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'''Syrakus'''
'''Syrakus'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Thrasybulos_von_Syrakus Tyrann Thrasybulos (467–466)] <br />Die Bevölkerung von Syrakus erhebt sich gegen iThrasybulos, wirft ihm Unfähigkeit vor und vertreibt ihn aus der Stadt. Mit seinem Sturz endet in Syrakus die ältere Tyrannis, und an ihre Stelle tritt nun eine demokratische Regierungsform. Nach seiner Vertreibung aus Syrakus geht Thrasybulos ins Exil in die Stadt Lokroi in Italien; sein weiteres Schicksal und Todesjahr ist unbekannt.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_II._von_Syrakus Tyrann Dionysios II. (1. Amtszeit 367-357)] <br />Platons zweite Sizilienreise kommt zustande, Dionysios II. empfängt ihn ehrenvoll und zeigt Interesse an der platonischen Philosophie. Platon wird aber durch seine enge Freundschaft mit Dion in die Hofintrigen hineingezogen, da sich eine Partei bildet, die Dions Bestrebungen bekämpft und ihm sowie Platon feindlich gegenübersteht. Anführer dieser Gegenpartei ist der Feldherr und Geschichtsschreiber Philistos, der einst bei Dionysios I. in Ungnade gefallen, verbannt und aus Syrakus entfernt worden ist. Dionysios II. holt Philistos zurück, vermutlich um ein Gegengewicht zu Dions Einfluss zu schaffen. [http://de.wikipedia.org/wiki/Dion_von_Syrakus Dion (43)] plant zu dieser Zeit wohl bereits, Dionysios mit Platons Hilfe unter seinen Einfluss zu bringen oder ihn zu stürzen. Die Gegenpartei versucht, Dionysios zu überzeugen, Dions Plan sei eine Falle, die ihn durch die Philosophie von der Politik ablenken und dadurch aus der Macht drängen solle. Syrakus befindet sich noch immer in dem von Dionysios I. begonnenen Krieg gegen die Karthager, die angestammten Feinde der Stadt. Dion schreibt den Karthagern einen Brief und bietet sich als Vermittler für Friedensverhandlungen an. Dieser Brief wird abgefangen und Dionysios II. übergeben, der Dion auf Rat des Philistos des Landesverrats beschuldigt und ihn aus seinem Reich verbannt. Im Spätsommer 366 trifft Dion im griechischen Mutterland ein, wo er freundlich aufgenommen wird, während sein Vermögen in Sizilien unangetastet bleibt und er die Einkünfte daraus weiterhin bezieht.  
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Dionysios_II._von_Syrakus Tyrann Dionysios II. (1. Amtszeit 367-357)] <br />Platons zweite Sizilienreise kommt zustande, Dionysios II. empfängt ihn ehrenvoll und zeigt Interesse an der platonischen Philosophie. Platon wird aber durch seine enge Freundschaft mit Dion in die Hofintrigen hineingezogen, da sich eine Partei bildet, die Dions Bestrebungen bekämpft und ihm sowie Platon feindlich gegenübersteht. Anführer dieser Gegenpartei ist der Feldherr und Geschichtsschreiber Philistos, der einst bei Dionysios I. in Ungnade gefallen, verbannt und aus Syrakus entfernt worden ist. Dionysios II. holt Philistos zurück, vermutlich um ein Gegengewicht zu Dions Einfluss zu schaffen. [http://de.wikipedia.org/wiki/Dion_von_Syrakus Dion (43)] plant zu dieser Zeit wohl bereits, Dionysios mit Platons Hilfe unter seinen Einfluss zu bringen oder ihn zu stürzen. Die Gegenpartei versucht, Dionysios zu überzeugen, Dions Plan sei eine Falle, die ihn durch die Philosophie von der Politik ablenken und dadurch aus der Macht drängen solle. Syrakus befindet sich noch immer in dem von Dionysios I. begonnenen Krieg gegen die Karthager, die angestammten Feinde der Stadt. Dion schreibt den Karthagern einen Brief und bietet sich als Vermittler für Friedensverhandlungen an. Dieser Brief wird abgefangen und Dionysios II. übergeben, der Dion auf Rat des Philistos des Landesverrats beschuldigt und ihn aus seinem Reich verbannt. Im Spätsommer 366 trifft Dion im griechischen Mutterland ein, wo er freundlich aufgenommen wird, während sein Vermögen in Sizilien unangetastet bleibt und er die Einkünfte daraus weiterhin bezieht.  
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*[[-365#GRIECHEN | Fortsetzung 365]] [[Kategorie:Syrakus]]

Version vom 9. Februar 2026, 19:55 Uhr

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RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita CCCLXXXVIII = 388)

