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(ab urbe condita DLV = 555)
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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Cornelius_Lentulus_(Konsul_199_v._Chr.) '''Konsul Lucius Cornelius Lentulus''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Cornelius_Lentulus_(Konsul_199_v._Chr.) '''Konsul Lucius Cornelius Lentulus'''] <br />Lucius Cornelius Lentulus erreicht zusammen mit Publius Villius Tappulus das Konsulat. In dieser Funktion führt er zunächst die Amtsgeschäfte in Rom. Währenddessen wird der Prätor Gnaeus Baebius Tamphilus bei einem eigenmächtigen Einfall in das Gebiet der Insubrer in Oberitalien geschlagen. Lentulus eilt herbei, kritisiert Baebius scharf und fordert ihn auf, die Provinz zu verlassen. Anschließend führt Lentulus bis 198 in Oberitalien einige, historisch jedoch unbedeutende, Gefechte.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Villius_Tappulus '''Konsul Publius Villius Tappulus''']
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Villius_Tappulus '''Konsul Publius Villius Tappulus'''] <br />Tappulus wird zum Konsul gewählt und begibt sich nach Makedonien, um das Kommando nach Publius Sulpicius Galba Maximus zu übernehmen. Bevor es jedoch zu größeren Schlachten kommt, wird er von seinem Nachfolger Titus Quinctius Flamininus abgelöst. Im selben Jahr meutern die Legionen, die Tappulus befehligt. Die Soldaten glauben, gegen ihren Willen und unrechtmäßig zum Kampf gezwungen zu werden. Tappulus gibt nach und erklärt, dass die Soldaten nach dem Feldzug aus dem Dienst entlassen werden sollen. Pausanias berichtet, dass Tappulus während des Krieges mit Makedonien die griechischen Städte Histiaia auf Euboia und Antikyra in Phokis zerstört, und dass dies der Grund für seine Ablösung durch Flamininus ist.
*Gemäss Zonaras, der Cassius Dio folgt, ist der vorjährige Konsul [http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Sulpicius_Galba_Maximus Publius Sulpicius Galba Maximus] in dieser Zeit krank und benötigt längere Rekonvaleszenz, beginnt aber sofort nach Ankunft in Griechenland mit politischen Vorbereitungen für einen koordinierten Angriff auf Philipp. Er empfängt Gesandte befreundeter Staaten, sendet Boten nach Rhodos und zu den Aitolern, organisiert die Versorgung seines Heeres und beauftragt zu Beginn des Jahres Legaten mit einem Seekrieg in der Ägäis und gleichzeitigen Angriffen auf die westliche Grenze Makedoniens. Livius, der auf Polybios zurückgreift, schildert den Feldzug ausführlich: Galba marschiert auf einer Route, die später der Via Egnatia entspricht, durch Dassaretien, dessen Dörfer sich großenteils ergeben, und weiter nördlich des Ochridasees bis in die fruchtbare Ebene von Lynkestis, wo sein Heer gut verproviantiert ist. Dort stößt seine Vorhut zufällig erstmals auf makedonische Truppen, es kommt zu einem Reitergefecht, und er lagert schließlich im Süden von Lynkestis nur knapp zwei Kilometer vom makedonischen Heerlager (etwa 22'000 Mann) entfernt, ohne Philipp zu einer großen Schlacht zwingen zu können. Galba weicht daraufhin etwa zwölf Kilometer auf eine bessere Fouragierstellung beim Ort Ottolobus aus, wo ein zu weit vorgedrungenes römisches Detachement von Philipp und kretischen Söldnern überfallen wird; Galba eilt mit den Legionen heran, schlägt Philipp im Gefecht und rettet die bedrohten Truppen, wobei 200 makedonische Reiter fallen und 100 gefangen werden, während Philipp knapp entkommt. Philipp bittet anschließend zum Schein um Waffenruhe und entzieht sich über Nacht unbemerkt in die südöstlichen Berge, während Galba nach Stuberra marschiert, dort Getreide abernten lässt und die Gegend um Pluinna verwüstet. Er zieht weiter nach Süden in Richtung Eordaia, deren Zugänge Philipp stark befestigt hat, und nimmt diese schwierige Stellung dank der überlegenen römischen Bewaffnung und Taktik im Nahkampf überraschend leicht. Wegen der späten Jahreszeit dringt er jedoch nicht tiefer nach Makedonien vor, verwüstet beim Rückmarsch Eordaia, zieht westlich durch Elimiotis nach Orestis, erstürmt dort die Stadt Keletron und kehrt über Dassaretien, wo er den Gebirgszug Pelion besetzen lässt, nach Apollonia zurück. Sein Sieg bei Ottolobus überzeugt die bisher zögerlichen Aitoler, sich wieder mit Rom zu verbünden. Im Herbst übergibt Galba in Apollonia das Oberkommando an den neuen Konsul Publius Villius Tappulus und kehrt nach Rom zurück.