Zum Inhalt springen

-198: Unterschied zwischen den Versionen

Aus WikiReneKousz
Kategorien ergänzt
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 6: Zeile 6:


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sextus_Aelius_Paetus_Catus '''Konsul Sextus Aelius Paetus Catus'''] <br />Sextus Aelius Paetus Catus gilt als gebildeter Mensch, berühmter Jurist und Schriftsteller; er gehört der gens Aelia an und ist wohl ein Sohn des 216 in der Schlacht von Cannae gefallenen Pontifex Quintus Aelius Paetus sowie ein jüngerer Bruder des Publius Aelius Paetus (Konsul 201). Mit großer Wahrscheinlichkeit ist er der Verfasser der ''Tripertita'', auch ''Ius Aelianum'' genannt, einem dreiteilig aufgebauten Grundlagenbuch des Rechts. In der Genealogie des Pomponius erscheint er als der erste Jurist, der seine Rechtskenntnisse nicht allein mündlich, sondern auch schriftlich weitergibt. Der dreiteilige Aufbau der ''Tripertita'' stellt zunächst die Zwölftafelgesetze voran. Es folgen in einem zweiten Abschnitt die Auslegungstexte, interpretationes iuris, der Priesterschaft zum hergebrachten Gewohnheitsrecht, den mores, und erste Interpretationen durch weltliche Juristen. Diesen Texten sind die einschlägigen Geschäfts- und Klageformulare beigefügt. Bevor weltliche Juristen die rechtliche Deutungshoheit als Fachleute übernehmen, liegt das Vorrecht der interpretatio iuris allein in den Händen der obersten Pontifices, und die wohl meisten der vorliegenden Zitate gehen auf diesen Abschnitt zurück. In einem dritten Abschnitt folgen die gesetzlichen Klageformeln. 198 ist er ein einziges Mal Konsul.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Sextus_Aelius_Paetus_Catus '''Konsul Sextus Aelius Paetus Catus'''] <br />Sextus Aelius Paetus Catus gilt als gebildeter Mensch, berühmter Jurist und Schriftsteller; er gehört der gens Aelia an und ist wohl ein Sohn des 216 in der Schlacht von Cannae gefallenen Pontifex Quintus Aelius Paetus sowie ein jüngerer Bruder des Publius Aelius Paetus (Konsul 201). Mit großer Wahrscheinlichkeit ist er der Verfasser der ''Tripertita'', auch ''Ius Aelianum'' genannt, einem dreiteilig aufgebauten Grundlagenbuch des Rechts. In der Genealogie des Pomponius erscheint er als der erste Jurist, der seine Rechtskenntnisse nicht allein mündlich, sondern auch schriftlich weitergibt. Der dreiteilige Aufbau der ''Tripertita'' stellt zunächst die Zwölftafelgesetze voran. Es folgen in einem zweiten Abschnitt die Auslegungstexte, interpretationes iuris, der Priesterschaft zum hergebrachten Gewohnheitsrecht, den mores, und erste Interpretationen durch weltliche Juristen. Diesen Texten sind die einschlägigen Geschäfts- und Klageformulare beigefügt. Bevor weltliche Juristen die rechtliche Deutungshoheit als Fachleute übernehmen, liegt das Vorrecht der interpretatio iuris allein in den Händen der obersten Pontifices, und die wohl meisten der vorliegenden Zitate gehen auf diesen Abschnitt zurück. In einem dritten Abschnitt folgen die gesetzlichen Klageformeln. 