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'''Weströmisches Reich'''
'''Weströmisches Reich'''


*[https://de.wikipedia.org/wiki/Romulus_Augustulus Kaiser Romulus Augustulus (475–476)] <br />Die barbarischen Foederati in Italien, hauptsächlich Heruler, Skiren und Turcilinger, verlangen Land in Italien zur Ansiedlung. Orestes lehnt dies ab. Ihr Anführer ist Odoaker, ein barbarischer Offizier unbestimmter Stammeszugehörigkeit. Orestes hat zuvor zusammen mit Odoakers Vater Edeko am Hof Attilas gearbeitet. Am 28. August besiegt Odoaker Orestes bei Ticinum, nimmt ihn gefangen und lässt ihn hinrichten. Am 4. September nimmt Odoaker Ravenna ein; während der Kämpfe wird Paulus, der Bruder und Stellvertreter des Orestes, getötet. Romulus wird gefangen genommen und abgesetzt. Odoaker übernimmt Italien als dessen erster König. Er sendet die weströmischen Kaiserinsignien an Kaiser Zenon im Osten, schwört ihm Treue und regiert im Westen ohne weitere kaiserliche Nachfolger. Nach dem Bericht des oströmischen Schriftstellers und Historikers Malchus zwingt Odoaker Romulus möglicherweise dazu, als letzte Amtshandlung die kaiserlichen Insignien und ein „Abdankungsschreiben“ an Zenon zu senden. Darin wird erklärt, dass das Römische Reich künftig nur noch einen einzigen Kaiser benötige, der von Konstantinopel aus regiere. Zenon verleiht Odoaker die Würde eines Patriziers, fordert ihn jedoch zugleich auf, Julius Nepos wieder als Kaiser in Italien anzuerkennen. Odoaker akzeptiert Nepos dem Namen nach als seinen Oberherrn und prägt Münzen in dessen Namen; Nepos kehrt dennoch nicht nach Italien zurück.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Romulus_Augustulus Kaiser Romulus Augustulus (475–476)] <br />Die barbarischen Foederati in Italien, hauptsächlich Heruler, Skiren und Turcilinger, verlangen Land in Italien zur Ansiedlung. Orestes lehnt dies ab. Ihr Anführer ist Odoaker, ein barbarischer Offizier unbestimmter Stammeszugehörigkeit. Orestes hat zuvor zusammen mit Odoakers Vater Edeko am Hof Attilas gearbeitet. Am 28. August besiegt Odoaker Orestes bei Ticinum, nimmt ihn gefangen und lässt ihn hinrichten. Am 4. September nimmt Odoaker Ravenna ein; während der Kämpfe wird Paulus, der Bruder und Stellvertreter des Orestes, getötet. Romulus wird gefangen genommen und abgesetzt. Odoaker übernimmt Italien als dessen erster König. Er sendet die weströmischen Kaiserinsignien an Kaiser Zenon im Osten, schwört ihm Treue und regiert im Westen ohne weitere kaiserliche Nachfolger. Nach dem Bericht des oströmischen Schriftstellers und Historikers Malchus zwingt Odoaker Romulus möglicherweise dazu, als letzte Amtshandlung die kaiserlichen Insignien und ein „Abdankungsschreiben“ an Zenon zu senden. Darin wird erklärt, dass das Römische Reich künftig nur noch einen einzigen Kaiser benötige, der von Konstantinopel aus regiere. Zenon verleiht Odoaker die Würde eines Patriziers, fordert ihn jedoch zugleich auf, Julius Nepos wieder als Kaiser in Italien anzuerkennen. Odoaker akzeptiert Nepos dem Namen nach als seinen Oberherrn und prägt Münzen in dessen Namen; Nepos kehrt dennoch nicht nach Italien zurück. <br />[https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/476-n-chr-der-zerfall-westroms-und-das-ende-der-antike Eine Stunde History 28.08.2026]
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Simplicius Papst Simplicius (468–483)] <br />Simplicius erlebt die Revolte der Heruler- beziehungsweise foederati-Söldner, die sich erheben und den letzten Kaiser des Weströmischen Reiches, Romulus Augustulus, absetzen. Im Zuge dieser Ereignisse wird Odoaker zum rex Italiae beziehungsweise zum König von Italien ausgerufen, und Simplicius wird Zeuge des Endes des weströmischen Kaisertums. Odoaker nimmt nur wenige Veränderungen in der Verwaltung Roms vor und lässt die Stadt fest in den Händen ihres Bischofs, sodass Simplicius weiterhin als Bischof von Rom die kirchliche Verwaltung und die Verantwortung in der Stadt wahrnimmt. In dieser Situation arbeitet Simplicius weiter daran, die Autorität von Rom im Westen zu erhalten und den Menschen in Italien gegen marodierende barbarische Angreifer zu helfen.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Simplicius Papst Simplicius (468–483)] <br />Simplicius erlebt die Revolte der Heruler- beziehungsweise foederati-Söldner, die sich erheben und den letzten Kaiser des Weströmischen Reiches, Romulus Augustulus, absetzen. Im Zuge dieser Ereignisse wird Odoaker zum rex Italiae beziehungsweise zum König von Italien ausgerufen, und Simplicius wird Zeuge des Endes des weströmischen Kaisertums. Odoaker nimmt nur wenige Veränderungen in der Verwaltung Roms vor und lässt die Stadt fest in den Händen ihres Bischofs, sodass Simplicius weiterhin als Bischof von Rom die kirchliche Verwaltung und die Verantwortung in der Stadt wahrnimmt. In dieser Situation arbeitet Simplicius weiter daran, die Autorität von Rom im Westen zu erhalten und den Menschen in Italien gegen marodierende barbarische Angreifer zu helfen.
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Epiphanius_von_Pavia Bischof Epiphanius von Pavia (466-496)] <br />
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Epiphanius_von_Pavia Bischof Epiphanius von Pavia (466-496)] <br />
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Aktuelle Version vom 29. August 2026, 20:00 Uhr

