801
MAYA
Talol
- Ajaw Ukit Kan Lek Tok (770-801)
Im Jahr 801 endet das Leben von Ukit Kan Lek Tok, der als bedeutendster Herrscher von Ek Balam in der Späten Klassik gilt. Spätere Herrscher der Stadt, darunter Kan Bohb Tok, der 814 stirbt, Ukit Jol Ahkul, der 830 stirbt, und Kinich Junpik Tok Kuh, der 870 stirbt, verehren ihn offensichtlich als Dynastiestifter. Seine Regierungszeit bleibt als Neuanfang in Erinnerung, an dem sich die nachfolgenden Fürsten orientieren und mit dem sie ihre eigene Legitimität verbinden. Die späteren Inschriften der Stadt greifen seinen Namen und seine Taten auf und verankern ihn dauerhaft im kollektiven Gedächtnis von Ek Balam. So lebt die Erinnerung an Ukit Kan Lek Tok als zentrale Figur der Geschichte Talols in den Monumenten, Inschriften und dem städtischen Layout von Ek Balam fort. Über die Nachfolger sind keine Wikipedia-Artikel vorhanden, sodass die Chronik von Talol an dieser Stelle endet.
Tikal
Copan
PIKTEN
KELTEN
- Der König von Ailech ist gleichzeitig auch Hochkönig von Irland
Ailech
Ulster
- König Eochaid mac Fiachnai (790–810)
Die Iren von Ulster ziehen gegen die Uí Echach Cobo im westlichen Teil von County Down in den Krieg, wahrscheinlich um ihre Autorität durchzusetzen. Die Ulaid siegen und töten den König von Coba, Eochu mac Aililla. Auf Seiten der Ulaid fällt Cairell mac Cathail aus dem Zweig der Leth Cathail. - Fortsetzung 809
Connacht
Meath
Leinster
Gwynedd
Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Eardwulf (1. Amtszeit 796-806)
Nachdem König Cenwulf northumbrische Exilanten an seinem Hof aufgenommen hat, fällt Eardwulf in Mercia ein. Durch Vermittlung englischer Bischöfe wird jedoch ein für beide Seiten akzeptables Friedensabkommen geschlossen. - Erzbischof Eanbald II. (York, 796–808)
- Bischof Higbald (Lindisfarne, 780–802)
- Fortsetzung 802
Mercia
- König Cenwulf (796–821)
Northumbria fällt unter König Eardwulf in Mercia ein, nachdem Cenwulf Exilanten aus Northumbria an seinem Hof aufgenommen hat. Der Einfall bleibt ergebnislos, und beide Seiten einigen sich auf Frieden. In diesem Jahr setzt Cenwulf spätestens seinen Bruder Cuthred auf den Thron von Kent. Ebenfalls 801 wird von einem Konflikt bei Kempsford berichtet, als der ealdorman Æthelmund mit einer Streitmacht über die Themse zieht und von Männern aus Wiltshire unter Führung von Weohstan geschlagen wird. - Bischof Unwona (Leicester, 781/785-801/803)
Zwischen 801 und 803 stirbt Unwona in seinem Amt als Bischof von Leicester. Über die Nachfolger ist fast immer nur noch der Name und die ungefähre Amtszeit bekannt, sodass sich eine Aufnahme in diese Chronik nicht lohnt. - Fortsetzung 802
Wessex
- König Beorhtric (786–802)
Beorhtric überträgt Ländereien an den princeps Lulla. Diese Urkunde ergänzt die wenigen erhaltenen Chartas, die seine Herrschaft dokumentieren. Beorhtric gilt zwar als „sehr fromm“, doch sind keine Schenkungen oder Privilegien bekannt, die er Klöstern oder Kirchen gewährt. Dass die wenigen überlieferten Chartas ausschließlich Laien als Begünstigte nennen, wird als wahrscheinlich zufälliger Befund angesehen. - Fortsetzung 802
Essex
Kent
- König Cuthred (798–807)
Cenwulf stellt die Charta S157 aus und hebt darin die Übereinstimmung mit Cuthred hervor. - Erzbischof Æthelhard (Canterbury, 2. Amtszeit 798–805)
- Fortsetzung 803
FRÄNKISCHES REICH
- Kaiser Karl der Große (800–814)
- Spanische Mark
Karl der Große (53) gründet die Spanische Mark als Pufferzone gegen die Mauren. - König Karl der Jüngere (Franken, 781-811)
- König Ludwig der Fromme (Aquitanien, 781–814)
In den Jahren 801/803 gelingt Ludwig zusammen mit Wilhelm von Aquitanien und dessen Sohn Berà die Eroberung des von den Mauren besetzten Barcelona. - König Pippin (Italien, 781-810)
