761
MAYA
Quiriguá
Copan
PIKTEN
- König Óengus I. (732–761)
Óengus stirbt, wahrscheinlich über siebzig Jahre alt. - König Bridei V. (761–763)
Bridei V. (gälisch: Bruide mac Fergusa) besteigt als Nachfolger seines Bruders Öngus den Thron der Pikten. - Fortsetzung 763
KELTEN
Uí Néill
Ulaid
- König Fiachnae mac Áedo Róin (750–789)
Fiachnae stößt nach Westen in das Gebiet der Uí Echach Cobo vor, eines Zweiges der Dál nAraidi im Westen des späteren County Down, und besiegt sie in der Schlacht von Áth Duma, in der ihr König Ailill mac Feidlimid getötet wird. - Fortsetzung 776
Connacht
Leinster
Uí Mháine
Dalriada
Gwynedd
Königreich Powys
ANGELSACHSEN
Northumbria
- König Æthelwald Moll (759–765)
- Erzbischof Egbert (York, 735-766)
- Bischof Frithubeorht (Hexham, 734–766)
- Bischof Cynewulf (Lindisfarne, 740–780)
Mercia
East Anglia
Königreich Wessex
Königreich Essex
Königreich Kent
- König Eardwulf (West-Kent, 748–vor 762)
- König Æthelberht II. (Ost-Kent, 725–762)
- Erzbischof Bregowine (760–764)
Am 27. September wird Bregowine zum Erzbischof von Canterbury geweiht und übernimmt damit das höchste kirchliche Amt in England. Von seiner Tätigkeit als Erzbischof sind nur bruchstückhafte Nachrichten überliefert, da ein großer Teil der frühmittelalterlichen Urkunden des Bistums später verloren geht. Einige seiner Handlungen werden jedoch in erhaltenen Briefen und Urkunden sichtbar. Bregowine führt einen Briefwechsel mit Erzbischof Lullus von Mainz, in dem er sich auf ein früheres persönliches Treffen der beiden bezieht. Weitere Informationen liefern überkommene königliche und adelige Urkunden, in denen Bregowine als Handelnder oder Zustimmender auftritt. In einer dieser Urkunden protestiert er gegen den Verlust einer Kirche in Cookham, die König Cynewulf von Wessex nach 760 beschlagnahmt hat. Eine andere erhaltene Urkunde eines Dunwald, eines Thegns (Gefolgsmanns) von König Äthelbert, belegt, dass Bregowine der Schenkung von Land in Canterbury zustimmt und damit seine Rolle in kirchlichen Besitzfragen dokumentiert. - Fortsetzung 762
FRÄNKISCHES REICH
- König Pippin der Jüngere (751–768)
- Karl (später "der Große") (12)
- Erzbischof Turpin (Reims, 748–794)
- Erzbischof Chrodegang (Metz, 742-766)
- Bischof Gregor (Utrecht (754-775)
- Erzbischof Lullus (Mainz, 754-786)
- Um 761/762 stirbt der ehemalige Bischof Milo bei einem Jagdunfall im Meulenwald bei Trier. Sein Grab kann bisher in keinem der infrage kommenden Gotteshäuser Trier nachgewiesen werden. Sein Leben bleibt in der Kirchengeschichte umstritten; sein Verhalten ist vielfach Anlass für Kritik und legendenhafte Überlieferung
- Bischof Megingaud (Würzburg, 754–769)
- Abt Sturmius (Fulda, 1. Amtszeit 744–763)
- Bischof Johannes II. (Konstanz, 760–782)
- Bischof Tello (Chur, 759–765)
- Fortsetzung 762
Herzogtum Aquitanien
- Herzog Waifar (745-768)
Pippin antwortet auf Waifars Feldzug vom Vorjahr mit Krieg gegen Aquitanien und beginnt, das Land zu überziehen; zwischen 761 und 763 sowie 766 und 768 führt er insgesamt sieben Feldzüge gegen Waifar. Pippin besetzt den Norden Aquitaniens, zerstört die dortigen Festungen oder lässt sie zu eigenen Burgen umbauen, wodurch er Waifars Machtbasis schrittweise schwächt. - Fortsetzung 762
