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== | ==MAYA== | ||
'''Palenque''' | |||
[http://de.wikipedia.org/wiki/ | *[http://de.wikipedia.org/wiki/K%27inich_Kan_Bahlam_III. '''Ajaw K'inich Kan Bahlam III. (um 751)'''] <br />K’inich Kan Bahlam III. ist ein Herrscher (Ajaw) der Maya‑Stadt Palenque und regiert um das Jahr 751. Er ist nur durch eine Namensnennung auf Stele 7 aus Toniná bekannt. | ||
* | *0509D: In Palenque werden Feierlichkeiten zum Ende eines Kalenderzyklus (Lange Zählung 9.16.0.0.0, Kalenderrunde 2 Ahaw 13 Sek) begangen. | ||
*[[764#MAYA | Fortsetzung 764]] [[Kategorie:Palenque]] | |||
'''Calakmul''' | |||
[ | *[https://en.wikipedia.org/wiki/Great_Serpent '''Ajaw Great Serpent (751)'''] <br />Great Serpent (auch Ruler 8 bzw. Ruler Z, weil sein eigentlicher Name nicht sicher lesbar ist.) ist König der Maya-Stadt Calakmul. Im Jahr 751 wird die unvollendete Stele 62 errichtet, um die Vollendung des sechzehnten k’atun zu markieren. Der Name des beauftragenden Herrschers auf Stele 62 ist beschädigt und unterscheidet sich offenbar von den Namen früherer Könige Calakmuls. Die Emblemglyphe des Auftraggebers von Stele 62 zeigt einen Fledermauskopf anstelle eines Schlangenkopfes und knüpft damit an ein älteres Fledermaus-Emblem an. Dieses Fledermaus-Emblem ist in Calakmul zuletzt vor mehr als drei Jahrhunderten auf Stele 114 belegt. Stele 62 bildet vermutlich zusammen mit der ebenfalls auf 751 datierten Stele 88 ein Königs‑Königinnen‑Porträtpaar. | ||
*[[771#MAYA | Fortsetzung 771]] [[Kategorie:Calakmul]] | |||
'''Tikal''' | |||
[http:// | *[http://en.wikipedia.org/wiki/Yik%CA%BCin_Chan_K%CA%BCawiil Ajaw Yikʼin Chan Kʼawiil (734-755)] <br /> | ||
[http://de.wikipedia.org/wiki/Zachariasprivileg '''Zachariasprivileg'''] | '''Quiriguá''' | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%E2%80%99ak%E2%80%99_Tiliw_Chan_Yopaat Ajaw K’ak’ Tiliw Chan Yopaat (725-785)] <br /> | |||
'''Copan''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/K%CA%BCak%CA%BC_Yipyaj_Chan_K%CA%BCawiil Ajaw Kʼakʼ Yipyaj Chan Kʼawiil (749-763)] <br /> | |||
==PIKTEN== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/%C3%93engus_I König Óengus I. (732–761)] <br /> | |||
==KELTEN== | |||
'''Uí Néill''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Domnall_Midi Hochkönig Domnall Midi (743–763)] <br /> | |||
'''Ulaid''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Fiachnae_mac_%C3%81edo_R%C3%B3in König Fiachnae mac Áedo Róin (750–789)] <br /> | |||
'''Connacht''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Forggus_mac_Cellaig König Forggus mac Cellaig (742–756)] <br /> | |||
'''Leinster''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muiredach_mac_Murchada König Muiredach mac Murchada (738–760)] <br /> | |||
'''Uí Mháine''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Aedh_Ailghin König Aedh Ailghin (750–767)] <br /> | |||
'''Dalriada''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Muiredach_mac_Ainbcellaig König Muiredach mac Ainbcellaig (733–736)] <br /> | |||
'''Königreich Strathclyde''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Teudebur_of_Alt_Clut König Teudebur (722–752)] <br /> | |||
'''Gwynedd''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Rhodri_Molwynog König Rhodri Molwynog (um 720-754)] <br /> | |||
'''Königreich Powys''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Elisedd_ap_Gwylog König Elisedd ap Gwylog (725–755)] <br /> | |||
==ANGELSACHSEN== | |||
'''Northumbria''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Eadberht_(Northumbria) König Eadberht (737–758)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Egbert_von_York Erzbischof Egbert (York, 735-766)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Frithubeorht Bischof Frithubeorht (Hexham, 734–766)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Cynewulf_von_Lindisfarne Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)] <br /> | |||
'''Mercia''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelbald_(Mercia) König Æthelbald (716–757)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Milred Bischof Milred (Worcester, 743/745–775)] <br /> | |||
'''East Anglia''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Beorna König Beorna (749–um 760)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelberht_I._(East_Anglia) König Æthelberht I. (749–um 760)] <br /> | |||
'''Königreich Wessex''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cuthred_(Wessex) König Cuthred (740–756)] <br /> | |||
'''Königreich Essex''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Swithred König Swithred (746-758)] br /> | |||
'''Königreich Kent''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Eardwulf_(Kent) König Eardwulf (West-Kent, 748–vor 762)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%86thelberht_II. König Æthelberht II. (Ost-Kent, 725–762)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cuthberth_von_Canterbury Erzbischof Cuthberth (Canterbury, 740–758)] <br /> | |||
==FRÄNKISCHES REICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Childerich_III. König Childerich III. (743-751)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Pippin_der_J%C3%BCngere Hausmeier (741–751), nun König Pippin der Jüngere (751–768)] <br />Pippin strebt nach dem Hausmeieramt den Königstitel an. Die faktische Macht liegt bereits bei den Karolingern, während die Merowinger-Könige nur nominell herrschen. Pippin lässt seine wichtigsten Berater Fulrad und Bischof Burkard den Papst Zacharias fragen, ob es besser sei, den als König zu bezeichnen, der tatsächlich die Macht hat. Der Papst ist dafür. <br />November: Auf einer Versammlung der Franken in Soissons wird Childerich schließlich abgesetzt. Pippin der Jüngere lässt sich daraufhin von den Großen des Reiches wählen und von den Bischöfen zum König salben. Die Absetzung Childerichs wird symbolisch durch das Scheren seiner langen Haare vollzogen, da das lange Haar als Kennzeichen der merowingischen Königswürde gilt. Mit dem Verlust der Haare verliert Childerich in den Augen der Zeitgenossen seine königliche Würde und wird zum Mönch bestimmt. Childerich wird öffentlich geschoren und muss irgendwann zwischen dem 31. Oktober 751 und dem 23. Februar 752 in das Kloster Sithiu eintreten, in dem er schon früher inhaftiert gewesen ist. Seine Gemahlin Gisela wird in das Kloster Kochel gebracht und ebenfalls vom politischen Leben getrennt. Die Rolle des Papstes bei der Königserhebung Pippins wird später unterschiedlich bewertet: In der römischen Sicht erscheint die Entscheidung des Papstes als autoritative Aufforderung zur Krönung und Ausdruck eines päpstlichen Verfügungsrechts über das Königtum, während die weltlichen Großen das Urteil des Papstes eher als Gutachten verstehen.<br /> Karlmann (später Karlmann I.) wird als jüngerer Sohn Pippins des Jüngeren und Bertradas von Laon geboren. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Gro%C3%9Fe Karl (später "der Große") (4)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Turpin_von_Reims Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)] <br /> | |||
*In seinen späten Jahren zieht sich der ehemalige Erzbischof Abel vermutlich in die Abtei Lobbes zurück, wo er als Abt wirkt. Um 751 oder wenig später stirbt Abel, wahrscheinlich in der Abtei Lobbes. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Chrodegang Bischof Chrodegang (Metz, 742-766)] <br />Als Papst Stephan II. eine Schutzmacht für Rom sucht, entsendet der fränkische König Pippin der Jüngere eine Delegation unter Chrodegangs Leitung nach Rom, um den Papst sicher ins Frankenland zu geleiten. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Wera_von_Utrecht Bischof Wera von Utrecht (739–752)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Witta_von_B%C3%BCraburg Bischof Witta (Büraburg, 741-755)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Adalar Bischof Adalar (Erfurt, 742-755)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Agilolf_von_K%C3%B6ln Bischof Agilolf (Köln. 745–752)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bonifatius Erzbischof Bonifatius (Mainz, 745–754)] <br />Um 751 schreibt Bonifatius erneut an Papst Zacharias und beklagt in diesem Brief die Ungerechtigkeiten der Laienherrschaft über kirchliche Ämter, ohne dass sich seine Hoffnungen auf eine Reform zu seinen Lebzeiten erfüllen. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Milo_von_Trier Bischof Milo von Trier (Trier 715–753)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Burkard Bischof Burkard (Würzburg, 742-754)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Sturmius Abt Sturmius (Fulda, 744–779)] <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Zachariasprivileg '''Zachariasprivileg'''] <br />Bonifatius bemüht sich, das in angelsächsischer Tradition auf benediktinischer Grundlage eingerichtete Kloster Fulda dem drohenden Zugriff fränkischer Bischöfe zu entziehen, die wie sein Mainzer Vorgänger Gewiliobus nicht den kanonischen Anforderungen entsprechen und das monastische Leben gefährden. Er entsendet Lullus nach Rom; dieser trägt Papst Zacharias die Bitte vor, das Kloster Fulda direkt dem Heiligen Stuhl zu unterstellen. Am 4. November verfügt Papst Zacharias das Zachariasprivileg, das den Rechtsstatus Fuldas regelt, doch die konkrete Rechtsfolge ist in der Forschung umstritten. Eine Theorie versteht das Privileg als Exemtion, die Kloster und Abt von jeglicher Einflussnahme kirchlicher Amtsträger einschließlich des Diözesanbischofs befreit, indem der Papst Fulda unmittelbar seiner eigenen, praktisch aber schwer ausübbaren Verfügungsgewalt unterstellt; dann wäre das Kloster frei in der Wahl der Bischöfe für Weihen und jurisdiktionelle Maßnahmen und könnte sich so aus dem Diözesanverband herauslösen. Wahrscheinlicher erscheint aber, dass die Zuständigkeit des jeweiligen Diözesanbischofs für bischöfliche Amtshandlungen in den über mehrere Diözesen verteilten Fuldaer Besitzungen bestehen bleibt, vor allem in den Bistümern Mainz und Würzburg. Diese Zuständigkeit hängt jedoch an der vorherigen invitatio, also der Einladung durch Abt und Konvent, denn ohne diese Einladung müsste jede Schenkung zur Ausgliederung der betreffenden Gebiete aus der Diözesangewalt führen. Alternativ müsste man willkürlich annehmen, das Privileg beziehe sich nur auf die Gründungsausstattung, was es weitgehend entwerten würde. Durch diese Konstruktion bleibt der Besitz im Diözesanverband, das Kloster erhält aber durch den Invitationsvorbehalt eine begrenzte, doch bedeutungsvolle Stärkung seiner Unabhängigkeit. Erst in späterer Zeit deutet man dieses Privileg zu einem voll ausgeprägten Exemtionsprivileg um. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sidonius_von_Konstanz Bischof Sidonius (Konstanz, 746–760)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Otmar_von_St._Gallen Abt Otmar von St. Gallen (Kloster St. Gallen, 719–759)] <br /> | |||
*[[752#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 752]] [[Kategorie:Fränkisches Reich]] | |||
Herzogtum Aquitanien | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Waifar Herzog Waifar (745-768)] | |||
