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1374: Unterschied zwischen den Versionen

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Staatliche Münze Stuttgart
0615D: Johannes Klenkok
 
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==OKTOBER==
==CHRONIK==
 
0408D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Salvator_Humani_Generis '''Salvator Humani Generis (Bulle)''']
*Gregor XI. erlässt die Bulle ''Salvator Humani Generis'', die 14 Artikel des Sachsenspiegels bannt, sie werden als Articuli Reprobati bekannt.
 
0615D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Klenkok '''Johannes Klenkok''']
*Johannes Klenkok (* um 1310 in Schloss Hoya auf einer Insel im Mittellauf der Weser; † 15. Juni 1374 in Avignon in der Provence) war ein Theologe und Augustinermönch. Klenkok wurde als Sohn eines Burgmanns der Grafschaft Hoya geboren. Er trat in den 1340er Jahren in den Augustinerorden ein und absolvierte ein Studium der Theologie und der Sententiae des Petrus Lombardus. Im Anschluss an diese Studien lehrte er an der Universität Oxford. Überliefert ist aus dieser Zeit vor allem seine Kritik an den Lehren des Pelagianismus und an Personen, denen er vorwarf, diese Lehren zu vertreten. Nach wenigen Jahren der Lehrtätigkeit kehrte er in seine Heimatprovinz Magdeburg zurück. Dort führte er seine Tätigkeit als Lehrer an Schulen seines Ordens fort und fungierte darüber hinaus als Provinzial. Über die Grenzen des theologischen Diskurses hinaus wurde Klenkok durch seinen Dekadikon gegen einige Sätze des Sachsenspiegels bekannt, des überaus bedeutenden Rechtsbuches. In seiner Schrift setzte er sich mit einigen Artikeln auseinander, die nach seiner Auffassung insbesondere gegen göttliches und kirchliches Recht verstießen. Sein Werk stieß seinerseits auf erhebliche Kritik, insbesondere beim Stadtrat von Magdeburg. Trotz dessen vehementer Beanstandung von Klenkoks Argumentation führte die Schrift letztlich zu einem Teilerfolg, denn Papst Gregor XI. verdammte manche der von Klenkok kritisierten Artikel in der 1374 erlassenen Bulle Salvator Humani Generis. Klenkok wurde Inquisitor im böhmischen Brünn. Seine beiden letzten Jahre verbrachte er am päpstlichen Hof in Avignon als Päpstlicher Pönitentiar. Dort starb er wohl an der Pest. Das Bild Klenkoks in der Forschung des 19. Jahrhunderts war vor allem von der ablehnenden rechtshistorischen Einschätzung seiner Argumentation gegen den Sachsenspiegel geprägt. Erst im 20. Jahrhundert entwickelte die Forschung eine differenzierte Bewertung seines Wirkens. Dabei begann sie die theologischen Schriften des Mönchs in den Blick zu nehmen. Die Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass Klenkoks Schriften, die vor allem die Theologie des Augustinus rezipierten, zu seinen Lebzeiten und auch noch einige Zeit danach Beachtung bei einer Reihe von Theologen fanden und er selbst als ein bedeutender Theologe seiner Zeit angesehen wurde. Nach seinem Tode gerieten seine theologischen Schriften jedoch in Vergessenheit. (Artikel des Tages)
 
0917D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Kaschauer_Privileg '''Kaschauer Privileg''']
*Das Kaschauer Privileg räumt dem polnischen Adel erstmals politische Vorrechte ein.


1009D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Erste_Dionysiusflut '''Erste Dionysiusflut''']
1009D: [http://de.wikipedia.org/wiki/Erste_Dionysiusflut '''Erste Dionysiusflut''']
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[http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_de_Juliac '''Großmeister Robert de Juliac (Johanniterorden)''']
[http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_de_Juliac '''Großmeister Robert de Juliac (Johanniterorden)''']
*Robert de Juliac wird 31. Großmeister des Johanniterordens. Er folgt in diesem Amt dem verstorbenen Raymond Berenger.
*Robert de Juliac wird 31. Großmeister des Johanniterordens. Er folgt in diesem Amt dem verstorbenen Raymond Berenger.
[http://de.wikipedia.org/wiki/Kaschauer_Privileg '''Kaschauer Privileg''']
*Das Kaschauer Privileg räumt dem polnischen Adel erstmals politische Vorrechte ein.


[http://de.wikipedia.org/wiki/Klosterruine_Baiselsberg '''Kloster Baiselsberg''']
[http://de.wikipedia.org/wiki/Klosterruine_Baiselsberg '''Kloster Baiselsberg''']

Aktuelle Version vom 29. April 2026, 06:49 Uhr

1371 | 1372 | 1373 | 1374 | 1375 | 1376 | 1377

CHRONIK

0408D: Salvator Humani Generis (Bulle)

  • Gregor XI. erlässt die Bulle Salvator Humani Generis, die 14 Artikel des Sachsenspiegels bannt, sie werden als Articuli Reprobati bekannt.

0615D: Johannes Klenkok

  • Johannes Klenkok (* um 1310 in Schloss Hoya auf einer Insel im Mittellauf der Weser; † 15. Juni 1374 in Avignon in der Provence) war ein Theologe und Augustinermönch. Klenkok wurde als Sohn eines Burgmanns der Grafschaft Hoya geboren. Er trat in den 1340er Jahren in den Augustinerorden ein und absolvierte ein Studium der Theologie und der Sententiae des Petrus Lombardus. Im Anschluss an diese Studien lehrte er an der Universität Oxford. Überliefert ist aus dieser Zeit vor allem seine Kritik an den Lehren des Pelagianismus und an Personen, denen er vorwarf, diese Lehren zu vertreten. Nach wenigen Jahren der Lehrtätigkeit kehrte er in seine Heimatprovinz Magdeburg zurück. Dort führte er seine Tätigkeit als Lehrer an Schulen seines Ordens fort und fungierte darüber hinaus als Provinzial. Über die Grenzen des theologischen Diskurses hinaus wurde Klenkok durch seinen Dekadikon gegen einige Sätze des Sachsenspiegels bekannt, des überaus bedeutenden Rechtsbuches. In seiner Schrift setzte er sich mit einigen Artikeln auseinander, die nach seiner Auffassung insbesondere gegen göttliches und kirchliches Recht verstießen. Sein Werk stieß seinerseits auf erhebliche Kritik, insbesondere beim Stadtrat von Magdeburg. Trotz dessen vehementer Beanstandung von Klenkoks Argumentation führte die Schrift letztlich zu einem Teilerfolg, denn Papst Gregor XI. verdammte manche der von Klenkok kritisierten Artikel in der 1374 erlassenen Bulle Salvator Humani Generis. Klenkok wurde Inquisitor im böhmischen Brünn. Seine beiden letzten Jahre verbrachte er am päpstlichen Hof in Avignon als Päpstlicher Pönitentiar. Dort starb er wohl an der Pest. Das Bild Klenkoks in der Forschung des 19. Jahrhunderts war vor allem von der ablehnenden rechtshistorischen Einschätzung seiner Argumentation gegen den Sachsenspiegel geprägt. Erst im 20. Jahrhundert entwickelte die Forschung eine differenzierte Bewertung seines Wirkens. Dabei begann sie die theologischen Schriften des Mönchs in den Blick zu nehmen. Die Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass Klenkoks Schriften, die vor allem die Theologie des Augustinus rezipierten, zu seinen Lebzeiten und auch noch einige Zeit danach Beachtung bei einer Reihe von Theologen fanden und er selbst als ein bedeutender Theologe seiner Zeit angesehen wurde. Nach seinem Tode gerieten seine theologischen Schriften jedoch in Vergessenheit. (Artikel des Tages)

0917D: Kaschauer Privileg

  • Das Kaschauer Privileg räumt dem polnischen Adel erstmals politische Vorrechte ein.

1009D: Erste Dionysiusflut

1125D: Fürst Jacques des Baux (Tarent)

  • Jacques des Baux wird Nachfolger seines Onkels Philipp II. als Fürst von Tarent und Titularkaiser von Konstantinopel.

LEXIKON

Erzbischof Ludwig von Meißen (Mainz)

Großmeister Robert de Juliac (Johanniterorden)

  • Robert de Juliac wird 31. Großmeister des Johanniterordens. Er folgt in diesem Amt dem verstorbenen Raymond Berenger.

Kloster Baiselsberg

König Leon VI. (Armenien)

Staatliche Münze Stuttgart

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Quellen sind am blauen Link am Schluss des jeweiligen Abschnitts erkennbar, daraus stammt dann auch der Text des Abschnitts.

29.04.2013 Artikel eröffnet (Debussy)

09.05.2013 Grundstock erstellt (zusammen mit Debussy)

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