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MAYA

Palenque

Tikal

Copan

PIKTEN

KELTEN

Ulster

Connacht

Leinster

ANGELSACHSEN

Kent

WESTGERMANEN

Westgoten

  • König Eurich (466-484)
    Um 476 lässt Eurich als einer der gelehrteren großen westgotischen Könige vermutlich den so genannten Codex Euricianus beziehungsweise Code of Euric erstellen, indem er die bis dahin mündlich überlieferten Stammesgesetze seines Volkes, die von eigens dafür bestimmten Spezialisten auswendig gelernt worden sind, in einem Gesetzbuch kodifizieren lässt; dieser Erlass gilt als erster formeller westgotischer Gesetzescodex, und Eurich beschäftigt an seinem Hof zahlreiche gallorömische Adlige, darunter Leo von Narbonne.
    Die Westgoten besiegen in Gallien die Franken und werden vorläufig zum mächtigsten Germanenstamm Westeuropas.
  • Bischof Aprunculus (Langres, 456–484)
  • Bischof Sidonius Apollinaris (Clermont-Ferrand, um 470–486)
    Nach ein oder zwei Jahren Verbannung kann Sidonius in sein Bistum zurückkehren, sein Freund Leo, ein Römer mit hohem Amt am Hof Eurichs in Toulouse, hilft ihm dabei, sein Landbesitz wird ihm zurückerstattet, 476 hält Sidonius in Bordeaux einen panegyricus auf Eurich, er fügt sich der pax Gothica, erkennt an, dass das Westgotenreich in Gallien an die Stelle des Imperium Romanum getreten ist und dass politisch und militärisch am Zerfall Westroms nicht mehr zu rütteln ist, er weiss, dass die gotischen Krieger auf die Mitarbeit der gallorömischen Elite angewiesen sind.
  • Fortsetzung 477

Burgunden

Salfranken

Vandalen

OSTGERMANEN

Rugier

Ostgoten

RÖMISCHES REICH

(ab urbe condita MCCXXIX = 1229)

