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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_(Konsul_218_v._Chr.) '''Konsul Publius Cornelius Scipio'''] | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_(Konsul_218_v._Chr.) '''Konsul Publius Cornelius Scipio'''] <br />Publius Cornelius Scipio entstammt der patrizischen Familie der Cornelier, genauer dem Zweig der Scipionen. Die Familie hat bereits mehrfach Konsuln gestellt und besitzt in der römischen Nobilität hohes Ansehen. Scipio ist mit einer Frau namens Pomponia verheiratet und ist Vater mehrerer Kinder, darunter Publius Cornelius Scipio Africanus, der später Hannibal bei Zama besiegt. Durch seine Abstammung und Verbindungen gehört Scipio zur politischen und militärischen Führungsschicht der römischen Republik. Im ersten Jahr des Zweiten Punischen Krieges, wird Publius Cornelius Scipio ein einziges Mal zum Konsul gewählt; sein Amtskollege ist Tiberius Sempronius Longus. Der Senat beschließt eine Doppelstrategie: Scipio soll mit einem Heer nach Hispanien ziehen, während Longus auf Sizilien Truppen sammelt, um von dort aus nach Afrika überzusetzen. Scipio erhält zwei Legionen und Bundesgenossenkontingente sowie eine Flotte, mit der er Karthagos Machtbasis in Spanien angreifen soll. Wegen Unruhen der Boier in Oberitalien muss ein Teil seiner Kräfte zunächst zur Unterstützung anderer römischer Befehlshaber abgezogen und durch neue Rekrutierungen ersetzt werden. Scipio bricht schließlich von Italien mit etwa 10'000 Fußsoldaten und 700 Reitern auf ungefähr 60 Schiffen nach Massilia auf. Dort erfährt er, dass Hannibal bereits von Spanien aus die Pyrenäen überschreitet und auf dem Landweg zur Rhône zieht. Scipio landet in der Nähe von Massilia und rückt mit seinem Heer zur Rhône vor, um Hannibal den Übergang über den Fluss zu verwehren. Als er erkennt, dass Hannibal den Fluss bereits überquert hat und drei Tage Vorsprung besitzt, verzichtet er auf eine Verfolgung stromaufwärts und entscheidet sich, nach Italien zurückzukehren, um die Verteidigung Norditaliens zu organisieren. Den Großteil seiner Streitmacht übergibt Scipio seinem älteren Bruder Gnaeus Cornelius Scipio Calvus. Dieser soll mit den ihm anvertrauten Truppen nach Spanien weitersegeln und dort die karthagischen Garnisonen angreifen. Scipio ist der Auffassung, dass Spanien als Rekrutierungsbasis Hannibals geschwächt werden muss, gleichzeitig aber die unmittelbare Bedrohung in Oberitalien Vorrang hat. Er trennt daher das Kommando, um gleichzeitig in beiden Kriegsschauplätzen aktiv zu sein. Scipio segelt nach Italien zurück, läuft vermutlich Genua an und landet schließlich in Pisa. Von dort zieht er mit seinem Heer durch Etrurien nach Norden und übernimmt das Kommando über die Truppen der Prätoren Gaius Atilius Serranus und Lucius Manlius Vulso. Er marschiert zum Po, überschreitet den Fluss wahrscheinlich bei Placentia und folgt seinem Lauf westwärts. Um den Kontakt mit Hannibal herzustellen, lässt er über den Ticinus eine provisorische Brücke schlagen und überschreitet auch diesen Fluss. In der Ebene am Ticinus kommt es im November zu einem Reitergefecht zwischen Hannibals Truppen und Scipios Armee. Scipio setzt stark auf seine eigene und die verbündete Reiterei, trifft aber auf eine zahlenmäßig und taktisch überlegene karthagische Kavallerie, insbesondere numidische Reiter. Die römische Reiterei gerät in Bedrängnis, und Scipio wird verwundet und entkommt nur knapp; nach späterer Überlieferung rettet ihn sein Sohn, der junge Publius Cornelius Scipio Africanus, aus der Gefahr. Scipio zieht sich eilig über den Ticinus zurück, lässt die Brücke zerstören, überschreitet erneut den Po und legt bei Placentia ein befestigtes Lager an. Hannibal verfolgt den römischen Konsul rasch und erhält nun Unterstützung vieler Kelten in der Umgebung, die bisher abgewartet haben und sich nun auf seine Seite schlagen. Hannibal lagert in der Nähe des römischen Heeres und sucht die Entscheidungsschlacht, doch Scipio, aufgrund seiner Verwundung und der Lage vorsichtiger geworden, nimmt eine unmittelbare Feldschlacht nicht an. In der Nacht töten keltische Hilfstruppen in Scipios Lager zahlreiche römische Soldaten in ihrer Nähe, enthaupten sie und laufen zu Hannibal über. Scipio erkennt, dass die Loyalität der Kelten in der Gallia cisalpina brüchig ist, fürchtet weitere Abfälle und beschließt, einen sichereren Standort zu suchen. Scipio verlegt sein Heer in einer Nachtbewegung an den Fluss Trebia. Er erreicht mit dem Großteil seiner Truppen das andere Ufer und entkommt den nachfolgenden numidischen Reitern, weil diese zunächst das verlassene römische Lager plündern, statt sofort die Verfolgung aufzunehmen. Auf den Höhen am anderen Ufer der Trebia errichtet Scipio eine neue Verschanzung und wartet auf das Heer seines Amtskollegen Tiberius Sempronius Longus, der aus Sizilien zurückberufen ist. Longus trifft im Dezember im Lager ein und übernimmt wegen der anhaltenden Verwundung Scipios den Oberbefehl. Zwischen beiden Konsuln entsteht ein Gegensatz: Longus strebt, der Überlieferung zufolge, ehrgeizig einen schnellen Sieg über Hannibal an, während Scipio angesichts der Lage von einer offenen Schlacht abrät. Longus setzt sich durch und führt am Fluss Trebia die bekannte Schlacht, in der Hannibal die römischen Heere schwer schlägt; Scipio bleibt dabei eher im Hintergrund, da er gesundheitlich eingeschränkt ist. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Tiberius_Sempronius_Longus_(Konsul_218_v._Chr.) '''Konsul Tiberius Sempronius Longus'''] | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Tiberius_Sempronius_Longus_(Konsul_218_v._Chr.) '''Konsul Tiberius Sempronius Longus'''] <br />Tiberius Sempronius Longus, um 260 in die römische Familie der Sempronier geboren, steigt im römischen Staatsdienst auf und erreicht schließlich das höchste Jahresamt, ebenfalls ein einziges Mal das Konsulat. Die römische Kriegsstrategie sieht vor, Karthago gleichzeitig in Spanien und in Afrika anzugreifen, um den Gegner an zwei Fronten zu binden. Publius Cornelius Scipio erhält den Auftrag, gemeinsam mit seinem Bruder mit einer Flotte nach Spanien zu segeln, um dort gegen Hannibal vorzugehen. Sempronius übernimmt die Aufgabe, auf Sizilien die Vorbereitungen für einen Schlag gegen Afrika zu treffen. Er sammelt auf Sizilien 160 Quinqueremen und stationiert diese im Kriegshafen von Lilybaeum an der Westküste der Insel. Von dieser Basis aus gelingt es ihm, die Insel Malta den Karthagern zu entreißen und vor Lilybaeum ein erstes Seegefecht zu gewinnen. Die Lage ändert sich, als Hannibal im Norden rasch vorstößt, die Rhone und anschließend die Alpen überquert und in Norditalien erscheint. Publius Cornelius Scipio sieht sich gezwungen, in der Gallia Cisalpina in der Po‑Ebene eine Verteidigungsstellung aufzubauen. Hannibal verliert beim Alpenübergang zwar Männer, gewinnt aber in Norditalien mehrere keltische Stämme als Verbündete. Im Spätherbst kommt es am Fluss Ticinus zu einem Reitergefecht, in dem die Römer geschlagen werden und Scipio eine schwere Verwundung erleidet. Daraufhin ordnet der römische Staat an, dass Sempronius seine bisherigen Pläne abbricht und dem bedrohten Heer im Norden so schnell wie möglich zu Hilfe kommt. Sempronius verschifft seine Truppen nach Ariminum und marschiert von dort aus den Po aufwärts bis nach Placentia. Publius Cornelius Scipio rät angesichts der Lage dringend von einer offenen Schlacht ab. Sempronius fürchtet jedoch, bei weiterem Zögern den möglichen Ruhm eines Sieges an andere zu verlieren, da es bereits Dezember ist und das Ende seiner Amtszeit sowie die Wahl neuer Konsuln bevorsteht. Er entscheidet sich daher, trotz unzureichender Vorbereitung die Schlacht an der Trebia zu wagen. In dieser Schlacht erleidet das römische Heer eine deutliche Niederlage gegen die zahlenmäßig unterlegenen Truppen Hannibals. Zunächst versucht Sempronius, das Ausmaß der Niederlage zu verbergen, wird aber in Rom bald bekannt. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/ | *Im Jahr nach seinem ersten Konsulat gehört [http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Aemilius_Paullus_(Konsul_219_v._Chr.) Lucius Aemilius Paullus] einer römischen Gesandtschaft an, die nach Karthago geschickt wird; dort vertritt er die Interessen Roms gegenüber der karthagischen Führung. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Cornelius_Scipio_Calvus Legat Gnaeus Cornelius Scipio Calvus] <br />Zu Beginn des Zweiten Punischen Krieges dient Gnaeus Cornelius Scipio Calvus als Legat im Heer seines jüngeren Bruders Publius Cornelius Scipio. Beide sollen gegen Hannibal und die karthagischen Besitzungen vorgehen. Scipio segelt mit Publius und dem Konsularheer nach Massilia, einer mit Rom verbündeten griechischen Stadt in Südgallien. Von dort planen sie Operationen gegen Hannibal und gegen die karthagische Machtbasis auf der Iberischen Halbinsel. Scipio erfährt, dass Hannibal weiter nördlich in Gallien steht, und sendet römische Reiterei den Rhône aufwärts, die in ein Gefecht mit numidischer Reiterei gerät und diese nach hartem Kampf vertreibt. Publius marschiert daraufhin mit dem Heer nach Norden, um Hannibal zu stellen, erreicht aber nur dessen verlassenes Lager und erkennt, dass Hannibal bereits Richtung Alpen abgezogen ist. Darauf entscheidet Publius, das Heer nach Hispanien zu schicken und Scipio den Oberbefehl dort zu übertragen, während er selbst nach Norditalien zurückkehrt, um die Verteidigung gegen Hannibal zu organisieren. Scipio übernimmt nun das Kommando und segelt mit ungefähr 20'000 Infanteristen, 2200 Reitern und 60 Quinqueremen von Massilia nach Osten der Iberischen Halbinsel. Er landet bei Emporion, wo ihn die griechischen Städte Emporion und Tarraco freundlich aufnehmen, und gewinnt die iberischen Stämme nördlich des Ebro für Rom und etabliert die römische Herrschaft in diesem Gebiet. Durch Bündnisse, militärische Präsenz und Siege bindet er karthagische Kräfte und verhindert, dass sie Hannibal in Italien verstärken. | |||