Herzogtum Baiern
- Herzog Tassilo III. (748–788)
- Bischof Gaubald (Regensburg, 739–761)
Am 23. Dezember stirbt Gaubald nach der Überlieferung und wird am Eingang der Ramwoldkrypta von St. Emmeram in Regensburg bestattet. Er gilt in der Kirche als Seliger und wird als solcher verehrt. In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts verfasst der Mönch Albricus (Albrich) aus dem Kloster Sankt Emmeram ein theologisches Sammelwerk, in dem sich ein Fragment eines Grabgedichts auf Gaubald befindet. Das Gedicht betont seine Bedeutung als im Glauben hervorragender Bischof und spielt auf die Translation der Gebeine Emmerams von St. Georg in Aschheim zum Kloster Sankt Emmeram an. In der neueren Forschung des 20. und 21. Jahrhunderts wird Gaubald unter anderem in einem Aufsatz von Frank Fuchs (1989), im Beitrag von Ekkart Sauser im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon sowie in einer Studie von Albert Lehner zur klerikalen Hierarchie in der Emmeramsvita behandelt. - Bischof Willibald (Eichstätt, 741–787)
- Bischof Joseph von Verona (Freising, 747/748-764)
- Bischof Sidonius (Passau, 754–763/764)
- Bischof Wikterp (Augsburg, 739-772)
- Bischof Virgil (Salzburg, 746–784)
- Fortsetzung 762
LANGOBARDENREICH
Herzogtum Friaul
Herzogtum Spoleto
- Herzog Gisulf (759-761)
Im Jahr 761 endet die Regierung Gisulfs, indem er entweder stirbt oder abgesetzt wird, worüber die Quellen keine eindeutige Auskunft geben. Nach seinem Ausscheiden bleibt der herzogliche Sitz eine Zeit lang unbesetzt, bis Desiderius zwischen September 762 und März 763 seinen Gefolgsmann Theodicius als neuen Herzog von Spoleto einsetzt.
Herzogtum Benevent
SPANIEN
Königreich Asturien
- König Fruela I. (757-768)
Fruela siegt mit seinem Heer in der Schlacht bei Pontuvio über die Mauren und gewinnt Galicien. - Oviedo (Siedlung)
Der Mönch Máximo und sein Neffe Fromestano gründen auf einem Hügel, den die Römer Ovetao nennen, ein Kloster und eine Einsiedelei zu Ehren des Märtyrers San Vicente an einer römischen Straße nahe der Siedlung Lucus Asturum. Später stoßen etwa zwei Dutzend Mönche aus dem muslimisch beherrschten Süden hinzu und wählen Fromestano laut einer Urkunde vom 25. Dezember 781 zu ihrem ersten Abt, während König Fruela I. den Ort schützt und ihn zur Residenz seiner Frau Munia macht, die hier den späteren König Alfons II. zur Welt bringt. - Fortsetzung 765
KIRCHENSTAAT
REPUBLIK VENEDIG
- Doge Domenico Monegario (756–764)
Der byzantinische Kaiser Konstantin V. schließt mit Desiderius ein Bündnis mit dem Ziel, Ravenna zurückzugewinnen, wobei auch die Lagune Truppen stellen soll, doch dieses Vorhaben bleibt letztlich erfolglos. - Fortsetzung 764
KARANTANIEN
ERSTES BULGARISCHES REICH
- Knjas Winech (756–761)
Winech wird von bulgarischen Großen ermordet, da sie seine Friedenspolitik nach dem Sieg als Schwäche und Fehlentscheidung betrachten. - Knjas Telez (761–765)