Reich des Syagrius

Weströmisches Reich

  • Kaiser Romulus Augustulus (475–476)
    Die barbarischen Foederati in Italien, hauptsächlich Heruler, Skiren und Turcilinger, verlangen Land in Italien zur Ansiedlung. Orestes lehnt dies ab. Ihr Anführer ist Odoaker, ein barbarischer Offizier unbestimmter Stammeszugehörigkeit. Orestes hat zuvor zusammen mit Odoakers Vater Edeko am Hof Attilas gearbeitet. Am 28. August besiegt Odoaker Orestes bei Ticinum, nimmt ihn gefangen und lässt ihn hinrichten. Am 4. September nimmt Odoaker Ravenna ein; während der Kämpfe wird Paulus, der Bruder und Stellvertreter des Orestes, getötet. Romulus wird gefangen genommen und abgesetzt. Odoaker übernimmt Italien als dessen erster König. Er sendet die weströmischen Kaiserinsignien an Kaiser Zenon im Osten, schwört ihm Treue und regiert im Westen ohne weitere kaiserliche Nachfolger. Nach dem Bericht des oströmischen Schriftstellers und Historikers Malchus zwingt Odoaker Romulus möglicherweise dazu, als letzte Amtshandlung die kaiserlichen Insignien und ein „Abdankungsschreiben“ an Zenon zu senden. Darin wird erklärt, dass das Römische Reich künftig nur noch einen einzigen Kaiser benötige, der von Konstantinopel aus regiere. Zenon verleiht Odoaker die Würde eines Patriziers, fordert ihn jedoch zugleich auf, Julius Nepos wieder als Kaiser in Italien anzuerkennen. Odoaker akzeptiert Nepos dem Namen nach als seinen Oberherrn und prägt Münzen in dessen Namen; Nepos kehrt dennoch nicht nach Italien zurück.
    Eine Stunde History 28.08.2026
  • Papst Simplicius (468–483)
    Simplicius erlebt die Revolte der Heruler- beziehungsweise foederati-Söldner, die sich erheben und den letzten Kaiser des Weströmischen Reiches, Romulus Augustulus, absetzen. Im Zuge dieser Ereignisse wird Odoaker zum rex Italiae beziehungsweise zum König von Italien ausgerufen, und Simplicius wird Zeuge des Endes des weströmischen Kaisertums. Odoaker nimmt nur wenige Veränderungen in der Verwaltung Roms vor und lässt die Stadt fest in den Händen ihres Bischofs, sodass Simplicius weiterhin als Bischof von Rom die kirchliche Verwaltung und die Verantwortung in der Stadt wahrnimmt. In dieser Situation arbeitet Simplicius weiter daran, die Autorität von Rom im Westen zu erhalten und den Menschen in Italien gegen marodierende barbarische Angreifer zu helfen.
  • Bischof Epiphanius von Pavia (466-496)
  • Fortsetzung: Reich des Odoaker

