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RÖMISCHE REPUBLIK

(ab urbe condita DXXXV = 535)

  • Konsul Lucius Aemilius Paullus (1. Amtszeit)
    Lucius Aemilius Paullus entstammt der patrizischen Familie der Aemilier und gehört dem Zweig der Aemilii Paulli an. Sein Vater ist Marcus Aemilius Paullus, der im Jahr 255 das Konsulat bekleidete. Paullus wird nun selbst zum ersten Mal zum Konsul gewählt; sein Kollege ist Marcus Livius Salinator. In seine Amtszeit fällt der Zweite Illyrische Krieg, in dem Rom gegen Demetrios von Pharos vorgeht, der als Verbündeter Roms abfällt und in Illyrien eine eigene Machtbasis aufzubauen versucht. Paullus führt das römische Heer gegen Demetrios von Pharos und schlägt ihn vor der Küste Dalmatiens; dabei werden wichtige illyrische Stützpunkte wie Dimal und Pharos erobert, und Demetrios muss nach Makedonien fliehen. Für diesen Sieg erhält Paullus die Auszeichnung eines Triumphs.
  • Konsul Marcus Livius Salinator (1. Amtszeit)
    Marcus Livius Salinator entstammt einer römischen Senatorenfamilie und gehörte vermutlich dem Kollegium der Decemviri an, das die dritten römischen Säkularfeiern abhält. Die Datierung dieser Feiern ist unsicher, sie liegt entweder im Jahr 249 oder eher um 236. 219 bekleidet er zusammen mit Lucius Aemilius Paullus das Amt des Konsuls. Beide führen Krieg gegen die Illyrer und erzielen dort militärische Erfolge; dafür erhalten sie einen Triumphzug. Kurz nach diesem Triumph wird er jedoch wegen angeblicher Unterschlagung von Kriegsbeute angeklagt und verurteilt. Salinator zieht für einige Jahre aus Rom und aus dem aktiven politischen Leben zurück.
  • Belagerung von Saguntum (219-218)
    Hannibal kommt mit einem karthagischen Heer aus Nordafrika über das Mittelmeer auf die Iberische Halbinsel. Dort schließen sich ihm zahlreiche Söldner aus keltiberischen Stämmen an, die bereits mit Rom im Krieg stehen. Wegen der einfacheren Marschwege folgt Hannibal der Küste, um nach Italien zu gelangen; viele Feinde Roms unterstützen diesen Marsch. Gleichzeitig beginnen mit Rom verbündete Iberer in Spanien eine Revolte gegen die karthagischen Eindringlinge und greifen Hannibals Marschheer in wiederholten Scharmützeln und schnellen Kavallerieangriffen an. Um den Widerstand dieser aufsässigen Einheimischen zu brechen, zieht Hannibal mit seinem Heer vor ihre wichtige Festungsstadt Saguntum, die mit Rom verbündet ist, und beginnt eine langwierige Belagerung der Stadt. Es gelingt ihm zunächst nicht, die Stadtfestung im Sturm zu nehmen, da er über keine geeigneten Belagerungsgeräte verfügt. Die Lage der Stadt nahe der Küste und der Mangel an karthagischen Schiffen ermöglichen es den Bewohnern von Saguntum, wiederholt Nahrungsmittel auf dem Seeweg einzuführen. Die Verteidiger unternehmen immer wieder Ausfälle und stören die Belagerer, was den Kampf zusätzlich in die Länge zieht; sie senden Boten nach Rom und bitten um ein Entsatzheer, doch eine militärische Hilfe bleibt aus.
    Der ehemalige Konsul Publius Valerius Flaccus gehört gemeinsam mit Quintus Baebius Tamphilus einer römischen Gesandtschaft an, die zu Hannibal nach Spanien reist. Die Gesandten verlangen, dass Hannibal die Belagerung der verbündeten Stadt Sagunt beendet, doch Hannibal lehnt dieses Ansinnen ab. Daraufhin setzt die Gesandtschaft ihre Reise nach Karthago fort, um dort im Senat von Karthago die Aufgabe der Belagerung beziehungsweise ein Einlenken in dem Konflikt zu erreichen. Auch in Karthago bleibt die Gesandtschaft ohne Erfolg, sodass der Weg in den Zweiten Punischen Krieg offen bleibt.
    Der ehemalige Konsul und Dikator Quintus Fabius Maximus Verrucosus plädiert nach einer alten Überlieferung im Senat zunächst für diplomatische Schritte statt einer sofortigen Kriegserklärung ein. Möglicherweise gehört auch er zu der Gesandtschaft nach Karthago, auch wenn die antiken Quellen sich über seine genaue Rolle widersprechen. In den folgenden Jahren spitzen sich die Spannungen mit Karthago zu und münden in den Zweiten Punischen Krieg.
  • Zweiter Illyrischer Krieg (220-219)
    Der illyrische König Demetrios bereitet sich im Unterschied zur früheren Königin Teuta gut vor, befestigt Dimallum, beseitigt Gegner im Inland und stationiert 6000 Elitesoldaten auf seiner Basis Pharos. Die römische Führung – beide Konsuln, mit Lucius Aemilius Paullus in der Hauptrolle – beschließt, zunächst Illyrien zu sichern, da die Adria für den baldigen Zweiten Punischen Krieg strategisch wichtig ist. Aemilius Paullus Dimallum nimmt in nur sieben Tagen im Sturm, worauf die umliegenden Städte sich Rom unterwerfen. Anschließend setzt Rom nach Pharos über, täuscht mit einem kleinen Flottenkontingent einen Landungsversuch, lockt Demetrios aus seinen Befestigungen und schlägt das illyrische Heer, das zwischen Landungsabteilung und Hauptmacht eingekesselt wird.
  • Fortsetzung 218

ILLYRER

GRIECHEN

(1./2. Jahr der 140. Olympiade)

Syrakus

Makedonien

  • König Philipp V. (221–179)
  • Demetrios von Pharos wird nach seiner Flucht nach Makedonien ein vertrauensvoller Ratgeber am Hofe Philipps V. und drängt diesen zum Konflikt mit Rom. Er wird zu einem der engsten politischen Berater Philipps V., beteiligt sich indirekt an der makedonischen Außenpolitik.
  • Bundesgenossenkrieg (220-217)
    Angriff des Aitolischen Bundes auf Aigira und Dyme auf der Peloponnes und Plünderung der makedonischen Stadt Dion, während die Makedonier die Stadt Ambrakos in Epiros belagern und erobern und anschließend in Aitolien einfallen. Der aitolische Feldherr Dorimachos zieht daraufhin gegen das Heiligtum von Dodona in Epiros. Der Ort wird verwüstet.
  • Fortsetzung 218

Sparta

  • König Agesipolis III. (219–215)
  • König Lykurgos (219-211)
    Kleomenes III., vormals König von Sparta, wird im ägyptischen Exil inhaftiert. Beim Versuch, aus seinem Gefängnis auszubrechen, kommt er ums Leben. Erst jetzt wird der seit 222 vakante spartanische Thron neu besetzt. Während Lykurg der neue König der Eurypontiden wird, tritt Agesipolis III., der Enkel von Kleombrotos II., die Regierung der Agiaden an. Da er noch ein Kind ist, wird sein Onkel Kleomenes sein Vormund.
    Sparta verbündet sich mit dem Aitolischen Bund und erklärt den Achäischen Bund den Krieg. Lykurgos fällt in benachbarte Gebiete (Ostvorsporn des Parnon, später Argolis) ein, wird aber zurückgedrängt und erleidet Rückschläge.
    Winter 219/218: Die von Lykurgos besetzte Festung Athenaeum wird von makedonischen Truppen zurückerobert
  • Fortsetzung 218

Bosporanisches Reich

Pergamon

Pontos

Bithynien

Kappadokien

Seleukidenreich

  • König Antiochos III. (223–187)
  • König (Usurpator) Achaios (220-214/213)
  • Vierter Syrischer Krieg (219-217)
    Frühjahr: Nachdem Antiochos III. seine innenpolitischen Probleme im Seleukidenreich gelöst hat, wird er im Vierten Syrischen Krieg gegen Ägypten offensiv. Ihm gelingt die Einnahme des seit dem letzten Syrischen Krieg in ägyptischer Hand befindlichen Hafens von Antiochia am Orontes, Seleukia in Piera. Theodotos, ägyptischer Statthalter in Koile-Syrien, läuft zu Antiochos über, dem er seine Provinz übergibt. Auch Tyros und Ptolemais (Akkon) öffnen Antiochos die Tore. Nach der Gewinnung Palästinas willigt Antiochos in einen viermonatigen Waffenstillstand mit Ägypten ein.
  • Fortsetzung 218

Griechisch-Baktrisches Königreich

Ägypten

IBERIA

PARTHERREICH

MASSÄSYLIER

INDIEN

Maurya-Reich

Anuradhapura

XIONGNU

CHINA

(41/42. Zyklus - Jahr des Wasser-Pferdes; am Beginn des Jahres Metall-Schlange)

Qin-Dynastie

JAPAN

QUELLEN

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04.12.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt

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