- Alkuin
- Liudger
- Bischof Theodulf (Orléans, 798-818)
- Bischof Gerobald (Lüttich, 787-809)
Lüttich wird von einer Pestepidemie schwer getroffen, der ersten in dieser Region. Dieses Unglück fällt in die Zeit des Pontifikats Gerbalds und gehört zu einer ganzen Reihe von Katastrophen, die das Bistum Lüttich treffen. - Erzbischof Hildebold (Köln, 795–818)
Hildebold erscheint als Abt des Stifts St. Cassius und Florentius in Bonn. Er übernimmt die Leitung dieses bedeutenden Stifts und verbindet so bischöfliche und abbatiale Funktionen. Seine Verantwortung erstreckt sich damit auf weitere kirchliche Institutionen im Rheinland. Er festigt seinen Einflussbereich in der Region, indem er mehrere geistliche Zentren unter seiner Führung vereint. - Wiesloch (Siedlung)
Wiesloch wird am 12. September im Lorscher Codex als „Wezzinloch“ erstmals urkundlich erwähnt. - Erzbischof Richulf (Mainz, 787–813)
- Erzbischof Richbod (Trier, 791–804)
- Bischof Liutrit (Würzburg, 795–802)
- Kissingen (Siedlung)
Kissingen wird am 21. Juni als „chizzicha“ in einer inzwischen verschollenen Schenkungsurkunde erstmals urkundlich erwähnt. - Abt Baugulf (Fulda, 779–802)
Rabanus Maurus wird Leiter der Klosterschule von Fulda. Unter seinen Schülern sind in den folgenden Jahren unter anderem Lupus von Ferrières, Gottschalk von Orbais, Walahfrid Strabo und Otfried von Weißenburg. - Bischof Egino (Konstanz, 782–811)
- Abt Waldo von Reichenau (Reichenau 786–806)
- Fortsetzung 802
Grafschaft Barcelona
- Graf Bera (801-820)
Am Samstag, dem 3. April, ergibt sich Barcelona den Franken und Harun wird übergeben; am folgenden Tag zieht Ludwig der Fromme in die Stadt ein. Kurz darauf wird Bera als erster Graf von Barcelona eingesetzt. - Fortsetzung 804
Grafschaft Urgell, Cerdaña und Osona
- Graf Borrell von Osona (798–820)
Barcelona gerät nach der Belagerung unter fränkische Kontrolle. Die Befestigung von Osona mit seinen zahlreichen Burgen und Verteidigungspunkten dient in diesem Zusammenhang dazu, das fränkische Herrschaftsgebiet im Nordosten der Halbinsel zu sichern und die neu eroberte Stadt Barcelona zu schützen. - Fortsetzung 804
Herzogtum Gascogne
- Herzog Sancho I. (800-812)
Nach dem Tod von Lupus II., dem Vater von Semen I., erheben die Vasconen einen seiner Söhne, Lupus Sancho I., an die Macht. Dieser erkennt die Oberhoheit Karls des Großen an und nimmt – gegen seinen eigenen Willen, aber aus Treue – an der von dem König von Aquitanien organisierten Expedition gegen Barcelona teil. - Fortsetzung 802
Grafschaft Toulouse
- Graf Wilhelm von Aquitanien (790-806)
Wilhelm führt gemeinsam mit Ludwig dem Frommen ein großes Heer aus Franken, Burgundern, Provenzalen, Aquitaniern, Gascognern und Goten an. Diese Truppen erobern Barcelona von den Umayyaden. Danach übt Wilhelm für kurze Zeit die Herrschaft in Katalonien aus. - Fortsetzung 804
Abodriten
Herzogtum Baiern
- Herzog Karl der Große (788–814)
- Erzbischof Arn (Salzburg, 798-821)
- Bischof Adalwin (Regensburg, 791–816)
- Bischof Gerhoh (Eichstätt, 787–806)
- Bischof Atto (Freising, 783/784–810/811)
Bischof Waldrich (Passau, 777–804)
- Regau (Siedlung)
Regau (Repagove) wird am 11. Juni im Mondseer Traditionskodex, einer Sammlung von wichtigen Urkunden und Handschriften zur Geschichte Ostbayerns, Salzburgs und Oberösterreichs, erstmals urkundlich erwähnt. - Bischof Simpert (Augsburg, 778–807)
- Fortsetzung 802
Herzogzum Mailand
- Erzbischof Petrus I. (784-801)
Am 15. Mai stirbt Petrus in Mailand. Er wird in der Basilika Sant’Ambrogio beim Altar des heiligen Andreas beigesetzt, der heute nicht mehr existiert. Sein Nachfolger tritt das Amt im Jahr 803 an. - Fortsetzung 803
