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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Kyros_(Konstantinopel) '''Patriarch Kyros (Konstantinopel, 706–712)'''] <br />Kyros lebt als Eremit auf einer Insel bei Amastris. Im Frühjahr ernennt Kaiser Justinian II. ihn zum Patriarchen von Konstantinopel, nachdem Kallinikos I. im Vorjahr abgesetzt worden ist. Während seiner Amtszeit wirkt Kyros als Oberhaupt der Kirche in Konstantinopel. | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Kyros_(Konstantinopel) '''Patriarch Kyros (Konstantinopel, 706–712)'''] <br />Kyros lebt als Eremit auf einer Insel bei Amastris. Im Frühjahr ernennt Kaiser Justinian II. ihn zum Patriarchen von Konstantinopel, nachdem Kallinikos I. im Vorjahr abgesetzt worden ist. Während seiner Amtszeit wirkt Kyros als Oberhaupt der Kirche in Konstantinopel. | ||
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*[https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_III_of_Iberia Fürst Guaram III. (693–748)] <br /> | |||
*'''693:''' Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. [https://en.wikipedia.org/wiki/Guaram_II_of_Iberia Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)] | |||
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*Die al-Aqsa-Moschee wird in Jerusalem erbaut (706–717). | *Die al-Aqsa-Moschee wird in Jerusalem erbaut (706–717). | ||
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*'''705:''' [http://en.wikipedia.org/wiki/Nasr_ibn_Sayyar Nasr] ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung. | |||
==TURK-SCHAHI== | ==TURK-SCHAHI== | ||
Aktuelle Version vom 1. April 2026, 16:07 Uhr
MAYA
Palenque
Calakmul
Tikal
Naranjo
Copan
PIKTEN
- König Bridei IV. (697–706)
- König Nechtan mac Der-Ilei (1. Amtszeit 706–724)
Nechtan ist vermutlich Sohn von Dargart mac Finguine aus der Cenél-Comgaill-Sippe von Dál Riata, und Der-Ilei, möglicherweise der Tochter des Königs Bridei III. Diese Verbindung erklärt die matrilineare Nachfolge, die bei den Pikten gelegentlich vorkommt. Seine Brüder sind Bridei IV, Ciniod (Cináed), Talorcan und möglicherweise Congas. Mehrere Neffen und Verwandte tragen ebenfalls den Namen Nechtan oder Talorgan, was spätere genealogische Verwechslungen begünstigt. Im diesem Jahr folgt Nechtan seinem Bruder Bridei IV auf den Thron der Pikten. Zu dieser Zeit gilt das Verhältnis des Piktischen Reiches zu Northumbria als friedlich, auch wenn die Annalen von 711 eine Niederlage der Pikten bei Mag Manonn verzeichnen. Nechtan stärkt seine Herrschaft und pflegt Kontakte zu Northumbrien, insbesondere zu kirchlichen Zentren. - Fortsetzung 706
KELTEN
Uí Néill
Ulaid
Connacht
Leinster
Uí Mháine
Dalriada
Gwynedd
Königreich Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria:
- König Eadwulf (705-706)
In der Nähe von Bamburgh kommt es zu militärischen Auseinandersetzungen mit den Anhängern Osreds, zu denen dessen Tante Ælfflæd, Bischof Wilfrid und Ealdorman Beorhtfrith zählen. Eadwulf unterliegt und muss ins Exil gehen; er tritt politisch nicht mehr in Erscheinung und verbringt den Rest seines Lebens in der Gegend um Iona. - König Osred I. (706–716)
Osred folgt auf den Thron. Er ist der erste nachweislich minderjährige König in der angelsächsischen Geschichte. Die Unruhen klingen nur kurz ab, dann setzt eine Zeit wirtschaftlichen und kulturellen Niedergangs ein. Die Regenten Berhtred und Beorhtfrith nutzen ihre Macht, um sich selbst zu bereichern. Wilfrid wird Osreds Ziehvater. Auf der Synode von Nidd, die Erzbischof Bertwald in diesem Jahr einberuft, wird Wilfrid als Bischof von Hexham und Abt von Ripon bestätigt. Während Osreds Regierungszeit führen die Northumbrier Krieg gegen die Pikten. Osred erreicht später die Volljährigkeit, doch seine Herrschaft bleibt instabil. Zeitgenössische Quellen zeichnen ein widersprüchliches Bild Osreds: Der Gelehrte Beda vergleicht ihn mit dem biblischen König Joschija, doch später spricht er von moralischem Verfall. Bonifatius nennt ihn einen ausschweifenden Wüstling, der mit Nonnen Unzucht treibt. Andere Quellen des 9. Jahrhunderts werfen ihm Morde und Zwangseinweisungen von Adligen in Klöster vor, während er im 11. Jahrhundert von Folcard als fromm und gläubig beschrieben wird. - Bischof Wilfrid von York (Hexham 705–709)
- Bischof John von Beverley (York 705-718)
- Bischof Eadfrith von Lindisfarne (698–721)
- Fortsetzung 709
Mercia
- König Cenred (704-709)
- Bischof Edgar (Lindsey 693-724)
- Bischof Headda (Lichfield um 691–721, Leicester um 706-721)
Headda weiht die neu erbaute Kirche in Crowland, die von Guthlac errichtet worden ist. - Bischof Ecgwine (Worcester, 693–717)
- Bischof Tyrhtel (Hereford, um 688–710)
- Fortsetzung 707
East Anglia
Königreich Wessex
Königreich Essex
Königreich Kent
- König Wihtred (690/691–725)
- Erzbischof Behrtwald (Canterbury, 693–731)
- Bischof Tobias (Rochester, 699–726)
WESTGOTEN
FRÄNKISCHES REICH
- König Childebert III. (694–711)
- Hausmeier in Austrasien: Pippin der Mittlere (680–714, Herzog der Franken, 687–714)
- Hausmeier in Neustrien-Burgund: Grimoald der Jüngere (695-714)
- Bischof Rigobert von Reims (689–717)
- Bischof Abbo II. (Metz, 697–707)
- Bischof Hubertus von Lüttich (Maastricht 705–716)
- Bischof Gislo (Köln, 692/694–711)
- Bischof Liutwin (Trier, 705–715)
Herzogtum Aquitanien
Herzogtum Elsass
Herzogtum Thüringen
- Herzog Hedan II. (um 689-718)
- Tonndorf in Thüringen wird als Tunecdorf erwähnt.
Herzogtum Baiern
- Herzog Theodo II. (680–717)
- Bischof Rupert von Salzburg (696–718)
- um 706: Auf dem Würzburger Marienberg wird die steinerne Marienkapelle geweiht.
- Fortsetzung 710
FRIESEN
LANGOBARDENREICH
Herzogtum Friaul
- Herzog Pemmo (706-737/739)
Pemmo ist der Sohn des Billo aus Bellunum (Belluno), der wegen eines Aufstandes nach Forum Julii (Cividale) emigriert. Pemmo heiratet Ratperga. Mit ihr hat er drei Söhne: Ratchis, Ratchait und Aistulf. Um das Jahr 706 wird Pemmo nach der Absetzung des Herzogs Corvolus zum Herzog (dux) von Friaul ernannt. In seinem Haushalt zieht er die Waisen der im letzten Krieg gegen die Slawen gefallenen Langobarden gemeinsam mit seinen eigenen Söhnen auf. Als die Slawen in Lauriana einfallen, zieht Pemmo ihnen mit seinen inzwischen erwachsenen Zöglingen entgegen. Die Slawen erleiden hohe Verluste, während Pemmo angeblich nur einen Mann verliert. Anschließend wird ein Friedensvertrag geschlossen.
Herzogtum Spoleto
Herzogtum Benevent
- Herzog Gisulf I. (689–706)
Tod von Gisulf I. - Herzog Romuald II. (706–731)
Romuald II. ist der Sohn des Herzogs Gisulf I. von Benevent und dessen Frau Winiperga. Nach dem Tod seines Vaters wird Romuald Herzog (dux) von Benevent.
REPUBLIK VENEDIG
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Justinian II. (2. Amtszeit 705–711)
- Papst Johannes VII. (705–707)
- Patriarch Kyros (Konstantinopel, 706–712)
Kyros lebt als Eremit auf einer Insel bei Amastris. Im Frühjahr ernennt Kaiser Justinian II. ihn zum Patriarchen von Konstantinopel, nachdem Kallinikos I. im Vorjahr abgesetzt worden ist. Während seiner Amtszeit wirkt Kyros als Oberhaupt der Kirche in Konstantinopel. - Fortsetzung 707
IBERIEN
- 693: Guaram: Guaram III folgt kurz vor 693 seinem Vater oder Großvater Guaram II. als herrschender Fürst von Iberien nach. Er erhält vom Byzantinischen Reich den Titel eines Curopalates und steht damit in einem Vasallenverhältnis zu Byzanz. Vor 693 übt das Byzantinische Reich noch Einfluss im Kaukasus aus, was sich in der Verleihung des Titels an Guaram III. widerspiegelt. Um 693 vertreibt das wiedererstarkte Umayyadenkalifat die Byzantiner aus dem Kaukasus, sodass Guaram fortan auch im Einflussbereich der Umayyaden als Vasall herrscht. Um die Zeit Guarams III, also bis etwa 748, berichtet die um 800 verfasste Chronik des sogenannten Pseudo-Juansher von den Fürsten Mihr und Archil. Deren