Reich des Odoaker

  • König Odoaker (476–493)
    Odoaker, ums 433 geboren, ist ein Sohn des Edekon (Edika), der im Dienste der Hunnen unter Attila steht, und einer Frau vom Stamm der Skiren. Odoaker wächst wahrscheinlich am Hof Attilas auf. Er ist Arianer und soll Analphabet sein. Das mittelbyzantinische Lexikon Suda gibt indirekt Auskunft über seine Herkunft, indem es über seinen Bruder Hunulf berichtet, dieser stamme väterlicherseits von den Thüringern und mütterlicherseits von den Skiren. Laut Wolfram Brandes ist damit auch Odoakers Herkunft zur Hälfte thüringisch. Jordanes berichtet in den Getica, Odoaker sei Torcilingorum rex habens secum Sciros, Heruls diversarumque gentium auxiliarios, also der rex der Torcilingi, der zur Unterstützung auch über Skiren, Heruler und weitere gentes verfügt. Der Name Torcilingi, der nur bei Jordanes vorkommt, gilt in der Forschung oft als Verschreibung für Toringi (Thüringer). Über die frühen Jahre Odoakers ist sonst nur wenig bekannt. Die Annahme, er könne mit einem Heerführer namens Adovacrius gleichgesetzt werden, der in den 460er‑Jahren sächsische Plünderer in Gallien befehligt, erweist sich als wohl unzutreffend. Um 470 dient Odoaker in der Leibwache des weströmischen Kaisers Anthemius. Im Machtkampf zwischen Anthemius und dem General Ricimer stellt er sich auf die Seite Ricimers. - Bald nach der Erhebung des Romulus meutern die barbarischen Hilfstruppen (foederati) in Italien. Die Krieger sind mit ihrer Bezahlung unzufrieden und fordern von Orestes entweder Land in Italien oder eine finanzielle Gleichstellung mit den römischen Soldaten des stark geschrumpften exercitus Romanus, des weströmischen Restheeres. Orestes lehnt die Forderungen ab, und Odoaker stellt sich an die Spitze der Meuterer. Vermutlich spielen auch persönliche Differenzen eine Rolle, da Orestes ebenso wie einst Odoakers Vater am Hof Attilas gedient hat und es dort zu Rivalität zwischen ihnen gekommen sein soll. Da kaum noch reguläre weströmische Truppen vorhanden sind, bilden die barbarischen Föderaten unter Odoakers Kommando die stärkste militärische Macht in Italien und setzen ihre Forderungen nun mit Gewalt durch. Die Mehrheit dieser Soldaten wählt am 23. August 476 Odoaker zu ihrem Anführer (rex, ein „barbarischer“ Titel). Ende August 476 tötet Odoaker Orestes in einer Entscheidungsschlacht und kurz darauf auch dessen Bruder Paulus. Romulus wird nicht getötet; Odoaker setzt ihn ab, gewährt ihm jedoch ein Jahrgeld und einen luxuriösen Landsitz bei Neapel, wo Romulus noch Jahre später zu leben scheint. Odoaker greift nicht selbst nach dem Purpur und setzt auch keinen von ihm abhängigen Kaiser ein. Stattdessen sendet er den kaiserlichen Ornat nach Konstantinopel und erklärt, im Westen brauche man keinen eigenen Augustus mehr, sondern unterstelle sich direkt dem oströmischen Kaiser. Der oströmische Kaiser weist in seiner Antwort zwar darauf hin, es