773
MAYA
Palenque
Calakmul
Talol
Tikal
Quiriguá
Copan
PIKTEN
KELTEN
Uí Néill
Ailech
Ulaid
Connacht
- König Donn Cothaid mac Cathail (768–773)
Donn Cothaid mac Cathail stirbt. - König Flaithrí mac Domnaill (773–777)
Flaithrí wird König von Connacht aus dem Zweig der Uí Briúin der Connachta, genauer aus der Sippe Síl Cellaig von Loch Cime. Er ist der Sohn von Domnall mac Cellaig, der ebenfalls König von Connacht war. - Fortsetzung 775
Leinster
Uí Mháine
Dalriada
Gwynedd
Königreich Powys
- König Brochfael ab Elisedd (755–773)
- König Cadell ap Brochfael (773–808)
Brochfael ap Elisedd stirbt und Cadell übernimmt als dessen Sohn die Herrschaft über das Königreich Powys im nordöstlichen Wales. - Fortsetzung 775
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Ealchred (765–774)
Ealchred schreibt einen Brief an den Mainzer Erzbischof Lullus, in dem er den Wunsch nach einer Annäherung an das Frankenreich ausdrückt. Ebenfalls 773 entsendet er eine Gesandtschaft an den Hof Karls des Großen, der seit 768 König der Franken ist, um die Beziehungen politisch zu vertiefen. Um 773 kommt es in York zu Unruhen, die möglicherweise bereits mit dem späteren Sturz Ealchreds in Verbindung stehen. - Erzbischof Æthelbert (York, 766–780)
Æthelbert erhält vom Papst Hadrian I. das Pallium, das seine Stellung als Metropolit bestätigt. Nach seinem Amtsantritt beruft er Alkuin als Leiter der Kathedralschule, sodass die von ihm aufgebaute Bildungsarbeit in enger Zusammenarbeit mit seinem ehemaligen Schüler weitergeführt wird. Alkuin zeichnet Æthelberht in seinem Gedicht über die Heiligen und Vorsteher der Kirche von York als vorbildlichen Bischof, der anderen Bischöfen als Leitbild dienen soll, und lobt besonders, wie Æthelberht und Ecgberht die Kirchen von York ausschmücken und den Dom mit kostbaren liturgischen Geräten versehen. In seiner Amtszeit als Erzbischof erteilt Æthelberht den Auftrag zum Bau einer neuen Kirche in York, der Basilika "Alma Sophia", der Kirche der Heiligen Weisheit. Er betraut Eanbald und Alkuin mit der Aufsicht über den Bau. Die Kirche entsteht als hoher Bau mit zahlreichen Säulen und Bögen, einer eingelegten, reich gestalteten Decke und verglasten Fenstern. Um den Kernbau herum stehen Kapellen und Emporen, und das Gotteshaus verfügt über dreißig Altäre. Möglicherweise befindet sich "Alma Sophia" sich entweder in unmittelbarer Nähe der vor-normannischen Kathedrale oder an einem anderen Platz in der Stadt, etwa jenseits des Flusses Ouse bei Bishopshill oder Holy Trinity in Micklegate, doch spätere Quellen erwähnen die Kirche nicht mehr, und archäologische Reste werden später nicht gefunden. Æthelberht sendet Missionare zu den heidnischen Völkern im Norden und Osten Europas, darunter Alubert und Liudger, die nach Norddeutschland gehen. Liudger, der zuvor Schüler an der Schule von York ist, wird später der erste Bischof von Münstert. Æthelberht unterstützt die Missionare nicht nur personell, sondern auch geistig, indem er ihnen Bücher aus der Bibliothek von York zur Verfügung stellt. Er erhält Briefe vom Mainzer Erzbischof Lullus, der in seinen Schreiben einen Erzbischof "Coena" um die Werke Bedas bittet; die Mehrheit der Historiker hält diesen "Coena" für Æthelberht. - Bischof Alchmund (767–780/781)
- Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)
- Fortsetzung 774
Mercia
East Anglia
Königreich Wessex
Königreich Essex
Königreich Kent
- König Ecgberht II. (Westkent, 764/765–779/784)
- König Heahberht (Ostkent, 764-772/776)
- Erzbischof Jænberht (Canterbury, 765–792)
FRÄNKISCHES REICH
- König Karl der Große (768–800)
Papst Hadrian I. sieht sich vom Langobardenkönig Desiderius bedroht und schickt im Frühjahr Gesandte an den fränkischen Hof, die Karl eindringlich um militärische Hilfe gegen die Langobarden bitten. Desiderius hat Gebiete und Städte besetzt, auf die die römische Kirche Anspruch erhebt, und verletzt aus Sicht des Papstes bestehende Abmachungen mit den Franken und der römischen Kirche. Karl (25) sieht sich als Schutzherr der römischen Kirche und entschliesst sich zu einem großen Feldzug gegen das Langobardenreich, ähnlich dem Zug, den sein Vater Pippin Jahrzehnte zuvor geführt hat.
Langobardenfeldzug (773-774)
Im Sommer bereitet Karl den Zug über die Alpen vor. Er sammelt sein Heer bei Genf und teilt es in zwei Korps, um flexibler operieren zu können. Karl führt persönlich das eine Korps über die Route Chambéry–Modane–Mont Cenis, während sein Onkel Bernhard das andere Korps über Martigny–Großen St. Bernhard–Aosta–Ivrea nach Italien führt. Gemäss einer verbreiteten Darstellung vereinigen sich beide Heeresgruppen in der Nähe von Susa auf der italienischen Seite der Alpen. Östlich von ihnen im Susatal liegt die Engstelle der Klausen von Sankt Michael, an der Desiderius und sein Sohn Adelchis versuchen, den Franken den Weg zu versperren, weil sie in einer offenen Feldschlacht deutlich unterlegen wären. Karl wagt zunächst keinen frontalen Angriff, sondern schickt erneut ein Verhandlungsangebot an Desiderius, das dieser abweist.
Gemäss einer Legende kommt ein langobardischer Spielmann nachts in das fränkische Lager bietet an, das Heer auf einem unbekannten Bergpfad in den Rücken der Langobarden zu führen. Als Preis verlangt er alles Land, soweit sein Horn zu hören ist. Karl geht auf diesen Handel ein, und nach erfolgreichem Manöver stellt sich der Spielmann auf einen Berg, bläst sein Horn und zieht anschließend durch alle Täler. Jeden, der behauptet, den Hornstoß gehört zu haben, ohrfeigt er und erklärt ihn zu seinem Eigentum. Diese Erzählung stammt aus der später entstandenen Chronik des Klosters Novalesa und gelangt über Jacob Grimm in eine Sammlung deutscher Sagen, doch ihre historische Zuverlässigkeit bleibt zweifelhaft.
Ein Blick auf die Karte zeigt, dass die traditionelle Darstellung, nach der sich beide fränkische Heereskorps westlich der Klausen vereinigt haben sollen, kaum möglich ist, weil Bernhard auf seinem Weg von Ivrea aus das langobardische Heer hätte passieren müssen. Das Susatal besitzt nur den einen östlichen Zugang, den Desiderius sperrt, weswegen eine Vereinigung der Franken eher in der Ebene weiter östlich denkbar wäre. Wahrscheinlicher ist daher, dass Karl bereits in Genf mit einem Widerstand an den Klausen rechnet und sein Heer gerade deswegen teilt, wie es in der fränkischen Praxis üblich ist. Die zweite Abteilung, mit der Desiderius nicht rechnet, könnte von Osten an die Klausen herankommen, während Karl von Westen steht, und Karls letztes Verhandlungsangebot dient vermutlich dazu, Zeit zu gewinnen, bis Bernhards Truppen ihre Position erreichen.
Ob durch einen eigenen Plan oder durch Hilfe des Spielmanns gelingt es Karl, Desiderius zu umgehen und ihn von hinten zu bedrohen. Desiderius befiehlt den Rückzug, der weitgehend ungeordnet verläuft.
Belagerung von Pavia (773-774
Die fränkischen Truppen marschieren weiter in die Ebene hinab und nehmen Kurs auf Pavia, wohin sich Desiderius zurückgezogen hat, um die Stadt einzuschließen. Bis September ist das fränkische Heer vor den Mauern Pavias versammelt und beginnt die eigentliche Belagerung. Desiderius entscheidet sich, persönlich in Pavia zu bleiben und die Belagerung auszuhalten. Sein Sohn Adelchis hingegen zieht sich nach Verona zurück, das als noch stärker gesicherte Festung gilt, um dort die Familie Karlmanns zu bewachen. Karl detachiert daraufhin ein kleineres fränkisches Kontingent und führt es selbst nach Verona, um auch diese wichtige Stellung zu blockieren. Unter dem Eindruck der fränkischen Offensive verlässt Adelchis Verona und flieht über das Meer nach Konstantinopel. Verona fällt, und damit geraten sowohl die Stadt als auch die Familie Karlmanns in fränkische Hand. Pavia bleibt nun als Hauptstützpunkt des Desiderius isoliert, während Karl die Umgebung systematisch unter seine Kontrolle bringt. Artikel des Tages: Der Langobardenfeldzug Karls des Großen dauerte knapp ein Jahr, vom Spätsommer 773 bis zum Sommer 774, und endete mit dem Sieg der Franken über das Langobardenreich des Königs Desiderius. Schon einen Tag nach der Einnahme Pavias nahm Karl den Titel des „Königs der Langobarden“ an. Während Desiderius in ein fränkisches Kloster verbannt wurde, konnte sich sein Sohn Adelchis nach Byzanz absetzen; in den nachfolgenden Jahren spielte er keine wesentliche Rolle mehr, wenn er auch an einem späteren Aufstand in Norditalien beteiligt gewesen sein soll, welcher Karl erneut zur Überquerung der Alpen zwang. Für die Verwaltung der neuen Gebiete beorderte Karl fränkische, burgundische und alemannische Adlige. Als rex Francorum et Langobardorum (dt.: König der Franken und Langobarden) kontrollierte er nun das gesamte westliche Europa (mit Ausnahme der von den Mauren beherrschten Iberischen Halbinsel). Die militärische Überlegenheit der Franken war eindrucksvoll bewiesen worden. Gleichzeitig wurde das enge Geflecht von fränkischem Königtum (später Kaisertum) und dem Papst verfestigt. Papst Zacharias hatte bereits Karls Vater Pippin zur Übernahme des fränkischen Königstitels von der Familie der Merowinger legitimiert.
Als Reaktion auf den Beginn der Sachsenkriege im Vorjahr führen die Sachsen Westfalens einen Vergeltungszug gegen Deventer durch, auch die Eresburg wird zurückerobert, später wird auch das Kloster Fritzlar überrannt. Dabei nutzen sie die Abwesenheit Karls aus. - Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
- Bischof Angilram (Metz, 768–791)
- Bischof Gregor (Utrecht (754-775)
- Bischof Agilfried (Lüttich, 769–787)
- Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)
- Bischof Wiomad (Trier, 762-791)
- Bischof Berowelf (Würzburg, 769–794)
- Abt Sturmius (Fulda, 2. Amtszeit 765–779)
- Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)
- Bischof Tello (Chur, 759–765)
- Fortsetzung 774
Herzogtum Gascogne
Herzogtum Baiern
- Herzog Tassilo III. (748–788)
- Bischof Simpert (Regensburg, 768–791)
- Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
- Bischof Arbeo (Freising, 764–784)
- Bischof Wisurich (Passau, 770–777)
- Bischof Tozzo (Augsburg, 772–778)
- Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)
LANGOBARDENREICH
- König Desiderius (757–774)
Die Franken überschreiten im Sommer die Alpen, und Desiderius verschanzte sich in Pavia, das ab September belagert wird; zu Details siehe FRÄNKISCHES REICH. - Erzbischof Tomaso (Mailand, 759-783)
Herzogtum Friaul
Herzogtum Spoleto
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Königreich Asturien
KIRCHENSTAAT
- Papst Hadrian I. (772–795)
Desiderius setzt seine Angriffe fort und bemächtigt sich mehrerer Städte des Kirchenstaates, während Hadrian nach einem starken Verbündeten sucht. Der Frankenkönig Karl der Große bricht in diesem Jahr einen Feldzug im Raum Paderborn ab, überschreitet zügig die Alpen und fällt mit einem Heer in Italien ein, um Hadrian zu unterstützen. Karl erobert Verona, wo Gerberga, die Witwe seines Bruders Karlmann, und ihre Söhne Zuflucht gesucht haben. Anschließend belagert er Desiderius in dessen Hauptstadt Pavia, um die langobardische Königsmacht zu brechen und die Bedrohung für den Kirchenstaat zu beenden. - Fortsetzung 774
REPUBLIK VENEDIG
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiser Konstantin V. (741–775)
- Patriarch Johannes (Grado, 766–802)
- Patriarch Niketas I. (Konstantinopel, 766–780)
IBERIEN
ARABER
(156/157 - 20./21. November)
Abbasiden
- Kalif al-Mansūr (754–775)
- Statthalter Humayd ibn Qahtaba (Chorasan 768-776)
- Imam der Zwölferschiiten: Mūsā al-Kāzim (765–799)
- Patriarch Elias II. (Jerusalem, 770–797)
- Papst und Patriarch Mina I. (767-776)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Politianos (768–813)
Emirat Noukour
Kalifat von Tlemcen
Emirat von Córdoba
UIGURISCHES KAGANAT
INDIEN
Pratihara
Chauhan-Dynastie
Östliche Chalukya
Rashtrakuta
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
TIBET
CHINA
(57./58. Zyklus - Jahr des Wasser-Büffels; am Beginn des Jahres Wasser-Ratte)
Tang-Dynastie
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
QUELLEN
Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.
06.10.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
22.02.2026 Grundstock ergänzt