-403: Unterschied zwischen den Versionen
Erscheinungsbild
Rk (Diskussion | Beiträge) Kategorien ergänzt |
Rk (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 31: | Zeile 31: | ||
'''Athen''' | '''Athen''' | ||
* | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Herrschaft_der_Drei%C3%9Fig Herrschaft der Dreißig (404-403)] <br />Nach achtmonatiger Herrschaft werden die Dreißig im März gestürzt. Nach Berechnung unter Einbeziehung des ersten und letzten Monats erfolgt ihre Absetzung im April. Unter Führung des Thrasybulos werden sie in einer Schlacht im Piräus besiegt und nach Eleusis verbannt. Zehn Männer werden gewählt, um den Krieg zu beenden. Der spartanische König Pausanias beschränkt den Einfluss Lysanders und setzt eine Amnestie zwischen demokratischen und oligarchischen Bürgern durch. Nur die Hauptschuldigen werden hingerichtet, während andere Anhänger der Oligarchie in Eleusis eine Sondergemeinde bilden dürfen. Damit wird der Weg zur Wiederherstellung der attischen Demokratie frei. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon (25)] <br />Nach der Wiederherstellung der Demokratie | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Platon Platon (25)] <br />Nach der Wiederherstellung der Demokratie missfallen ihm auch die neuen politischen Verhältnisse | ||
*[[-401#GRIECHEN | Fortsetzung 401]] [[Kategorie:Athen]] | *[[-401#GRIECHEN | Fortsetzung 401]] [[Kategorie:Athen]] | ||
| | ||
Version vom 31. Mai 2026, 18:48 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita CCCLI = 351)
- Konsulartribun Lucius Valerius Potitus (3. Amtszeit)
Lucius Valerius Potitus gehört erneut einer Kollegium von Konsulartribunen an, das in diesem Jahr aus acht Männern besteht. Die Belagerung von Veii dauert an, und das römische Heer setzt die Kampfhandlungen erstmals auch im Winter fort. - Konsulartribun Lucius Valerius Potitus (3. Amtszeit)
Valerius bekleidet seine dritte Konsulartribunenstelle. Er teilt das Amt mit Manius Aemilius Mamercinus, Appius Claudius Crassus Inregillensis, Marcus Quinctilius Varus, Lucius Julius Iulus und Marcus Furius Fusus. Das Kollegium besteht mit Ausnahme von Aemilius und Valerius aus lauter Erstmaligen im Konsularamt. Livy zählt bei der Beschreibung dieses Kollegiums fälschlich die beiden Zensoren Marcus Furius Camillus und Marcus Postumius Albinus Regillensis zum Konsularkollegium. In diesem Jahr setzt sich der seit 406 gegen Veji geführte Krieg fort, und alle Konsularen, einschließlich Valerius, führen Heere gegen Veji, mit Ausnahme von Claudius, der in Rom bleibt. Die langen Kriegsjahre und die neuen Zahlungen an die Soldaten scheinen die Wirtschaft Roms belastet zu haben, und die beiden Zensoren Camillus und Postumius erheben neue Steuern auf Junggesellen und Waisen. - Marcus Furius Camillus
Marcus Furius Camillus, um 446 geboren, stammt aus der patrizischen Familie der Furier, genauer aus der Linie der Furii Camilli, die zu den ältesten und vornehmsten Geschlechtern Roms gehört. Er ist Sohn von Lucius Furius Medullinus, Enkel von Spurius Furius Medullinus Fusus und gehört somit zur gens Furia. 