gebe in Gestalt von Julius Nepos noch einen legitimen Westkaiser, redet Odoaker jedoch als patricius an und erkennt ihn damit in Odoakers Augen faktisch als Regenten des Weströmischen Reiches an. Bereits seit Jahrzehnten halten Generäle (magistri militum) mit dem Titel patricius in Ravenna die tatsächliche Macht; in diese Tradition reiht sich nun Odoaker ein. Damit endet de facto das weströmische Kaisertum, auch wenn Julius Nepos noch bis 480 lebt und es später immer wieder Versuche gibt, einen Westkaiser zu installieren. - Die weströmische Verwaltung und auch der nun kaiserlose Hof in Ravenna bestehen weiter. Odoaker nennt sich nun rex Italiae („König von Italien“) und gilt spätestens nach dem Tod des Julius Nepos vom oströmischen Kaiser Zenon als faktisch unabhängiger Herrscher Italiens unter oströmischer Ägide anerkannt. Teilweise auftretender Widerstand rivalisierender germanischer Truppenführer wird rasch niedergeschlagen, so dass Italien als gesichert gelten kann. Mit dem mächtigen Reich der Vandalen in Nordafrika verständigt sich Odoaker; die Vandalen unterlassen es bis 491, ihre Angriffe auf Italien fortzusetzen, und verpachten das reiche Sizilien an den patricius. Odoakers Königtum bleibt jedoch wenig stabil, da er sich vor seiner Erhebung nicht als Heerkönig profilieren kann; deshalb ist ihm an einer Anerkennung durch den oströmischen Kaiser gelegen. Odoaker vergibt entweder Land oder, wahrscheinlicher, Anteile an den Steuereinkünften an seine Krieger, da eine Landenteignung nur gegen den heftigen Widerstand der senatorischen Oberschicht möglich wäre. Bei den Kriegern handelt es sich vor allem um Heruler, Skiren und Thüringer. Odoaker lässt das römische Rechts- und Steuersystem sowie den Senat intakt, zu dem er offenbar ein gutes Verhältnis pflegt. Die Senatoren sehen in der Absetzung des letzten Kaisers in Italien eine Möglichkeit, wieder mehr Einfluss zu gewinnen, und begrüßen offenbar das vorläufige Ende der Wirren. Wichtige Verwaltungsposten vergibt Odoaker an führende Senatoren, allerdings, wie zuvor üblich, zeitlich beschränkt. Zugleich steigen Germanen in militärische Führungspositionen auf, denn Odoakers Krieger treten an die Stelle der weströmischen Armee, sind jedoch auf die römischen staatlichen Strukturen angewiesen, um ihre annona militaris zu erhalten. Odoaker lässt Münzen prägen, auf denen er nicht als Kaiser erscheint, womit die Stellung des Ostkaisers ausdrücklich anerkannt bleibt. Obwohl er selbst arianischer Christ ist, verläuft das Verhältnis zur Kirche anscheinend problemlos. Die Kultur der Spätantike besteht in Italien fort. Die Absetzung des machtlosen weströmischen Kaisers beeindruckt die Zeitgenossen wohl kaum, da Italien formal unter die Herrschaft des Kaisers in Konstantinopel tritt und damit weiterhin zum Imperium Romanum gehört.
  • Papst Simplicius (468–483)
  • Bischof Epiphanius von Pavia (466-496)
  • Fortsetzung 477

