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Erscheinungsbild
RÖMISCHE REPUBLIK
(ab urbe condita CCCXLIII (343)
- Konsul Spurius Nautius Rutilus
Spurius Nautius Rutilus zusammen wird mit seinem früheren Amtskollegen Marcus Papirius Mugillanus zum Konsul gewählt. Als Konsul überwacht er in diesem Jahr die Stadt Rom in einer Zeit von Hungersnot und Seuche. Über die Einzelheiten der Ereignisse dieses Jahres ist nur wenig überliefert, doch befindet sich Rom inmitten einer Phase innerer Spannungen aufgrund von Forderungen nach Agrarreformen sowie von Kriegen gegen die Aequer und die Volsker. - Konsul Marcus Papirius Mugillanus
Marcus Papirius Mugillanus wird zum Konsul gewählt. Während des Jahres leidet Rom an einer Hungersnot aufgrund der Pest des vorausgegangenen Jahres, der es gelingt, Abhilfe zu schaffen, indem Getreide aus Sizilien und aus den etruskischen Städten jenseits des Tiber importiert wird. Die Samniten, die Cumae und Capua besetzen, verhindern mit Überheblichkeit den Getreideeinkauf für die Gesandten. - Fortsetzung 410
GRIECHEN
(1./2. Jahr der 92. Olympiade)
Syrakus
- Hermokrates
Unter dem spartanischen Seeherrn Mindaros ist Hermokrates an den Seeschlachten von Kynossema und Abydos beteiligt. - Fortsetzung 410
Molosser / Epirus
Makedonien
Athen
- Rat der Vierhundert (Athen)
Der katastrophale Ausgang der Sizilienexpedition, Niederlagen in der Ägäis, die Bedrohung durch die Spartaner, welche die Festung Dekeleia auf attischem Boden eingenommen haben und Athen durch ihre dauerhafte Präsenz empfindlich beeinträchtigen, sowie Finanznöte Athens haben den Boden für einen oligarchischen Verfassungsumsturz bereitet. Anlass dafür ist das Angebot des Alkibiades an die athenische Flotte, die von Samos aus operiert und von mehreren oligarchisch gesinnten Kommandeuren geführt wird, persische Hilfsgelder zu beschaffen, wenn in Athen eine Oligarchie an die Macht käme und er selbst zurückkehren könnte. Alkibiades ist bereits zu Beginn der Sizilienexpedition nach Sparta geflohen, um sich einem drohenden Prozess wegen des Hermenfrevels zu entziehen. Peisandros wird nach Athen geschickt, um den Umsturz vorzubereiten. Zudem knüpfen die Verschwörer Kontakt zu den oligarchisch gesinnten athenischen Hetairien. Zwar bleiben die Unterstützungsgelder aus dem Perserreich aus, jedoch gelingt es den antidemokratischen Kräften, vertreten durch Peisandros, in einer Stimmung von Angst und Gewalt die Volksversammlung davon zu überzeugen, ein Komitee zu berufen, das eine neue Verfassung ausarbeiten solle. Im Mai werden daher dreißig Männer bestellt, die mehrere Bestimmungen zum Schutz der Demokratie, etwa die Graphe paranomon, aufheben und – vermutlich als Nachahmung der Solon zugeschriebenen Institution – die Schaffung eines Rates der Vierhundert mit umfassenden Kompetenzen befürworten. Dieser Rat wird umgehend eingerichtet und übernimmt fortan die Regierungsgeschäfte. Die Bürgerschaft soll auf die Klasse der Hopliten mit voraussichtlich 5000 Bürgern beschränkt werden; dieses Gremium der Vollbürger wird jedoch gar nicht erst konstituiert. Der demokratische Rat der Fünfhundert wird ausbezahlt und entlassen, der Rat der Vierhundert tritt an seine Stelle, wird von den Putschisten mit Gesinnungsgenossen beschickt und regiert in despotischer Weise. Als ein Versuch, mit Sparta Frieden zu schließen, misslingt und im September weitere militärische Niederlagen zur See hingenommen werden müssen, wendet sich vor allem die bei Samos liegende Flotte wieder der Demokratie zu. Auch die Hopliten, die von dem gemäßigten Oligarchen Theramenes geführt werden, zeigen zunehmende Unzufriedenheit mit dem Regime. Ebenso schlägt sich Alkibiades, von dem sich die Oligarchen zunehmend distanziert haben, nachdem er seine Versprechungen nicht hat halten können, auf die Seite der Demokraten und wird nach Verhandlungen von den Flottenkontingenten in Samos sogar zum Oberkommandierenden gewählt. Von Theramenes und dem Politiker und Feldherrn Aristokrates maßgeblich herbeigeführt, wird schon nach ungefähr vier Monaten der Rat der Vierhundert im Herbst entmachtet und eine gemäßigt oligarchische Versammlung von 5000 Personen gebildet, welche die Bürger der oberen Vermögensklassen umfasste. Anfang Juni 410 wird die Demokratie endgültig wiederhergestellt. Theramenes, der sich selbst 411 am oligarchischen Umsturz beteiligt hat und Mitglied im Rat der Vierhundert gewesen ist, strengt nach dem Sturz des Regimes einen Prozess gegen seine ehemaligen Parteifreunde Archeptolemos, Onomakles und den Logographen Antiphon von Rhamnus wegen Landesverrats an, um die Gunst des Volkes durch bewusste Abkehr von der Oligarchie für sich zu gewinnen. Den Angeklagten wird vorgeworfen, als Mitglieder der zwölfköpfigen Delegation, die versucht hat, einen Friedensschluss mit Sparta zu erwirken, gegen die Interessen Athens gehandelt zu haben. Onomakles flieht sofort aus Athen und geht ins Exil, als im Rat ihre Festnahme beschlossen wird, während Archeptolemos und Antiphon zurückbleiben, da sie von einem Freispruch in bevorstehenden Prozess ausgehen. Beide werden jedoch zum Tod wegen Landesverrats verurteilt und hingerichtet. - Peloponnesischer_Krieg (431-404)
Schlacht von Syme
Im Vorjahr fährt der spartanische Nauarch Astyochos mit 39 Schiffen in das östliche Mittelmeer, wobei er vermutlich mit seiner Flotte bereits im Herbst 412 in Knidos eintrifft. In Knidos wird beschlossen, dass Astyochos mit einer Flotte von 27 Schiffen nach Rhodos segelt. Die athenische Flotte unter dem Kommando von Charminos befindet sich zu diesem Zeitpunkt in Samos, und da Charminos von den Plänen der Spartaner Kenntnis erlangt hat, will er mit einigen seiner Schiffe Astyochos bei der Insel Syme, zwischen Knidos und Rhodos, stellen. Die Flotten treffen während eines Sturms aufeinander, in dem schlechte Sichtverhältnisse herrschen, einige der spartanischen Schiffe sind vom Hauptverband getrennt worden, und mit rund zwanzig Schiffen greift Charminos den linken Flügel der Spartaner an – den einzigen, den er erkennen kann – und versenkt dabei drei gegnerische Schiffe. Daraufhin treffen aber die übrigen spartanischen Schiffe ein und umzingeln die Athener, nachdem Charminos dabei sechs Schiffe verloren hat, zieht er sich nach Halikarnassos zurück, Astyochos segelt daraufhin nach Knidos, wo er sich mit den 27 Schiffen vereinigt, und kehrt dann nach Syme zurück, um auf der Insel ein Siegesmal zu errichten. Die in Samos in Reserve gehaltenen Schiffe der Athener eilen nun ebenfalls herbei, da aber beide Seiten einer neuerlichen Schlacht aus dem Wege gehen, bleibt es bei der Patt-Situation, die Spartaner haben ihr primäres Ziel, die Vereinigung ihrer Flotten, erreicht und beschränken sich vorerst auf die Ausbesserung ihrer Schiffe in Knidos, und die Athener müssen innerhalb eines Jahres noch drei weitere Seeschlachten schlagen, um der neuen Bedrohung zu begegnen.