Herzogtum Baiern | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Hiltrud_(Bayern) Regentin Hiltrud (748-754)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tassilo_III. Herzog Tassilo III. (748–788)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Gaubald Bischof Gaubald (Regensburg, 739–761)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Willibald_von_Eichst%C3%A4tt Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)] <br />In den Jahren 751/52 gründet Willibald gemeinsam mit seinem Bruder Wunibald das Eigenkloster Heidenheim im Sualafeldgau, dessen Leitung zunächst Wunibald übernimmt und nach dessen Tod 761 Walburga weiterführt, die dort ein Frauenkloster gründet und das entstehende Doppelkloster leitet. | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_von_Verona Bischof Joseph von Verona (Freising, 747/748-764)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Wikterp Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Virgil_von_Salzburg Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)] <br /> | |||
*[[753#FRÄNKISCHES_REICH | Fortsetzung 753]] [[Kategorie:Herzogtum Baiern]] | |||
==LANGOBARDENREICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Aistulf König Aistulf (749–756)] <br />Am 4. Juli datiert er ein Privileg in Ravennas Palatium. <br />Aistulf lehnt die Berufung des Bischofs von Siena ab, lässt Papst Zacharias ein Toskana-Kollegium entscheiden; Stephan II. ratifiziert es am 19. Mai 752. <br />751/752 zieht Aistulf in Benevent ein, nutzt die Regentschaft Scaunipergas für Gisulf II.s Sohn Liutprand. <br />751–755 prägt Aistulf eigenständige Münzen in Ravenna (Solidus mit Monogramm, Tremissis, Follis mit „ANNO I“ oder „DN AISTVLF RX“). | |||
*[https://it.wikipedia.org/wiki/Leto_Marcellino Erzbischof Leto Marcellino (745-759)] <br /> | |||
Herzogtum Friaul | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Anselm_von_Nonantola Herzog Anselm von Nonantola (749–751)] <br />Anselm legt seine weltlichen Würden ab und tritt in Rom in den Benediktinerorden ein. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Petrus_(Friaul) '''Herzog Petrus (751–774)'''] <br />Petrus, der Sohn des Munichis, übernimmt das Herzogtum Friaul. Zwischen 751 und 774 übt Petrus das Amt des Herzogs von Friaul aus; in einigen Darstellungen reicht seine Amtszeit möglicherweise nur bis kurz vor 774. | |||
Herzogtum Spoleto | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lupus_(Spoleto) Herzog Lupus (745–752)] <br />Lupus gründet das St.-Georgs-Kloster bei Rieti für langobardische und fränkische Nonnen. Zusammen mit seiner Frau Ermelinda stiftet er vermutlich die Kirche S. Maria in Organo. | |||
Herzogtum Benevent | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gisulf_II._(Benevent) Herzog Gisulf II. (2. Amtszeit 742–751)] <br />Zwischen 749 und 753, genauer nach der traditionellen deutschen Datierung wohl 751, endet das Leben des Herzogs Gisulf II. Nach seinem Tod folgt ihm sein Sohn Liutprand als Herzog von Benevent nach, während Gisulfs Witwe Scauniperga zunächst die Regentschaft für den minderjährigen Sohn übernimmt. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Scauniperga '''Regentin Scauniperga (751-756)'''] | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Liutprand_(Benevent) '''Herzog Liutprand (751–758)'''] <br />Liutprand folgt seinem Vater als Herzog von Benevent nach. Seine Mutter Scauniperga übernimmt die Regentschaft im Herzogtum und übt diese Vormundschaft bis zum Jahr 756 aus. | |||
[[752#LANGOBARDENREICH | Fortsetzung 752]] [[Kategorie:Langobardenreich]] | |||
==SPANIEN== | |||
Königreich Asturien''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Alfons_I._(Asturien) König Alfons I. (Asturien, 739–757)] <br /> | |||
==REPUBLIK VENEDIG== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Diodato_Ipato Doge Diodato Ipato (742-755)] <br /> | |||
==KARANTANIEN== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cheitumar '''Fürst Cheitumar (751-769)'''] <br />Borouths Neffe Cheitumar übernimmt die Macht in Karantanien und führt die Linie der christlich orientierten Vasallenfürsten fort. Cheitumar regiert von 751 bis 769 als fränkischer Vasall und stützt sich dabei auf die Beziehungen nach Salzburg und Bayern. Nach seiner Machtübernahme im Jahr 752 bittet Cheitumar den Missionsbischof Virgilius von Salzburg um Hilfe beim Aufbau einer Diözese zur systematischen Christianisierung Karantaniens. | |||
*[[757#KARANTANIEN | Fortsetzung 757]] [[Kategorie:Karantanien]] | |||
==ERSTES BULGARISCHES REICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sewar_(Bulgarien) Knjas Sewar (738–753/754)] <br /> | |||
==BYZANTINISCHES REICH== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_V._(Byzanz) Kaiser Konstantin V. (741–775)] <br />Konstantin führt Feldzüge gegen das gerade entstandene Abbasiden-Kalifat, erobert Theodosiopolis und Melitene, zerstört diese Städte aber wieder und siedelt Bewohner in den Balkan um; territoriale Zugewinne werden nicht gesichert, abgesehen von Camachum. <br />Schon 751, noch als Säugling, wird Leo von seinem Vater zum Mitkaiser erhoben. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Zacharias_(Papst) Papst Zacharias (741–752)] <br />Zacharias pflegt auch Kontakte zu weltlichen Herrschern jenseits Italiens. Er beantwortet eine Anfrage des fränkischen Hausmeiers Pippin des Jüngeren, der plant, den schwachen Merowingerkönig Childerich III. zu verdrängen. Zacharias erklärt gegenüber Pippin, dass es besser sei, wenn derjenige König ist, der tatsächlich die königliche Macht innehat, als der, der sie nicht besitzt. Kurz danach entscheiden die fränkischen Großen, Childerich fallen zu lassen und Pippin als König einzusetzen. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Anastasius_of_Constantinople Patriarch Anastasios (Konstantinopel, 730-754)] <br /> | |||
*[[752#BYZANTINISCHES_REICH | Fortsetzung 752]] [[Kategorie:Byzantinisches Reich]] | |||
==IBERIEN== | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Adarnase_III_of_Iberia Fürst Adarnase III. (748–760)] <br /> | |||
==DABUYIDEN== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Khurshid_of_Tabaristan Spahbod Khurshid (740–760)] <br /> | |||
==ARABER== | |||
(133/134 - 29./30. Juli) | |||
'''Abbasiden''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Abu_l-Abbas_as-Saffah Kalif Abu l-Abbas as-Saffah (750-754)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_am_Talas '''Schlacht am Talas'''] <br />Der koreanische Tang-General Gao Xianzhi führt erfolgreiche Feldzüge in Gilgit im Punjab und im Ferghanatal, festigt so die chinesische Position in Mittelasien und greift in lokale Konflikte in Sogdien ein. Gao lässt den Fürsten von Taschkent eigenmächtig enthaupten, entfremdet damit türkische Verbündete wie Karluken und Oghusen und schwächt die Loyalität seiner Hilfstruppen. 751 marschiert eine arabisch geführte Allianz aus Abbasiden und einheimischen Gruppen unter dem Feldherrn Ziyad ibn Salih nach Transoxanien und trifft im Tal des Flusses Talas bei Taras auf die Tang-Armee unter Gao Xianzhi. Im entscheidenden Gefecht wechseln die im chinesischen Heer dienenden türkischen Hilfstruppen, insbesondere Karluken, zu den Muslimen über, worauf das chinesische Heer zusammenbricht und Gao eine schwere Niederlage erleidet. Die arabische Allianz siegt, nimmt zahlreiche Gefangene, darunter chinesische Spezialisten der Papierherstellung, und beendet mit diesem Erfolg das weitere chinesische Vordringen nach Westen. Das Kalifat sichert damit Transoxanien, während der chinesische Einfluss in Zentralasien zurückweicht und die Westgrenze des Tang-Reiches im Wesentlichen festliegt. Über die erbeuteten chinesischen Fachleute gelangt das geheime Wissen der Papierproduktion in die islamische Welt und später nach Europa. Die Schlacht gilt rückblickend als eine der Entscheidungsschlachten der Weltgeschichte, weil Zentralasien aus dem chinesischen Einflussbereich herausgelöst wird, der Islam sich unter den Turkvölkern verbreitet und Zentralasien dauerhaft in die islamische Welt integriert wird. <br />Ebenfalls 751 führt der byzantinische Kaiser Konstantin V. einen Angriff auf Gebiete des Kalifats und nimmt dabei kurzzeitig Städte wie Theodosiopolis und Melitene ein, verlässt diese aber wieder, außer Camachum, das er verteidigt. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Abd_Allah_ibn_Ali Statthalter Abd Allah ibn Ali (Syrien, 750–754)] <br />Im Sommer 751 bricht in der Nähe von Sumaysat ein weiterer Aufstand aus, diesmal unter der Führung von Aban ibn Mu'awiya, einem Enkel Hischams ibn Abd al-Malik. Abd Allah ist gezwungen, einen geplanten Raubzug in byzantinisches Gebiet abzubrechen, um den Aufstand niederzuschlagen. Ein weiterer umayyadischer Loyalist, Abd al-Samad ibn Muhammad ibn al-Haddschdschadsch ibn Yusuf, entzieht sich Abd Allahs Zugriff und kann bis 755 einer Niederlage und Gefangennahme entkommen. Trotz wiederholter pro-umayyadischer Erhebungen in der Dschazira gelingt es Abd Allah in den folgenden Jahren, die Loyalität der syrischen Stammesaristokratie weitgehend zu sichern, sodass die Provinz überwiegend ruhig bleibt. Bis zum Tod al-Saffahs im Juni 754 gehört Abd Allah, neben al-Mansur und dem Statthalter des Ostens Abu Muslim, zu den drei mächtigsten Männern im Kalifat. Al-Saffah stirbt auf dem Weg nach Mekka und bestimmt auf dem Sterbebett al-Mansur zu seinem Nachfolger. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Salih_ibn_Ali Statthalter Salih ibn Ali (Ägypten, 1. Amtszeit 750-751)] <br />Salih behält das Statthalteramt von Ägypten weniger als ein Jahr, denn im März wird er zum Gouverneur des Jund Filastin (Palästina) ernannt. In seiner Funktion als Gouverneur von Palästina entsendet er Sa'id ibn Abdallah mit dem ersten Raubzug der abbasidischen Zeit gegen das byzantinische Anatolien. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Abu_Awn_Abd_al-Malik_ibn_Yazid '''Statthalter Abu Awn Abd al-Malik ibn Yazid (Ägypten, 1. Amtszeit 751–753)'''] <br />Abu ʿAwn Abd al-Malik ibn Yazid folgt Salih als Gouverneur von Ägypten nach. Er versieht dieses Amt bis 753, als Ṣāliḥ erneut in das Gouverneursamt zurückkehrt. | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Rahman_ibn_Habib_al-Fihri Statthalter Abd al-Rahman ibn Habib al-Fihri (Ifrikiya, 745–755)] <br /> | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Yusuf_ibn_Abd_ar-Rahman_al-Fihri Statthalter Yusuf ibn Abd ar-Rahman al-Fihri (al-Andalus, 747–756] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Ja%27far_al-Sadiq Imam Ja'far al-Sadiq (732–765)] <br /> | |||
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_II._(Jerusalem) Patriarch Theodoros II. (Jerusalem, 745/749–770)] <br /> | |||
*Theodor wird Nachfolger des Theophylakt als Patriarch von Antiochia. | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pope_Michael_I_of_Alexandria Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)] <br /> | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Cosmas_I_of_Alexandria Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)] <br /> | |||
*[[752#ARABER | Fortsetzung 752]] [[Kategorie:Abbasiden]] | |||
==MAKURIA== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Cyriacus_(Makuria) König Cyriacus (747-768)] | |||
==UIGURISCHES KAGANAT== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Bayanchur_Khan Kagan Bayanchur (747–759)] <br /> | |||
==TÜRGESCH== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Yibo Kagan Yibo (749–751)] <br />Yibo verbündet sich mit dem Abbasidenkalifat und mit Tibet gegen den Tang-General Gao Xianzhi. In derselben Auseinandersetzung wird er von chinesischen Truppen gefangen genommen und an den kaiserlichen Hof gebracht. Anschließend folgt ihm Tengri Ermish Qaghan als Khagan der Türgesh nach. | |||
*[[753#TÜRGESCH | Fortsetzung 753]] [[Kategorie:Türgesch]] | |||
==INDIEN== | |||
'''Kaschmir''' | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lalitaditya König Lalitaditya (723–760)] <br /> | |||
'''Pratihara''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Nagabhata_I König Nagabhata I. (730–760)] <br /> | |||
'''Malla''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Kinu_Malla König Kinu Malla (733–742)] <br /> | |||