Telez gehört dem bulgarischen Adelsgeschlecht Ugain an. Zeitgenössische Quellen betonen Telez’ mutigen und durchsetzungsfähigen Charakter. Er regiert – je nach Quelle – ungefähr von 761 bis 765; häufig werden die Jahre 761/762 bis 763 als seine Kernregierungszeit genannt. Er verfolgt eine aggressive Außenpolitik gegenüber dem Byzantinischen Reich und versucht, die bulgarische Position im Raum nördlich und westlich des Schwarzen Meeres zu stärken. Innenpolitisch stützt er sich stark auf die protobulgarische Elite, was Spannungen mit slawischen Gruppen im Reich verstärkt, die teilweise mit Byzanz sympathisieren oder zumindest weniger konfrontativ eingestellt sind. Diese Gegensätze führen zu Fraktionsbildungen im Adel, wobei sich eine pro-slawische Gruppe herausbildet, die Telez’ Kurs zunehmend ablehnt. - Fortsetzung 763
BYZANTINISCHES REICH
IBERIEN
ARABER
(143/144 - 10./11. April)
Abbasiden
- Kalif al-Mansūr (754–775)
Ende Jahr ernennt al-Mansūr Riyāh ibn ʿUthmān zum Statthalter von Medina, der ihm verspricht, die Brüder zu finden. Riyāh entdeckt tatsächlich Muhammads Versteck am Berg Radwā, doch Muhammad entwischt ihm kurz vor der Ergreifung. Um Muhammad zum Vorschein zu zwingen, befiehlt al-Mansūr, alle Hasaniden in Medina zu verhaften und in Ketten in den Irak zu überführen. Einige von ihnen lässt der Kalif auspeitschen, andere enthaupten oder lebendig begraben. - Statthalter Humayd ibn Qahtaba (Ägypten, 759–761)
- Den Abbasiden gelingt es, Ibn Rustam in der Provinz Ifrīqiya zu besiegen; er flieht nach Westalgerien; Abu l-Chattab al-Maafiri, der Ibn Rustam als Statthalter eingesetzt hatte, kommt im Kampf ums Leben.
- Imam Ja'far al-Sadiq (732–765)
- Patriarch Theodoros II. (Jerusalem, 745/749–770)
- Papst und Patriarch Michael I. (Alexandria, 743–767)
- Griechisch-orthodoxer Patriarch Kosmas I. (Alexandria, 727–768)
- Fortsetzung 762
Emirat von Nekor
Emirat von Córdoba
MAKURIA
UIGURISCHES KAGANAT
TÜRGESCH
INDIEN
Pratihara
Malla
Chauhan-Dynastie
Rashtrakuta
Westliche Ganga-Dynastie
Pallava
Anuradhapura
TIBET
CHINA
(57./58. Zyklus - Jahr des Metall-Büffels; am Beginn des Jahres Metall-Ratte)
Tang-Dynastie
- Kaiser Suzong (756-762)
Im Jahr 761 wird Shi Siming ermordet, sein Sohn Shi Chaoyi übernimmt die Yan-Führung, kann die Generäle aber nicht mehr kontrollieren; die Tang-Truppen drängen Yan zurück, aber endgültiger Sieg bleibt aus. - Am 23. Oktober 761 erklärt Suzong den elften Monat zum Beginn des neuen Jahres. - An-Lushan-Rebellion (755-763)
- Fortsetzung 762
KOREA
Silla
Balhae
JAPAN
- Tennō Junnin (758–764)
- Nach Kōmyōs Tod 760 beginnt die ehemalige Kaiserin Kōken sich politisch gegen Nakamaro zu stellen und wird 761 schwer krank. Der buddhistische Mönch Dōkyō heilt sie und wird ihr enger Vertrauter. Kōken wird Nonne und lässt sich das Haar schneiden. Sie festigt wieder ihre Machtposition und entzieht Junnin entscheidende Kompetenzen, die sie auf sich selbst überträgt
- Fortsetzung 762
QUELLEN
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18.10.2023 Artikel eröffnet und Grundstock erstellt
22.01.2026 Grundstock ergänzt