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Sulpicius_Galba_Maximus Publius Sulpicius Galba Maximus] <br />Gemäss Zonaras, der Cassius Dio folgt, ist der vorjährige Konsul Publius Sulpicius Galba Maximus in dieser Zeit krank und benötigt längere Rekonvaleszenz, beginnt aber sofort nach Ankunft in Griechenland mit politischen Vorbereitungen für einen koordinierten Angriff auf Philipp. Er empfängt Gesandte befreundeter Staaten, sendet Boten nach Rhodos und zu den Aitolern, organisiert die Versorgung seines Heeres und beauftragt zu Beginn des Jahres Legaten mit einem Seekrieg in der Ägäis und gleichzeitigen Angriffen auf die westliche Grenze Makedoniens. Livius, der auf Polybios zurückgreift, schildert den Feldzug ausführlich: Galba marschiert auf einer Route, die später der Via Egnatia entspricht, durch Dassaretien, dessen Dörfer sich großenteils ergeben, und weiter nördlich des Ochridasees bis in die fruchtbare Ebene von Lynkestis, wo sein Heer gut verproviantiert ist. Dort stößt seine Vorhut zufällig erstmals auf makedonische Truppen, es kommt zu einem Reitergefecht, und er lagert schließlich im Süden von Lynkestis nur knapp zwei Kilometer vom makedonischen Heerlager (etwa 22'000 Mann) entfernt, ohne Philipp zu einer großen Schlacht zwingen zu können. Galba weicht daraufhin etwa zwölf Kilometer auf eine bessere Fouragierstellung beim Ort Ottolobus aus, wo ein zu weit vorgedrungenes römisches Detachement von Philipp und kretischen Söldnern überfallen wird; Galba eilt mit den Legionen heran, schlägt Philipp im Gefecht und rettet die bedrohten Truppen, wobei 200 makedonische Reiter fallen und 100 gefangen werden, während Philipp knapp entkommt. Philipp bittet anschließend zum Schein um Waffenruhe und entzieht sich über Nacht unbemerkt in die südöstlichen Berge, während Galba nach Stuberra marschiert, dort Getreide abernten lässt und die Gegend um Pluinna verwüstet. Er zieht weiter nach Süden in Richtung Eordaia, deren Zugänge Philipp stark befestigt hat, und nimmt diese schwierige Stellung dank der überlegenen römischen Bewaffnung und Taktik im Nahkampf überraschend leicht. Wegen der späten Jahreszeit dringt er jedoch nicht tiefer nach Makedonien vor, verwüstet beim Rückmarsch Eordaia, zieht westlich durch Elimiotis nach Orestis, erstürmt dort die Stadt Keletron und kehrt über Dassaretien, wo er den Gebirgszug Pelion besetzen lässt, nach Apollonia zurück. Sein Sieg bei Ottolobus überzeugt die bisher zögerlichen Aitoler, sich wieder mit Rom zu verbünden. Im Herbst übergibt Galba in Apollonia das Oberkommando an den neuen Konsul Publius Villius Tappulus und kehrt nach Rom zurück.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Aelius_Paetus_(Konsul_201_v._Chr.) Zensor Publius Aelius Paetus] <br />Publius Aelius Paetus arbeitet mit seinem Bruder Sextus und seinem ehemaligen Konsulatskollegen Gnaeus Cornelius Lentulus in einem Gremium von Tresviri mit dem Auftrag, Kolonisten in der Stadt Narnia anzusiedeln und Missstände zu beheben. Delegierte der Kolonie haben sich nämlich darüber beschwert, dass es zu wenige Siedler gibt und dass sich Personen, die keine Kolonisten sind, fälschlich als solche ausgeben. Im selben Jahr übt Publius Aelius Paetus gemeinsam mit Publius Cornelius Scipio Africanus das Amt des Zensors aus.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Aelius_Paetus_(Konsul_201_v._Chr.) Zensor Publius Aelius Paetus] <br />Publius Aelius Paetus arbeitet mit seinem Bruder Sextus und seinem ehemaligen Konsulatskollegen Gnaeus Cornelius Lentulus in einem Gremium von Tresviri mit dem Auftrag, Kolonisten in der Stadt Narnia anzusiedeln und Missstände zu beheben. Delegierte der Kolonie haben sich nämlich darüber beschwert, dass es zu wenige Siedler gibt und dass sich Personen, die keine Kolonisten sind, fälschlich als solche ausgeben. Im selben Jahr übt Publius Aelius Paetus gemeinsam mit Publius Cornelius Scipio Africanus das Amt des Zensors aus.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Cornelius_Lentulus_(Konsul_201_v._Chr.) Triumvir Gnaeus Cornelius Lentulus] <br />Lentulus ist als triumvir coloniae deducendae verantwortlich für das während des Krieges von den Römern zerstörte Narnia.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Gnaeus_Cornelius_Lentulus_(Konsul_201_v._Chr.) Triumvir Gnaeus Cornelius Lentulus] <br />Lentulus ist als triumvir coloniae deducendae verantwortlich für das während des Krieges von den Römern zerstörte Narnia.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_Africanus Zensor Publius Cornelius Scipio Africanus] <br />Publius Cornelius Scipio Africanus wird zum Zensor gewählt.
*[[-198#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 198]]
*[[-198#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 198]]



Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 20:10 Uhr

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RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita DLV = 555)

  • Konsul Lucius Cornelius Lentulus
    Lucius Cornelius Lentulus erreicht zusammen mit Publius Villius Tappulus das Konsulat. In dieser Funktion führt er zunächst die Amtsgeschäfte in Rom. Währenddessen wird der Prätor Gnaeus Baebius Tamphilus bei einem eigenmächtigen Einfall in das Gebiet der Insubrer in Oberitalien geschlagen. Lentulus eilt herbei, kritisiert Baebius scharf und fordert ihn auf, die Provinz zu verlassen. Anschließend führt Lentulus bis 198 in Oberitalien einige, historisch jedoch unbedeutende, Gefechte.
  • Konsul Publius Villius Tappulus
    Tappulus wird zum Konsul gewählt und begibt sich nach Makedonien, um das Kommando nach Publius Sulpicius Galba Maximus zu übernehmen. Bevor es jedoch zu größeren Schlachten kommt, wird er von seinem Nachfolger Titus Quinctius Flamininus abgelöst. Im selben Jahr meutern die Legionen, die Tappulus befehligt. Die Soldaten glauben, gegen ihren Willen und unrechtmäßig zum Kampf gezwungen zu werden. Tappulus gibt nach und erklärt, dass die Soldaten nach dem Feldzug aus dem Dienst entlassen werden sollen. Pausanias berichtet, dass Tappulus während des Krieges mit Makedonien die griechischen Städte Histiaia auf Euboia und Antikyra in Phokis zerstört, und dass dies der Grund für seine Ablösung durch Flamininus ist.
  • Publius Sulpicius Galba Maximus
    Gemäss Zonaras, der Cassius Dio folgt, ist der vorjährige Konsul Publius Sulpicius Galba Maximus in dieser Zeit krank und benötigt längere Rekonvaleszenz, beginnt aber sofort nach Ankunft in Griechenland mit politischen Vorbereitungen für einen koordinierten Angriff auf Philipp. Er empfängt Gesandte befreundeter Staaten, sendet Boten nach Rhodos und zu den Aitolern, organisiert die Versorgung seines Heeres und beauftragt zu Beginn des Jahres Legaten mit einem Seekrieg in der Ägäis und gleichzeitigen Angriffen auf die westliche Grenze Makedoniens. Livius, der auf Polybios zurückgreift, schildert den Feldzug ausführlich: Galba marschiert auf einer Route, die später der Via Egnatia entspricht, durch Dassaretien, dessen Dörfer sich großenteils ergeben, und weiter nördlich des Ochridasees bis in die fruchtbare Ebene von Lynkestis, wo sein Heer gut verproviantiert ist. Dort stößt seine Vorhut zufällig erstmals auf makedonische Truppen, es kommt zu einem Reitergefecht, und er lagert schließlich im Süden von Lynkestis nur knapp zwei Kilometer vom makedonischen Heerlager (etwa 22'000 Mann) entfernt, ohne Philipp zu einer großen Schlacht zwingen zu können. Galba weicht daraufhin etwa