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LEXIKON
- Die Elefantenvögel, madagassisch Vorompatras genannt, sind eine ausgestorbene Familie großer flugunfähiger Vögel. Sie bilden gleichzeitig die monotypische Ordnung der Aepyornithiformes. Die Familie umfasst mit Aepyornis und Mullerornis insgesamt zwei Gattungen. Bekannt ist sie durch fossile und subfossile Knochen- und Eifunde von der Insel Madagaskar vor der Ostküste Afrikas. In ihrem äußeren Erscheinungsbild ähnelten die Elefantenvögel den heutigen Straußen. Sie besaßen lange Hinterbeine, einen ebenfalls langen Hals und einen kleinen Kopf. Einige Vertreter waren aber deutlich größer als die Strauße und repräsentieren die größten bekannten Vögel. Sie stellen hierbei ein typisches Beispiel für Inselgigantismus dar. Die Lebensweise ist nur wenig erforscht. Vermutlich bewohnten die Elefantenvögel dichte Wälder und ernährten sich von eher weicher Pflanzenkost. Im Unterschied zu den Straußen waren sie wohl nicht an hohe Laufgeschwindigkeiten angepasst, was auch die Proportionen ihrer Hinterbeine aufzeigen. Außerdem ergaben Analysen der Hirnstruktur eine überwiegend nachtaktive Tätigkeit sowie eine geringe Sehstärke und ein Überwiegen des Geruchssinnes. (Artikel des Tages)
- Der Gepard (Acinonyx jubatus) ist eine Raubtierart aus der Familie der Katzen (Felidae). Er erreicht Geschwindigkeiten von über 100 Kilometer pro Stunde und ist damit das schnellste Landtier der Welt. Geparde sind in Afrika sowie in kleinen Teilen Asiens verbreitet. Sie sind an ihrem goldgelben, schwarz geflecktem Fell und einem ungefleckten Gesicht mit schwarzen Tränenstreifen zu erkennen, welche die Augen der Tiere vor zu starker Sonne schützen. Die Anatomie des Gepards ist in vielerlei Hinsicht auf Geschwindigkeit ausgelegt: Der Körper ist schlank, der Kopf klein und rund, die Beine sehr lang und dünn. Die Nasengänge der Geparde sind erheblich verbreitert und die Lungen, Bronchien und Nebennieren stark vergrößert. Dadurch bleibt wenig Platz für das Gebiss, das stark verkleinert eine relativ schwache Waffe darstellt. Zur Jagd pirschen sich Geparde zuerst an ihre Beute, hauptsächlich Gazellen und Böckchen, an, fallen dann teils in einen Trab und greifen mit Höchstgeschwindigkeiten jenseits der 100 km/h an, wobei sie von 0 auf 90 km/h innerhalb von 3 Sekunden beschleunigen können. Die Beute wird mit einem Prankenschlag ins Straucheln gebracht und anschließend erstickt, da die Kraft des Gebisses nicht stark genug ist, um das Beutetier mit einem Biss ins Genick zu töten. Der Jagderfolg liegt bei 50 bis 70 % und stellt einen Rekord unter den einzeln jagenden Raubtieren auf. Die Fähigkeiten der Geparde hat der Mensch früh erkannt; bereits im Alten Ägypten wurden die Tiere zu Jagdzwecken eingesetzt. (Artikel des Tages)
- Die Steinzeit ist die früheste Epoche der Menschheitsgeschichte. Sie ist durch erhalten gebliebenes Steingerät gekennzeichnet und begann – nach heutigem Forschungsstand – mit den ältesten als gesichert geltenden Werkzeugen der Oldowan-Kultur vor 2,6 Millionen Jahren. Als Produzenten von Steingeräten gelten die frühen, nur fossil überlieferten Menschenarten. Die Bezeichnung „Steinzeit“ wurde 1836 von Christian Jürgensen Thomsen mit dem Dreiperiodensystem eingeführt, als er die Urgeschichte Dänemarks nach vorrangig genutzten Werkstoffen für Werkzeuge, Waffen und Schmuck in Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit gliederte. Die Steinzeit Europas wird heute zusätzlich unterteilt in Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit. Ans Ende der Steinzeit wird, zeitlich regional sehr unterschiedlich, aber stets beginnend mit dem Aufkommen des Werkstoffs Kupfer, die Kupfersteinzeit gestellt. Erst mit der frühen Bronzezeit wird die Steinzeit in einigen Regionen der Welt abgelöst, in Mitteleuropa etwa um 2200 v. Chr. (Artikel des Tages)
QUELLEN
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29.07.2017 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt