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*[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Sulpicius_Galba_Maximus '''Konsul Publius Sulpicius Galba Maximus'''] | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Sulpicius_Galba_Maximus '''Konsul Publius Sulpicius Galba Maximus'''] | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Quintus_Fulvius_Flaccus_(Konsul_237_v._Chr.) Prokonsul Quintus Fulvius Flaccus] <br /> Quintus Fulvius Flaccus und Appius Claudius Pulcher erhalten als Prokonsuln den Auftrag, Capua einzunehmen und die abtrünnige Verbündete zurückzuerobern. Flaccus rückt mit seinen Streitkräften vor, ringt Capua immer enger ein und richtet aufwendige Belagerungswerke ein, um jeden Ausbruch zu verhindern. Hannibal eilt Capua zur Hilfe und stellt die Römer vor der Stadt zum Kampf, doch die Schlacht endet ohne Entscheidung; Fulvius Flaccus beharrt trotzdem auf der vollständigen Einschließung. Schließlich fällt Capua, und Fulvius Flaccus entscheidet sich für eine äußerst harte Bestrafung: Er lässt zahlreiche capuanische Adelige hinrichten, andere Bürger versklaven und erklärt das städtische Territorium sowie öffentliche Gebäude zum Eigentum Roms, womit die capuanische Bürgerschaft als politische Gemeinschaft aufhört zu existieren. Die römische Überlieferung zeichnet ihn im Zusammenhang mit Capua als besonders grausamen Mann, dem Milde und Mitleid fremd sind. Der Senat billigt zwar seine Maßnahmen gegen die Stadt, verweigert ihm jedoch einen Triumph, da der Feldzug gegen Capua als eine Art Bürgerkrieg und nicht als äußerer Sieg gilt. Fulvius Flaccus nimmt diese Entscheidung hin, bleibt aber als strenger, unerbittlicher Vollstrecker römischer Machtpolitik im Gedächtnis. | *[http://de.wikipedia.org/wiki/Quintus_Fulvius_Flaccus_(Konsul_237_v._Chr.) Prokonsul Quintus Fulvius Flaccus] <br /> Quintus Fulvius Flaccus und Appius Claudius Pulcher erhalten als Prokonsuln den Auftrag, Capua einzunehmen und die abtrünnige Verbündete zurückzuerobern. Flaccus rückt mit seinen Streitkräften vor, ringt Capua immer enger ein und richtet aufwendige Belagerungswerke ein, um jeden Ausbruch zu verhindern. Hannibal eilt Capua zur Hilfe und stellt die Römer vor der Stadt zum Kampf, doch die Schlacht endet ohne Entscheidung; Fulvius Flaccus beharrt trotzdem auf der vollständigen Einschließung. Schließlich fällt Capua, und Fulvius Flaccus entscheidet sich für eine äußerst harte Bestrafung: Er lässt zahlreiche capuanische Adelige hinrichten, andere Bürger versklaven und erklärt das städtische Territorium sowie öffentliche Gebäude zum Eigentum Roms, womit die capuanische Bürgerschaft als politische Gemeinschaft aufhört zu existieren. Die römische Überlieferung zeichnet ihn im Zusammenhang mit Capua als besonders grausamen Mann, dem Milde und Mitleid fremd sind. Der Senat billigt zwar seine Maßnahmen gegen die Stadt, verweigert ihm jedoch einen Triumph, da der Feldzug gegen Capua als eine Art Bürgerkrieg und nicht als äußerer Sieg gilt. Fulvius Flaccus nimmt diese Entscheidung hin, bleibt aber als strenger, unerbittlicher Vollstrecker römischer Machtpolitik im Gedächtnis. | ||
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Appius_Claudius_Pulcher_(Konsul_212_v._Chr.) Prokonsul Appius Claudius Pulcher] <br />Am Ende seines Konsulatsjahres 212 kehrt Appius Claudius Pulcher nach Rom zurück, um – gemäß einem Senatsbeschluss – die neuen Konsuln für das folgende Jahr wählen zu lassen. Anschließend wird seine Befehlsgewalt über das Heer als Prokonsul für ein weiteres Jahr verlängert, sodass er weiterhin im Umfeld von Capua im Einsatz bleibt. In den Kämpfen vor der Stadt trifft er mit seinen Truppen erneut auf Hannibals Streitkräfte; in einer der Schlachten wird er verwundet, setzt jedoch zunächst seine Pflichten fort. Nach der Kapitulation Capuas erhebt er vergeblichen Einspruch gegen die besonders harte Bestrafung der capuanischen Bevölkerung, für die vor allem sein ehemaliger Konsulkollege Quintus Fulvius Flaccus eintritt und die in einer blutigen Vergeltung endet. Kurz nach dem Fall der Stadt erliegt Appius Claudius Pulcher den Folgen seiner in der Schlacht erlittenen Verletzung und stirbt damit als Prokonsul im Dienst der römischen Republik. | |||
