Zum Inhalt springen

-382

Aus WikiReneKousz
Version vom 17. März 2026, 17:16 Uhr von Rk (Diskussion | Beiträge) (Kategorien ergänzt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
-385 | -384 | -383 | -382 | -381 | -380 | -379

RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita CCCLXXII = 372)

  • Spusius Papirius Crassus, Servius Cornelius Maluginensis, Gaius Sulpicius Camerinus, Lucius Papirius Mugillanus, Quintus Servilius Fidenas und Lucius Aemilius Mamercinus werden römische Konsulartribunen.
  • Fortsetzung 381

GRIECHEN

(2./3. Jahr der 99. Olympiade)

Syrakus

  • Tyrann Dionysios I. (405–367)
    Dionysios betrachtet den Frieden mit Karthago nur als Waffenstillstand und beginnt, Städte im karthagischen Einflussbereich zu unterstützen, die bereit sind, sich gegen Karthago zu erheben. Diese Politik bedroht die karthagische Präsenz auf Sizilien, und 382 bricht der dritte Krieg aus. Diesmal verbündet sich Karthago mit Feinden der Syrakuser in Unteritalien und entsendet erstmals ein Heer auf das italienische Festland. Dionysios gelingt es, Kroton zu erobern, das Zentrum seiner Gegner auf dem Festland. Auf Sizilien erringt er bei Kabala einen wichtigen Sieg und fordert Karthago auf, die Insel vollständig zu räumen, was für die Gegenseite unannehmbar ist.
  • Fortsetzung 380

Molosser / Epirus

Makedonien

  • König Amyntas III. (2. Amtszeit 392–370)
    382-380: Gegen Ende der 380er Jahre nutzt Olynth seine gestärkte Position, um sein Territorium massiv auszudehnen, und verweigert die Rückgabe der ehemals makedonischen Regionen. Der Chalkidische Bund besetzt sogar Pella, die Hauptstadt Makedoniens, und dehnt seine Kontrolle bis etwa zum Axios aus, sodass Amyntas einen Teil seines Kernlandes faktisch verliert. Unter dem Druck dieser Entwicklung erkennt Amyntas, dass Olynth von einem Schutz- zu einem Bedrohungsfaktor geworden ist. Um das Überleben seiner Herrschaft zu sichern, sucht Amyntas nach neuen Partnern und richtet sich an Sparta, das nach dem Königsfrieden von 387 seine Macht in Nordgriechenland wieder festigen will. Die Tatsache, dass Athen und Theben Olynth unterstützen, verschafft den Spartanern einen zusätzlichen Anreiz, diesen nördlichen Machtblock zu zerschlagen, und macht die Zusammenarbeit mit Amyntas politisch attraktiv. Amyntas nutzt diese Konstellation, um ein Bündnis mit Sparta zu schließen und militärische Hilfe gegen Olynth zu erbitten.
    382–379 Spartanisch-makedonischer Krieg gegen Olynth: Nachdem Amyntas Sparta um Beistand gegen Olynth ersucht, entsenden die Spartaner nacheinander mehrere Feldherren nach Nordgriechenland, darunter Phoibidas, Eudamidas, Teleutias, Agesipolis und schließlich Polybiades. Die ersten Unternehmungen der spartanisch-makedonischen Kräfte verlaufen unglücklich, und die Truppen erleiden zwei Niederlagen gegen die Olynthier. Teleutias fordert Amyntas auf, sich zusätzliche Söldner zu beschaffen, was den schlechten Zustand der makedonischen Infanterie und die militärische Schwäche des Königreichs in dieser Phase verdeutlicht. Im weiteren Verlauf des Krieges verstärkt Sparta sein Engagement, und Polybiades übernimmt das Kommando über die spartanischen Streitkräfte. 379 gelingt es Polybiades, Olynth entscheidend zu schlagen und die Stadt zu unterwerfen, womit die Vormachtstellung Makedoniens in der Region wiederhergestellt wird. Amyntas profitiert von diesem Sieg, da der Chalkidische Bund zerschlagen und die unmittelbare Bedrohung an der Ostgrenze beseitigt wird.
  • Antigonos
    382-335: Antigonos wird um 382 als Sohn von Philippos geboren und wächst vermutlich im Haus seines Stiefvaters Periandros in Pella auf. Er hat mindestens zwei Brüder und einen Halbbruder (Marsyas). Er heiratet Stratonike, die möglicherweise aus dem makedonischen Königsgeschlecht der Argeaden stammt. Sie bringt ihm die Söhne Demetrios I. Poliorketes und Philippos. Antigonos gehört zur Altersgeneration von Philipp II., dem makedonischen König, und dient diesem als Feldherr und Gefährte (hetairos). Er verliert ein Auge, wodurch er den Beinamen „der Einäugige“ erhält. Laut Plutarch duldet Antigonos keine Respektlosigkeiten gegenüber seiner Sehbehinderung. Als der Sophist Theokritos von Chios ihn beleidigt, sperrt Antigonos ihn ein und verhängt das Todesurteil, das schließlich vollstreckt wird, da Theokritos die geforderte Bußhaltung verweigert.
  • Fortsetzung 379