'''Chauhan-Dynastie''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Vigraharaja_I König Vigraharaja I. (734–759)] <br /> | |||
'''Chalukya''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Kirtivarman_II König Kirtivarman II. (746 –753)] <br /> | |||
'''Westliche Ganga-Dynastie''' | |||
*[http://en.wikipedia.org/wiki/Sripurusha König Sripurusha (726–788)] <br /> | |||
'''Pallava''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Nandivarman_II König Nandivarman II. (731–796)] <br />Um 751 heiratet Nandivarman II. Reva, die Tochter des Rashtrakuta‑Herrschers Dantidurga, wodurch eine dynastische Verbindung zwischen Pallavas und Rashtrakutas entsteht. Aus dieser Ehe geht der Sohn Dantivarman hervor, der nach Nandivarmans Tod im Jahr 796 die Herrschaft übernehmen wird. | |||
*[[796#INDIEN | Fortsetzung 796]] [[Kategorie:Pallava]] | |||
'''Anuradhapura''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Aggabodhi_VI König Aggabodhi VI. (741–781)] <br /> | |||
==TIBET== | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/M%C3%A9_Aktsom König Mé Aktsom (705–755)] <br />Tibetische Truppen beteiligen sich an der Schlacht am Talas, wo Araber und Karluken die Chinesen besiegen. Diese Niederlage beendet den chinesischen Einfluss im Westen. Kurz darauf erstarkt das Bündnis zwischen Tibet und Nanzhao. | |||
*[[755#TIBET | Fortsetzung 755]] [[Kategorie:Tibet]] | |||
==CHINA== | |||
(57./58. Zyklus - Jahr des Metall-Hasen; am Beginn des Jahres Metall-Tiger) | |||
'''Tang-Dynastie''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Xuanzong_of_Tang Kaiser Xuanzong (712–756)] <br /> | |||
==KOREA== | |||
'''Silla''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Gyeongdeok_of_Silla König Gyeongdeok (742–765)] <br />In Silla beginnt der Bau der Seokguram‑Grotte, geleitet vom Premierminister Kim Dae-seong. Im selben Jahr starten Kim Dae-seong und der Hof auch den Ausbau des Tempels Bulguksa und den Bau der Dabotap‑Pagode, die das buddhistische Gepräge der Epoche prägen. In der Mitte seiner Herrschaft versucht Gyeongdeok, das Reich weiter zu zentralisieren, indem er die Verwaltungsstrukturen an das chinesische System annähert. Er ersetzt nach und nach lokale Adelige durch vom Hof ernannte Beamte und bindet die Regionen enger an die königliche Zentrale. Etwa in der gleichen Zeit standardisiert Gyeongdeok Amtsbezeichnungen, insbesondere bei Handwerkern und Artisans. Die Ämter der Gongbang-Klasse erhalten nun einheitlich das Suffix "bang" statt "jeon", was sich zum Beispiel in der Umbenennung der Schmiedebehörde von Cheolyujeon in Chukyabang zeigt, bei gleichbleibender Funktion. Ebenfalls in der mittleren Phase seiner Regierung lässt Gyeongdeok am Tempel Borimsa ein Jangsaenpyo errichten, um dem Mönch Wanpyo für dessen Unterstützung in Verwaltungsangelegenheiten zu danken. Zudem lässt er wahrscheinlich einen der Lotusteiche im Südwesten der Festung Wolseong anlegen, der etwa vierzig Meter Ost‑West und fünfzig Meter Nord‑Süd misst. | |||
*[[757#KOREA | Fortsetzung 757]] [[Kategorie:Silla]] | |||
'''Balhae''' | |||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Mun_of_Balhae König Mun (737–793)] <br /> | |||
==JAPAN== | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/K%C5%8Dken Tennō Kōken (1. Amtszeit 749–758)] <br /> | |||
*Die große Buddha-Statue aus Bronze im japanischen Tempel Tōdai-ji wird fertiggestellt. | |||
*[[752#JAPAN | Fortsetzung 752]] [[Kategorie:Japan]] | |||
==QUELLEN== | ==QUELLEN== | ||
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Aktuelle Version vom 11. Januar 2026, 10:32 Uhr
MAYA
Palenque
- Ajaw K'inich Kan Bahlam III. (um 751)
K’inich Kan Bahlam III. ist ein Herrscher (Ajaw) der Maya‑Stadt Palenque und regiert um das Jahr 751. Er ist nur durch eine Namensnennung auf Stele 7 aus Toniná bekannt. - 0509D: In Palenque werden Feierlichkeiten zum Ende eines Kalenderzyklus (Lange Zählung 9.16.0.0.0, Kalenderrunde 2 Ahaw 13 Sek) begangen.
- Fortsetzung 764
Calakmul
- Ajaw Great Serpent (751)
Great Serpent (auch Ruler 8 bzw. Ruler Z, weil sein eigentlicher Name nicht sicher lesbar ist.) ist König der Maya-Stadt Calakmul. Im Jahr 751 wird die unvollendete Stele 62 errichtet, um die Vollendung des sechzehnten k’atun zu markieren. Der Name des beauftragenden Herrschers auf Stele 62 ist beschädigt und unterscheidet sich offenbar von den Namen früherer Könige Calakmuls. Die Emblemglyphe des Auftraggebers von Stele 62 zeigt einen Fledermauskopf anstelle eines Schlangenkopfes und knüpft damit an ein älteres Fledermaus-Emblem an. Dieses Fledermaus-Emblem ist in Calakmul zuletzt vor mehr als drei Jahrhunderten auf Stele 114 belegt. Stele 62 bildet vermutlich zusammen mit der ebenfalls auf 751 datierten Stele 88 ein Königs‑Königinnen‑Porträtpaar. - Fortsetzung 771
Tikal
Quiriguá
Copan
PIKTEN
KELTEN
Uí Néill
Ulaid
Connacht
Leinster
Uí Mháine
Dalriada
Königreich Strathclyde
Gwynedd
Königreich Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Eadberht (737–758)
- Erzbischof Egbert (York, 735-766)
- Bischof Frithubeorht (Hexham, 734–766)
- Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)
Mercia
East Anglia
Königreich Wessex
Königreich Essex
- König Swithred (746-758) br />
Königreich Kent
- König Eardwulf (West-Kent, 748–vor 762)
- König Æthelberht II. (Ost-Kent, 725–762)
- Erzbischof Cuthberth (Canterbury, 740–758)
FRÄNKISCHES REICH
- König Childerich III. (743-751)
- Hausmeier (741–751), nun König Pippin der Jüngere (751–768)
Pippin strebt nach dem Hausmeieramt den Königstitel an. Die faktische Macht liegt bereits bei den Karolingern, während die Merowinger-Könige nur nominell herrschen. Pippin lässt seine wichtigsten Berater Fulrad und Bischof Burkard den Papst Zacharias fragen, ob es besser sei, den als König zu bezeichnen, der tatsächlich die Macht hat. Der Papst ist dafür.