Oströmisches Reich

  • Kaiser Zenon (474–491)
  • Kaiser Basiliskos (475-476)
    Basiliskos und Armatus bekleiden gemeinsam das Konsulat. Illus und Trokundes, die Zenon in dessen Heimat belagern, laufen zu Zenon über. Seit Februar oder März hält sich Basiliskos aus Furcht vor der Bevölkerung der Hauptstadt in Hebdomon auf. Nachrichten über diese Abwesenheit sowie Briefe von Amtsträgern aus Konstantinopel erreichen Illus und Trokundes; sie erfahren, dass die Stadt bereit ist, Zenon zurückzurufen, da die Bevölkerung Basiliskos wegen der steuerlichen Maßnahmen seiner Amtsträger noch stärker ablehnt. Illus, Trokundes und Zenon marschieren mit ihren vereinigten Truppen gegen Konstantinopel. Basiliskos befiehlt Armatus, alle Truppen in Thrakien und Konstantinopel sowie die Palastwache zu übernehmen und gegen die drei Männer zu führen. Armatus verrät Basiliskos, nachdem Zenon ihm das lebenslange Amt des magister militum praesentalis und die Erhebung seines Sohnes Basiliskos zum Caesar verspricht. Armatus lässt Zenon ungehindert nach Konstantinopel ziehen und nimmt bewusst eine andere Route als Zenons Heer. Zenon zieht im August ohne Widerstand in Konstantinopel ein. Basiliskos und seine Familie fliehen in eine Kirche und verlassen diese erst, nachdem Zenon versprochen hat, sie nicht hinrichten zu lassen. Zenon verbannt sie nach Limnai in Kappadokien. Dort werden sie in einer ausgetrockneten Zisterne eingesperrt und dem Hungertod überlassen; nach anderen Quellen werden sie enthauptet. Basiliskos stirbt 476 oder 477 in Limnai im heutigen Kappadokien in der Türkei. Romulus ist im Westen bis 476 Mitkaiser.
  • Konsul Armatus
    Armatus bekleidet gemeinsam mit Basiliskos das Konsulat. Im Sommer zieht Zenon von Isaurien aus los, um den oströmischen Thron zurückzuerobern, und erkauft sich die Unterstützung der beiden Generäle des Basiliskos, Illus und Trocundes. Basiliskos zieht alle Truppen aus Thrakien, Konstantinopel und sogar die Palastgarde zusammen und schickt sie Zenon entgegen, nachdem Armatus ihm die Treue geschworen hat. Armatus wechselt jedoch auf Zenons Seite, nachdem Zenon ihm das lebenslange Amt eines magister militum praesentalis sowie die Erhebung seines Sohnes Basiliskos zum Caesar und Thronerben verspricht.
    Armatus ist ein Neffe des Basiliskos und der Kaiserin Verina, der Ehefrau Leos I., und hat einen Sohn namens Basiliskos. Er wird als eitler Schönling geschildert, der sich besonders um Haarpracht und Körperpflege kümmert und deshalb die Verachtung Theoderich Strabos auf sich zieht. Strabo ist mit Basiliskos, den er gegen Zenon unterstützt hat, unzufrieden, weil Basiliskos einem solchen Mann einen seinem eigenen ebenbürtigen Rang verleiht. Wegen der Ehren und Reichtümer seines Onkels Basiliskos hält Armatus sich angeblich für den Tapfersten der Tapferen und paradierte im Aufzug Achills um sein Haus am Hippodrom. Eine Veröffentlichung Stefan Krautschicks eröffnet neue Gesichtspunkte zur Beziehung zwischen Armatus und der Familie des Basiliskos einerseits sowie Odoaker, dem späteren Rex Italiae, andererseits. Nach Krautschick ist Armatus der Bruder Hunulfs und Odoakers; der Anführer der Heruler ist damit ebenfalls ein Neffe von Basiliskos und Verina. Diese Deutung erklärt, weshalb Armatus Hunulf bereitwillig Hilfe zukommen lässt und weshalb sein eigener Bruder ihn tötet, wird jedoch nicht von allen Forschern geteilt. Das Bindeglied zwischen Armatus, Odoaker und Hunulf ist ein Fragment des Johannes von Antiochia, in welchem Hunulf als Mörder und Bruder des Armatus bezeichnet wird. Vor Krautschicks Arbeit und weiterhin nach Auffassung anderer Forscher wird die Stelle so verbessert, dass Odoaker als Bruder Hunulfs bezeichnet wird, der Armatus tötet. Diese Lesart stimmt das Fragment des Johannes mit den Angaben anderer Historiker überein, weil weder Johannes Malalas noch Malchus von Philadelphia darauf hinweisen, dass Armatus durch seinen eigenen Bruder getötet wird oder dass Odoaker und Basiliskos blutsverwandt sind.
  • Trocundes
    Illus und Trocundes besiegen Zenon und schliessen ihn auf einem Hügel ein, den die lokale Bevölkerung „Konstantinopel“ nennt. Während Illus und Trocundes Zenon belagern, verliert Basiliskos in der Hauptstadt wegen seiner religiösen Position die Unterstützung der Aristokratie und der Kirche. Er verliert auch die Unterstützung von Illus und Trocundes, da er der Bevölkerung der Hauptstadt erlaubt, alle Isaurier zu massakrieren, die die Stadt nicht zusammen mit Zenon verlassen haben. Illus und Trocundes werden vom Senat von Konstantinopel heimlich angestiftet, Basiliskos zu verraten. Da sie den Bruder Zenons, Longinos, gefangengenommen haben, meinen sie, Zenon kontrollieren zu können. Die beiden Generäle haben daher jeden Grund, die Versprechen und Geschenke ihres isaurischen Landsmannes anzunehmen. Sie beschliessen, Basiliskos zu verraten und gemeinsam nach Konstantinopel zu marschieren, wo Basiliskos abgesetzt und später getötet wird.
  • Illus
    Im August wechselt Illus die Seite, um Zenon die Rückkehr aus dem Exil zu ermöglichen.
  • Patriarch Akakios von Konstantinopel (471–489)
  • Patriarch Anastasios I. (Jerusalem, 458-478)
  • Koptischer Papst Timotheus II. Eluros (Alexandria, 2. Amtszeit 475–477)
  • Fortsetzung 477