198 ist er ein einziges Mal Konsul.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Titus_Quinctius_Flamininus '''Konsul Titus Quinctius Flamininus'''] <br />Titus Quinctius Flamininus, um 230 geboren, gehört dem Geschlecht der Quinctii Flaminini an, er hat einen um etwa ein Jahr älteren Bruder namens Lucius Quinctius Flamininus. 198 wird Flamininus zum Konsul gewählt, obwohl er noch nicht alle Ämter des cursus honorum bekleidet hat und erst etwa 30 Jahre alt ist. Als Konsul übernimmt Flamininus den Oberbefehl im Krieg gegen Philipp V. von Makedonien, den er auch in den folgenden Jahren als Prokonsul behält.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Lucius_Quinctius_Flamininus '''Konsul Lucius Quinctius Flamininus (1. Amtszeit)'''] <br />Im März 198 v. Chr. erhält Titus Quinctius zu Beginn seines Konsulatsjahres den Oberbefehl in diesem Krieg und bricht kurz darauf auf den Balkan auf. Etwas später folgt Lucius Quinctius in das Kriegsgebiet, dem der Senat die Sorge für die Flotte und die Küstenverteidigung überträgt und der im Rang eines Legaten entweder Gaius Livius Salinator oder Lucius Apustius Fullon ablöst. Nachdem er mit zwei Quinqueremen das Kap des Peloponnes umsegelt hat, übernimmt Lucius Quinctius das Kommando über einen Teil der römischen Flotte im Hafen von Piräus. Er vereinigt seine Kräfte mit den Geschwadern von Pergamon und Rhodos, die an der Seite Roms in den Krieg eintreten, und belagert die Stadt Eretria auf Euböa. Die Einwohner von Eretria nehmen Verhandlungen mit Attalos von Pergamon über eine Übergabe auf, doch die Römer erobern die Stadt durch einen überraschenden nächtlichen Angriff, worauf sich auch Karystos ergibt und die antima­kedonische Koalition so binnen weniger Tage zweier der berühmtesten Städte Euböas habhaft wird. Anschließend belagern Lucius Quinctius, die Pergamener und die Rhodier Korinth, dem sich bald das Heer des Achaiischen Bundes anschließt, der die Seite im Konflikt gewechselt hat. Trotzdem verteidigen sich die Korinther und die makedonische Besatzung energisch, und als der Präfekt Philokles weitere 1500 Makedonen zur Unterstützung zuführt, wird die Aussichtslosigkeit der Belagerung erkennbar. Flaminius dringt von allen Befehlshabern am längsten auf ihre Fortsetzung, stimmt aber schließlich dem Abzug zu, als er einsieht, dass er einem Ausfall des Gegners nicht standhalten kann, und die römische Flotte geht zum Überwintern nach Kerkyra ab. Im Winter oder zu Beginn des Frühjahrs 197 nimmt Lucius mit zehn Quinqueremen seinen Bruder in Antikyra an Bord und setzt ihn nach Sikyon über; gemeinsam reisen die Brüder in die Argolis zu Verhandlungen mit Attalos und dem Strategen des Achaiischen Bundes Nikostratos und treffen danach den Tyrannen von Sparta, Nabis.
*[[-197#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 197]] [[Kategorie:Römische Republik]]
*[[-197#RÖMISCHE_REPUBLIK | Fortsetzung 197]] [[Kategorie:Römische Republik]]