November: Auf einer Versammlung der Franken in Soissons wird Childerich schließlich abgesetzt. Pippin der Jüngere lässt sich daraufhin von den Großen des Reiches wählen und von den Bischöfen zum König salben. Die Absetzung Childerichs wird symbolisch durch das Scheren seiner langen Haare vollzogen, da das lange Haar als Kennzeichen der merowingischen Königswürde gilt. Mit dem Verlust der Haare verliert Childerich in den Augen der Zeitgenossen seine königliche Würde und wird zum Mönch bestimmt. Childerich wird öffentlich geschoren und muss irgendwann zwischen dem 31. Oktober 751 und dem 23. Februar 752 in das Kloster Sithiu eintreten, in dem er schon früher inhaftiert gewesen ist. Seine Gemahlin Gisela wird in das Kloster Kochel gebracht und ebenfalls vom politischen Leben getrennt. Die Rolle des Papstes bei der Königserhebung Pippins wird später unterschiedlich bewertet: In der römischen Sicht erscheint die Entscheidung des Papstes als autoritative Aufforderung zur Krönung und Ausdruck eines päpstlichen Verfügungsrechts über das Königtum, während die weltlichen Großen das Urteil des Papstes eher als Gutachten verstehen.
Karlmann (später Karlmann I.) wird als jüngerer Sohn Pippins des Jüngeren und Bertradas von Laon geboren. - Karl (später "der Große") (4)
- Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
- In seinen späten Jahren zieht sich der ehemalige Erzbischof Abel vermutlich in die Abtei Lobbes zurück, wo er als Abt wirkt. Um 751 oder wenig später stirbt Abel, wahrscheinlich in der Abtei Lobbes.
- Bischof Chrodegang (Metz, 742-766)
Als Papst Stephan II. eine Schutzmacht für Rom sucht, entsendet der fränkische König Pippin der Jüngere eine Delegation unter Chrodegangs Leitung nach Rom, um den Papst sicher ins Frankenland zu geleiten. - Bischof Wera von Utrecht (739–752)
- Bischof Witta (Büraburg, 741-755)
- Bischof Adalar (Erfurt, 742-755)
- Bischof Agilolf (Köln. 745–752)
- Erzbischof Bonifatius (Mainz, 745–754)
Um 751 schreibt Bonifatius erneut an Papst Zacharias und beklagt in diesem Brief die Ungerechtigkeiten der Laienherrschaft über kirchliche Ämter, ohne dass sich seine Hoffnungen auf eine Reform zu seinen Lebzeiten erfüllen. - Bischof Milo von Trier (Trier 715–753)
- Bischof Burkard (Würzburg, 742-754)
- Abt Sturmius (Fulda, 744–779)
Zachariasprivileg
Bonifatius bemüht sich, das in angelsächsischer Tradition auf benediktinischer Grundlage eingerichtete Kloster Fulda dem drohenden Zugriff fränkischer Bischöfe zu entziehen, die wie sein Mainzer Vorgänger Gewiliobus nicht den kanonischen Anforderungen entsprechen und das monastische Leben gefährden. Er entsendet Lullus nach Rom; dieser trägt Papst Zacharias die Bitte vor, das Kloster Fulda direkt dem Heiligen Stuhl zu unterstellen. Am 4. November verfügt Papst Zacharias das Zachariasprivileg, das den Rechtsstatus Fuldas regelt, doch die konkrete Rechtsfolge ist in der Forschung umstritten. Eine Theorie versteht das Privileg als Exemtion, die Kloster und Abt von jeglicher Einflussnahme kirchlicher Amtsträger einschließlich des Diözesanbischofs befreit, indem der Papst Fulda unmittelbar seiner eigenen, praktisch aber schwer ausübbaren Verfügungsgewalt unterstellt; dann wäre das Kloster frei in der Wahl der Bischöfe für Weihen und jurisdiktionelle Maßnahmen und könnte sich so aus dem Diözesanverband herauslösen. Wahrscheinlicher erscheint aber, dass die Zuständigkeit des jeweiligen Diözesanbischofs für bischöfliche Amtshandlungen in den über mehrere Diözesen verteilten Fuldaer Besitzungen bestehen bleibt, vor allem in den Bistümern Mainz und Würzburg. Diese Zuständigkeit hängt jedoch an der vorherigen invitatio, also der Einladung durch Abt und Konvent, denn ohne diese Einladung müsste jede Schenkung zur Ausgliederung der betreffenden Gebiete aus der Diözesangewalt führen. Alternativ müsste man willkürlich annehmen, das Privileg beziehe sich nur auf die Gründungsausstattung, was es weitgehend entwerten würde. Durch diese Konstruktion bleibt der Besitz im Diözesanverband, das Kloster erhält aber durch den Invitationsvorbehalt eine begrenzte, doch bedeutungsvolle Stärkung seiner Unabhängigkeit. Erst in späterer Zeit deutet man dieses Privileg zu einem voll ausgeprägten Exemtionsprivileg um. - Bischof Sidonius (Konstanz, 746–760)
- Abt Otmar von St. Gallen (Kloster St. Gallen, 719–759)
- Fortsetzung 752
Herzogtum Aquitanien
Herzogtum Baiern
- Regentin Hiltrud (748-754)
- Herzog Tassilo III. (748–788)
- Bischof Gaubald (Regensburg, 739–761)
- Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
In den Jahren 751/52 gründet Willibald gemeinsam mit seinem Bruder Wunibald das Eigenkloster Heidenheim im Sualafeldgau, dessen Leitung zunächst Wunibald übernimmt und nach dessen Tod 761 Walburga weiterführt, die dort ein Frauenkloster gründet und das entstehende Doppelkloster leitet. - Bischof Joseph von Verona (Freising, 747/748-764)
- Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)
- Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)
- Fortsetzung 753
LANGOBARDENREICH
- König Aistulf (749–756)
Am 4. Juli datiert er ein Privileg in Ravennas Palatium.