*Zu Beginn des Jahres planen die Scipionen einen entscheidenden Schlag gegen die karthagische Präsenz in Hispanien. Sie verstärken ihr Heer um etwa 20'000 neu angeworbene Keltiberer und entscheiden sich, ihre Truppen aufzuteilen, um mehrere punische Kommandanten gleichzeitig zu treffen. Der frühere Konsul [http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_(Konsul_218_v._Chr.) Publius Cornelius Scipio] übernimmt zwei Drittel der Armee und führt sie gegen Hannibals Bruder Mago und einen Hasdrubal, den Sohn Gisgos. Gnaeus Scipio operiert mit dem übrigen Drittel gegen andere karthagische Kräfte. Die neu angeworbenen keltiberischen Hilfstruppen verlassen jedoch im entscheidenden Moment die römische Seite oder laufen zu den Karthagern über, wodurch Publius Scipio in eine stark ungünstige Lage gerät. In der folgenden Schlacht wird er im Kampf gegen die karthagischen Heere getötet, ebenso wie kurz darauf sein Bruder Gnaeus in einem anderen Gefecht. Mit dem Tod der beiden Scipionen bricht die römische Front in Hispanien zunächst zusammen, und Karthago gewinnt in der Region vorübergehend die Oberhand. Im folgenden Jahr stellt sich der junge Publius Cornelius Scipio Africanus zur Wahl für das Kommando in Spanien und übernimmt später den Kampf, den sein Vater Publius Cornelius Scipio begonnen hat. | *Zu Beginn des Jahres planen die Scipionen einen entscheidenden Schlag gegen die karthagische Präsenz in Hispanien. Sie verstärken ihr Heer um etwa 20'000 neu angeworbene Keltiberer und entscheiden sich, ihre Truppen aufzuteilen, um mehrere punische Kommandanten gleichzeitig zu treffen. Der frühere Konsul [http://de.wikipedia.org/wiki/Publius_Cornelius_Scipio_(Konsul_218_v._Chr.) Publius Cornelius Scipio] übernimmt zwei Drittel der Armee und führt sie gegen Hannibals Bruder Mago und einen Hasdrubal, den Sohn Gisgos. Gnaeus Scipio operiert mit dem übrigen Drittel gegen andere karthagische Kräfte. Die neu angeworbenen keltiberischen Hilfstruppen verlassen jedoch im entscheidenden Moment die römische Seite oder laufen zu den Karthagern über, wodurch Publius Scipio in eine stark ungünstige Lage gerät. In der folgenden Schlacht wird er im Kampf gegen die karthagischen Heere getötet, ebenso wie kurz darauf sein Bruder Gnaeus in einem anderen Gefecht. Mit dem Tod der beiden Scipionen bricht die römische Front in Hispanien zunächst zusammen, und Karthago gewinnt in der Region vorübergehend die Oberhand. Im folgenden Jahr stellt sich der junge Publius Cornelius Scipio Africanus zur Wahl für das Kommando in Spanien und übernimmt später den Kampf, den sein Vater Publius Cornelius Scipio begonnen hat. | ||
*Der ehemalige Konsul [http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Claudius_Marcellus_(Feldherr) Gnaeus Cornelius Scipio Calvus] gerät in Hispanien in schwere Kämpfe gegen die karthagischen Heere, darunter Truppen unter Hasdrubal Barkas. In diesen Kämpfen fällt er, ebenso wie sein Bruder Publius Cornelius Scipio. | *Der ehemalige Konsul [http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Claudius_Marcellus_(Feldherr) Gnaeus Cornelius Scipio Calvus] gerät in Hispanien in schwere Kämpfe gegen die karthagischen Heere, darunter Truppen unter Hasdrubal Barkas. In diesen Kämpfen fällt er, ebenso wie sein Bruder Publius Cornelius Scipio. | ||
Aktuelle Version vom 24. Januar 2026, 19:27 Uhr
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita DXLIII = 543)
- Konsul Gnaeus Fulvius Centumalus