*Rom errichtet in Norditalien die Kolonien Cremona und Placentia. Angesichts des beginnenden Krieges der Römer mit Karthago erheben sich die Kelten Norditaliens, sodass sich die Römer im befestigten Mutina verschanzen. | *Rom errichtet in Norditalien die Kolonien Cremona und Placentia. Angesichts des beginnenden Krieges der Römer mit Karthago erheben sich die Kelten Norditaliens, sodass sich die Römer im befestigten Mutina verschanzen. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_von_Saguntum Belagerung von Saguntum (219-218)] <br />Nach | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Lex_Claudia_de_nave_senatorum '''Lex Claudia de nave senatorum'''] <br />Die lex Claudia de nave senatorum entsteht als Plebiszit der Plebejer, das der Volkstribun Quintus Claudius gegen den Widerstand des römischen Senats durchsetzt. Das Gesetz legt fest, dass kein Senator und kein Sohn eines Senators ein Seeschiff mit einem Fassungsvermögen von mehr als 300 Amphoren besitzen darf. Bei größeren Schiffen besteht die Befürchtung, dass sie dazu dienen, in großem Stil Ernteerträge von Landgütern abzutransportieren und so einen umfangreichen, gewinnorientierten Handel zu betreiben. Gewinnstreben gilt für Angehörige des senatorischen Standes als nicht standesgemäß und wird als mit ihrer politischen Rolle unvereinbar angesehen. Der erlaubte Wirtschaftsbereich bleibt auf die Bewirtschaftung des eigenen Grundbesitzes und den dazu notwendigen, begrenzten Transport beschränkt. Zugleich fordert das Gesetz das Festhalten am mos maiorum, der "Sitte der Vorfahren", die als normativer Maßstab für das Verhalten der römischen Führungsschicht gilt. Quintus Claudius findet im Senat kaum Unterstützung für sein Gesetz und steht politisch weitgehend isoliert. Nach der Darstellung des Livius unterstützt ihn nur ein einziger, dafür sehr einflussreicher Senator: Gaius Flaminius stellt sich offen gegen die Mehrheit seiner Standesgenossen und stützt sich politisch vor allem auf seine Popularität beim Volk. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Belagerung_von_Saguntum Belagerung von Saguntum (219-218)] <br />Nach acht Monaten Belagerung sind die Verteidiger ausgehungert und ergeben sich. Nach der Einnahme lässt Hannibal den bisherigen Widerstand der Iberer blutig bestrafen: Die meisten Männer werden getötet, Frauen und Kinder in die Sklaverei verkauft. Das karthagische Heer bleibt noch einige Wochen in Saguntum, um sich zu erholen und die Lage zu sichern. Anschließend zieht Hannibal mit seinem Heer weiter, um seine weiteren Feldzüge gegen Rom vorzubereiten. | |||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Punischer_Krieg '''Zweiter Punischer Krieg (218-201)'''] <br />Beginn des Zweiten Punischen Krieges (bis 201), nachdem Karthago die von Rom verlangte Auslieferung Hannibals wegen dessen Angriff auf Sagunt im Vorjahr ablehnt und Rom Karthago daraufhin den Krieg erklärt. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Schlacht_von_Lilybaeum '''Zweite Schlacht von Lilybaeum'''] <br />Tiberius Sempronius Longus gelingt vor Lilybaeum in einem Seegefecht ein Sieg über die karthagische Flotte. Nachdem die Karthager in Norditalien eingefallen sind, wird Sempronius dorthin beordert, wo er sich an den Kämpfen beteiligt. <br />April: Hannibal verlässt die Iberische Halbinsel mit über 100'000 Mann und 37 Kriegselefanten. Oberbefehlshaber über die dortigen karthagischen Besitzungen wird sein Bruder Hasdrubal Barkas. Bereits bei der Überquerung der Pyrenäen stößt Hannibal auf Widerstand einheimischer Stämme. Die Kelten im südlichen Gallien stehen dagegen überwiegend auf Hannibals Seite. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_an_der_Rhone '''Schlacht an der Rhone'''] <br />Lediglich beim Übergang über die Rhone kommt es zu Kämpfen. Publius Cornelius Scipio versucht, Hannibal an der Rhône abzufangen, kommt aber zu spät; es kommt nur zu einem kleineren Reitergefecht. Der Weg entlang der Küste ist Hannibal versperrt, da Marseille ein Verbündeter Roms ist, doch zieht Hannibal im Übrigen weitgehend ungehindert den Alpen entgegen. Scipio schifft seine Truppen wieder ein, landet in Pisa und verlegt seine Streitmacht ins Potal. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Cissa '''Schlacht von Cissa'''] <br />Herbst: Die Römer unter Gnaeus Cornelius Scipio Calvus besiegen die Karthager unter Hanno auf der iberischen Halbinsel in der Schlacht von Cissa. Kurze Zeit darauf werden sie bei Tarraco geschlagen. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Hannibals_Alpen%C3%BCberquerung '''Hannibals Alpenüberquerung'''] <br />Herbst: Hannibal überquert mit seinem Heer die Alpen (vermutlich über den Col de Clapier oder den Col de Montgenèvre), wobei von den ca. 55'000 Mann zu Beginn des Aufstiegs nur gut 26'000 Italien erreichen; von den Elefanten überstehen nur sieben den Alpenübergang. Neben der schlechten Witterung (Eis und Schnee machen den Truppen zu schaffen) fügen auch Angriffe der keltischen Allobroger dem Heer Verluste zu. Jenseits der Alpen erobert er dann Turin und kann mehrere cisalpinische Keltenstämme als Verbündete gewinnen. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Gefecht_am_Ticinus '''Gefecht am Ticinus'''] <br />November: Hannibal besiegt die Römer im Gefecht am Ticinus, einem Reitergefecht, in dem Publius Cornelius Scipio schwer verwundet wird. Seinen Bruder Gnaeus Cornelius Scipio Calvus hat Scipio zuvor auf die karthagisch besetzte Iberische Halbinsel geschickt. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_an_der_Trebia '''Schlacht an der Trebia'''] <br />1218D: Den Karthagern gelingt trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit ein Sieg über die römischen Truppen unter Tiberius Sempronius Longus, die 20.000 Mann verlieren. <br />Malta wird von den Römern besetzt, während die Karthager auf den Liparischen Inseln landen. | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Punischer_Krieg '''Zweiter Punischer Krieg (218-201)'''] <br />Beginn des Zweiten Punischen Krieges (bis 201), nachdem Karthago die von Rom verlangte Auslieferung Hannibals wegen dessen Angriff auf Sagunt im Vorjahr ablehnt und Rom Karthago daraufhin den Krieg erklärt. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Schlacht_von_Lilybaeum '''Zweite Schlacht von Lilybaeum'''] <br />Tiberius Sempronius Longus gelingt vor Lilybaeum in einem Seegefecht ein Sieg über die karthagische Flotte. Nachdem die Karthager in Norditalien eingefallen sind, wird Sempronius dorthin beordert, wo er sich an den Kämpfen beteiligt. <br />April: Hannibal verlässt die Iberische Halbinsel mit über 100'000 Mann und 37 Kriegselefanten. Oberbefehlshaber über die dortigen karthagischen Besitzungen wird sein Bruder Hasdrubal Barkas. Bereits bei der Überquerung der Pyrenäen stößt Hannibal auf Widerstand einheimischer Stämme. Die Kelten im südlichen Gallien stehen dagegen überwiegend auf Hannibals Seite. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_an_der_Rhone '''Schlacht an der Rhone'''] <br />Lediglich beim Übergang über die Rhone kommt es zu Kämpfen. Publius Cornelius Scipio versucht, Hannibal an der Rhône abzufangen, kommt aber zu spät; es kommt nur zu einem kleineren Reitergefecht. Der Weg entlang der Küste ist Hannibal versperrt, da Marseille ein Verbündeter Roms ist, doch zieht Hannibal im Übrigen weitgehend ungehindert den Alpen entgegen. Scipio schifft seine Truppen wieder ein, landet in Pisa und verlegt seine Streitmacht ins Potal. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Cissa '''Schlacht von Cissa'''] <br />Herbst: Die Römer unter Gnaeus Cornelius Scipio Calvus besiegen die Karthager unter Hanno auf der iberischen Halbinsel in der Schlacht von Cissa. Kurze Zeit darauf werden sie bei Tarraco geschlagen. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Hannibals_Alpen%C3%BCberquerung '''Hannibals Alpenüberquerung'''] <br />Herbst: Hannibal überquert mit seinem Heer die Alpen (vermutlich über den Col de Clapier oder den Col de Montgenèvre), wobei von den ca. 55'000 Mann zu Beginn des Aufstiegs nur gut 26'000 Italien erreichen; von den Elefanten überstehen nur sieben den Alpenübergang. Neben der schlechten Witterung (Eis und Schnee machen den Truppen zu schaffen) fügen auch Angriffe der keltischen Allobroger dem Heer Verluste zu. Jenseits der Alpen erobert er dann Turin und kann mehrere cisalpinische Keltenstämme als Verbündete gewinnen. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Gefecht_am_Ticinus '''Gefecht am Ticinus'''] <br />November: Hannibal besiegt die Römer im Gefecht am Ticinus, einem Reitergefecht, in dem Publius Cornelius Scipio schwer verwundet wird. Seinen Bruder Gnaeus Cornelius Scipio Calvus hat Scipio zuvor auf die karthagisch besetzte Iberische Halbinsel geschickt. <br />[http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_an_der_Trebia '''Schlacht an der Trebia'''] <br />1218D: Den Karthagern gelingt trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit ein Sieg über die römischen Truppen unter Tiberius Sempronius Longus, die 20.000 Mann verlieren. <br />Malta wird von den Römern besetzt, während die Karthager auf den Liparischen Inseln landen. | ||
*[[-217#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 217]] [[Kategorie:Römische Republik]] | *[[-217#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 217]] [[Kategorie:Römische Republik]] | ||
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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Pinnes_(Ardiaean) König Pinnes (231-117)] | *[https://en.wikipedia.org/wiki/Pinnes_(Ardiaean) König Pinnes (231-117)] <br />Nach der Niederlage im Zweiten Illyrischen Krieg kapitulieren die illyrischen Kräfte, Demetrios flieht an den Hof Philipps V. von Makedonien, während Rom die Befestigungen von Pharos zerstört, die Beschränkungen für illyrische Könige erneuert und einen verkleinerten ardäischen Reststaat unter Pinnes stützt, der bald unter makedonischen Einfluss gerät. | ||
*[https://en.wikipedia.org/wiki/Scerdilaidas '''König Scerdilaidas (218–206)'''] <br />Scerdilaidas wird König der Ardiaei (offizieller Regierungsantritt) | *[https://en.wikipedia.org/wiki/Scerdilaidas '''König Scerdilaidas (218–206)'''] <br />Scerdilaidas wird König der Ardiaei (offizieller Regierungsantritt) | ||
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_I. Großkönig Arsakes I. ( | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Arsakes_I. Großkönig Arsakes I. (238–217)] <br /> | ||
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Aktuelle Version vom 16. Januar 2026, 20:41 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita DXXXVI = 536)
- Konsul Publius Cornelius Scipio
Publius Cornelius Scipio entstammt der patrizischen Familie der Cornelier, genauer dem Zweig der Scipionen. Die Familie hat bereits mehrfach Konsuln gestellt und besitzt in der römischen Nobilität hohes Ansehen. Scipio ist mit einer Frau namens Pomponia verheiratet und ist Vater mehrerer Kinder, darunter Publius Cornelius Scipio Africanus, der später Hannibal bei Zama besiegt. Durch seine Abstammung und Verbindungen gehört Scipio zur politischen und militärischen Führungsschicht der römischen Republik. Im ersten Jahr des Zweiten Punischen Krieges, wird Publius Cornelius Scipio ein einziges Mal zum Konsul gewählt; sein Amtskollege ist Tiberius Sempronius Longus. Der Senat beschließt eine Doppelstrategie: Scipio soll mit einem Heer nach Hispanien ziehen, während Longus auf Sizilien Truppen sammelt, um von dort aus nach Afrika überzusetzen. Scipio erhält zwei Legionen und Bundesgenossenkontingente sowie eine Flotte, mit der er Karthagos Machtbasis in Spanien angreifen soll. Wegen Unruhen der Boier in Oberitalien muss ein Teil seiner Kräfte zunächst zur Unterstützung anderer römischer Befehlshaber abgezogen und durch neue Rekrutierungen ersetzt werden. Scipio bricht schließlich von Italien mit etwa 10'000 Fußsoldaten und 700 Reitern auf ungefähr 60 Schiffen nach Massilia auf. Dort erfährt er, dass Hannibal bereits von Spanien aus die Pyrenäen überschreitet und auf dem Landweg zur Rhône zieht. Scipio landet in der Nähe von Massilia und rückt mit seinem Heer zur Rhône vor, um Hannibal den Übergang über den Fluss zu verwehren. Als er erkennt, dass Hannibal den Fluss bereits überquert hat und drei Tage Vorsprung besitzt, verzichtet er auf eine Verfolgung stromaufwärts und entscheidet sich, nach Italien zurückzukehren, um die Verteidigung Norditaliens zu organisieren. Den Großteil seiner Streitmacht übergibt Scipio seinem älteren Bruder Gnaeus Cornelius Scipio Calvus. Dieser soll mit den ihm anvertrauten Truppen nach Spanien weitersegeln und dort die karthagischen Garnisonen angreifen. Scipio ist der Auffassung, dass Spanien als Rekrutierungsbasis Hannibals geschwächt werden muss, gleichzeitig aber die unmittelbare Bedrohung in Oberitalien Vorrang hat. Er trennt daher das Kommando, um gleichzeitig in beiden Kriegsschauplätzen aktiv zu sein. Scipio segelt nach Italien zurück, läuft vermutlich Genua an und landet schließlich in Pisa. Von dort zieht er mit seinem Heer durch Etrurien nach Norden und übernimmt das Kommando über die Truppen der Prätoren Gaius Atilius Serranus und Lucius Manlius Vulso. Er marschiert zum Po, überschreitet den Fluss wahrscheinlich bei Placentia und folgt seinem Lauf westwärts. Um den Kontakt mit Hannibal herzustellen, lässt er über den Ticinus eine provisorische Brücke schlagen und überschreitet auch diesen Fluss. In der Ebene am Ticinus kommt es im November zu einem Reitergefecht zwischen Hannibals Truppen und Scipios Armee. Scipio setzt stark auf