Chalkidischer Bund

  • Erster Olynthischer Krieg (382-379)
    Amyntas wendet sich an Sparta, die stärkste griechische Macht, die nach dem Abschluss des Friedens des Antalkidas freie Hand für energisches Vorgehen in Griechenland hat. Auch die Städte Apollonia und Akanthos, die von den Olynthiern zum Beitritt zum chalkidischen Bund gezwungen worden sind, ersuchen Sparta um Hilfe gegen Olynth. Die Gesandten dieser Städte heben hervor, dass Olynth mit den Feinden der Lakedaimonier, den Athenern und Thebanern, verhandelt und die Spartaner ohne Gegenmaßnahmen bald einer mächtigen Koalition gegenüberstehen können. Die Spartaner beschließen, 10'000 Mann gegen das chalkidische Heer auszurüsten. Da die Aufstellung dieser Streitmacht Zeit benötigt, schicken sie im Frühjahr 382 zunächst 2000 Mann nach Chalkidike, darunter ein Detachement spartanischer Neodamoden und Periöken unter dem Befehl von Eudamidas. Nach seinem Eintreffen legt Eudamidas Garnisonen in den Städten an, die darum gebeten haben, besetzt Potidaia, das kürzlich dem chalkidischen Bund beigetreten ist, und richtet dort seine Basis ein. Da er nur wenige Truppen für Offensivoperationen hat, beschränkt sich der spartanische Befehlshaber auf die Verteidigung der Besitzungen der Verbündeten. Die Thebaner wagen es nicht, sich Sparta offen zu widersetzen, nehmen aber eine feindselige Haltung ein und verbieten ihren Bürgern, am Feldzug gegen Olynth teilzunehmen. Im Sommer schicken die Spartaner Verstärkungen zu Eudamidas unter dem Kommando seines Bruders Phoibidas. Die Spartaner unterstützen auf ihrem Marsch an Theben vorbei den oligarchischen Umsturz, der die pro-spartanische Partei in der Stadt an die Macht bringt, indem sie eine spartanische Garnison in Theben stationieren. Anschließend entsenden die Spartaner den Rest des Heeres nach Chalkidike, geführt vom Harmosten Teleutias, dem Bruder des Königs Agesilaos II. Diesem Heer schließen sich Kontingente der Bundesstädte an. Auch Theben stellt Hopliten und Reiterei. Als Teleutias im Spätsommer 382 v. Chr. in Chalkidike eintrifft, vereinigt er sich mit einem kleinen makedonischen Heer, das Amyntas aufstellen kann, sowie mit einem ausgewählten Detachement von 400 Reitern unter Derda II., dem Herrscher von Elymyotis in Westmakedonien. Die vereinten Streitkräfte der Spartaner und ihrer Verbündeten übersteigen 10'000 Mann. Mit diesen Truppen marschiert Teleutias nach Olynth, besiegt die Chalkidier vor den Mauern der Stadt und verwüstet anschließend die Umgebung. Besonders zeichnet sich die Reiterei des Derda aus, deren Angriff den Ausgang der Schlacht entscheidet. Die Infanterie von Olynth erleidet jedoch keine bedeutenden Verluste, da sie sich rechtzeitig hinter die Stadtmauern zurückzieht.
  • Fortsetzung 381

Pherai

Athen

Sparta

  • König der Eurypontiden: Agesilaos II. (399–359/358)
  • König der Agiaden: Agesipolis I. (395-380)
  • Sparta, das sich als Garant des Königsfriedens sieht, welcher die Autonomie der griechischen Stadtstaaten vorsieht, zieht gegen den im Nordosten Griechenlands bestehenden Chalkidikischen Bund unter Führung Olynths. Die zwei Städte Apollonia Mygdoniorum und Akanthos, deren Eroberung Olynth geplant hatte, hatten Sparta um Hilfe gerufen. Damit beginnt der Erste Olynthische Krieg. Spartanische Truppen unter Phoibidas besetzen Kadmeia, die Burg von Theben. Die Stadt hat dem Chakidikischen Bund seine Unterstützung zugesagt. Die Besatzer schicken die demokratische Partei in die Verbannung und setzen eine Oligarchie ein. Das Vorgehen Spartas ruft in ganz Griechenland Entrüstung hervor und wird als Bruch des Königsfriedens gesehen.
  • Fortsetzung 381

Bosporanisches Reich

Salamis

ODRYSEN

ACHÄMENIDENREICH

ÄGYPTEN

Spätzeit, 29./30. Dynastie

KUSCH

KARTHAGO

INDIEN

Anuradhapura

CHINA

Zeit der Streitenden Reiche
(38./39. Zyklus, Jahr des Erde-Schweins; am Beginn des Jahres Erde-Hund)

Qin

Zhou

Han

Zhao

Wei

Qi

Chu

JAPAN

QUELLEN

Blaue Stichwörter verweisen stets direkt auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel; alle anderen Links sind nach der jeweiligen Quelle benannt.

26.06.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

16.03.2026 Grundstock ergänzt

-385 | -384 | -383 | -382 | -381 | -380 | -379