IBERIA

  • Klientelkönig Wachtang I. (439/452-502/522)
  • Martyrium der Heiligen Schuschanik (Iakob Zurtaweli)
    Zwischen 476 und 483 verfasst der georgisch-orthodoxe Priester Iakob Zurtaweli das Martyrium der Heiligen Schuschanik. Es ist das älteste erhaltene Buch der georgischen Literatur. Es ist eine Hagiographie in vorchristlicher Schreibtradition; sein Inhalt beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Priester und Schriftsteller Jakob Zurtaweli ist Beichtvater der Hauptperson. Das Werk beschreibt das Leben der armenischen Prinzessin Schuschanik, auf Deutsch Susanne. Sie stirbt, weil sie sich weigert, dem Christentum abzuschwören und zum Zoroastrismus der persischen Eroberer überzutreten. Ihr Ehemann, der georgische Prinz Varxenes, schlägt sie, legt sie in Ketten und wirft sie in ein Gefängnis. Dort stirbt sie nach sieben Jahren. Varxenes bekleidet am Hof des persischen Schahs Peroz das Amt eines Vizekönigs für das georgisch-armenische Grenzgebiet sowie für das östliche Georgien und ist zum persischen Glauben übergetreten. Dies erwartet er auch von seiner Frau. Als sie seinen Wünschen nicht folgt, gerät er außer sich vor Wut. Das Werk ist Pflichtlektüre für georgische Oberschüler.
  • Fortsetzung 502

SASSANIDENREICH

Lachmiden

AKSUMITISCHES REICH

HIMYAR

ROURAN

INDIEN

Alchon-Hunnen

Gupta-Reich

Vakataka

Westliche Ganga-Dynastie

Kamarupa

Anuradhapura

KHMER

Chenla

CHINA

(52./53. Zyklus - Jahr des Feuer-Drachen; am Beginn des Jahres Holz-Hase)

Nördliche Wei-Dynastie

Song-Dynastie

  • Kaiser Latter Deposed Emperor (472-477)
    Im Sommer flieht einer der Armeeoffiziere, der auf einen Aufstand Liu Jingsus hofft, zu Liu Jingsus Hauptquartier in Jingkou, im heutigen Zhenjiang in Jiangsu. Er erzählt Liu Jingsu wahrheitswidrig, Jiankang befinde sich in Unordnung und Liu Jingsu müsse schnell nach Jiankang gehen und den Thron übernehmen. Liu Jingsu beginnt deshalb seinen Aufstand, doch seinen Truppen fehlen gute Generäle. Xiao Daocheng entsendet Huang Hui gegen Liu Jingsu. Huang Hui sympathisiert insgeheim mit Liu Jingsus Sache, zögert jedoch, sich gegen Xiao Daocheng zu wenden, weil seine Stellvertreter sämtlich Vertraute Xiaos sind. Er besiegt Liu Jingsu, der gefangen genommen und getötet wird.
  • Xiao Daocheng
    Nach Liu Xiufans Niederlage wird Xiao befördert. Er ist zusammen mit Yuan Can, Chu Yuan und Kaiser Houfans entferntem Onkel Liu Bing für die Staatsgeschäfte zuständig und als die „vier Adligen“ bekannt. Als Kaiser Houfeis Cousin Liu Jingsu, der Gouverneur der Süd-Xu-Provinz, wegen falscher Nachrichten über Unruhe in Jiankang rebelliert, koordiniert Xiao den Feldzug gegen Liu Jingsu, obwohl er nicht persönlich Truppen befehligt; Liu Jingsu wird besiegt und getötet.
  • Fortsetzung 477

KOREA

Goguryeo

Baekje

Geumgwan Gaya

Silla

JAPAN

QUELLEN

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10.08.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

22.11.2024 Grundstock ergänzt

16.08.2026 Grundstock weiter ergänzt

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