Zum Inhalt springen

508: Unterschied zwischen den Versionen

Aus WikiReneKousz
Kategorien ergänzt
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 65: Zeile 65:
'''Fränkisches Reich'''
'''Fränkisches Reich'''


*[http://de.wikipedia.org/wiki/Chlodwig_I. König Chlodwig I. (481/482–511)] <br />Paris wird an Stelle von Soissons zur Hauptstadt des Frankenreiches. <br />Der weitere Vorstoß Chlodwigs ans Mittelmeer wird in diesem Jahr von den Ostgoten unter Theoderich dem Großen vereitelt. <br />Chlodwig I. erhält von seinem Verbündeten, dem oströmischen Kaiser Anastasios I. den Titel eines Patricius verliehen; Gregor von Tours deutet das als Ernennung zum „Konsul“. Als Patricius wäre der Merowinger rangmäßig den Ostgotenkönigen gleichgestellt und hätte die Vollmachten eines kaiserlichen Stellvertreters erhalten. Chlodwig und seine Nachfolger übernehmen bewusst zentrale Elemente der spätrömischen Verwaltung und bedienen sich der gallorömischen Eliten. Sie treten gegenüber der romanisierten Bevölkerung noch lange als Repräsentanten des Kaisers auf. Außerdem wird in der neueren Forschung ein mögliches Kampfbündnis zwischen Chlodwig und Anastasius gerade für 506/7 erwogen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Chlodwig_I. König Chlodwig I. (481/482–511)] <br />Paris wird an Stelle von Soissons zur Hauptstadt des Frankenreiches. <br />Bordeaux muss von den Westgoten aufgegeben werden. Dort verbringt Chlodwig den kommenden Winter und schickt von dort aus im folgenden Frühjahr seinen Sohn Theuderich I. los, um die Auvergne zu erobern. Gleichzeitig vereinigt er sich mit den Burgunden, die nach der Schlacht von Vouillé (siehe [[507]]) in den Krieg eingetreten sind, um die westgotische Hauptstadt Toulouse zu erobern. Die gallische Mittelmeerküste bis in die Provence bleibt jedoch westgotisch, und das Westgotenreich kommt unter die vorübergehende Herrschaft der Ostgoten, die unter Theoderich den Westgoten zu Hilfe kommen. <br />Chlodwig I. erhält von seinem Verbündeten, dem oströmischen Kaiser Anastasios I. den Titel eines Patricius verliehen; Gregor von Tours deutet das als Ernennung zum „Konsul“. Als Patricius wäre der Merowinger rangmäßig den Ostgotenkönigen gleichgestellt und hätte die Vollmachten eines kaiserlichen Stellvertreters erhalten. Chlodwig und seine Nachfolger übernehmen bewusst zentrale Elemente der spätrömischen Verwaltung und bedienen sich der gallorömischen Eliten. Sie treten gegenüber der romanisierten Bevölkerung noch lange als Repräsentanten des Kaisers auf. Außerdem wird in der neueren Forschung ein mögliches Kampfbündnis zwischen Chlodwig und Anastasius gerade für 506/7 erwogen.
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Remigius_von_Reims Bischof Remigius von Reims (459–533)]
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Remigius_von_Reims Bischof Remigius von Reims (459–533)]
*[[509#WESTGERMANEN | Fortsetzung 509]] [[Kategorie:Fränkisches Reich]]
*[[509#WESTGERMANEN | Fortsetzung 509]] [[Kategorie:Fränkisches Reich]]

Aktuelle Version vom 19. April 2026, 16:56 Uhr

505 | 506 | 507 | 508 | 509 | 510 | 511

MAYA

Palenque

Tikal

Copan

PIKTEN

KELTEN

Ulaid

Connacht

Dalriada

Gwynedd

ANGELSACHSEN

  • Cerdic, angelsächsischer König von Wessex besiegt gemäß der Angelsächsischen Chronik mit seinem Sohn Cynric bei Natanleaga die Kelten unter König Natanleod.
  • Fortsetzung 513

Königreich Kent

WESTGERMANEN

Westgoten

  • König Gesalech (507–511)
    Der Ostgotenkönig Theoderich der Große erkennt Gesalech anfänglich als rechtmäßigen Westgotenkönig an. Ein ostgotisches Heer besetzt Septimanien, einen Küstenstreifen nordöstlich der Pyrenäen, der dadurch als einziger Rest des früheren westgotischen Herrschaftsbereichs in Gallien dem Westgotenreich erhalten bleibt. Dann dringen die Ostgoten bis nach Barcelona vor, wo sich bei den Westgoten bereits Opposition gegen Gesalech regt. Gesalech wird von den Ostgoten gestürzt und vertrieben; er flieht nach Nordafrika ins Reich Thrasamunds, des Königs der Vandalen. Theoderich der Große übernimmt die Herrschaft im Westgotenreich auf der Iberischen Halbinsel und in Septimanien; er regiert dort als König in eigenem Namen, nicht als Vormund von Alarichs unmündigem Sohn Amalarich. Die Verwaltung des Westgotenreichs führen Beauftragte Theoderichs.
  • Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
  • Fortsetzung 509

Burgunden

Fränkisches Reich

  • König Chlodwig I. (481/482–511)
    Paris wird an Stelle von Soissons zur Hauptstadt des Frankenreiches.
    Bordeaux muss von den Westgoten aufgegeben werden. Dort verbringt Chlodwig den kommenden Winter und schickt von dort aus im folgenden Frühjahr seinen Sohn Theuderich I. los, um die Auvergne zu erobern. Gleichzeitig vereinigt er sich mit den Burgunden, die nach der Schlacht von Vouillé (siehe 507) in den Krieg eingetreten sind, um die westgotische Hauptstadt Toulouse zu erobern. Die gallische Mittelmeerküste bis in die Provence bleibt jedoch westgotisch, und das Westgotenreich kommt unter die vorübergehende Herrschaft der Ostgoten, die unter Theoderich den Westgoten zu Hilfe kommen.
    Chlodwig I. erhält von seinem Verbündeten, dem oströmischen Kaiser Anastasios I. den Titel eines Patricius verliehen; Gregor von Tours deutet das als Ernennung zum „Konsul“. Als Patricius wäre der Merowinger rangmäßig den Ostgotenkönigen gleichgestellt und hätte die Vollmachten eines kaiserlichen Stellvertreters erhalten. Chlodwig und seine Nachfolger übernehmen bewusst zentrale Elemente der spätrömischen Verwaltung und bedienen sich der gallorömischen Eliten. Sie treten gegenüber der romanisierten Bevölkerung noch lange als Repräsentanten des Kaisers auf. Außerdem wird in der neueren Forschung ein mögliches Kampfbündnis zwischen Chlodwig und Anastasius gerade für 506/7 erwogen.
  • Bischof Remigius von Reims (459–533)
  • Fortsetzung 509

Rheinfranken

Thüringer

Vandalen

OSTGERMANEN

Ostgotenreich
(ab urbe condita MCCLXI = 1261)

  • König Theoderich der Große (474–526)
    Theoderich der Große greift verspätet in die Auseinandersetzungen in Süd-Gallien nach der Schlacht von Vouillé vom Vorjahr ein. Chlodwig hat die Burgunden mit der Zusage auf Arles und Narbonne als Verbündete gewinnen können. Aquitanien geht den Goten verloren, doch gelingt es immerhin, Septimanien mit Narbonne dem Westgotischen Reich zu erhalten, sodass die Franken keinen Zugang zum Mittelmeer erhalten, während Theoderich die Provence östlich der Rhone einschließlich Arles und Avignon seinem ostgotischen Reich zuschlägt.
  • Konsul Basilius Venantius
    Basilius Venantius ist vermutlich der Sohn von Decius Marius Venantius Basilius, der im Jahr 484 Konsul war; in diesem Jahr ist er nun selber Konsul und wird vor dem Jahr 511 in den Rang eines Patricius erhoben; anlässlich seiner Ernennung zum Konsul übermittelt ihm König Athalarich seine Glückwünsche und betont insbesondere dessen Wohlstand, der die Finanzierung der prunkvollen Feierlichkeiten für die Konsulate seiner Söhne ermöglicht. Flavius Decius, ein Sohn des Basilius Venantius, ist im Jahr 529 Konsul; Decius Paulinus, ein weiterer Sohn, ist im Jahr 534 Konsul.
  • Paulus Paulus ist der Sohn des Antoninus Messala Vivianus, der im Jahr 463 Konsul war. Der Familienhintergrund ist damit bereits vor Paulus’ eigener Laufbahn als öffentlicher Amtsträger festgelegt. In den Jahren 508/510 widmet Severus von Antiochia Paulus und dem hohen Beamten Apion seine Abhandlung gegen Eutyches. Paulus wird in diesem Zusammenhang als „der verehrte und Christus liebende Patrizier Paulus, Sohn des Vivianus“ erwähnt.
  • Papst Symmachus (498–514)
  • Erzbischof Caesarius von Arles (503–546)
  • Fortsetzung 509

Langobarden

  • König Tato (um 490–510)
    Die Langobarden vernichten das Herulerreich unter Rudolf und steigen zur stärksten Macht an der mittleren Donau auf.
  • Wacho
    Um 508/510: Wacho heiratet Raicunda, Tochter des Thüringerkönigs Bisinus. Die Ehe bleibt kinderlos
  • Fortsetzung 510

OSTRÖMISCHES REICH

IBERIA

SASSANIDENREICH

Iberia

Lachmiden

AKSUMITISCHES REICH

HIMYAR

ROURAN

INDIEN

Alchon-Hunnen

Gupta-Reich

Vakataka

Westliche Ganga-Dynastie

Chalukya

Kamarupa

Anuradhapura

KHMER

Funan

Chenla

CHINA

(53./54. Zyklus - Jahr der Erde-Ratte 戊子 (am Beginn des Jahres Feuer-Schwein)

Nördliche Wei-Dynastie

Südliche Liang-Dynastie

KOREA

Goguryeo

Baekje

Geumgwan Gaya

Silla

JAPAN

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.

23.12.2024 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

17.04.2026 Grundstock ergänzt

505 | 506 | 507 | 508 | 509 | 510 | 511