Stellung unterscheidet sich jedoch von der Guarams: Mihr, Archil und später Archils Söhne Iovane und Juansher sind keine herrschenden Fürsten von Iberien, sondern regionale Herrscher im östlichen Teilgebiet Kakheti. Guaram III. hat einen Sohn gleichen Namens, Guaram (auch Gurgen genannt), der die dynastische Linie fortsetzt. Außerdem hat er zwei namentlich nicht überlieferte Töchter; eine heiratet den chosroidischen Prinzen Archil, die andere den bagratidischen Prinzen Vasak und verbindet so die Guaramiden mit zwei weiteren führenden georgischen Fürstenhäusern. Guarams Sohn Guaram/Gurgen heiratet eine Prinzessin aus dem Haus der Nersianiden, die Tochter von Adarnase III; aus dieser Ehe geht Stephan III hervor, der als Sohn von Guaram/Gurgen und Enkel von Guaram III die Nachfolge in der Herrscherlinie der Guaramiden antritt. Fürst Guaram II. (684/685-vor 693)
DABUYIDEN
ARABER
(87/88 - Jahreswechsel 11./12. Dezember)
Umayyaden
- Kalif al-Walid I. (705–715)
- Statthalter Hisham ibn Isma'il al-Makhzumi (Medina, 701/702–706)
Al-Walid mag Hisham nicht und entlässt ihn Anfang Jahres. Al-Walid lässt Hisham öffentlich in Medina zur Schau stellen, um ihn für seine Amtsführung zu demütigen. Sa'id ibn al-Musayyab sowie Ali ibn al-Husayn fordern ihre Anhänger jedoch auf, auf Racheakte gegen Hisham zu verzichten, sodass Hisham vor weiterer Gewalt bewahrt bleibt. - Statthalter ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAzīz (Medina, 706–712)
ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAzīz wurde um das Jahr 680 geboren. Er wuchs in Ägypten auf, wo sein Vater ʿAbd al-ʿAzīz von 686 bis 705 als Statthalter wirkte. Nach dem Tod des Vaters wird ʿUmar von ʿAbd al-Malik nach Damaskus gerufen und heiratet dessen Tochter Fātima. Kurz darauf ernennt ihn ʿAbd al-Malik zum Statthalter von Medina, ein Amt, das er ab Februar/März 706 übernimmt. Seine Zuständigkeit umfasst auch Mekka und Taif. - Statthalter al-Haddschādsch ibn Yūsuf (Irak 694–714)
- Statthalter Abdallah ibn Abd al-Malik (Ägypten, 705–709)
- Statthalter Mūsā ibn Nusair (Ifrīqiya, 703–715)
- Imam Ali al-Sajjad (680–712)
- Papst und Patriarch Alexandros II. (Alexandrien, 704–729)
- Die al-Aqsa-Moschee wird in Jerusalem erbaut (706–717).
- Fortsetzung 707
- 705: Nasr ibn Sayyār wird um 663 geboren und gehört zum arabischen Stamm der Kināna. Schon früh wächst er in einem Milieu auf, in dem militärische Dienste im Osten des Kalifats wichtig sind. Um 705 nimmt Nasr an einem Feldzug entlang des oberen Oxus unter Salih, dem Bruder Qutayba ibn Muslims, teil. Für seine Leistungen erhält er ein ganzes Dorf in dieser Region als persönliche Zuteilung.
TURK-SCHAHI
ZWEITES TÜRK-KAGANAT
- Kagan Qapaghan (691-716)
706–707: Sieg gegen den Bayirku-Stamm; Ausweitung des Herrschaftsgebiets vom oberen Lauf des Kerulen bis zum Baikalsee. - Fortsetzung 709
INDIEN
Nepal
Malla
Chalukya
Pallava
Anuradhapura
TIBET
KHMER
Chenla
- Königin Jayadevi (um 681-713)
706/707: Das Reich wird in zwei Reiche geteilt – "Land Chenla" (nordwestlich, Festland) und "Wasser Chenla" (südöstlich, Mekong-Delta). Diese Aufteilung gilt als langfristige Folge der politischen Instabilität unter ihrer Herrschaft. - Fortsetzung 713
CHINA
(56./57. Zyklus - Jahr des Feuer-Pferdes; am Beginn des Jahres Holz-Schlange)
Tang-Dynastie
- Kaiser Zhongzong (2. Amtszeit 705–710)
Im Frühjahr wird Wang Tongjiao, Ehemann der Prinzessin Ding’an, wegen eines angeblichen Putschplans gegen Kaiserin Wei hingerichtet. Die loyalen Kanzler des Kaisers – Jing Hui, Huan Yanfan, Zhang Jianzhi, Yuan Shuji und Cui Xuanwei – werden durch Intrigen von Wu Sansi und dessen Gefolgsleuten in die Verbannung geschickt und kommen dort ums Leben. - Fortsetzung 707
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
QUELLEN
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24.12.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
20.10.2025 Grundstock ergänzt