403 übt Marcus Furius Camillus seine erste höhere Magistratur aus. Nach Tite-Livius kann er Tribun mit konsularischer Gewalt sein, wahrscheinlicher ist aber, dass er Zensor oder Tribun mit zensorischer Gewalt ist und zusammen mit Marcus Postumius Albinus Regillensis amtieren. In diesem Jahr verhängen beide Zensoren eine Geldbuße über römische Junggesellen, die ledig geblieben sind, und drängen sie, die zahlreichen Kriegswitwen zu heiraten. Sie heben außerdem eine Steuerbefreiung für Waisen auf, um die öffentlichen Mittel zu erhöhen und den Staatsschatz wieder aufzufüllen, der durch die vielen Feldzüge der vergangenen Jahre geleert ist. Plutarch berichtet, dass diese Maßnahmen vor allem dazu dienen, das Staatsvermögen nach zahlreichen militärischen Unternehmungen wiederherzustellen, und Valerius Maximus überliefert die mahnende Rede, mit der Camillus und Postumius den ledigen Männern ihre Pflicht zur Familiengründung vorhalten. - Fortsetzung 402
GRIECHEN
(1./2. Jahr der 94. Olympiade)
Syrakus
Molosser / Epirus
Makedonien
Pherai
Athen
- Herrschaft der Dreißig (404-403)
Nach achtmonatiger Herrschaft werden die Dreißig im März gestürzt. Nach Berechnung unter Einbeziehung des ersten und letzten Monats erfolgt ihre Absetzung im April. Unter Führung des Thrasybulos werden sie in einer Schlacht im Piräus besiegt und nach Eleusis verbannt. Zehn Männer werden gewählt, um den Krieg zu beenden. Der spartanische König Pausanias beschränkt den Einfluss Lysanders und setzt eine Amnestie zwischen demokratischen und oligarchischen Bürgern durch. Nur die Hauptschuldigen werden hingerichtet, während andere Anhänger der Oligarchie in Eleusis eine Sondergemeinde bilden dürfen. Damit wird der Weg zur Wiederherstellung der attischen Demokratie frei. - Platon (25)
Nach der Wiederherstellung der Demokratie missfallen ihm auch die neuen politischen Verhältnisse - Fortsetzung 401
Sparta
- König der Eurypontiden: Agis II. (427–400)
- König der Agiaden: Pausanias (2. Amtszeit 408–395)
Pausanias bewegt eine Mehrheit von drei Ephoren und Agis II., mit dem peloponnesischen Heer nach Attika zu ziehen, um Lysandros in Schranken zu weisen. Pausanias verbirgt zunächst seine wirklichen Absichten und führt das Heer offiziell, um den Dreißig zu helfen. Die Thebaner und Korinther verweigern deshalb die Teilnahme an seinem Zug. In Attika entzieht Pausanias Lysandros das Kommando, kämpft dann eine kleine Schlacht gegen die athenischen Demokraten und nimmt danach Verhandlungen mit ihnen auf. Er empfiehlt ihnen, eine offizielle Gesandtschaft nach Sparta zu schicken. Nach Anhörung der athenischen Gesandten entsenden die spartanische Volksversammlung und die Ephoren ein fünfzehnköpfiges Komitee nach Attika, um Pausanias bei der Einigung zu unterstützen. Pausanias gewährt Athen volle innere Autonomie, stellt die Demokratie wieder her, entfernt die spartanische Garnison aus Athen, verkündet einen allgemeinen Straferlass für die Athener und Athen tritt dem Peloponnesischen Bund bei. Aus Dankbarkeit errichten die Athener ein großes Denkmal für die Spartaner, die in den früheren Gefechten gegen die Demokraten gefallen sind. - Im selben Jahr wird Pausanias nach seiner Rückkehr nach Sparta wegen Verrats vor einem obersten Gericht angeklagt. Dieses Gericht besteht aus der Gerusia und den fünf Ephoren. Obwohl er mit Pausanias zusammengearbeitet hat, um Lysandros zu stürzen, geht die Initiative zum Prozess von Agis II. aus, offenbar mit Unterstützung von Lysandros’ Freunden. Die 28 Geronten stimmen unentschieden, Agis stimmt gegen Pausanias, die Ephoren sprechen sich jedoch einstimmig für ihn aus, sodass Pausanias gerettet wird. - Fortsetzung 402
Bosporanisches Reich
Salamis
ODRYSEN
ACHÄMENIDENREICH
- Großkönig Artaxerxes II. (404–358)
- Im babylonischen Kalender fällt der Jahresbeginn des 1. Nisannu auf den 24.–25. März; der Vollmond im Nisannu auf den 7.–8. April und der 1. Tašritu auf den 18.–19. September.