Aktuelle Version vom 17. März 2026, 15:30 Uhr

-201 | -200 | -199 | -198 | -197 | -196 | -195

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita DLVI = 556)

  • Konsul Sextus Aelius Paetus Catus
    Sextus Aelius Paetus Catus gilt als gebildeter Mensch, berühmter Jurist und Schriftsteller; er gehört der gens Aelia an und ist wohl ein Sohn des 216 in der Schlacht von Cannae gefallenen Pontifex Quintus Aelius Paetus sowie ein jüngerer Bruder des Publius Aelius Paetus (Konsul 201). Mit großer Wahrscheinlichkeit ist er der Verfasser der Tripertita, auch Ius Aelianum genannt, einem dreiteilig aufgebauten Grundlagenbuch des Rechts. In der Genealogie des Pomponius erscheint er als der erste Jurist, der seine Rechtskenntnisse nicht allein mündlich, sondern auch schriftlich weitergibt. Der dreiteilige Aufbau der Tripertita stellt zunächst die Zwölftafelgesetze voran. Es folgen in einem zweiten Abschnitt die Auslegungstexte, interpretationes iuris, der Priesterschaft zum hergebrachten Gewohnheitsrecht, den mores, und erste Interpretationen durch weltliche Juristen. Diesen Texten sind die einschlägigen Geschäfts- und Klageformulare beigefügt. Bevor weltliche Juristen die rechtliche Deutungshoheit als Fachleute übernehmen, liegt das Vorrecht der interpretatio iuris allein in den Händen der obersten Pontifices, und die wohl meisten der vorliegenden Zitate gehen auf diesen Abschnitt zurück. In einem dritten Abschnitt folgen die gesetzlichen Klageformeln. 198 ist er ein einziges Mal Konsul.
  • Konsul Lucius Quinctius Flamininus (1. Amtszeit)
    Im März 198 v. Chr. erhält Titus Quinctius zu Beginn seines Konsulatsjahres den Oberbefehl in diesem Krieg und bricht kurz darauf auf den Balkan auf. Etwas später folgt Lucius Quinctius in das Kriegsgebiet, dem der Senat die Sorge für die Flotte und die Küstenverteidigung überträgt und der im Rang eines Legaten entweder Gaius Livius Salinator oder Lucius Apustius Fullon ablöst. Nachdem er mit zwei Quinqueremen das Kap des Peloponnes umsegelt hat, übernimmt Lucius Quinctius das Kommando über einen Teil der römischen Flotte im Hafen von Piräus. Er vereinigt seine Kräfte mit den Geschwadern von Pergamon und Rhodos, die an der Seite Roms in den Krieg eintreten, und belagert die Stadt Eretria auf Euböa. Die Einwohner von Eretria nehmen Verhandlungen mit Attalos von Pergamon über eine Übergabe auf, doch die Römer erobern die Stadt durch einen überraschenden nächtlichen Angriff, worauf sich auch Karystos ergibt und die antima­kedonische Koalition so binnen weniger Tage zweier der berühmtesten Städte Euböas habhaft wird. Anschließend belagern Lucius Quinctius, die Pergamener und die Rhodier Korinth, dem sich bald das Heer des Achaiischen Bundes anschließt, der die Seite im Konflikt gewechselt hat. Trotzdem verteidigen sich die Korinther und die makedonische Besatzung energisch, und als der Präfekt Philokles weitere 1500 Makedonen zur Unterstützung zuführt, wird die Aussichtslosigkeit der Belagerung erkennbar. Flaminius dringt von allen Befehlshabern am längsten auf ihre Fortsetzung, stimmt aber schließlich dem Abzug zu, als er einsieht, dass er einem Ausfall des Gegners nicht standhalten kann, und die römische Flotte geht zum Überwintern nach Kerkyra ab. Im Winter oder zu Beginn des Frühjahrs 197 nimmt Lucius mit zehn Quinqueremen seinen Bruder in Antikyra an Bord und setzt ihn nach Sikyon über; gemeinsam reisen die Brüder in die Argolis zu Verhandlungen mit Attalos und dem Strategen des Achaiischen Bundes Nikostratos und treffen danach den Tyrannen von Sparta, Nabis.
  • Fortsetzung 197

ILLYRER

GRIECHEN

(2./3. Jahr der 145. Olympiade)

Makedonien

Sparta

Bosporanisches Reich

Pergamon

Pontos

Bithynien

Kappadokien

Seleukidenreich

Griechisch-Baktrisches Königreich

Ägypten

IBERIA

PARTHERREICH

(114/115)

MASSYLIER

INDIEN

Maurya-Reich

Anuradhapura

Ruhuna

VIETNAM

Triệu-Dynastie

XIONGNU

CHINA

(41/42. Zyklus - Jahr des Wasser-Hasen; am Beginn des Jahres Wasser-Tiger)

Han-Dynastie

JAPAN

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.

31.12.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

02.06.2025 Grundstock ergänzt

-201 | -200 | -199 | -198 | -197 | -196 | -195