- Konsul Publius Sulpicius Galba Maximus
- Prokonsul Quintus Fulvius Flaccus
Quintus Fulvius Flaccus und Appius Claudius Pulcher erhalten als Prokonsuln den Auftrag, Capua einzunehmen und die abtrünnige Verbündete zurückzuerobern. Flaccus rückt mit seinen Streitkräften vor, ringt Capua immer enger ein und richtet aufwendige Belagerungswerke ein, um jeden Ausbruch zu verhindern. Hannibal eilt Capua zur Hilfe und stellt die Römer vor der Stadt zum Kampf, doch die Schlacht endet ohne Entscheidung; Fulvius Flaccus beharrt trotzdem auf der vollständigen Einschließung. Schließlich fällt Capua, und Fulvius Flaccus entscheidet sich für eine äußerst harte Bestrafung: Er lässt zahlreiche capuanische Adelige hinrichten, andere Bürger versklaven und erklärt das städtische Territorium sowie öffentliche Gebäude zum Eigentum Roms, womit die capuanische Bürgerschaft als politische Gemeinschaft aufhört zu existieren. Die römische Überlieferung zeichnet ihn im Zusammenhang mit Capua als besonders grausamen Mann, dem Milde und Mitleid fremd sind. Der Senat billigt zwar seine Maßnahmen gegen die Stadt, verweigert ihm jedoch einen Triumph, da der Feldzug gegen Capua als eine Art Bürgerkrieg und nicht als äußerer Sieg gilt. Fulvius Flaccus nimmt diese Entscheidung hin, bleibt aber als strenger, unerbittlicher Vollstrecker römischer Machtpolitik im Gedächtnis. - Prokonsul Appius Claudius Pulcher
Am Ende seines Konsulatsjahres 212 kehrt Appius Claudius Pulcher nach Rom zurück, um – gemäß einem Senatsbeschluss – die neuen Konsuln für das folgende Jahr wählen zu lassen. Anschließend wird seine Befehlsgewalt über das Heer als Prokonsul für ein weiteres Jahr verlängert, sodass er weiterhin im Umfeld von Capua im Einsatz bleibt. In den Kämpfen vor der Stadt trifft er mit seinen Truppen erneut auf Hannibals Streitkräfte; in einer der Schlachten wird er verwundet, setzt jedoch zunächst seine Pflichten fort. Nach der Kapitulation Capuas erhebt er vergeblichen Einspruch gegen die besonders harte Bestrafung der capuanischen Bevölkerung, für die vor allem sein ehemaliger Konsulkollege Quintus Fulvius Flaccus eintritt und die in einer blutigen Vergeltung endet. Kurz nach dem Fall der Stadt erliegt Appius Claudius Pulcher den Folgen seiner in der Schlacht erlittenen Verletzung und stirbt damit als Prokonsul im Dienst der römischen Republik. - Zu Beginn des Jahres planen die Scipionen einen entscheidenden Schlag gegen die karthagische Präsenz in Hispanien. Sie verstärken ihr Heer um etwa 20'000 neu angeworbene Keltiberer und entscheiden sich, ihre Truppen aufzuteilen, um mehrere punische Kommandanten gleichzeitig zu treffen. Der frühere Konsul Publius Cornelius Scipio übernimmt zwei Drittel der Armee und führt sie gegen Hannibals Bruder Mago und einen Hasdrubal, den Sohn Gisgos. Gnaeus Scipio operiert mit dem übrigen Drittel gegen andere karthagische Kräfte. Die neu angeworbenen keltiberischen Hilfstruppen verlassen jedoch im entscheidenden Moment die römische Seite oder laufen zu den Karthagern über, wodurch Publius Scipio in eine stark ungünstige Lage gerät. In der folgenden Schlacht wird er im Kampf gegen die karthagischen Heere getötet, ebenso wie kurz darauf sein Bruder Gnaeus in einem anderen Gefecht. Mit dem Tod der beiden Scipionen bricht die römische Front in Hispanien zunächst zusammen, und Karthago gewinnt in der Region vorübergehend die Oberhand. Im folgenden Jahr stellt sich der junge Publius Cornelius Scipio Africanus zur Wahl für das Kommando in Spanien und übernimmt später den Kampf, den sein Vater Publius Cornelius Scipio begonnen hat.
- Der ehemalige Konsul Gnaeus Cornelius Scipio Calvus gerät in Hispanien in schwere Kämpfe gegen die karthagischen Heere, darunter Truppen unter Hasdrubal Barkas. In diesen Kämpfen fällt er, ebenso wie sein Bruder Publius Cornelius Scipio.
- Nach 211 erobert der ehemalige Konsul Marcus Valerius Laevinus die Städte Zakynthos, Oiniadai und Nasos und nimmt im Frühjahr 210 Antikyra, worauf er von seiner Wahl zum Konsul dieses Jahres erfährt.
- Denar
In der römischen Republik werden Denare als Hauptsilbermünzen eingeführt. Neben dem Denar wird als zweite Münze der Quinarius nummus eingeführt. - Zweiter Punischer Krieg (218-201)
Zweite Schlacht von Capua
Rom erobert Capua in der Zweiten Schlacht von Capua von Hannibal zurück.
Hannibal ante portas
Hannibal belagert Rom, um die römischen Truppen von Capua abzuziehen, doch der ehemalige Konsul Fabius durchschaut diesen Plan und setzt sich erfolgreich gegen eine Rückberufung des Heeres ein. Dadurch scheitert Hannibals Versuch, Rom direkt zu bedrohen, während die Belagerung Capuas fortgesetzt wird.
Als Rom fürchtet, Hannibal könnte direkt gegen die Stadt marschieren, beteiligt sich der ehemalige Konsul Publius Valerius Flaccus maßgeblich an der strategischen Debatte; er setzt sich mit seiner Meinung durch, dass die römischen Feldherren, welche Capua belagern, selbst darüber entscheiden sollen, wie viele Truppen sie zur Sicherung Roms aus ihren Heeren abziehen können. Damit beeinflusst er die Verteilung der römischen Kräfte zwischen dem Schutz der Hauptstadt und der Fortsetzung der Belagerung von Capua. Über seine weiteren Ämter und sein späteres Leben nach diesen Ereignissen überliefern die Quellen nichts Konkretes mehr. Weder Todesjahr noch genaues weiteres Wirken lassen sich zuverlässig erschließen.
Schlacht an der Oberen Baetis
Auf der Iberischen Halbinsel gelingt es den Karthagern unter Hasdrubal Barkas die römischen Heere zu trennen und sowohl in der Schlacht von Castulo als auch der Schlacht von Ilorci zu obsiegen. In den unter dem Namen Schlacht an der Oberen Baetis zusammengefassten Kämpfen fallen die Gebrüder Scipio.
Nach großer Ratlosigkeit in Rom erklärt sich schließlich der 25-jährige Scipio der Ältere vor dem Senat bereit, an der Spitze eines Heeres den Tod von Vater und Onkel zu rächen. - Fortsetzung 210
ILLYRER
- König Scerdilaidas (218–206)
Scerdilaidas verbündet sich mit den Aetolern und Rom gegen Makedonien - Fortsetzung 208
GRIECHEN
(1./2. Jahr der 142. Olympiade)
Makedonien
- König Philipp V. (221–179)
- Erster Makedonisch-Römischer Krieg (215-205)
211–210: Die römisch-griechische Koalition gewinnt auf See die Oberhand, während Philipp zu Lande einige Erfolge erzielt. Attalos I. von Pergamon wird aktiv, aber Philipp kann sich behaupten - Fortsetzung 209
Sparta
- König Lykurgos (219-211)
Lykurgos stirbt oder wird abgelöst. Sein Sohn Pelops folgt ihm auf den Thron - Regent Machanidas (211-207)
Machanidas ergreift die Macht in Sparta und wird Tyrann. Seine Herkunft ist unklar; er stammt möglicherweise aus einer Gruppe tarentinischer Söldner im Dienst Spartas. 211–207: Machanidas regiert als Tyrann, hebt das Ephorat auf und herrscht unumschränkt. Er steht im Konflikt mit den Nachbarn, insbesondere dem Achäischen Bund und Argos - König Pelops (211-199)
Nach dem Tod (oder Abdankung) seines Vaters Lykourgos im Jahr 210/211 wird Pelops als Säugling König. Da er noch ein Kind ist, wird die Regentschaft zunächst von Machanidas übernommen - Fortsetzung 207
Bosporanisches Reich
Pergamon
Pontos
Bithynien
Kappadokien
Seleukidenreich
Griechisch-Baktrisches Königreich
Ägypten
IBERIA
PARTHERREICH
(100/101)
MASSÄSYLIER
INDIEN
Maurya-Reich
Anuradhapura
XIONGNU
CHINA
(41/42. Zyklus - Jahr des Metall-Tigers; am Beginn des Jahres Erde-Büffel)
Qin-Dynastie
JAPAN
QUELLEN
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18.12.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
30.06.2025 Grundstock ergänzt