Aistulf lehnt die Berufung des Bischofs von Siena ab, lässt Papst Zacharias ein Toskana-Kollegium entscheiden; Stephan II. ratifiziert es am 19. Mai 752.
751/752 zieht Aistulf in Benevent ein, nutzt die Regentschaft Scaunipergas für Gisulf II.s Sohn Liutprand.
751–755 prägt Aistulf eigenständige Münzen in Ravenna (Solidus mit Monogramm, Tremissis, Follis mit „ANNO I“ oder „DN AISTVLF RX“). - Erzbischof Leto Marcellino (745-759)
Herzogtum Friaul
- Herzog Anselm von Nonantola (749–751)
Anselm legt seine weltlichen Würden ab und tritt in Rom in den Benediktinerorden ein. - Herzog Petrus (751–774)
Petrus, der Sohn des Munichis, übernimmt das Herzogtum Friaul. Zwischen 751 und 774 übt Petrus das Amt des Herzogs von Friaul aus; in einigen Darstellungen reicht seine Amtszeit möglicherweise nur bis kurz vor 774.
Herzogtum Spoleto
- Herzog Lupus (745–752)
Lupus gründet das St.-Georgs-Kloster bei Rieti für langobardische und fränkische Nonnen. Zusammen mit seiner Frau Ermelinda stiftet er vermutlich die Kirche S. Maria in Organo.
Herzogtum Benevent
- Herzog Gisulf II. (2. Amtszeit 742–751)
Zwischen 749 und 753, genauer nach der traditionellen deutschen Datierung wohl 751, endet das Leben des Herzogs Gisulf II. Nach seinem Tod folgt ihm sein Sohn Liutprand als Herzog von Benevent nach, während Gisulfs Witwe Scauniperga zunächst die Regentschaft für den minderjährigen Sohn übernimmt. - Regentin Scauniperga (751-756)
- Herzog Liutprand (751–758)
Liutprand folgt seinem Vater als Herzog von Benevent nach. Seine Mutter Scauniperga übernimmt die Regentschaft im Herzogtum und übt diese Vormundschaft bis zum Jahr 756 aus.
SPANIEN
Königreich Asturien
REPUBLIK VENEDIG
KARANTANIEN
- Fürst Cheitumar (751-769)
Borouths Neffe Cheitumar übernimmt die Macht in Karantanien und führt die Linie der christlich orientierten Vasallenfürsten fort. Cheitumar regiert von 751 bis 769 als fränkischer Vasall und stützt sich dabei auf die Beziehungen nach Salzburg und Bayern. Nach seiner Machtübernahme im Jahr 752 bittet Cheitumar den Missionsbischof Virgilius von Salzburg um Hilfe beim Aufbau einer Diözese zur systematischen Christianisierung Karantaniens. - Fortsetzung 757
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Konstantin V. (741–775)
Konstantin führt Feldzüge gegen das gerade entstandene Abbasiden-Kalifat, erobert Theodosiopolis und Melitene, zerstört diese Städte aber wieder und siedelt Bewohner in den Balkan um; territoriale Zugewinne werden nicht gesichert, abgesehen von Camachum.
Schon 751, noch als Säugling, wird Leo von seinem Vater zum Mitkaiser erhoben. - Papst Zacharias (741–752)
Zacharias pflegt auch Kontakte zu weltlichen Herrschern jenseits Italiens. Er beantwortet eine Anfrage des fränkischen Hausmeiers Pippin des Jüngeren, der plant, den schwachen Merowingerkönig Childerich III. zu verdrängen. Zacharias erklärt gegenüber Pippin, dass es besser sei, wenn derjenige König ist, der tatsächlich die königliche Macht innehat, als der, der sie nicht besitzt. Kurz danach entscheiden die fränkischen Großen, Childerich fallen zu lassen und Pippin als König einzusetzen. - Patriarch Anastasios (Konstantinopel, 730-754)
- Fortsetzung 752
IBERIEN
DABUYIDEN
ARABER
(133/134 - 29./30. Juli)
Abbasiden
- Kalif Abu l-Abbas as-Saffah (750-754)
- Schlacht am Talas
Der koreanische Tang-General Gao Xianzhi führt erfolgreiche Feldzüge in Gilgit im Punjab und im Ferghanatal, festigt so die chinesische Position in Mittelasien und greift in lokale Konflikte in Sogdien ein. Gao lässt den Fürsten von Taschkent eigenmächtig enthaupten, entfremdet damit türkische Verbündete wie Karluken und Oghusen und schwächt die Loyalität seiner Hilfstruppen. 751 marschiert eine arabisch geführte Allianz aus Abbasiden und einheimischen Gruppen unter dem Feldherrn Ziyad ibn Salih nach Transoxanien und trifft im Tal des Flusses Talas bei Taras auf die Tang-Armee unter Gao Xianzhi. Im entscheidenden Gefecht wechseln die im chinesischen Heer dienenden türkischen Hilfstruppen, insbesondere Karluken, zu den Muslimen über, worauf das chinesische Heer zusammenbricht und Gao eine schwere Niederlage erleidet. Die arabische Allianz siegt, nimmt zahlreiche Gefangene, darunter chinesische Spezialisten der Papierherstellung, und beendet mit diesem Erfolg das weitere chinesische Vordringen nach Westen. Das Kalifat sichert damit Transoxanien, während der chinesische Einfluss in Zentralasien zurückweicht und die Westgrenze des Tang-Reiches im Wesentlichen festliegt. Über die erbeuteten chinesischen Fachleute gelangt das geheime Wissen der Papierproduktion in die islamische Welt und später nach Europa. Die Schlacht gilt rückblickend als eine der Entscheidungsschlachten der Weltgeschichte, weil Zentralasien aus dem chinesischen Einflussbereich herausgelöst wird, der Islam sich unter den Turkvölkern verbreitet und Zentralasien dauerhaft in die islamische Welt integriert wird.
Ebenfalls 751 führt der byzantinische Kaiser Konstantin V. einen Angriff auf Gebiete des Kalifats und nimmt dabei kurzzeitig Städte wie Theodosiopolis und Melitene ein, verlässt diese aber wieder, außer Camachum, das er verteidigt. - Statthalter Abd Allah ibn Ali (Syrien, 750–754)
Im Sommer 751 bricht in der Nähe von Sumaysat ein weiterer Aufstand aus, diesmal unter der Führung von Aban ibn Mu'awiya, einem Enkel Hischams ibn Abd al-Malik. Abd Allah ist gezwungen, einen geplanten Raubzug in byzantinisches Gebiet abzubrechen, um den Aufstand niederzuschlagen. Ein weiterer umayyadischer Loyalist, Abd al-Samad ibn Muhammad ibn al-Haddschdschadsch ibn Yusuf, entzieht sich Abd Allahs Zugriff und kann bis 755 einer Niederlage und Gefangennahme entkommen. Trotz wiederholter pro-umayyadischer Erhebungen in der Dschazira gelingt es Abd Allah in den folgenden Jahren, die Loyalität der syrischen Stammesaristokratie weitgehend zu sichern, sodass die Provinz überwiegend ruhig bleibt. Bis zum Tod al-Saffahs im Juni 754 gehört Abd Allah, neben al-Mansur und dem Statthalter des Ostens Abu Muslim, zu den drei mächtigsten Männern im Kalifat. Al-Saffah stirbt auf dem Weg nach Mekka und bestimmt auf dem Sterbebett al-Mansur zu seinem Nachfolger. - Statthalter Salih ibn Ali (Ägypten, 1. Amtszeit 750-751)
Salih behält das Statthalteramt von Ägypten weniger als ein Jahr, denn im März wird er zum Gouverneur des Jund Filastin (Palästina) ernannt. In seiner Funktion als Gouverneur von Palästina entsendet er Sa'id ibn Abdallah mit dem ersten Raubzug der abbasidischen Zeit gegen das byzantinische Anatolien. - Statthalter Abu Awn Abd al-Malik ibn Yazid (Ägypten, 1. Amtszeit 751–753)
Abu ʿAwn Abd al-Malik ibn Yazid folgt Salih als Gouverneur von Ägypten nach. Er versieht dieses Amt bis 753, als Ṣāliḥ erneut in das Gouverneursamt zurückkehrt. - Statthalter Abd al-Rahman ibn Habib al-Fihri (Ifrikiya, 745–755)
- Statthalter Yusuf ibn Abd ar-Rahman al-Fihri (al-Andalus, 747–756
- Imam Ja'far al-Sadiq (732–765)
- Patriarch Theodoros II. (Jerusalem, 745/749–770)
- Theodor wird Nachfolger des Theophylakt als Patriarch von Antiochia.
- Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)
- Fortsetzung 752
MAKURIA
UIGURISCHES KAGANAT
TÜRGESCH
- Kagan Yibo (749–751)
Yibo verbündet sich mit dem Abbasidenkalifat und mit Tibet gegen den Tang-General Gao Xianzhi. In derselben Auseinandersetzung wird er von chinesischen Truppen gefangen genommen und an den kaiserlichen Hof gebracht. Anschließend folgt ihm Tengri Ermish Qaghan als Khagan der Türgesh nach. - Fortsetzung 753
INDIEN
Kaschmir
Pratihara
Malla
Chauhan-Dynastie
Chalukya
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
- König Nandivarman II. (731–796)
Um 751 heiratet Nandivarman II. Reva, die Tochter des Rashtrakuta‑Herrschers Dantidurga, wodurch eine dynastische Verbindung zwischen Pallavas und Rashtrakutas entsteht. Aus dieser Ehe geht der Sohn Dantivarman hervor, der nach Nandivarmans Tod im Jahr 796 die Herrschaft übernehmen wird. - Fortsetzung 796
Anuradhapura
TIBET
- König Mé Aktsom (705–755)
Tibetische Truppen beteiligen sich an der Schlacht am Talas, wo Araber und Karluken die Chinesen besiegen. Diese Niederlage beendet den chinesischen Einfluss im Westen. Kurz darauf erstarkt das Bündnis zwischen Tibet und Nanzhao. - Fortsetzung 755
CHINA
(57./58. Zyklus - Jahr des Metall-Hasen; am Beginn des Jahres Metall-Tiger)
Tang-Dynastie
KOREA
Silla
- König Gyeongdeok (742–765)
In Silla beginnt der Bau der Seokguram‑Grotte, geleitet vom Premierminister Kim Dae-seong. Im selben Jahr starten Kim Dae-seong und der Hof auch den Ausbau des Tempels Bulguksa und den Bau der Dabotap‑Pagode, die das buddhistische Gepräge der Epoche prägen. In der Mitte seiner Herrschaft versucht Gyeongdeok, das Reich weiter zu zentralisieren, indem er die Verwaltungsstrukturen an das chinesische System annähert. Er ersetzt nach und nach lokale Adelige durch vom Hof ernannte Beamte und bindet die Regionen enger an die königliche Zentrale. Etwa in der gleichen Zeit standardisiert Gyeongdeok Amtsbezeichnungen, insbesondere bei Handwerkern und Artisans. Die Ämter der Gongbang-Klasse erhalten nun einheitlich das Suffix "bang" statt "jeon", was sich zum Beispiel in der Umbenennung der Schmiedebehörde von Cheolyujeon in Chukyabang zeigt, bei gleichbleibender Funktion. Ebenfalls in der mittleren Phase seiner Regierung lässt Gyeongdeok am Tempel Borimsa ein Jangsaenpyo errichten, um dem Mönch Wanpyo für dessen Unterstützung in Verwaltungsangelegenheiten zu danken. Zudem lässt er wahrscheinlich einen der Lotusteiche im Südwesten der Festung Wolseong anlegen, der etwa vierzig Meter Ost‑West und fünfzig Meter Nord‑Süd misst. - Fortsetzung 757
Balhae
JAPAN
- Tennō Kōken (1. Amtszeit 749–758)
- Die große Buddha-Statue aus Bronze im japanischen Tempel Tōdai-ji wird fertiggestellt.
- Fortsetzung 752
QUELLEN
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