- Satrap Ariobarzanes (Kios, 420-402)
Ariobarzanes von Kios beendet seine Herrschaft als Satrap der Stadt Kios. - Fortsetzung 402
ÄGYPTEN
Spätzeit, 28. Dynastie
KUSCH
- König Harsiotef (404-369)
403–395: In den folgenden Jahren regiert Harsiotef von Meroë aus ein Reich, das sich entlang des mittleren Nils erstreckt und an die südliche Grenze des ägyptischen Einflussbereichs stößt. Er pflegt die Rolle des Königs als oberster Priester und sorgt dafür, dass die großen Tempel regelmäßige Opfer erhalten und die wichtigen Feste gefeiert werden. Die Inschriften seiner Zeit greifen Formeln und Bildsprache der späten ägyptischen Tradition auf, passen sie aber an die politische Wirklichkeit von Kusch an. Harsiotef festigt in diesen Jahren sein dynastisches Netzwerk. Er ist mit Königin Batahaliye verheiratet, die als seine Hauptgemahlin an der Spitze des Hofes steht und in der Kultpraxis eine wichtige Rolle einnimmt. Möglicherweise nimmt er zusätzlich Königin Pelkha zur Frau, was seine dynastischen Verbindungen innerhalb der königlichen Familie und des Adels noch erweitert. Durch die Eheschließungen bindet er lokale Eliten enger an den Hof und stärkt seine Herrschaft gegenüber möglichen Rivalen. - Fortsetzung 400
KARTHAGO
- Schofet Himilko II. (406-396)
Karthago stellt Söldner zur Verfügung, um Dionysios nach seiner Belagerung in Syrakus wieder an die Macht zu bringen. - Fortsetzung 400
INDIEN
Shishunaga
Anuradhapura
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. Zyklus, Jahr des Erde-Tigers; am Beginn des Jahres Feuer-Büffel)
Jin
- Herzog Lie (415–389)
Zur Zeit der Streitenden Reiche wird der chinesische Staat Jin in die Staaten Wei, Zhou und Han geteilt; König Weilie von Zhou die Herrscher von Han, Zhao und Wei offiziell zu Zhuhou. - Fortsetzung 389
Qin
Zhou
Han
- Markgraf Jing (403–400)
Han Qian teilt zusammen mit Wei Wenhou und Zhao Liehou den Staat Jin in die Staaten Han, Wei und Zhao. König Zhou Weilie ist gezwungen, seinen Rang von einem Vicomte zu einem Markgrafen zu erhöhen. Han wird zu einem anerkannten Vasallenstaat der Zhou-Dynastie, und Han Qian wird unter dem Herrschernamen Jing zum Gründungsmarkgrafen des Staates Han. Anschließend verlegt er die Hauptstadt von Pingyang nach Yangzhai. - Fortsetzung 400
Zhao
- Markgraf Lie (403-400)
Im sechsten Jahr der Herrschaft von Zhao Ji wird der Staat Zhao zusammen mit Wei und Han infolge der Teilung von Jin zu einem Lehen der Östlichen Zhou-Dynastie. - Fortsetzung 400
Wei
- Markgraf Wen (424-396)
König Weilie von Zhou erkennt Wei Si feierlich als Markgrafen von Wei an. Zugleich bestätigt er mit der Verleihung gleichartiger Titel an die Führer von Han und Zhao die Teilung des alten Staates Jin in drei selbständige Reiche.
Im dreizehnten Jahr der Herrschaft von Herzog Lie von Jin werden die Neun Tripod-Kessel vor dem Zhou-König angeschlagen. Der König erkennt nun formell an, dass die Anführer von Han, Zhao und Wei keine Vasallen von Jin mehr sind, sondern Herrscher in eigenem Recht mit dem Titel „Markgraf“. Damit wird die Teilung von Jin bestätigt und der Beginn der Zeit der Streitenden Reiche markiert. - Fortsetzung 396
Qi
Chu
- König Sheng (407–402)
Nach einer Regierungszeit von sechs Jahren wird Sheng von Banditen getötet. Sein Sohn Dao folgt ihm im Folgejahrs auf den Thron. - Fortsetzung 389
JAPAN
QUELLEN
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.
08.06.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
28.05.2026 Grundstock ergänzt