  • Konsul Lucius Aemilius Mamercinus (1. Amtszeit)
    Lucius Aemilius wird zum Konsul gewählt. Die militärische Lage in diesem Jahr bleibt relativ ruhig, auch wenn in Rom weiterhin die Furcht vor einem erneuten Einfall der Gallier besteht.
  • Konsul Lucius Sextius Lateranus
    Lucius Sextius Lateranus wird ein einziges Mal zum Konsul gewählt und ist damit nach der Überlieferung der erste Plebeier, der dieses Amt erreicht, während die patrizischen Senatoren zunächst erklären, sie wollten die Wahl nicht bestätigen. Camillus vermittelt schließlich einen Kompromiss: Die Patrizier erkennen die Wahl des plebejischen Konsuls an, während die Plebeier akzeptieren, dass künftig ein Praetor aus dem Kreis der Patrizier gewählt wird, der die Gerichtsbarkeit in der Stadt ausübt; im selben Jahr wird außerdem das Amt der kurulischen Ädilen geschaffen. Über die konkrete Amtsführung des Lucius Sextius Lateranus als Konsul ist wenig überliefert. In seinem Konsulatsjahr wird der erste Praetor aus den Reihen der Patrizier gewählt, ebenso zwei kurulische Ädilen, die ebenfalls Patrizier sind, wodurch die patrizische Führung die neu geschaffenen hohen Ämter zunächst für sich beansprucht. Es kursieren Gerüchte über ein erneutes Aufkommen gallischer Truppen und einen möglichen Abfall der Herniker, eines Bundesgenossen Roms, doch der Senat entscheidet, militärische Maßnahmen zurückzustellen, um dem plebejischen Konsul keine herausgehobene militärische Aufgabe zu übertragen. In der Plebs stößt die Besetzung von Praetor und beiden kurulischen Ädilen ausschließlich mit Patriziern auf Unmut, weil man darin eine einseitige Erweiterung der patrizischen Machtpositionen sieht. Schließlich wird vereinbart, dass die kurulischen Ädilen künftig in jedem zweiten Jahr aus der Plebs gestellt werden und das Amt später ganz ohne Standesunterschied, also sowohl Plebejern als auch Patriziern, offenstehen soll. In der späteren Bewertung sehen antike Autoren wie Livius das Gesetz, das einen plebejischen Konsul vorschreibt, als großen Durchbruch im politischen Aufstieg der Plebs, während moderne Historiker darauf hinweisen, dass der genaue Inhalt und die Wirkung dieser Bestimmung nicht eindeutig sind. T. J. Cornell betont, dass nach Livius die regelmäßige und ununterbrochene Teilung des Konsulats zwischen Plebejern und Patriziern erst mit den Leges Genuciae des Volkstribunen Lucius Genucius von 342 einsetzt, die angeblich sogar erlauben, dass beide Konsuln Plebeier sind. Die Fasti consulares, also die jährlichen Amtslisten, scheinen eher zu zeigen, dass dieses spätere Gesetz die Pflicht festlegt, dass wenigstens einer der beiden Konsuln Plebeier sein muss, was die Rolle der Licinisch‑Sextischen Gesetze eher als verwaltungstechnische Neuordnung erscheinen lassen könnte. Cornell und andere wie K. von Fritz und Sordi vertreten die Auffassung, dass das Gesetz über Konsuln und Praetoren im Kern eine administrative Reform ist, welche die plebejische Teilhabe von den Konsulartribunen auf das Konsulat verlagert und so den Schritt des Lucius Sextius zum ersten plebejischen Konsul historisch weniger sensationell erscheinen lässt. Zugleich wird auf die auffällige Tatsache hingewiesen, dass zwischen 444 und 401 trotz formaler Öffnung der Konsulartribunate nur zwei Plebeier dieses Amt innehaben, während im Zeitraum 400–376 gelegentlich Mehrheiten plebejischer Tribunen auftreten, was Fragen nach dem tatsächlichen Gewicht der später gefeierten Konsulatsöffnung und der hartnäckigen patrizischen Widerstände aufwirft.
  • Zensor Gaius Sulpicius Peticus
    Gaius Sulpicius Peticus wird Zensor, nachdem er 380 Konsulartribun war, legt aber sein Amt nieder, weil sein Amtskollege Aulus Postumius Regillensis Albinus während der laufenden Zensur stirbt und die religiösen Vorschriften seinen Rücktritt verlangen.
  • Fortsetzung 365

GRIECHEN

(2./3. Jahr der 103. Olympiade)

Syrakus

  • Tyrann Dionysios II. (1. Amtszeit 367-357)
    Platons zweite Sizilienreise kommt zustande, Dionysios II. empfängt ihn ehrenvoll und zeigt Interesse an der platonischen Philosophie. Platon wird aber durch seine enge Freundschaft mit Dion in die Hofintrigen hineingezogen, da sich eine Partei bildet, die Dions Bestrebungen bekämpft und ihm sowie Platon feindlich gegenübersteht. Anführer dieser Gegenpartei ist der Feldherr und Geschichtsschreiber Philistos, der einst bei Dionysios I. in Ungnade gefallen, verbannt und aus Syrakus entfernt worden ist. Dionysios II. holt Philistos zurück, vermutlich um ein Gegengewicht zu Dions Einfluss zu schaffen. Dion (43) plant zu dieser Zeit wohl bereits, Dionysios mit Platons Hilfe unter seinen Einfluss zu bringen oder ihn zu stürzen. Die Gegenpartei versucht, Dionysios zu überzeugen, Dions Plan sei eine Falle, die ihn durch die Philosophie von der Politik ablenken und dadurch aus der Macht drängen solle. Syrakus befindet sich noch immer in dem von Dionysios I. begonnenen Krieg gegen die Karthager, die angestammten Feinde der Stadt. Dion schreibt den Karthagern einen Brief und bietet sich als Vermittler für Friedensverhandlungen an. Dieser Brief wird abgefangen und Dionysios II. übergeben, der Dion auf Rat des Philistos des Landesverrats beschuldigt und ihn aus seinem Reich verbannt. Im Spätsommer 366 trifft Dion im griechischen Mutterland ein, wo er freundlich aufgenommen wird, während sein Vermögen in Sizilien unangetastet bleibt und er die Einkünfte daraus weiterhin bezieht.
  • Fortsetzung 365

Epirus

Makedonien

Pherai

Attischer Seebund

  • Der Attische Seebund erobert die Ägäisinsel Samos von den Persern zurück und beginnt die Belagerung der Hauptstadt, die sich bis ins Folgejahr hinziehen wird.
  • Platon (62)
  • Aristoteles (18)
  • Isokrates, Leiter seiner Rednerschule, die er 390 gegründet hat, verfasst seine Rede des Archidamos als fiktive, aber historisch situierte Rede, in der der spartanische König vor seinen Mitbürgern spricht. Die Handlung ist in die Zeit nach der Niederlage von Leuktra (siehe -371) und den darauf folgenden politischen Erschütterungen eingeordnet. Archidamos tritt in der Rede als Verteidiger der traditionellen spartanischen Werte, der Tapferkeit und der Standhaftigkeit gegenüber äußeren Forderungen und innerem Mutverlust auf. Die Rede richtet sich gegen die Forderungen Thebens, die auf eine Demütigung Spartas und auf die Preisgabe seiner bisherigen Ordnung hinauslaufen. Archidamos ruft dazu auf, lieber Entbehrungen und weitere Kämpfe auf sich zu nehmen, als ehrlos Bedingungen zu akzeptieren, die Sparta dauerhaft schwächen würden.
  • Fortsetzung 365

Sparta

Bosporanisches Reich

Bithynien

Salamis

ODRYSEN

ACHÄMENIDENREICH

  • Großkönig Artaxerxes II. (404–358)
  • Satrap Mithridates I. (Kios, 401-362)
  • Satrap Ariobarzanes (Phrygien, 388-362)
    Pharnabazos’ Sohn Artabazos II. von Phrygien versucht, die Satrapie von seinem Bruder Ariobarzanes zurückzuerlangen. Ariobarzanes weigert sich, die Satrapie herauszugeben, und schließt sich schließlich um 366 einem größeren, aber letztlich erfolglosen Bündnis westanatolischer Satrapen gegen Artaxerxes II. an, das als "Aufstand der Satrapen" bekannt ist. Zu den Verbündeten gehören unter anderem Maussolos von Karien (zeitweise), Orontes I. von Armenien, Autophradates von Lydien und Datames von Kappadokien. Die Rebellen erhalten Unterstützung vom ägyptischen Pharao Teos sowie von mehreren griechischen Stadtstaaten; der spartanische König Agesilaos II. zieht mit einem Söldnerheer zu ihrer Hilfe. Während des Aufstandes hält Ariobarzanes in Adramyttion im Jahr 366 eine Belagerung aus, die Maussolos von Karien und Autophradates von Lydien gegen ihn richten. Erst als Agesilaos II. als Vermittler auftritt, ziehen die Belagerer sich zurück, sodass Ariobarzanes seine Stellung vorläufig behaupten kann.
  • Satrap Datames (Kappadokien, 380-362)
  • Satrap Mausolus (Karien, 377–353)
    In den 360er Jahren beteiligt sich Mausolos ebenfalls am Aufstand der Satrapen; gleichzeitig tritt Mausolos aber überwiegend als Helfer des Großkönigs auf und führt 366 gemeinsam mit Autophradates auf Befehl des Artaxerxes die Belagerung von Adramyttion gegen den geflohenen Ariobarzanes, bricht diese Belagerung jedoch nach Einflussnahme des spartanischen Königs Agesilaos II. ab.
  • Fortsetzung 364

ÄGYPTEN

Spätzeit, 30. Dynastie

INDIEN

Anuradhapura

CHINA

Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. Zyklus, Jahr des Holz-Hasen; am Beginn des Jahres Holz-Tiger)

Qin

  • Herzog Xian (384–362)
    Qin besiegt unter Xian ein Bündnis aus Han und Wei in der Schlacht von Shimen; Soldaten werden nach der Zahl abgeschlagener Feindköpfe befördert, und Qin entreißt Wei weiteres Land.
  • Fortsetzung 364

Zhou

Zhao

Wei

Qi

Chu

JAPAN

QUELLEN

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09.07.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

06.02.2026 Grundstock ergänzt

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