Schlacht von Eretria
Sparta schickt eine Flotte von 42 Schiffen in den Saronischen Golf. Gerade als in Athen die Auseinandersetzungen zwischen Oligarchen und Demokraten ihren Höhepunkt erreichen, fahren diese Schiffe unter dem Kommando des Agesandridas von Epidauros um die Insel Salamis herum am Hafen Piräus vorbei. Ihr plötzliches Auftauchen sorgt in der noch durch die Katastrophe in Sizilien geschwächten Hauptstadt des Attischen Reiches für erhebliche Aufregung und beschleunigt die Rückkehr zur Demokratie. Als die Spartaner die Einfahrt zum Piräus verteidigt finden, fahren sie weiter um Kap Sounion herum nach Oropos im Nordosten Attikas. Im dortigen Hafen ankern sie in Sichtweite der Stadt Eretria auf der Insel Euboia, die sich zum Abfall von Athen bereit erklärt hat. Um ihre reichste Provinz besorgt, senden die Athener ihnen sofort die im Piräus gerade verfügbaren Schiffe unter dem Kommando des Thymochares nach, die in den Hafen von Eretria einlaufen, wo sie mit einigen dort bereits stationierten Trieren auf eine Stärke von insgesamt 36 Schiffen kommen. Die Überläufer in Eretria signalisieren in der Nacht den Spartanern an der gegenüberliegenden Küste und suchen gleichzeitig die Versorgung der athenischen Mannschaften in ihrer Stadt zu verzögern. Als die Spartaner am folgenden Morgen schlachtbereit vor Eretria erscheinen, sind die Athener daher mit ihren Vorbereitungen im Rückstand. Ihre nur unvollständig bemannten Schiffe fahren größtenteils unkoordiniert in die Schlacht. Trotzdem halten sie eine Zeit lang stand, schließlich ergreifen sie aber die Flucht. Die Spartaner verfolgen sie bis in die Stadt, die sofort die Seiten wechselt und den attischen Ruderern einen schlimmen Empfang bereitet. 22 athenische Schiffe werden aufgebracht, die übrigen können zum Teil nach Chalkis entkommen. Nach der Schlacht von Eretria fällt fast ganz Euboia von Athen ab, wenig später auch Chalkis, das eine Brücke über den Euripos baut, um sich stärker an Boiotien und den Peloponnesischen Bund anzuschließen. Der neu aufgestellten Flotte Euboias, die unter dem Kommando des Spartaners Epikles in den Kampf um die Seeherrschaft eingreifen soll, ist indes kein Glück beschieden, da sie Ende 411 auf dem Weg zum Hellespont am Vorgebirge Athos im Sturm untergeht. Von 50 Schiffen können sich angeblich nur zwölf Männer retten. Euboia bleibt dennoch unabhängig.
Schlacht von Kynossema
Die peloponnesische Flotte unter Mindaros hält sich zunächst in Milet auf, wo sie die Verstärkung durch die verbündete phönizische Flotte erwartet (die allerdings durch die Athener unter Alkibiades aufgehalten wird). Mit 73 Schiffen entschließt sich Mindaros dann, nach Chios zu segeln. Die athenische Flotte unter Thrasyllos nähert sich mit 55 Schiffen von Samos, es schließen sich 5 Schiffe unter Thrasybulos und 7 weitere verbündete Schiffe an. Unterdessen verlässt Mindaros Chios, wo er seine Flotte mit Schiffen aus Abydos verstärken kann, sodass er nun 86 Schiffe zur Verfügung hat. Ihm gelingt es, 18 athenische Schiffe zu besiegen, die von Sestos gekommen sind. Die übrige athenische Flotte, die jetzt 76 Schiffe umfasst, wendet sich in Richtung Hellespont. Dort stellen sich die peloponnesischen Schiffe in Kampfformation auf, wobei die spartanischen Schiffe am linken und die verbündeten syrakusischen am rechten Flügel postiert sind. Bei der athenischen Flotte befehligt Thrasyllos den rechten und Thrasybulos den linken Flügel. Vor dem Vorgebirge von Kynossema (am europäischen Ufer des Hellespont gelegen) kommt es dann zur Schlacht. Ein Teil der Flotte der Peloponnesier droht bald, den rechten Flügel der Athener zu überholen und somit in die Zange zu nehmen, so dass die athenischen Schiffe beginnen, die Kampflinie auszudehnen. Dies hat eine Schwächung des Zentrums zur Folge. Den Spartanern gelingt in der Mitte der athenischen Linien der Durchbruch. Die Spartaner sind sich des Sieges sicher, doch Thrasybulos lässt seine Flotte neu formieren und besiegt die eingedrungenen Schiffe. Die übrigen Spartaner ziehen sich zurück, ihnen folgen die verbündeten Schiffe der Syrakuser. Die Athener verlieren 15 Schiffe und die gegnerische Flotte entkommt nach Abydos. Diese Schlacht wird als Sieg der athenischen Flotte gewertet, da sie 21 Schiffe des Gegners erbeutet hat. Dieser Sieg hat zur Folge, dass die kurz zuvor in Athen installierte Oligarchie gestürzt und die Demokratie wiederhergestellt wird. Nach der byzantinischen Suda soll in der Seeschlacht von Kynossema der attische Komödiendichter Eupolis ertrunken sein.