seine eigene und die verbündete Reiterei, trifft aber auf eine zahlenmäßig und taktisch überlegene karthagische Kavallerie, insbesondere numidische Reiter. Die römische Reiterei gerät in Bedrängnis, und Scipio wird verwundet und entkommt nur knapp; nach späterer Überlieferung rettet ihn sein Sohn, der junge Publius Cornelius Scipio Africanus, aus der Gefahr. Scipio zieht sich eilig über den Ticinus zurück, lässt die Brücke zerstören, überschreitet erneut den Po und legt bei Placentia ein befestigtes Lager an. Hannibal verfolgt den römischen Konsul rasch und erhält nun Unterstützung vieler Kelten in der Umgebung, die bisher abgewartet haben und sich nun auf seine Seite schlagen. Hannibal lagert in der Nähe des römischen Heeres und sucht die Entscheidungsschlacht, doch Scipio, aufgrund seiner Verwundung und der Lage vorsichtiger geworden, nimmt eine unmittelbare Feldschlacht nicht an. In der Nacht töten keltische Hilfstruppen in Scipios Lager zahlreiche römische Soldaten in ihrer Nähe, enthaupten sie und laufen zu Hannibal über. Scipio erkennt, dass die Loyalität der Kelten in der Gallia cisalpina brüchig ist, fürchtet weitere Abfälle und beschließt, einen sichereren Standort zu suchen. Scipio verlegt sein Heer in einer Nachtbewegung an den Fluss Trebia. Er erreicht mit dem Großteil seiner Truppen das andere Ufer und entkommt den nachfolgenden numidischen Reitern, weil diese zunächst das verlassene römische Lager plündern, statt sofort die Verfolgung aufzunehmen. Auf den Höhen am anderen Ufer der Trebia errichtet Scipio eine neue Verschanzung und wartet auf das Heer seines Amtskollegen Tiberius Sempronius Longus, der aus Sizilien zurückberufen ist. Longus trifft im Dezember im Lager ein und übernimmt wegen der anhaltenden Verwundung Scipios den Oberbefehl. Zwischen beiden Konsuln entsteht ein Gegensatz: Longus strebt, der Überlieferung zufolge, ehrgeizig einen schnellen Sieg über Hannibal an, während Scipio angesichts der Lage von einer offenen Schlacht abrät. Longus setzt sich durch und führt am Fluss Trebia die bekannte Schlacht, in der Hannibal die römischen Heere schwer schlägt; Scipio bleibt dabei eher im Hintergrund, da er gesundheitlich eingeschränkt ist. - Konsul Tiberius Sempronius Longus
Tiberius Sempronius Longus, um 260 in die römische Familie der Sempronier geboren, steigt im römischen Staatsdienst auf und erreicht schließlich das höchste Jahresamt, ebenfalls ein einziges Mal das Konsulat. Die römische Kriegsstrategie sieht vor, Karthago gleichzeitig in Spanien und in Afrika anzugreifen, um den Gegner an zwei Fronten zu binden. Publius Cornelius Scipio erhält den Auftrag, gemeinsam mit seinem Bruder mit einer Flotte nach Spanien zu segeln, um dort gegen Hannibal vorzugehen. Sempronius übernimmt die Aufgabe, auf Sizilien die Vorbereitungen für einen Schlag gegen Afrika zu treffen. Er sammelt auf Sizilien 160 Quinqueremen und stationiert diese im Kriegshafen von Lilybaeum an der Westküste der Insel. Von dieser Basis aus gelingt es ihm, die Insel Malta den Karthagern zu entreißen und vor Lilybaeum ein erstes Seegefecht zu gewinnen. Die Lage ändert sich, als Hannibal im Norden rasch vorstößt, die Rhone und anschließend die Alpen überquert und in Norditalien erscheint. Publius Cornelius Scipio sieht sich gezwungen, in der Gallia Cisalpina in der Po‑Ebene eine Verteidigungsstellung aufzubauen. Hannibal verliert beim Alpenübergang zwar Männer, gewinnt aber in Norditalien mehrere keltische Stämme als Verbündete. Im Spätherbst kommt es am Fluss Ticinus zu einem Reitergefecht, in dem die Römer geschlagen werden und Scipio eine schwere Verwundung erleidet. Daraufhin ordnet der römische Staat an, dass Sempronius seine bisherigen Pläne abbricht und dem bedrohten Heer im Norden so schnell wie möglich zu Hilfe kommt. Sempronius verschifft seine Truppen nach Ariminum und marschiert von dort aus den Po aufwärts bis nach Placentia. Publius Cornelius Scipio rät angesichts der Lage dringend von einer offenen Schlacht ab. Sempronius fürchtet jedoch, bei weiterem Zögern den möglichen Ruhm eines Sieges an andere zu verlieren, da es bereits Dezember ist und das Ende seiner Amtszeit sowie die Wahl neuer Konsuln bevorsteht. Er entscheidet sich daher, trotz unzureichender Vorbereitung die Schlacht an der Trebia zu wagen. In dieser Schlacht erleidet das römische Heer eine deutliche Niederlage gegen die zahlenmäßig unterlegenen Truppen Hannibals. Zunächst versucht Sempronius, das Ausmaß der Niederlage zu verbergen, wird aber in Rom bald bekannt. - Im Jahr nach seinem ersten Konsulat gehört Lucius Aemilius Paullus einer römischen Gesandtschaft an, die nach Karthago geschickt wird; dort vertritt er die Interessen Roms gegenüber der karthagischen Führung.
- Legat Gnaeus Cornelius Scipio Calvus
Zu Beginn des Zweiten Punischen Krieges dient Gnaeus Cornelius Scipio Calvus als Legat im Heer seines jüngeren Bruders Publius Cornelius Scipio. Beide sollen gegen Hannibal und die karthagischen Besitzungen vorgehen. Scipio segelt mit Publius und dem Konsularheer nach Massilia, einer mit Rom verbündeten griechischen Stadt in Südgallien. Von dort planen sie Operationen gegen Hannibal und gegen die karthagische Machtbasis auf der Iberischen Halbinsel. Scipio erfährt, dass Hannibal weiter nördlich in Gallien steht, und sendet römische Reiterei den Rhône aufwärts, die in ein Gefecht mit numidischer Reiterei gerät und diese nach hartem Kampf vertreibt. Publius marschiert daraufhin mit dem Heer nach Norden, um Hannibal zu stellen, erreicht aber nur dessen verlassenes Lager und erkennt, dass Hannibal bereits Richtung Alpen abgezogen ist. Darauf entscheidet Publius, das Heer nach Hispanien zu schicken und Scipio den Oberbefehl dort zu übertragen, während er selbst nach Norditalien zurückkehrt, um die Verteidigung gegen Hannibal zu organisieren. Scipio übernimmt nun das Kommando und segelt mit ungefähr 20'000 Infanteristen, 2200 Reitern und 60 Quinqueremen von Massilia nach Osten der Iberischen Halbinsel. Er landet bei Emporion, wo ihn die griechischen Städte Emporion und Tarraco freundlich aufnehmen, und gewinnt die iberischen Stämme nördlich des Ebro für Rom und etabliert die römische Herrschaft in diesem Gebiet. Durch Bündnisse, militärische Präsenz und Siege bindet er karthagische Kräfte und verhindert, dass sie Hannibal in Italien verstärken. - Rom errichtet in Norditalien die Kolonien Cremona und Placentia. Angesichts des beginnenden Krieges der Römer mit Karthago erheben sich die Kelten Norditaliens, sodass sich die Römer im befestigten Mutina verschanzen.
- Lex Claudia de nave senatorum
Die lex Claudia de nave senatorum entsteht als Plebiszit der Plebejer, das der Volkstribun Quintus Claudius gegen den Widerstand des römischen Senats durchsetzt. Das Gesetz legt fest, dass kein Senator und kein Sohn eines Senators ein Seeschiff mit einem Fassungsvermögen von mehr als 300 Amphoren besitzen darf. Bei größeren Schiffen besteht die Befürchtung, dass sie dazu dienen, in großem Stil Ernteerträge von Landgütern abzutransportieren und so einen umfangreichen, gewinnorientierten Handel zu betreiben. Gewinnstreben gilt für Angehörige des senatorischen Standes als nicht standesgemäß und wird als mit ihrer politischen Rolle unvereinbar angesehen. Der erlaubte Wirtschaftsbereich bleibt auf die Bewirtschaftung des eigenen Grundbesitzes und den dazu notwendigen, begrenzten Transport beschränkt. Zugleich fordert das Gesetz das Festhalten am mos maiorum, der "Sitte der Vorfahren", die als normativer Maßstab für das Verhalten der römischen Führungsschicht gilt. Quintus Claudius findet im Senat kaum Unterstützung für sein Gesetz und steht politisch weitgehend isoliert. Nach der Darstellung des Livius unterstützt ihn nur ein einziger, dafür sehr einflussreicher Senator: Gaius Flaminius stellt sich offen gegen die Mehrheit seiner Standesgenossen und stützt sich politisch vor allem auf seine Popularität beim Volk. - Belagerung von Saguntum (219-218)
Nach acht Monaten Belagerung sind die Verteidiger ausgehungert und ergeben sich. Nach der Einnahme lässt Hannibal den bisherigen Widerstand der Iberer blutig bestrafen: Die meisten Männer werden getötet, Frauen und Kinder in die Sklaverei verkauft. Das karthagische Heer bleibt noch einige Wochen in Saguntum, um sich zu erholen und die Lage zu sichern. Anschließend zieht Hannibal mit seinem Heer weiter, um seine weiteren Feldzüge gegen Rom vorzubereiten. - Zweiter Punischer Krieg (218-201)
Beginn des Zweiten Punischen Krieges (bis 201), nachdem Karthago die von Rom verlangte Auslieferung Hannibals wegen dessen Angriff auf Sagunt im Vorjahr ablehnt und Rom Karthago daraufhin den Krieg erklärt.
Zweite Schlacht von Lilybaeum
Tiberius Sempronius Longus gelingt vor Lilybaeum in einem Seegefecht ein Sieg über die karthagische Flotte. Nachdem die Karthager in Norditalien eingefallen sind, wird Sempronius dorthin beordert, wo er sich an den Kämpfen beteiligt.
April: Hannibal verlässt die Iberische Halbinsel mit über 100'000 Mann und 37 Kriegselefanten. Oberbefehlshaber über die dortigen karthagischen Besitzungen wird sein Bruder Hasdrubal Barkas. Bereits bei der Überquerung der Pyrenäen stößt Hannibal auf Widerstand einheimischer Stämme. Die Kelten im südlichen Gallien stehen dagegen überwiegend auf Hannibals Seite.