zwölf Kilometer auf eine bessere Fouragierstellung beim Ort Ottolobus aus, wo ein zu weit vorgedrungenes römisches Detachement von Philipp und kretischen Söldnern überfallen wird; Galba eilt mit den Legionen heran, schlägt Philipp im Gefecht und rettet die bedrohten Truppen, wobei 200 makedonische Reiter fallen und 100 gefangen werden, während Philipp knapp entkommt. Philipp bittet anschließend zum Schein um Waffenruhe und entzieht sich über Nacht unbemerkt in die südöstlichen Berge, während Galba nach Stuberra marschiert, dort Getreide abernten lässt und die Gegend um Pluinna verwüstet. Er zieht weiter nach Süden in Richtung Eordaia, deren Zugänge Philipp stark befestigt hat, und nimmt diese schwierige Stellung dank der überlegenen römischen Bewaffnung und Taktik im Nahkampf überraschend leicht. Wegen der späten Jahreszeit dringt er jedoch nicht tiefer nach Makedonien vor, verwüstet beim Rückmarsch Eordaia, zieht westlich durch Elimiotis nach Orestis, erstürmt dort die Stadt Keletron und kehrt über Dassaretien, wo er den Gebirgszug Pelion besetzen lässt, nach Apollonia zurück. Sein Sieg bei Ottolobus überzeugt die bisher zögerlichen Aitoler, sich wieder mit Rom zu verbünden. Im Herbst übergibt Galba in Apollonia das Oberkommando an den neuen Konsul Publius Villius Tappulus und kehrt nach Rom zurück.
  • Zensor Publius Aelius Paetus
    Publius Aelius Paetus arbeitet mit seinem Bruder Sextus und seinem ehemaligen Konsulatskollegen Gnaeus Cornelius Lentulus in einem Gremium von Tresviri mit dem Auftrag, Kolonisten in der Stadt Narnia anzusiedeln und Missstände zu beheben. Delegierte der Kolonie haben sich nämlich darüber beschwert, dass es zu wenige Siedler gibt und dass sich Personen, die keine Kolonisten sind, fälschlich als solche ausgeben. Im selben Jahr übt Publius Aelius Paetus gemeinsam mit Publius Cornelius Scipio Africanus das Amt des Zensors aus.
  • Triumvir Gnaeus Cornelius Lentulus
    Lentulus ist als triumvir coloniae deducendae verantwortlich für das während des Krieges von den Römern zerstörte Narnia.
  • Fortsetzung 198

ILLYRER

GRIECHEN

(1./2. Jahr der 145. Olympiade)

Makedonien

Sparta

Bosporanisches Reich

Pergamon

Pontos

Bithynien

Kappadokien

Seleukidenreich

Griechisch-Baktrisches Königreich

Ägypten

IBERIA

PARTHERREICH

(112/113)

MASSYLIER

INDIEN

Maurya-Reich

Anuradhapura

Ruhuna

VIETNAM

Triệu-Dynastie

XIONGNU

CHINA

(41/42. Zyklus - Jahr des Wasser-Tigers; am Beginn des Jahres Metall-Büffel)

Han-Dynastie

JAPAN

QUELLEN

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30.12.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

03.06.2025 Grundstock ergänzt

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