Schlacht von Abydos
Nach der Schlacht von Eretria tritt auch die Insel Euboia auf die Seite Spartas. Nach diesem zweiten Erfolg sucht Sparta den entscheidenden dritten Schlag am Hellespont anzusetzen, um Athen von seinem Getreidenachschub aus der Gegend des Schwarzen Meeres abzuschneiden und somit endgültig in die Knie zu zwingen. Dazu werden im Sommer alle verfügbaren Schiffe in der Stadt Abydos am kleinasiatischen Ufer des Hellespont zusammengezogen. Athen hat jedoch inzwischen ebenfalls wieder eine Flotte zusammengestellt, mit der es den Peloponnesiern entgegentritt, um seine Besitzungen in der Region zu verteidigen. So kommt es im Sommer 411 bei dem Vorgebirge Kynossema zu einer ersten Seeschlacht am Hellespont, die mit leichten Vorteilen für die Athener endet. Die Peloponnesier und ihre Verbündeten ziehen sich darauf in den Hafen von Abydos zurück, während die Athener ihnen gegenüber im Hafen von Sestos auf der europäischen Seite liegen. Beide Seiten warten lediglich auf Verstärkungen. Die Feldherren der Athener Thrasybul und Thrasyllos erwarten insbesondere die Ankunft des Alkibiades. Der spartanische Seeherr Mindaros ruft unterdessen eine Hilfsflotte aus Euboia herbei, die jedoch nie eintrifft, da sie im Herbststurm untergeht. Die Entscheidung ist daher nur aufgeschoben. Die Gelegenheit bietet sich, als im Herbst der Stratege Dorieus aus Rhodos mit 14 Trieren in den Hellespont einläuft, die er Mindaros zuführen will. Die Athener fahren ihm mit zwanzig Schiffen entgegen und werfen ihn bei Dardanos auf Land. Von ihren Schiffen aus suchen die Athener die feindlichen Boote wieder aufs Meer zu ziehen, was ihnen jedoch nur in einem Fall gelingt, da sie durch die Einwohner des Städtchens gehindert werden. Der spartanische Seeherr Mindaros hat den Kampf vom Hügel von Ilion aus beobachtet und kehrt auf schnellstem Weg nach Abydos zurück, wo er Befehl zum Auslaufen gibt, um die Schiffe des Dorieus an sich zu ziehen. Die Athener, deren Heer bei Madytos steht (zwischen Sestos und Kynossema), fahren ihnen mit ihrer ganzen Flotte entgegen, und so kommt es in der Durchfahrt zwischen Abydos und Madytos zu einer großen Seeschlacht, die vom Morgen bis zum Abend dauert. Wie schon in der vorherigen Schlacht steht der Feldherr Thrasybul auf dem rechten Flügel der Athener, während Thrasyllos den linken befehligt. Bei den Peloponnesiern ist der Syrakuser Hermokrates zuerst ausgelaufen, um Dorieus entgegenzufahren, sodass das syrakusische Kontingent nun auf dem linken Flügel kämpft, während Mindaros auf dem rechten Flügel steht. Die Athener haben 74 Schiffe und die Peloponnesier 84, ungerechnet die Schiffe des Dorieus. Der Kampf in der Meerenge mit ihrer starken Strömung erfordert äußerstes Geschick seitens der Mannschaften und Steuerleute, was den Athenern einen Vorteil gegenüber den unerfahreneren Peloponnesiern verschafft. Dennoch halten sich beide Flotten lange Zeit die Waage. Die Entscheidung fällt erst gegen Abend, als von Süden eine athenische Hilfsflotte von 18 oder 20 Schiffen unter dem Kommando des Alkibiades aufkreuzt. Bei dieser Sichtung lässt sich der linke Flügel der Syrakuser und Peloponnesier auf die Küste bei Abydos zurückfallen, wo es zu einem Kampf um die Boote kommt, in den auch der persische Satrap Pharnabazos eingreift, der sein Pferd in die Fluten treibt und seine Bogenschützen anweist, vom Ufer auf die vorbeifahrenden Schiffe zu feuern. Die Schlacht endet schließlich mit dem Rückzug der verbliebenen peloponnesischen Schiffe in den Hafen von Abydos. In dieser letzten Phase können die Athener alle während der Schlacht verlorengegangenen Schiffe zurückerobern und dazu 30 feindliche Schiffe aufbringen, die sie nach Sestos schleppen. - Lysistrata (Schauspiel von Aristophanes)
Lysistrata gehört zu den bekanntesten Komödien des griechischen Dichters Aristophanes. Sie wird von ihm im Frühjahr bei den Lenäen zur Aufführung gebracht. Im selben Jahr entmachten in Athen Aristokraten durch einen Putsch die radikaldemokratische Regierung. Lysistrata ist das dritte der pazifistischen Stücke des Aristophanes, die den Krieg zum Thema haben. - Die Thesmophoriazusen (Schauspiel von Aristophanes)
Das Schauspiel "Die Thesmophoriazusen" wird vermutlich ebenfalls bei den Lenäen aufgeführt. - Der Philosoph Protagoras wird wegen Asebie aus Athen verbannt, seine Bücher werden verbrannt. Bei der Überfahrt nach Sizilien kommt er vermutlich ums Leben.