Schlacht an der Rhone
Lediglich beim Übergang über die Rhone kommt es zu Kämpfen. Publius Cornelius Scipio versucht, Hannibal an der Rhône abzufangen, kommt aber zu spät; es kommt nur zu einem kleineren Reitergefecht. Der Weg entlang der Küste ist Hannibal versperrt, da Marseille ein Verbündeter Roms ist, doch zieht Hannibal im Übrigen weitgehend ungehindert den Alpen entgegen. Scipio schifft seine Truppen wieder ein, landet in Pisa und verlegt seine Streitmacht ins Potal.
Schlacht von Cissa
Herbst: Die Römer unter Gnaeus Cornelius Scipio Calvus besiegen die Karthager unter Hanno auf der iberischen Halbinsel in der Schlacht von Cissa. Kurze Zeit darauf werden sie bei Tarraco geschlagen.
Hannibals Alpenüberquerung
Herbst: Hannibal überquert mit seinem Heer die Alpen (vermutlich über den Col de Clapier oder den Col de Montgenèvre), wobei von den ca. 55'000 Mann zu Beginn des Aufstiegs nur gut 26'000 Italien erreichen; von den Elefanten überstehen nur sieben den Alpenübergang. Neben der schlechten Witterung (Eis und Schnee machen den Truppen zu schaffen) fügen auch Angriffe der keltischen Allobroger dem Heer Verluste zu. Jenseits der Alpen erobert er dann Turin und kann mehrere cisalpinische Keltenstämme als Verbündete gewinnen.
Gefecht am Ticinus
November: Hannibal besiegt die Römer im Gefecht am Ticinus, einem Reitergefecht, in dem Publius Cornelius Scipio schwer verwundet wird. Seinen Bruder Gnaeus Cornelius Scipio Calvus hat Scipio zuvor auf die karthagisch besetzte Iberische Halbinsel geschickt.
Schlacht an der Trebia
1218D: Den Karthagern gelingt trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit ein Sieg über die römischen Truppen unter Tiberius Sempronius Longus, die 20.000 Mann verlieren.
Malta wird von den Römern besetzt, während die Karthager auf den Liparischen Inseln landen. - Fortsetzung 217
ILLYRER
- König Pinnes (231-117)
Nach der Niederlage im Zweiten Illyrischen Krieg kapitulieren die illyrischen Kräfte, Demetrios flieht an den Hof Philipps V. von Makedonien, während Rom die Befestigungen von Pharos zerstört, die Beschränkungen für illyrische Könige erneuert und einen verkleinerten ardäischen Reststaat unter Pinnes stützt, der bald unter makedonischen Einfluss gerät. - König Scerdilaidas (218–206)
Scerdilaidas wird König der Ardiaei (offizieller Regierungsantritt) - Fortsetzung 217
GRIECHEN
(2./3. Jahr der 140. Olympiade)
Syrakus
- Tyrann Hieron II. (275-215)
Beginn des Zweiten Punischen Krieges: Hieron unterstützt Rom weiterhin mit Nachschub und Truppen - Fortsetzung 215
Makedonien
- König Philipp V. (221–179)
- Bundesgenossenkrieg (220-217)
Philipp V. fällt in das mit dem Aitolischen Bund verbündete Elis ein, erobert und annektiert das benachbarte Triphylien. Er attackiert die Insel Kephallenia und rückt schließlich in Ätolien ein, wo er die Festung Thermos erobert und verwüstet.
Feldzug nach Lakonien - Fortsetzung 217
Sparta
- König Agesipolis III. (219–215)
- König Lykurgos (219-211)
Nach einem Putschversuch des Chilon, der die Ephoren ermordet, muss Lykurgos kurzzeitig aus Sparta fliehen. Lykurgos kehrt zurück, erobert Tegea, scheitert aber bei einem Angriff auf Messenien. Laconia wird von makedonischen Truppen überrannt. Lykurgos wird von den Ephoren verurteilt und flieht ins Exil nach Aitolien - Fortsetzung 217
Bosporanisches Reich
Pergamon
- König Attalos I. (241–197)
Attalos I. nutzt die Abwesenheit des seleukidischen Feldherren Achaios, um sich kleinasiatische Gebiete anzueignen, verliert diese aber bald darauf wieder. - Fortsetzung 215
Pontos
Bithynien
Kappadokien
Seleukidenreich
- König Antiochos III. (223–187)
um 218–217: Geburt von Seleukos IV. Philopator, Sohn des Antiochos III. und der Laodike von Pontos - König (Usurpator) Achaios (220-214/213)
- Vierter Syrischer Krieg (219-217)
Im Vierten Syrischen Krieg gelingt dem Seleukidenkönig Antiochos III. in einer kombinierten Land- und Seeschlacht bei Sidon ein Sieg über Ptolemaios IV.; daraufhin rückt Antiochos nach Palästina und Transjordanien vor. - Fortsetzung 217
Griechisch-Baktrisches Königreich
Ägypten
IBERIA
PARTHERREICH
MASSÄSYLIER
- König Syphax (220-203)
Beginn des Zweiten Punischen Krieges; Syphax bleibt zunächst neutral - Fortsetzung 213
INDIEN
Maurya-Reich
Anuradhapura
XIONGNU
CHINA
(41/42. Zyklus - Jahr des Wasser-Schafs; am Beginn des Jahres Wasser-Pferd)
Qin-Dynastie
JAPAN
QUELLEN
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05.12.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt