derzeitigen Beherrscher und Spitzenbeamten Athens mögen bald ins Totenreich eintreten. Die Dramaturgie verbindet zwei Handlungsstränge: die Fahrt des Dionysos in die Unterwelt als Abenteuergeschichte nach dem Muster des Herakles, die nicht zur Identifikation des Helden dient, sowie den Wettstreit der Dichter, der weder durch philologische noch naturwissenschaftliche Kriterien entschieden werden kann; erst das Eingreifen Plutons führt beide Stränge zusammen und lässt Aischylos obsiegen.
    In der getAbstract-App ist eine Zusammenfassung und Interpretation vorhanden
  • Die Bakchen (Schauspiel)
    Mit seinem letzten Stück Die Bakchen gewinnt Euripides postum den ersten Preis bei den Tragödienwettbewerben in Athen.
  • Fortsetzung 404

Sparta

  • König der Eurypontiden: Agis II. (427–400)
    Der Oberbefehl bei der Belagerung Athens liegt bei Pausanias, während Agis II. sich in Dekeleia aufhält. Im Dezember schicken die Athener Gesandte mit Friedensvorschlägen zu ihm, doch er verweist sie an die Ephoren in Sparta.
  • König der Agiaden: Pausanias (2. Amtszeit 408–395)
    Pausanias wird erstmals als militärischer Führer genannt. Er führt das Hauptheer des Peloponnesischen Bundes zur Belagerung von Athen, während Agis bereits in Attika steht und die Garnison von Dekeleia befehligt. Athen weigert sich dennoch, sich zu ergeben, und Pausanias kehrt mit dem Heer nach Sparta zurück.
  • Fortsetzung 404

Bosporanisches Reich

Salamis

ODRYSEN

  • König Amadok I. (410–390)
    Die Odrysen bilden ein thrakisches Königreich, das sich in der Zeit um den Übergang vom 5. zum 4. Jahrhundert bereits in einer Phase der Zerfaserung befindet. In diesem Rahmen tritt Amadokus I. als König der Odrysen auf; für 405 sind mit ihm und Seuthes II. zwei Herrscher bezeugt, wobei Seuthes II. Amadokus I. zunächst als Oberherrn anerkennt. Die politische Lage in Thrakien ist damit nicht mehr von einem geschlossenen Reich geprägt, sondern von konkurrierenden Herrschaftsbereichen und wechselnden Abhängigkeiten. Im Jahr 405 v. Chr. ist Amadokus I. bereits als König der Odrysen genannt, zusammen mit einem Seuthes, der gewöhnlich mit Seuthes II. identifiziert wird. Zur selben Zeit beschreibt der athenische Staatsmann und Feldherr Alkibiades die thrakischen Könige Medokus und Seuthes als seine Verbündeten. Im Hintergrund steht die Schlacht bei Aigospotamoi im selben Jahr, die den Peloponnesischen Krieg faktisch entscheidet und die Machtverhältnisse in der griechischen Welt deutlich verschiebt. Für Thrakien bedeutet dies eine Lage, in der lokale Herrscher ihre Stellung gegenüber Athen und in Konkurrenz zueinander behaupten müssen. Amadokus I. führt auf den Münzen der odrysischen Herrscher das „heraldische“ Zeichen einer Doppelaxt ein, das bei mehreren Angehörigen seines dynastischen Zweigs weiterverwendet wird. Das passt zum Bild eines Herrschers, der nicht nur politisch, sondern auch durch sichtbare Herrschaftszeichen in der Tradition seiner Linie steht.
  • Fortsetzung 401

ACHÄMENIDENREICH

  • Großkönig Dareios II. (423–404)
    In seinem 18. Regierungsjahr (406/405) lässt Dareios den Zusatzmonat Addaru II schalten, der am 16. März beginnt. Im babylonischen Kalender fällt der Jahresbeginn des 1. Nisannu auf den 15.–16. April; der Vollmond im Nisannu auf den 28.–29. April und der 1. Tašritu auf den 9.–10. Oktober.
  • Satrap Ariobarzanes (Kios, 420-402)
    Ariobarzanes begleitet athenische Gesandte, die zuvor auf Befehl des jüngeren Kyros drei Jahre lang festgehalten worden sind, in seine Hafenstadt Kios in Mysien. Kios fungiert in diesem Zusammenhang als sicherer Stützpunkt und Seestadt des Satrapenkreises, von dem aus Ariobarzanes seine Kontakte zu den griechischen Staaten organisiert. Diese Episode zeigt, dass er bereits vor seiner formellen Satrapenzeit einflussreiche Aufgaben im persischen Verwaltungs- und Diplomatiesystem übernimmt und zugleich die Rolle von Kios als Machtbasis seiner Linie festigt. Im späten 5. Jahrhundert v. Chr. teilt Pharnabazos, Satrap von Phrygien und Sohn des Pharnakes, seine Herrschaft und seine Territorien mit seinen Brüdern, um die pharnakidische Kontrolle über das Gebiet zu sichern. In diesem Zusammenhang erscheint Mithridates, Satrap von Kappadokien, wahrscheinlich als einer dieser Brüder, und Ariobarzanes von Kios könnte gleichfalls zu diesem Bruderkreis gehören. In den Quellen wird Ariobarzanes zunächst als Unter‑Satrap in Anatolien erwähnt, was bedeutet, dass er in der zweiten Führungsebene der persischen Provinzverwaltung tätig ist und Aufgaben im Namen des hauptverantwortlichen Satrapen wahrnimmt. Als Pharnabazos später an den Hof des Großkönigs geht, um Apama, eine Tochter des persischen Königs, zu heiraten, überträgt er nach den Berichten die Satrapie über Phrygien und Lydien an Ariobarzanes. Dadurch steigt Ariobarzanes zum Satrapen der hellespontischen Phrygien auf, einem Gebiet im Nordwesten des heutigen Anatolien, das die strategisch bedeutsame Region am Hellespont umfasst. Pharnabazos lebt noch bis weit in die 370er‑Jahre v. Chr. hinein und bekleidet in der persischen Monarchie höhere Ämter als das der lokalen Satrapie, sodass Ariobarzanes gewissermaßen als sein Stellvertreter und Nachfolger in der Region wirkt.
  • Ariarathes
    Ariarathes wird 405/404 als Sohn von Ariamnes geboren. Er hat einen Bruder mit dem Namen Orophernes (auch Holophernes genannt). Er stammt aus einer iranischen Familie, die ihre Herkunft auf Kyros den Großen und Anaphas, einen der sieben persischen Verschwörer gegen den Pseudo-Smerdis, zurückführt.
  • Fortsetzung 404

KUSCH

  • König Amanineteyerike (431–405)
    Amanineteyerike stirbt und wird im königlichen Friedhof von Nuri bestattet.
  • König Baskakeren (405-404)
    Baskakeren ist König von Kusch. Er ist wahrscheinlich ein Sohn von Malewiebamani und der jüngere Bruder von Amanineteyerike. Er folgt Amanineteyerike auf den Thron. Baskakeren ist bisher nur durch seine kleine Pyramide in Nuri (Nu.17) bekannt, deren Größe darauf hinweist, dass er nur eine kurze Zeit regiert. Er ist außerdem durch eine Stele aus seiner Kapelle im Meroe-Museum in Khartum bekannt. König Amanineteyerike (431–405)
  • Fortsetzung 404

KARTHAGO

  • Schofet Himilko II. (406-396)
    Im Frühjahr zerstört Himilko Akragas und marschiert nach Osten nach Gela. Dionysios trifft mit einem Entsatzheer ein, und Himilko wartet zunächst ab. Nach drei Wochen griechischer Angriffe auf die karthagischen Versorgungslinien kommt es zur Schlacht bei Gela. Dionysios gibt Gela auf, zieht sich nach Kamarina zurück und verlässt dann auch diese Stadt. Beide Städte werden von Himilkos Truppen geplündert, während die Karthager weiter in Richtung Syrakus marschieren. Himilko rückt langsam auf Syrakus vor, verpasst jedoch die Gelegenheit, die Truppen des Dionysios zu vernichten. Er lagert vor Syrakus, ohne die Stadt zu belagern, und sendet nach einigen Wochen einen Herold mit einem Friedensangebot. Der Vertrag von 405 v. Chr. macht die Karthager in Sizilien zur führenden Macht. Karthago behält die volle Kontrolle über die phönizischen Städte in Sizilien. Die elymischen und sikanischen Städte gehören zur karthagischen Einflusssphäre. Die Griechen dürfen nach Selinus, Akragas, Kamarina und Gela zurückkehren; diese Städte, einschließlich der neuen Stadt Therma, leisten fortan Tribut an Karthago. Gela und Kamarina dürfen ihre Mauern nicht wieder aufbauen. Die Sikeler, Messina und Leontini sollen frei von karthagischem und syrakusanischem Einfluss bleiben, wodurch Syrakus von den übrigen Teilen Siziliens abgeschnitten wird. Dionysios wird als Herrscher von Syrakus bestätigt. Beide Seiten vereinbaren zudem die Freilassung von Gefangenen und erbeuteten Schiffen. Gela, Kamarina, Akragas und Himera werden tributpflichtige karthagische Vasallen. Himilko sichert damit die karthagische Herrschaft in Sizilien auf ihrem Höhepunkt und stationiert Garnisonen in Westsizilien, bevor er die Armee auflöst. Himilko wird zwischen 405 und 398 zum „König“ gewählt und hält sich in dieser Zeit teilweise in Karthago auf. Es ist nicht bekannt, ob er die sizilischen Gebiete selbst mitregiert. Als Dionysios 404 den Friedensvertrag bricht und die sikelische Stadt Herbessus angreift, reagiert Karthago möglicherweise wegen einer Seuche nicht. 403 stellt Karthago Söldner bereit, um Dionysios wieder an die Macht zu bringen, nachdem dieser in Syrakus von einer Koalition sizilisch-griechischer Städte und syrakusanischer Rebellen belagert worden ist.
  • Fortsetzung 404

INDIEN

Shishunaga

Anuradhapura

CHINA

Zeit der Streitenden Reiche
(38. (39.) Zyklus, Jahr der Feuer-Ratte; am Beginn des Jahres Holz-Schwein)

Jin

Qin

Zhou

Wei

  • Markgraf Wen (424-396)
    Im neunzehnten Jahr der Herrschaft von Herzog Lie von Jin bricht im Staat Qi ein innerer Aufstand um Tianhui in Linqiu aus. Die Rebellen bitten Wei, Zhao und Han um Hilfe, worauf Markgraf Wen Zhai Jue an die Spitze eines Bündnisheeres stellt und den Angriff auf die Große Mauer von Qi befiehlt. Nach der Gefangennahme von Herzog Kang von Qi haben die Herrscher der drei Jin-Vasallen eine Audienz beim Zhou-König, und Kang bittet den König, die Anführer von Wei, Han und Zhao zu Marquessen zu ernennen.
  • Fortsetzung 403

Qi

Chu

JAPAN

QUELLEN

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31.12.2012 Artikel eröffnet

05.06.2023 Grundstock erstellt

05.06.2026 Grundstock ergänzt

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