Herzogtum Treviso
Markgrafschaft Friaul
Herzogtum Spoleto
- Herzog Winigis (789–822)
Winigis erobert die Gebiete von Chieti und verschiebt damit die Südgrenze seines Herzogtums vom Pescara bis zum Sangro. Im selben Zusammenhang entwickelt sich der Konflikt mit Grimoald III. von Benevent zu einem offenen Krieg zwischen dem Fürstentum Benevent und dem Herzogtum Spoleto. - Fortsetzung 802
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Asturien
- König Alfons II. (791-842)
Zwischen 801 und 808 gerät die innere Lage des Reiches in eine schwere Krise. Alfons wird zur Rückkehr ins Kloster Ablaña gezwungen, gewinnt den Thron aber mit Hilfe des Adligen Teudano zurück und beginnt danach mit einer Reorganisation des Reiches unter Rückgriff auf die westgotische Überlieferung. - Fortsetzung 802
KIRCHENSTAAT
REPUBLIK VENEDIG
- Doge Johannes Galbaio (787–803)
Nachdem Karl zum Kaiser gekrönt ist, spitzt sich ab 801 der Streit zwischen den beiden Kaiserreichen zu, und zugleich verschärft sich der Konflikt zwischen dem Dogenhaus und Grado. In einer Urkunde vom 29. Mai, ausgestellt unweit von Bologna, beansprucht Karl den Titel „Romanum gubernans imperium“ und damit den Anspruch auf das Römerreich, was in Byzanz zunächst wenig Widerstand auslöst, zumal Kaiserin Eirene 802 gestürzt wird. Der neue byzantinische Kaiser Nikephoros I. lehnt jedoch den Anspruch Karls ab, und es kommt zum offenen Konflikt. Die gegen Karl gerichtete Politik des Dogen Johannes und seine Gegnerschaft zu Papst Leo III. eskalieren nun deutlich. - Fortsetzung 802
WESTSLAWEN
Sorben
SÜDSLAWEN
Kroatien
ERSTES BULGARISCHES REICH
BYZANTINISCHES REICH
- Kaiserin Irene (797-802)
- Patriarch Johannes (Grado, 766–802)
- Patriarch Tarasios (Konstantinopel, 784–806)
KACHETIEN
ARABER
(184/185 - 19./20. Januar)
Abbasiden
- Kalif Hārūn ar-Raschīd (786-809)
- Abul Abbas
Der Elefant Abul Abbas wird in Begleitung von Isaak, einem jüdischen Kaufmann, Dolmetscher und Gesandten Karls, zusammen mit einer kleinen Delegation von Bagdad aus auf den Weg nach Aachen geschickt. Im Oktober ist ein Aufenthalt in der Nähe von La Spezia in Italien belegt. In Vercelli, etwa 60 km vom Lago Maggiore entfernt, bleibt man über den Winter. - Imam der Ismailiten: Muhammad ibn Isma'il (775-813)
- Imam der Zwölferschiiten: ʿAlī ibn Mūsā ar-Ridā (799-818)
- Patriarch Georgios II. (Jerusalem, 797–807)
- Papst und Patriarch Johannes IV. (Alexandria, 777–799)
- Papst und Patriarch Markus II. (Alexandria, 799–819)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Politianos (Alexandria, 768–813)
- Fortsetzung 802
Rustamiden
Emirat Noukour
Idrisiden
Aghlabiden
Emirat von Córdoba
- Emir al-Hakam I. (796–822)
Im Jahr 801 erobern die Franken Barcelona. Der Text verknüpft dies mit der Tatsache, dass al-Hakam I. wegen der Unruhen nicht wirksam gegen die Franken vorgehen kann. - Fortsetzung 805
CHASAREN
UIGURISCHES KAGANAT
INDIEN
Pratihara
Chauhan-Dynastie
Östliche Chalukya
Rashtrakuta
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
TIBET
CHINA
(58./59. Zyklus - Jahr der Metall-Schlange; am Beginn des Jahres Metall-Drache)
Tang-Dynastie
- Kaiser Tang Dezong (779–805)
- Dulu-Schlacht
In der Dulu-Schlacht kapitulieren Truppen des arabischen Reichs (Dashi) und der Tibeter (Tubo) vor der Armee der chinesischen Tang-Dynastie. Zahlreiche gefangene Muslime lassen sich anschließend in der Gegend um Yunnan nieder. - Fortsetzung 805
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
QUELLEN
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16.08.2023 Artikel eröffnet
08.09.2023 Grundstock erstellt
20.05.2026 Grundstock ergänzt