- Fortsetzung 410
Sparta
- König der Eurypontiden: Agis II. (427–400)
Nach dem Machtantritt des oligarchischen Rats der Vierhundert in Athen entsendet dieser Gesandte zu Agis II. nach Dekeleia, um Friedensverhandlungen aufzunehmen. Agis sieht darin eine Gelegenheit zur Eroberung Athens, rückt gegen die Langen Mauern vor, scheitert jedoch mit seinem Angriff und zieht sich nach Verlusten zurück. - König der Agiaden: Pleistoanax (2. Amtszeit 426–408)
- Fortsetzung 410
Bosporanisches Reich
Salamis
- König Abdemon (415-411)
- König Euagoras I. (411-374)
Euagoras, um 435 geboren, entstammt einer Familie, die ihre Herkunft auf den mythischen Teukros, den Sohn des Telamon und Halbbruder des Aias, zurückführt. In seiner Kindheit musste er die Stadt verlassen und nach Kilikirn ins Exil gehen.Zwischen 411 und 410 v. Chr. verfestigt sich in Euagoras der Entschluss, den Thron von Salamis zurückzugewinnen, den seine Vorfahren lange innehaben. Er lebt noch in Kilikien, hat dort aber inzwischen eine Gruppe von ungefähr fünfzig Gefolgsleuten um sich geschart, die ihn als rechtmäßigen König anerkennen. Während dieser Zeit sondiert er die machtpolitische Lage im Perserreich und im griechischen Raum und erkennt, dass sowohl Athen als auch der persische Großkönig für seine Pläne wichtig werden können. - Fortsetzung 410
ODRYSEN
- König Seuthes I. (um 424-411)
Seuthes scheint nach 411 gestorben zu sein, da die Geschichte des Thukydides weder seinen Tod noch das Auftreten seines Nachfolgers verzeichnet. - Fortsetzung 410
ACHÄMENIDENREICH
- Großkönig Dareios II. (423–404)
- Satrap Ariobarzanes (Kios, 420-402)
- Satrap Tissaphernes (Lydien, 1. Amtszeit 415-408)
Tissaphernes schickt eine persisch-phönikische Hilfsflotte zurück nach Phönikien, um den Spartanern keinen allzu großen Vorteil zu verschaffen. Offenbar wegen der Reaktion des Perserkönigs und der Spartaner lässt er kurz darauf seinen Ratgeber Alkibiades festnehmen, der jedoch entweicht und wieder auf die athenische Seite übertritt. - Fortsetzung 410
KUSCH
KARTHAGO
- Schofet Hannibal Mago (411-406)
Hannibal wird vom karthagischen Senat zum Befehlshaber der Heere und zum Statthalter der punischen Epikrateia auf Sizilien gewählt. Er ist bestrebt, seinen Großvater Hamilkar zu rächen, der 480 v. Chr. vor Himera von den Griechen Siziliens besiegt wird. - Fortsetzung 409
INDIEN
Shishunaga
Anuradhapura
CHINA
Zeit der Streitenden Reiche
(38. (39.) Zyklus, Jahr des Metall-Pferdes; am Beginn des Jahres Erde-Schlange)
Jin
Qin
Zhou
Wei
Qi
- Herzog Xuan (455–405)
- Tian Zhuang, ein Vorfahr von Yan, stirbt.
- Tian Bai stirbt, nachdem er seinem Vater Tian Pan als Anführer der Tian-Familie und faktischer Herrscher gefolgt ist. Sein Sohn Tian Daozi übernimmt diese Position.
- Fortsetzung 408
Chu
JAPAN
QUELLEN
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28.05.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
24.06.2026 Grundstock ergänzt